Dienstag, 7. Januar 2020

Striemen am Morgen, vertreiben Kummer und Sorgen

Archivbild von uns, da ich kein neues habe





Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben? Bzw das Gegenteil...

Gestern lief es später so so soooo schön weiter!

Mein Herr und ich gingen etwas chatten und ja, ich war zickig und er nahm es gelassen hin, ich war ganz überrascht!

Auf einmal schleppte er das Kniekissen  rüber, klappte den Laptop, an dem ich gerade chattete zu und zerrte mich an den Haaren aufs Kniekissen. Dort zog er mir meine Strumpfhose herunter und fingerte mich etwas. Plötzlich hörte er so schnell auf, wie er begonnen hatte und sagte: "Wir schauen jetzt die Doku über Kink.com."

Auf dem Kniekissen hockend, er auf dem Sofa hinter mir, schauten wir sie an und ich muss sagen, es war spannend! Klar kommen auch Szenen vor wie in den Filmen, weil man die Dreharbeiten sieht, aber hauptsächlich steht die Arbeit im Vordergrund, die Ideologie, die Technik und gerade das fand ich so interessant! Wie werden die Darsteller ausgesucht? Es sind nicht unbedingt Pornodarsteller und immer setzt man voraus, dass sie schon ein wenig BDSM Erfahrung haben. Auch von den einzelnen Team-Mitgliedern erfährt man mehr und so war ich total gerührt, als mehrfach erklärt wurde, wie wertvoll die Subs bei ihnen behandelt werden, wie groß das Geschenk ihrer Demut und Hingabe ist und auch während eines Drehs wurde extrem darauf geachtet, dass der oder die Sub nicht abdriftet. Einmal sagte ein Regisseur, der Dom solle den Sub in den Arm nehmen, was der Dom wirklich gerne tat, man sah es ihm an! Er strahlte, schloss um den Sub die Arme, der merklich entspannte und sich auch wohler fühlte.

Im Nachhinein fiel mir auf, wie sehr mir das fehlt. Dieses so angenommen werden und mehr noch, geschätzt werden, wertvoll sein und keine Last, sondern ein Gewinn. Wie sehr ich mich selber als Bürde empfinde und wie ungewollt.

Es war bereits spät, mein Herr brachte mich ins Bett. Ich bekam die Manschetten an und hatte vorher eine Lösung für das Schlösser Problem geäußert, so dass man nicht drei Schlösser aufschließen muss, wenn ich nochmal auf die Toilette muss. An den Manschetten müssen Schlösser, weil man die D Ringe durch das Leder schiebt und sie so fixiert. Er schloss eine kurze Kette zwischen die Handgelenke. Diese Kette befestigte er zusammen mit der Kette die am Bett befestigt ist, am Halsband, mit einem Schloss. Man muss nur das Schloss, dass die Bettkette und Manschettenkette verbindet öffnen, die der Manschetten bleibt dran, weil ich damit auf die Toilette gehen kann.

Klingt vermutlich kompliziert, ich werde mal ein Bild nachreichen, nur haben wir keins davon gemacht.

Ich schlief eher mäßig, weil jede Bewegung nun klimperte und klirrte und ich mich nachts von der Decke etwas freigestrampelt hatte und nicht mehr richtig ran kam, etwas fror und meinen Herrn nicht wecken wollte.

Morgens bekam ich dafür einen Anschiss und etwas später erklärte er nochmal, er kann nicht schlafen, wenn er denken müsse, ich würde frieren und ihm nichts sagen, also soll ich ihn ruhig wecken, er sei nicht böse, wenn ich es tun würde.

Danach ließ er mich richtig gut kommen! Ich hoffe, es störte die Nachbarn nicht, aber denen käme die Reihenfolge auch etwas seltsam vor. Erst stöhne ich ewig herum und dann auf einmal kommen immer wieder Schmerzschreie, weil er mich heute leiden ließ für seinen Orgasmus. Er schlug mich mit dem Gummi überzogenem Rohrstock und ergötzte sich an den Striemen und meinen Lauten.

Danach entzog er sich recht früh und ich motzte brummelig vor mich hin und er murmelte: "Ich musste ihn raus ziehen, sonst käme ich doch nicht hier dran." und begann meine Striemen zu küssen und zu liebkosen. Es ist wie meine Belohnung, mein Dank. Es ist der Himmel, wenn er mit seinen Lippen darüber streift, Küsse darauf haucht, mich liebkost und ummantelt voller Zärtlichkeit. Ein Traum!

Schwupp stand aber wieder Alltag an. Duschen, Frühstück bereiten usw.

Es war wie eine kleine Oase.


Er  hatte dann länger keine Zeit und ich machte dies und das. Danach durfte ich gemütlich einen Kaffee trinken und ein wenig durch die Gegend ziehen.

Heute Abend kam wieder mein persönlicher Alptraum. Kein DS. Ich sagte ihm nur ein Wort: "Freiheit!" und er zog mich am Halsband ins Schlafzimmer und wir probierten das neue Spielzeug aus, ein Mufflon? Keine Ahnung wie es geschrieben wird, eine Art Maulkorb. Ganz geduldig wartete ich, bis er alle Riemen gespannt hatte und es eigentlich theoretisch richtig saß, jedoch ihm nicht gefiel.

Es hatte auch nicht den gewünschten Effekt, ich konnte damit noch immer reden.

Ärgerlich, denn er hatte sich wirklich darauf gefreut :(

Angezogen fühlte es sich für mich nicht schön an. Zwei Riemen gehen unter dem Kinn entlang und sitzen stramm, zwei an der Stirn hoch. Dann ist über dem Mund ein Rechteck aus gepolstertem Leder, dass direkt unter der Nase beginnt und da man durch die Nase atmen muss, sammelt sich dort Kondenswasser vom Atem. Unangenehm. Der Kiefer wird zusammengedrückt und reden geht, mit Mühe, nur hält man vermutlich automatisch den Mund, weil es wirklich unangenehm ist und schwer fällt. Man fühlt sich wie ein Tier mit Maulkorb und das hat auch einen psychischen Effekt. Man wird im Kopf animalischer. Eigentlich interessant, aber er schaute mich an und war enttäuscht. Auch gut, sehr gut, so verstaubt es bei den anderen ungenutzten Dingen, wie die Nippelpumpe für kleine Ringe, die dann drüber gestülpt werden, einem Gurt, der Doggy Style vereinfachen soll, aber eher zu Lachkrämpfen einlädt und was weiß ich nicht, was da noch herum liegt.

Heute Abend schauen wir vielleicht noch eine Doku, eine ganz ähnliche.  Die von gestern löste sehr viel in mir aus, was nicht beabsichtigt war.


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