Mittwoch, 21. Februar 2024

Besser machen

 Um kurz auf meinen letzten Eintrag zurückzukommen:

Zwar konnte ich meinen kleinen Vorfall nicht ungeschehen machen, allerdings habe ich mir vorgenommen, das nächste Mal anders zu reagieren und ebenso wichtig, weil ich nichts rückgängig machen kann, habe ich mir in den nächsten Tagen noch mehr Mühe gegeben eine gute Sklavin zu sein. 

Monsieur möchte in der Realität ab und an eine Ansprache, findet es allerdings zu umständlich und sperrig, wenn man bei jeder kleinen Antwort, ein Monsieur dran hängen muss. Da bin ich voll bei ihm, denn früher hatte ich bei meinem Ex-Herrn die permanente Regel, bei ja und nein und anderen kurzen Antworten immer „mein Herr“ dranzuhängen, was zur Folge hatte, dass es echt bescheuert klingt, wenn man mehrfach hintereinander antworten muss und mich dazu brachte, statt dessen meine Antwort künstlich zu verlängern, damit ich mir nicht ganz so grenzdebil vorkam. Leider ist das Gespräch dann nicht mehr in einem natürlichen Fluss und ich konzentrierte mich mehr darauf, als auf den eigentlichen Inhalt. 

Anfangs hatte ich deshalb meine Probleme mit Monsieur, denn er hatte keine Regeln zum Thema Ansprache und hier und da meinte er: „Wie heißt das richtig?“ was dann zu einer Phrase wurde und nicht massiv nervte. 

Wann sollte ich es sagen, wann nicht? Es war vollkommen willkürlich aus meiner Sicht und frustrierte mich so massiv, dass ich ihn ebenso damit nerven wollte und auch regelmäßig fragte: „Wie heißt das richtig?!?“

Nicht Auge um Auge, sondern eher „weißt du wie es sich anfühlt?“

Daher bekamen wir überhaupt keinen Fluss und keine Konsequenz da rein und es war, für mich, nur noch mit Frust behaftet, bis wir nun mal wieder darüber sprachen und er sagte, dass er es für zu umständlich hält, immer Monsieur bei kurzen Antworten dranzuhängen und ich schaute ihn an, der Frust stand schon bereit, denn dann müsste ich jedesmal aufs Neue entscheiden, ob ich es nun wohl dranhängen muss, oder nicht?

Aber statt dass wir darüber stritten, wählte er einen schönen Vergleich: „Das ist wie würzen! Du kochst gut und würzt gut, ohne dass du Rezepte brauchst. Benutze es, wie du es beim Würzen machst und ja, mir ist klar, dass du anfangs noch Hilfe beim Regulieren brauchst, da helfe ich dir gerne.“

Fortan würzte ich eben und das funktioniert gut in meinem Kopf, weil man Gespür dafür bekommt und sonst eine Erinnerung. 

Durch die positive Reaktion angespornt, begann ich nun auch anderweitig zu würzen und begrüßte Monsieur z.B. wieder kniend an der Türe und Ähnliches. 

Leider ist Knien nach wie vor etwas hmm sagen wir es mal so, es interessiert ihn nicht wirklich. Er fordert es nicht ein, was es für mich dann schnell wertlos macht, obwohl ich es liebe zu knien, dann an meinem Platz, tief in mir drinnen bin und meine kleine Welt im vollkommenen Einklang ist. 

Jedenfalls war ich gestern mega super brav und fragte vorsichtig, ob ich eine Belohnung dafür bekomme. 

Nichts Materielles, weil ich das nicht meinte und genug Zeug habe, auch wenn Monsieur eine prall gefüllte Haustierchen-Belohnungskiste hat. 

Gut, er fand auch, dass ich brav genug für eine Belohnung war und versprach mir einen kleinen Orgasmus. 

Jubel!

Etwas später im Bett, ich war frisch rasiert und bereit, bekam ich meine Belohnung, in Form eines Vibrators zwischen meinen Beinen, allerdings hörte ich so gespannt zu bei seinen Erzählungen und was er sich für Gedanken gemacht hatte, dass ich recht spät erst kam und von der frischen Rasur noch empfindlich, war meine Haut schon recht strapaziert. 

Ich habe helle Haut, die sehr empfindlich ist und obwohl ich mich seit meinem 18. Lebensjahr alle paar Tage rasiere, wurde das nie besser. 

Jedenfalls ließ er mich dann ein wenig verschnaufen und als ich bereits dachte, dass Monsieur einschlafen würde, legte er ihn wieder an.

Manchmal kann ich gut mehrfach kommen, manchmal nicht und dieses Mal war es ein eher nicht gut. 

Monsieur gab sich alle Mühe, jedoch hatte ich wirklich große Probleme, bis mir die O eingefallen ist. 

Zum Verständnis, im Hintergrund lief die Geschichte der O auf französisch und ich fragte mich, an welcher Stelle wir gerade sind und dabei fiel mir eine meiner Lieblingsstellen ein. 

O in Roissy, gefesselt an der Wand, morgendliche Auspeitschung. 

Wie es wohl ist, wenn man morgens erst einmal ein paar Striemen bekommt, als Erinnerung, um gut durch den Tag zu kommen?

Schlaftrunken an der Wand stehen, die Sonne auf der nackten Haut und zu wissen, egal was ist, egal was kommt, immer gibt es erst einmal einige harte Hiebe. 

Nicht diese leichten, die zeitig verblassen, sondern solche, bei denen man Sorge tragen muss, dass man sich fast einnässt, weil man vor lauter Schmerz anspannt. 

Wie das wohl aussehen würde, auf unserem Bett, mit den Mango-Monden (Lampen) links und rechts, symmetrisch die Sklavin in der Mitte?

Die kuschelige Wärme des Bettes, auch von der Haut noch ausgestrahlt, zum Kontrast der kalten harten Wand, an die man sich zu Klammern versucht. Ohne Schutz und das Wissen, dass es morgen nicht anders sein würde. 

Nein, ich bin weiterhin nicht maso. Dabei geht es nicht um den Schmerz als Lust, sondern was er mit einem anstellt!

Das ist enorm!

In dem Moment. 

Im Verlauf des Tages. 

Im Blick auf den nächsten Morgen. 

Fantastisch. 

Allerdings lediglich, wenn man hart und konsequent genug ist, denn sonst ist zu viel Willkür darin und dann ist es lediglich der Moment und vielleicht ein paar Stunden mehr. 

Ich denke, dass extrem viel von Konsequenzen abhängig ist. 

Man muss sich darauf verlassen können. Das Wissen haben, dass es keine Ausnahme gibt. 

Dieses Gefühl der Konsequenz, der Härte, der Unerbittlichkeit, egal was ist, das macht mich an. 

Wie ich schon oft schrieb, konnte ich schon immer gut „um den Finger wickeln“, was mich total abturnt und genau das Gegenteil finde ich daher anziehend. 

Wenn ich mit den Wimpern klimpern kann wie ich möchte, aber das Programm ist vorgegeben und ich kann nichts daran ändern. 

Keine Machtübertragung, selbst im kleinsten Detail nicht. 

Deshalb sehe ich einer Ausnahme von der Regeln eher mit Trauer entgegen, auch wenn ich manchmal erleichtert bin, ist es eine Niederlage. Der Herr war nicht stark genug, nicht konsequent genug. Schlimm…

Selbst in den kleinsten Details. 

Beispiel: ich bekomme eigentlich nur an Sonntagen Kaffee und sonst Tee. Monsieur hat sechs Sorten schwarzen Tee so angeordnet, dass ich ihn der Reihe nach trinken kann, von Montag bis Samstag. 

Gestern fragte ich freundlich auf französisch, ob ich bitte einen Kaffee trinken dürfe. Ja…

Heute fragte ich nochmal auf deutsch, sogar ohne Anrede. Ja.

Ich mag es, wenn wir gemeinsam frühstücken auch Kaffee zu trinken, allerdings ist der Genuss ambivalent. 

Ich weiß, er gönnt es mir, will nur das Beste für mich, aber man merkt schnell, dass er keine Kinder hat, denn sonst weiß man schnell, dass das Beste nicht immer der Genuss, sondern oft der Verzicht ist, wenn es um Erziehung geht. 

Gestern war ich auch dankbar und heute… Ich habe nicht einmal ordentlich gefragt. 

Wobei Monsieur auch gedanklich nicht voll bei mir war, aber das ist eher sein Problem, nicht meins. Oder doch, auch meins. 

TPE im Alltag ist viel Arbeit, bis es eine Routine gibt. 

Routine auch für den Herrn, damit er nicht mehr über jeden Schritt nachdenken muss, aber bis dahin, eben viel Arbeit und ja, ich bin eine brave Sklavin, allerdings suche ich regelmäßig Grenzen, wenn ich keinen gefestigten Platz habe, um sie aufgezeigt zu bekommen und meinen Platz zu spüren. 

Umso weniger ich meinen Platz habe, umso mehr suche ich. 

Donnerstag, 15. Februar 2024

Missgeschick und Gedankenkarusell

 Gestern ist mir da was passiert...

Keine Glanzleistung...


Ja, gestern war Valentinstag und nein, der ist nicht so "Fifty Shades of Grey" mäßig unter dem Motto: "Heute bekommst Du 50 Hiebe mit den 50 Dornenrosen, die ich Dir schenke!"

Wenn man TPE lebt und der Herr sich immer seine 50 Hiebe, mit was auch immer, holen kann, ist das relativ uninteressant, zumal Monsieur weiß, dass ich Tischleichen Schnittblumen nicht mag. Ich schaue Pflanzen ungerne beim Sterben zu, also lieber eine Topfpflanze, die ein paar Tage länger lebt, jedenfalls bei mir und meinem braunen Daumen.

Nein, wir halten es eher traditionell, indem wir ein Geschenk vom Herzen besorgen, uns Gedanken zum Anderen machen und ich koche ihm zum Beispiel etwas Besonderes. 

Dementsprechend müde und k.o. lag ich im Bett, hatte die Gute-Nacht-Kette am Halsband angeschlossen und war gedanklich bereits am Abschalten.

Wir schlafen in Löffelchenstellung und Monsieur liegt ganz nah an mir dran, seinen Kopf neben meinem, genau wie ich es mag (außer im Sommer) und diese Nacht konnte es mir nicht nah genug sein.

Ich heile innerlich noch immer und kann mehr Nähe zulassen, brauche sie sogar. Früher kuschelte ich eher ungerne, aber das war bei Monsieur schon immer anders. Bitte nah, bitte näher, noch immer  nicht genug.

So lagen wir da, als er mich umdrehte und mich vorsichtig langsam nahm. 

Vom Essen hatte ich etwas nicht gut vertragen, ein wenig Bauchgrummeln bekommen und deshalb war er eher behutsam mit mir.

Hmm, meine erste Glanzleistung war, dass ich mir einen Kommentar zum Blümchensex erlaubte.

Ich und Blümchensex funktioniert nicht. Kann ich nicht. Empfinde ich null bei. Lässt mich kalt.

Wenn Monsieur das möchte, ist es auch vollkommen in Ordnung, ich wollte mich nur mitteilen und tat es eher ungeschickt. 

Ich hatte früher auch keine Orgasmen, bis ich den ersten Typen im Bett hatte, der mich nahm. Nicht diese zarte Nummer, sondern mich benutzte und das war ein Gamechanger! 

Ich hatte damals keine Ahnung von BDSM, meiner devoten Neigung, das kam alles erst 3 Jahre später. Der Sex mit ihm war unglaublich und überall! Nachts auf dem Spielplatz, in einer Nische, in einem Haus, in der Sonne auf einem Feld, auf einem Hausdach im Sternenlicht.

Ich hatte nicht mit vielen Männern Sex, hatte also nicht so die Erfahrung und mein erstes Mal war davon geprägt, dass ich einen Orgasmus vortäuschte, damit derjenige aufhörte und ich weg konnte, weil ich es so schlimm fand. Im Petting war er ja gut, aber dann? Naja, es blieb bei dem einen Mal und auch der nächste war nicht viel besser, so dass ich Sex eher als Pflicht fand, bis er in mein Leben trat und das vollkommen umkrempelte. Ich konnte nicht genug bekommen!

Eigentlich hätte er, in der Theorie, ein super Herr werden können, wenn er BDSM für sich entdeckt hätte und nicht zu psychopathisch gewesen wäre. Ich weiß nicht, ob er es hätte umlenken können, allerdings war er ein absoluter Kontrollfreak und ließ mich nicht einmal auf die Toilette alleine, hatte immer ein Auge auf mich. 

Er war recht eifersüchtig, was ich mit meinen jungen Jahren noch toll fand, weil es bedeutete, dass er mich ja wirklich liebt!

Seine erste Ohrfeige war auch nur leicht und eben aus Eifersucht, wie in Filmen und für mich kein Warnsignal.

Viele Subs geraten erstmal an Frauenschläger, sagte mir mal ein Sexualtherapeut im Chat, manche auch öfter als einmal.

Ich hatte mit ihm einige der tollsten Erlebnisse meines Lebens und viele der schlimmsten.

Bei der Ohrfeige blieb es natürlich nicht und die Kontrolle wurde dann zum Nachteil, als ich abhauen wollte. 

Wenn man misshandelt wird und immer wieder gesagt bekommt, dass man umgebracht wird, wenn man jemandem etwas erzählt oder fliehen möchte, wenn man immer wieder hört, er findet einen schon, dann glaubt man das irgendwann. 

Ok, das Messer in seiner Hand verlieh dem ganzen Nachdruck. 

Nur um das Thema abzuschließen, er landete wegen anderer Vergehen im Knast und schrieb mir dann Briefe mit Blut, statt Tinte, kein Scherz. 

Meine Familie und Freunde hatten rausbekommen was, er gemacht hatte und als er in Freiheit war, verbrachte er nur wenig Zeit in Ruhe, weil er überall angesprochen wurde, dass er mir nicht mehr zu nahe kommen darf. Einmal pinkelte er sich sogar in die Hose und dann zog er lieber weit weg und starb etwa 10 Jahre später.

Verstanden hatte ich ihn nie so ganz. Ich durfte quasi keinen anderen ansehen, aber als sein Freund bei uns übernachtete und ich seine Hände auf mir spürte, bekam ich erst Panik, dann waren jedoch vier Hände auf mir... nein, die Panik war nicht weg, sie war verändert. Nicht mehr von dem eifersüchtigen Typen beherrscht, sondern die Kontrollabgabe, die nötig gewesen wäre und die ich nicht leisten konnte. 

Es gab später eine ähnliche Situation. Wir hatten mit einem anderen Freund einen Ausflug mit dem Auto gemacht, sie gingen raus, ich saß noch drin, geöffnete Türe und er zog mich halb raus, in liegender Position und küsste mich, als ich von der anderen Seite die Hände seines Freundes spürte.

Nein, nichts für mich. Damals jedenfalls. Heute weiß ich es nicht, aber ich war 16. Himmel, ich war erst 16. 

Nun bin ich ganz weit vom Thema weg, also noch kurz, danach hatte ich eine total laaaaaaangweile Stino Beziehung, zu so einem schnöden beamtenmäßigen Mann, der auch nur wenig älter war und den ich im Internet kennengelernt hatte. Er war so ein Familienmensch und sehr lieb.

Ich zog zu ihm, verließ meine Heimat und war gefühlt frei.

Totales Kontrastprogramm, leider auch beim Sex.

Wir blieben etwas länger zusammen, aber ich merkte, dass es nicht funktionieren kann. Es war mir zu langweilig, zu schnöde und ich hatte ja nun gewusst, wie Sex sein kann.

Eigentlich war er eine liebevolle Verschnaufpause und ich hatte Jahre Schuldgefühle, bis mir ein Mensch mal sagte: "Deine Bedürfnisse hatten sich verändert, das kann passieren und ist kein Grund für Schuldgefühle."

Ich tingelte durchs Internet und traf dort auf jemanden, der in meinem Alter war, lustig drauf und mit dem ich viele tolle Gespräche hatte. Natürlich kam es auch zum Thema Sexualität und was wir uns wünschen und vorstellen, wobei ich selber so gut wie keine eigene Fantasie in dem Bereich habe, schon damals nicht und heute auch nicht.

Er inszenierte verschiedene Szenen und ich reagierte darauf und eines schönen Tages meinte, dass ich devot sei. 

Der Begriff sagte mir nichts, also machte ich mich schlau und merkte, dass da eine vollkommen neue Welt ist, die mein fehlendes Puzzleteil war. 

Wir hatten damals ja noch nicht so viele Webseiten und die Dating-Seiten hatten fast alle keinen Chat, das war eher neu und wir trafen uns eher im IRC. Dort lernte ich dann auch meinen zukünftigen Mann kennen. 

Ich bin nicht maso, wußte das auch direkt und so gut wie alle Chatter sagten, dass es DS nicht gibt, das was ich mir wünsche und vorstelle, das sei eben ein Leben in den 50igern, als Hausfrau. 

Tja, außer dieser eine Mann, der sich unter anderem viel im englischsprachigen Raum auffielt und dort war DS ein großes Thema.

So, aber nun wirklich zurück zu heute Nacht.

Blümchensex ist nichts für mich.

Wenn Monsieur das möchte, gerne, aber ich wollte ihm einen dezenten Hinweis geben und sagte irgendwas blödes kichernd wie: "Oh, heute gibts Blümchensex?"

Angespornt davon meinte er beim Aufstehen: "Ach, dem können wir schnell Abhilfe schaffen!"

Ich war müde, träge, hatte etwas Bauchweh und hätte mich freuen sollen, dass er so rücksichtsvoll war und mir Blümchensex anbot, aber nein, die riesige Klappe die ich habe, konnte ich sie ja nicht halten...

Er kam mit dem Holzpaddel zurück. Das ist eine gute Wahl, wenn man in Missionarsstellung fickt, weil man dann, währenddessen, auf die Schenkel, dazwischen und die Brüste hauen kann. 

Ich war nicht wirklich bereit dafür. Was eigentlich sonst nie ein Thema ist, aber in dem Moment tat es mehr weh als sonst. Mag sein, dass er härter schlug, kann auch sein, dass ich empfindlicher war, jedenfalls zappelte ich los und jammerte und er machte weiter, bis aus mir heraus platzte: "Langsam habe ich wirklich keine Laune mehr!"

Ich war total erschrocken über mich.

Er schlug mich nicht mehr und sinnierte über meinen Satz, total gelassen und Herr der Lage, während in mir ein Sturm voller Gedanken losbrach. 

Was hatte ich da gesagt? Das war nicht ok!

So viele Gefühle! Scham, Unzulänglichkeit, Verwirrung, Schmerz, gebrochener Stolz, schlechtes Gewissen... furchtbar viele Gedanken und Gefühle!

Monsieur schlug nicht mehr und versuchte mir souverän die Hand in den Mund zu schieben, während er weiter machte und ich biss ihn in den Finger.

Ja, das tat ich und ich schäme mich jetzt noch.

Es ist keine Entschuldigung, wenn ich sage, dass es aus meiner Verwirrtheit über mich selbst heraus passierte. Es gibt dafür keine Entschuldigung, jedenfalls nicht in meiner Gedankenwelt.

Monsieur bat mich freundlich den Mund zu öffnen und nahm mich weiter, dachte nach und sprach ruhig mit mir, dann holte er einen kleinen Vibrator und wollte es mir einfacher machen, ihn auflegen, während er mich benutzte und die Scham flammte wieder auf. Ich hatte mir sowas erlaubt und er will mir helfen? Statt mich zu bestrafen? Aber er zwang meine Beine auf und machte es einfach und es war gut, weil mein Körper dann die Kontrolle übernahm und meine Gedanken in den Hintergrund wanderten. Diesmal öffnete ich meinen Mund weit und versuchte, seine Hand, so gut es ging aufzunehmen und keine Zähne spüren zu lassen. Als er meinen Sabber in meine Haare wischte, wurde die Scham von Demut ersetzt und alles war wieder im Lot, so dass wir gleichzeitig Erleichterung fanden.

Aber das Danach...

Die Gedanken sind ja nicht weg.

Also entschuldigte ich mich mehrfach, erklärte, dass ich es nicht mag, wenn man so unkontrolliert auf meine Innenschenkel, zwischen die Beine und auf die Brüste schlägt, selbst wenn ich zapple. Dass ich dann nicht das Gefühl habe, er hat es im Griff, wenn es zu wahllos und schnell ist. Dass ich damit nicht gut umgehen kann und heute leider gar nicht.

Immer wieder auch, dass es mir leid tut, aber er reagierte perfekt und meinte nur, dass es doch gut ist, wenn ich es ausspreche und er Bescheid weiß. Dass es nicht schlimm war. Dass alles in Ordnung ist und immer wieder, dass es gut war.

Tja, leider finde und fand ich das nicht.

Weil ich mich erinnerte, dass es spät war und er wirklich früh raus musste, ging ich schnell ins Bad, machte mich frisch, extra ins kleine Bad, damit er ins Große kann und legte mich dann artig hin. Ich hatte es so eilig, dass ich sogar die Gute-Nacht- Kette vergessen hatte und mich halb erwürgte. 

Wir lagen dann wieder in Löffelchenstellung und für ihn war alles in Ordnung und ich wollte nicht, dass er noch ewig mit mir diskutieren muss, weil für mich nichts in Ordnung war, also wurden meine Augen zu feucht und überlegte noch fast bis zum Morgengrauen, wie es dazu kommen konnte, wie ich hätte reagieren müssen. Meine Scham, mein gebrochener Stolz, die fehlende Hingabe. Keine gute Sklavin gewesen zu sein. Nicht gedient, sondern widersprochen zu haben. 

Mein erster Gedanke heute morgen war natürlich wieder darauf bezogen.

Für Monsieur ist das Thema durch. Ich habe es ihm erklärt, es ist gut, dass er es weiß und fertig.

Während sich meine Gedanken weiterhin darum drehen und ich wieder heulen könnte.

Er hat perfekt reagiert, ich bin wirklich beeindruckt! Er schlug mich nicht mehr, suchte einen Weg, um es mir leichter zu machen und dennoch seinen Spaß zu haben und zu zeigen, dass er es nicht durchgehen lässt, während er erregt ist. Fantastisch.

Ich muss an mir arbeiten, er hat besseres verdient.


Mittwoch, 7. Februar 2024

Kein guter Tag, oder doch?

 Gestern konnte Monsieur einem wirklich leid tun.

Er musste früh aus dem Bett, dann in unbequeme Kleidung schlüpfen und zu mehreren Terminen, einen sehr unangenehmen unter anderem.

Dann war seine Laune dementsprechend nachmittags und er wollte sich mit den goldenen Brücken belohnen, also durfte er im Auto warten und ich besorgte sein Wunschessen.

Gerade als ich an den Pommes herum mümmelte, sah ich zu Monsieur rüber und war wirklich überrascht, als ich das Dilemma erkannte.

Seine Soße war ihm aus der Hand gerutscht, beim Versuch sie irgendwie abzufangen, hatte er seine Pommespackung durchs Auto geschleudert und saß nun da, mit den Händen und seinem Pulli voller Soße und um uns herum lagen die Pommes verteilt.

Wir bekamen einen Instant-Lachflash!

Ich bin froh, dass wir immer Servietten in Mengen und Desinfektionsmittel, im Auto haben und so konnte er sich grob reinigen und ging dann rein, um sich die Hände zu waschen. Auf dem Weg wurde er von einem Mitarbeiter angesprochen, wir müssen woanders parken, weil gleich ein LKW durch muss.

Also war das auch keine schöne Erfahrung.  

Den ganzen Heimweg lang bruddelte er herum, dass er nur noch das Auto und sich sauber machen möchte und dann seine Ruhe haben will.

Vollstes Verständnis von meiner Seite!

Während ich mit dem Hund ging, machte er alles schön reine und saß dann vor der Playstation.

Ein Weilchen schaute ich mir das an, machte mir jedoch auch Gedanken, was ihm gut tun könnte.

Unauffällig flitzte ich unter die Dusche, rasierte mich und schaltete die Mango-Mond-Lampen an, ließ Einaudi durch eine Box erschallen und legte mich unschuldig aufs Bett.

Keine Minute später kam Monsieur verwundert dazu, legte sich neben mich und sprudelte los, von seinem Tag, wie schön das Licht durch die Lampen ist, seit wann ich mich eigentlich rasiere (also wie es zur regelmäßigen Rasur kam, als Routine) und allerhand andere Themen. Unter anderem erklärte er mir auf liebevollem Französisch, so dass ich möglichst viel alleine verstehe, wie ein Haustierchen gehalten werden sollte und die Wörter, die mir unbekannt waren, übersetzte er direkt dabei, ohne dass ich nachfragen musste, so dass ich ebenso entspannt lauschend dalag und seine Streicheleinheiten genießen konnte. 

Dann erhob er sich, denn ein Haustierchen braucht verschiedene Formen der Zuwendung, so seine Worte, und holte den Hundeziemer und einen Vibrator. In Position, auf allen Vieren, ließ er mich schnell kommen, da er genau weiß, welche Knöpfe er drücken muss und danach gönnte er sich ein paar Hiebe mit der Peitsche. 

Ich frage mich, wie es kommt, dass er nun so aus sich raus kommt, jedenfalls habe ich sogar heute noch Spuren davon und das Sitzen tut weh. Aber schön weh, weil es eine Erinnerung an den schönen Abend ist und an seine Liebe zu mir und meine Hingabe und das Gesamtkonzept.

Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie froh ich bin, dass Monsieur sich mittlerweile mehr traut und sogar vorplant, von wegen: "Das können wir ja morgen nochmal machen!"

Ja, können wir. Jeden Tag, so oft wie Sie nur wünschen, Monsieur und das ist wundervoll!


Montag, 5. Februar 2024

Selbstportrait im Bad

 Monsieur war Bildung immer wichtig und mir ebenso.

Es ist nicht so, dass er mir neue Sachen aufdrängt, sondern schaut, für was ich mich interessiere und das dann liebevoll fördert. 

Als wir zusammenzogen hatte ich schon einige Bücher und er sehr viele, unter anderem, weil er beruflich viele Bücher liest und seine Interessen breit gefächert sind. Auch sein erstes Geschenk an mich war ein Buchpaket, wobei wir uns da noch nicht einmal gesehen hatten, sondern lediglich einige Tage gechattet. Er war ursprünglich in einer Buchhandlung, hatte zwei Bücher für sich und einen Tag im Park gekauft und die selben dann per Amazon an mich schicken lassen, damit wir synchron lesen können.

Das hat viel Eindruck bei mir hinterlassen, denn es waren auch keine einfachen Unterhaltungsromane, sondern ein Gedichtbüchlein und ein philosophisches Buch.

Mittlerweile habe ich, wenn man die Buchanzahl betrachtet, stark aufgeholt, und wir leben in einer Bibliothek, in der man auch wohnen kann :)

Zu jedem noch so kleinen Interesse, schenkte mir Monsieur Bücher, und ich liebe es! 

Dann entdeckte er, dass ich früher einmal versuchte zu zeichnen und fragte immer wieder, warum ich aufgehört habe. "Weil ich nicht gut war..." war eine Antwort, eine andere "Weil ich keine Zeit und Lust mehr hatte..." eine andere. Jedenfalls hatte ich meine Sachen verschenkt und nichts mehr in der Richtung gemacht, sondern mich wieder mehr auf das Thema Handarbeit konzentriert. 

Eigentlich kann ich alles. Stricken, häkeln, sticken, nähen. Und ja, alles selber beigebracht, wobei man mit dem Internet im Rücken, in der heutigen Zeit wirklich alles lernen kann! Früher aus Büchern heraus, heute per Videos :)

Monsieur ließ nicht locker und da ich zu der Zeit damals oft mit ihm mitfuhr, dachte ich mir, es wäre schön, wenn ich dann, was ich sehe, auch zeichnen könnte. Also schaffte ich mir einen Aquarellkasten an, ein paar Stifte und legte langsam los.

Das größte Hindernis, denke ich ist, dass man durch die Enttäuschungen hindurch am Ball bleiben muss. Wenn man etwas malt, oder zeichnet, es anfangs immer furchtbar aussieht und man dennoch dran bleibt und weiter übt.

Wobei ich gestehen muss, ich übe wirklich weder gerne, noch häufig. Meine Zeichnungen sind meistens der 1. oder 2. Versuch, dann mag ich nicht mehr.

Auch hat sich das Thema verändert. Eigentlich wollte ich meine Umgebung zeichnen können, dann trat der Hund in unser Leben und ich konnte nicht mehr mitfahren, also war das erst einmal durch und siehe da, ich fand etwas vollkommen anderes für mich!

Ursprünglich arbeitete ich mit Aquarellfarben und manchmal Tinte, aber als ich wirklich zeichnen lernte, verlagerte ich mich auf Bleistifte und ja, da gibt es große Unterschiede, nicht nur von der Stärke, sondern auch den Eigenschaften. 

Früher glänzten Bleistiftzeichnungen, nun gibt es matte Stifte und welche die man mit Wasser vermalen kann und selbstspitzende Druckbleistifte und und und! Alleine über Bleistifte habe ich schon mehrere Bücher, eines handelt vom Bleistift anspitzen!

Dann sind auch Radierer ein Thema. Welche, die keine kleinen Restchen hinterlassen, oder wie Knete sind und welche wie Druckbleistifte und elektrische! 

Also alles ein Riesending und so wandelbar. Egal was ich brauchte, Monsieur stellte es mir zur Verfügung, fuhr mich zu Läden und freute sich über jedes Bild, egal wie ekelig es aussah :)

Und nun kann ich das: 





Und nein, das ist noch nicht das Limit, sondern lediglich eine der wenigen Zeichnungen in der Qualität, also geht noch was, also ist es nur ein Zwischenschritt.

Vorlage war ein Bild, was ich für Monsieur mal im Bad machte, als ein befreundeter Sklave meinte, wenn Monsieur gerade auf Reisen ist und ich ihm eine Freude machen möchte, könnte ich ihm doch ein Nacktbild schicken. 

Das Bild selber habe ich nie veröffentlicht, weil wir es zu intim fanden, zu persönlich. So abgemildert geht es aber, denke ich.

Bin ich zufrieden? Nein! Da geht noch so viel mehr!

Bin ich glücklich, dass ich den größten Fan an meiner Seite habe, der mich mit allem unterstützt? Ja!

Wenn man so einen Menschen an seiner Seite hat, ist es leichter durchzuhalten, und wenn ich denke, dass etwas einfach nur scheiße aussieht, findet er noch immer etwas Schönes darin.

Leider kann man ihn dann schlecht fragen, ob ein Bild wirklich gut ist, weil er immer voreingenommen ist und selten objektiv, aber genau das lässt mich ja dran bleiben und weiter machen und an guten Tagen denken, dass ich noch so viel besser werden kann und dann beweise ich es uns und zeichne ein noch besseres Bild :)

Ein Herr zu sein, ich meine keinen Zwischendurch-Dom, sondern ein 24/7 und/oder TPE Herr zu sein, das ist viel mehr als nur: "Sklavin, leg Dich hin und spreize die Beine!".  Es geht um den individuellen Alltag, um das Miteinander und dass alle Bedürfnisse angesprochen werden, auch die ohne DS-Bezug. Es geht darum, dass man in allen Bereichen gefördert wird, auch der Herr, nicht nur die Sklavin, sondern beide. 

Wenn ich mir vorstelle, ich müsste einfach nur den Haushalt machen und mich benutzen lassen und das wars, dann würde ich eingehen und stagnieren. Eine Sklavin ist das Aushängeschild ihres Herrn. Ihr Betragen ist ein Abbild seiner Erziehung und das meine ich auch im intellektuellen Sinne, denn eine gebildete Sklavin macht mehr her. Das Gesamtbild muss stimmen, denke ich. 

Wenn sie hübsch ist, eine gute Figur hat, tolle Kleidung und was weiß ich, aber den Mund öffnet und man denkt, vor einem steht ein Gossenkind, was bringt das?

Monsieur sagte dazu mal:

„Ich will dich wachsen sehen und zugleich dich in den Staub drücken. Und je mehr du wächst, umso mehr Freude bereitet es dann, den Fuß in deinen Nacken zu setzen und dich niederzudrücken, um dich dann aufzuheben und mit dir den Sternenhimmel zu betrachten.“


„Aber mit so einem Haustierchen kann man auch ganz andere Dinge anstellen: Sie zwingen, Flauschesocken zu tragen, damit sie nicht friert, sie in eine braune Kuscheldecke einwickeln und ihr ein schönes Getränk bereiten. Mit ihr alte Miss-Marple-Filme schauen, während sie ihr Köpfchen in den Schoß bettet. Gemeinsam durch den Bücherflohmarkt flanieren und sich daran erfreuen, wenn der Andere eine Trouvaille gemacht hat. Und das Beste: ich muss mich gar nicht entscheiden zwischen der kleinen Schlampe, die unter der Gerte stöhnt, und dem kleinen Sonnenschein, der mir die Welt unter immer wieder anderen Facetten zeigt. Ich habe das Komplettpaket.“

Ist das nicht wundervoll? Ich bin so stolz auf ihn und seine Wortgewalt!

Ich versuche also auf vielen Ebenen eine Zierde meines Herrn zu sein, auf die er, zu Recht, ebenso stolz sein kann!

So, nun muss ich mich allerdings sputen, weil ich noch zum Stoffgeschäft muss, um etwas an Monsieurs Karnevalskostüm zu verbessern :) 

Samstag, 3. Februar 2024

Dämpfendes Badetuch

 Gestern fragte ich, ob ich baden dürfte und Monsieur wählte meinen Lieblingsbadeschaum für mich aus und schaute regelmäßig nach mir. Ich liebe es, wenn er sich fürsorglich zeigt und ich mich gut aufgehoben fühle.

Natürlich verband ich mit der Badezeit ein wenig Wellness und pflegte mich. Hinterher präsentierte ich ihm meine Rasur und er nahm es zum Anlass, dass ich mich aufs Bett legen solle. Da ist dieser kleine Kobold in mir, der allerhand Schabernack im Sinn hat und auch diesmal konnte ich nicht anders, ich wickelte mich fest ins Badetuch ein und legte mich so darauf, dass er es nicht einfach wegziehen konnte.

Monsieur nahm dies als Herausforderung an und schlug fester zu, als üblich, fragte dann, ob das weh tat. Mein kicherndes Nein nahm er für voll und holte kräftiger aus. 

-"Dieses Mal?"

-"Nein, überhaupt nicht..."

-"So gar nicht?"

-"Nein, so überhaupt gar nicht."

Er wunderte sich über die Dämpffähigkeit eines Badehandtuchs und holte die böse fiese Jutepeitsche. Gewarnt, dass es davor ja auch nie weh tat, zog er ordentlich durch.

-"Jetzt?"

-"Nein!"

-"Du willst mir erzählen, dass das nicht weh tat?"

-"Ja."

-"Ein Badetuch kann doch unmöglich so viel abfangen!"

-"Tja..."

Dann versuchte er es noch ein paar Male kräftiger, ohne eine Reaktion meinerseits, wobei er meine Zehen nicht im Blick hatte, sonst hätte er ahnen können, dass ich mir einen Scherz erlaubte.

Eigentlich bin ich wirklich immer ehrlich, wenn er mich nach meinem Schmerzlevel befragt, dieses mal geschützt, wunderte ich mich sehr, dass er mich bei meiner Lüge nicht ertappt hatte, denn üblicherweise bin ich eine sehr miese Lügnerin.

Monsieur befand, dass es genug sei und ich setzte mich auf und zeigte ihm die Spuren, denn die konnte ich nicht verleugnen. Ziemlich erstaunt fragte er sicherheitshalber nach, ob ich ihn angeflunkert habe? Ob es doch wehgetan hatte? 

Ich hatte einen kleinen Lachanfall und klärte ihn auf, wobei wir beide verwundert waren, dass er meine Lüge nicht durchschaut hatte. 

Aber was ich eigentlich erzählen wollte war, dass ich mich sehr über seine spontane Reaktion freute, über sein Bedürfnis mich ein wenig mit der Peitsche "zu verwöhnen".  Das fehlte mir sehr. 

Nein, nach wie vor bin ich nicht maso, ertrage den Schmerz für ihn, allerdings war es in dieser Hinsicht noch viel gemeiner von mir, dass ich ihn so hinters Licht geführt hatte. Böswille war es keiner, denn ich hatte angenommen, er würde es direkt begreifen.

Später entschuldigte ich mich dafür und bat um Verzeihung, hatte mich auch nochmal erklärt und Monsieur verzieh mir, inklusive einer Strafe von nochmals drei Hieben, jetzt allerdings ohne Handtuch dazwischen!

Er hat wieder Spaß daran und das ist so wertvoll und gibt mir so viel Hoffnung und zeigt mir, dass ich etwas besser mache und wir auf dem richtigen Weg sind.

Merci Monsieur!

*P.S: an der Anrede arbeiten wir noch ;)




Mittwoch, 31. Januar 2024

Vertrauen und bauen

 "Die Spuren machen Dich noch schöner!" Es sind diese Sätze, die man nicht vergisst, an die man sich ewig erinnert und an das intensive Gefühl, als man es gesagt bekam und die es noch intensivieren.

Aber von vorne.

Ich hatte in Fotoalben nach Bildern gesucht und habe mich durch die Jahre geklickt und dabei so vieles wieder entdeckt! Unter anderem viele Screenshots von Monsieur und mir, als alles noch neu und frisch war, als man sich noch säuselnd schrieb, wie sehr man sich vermisst, wie eng es in der Hose wird, wenn man an den anderen denkt und dass man es kaum erwarten kann, den anderen in Armen halten zu können.

Nicht nur das, sondern auch, dass dieser eine Moment so wundervoll war und jene Situation. Die Zeit, in der man die Situationen im Kopf weiter spinnt, was man beim nächsten Mal noch machen kann und so beflügelt ist, dass die Fantasie keine Grenzen kennt.

Ich teilte diese kleinen Fundstücke natürlich mit Monsieur und wir fragten uns, wie wir dahin zurück kommen können. Wir sind die selben Seelen, mit den selben Gedanken, Wünschen und Bedürfnissen von damals. Wir sind die, die gleichen Hobbys haben und Sachen mögen, von denen man denkt, dass man damit alleine ist. Wie konnte das Leben einen so sehr überfordern, als dass man all diese einzigartigen Möglichkeiten aus den Augen verlieren konnte?

Und besonders wichtig finde ich, dass der Ton ein vollkommen anderer war. Liebevoller, positiver, verheißungsvoll und immer überzeugt, dass alles toll wird und man füreinander bestimmt ist.

Der Ton ändert auch das Handeln und beeinflusst das Miteinander sehr und damit begann alles ins Rollen zu kommen.

Früher sprachen wir sehr konstruktiv miteinander, sagten auch ganz klar, was wir mögen und brauchen, sahen nicht wirklich auf die Defizite, sondern positiv orientiert, in die Zukunft investierend, was fehlte, was man gerne anders hätte und es hatte ja funktioniert!

Und es funktioniert auch noch heute!

Wir zeigen wieder Verständnis füreinander und bauen darauf auf. 

Was mir immer sehr wichtig ist, war und sein wird ist, dass ich den Kontrast brauche zwischen Liebe und Härte. Geschlagen werden bis man heult, aber dann direkt auch in den Arm und bekuschelt werden, mit liebevollen Worten und Stolz.

Ich hatte vor Monsieur immer den Eindruck, sobald ein Herr seine Sklavin liebt, verweichlicht er und das kann ich persönlich nicht gebrauchen, dann fehlt mir die andere Seite.

Im Alltag brauche ich viel Bestätigung, dass ich es richtig mache, dass ich helfe und eine gute Sklavin bin. Dieses Wissen gibt mir Sicherheit und macht mich immun gegen die Widrigkeiten des Alltags. Nur wenn ich mich vollkommen angenommen fühle und vertraue, kann ich eine gute Sklavin sein, die alles für ihren Herrn tut. 

Das rief ich nochmal ins Monsieurs Gedächtnis und es funktioniert!

Wobei das nun klingt, als hätte ich nur gefordert. Nein, eigentlich legte ich vor, bereits vor der Bildersuche, indem ich mir besonders viel Mühe mit der Wohnung gab. Wir haben noch nicht wieder alles an einen Ort zurück bringen können, weil wir renoviert haben, umräumten, Möbel neu kauften usw., so dass Monsieur sich nicht so wohl fühlte und ich versuchte das möglichst schnell zu ändern und als wir sahen, dass es die Varmblixt Lampe bei Ikea wieder gibt, freuten wir uns total! Monsieur sagte vor Ort noch, dass er kaum erwarten kann, meinen gestriemten Hintern bei diesem warmen Licht zu sehen. Zwar zweifelte er noch, ob wir sie wirklich kaufen sollen, denn brauchen tun wir sie ja eigentlich nicht... jedoch musste ich ihn nicht lange überzeugen und er packte sie ein. Ehrlich gesagt hatte er sie damals, als sie neu war, nicht mehr bekommen und mir ewig die Ohren vollgejammert, daher auch die Freude und ja, sie sehen wirklich gut aus, rechts und links vom Bett. Dann haben wir eine Birne in der Todessternlampe über dem Bett, die man farblich einstellen kann und das schön warme Licht verstärkt. 

Heute schickte er mich aufs Bett und machte Einaudi an. Ein kleines Ritual. Früher hörten wir zwar auch mal andere klassische Musik, jedoch meistens Einaudi und wenn einer von uns seine Stücke starten, weiß der andere schon, was ansteht :)

Es ist schön, diese Vertrautheit, wenn man so eingespielt ist.

Ich legte mich aufs Bett, wollte nichts vorweg nehmen und war überrascht, als er nicht sagte, ich solle mich ausziehen, sondern mich zur Bettkante lotste und es selber machte.

Es gestaltete sich wie eine klassische Wartung und ich genieße es immer sehr, wenn er mir dabei ins Ohr spricht, warum es eine Wartung ist, warum es genau so ist, wie es ist. Warum er seine Kleidung trägt und ich nackt bin. 

Danach nimmt er sich, was  er möchte von mir. Manchmal auch gar nichts, dann wars das. Damit komme ich wirklich schlecht klar. Wenn ich einen Orgasmus hatte, muss mein Herr mindestens auch einen haben. Heute jedoch sprach ich es nicht an. Ich versuchte auch nicht in seinen Schritt zu greifen und ihn zu stimulieren, wie ich es sonst immer gerne (vergeblich) versuche. Es ist eine Beeinflussung, die Monsieur nicht wünscht. Entweder nimmt er meine Hand und erlaubt es mir, oder ich habe die Finger wegzulassen. Das habe ich respektiert und keinen Versuch gestartet. Monsieur weiß sicherlich mittlerweile, dass es dann keinesfalls daran lag, dass ich nicht gerne gewollt hätte, sondern eine brave Sklavin war.

Er drehte mich auf den Bauch und ich ahnte was folgen würde. Die Spannung hält sich in Grenzen, jedoch gibt es immer ein paar Dinge, die willkürlich seiner Lust folgen, wie zum Beispiel welches Schlaginstrument er wählt, ob er mehrere nimmt und ganz wichtig, wie hart er schlägt und wohin!

Meistens ist die Hundepeitsche dabei, aber nur kurz, weil er sie im alten Schlafzimmer nicht gut benutzen konnte, weil das Bett zu sehr an einer Wand stand und so gut wie immer der Stock. Beides mit dem Satz: "Die habe ich extra für Dich gekauft!"

Nein, er benutzt nicht schon x Jahre alte Sachen an mir. Ich glaube, er hat nur Neues für mich benutzt. Aber was er sagen möchte ist, er hat es extra für mich angeschafft. 

Den Stock bereits bevor wir uns das erste mal sahen. 

Die Hundepeitsche hat eine große Bedeutung, durch "histoire d'O" und was anderem.

Nun steht das Bett frei im Raum, er kann also von beiden Seiten ausholen und hat Platz, genug Platz!

Also ja, er nahm die Hundepeitsche und begann recht zart. Ich hätte nicht gedacht, dass man sie auch so sanft benutzen kann. Es tat nicht weh, steigerte sich dann aber rasch und mein Gefluche begann alsbald. Das ist, für mich, ein wichtiger Punkt. Nein, ich fluche nicht um ihn zu beeinflussen, sondern wenn es scheiße weh tut,  und das weiß er. Verlässt er sich darauf und ändert etwas? Früher manchmal, aber ich denke, das wird nun seltener vorkommen.

Er schlug heute fröhlich weiter und ich war während dessen schon beeindruckt, wie zielsicher er ist!

Kein Schlag war zu hoch, zu tief und seltsam, er schlug so passend, dass sich nichts ums Bein wickelte und dort traf, wo er es wollte. Naja, gelobt habe ich ihn nicht, nur versucht ins Kissen zu fluchen.

Es ist ein kleiner Kampf zwischen uns. Er versucht lange nicht zu kommen, um mich länger zu schlagen, ich versuche es ihm möglichst schwer zu machen und mich gut für ihn anzufühlen, wenn er mich fickt, damit er möglichst bald kommt, damit er mich nicht nochmal schlägt.

Ich hasse und liebe diesen Wechsel zwischen Schmerz und Lust, wobei ich mit dem Kopf dann eher bei seinen Bedürfnissen bin. Wenn er in mich eindringt, dieses fantastische Gefühl genieße ich extrem, dann schalte ich allerdings schnell um und versuche es ihm schön in mir zu machen und heute zog ich noch schnell die Haarspange raus, weil ich weiß, dass er gerne an meinen Haaren zieht und mir dadurch zusätzlichen Schmerz zu verpassen. Wenn er sich dann zurück zieht und wieder zur Peitsche greift, kann ich mir ein frustriertes Stöhnen nicht verkneifen und versuche möglichst stillzuhalten, möglichst mich wenig zu bewegen und passend dazuliegen, so dass er seine Hiebe gut platzieren kann und nichts daneben geht. Er soll sich auf seine Lust konzentrieren können, weniger darauf, ob ich mich gerade von A nach B bewege.

Keine Ahnung wie er es machte, aber es hatte sich was in ihm gelockert, denn er schlug heute härter als sonst, öfter und ließ sich von mir nicht beeindrucken.

Ehrlich gesagt finde ich das gut. Ich konnte schon immer Männer gut um den Finger wickeln, wenn ich wollte und habe es zeitgleich gehasst, dass sie nicht standhafter blieben.

Monsieur hatte heute sehr viel Spaß und teilte ihn mit mir, indem er mir zum Beispiel sagte, dass die Spuren mich noch schöner machen. Indem er mir Küsschen auf die Spuren gab, die wellige und empfindliche Haut streichelte und, als wir uns wieder anzogen froh war, dass wir die Lampen gekauft haben und das sie meinen Hintern noch schöner machen, als er dachte.

Es sind aber vor allem die Kleinigkeiten, die sich wieder geändert haben. Die Sprache, auch die Körpersprache. Wie oft er wieder nach mir sieht, mich umarmt, einfach hält. 

Und ja, ich bin froh, dass er die Hundepeitsche nun endlich richtig benutzen kann, genug Raum hat und es ist ein großer Unterschied. Er war richtig gut darin! 

Sicher werde ich irgendwann genau darüber schimpfen, aber im Moment bin ich, mit schmerzendem Hintern sitzend, einfach glücklich, dass er glücklich und zufrieden ist.

Aus den alten Screenshots sind noch sehr viele Anregungen offen und ich freue mich schon darauf!

Merci beaucoup Monsieur, für diesen wundervollen Satz, den ich wie in einem Einmachglas konserviert, in mein innerliches Erlebnisglanzregal stelle und immer wieder betrachten werde!



Dienstag, 30. Januar 2024

Neuer Profiltext und doch so viel mehr

Eines seiner Lieblingsbilder



Als ich mit 19 Jahren zu hören bekam, dass ich devot sei, konnte ich mit dem Wort rein gar nichts anfangen und somit begab mich auf die Suche, was wohl dahinter stecken könnte und mir tat sich eine neue Welt auf und noch viel mehr als das, denn es beantwortete mir so einige ungestellte Fragen.


Ein Gefühl, was vorher nahezu immer unbefriedigt und unangetastet geblieben war, hatte nun einen Namen bekommen und somit die Chance, endlich ausgelebt zu werden und das packte ich direkt an!


So bin ich!


Ich möchte leben, erleben, spüren, fühlen, alles auf einmal und nie genug bekommen, unersättlich und immer noch eine Schippe mehr haben, bitte!


Es dauerte also nicht lange, bis ich auf meiner ersten Party war, meine ersten Erlebnisse sammelte, meine ersten Sessions hatte und schnell merkte, es ist nie genug, niemals genug und mir klar wurde, dass ich eine TPE Sklavin bin, dass ich es nicht nur genieße, sondern brauche, dass mein Tag gut strukturiert getaktet ist und ganz ehrlich, mein höchstes Ziel ist der Stolz meines Herrn. Mehr brauche ich nicht. Dieser Blick von ihm, von oben zu mir runter, auf mich herab, ich auf Knien zu ihm hinauf, dieser Blick voller Stolz und Liebe, dafür lebe ich.


Kontrolliert werden, nachgefragt bekommen, antworten können, dass ich artig war, dafür gelobt werden, gibt es etwas Schöneres?

Seine Hand im Genick spüren, sanft und stetig geführt werden, mit strenger und gerechter Hand, das ist perfekt.


Ich habe in den 22 Jahren nicht viele Herren gehabt, da mein erster mich direkt geheiratet hatte (nein, ich blieb nicht bei ihm), jedoch weiß ich, was ich nicht bin und was ich nicht mag und dazu gehört es, dass ich definitiv keine Barbie Puppe bin, denn das Äußere ist nicht unwichtig, aber oft überbewertet. Was bringt es, wenn die Hülle schrumpelt, mit was überzeugt man dann noch?

Mir ist der Charakter so viel wichtiger und schön anziehen kann man jeden und alles und mit den heutigen Make-up Tutorials überall, bekommt man aus jeder Baracke ein Schloss gezaubert... bis zur nächsten Dusche jedenfalls, deshalb heißt es ja oft, dass erste Date sollte im Schwimmbad, oder besser noch, in der Sauna stattfinden.

Nein, ich bin nicht so oberflächlich uns sehe lieber in die Tiefe, dort ist es schön muckelig dunkel und abgründiger. Das passt besser zu mir.

In der Szene ist das Leider oft verpönt, wie in den guten alten Zeiten, als es noch hieß: "Frauen die lesen sind gefährlich!"


Schade.


Eine schöne und gemütliche Leseecke, mit Kuschelfell und einer Tasse Tee, ein paar Kissen und einem tollen Roman, dazu die Sklavin versonnen lesend auf dem Boden, wo sie hingehört, nackt natürlich... was ist daran gefährlich? Wobei, vielleicht sollte man sie doch besser anketten, wer weiß!


Gefühlt muss alles glänzen und glitzern und mehr Schein, als Sein haben, muss es nach außen toll aussehen und innen verfault es, aber egal, so lange andere Menschen es nicht erkennen können.


Mein DS findet eher in trauter Zweisamkeit statt, intim, dafür umso dreckiger und abgründiger, am liebsten so sehr, dass man keinem davon erzählen mag, also pssst!


Vor einigen Jahren lernte ich dann Monsieur Philou kennen und er nahm mich bei sich auf und wir starteten mutig gemeinsam in dieses neue Kapitel unseres Lebens. Keiner sagte, dass es einfach werden würde, wie auch, bei diesem enormen Projekt und dazu kamen Widrigkeiten, von denen wir nichts geahnt hatten. Mittlerweile hat sich alles beruhigt und wir halten nach wie vor aneinander fest, was sonst ist TPE?


Natürlich könnte ich es mir einfach machen und bei den kleinsten Problemen verschwinden, einen Unterschlupf würde ich wohl finden, jedoch was wäre ich als Sklavin dann noch wert? Wie könnte man sich auf mein Wort verlassen?


Ich gehe lieber den steinigen Weg mit ihm und erhoffe mir den Honigtopf am Ziel, der eine stabile, ausgeglichene TPE Beziehung bedeutet.


Beide Seiten sind nicht leicht. Vorgehen und den Weg bestimmen, schweigend folgen und vertrauen. Man braucht einander, um voranzuschreiten, wenn der andere gerade keine Kraft hat und ihm beim nächsten Schritt zu helfen. Das ist in jeder Form von Verbindung so. 


Ich habe ihn damals auserwählt und mich ihm geschenkt und er hat mich angenommen und nun wachsen wir aneinander, miteinander und lernen voneinander, stehen füreinander ein und suchen unseren Weg durch das dornige Gestrüpp, aber auch über sonnige Blütenwiesen. 


Es ist so wertvoll, wenn man einen Menschen findet, der die lustigsten Hobbys teilt und die gleichen Interessen hat, obwohl sie kein Standard sind und wenn dieser Mensch noch die selben Abgründe hat und einen schamlos ergänzt, was braucht man dann mehr, als Geduld und Standhaftigkeit?


Wir verrieten einander, was tief in unserem Keller sich für Filme abspielen und was man für undenkbar hielt, bis der andere strahlend erwidert: „Da fängt es doch erst an, denken wir zusammen weiter!“


Das ist allerdings erst möglich, wenn man sich komplett füreinander entscheidet. Wenn man keine weiteren Optionen im Kopf hat, wenn man nicht mehr an eine Alternative denkt, sondern voller Vertrauen einen Kopfsprung in die Beziehung macht und dort aufgefangen wird.


TPE lässt kein „was wäre wenn…“ oder „aber!“ zu. TPE beginnt, wo der Spaß endet. TPE ist eine Lebensentscheidung ohne Zurück. TPE ist ganz oder gar nicht.


Ich habe mich für ganz entschieden und mich verschenkt.


Donnerstag, 11. Januar 2024

Alles beendet

 Gefühlt spielt sich im Moment alles in Zeitlupe ab. Die Zeit zieht sich wie Kaugummi, dehnt sich aus und  verharrt.

Aber im selben Moment passiert auch viel auf einmal. In mir.

Ich hate so viele Jahre, Jahrzehnte nur Streß. Meine Gesundheit, meine Familie, Schicksalsschläge noch und nöcher und jetzt gerade ist es ruhig. Das bin ich nicht gewohnt und doch versuche ich mich zu entspannen und es zu genießen, ohne permanent darauf zu warten, was als nächstes schlimmes passieren mag.

Mein gehetztes Leben legt eine Pause ein.

Nach einer gefühlten Ewigkeit ist mein Zimmer fertig und schöner als gewünscht.

Meine Migräne ist im Griff und betrifft lediglich 1-2 Tage im Monat.

Meine Krankheit ist nur noch ein Klinikbesuch einmal im Jahr und keinerlei andere Zwischenfälle.

Mit dem Hund habe ich mich arrangiert und, obwohl ich keinen wollte, sind wir ein super Team und versüßen uns gegenseitig die Tage.

Die Kinder sind gut untergebracht und keiner ist mehr da, der ständig an einem zerrt und belastet. Nein, Kinder sind viel mehr als das! Sie sind das größte Glück im Leben und schenken einem so unendlich viel, jedoch sind sie dennoch auch Arbeit, Sorgen und Streß.

Nun habe ich Ruhe.

Kann mich neu definieren und atmen.

Da Monsieur nach wie vor nicht als TPE Herr wirklich aktiv ist, musste und muss ich mich damit arrangieren.

Es kam dann der Zeitpunkt, an dem ich mir sagte: "Wenn er nicht in der Form für mich da ist, muss ich mich mehr um mich selber kümmern..." Als Sklavin würde ich es nach wie vor als Armutszeugnis deuten, als Mensch eher eine Überlebenstaktik und den Fokus verschieben.

Es bringt nichts, wenn ich mich darüber, oder über ihn ärgere, also mache ich eben mein eigenes Ding und genieße das wenige DS, was ich ab und an bekomme.

Das funktioniert eigentlich ganz gut im Moment. Dadurch komme ich zur Ruhe und höre meine innere Stimme deutlicher. Meine Sklavin hingegen wurde erst einmal verbannt.

Ich fühle mich wohler in meiner Haut und komme mehr zu Aktivitäten, die ich vor lauter unglücklichsein vernachlässigt hatte. 

Ich ziehe mich zurück, lese ein Buch, male, nähe, stricke, was auch immer. Beschäftige mich mit Dingen, die ich mag, die mir gut tun und ablenken.

Monsieur ist nicht komplett untätig. Ich kann andere Fürsorge von ihm mehr schätzen, als früher.

Ein Friseurbesuch war für mich immer sehr stressig. Die Sorge, dass die Haare zu kurz geschnitten werden, oder anderweitig nicht gut aussehen, damit hatte ich umgehen lernen und nun, durch ihn, der sagt, dass ein Friseur eben etwas mehr kostet, es das aber auch wert ist, komme ich in den Genuss, dass wirklich auf mich gehört wird und ich noch eine Wellnesspackung oben drauf bekomme.

Oder der Besuch in meinem liebsten Kunstladen und das Wissen, wenn ich etwas wirklich möchte, macht er es mir möglich und schimpft nicht, sondern sieht die Optionen, die ich dadurch habe und vertraut darauf, dass ich etwas daraus mache und wenn ich es umsetze, die Freude, an dem was ich erschaffen habe.

Die Lust, die ich auf Museumsbesuche entwickelt habe, obwohl ich früher so gut wie nie in eins ging und das Wissen, was ich gerne anschaue, was weniger und die Überraschung, dass mir dann doch wieder andere Sachen gefallen, von denen ich nichts wußte und dass er mich in meinem Tempo herumstöbern lässt und nicht darauf besteht, dass wir nebeneinander bleiben, sondern jeder die Zeit damit verbringt, was er gerne betrachten möchte. Manchmal husche ich nahezu durch und er lässt sich bei jedem Stück Zeit und Ruhe, ein anderes Mal ist es dann wieder umgekehrt, aber keiner hetzt den anderen, sondern beobachtet, wie fasziniert der Partner von den Kunstwerken ist und hinterher teilt man die Eindrücke, erklärt seine Sicht und schwelgt gemeinsam darin.

Es sind viele Dinge und ich kann unmöglich alle beschreiben, aber zusammen genommen ergeben sie ein Gefühl von Behaglichkeit, Akzeptanz und Wohlwollen.

Früher bemerkte ich nahezu nur die Abwesenheit von TPE und größtenteils DS.

Ist das genug? Nein. Wird es nie sein.

Ist es im Moment, wortwörtlich Moment genug? Ja, es ist ok. Weil ich verzichte und den Fokus auf andere Dinge lege. 

Die nächste Katastrophe kommt garantiert, aber ich versuche den Augenblick zu genießen, Ruhe zu tanken und auf mich zu achten, bis es wieder jemand anderes möchte. So lange bin ich eben für mich selber da. Also in guter Gesellschaft :)

Monsieur zeigt seine Liebe eben durch Annehmlichkeiten und das Kümmern, damit es einem gut geht. Dafür bin ich ihm unendlich dankbar.

Vielleicht braucht er auch einfach seine Zeit. Muss sich wieder hören, auf sich hören. 

Und nun lebe ich weiter im Moment, versuche mir keine zukünftigen Fiaskos auszumalen und die Vergangenheit ruhen zu lassen. 

Ich habe so viele Bücher, die alle gerne gelesen werden wollen und jedes ist für sich eine Flucht in eine andere Welt :)

So viele Leben die man leben kann!