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Willkommen

Schoene Aussicht

Liebe ist etwas Schönes, etwas Reines und im Ursprung durchweg Positives. Liebe kann so viel bewirken, entstehen lassen und ist ein wertvolles Gut. Liebe kann die Welt verändern, kann Dinge bewegen und bewirken wie kaum ein anderes Gefühl.

Liebe kann auf so unterschiedliche Art entstehen, zum Beispiel durch eine Freundschaft, selbst nach Jahren, manchmal genügt bereits ein scheuer Blick, ein einfacher unbedachter Wimpernaufschlag.

Liebe entsteht aus dem Nichts und kann aus Hass sprießen.

Liebe ist unantastbar und kostbar und kein anderer sollte darüber richten, wie jeder einzelne von uns liebt.

Davon ausgehend das man alt genug ist und selber urteilen kann wen man liebt, darf kein anderer darüber urteilen, wie sich die Liebe äußert, wie man seine Liebe auslebt und wie sie sich gestaltet.

In unserer heutigen Zeit ist Liebe leider selten geworden. Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft und bevor man sich mit seiner Beziehung Mühe gibt und daran arbeitet, sobald sie kompliziert wird, wählen die Menschen oft den einfacheren Weg und sehen lieber die Menschenmassen, unter denen sich vielleicht der passende Partner versteckt, als den menschlichen Schatz der vor ihnen liegt und nur durch ein wenig Arbeit an der Beziehung wieder entdeckt werden könnte.

Oft ist der einfachere Weg auch der falsche und ein wenig investierte Arbeit in etwas Altes, kann einen Glücksfund hervor zaubern.

Liebe wird immer weniger und seltener in der heutigen hektischen und schnelllebigen Welt, umso mehr sollte man sie respektieren und achten, vollkommen egal wie sich bei jedem einzelnen die Liebe äußert.

Haben wir das Recht über die Gefühle von anderen zu urteilen?

Wir stecken nicht in ihrem Körper, nicht in ihren Gedanken und haben nicht das selbe erlebt wie sie, sind einen anderen Weg des Lebens gegangen, also wie sollten wir über andere urteilen können? Nur indem wir sie oberflächlich sehen, sehen wollen und den Rest ignorieren, aber ist das richtig?

Ich denke das Liebe etwas durchweg positives ist und respektiert werden muss, egal wie jeder einzelne meint es ausleben zu wollen, solange sich jeder dabei wohl fühlt.

Warum sollte es mich stören, wenn sich zwei Männer oder zwei Frauen lieben? Es ist ihre Entscheidung, ihr Leben und ich kann wegsehen, wenn es mich nicht interessiert,denn ich bin nicht permanent dabei und kann mich zurück nehmen, ich bin ja nicht gezwungen zuzusehen und mich einzubringen.

Ebenso sehe ich das mit allen anderen Formen der Liebe. Jeder kann seine Liebe ausleben wie er gerne möchte, solange alle einverstanden sind und wenn jemand liebt wie ich es nicht verstehe, oder nicht selber leben möchte, dann braucht mich das nicht zu interessieren, denn er wird seine Gründe haben so zu lieben, wie er liebt.

Manche Menschen lieben die Kontrolle, lieben die Unterwerfung, lieben den Schmerz und die Macht. Auch das ist eine Form der Liebe und darf von Außenstehenden nicht beurteilt werden.


Ich las mal einen schönen Gedanken:

„Bevor Du urteilen willst über mich oder mein Leben,
ziehe meine Schuhe an und laufe meinen Weg,
durchlaufe die Straßen, Berge und Täler,
fühle die Trauer, erlebe den Schmerz und die Freude.
Durchlaufe die Jahre, die ich ging,
stolpere über jeden Stein, über den ich gestolpert bin,
stehe immer wieder auf und gehe genau die selbe Strecke weiter,
genau wie ich es tat. - Und erst dann kannst Du urteilen.
Verfasser unbekannt“

Vor vielen Jahren habe ich dieses Tagebuch ins Leben gerufen. Es begann damit das mein Mann mir die Domain schenkte und meinte ich soll etwas daraus machen. Daraus entstand mein Tagebuch, meine Zuflucht für Gedanken die ich im realen Leben kaum jemanden erzählen konnte, die nicht ungehört bleiben sollten, an die ich mich mal mehr, mal weniger gerne erinnern wollte und die nicht in Vergessenheit geraten sollten.

Es sammelten sich so viele Worte zusammen, viele Stunden Text und Erlebtes, viele Erfahrungen, viele Emotionen, viel von allem, bis es mir zu viel wurde.

Die Webseite wurde bei den Suchmaschienen oft gefunden, so dass mich zusätzlich viele Menschen anschrieben und Rat suchten, oder einfach jemanden dem sie ihre Gedanken, Erlebnisse und Ideen schreiben konnten und ich versuchte immer für alle da zu sein, für jeden ein offenes Ohr zu haben und ging selber nach und nach dabei unter.

Ende 2010 änderte sich plötzlich mein Leben drastisch und war danach nie mehr wie vorher. Meine Gesundheit fraß meine gesamte Kraft auf, meine Inspirationen, meine Gedanken wurden nur noch von meiner Krankheit beherrscht und die meisten anderen Dinge traten in den Hintergrund und wurden unwichtig.

Was vorher ein wichtiger Teil meines Lebens war, verschob sich plötzlich und nachhaltig zum Unwichtigen und andere Dinge traten hervor und wurden lebensnotwendig.

Für manche Lebensveränderungen braucht man Jahre, vielleicht auch Jahrzehnte um sie zu verkraften, bis die eigene Welt wieder einigermaßen ins Gleichgewicht kommt und man an andere Dinge denken kann. Ich las bei einer Bekannten die sich über ein Jahrzehnt nichts mehr im BDSM Bereich vorstellen konnte und plötzlich zurück gefunden hat, als wären es nur einige Tage gewesen. Ganz so ist es bei mir nicht. BDSM wurde mit 19 Jahren ein wichtiger Bestandteil meines Lebens und war es permanent, auch wenn ich über Jahre manche Gefühle und Verlangen wegsperren musste, weil andere Dinge wichtiger wurden. Weil BDSM immer auch eine Auseinandersetzung mit einem selber ist, mit der eigenen Psyche und so viel Kraft kostet und man regelmäßig den Eindruck hat auch mal etwas durchatmen zu müssen, weil nicht nur der Körper, sondern vor allem auch die Psyche gefordert wird und dieses Durchatmen hätte ich dringend früher einlegen sollen, aber gelegentlich spielt das Schicksal mit einem und verpasst einem auf unschönem Wege, was man benötigt, wie in meinem Fall eine Pause vor meiner inneren Sub. Vorher hatte ich nur immer gefordert von meinem Mann und nicht einsehen wollen wenn er nicht konnte, nicht wollte, nicht in der Lage war und war dann wütend, dabei war unser DS Leben irgendwie ein stetiger seelischer Kampf der auf Dauer nicht gut gehen kann, der nur Opfer fordert und kein Miteinander zuläßt, der uns beide zerstörte und dennoch sieht man es selber anders in dem Augenblick, zu dem Zeitpunkt, weil die ganze Objektivität weg ist, weil man so darin verfangen ist, dass man nichts anderes sieht. Wie in einem Spinnennetz gefangen und man kämpft und kämpft und kämpft, bis man erst viel später erkennt, dass der Kampf eigentlich gegen einen selber lief und man den Partner nur dafür benutzte und so war das auch bei uns, bis eben plötzlich andere Dinge im Leben wichtig wurde und BDSM vollkommen in den Hintergrund trat und das Leben einem zeigt, was wirklich wichtig ist, nämlich zu überleben…

Ich möchte die vergangenen Jahre nicht missen, sie sind voller Erfahrungen, zwar sehr viele die ich nicht gerne erlebt habe, aber sie sind ein Teil von mir und haben mich zu dem gemacht was ich bin.

Nach einigen Jahren hatte ich mein Tagebuch offline genommen, der Grund? Zwei Gedanken die ich hier schlecht umschreiben kann, aber sagen wir mal so, im realen Leben hat ein Tagebuch wie meines wenig bis keinen Platz. Ich urteile nicht über andere und deren Liebe, aber andere über meine.

Durch meine Webseite wollte ich anderen einen Einblick in mein Leben geben, ich wollte zeigen wie wir diesen Teil leben und worin unsere Probleme lagen, unsere Lösungen, unseren Weg, aber da es sich um einen sehr persönlichen und intimen Teil des Lebens handelt, tut es umso mehr weh, wenn er angegriffen und kritisiert wird. Leider sind Menschen im Umgang miteinander oft hart und gemein, wie Kindergartenkinder die noch nicht gelernt haben aufeinander Rücksicht zu nehmen und die Gefühle von anderen zu achten. Im Internet fällt das sehr häufig weg, weil man übersieht das hinter geschriebenen Worten ein Mensch sitzt der auch so fühlt wie jeder andere Mensch und ebenso empfindlich ist.

Ich nahm also das Tagebuch raus, was erstmal einen Aufschrei auslöste. Ich wurde oft gefragt wo es hin ist, was los ist und dergleichen. Einige Zeit später begann ich es von vorne zu lesen und die Namen zu entfernen und es dadurch etwas anonymer zu gestalten und als ich dann ein paar Jahre durchgelesen hatte, war ich ziemlich fertig, weil mir auffiel, wie sehr wir kämpften. Wir kämptfen mal miteinander, oft gegeneinander, manchmal gegen mich, manchmal gegen ihn, aber im Nachhinein betrachtet, las es sich wie ein brutaler, permanenter Kampf und das tat mir leid! So war es in der Realität nicht gewesen, nur schreibt man oft eher das Negative auf und berichtet davon, als die rosaroten Zuckerwolken, wenn alles super läuft. Man macht sich viel mehr Gedanken zu dem was schief lief und einen verletzte, als zu dem, wenn alles super war und ich schreibe über das, wozu ich mir Gedanken mache, also eben eher die schlechten Dinge, aber dadurch entstand vermutlich regelmäßig ein falscher Eindruck. Was ich sehr schade finde, weil ich mich immer bemühte alle Facetten zu zeigen.

Wie auch immer, ich werde nun weiter daran arbeiten das komplette Tagebuch zu überarbeiten und dann mal sehen wie es weiter geht.

Nur war es mir wichtig diese Gedanken festzuhalten und anderen zum Nachdenken zu geben.

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