Sonntag, 2. Juni 2024

Erkältet

 Ich hatte in letzter Zeit kein Bedürfnis zu schreiben. Der Blog bzw. die Domain wurde mir von meinem Ehe-Dom 2004 geschenkt mit dem Spruch: "Mach was draus." Das habe ich auch gemacht. Ich stellte ein Sklavinnen-Tagebuch drauf und schrieb dort alles hin, was ich nicht sagen konnte/wollte.

Irgendwann meinte er dann, dass unser Server schon länger langsamer ist und schaute nach, da entdeckte er, dass wir wirklich viele Besucher hatten und das lag vermutlich daran, weil es wenige Sklavinnen gab, die Tagebücher schrieben.

Einen Nebeneffekt fand ich spannend. Die vielen Zuschriften von Menschen und das war recht anstrengend und nicht immer schön, wenn z.B. ein junges Mädchen davon schrieb, dass sie von ihrem Mitschüler erpresst wird und sie seine Sklavin sein muss und man versucht sie dazu zu bringen zu einem Elternteil zu gehen, einem Vertrauenslehrer, der Polizei oder sonst wem und als Antwort erhält, dass sie das nicht machen wird.

Schön ist es, wenn man langzeitige Freunde findet :)

Auch nicht schön ist es, wenn man dann real von anderen Eltern erkannt wird. Das war mit ein Grund sie offline zu nehmen, nach über zehn Jahren und dass meine Ehe einfach nur kaputt war.

Mit meinem neuen Herrn und dem Wissen, dass die Kinder alt genug sind und natürlich, dass ich bei allen Suchmaschinen nicht mehr auf Platz 1 mit allen möglichen Suchbegriffen rund ums Thema Sklavin bin, traute ich mich ihn neu zu starten und ihn wieder seinem Ursprung zuzuführen, nämlich hier Dinge zu schreiben, die ich nicht aussprechen kann/mag.

In letzter Zeit läuft und lief es richtig schön, harmonisch und ich schreibe nicht gerne über unseren Sex oder ähnliches, weil ich das hier nicht als Pornoseite sehe. Ich habe Grenzen, z.B. dass man meine Mumu nie sehen wird, oder andere zu pikante Bilder. Ich mag es lieber mit Stil und Anstand und dennoch über unseren zu Alltag berichten.

Oft ist es mittlerweile eine routinierte Sache, so dass ich die nicht immer wiederholen möchte, also nichts zu schreiben habe.

Mein Tagesplan ist mittlerweile gut ausgearbeitet und hat das perfekte Maß von Flexibilität und Stabilität. Monsieur und ich sind recht zufrieden damit.

Auch das neue Maß an Schlagkraft von Monsieur hat sich eingespielt, worüber ich noch kürzlich schrieb. Er schlägt nun wohl dauerhaft härter zu, aber auch das gefällt mir, weil er es genießt, mir zutraut und sich keine Sorgen machen muss.

Nun ist Monsieur ein paar Tage schon krank und ich umsorge ihn, so gut ich kann, wobei ich mich angesteckt habe und es wirklich süße Formen angenommen hat.

Ich mache ihm gerne seinen Tee, oder andere Dinge, die ihm gut tun und er krault, streichelt und schmust mich, so oft es nur geht, durch. Ich kann gar nicht sagen, wie schön es ist, einfach dazuliegen und gekrault zu werden, oder seine kühle Hand auf meiner heißen Stirn zu spüren. Immerzu fragt einer den anderen, ob er was braucht, man was für ihn tun kann und dann der andere wieder den einen. 

Für Leser wahrscheinlich total öde, für mich ein Genuss, der mir noch recht neu ist, denn kürzlich bat ich noch um ein Safeword, falls es mir zu harmonisch wird. 

Wenn man mit Stress und Streit aufgewachsen ist und es danach auch noch immer permanent hat, ist eine Umstellung schwierig und um nicht Streit zu erzeugen, nur weil man nicht mit Harmonie klar kommt, erklärte ich dann eben mein Problem und wir suchten eine Lösung und damit das abgekürzt wird, bat ich um ein Safeword, wobei ich glaube ich noch keins bekommen hatte, sondern ah! Ja! Er sagte, ich solle dafür meine Position einnehmen und dann wird das schon geregelt.

Nun brauche ich das auch nicht mehr und stattdessen knie ich mich auch einfach so mal hin, weil es sich gut anfühlt, Monsieur sich freut und mir das zu verstehen gibt. Ohne darüber nachzudenken, meine ich. Ohne dass ich mich so fühle, als würde ich mich ungewollt anbieten. Das ist eine sehr schöne Veränderung.

Zwar sagt Monsieur, dass es ihn ärgert, dass er zu krank ist um mich zu mit der Hundepeitsche zu verwöhnen, jedoch bin ich nicht böse drum, auch wenn ich wieder fit bin, denn das letzte Mal ist noch gut in meinem Kopf und blieb länger unter meiner Haut. Monsieur hat wirklich Spaß daran gefunden sie zu benutzen und tat es dementsprechend oft. 

Eine Sklavin gehört gezeichnet.

Aber die kleine Pause gerade, die ist auch irgendwie schön, weil man deutlich spüren kann, wie man füreinander da ist und sich umsorgt, auch wenn es einem selber nicht gut geht. Jeder so gut er kann und wenn es eben diese wohltuenden Fingerspitzen auf der Haut sind, die kleine Spuren Liebe hinterlassen. 



Freitag, 10. Mai 2024

Pack Deine Sachen...

 Monsieur hatte heute Brückentag und war im Raum nebenan, als ich ihm schrieb:

Ich will an den See.

Ich will Wasser an meinen Füßen.

Ich will Natur.

Ich will Natur und nackt sein.


Man sollte wissen, ich komme ursprünglich vom Bodensee, bin buchstäblich darin aufgewachsen, eine totale Wasserratte und schon als ich noch ganz winzig war, bettelte ich immer ins Wasser zu dürfen. 

Zum Beispiel waren mein Vater, meine Geschwister und ich am See spazieren, es war noch halber Winter und total kalt und ich beeetteeelteeee in den See zu dürfen und mein Vater meinte: "Nein! Es ist viel zu kalt! Er hat nicht einmal 7 Grad! Deine Mutter bringt mich um! Du wirst Dich erkälten!" und ich jammerte und bettelte weiter und mein Vater war immer schon der Meinung, Versuch macht klug, und ließ mich und ich schwamm und ich war glücklich und mir war nicht kalt und ich wurde nicht krank und ja, meine Mutter erklärte meinen Vater für verrückt und er bekam die Standpauke und nicht ich und dann tat er mir schrecklich leid, aber das war so ein schönes Erlebnis, dass ich auch noch heute oft daran zurück denke. Wie kalt es war, wie viel Lust ich darauf hatte und wie toll es dann wirklich war!

Ich brauche Wasser und bevor ich zu Monsieur zog, waren wir oft am See, der in meiner Stadt war. Ein Baggersee mit Wald außen herum und mehreren FKK Bereichen. Manche sind einsehbar, andere nicht und direkt am Stand ist ein großer Bereich, wo seitlich FKK ist und es dann ineinander übergeht, in den normalen Bereich. Es ist kein öffentlicher Badesee, daher schert es keinen.

Früher, als Monsieur mich besuchte, waren wir oft dort. Alleine, mit den Kindern, bis in die Nacht, nur für eine Stunde, den ganzen Tag!

Wir picknickten dort, wir schliefen auch mal ein, wir schwammen, tauchten, lachten.

Also saß ich auf dem Sofa, schaute einen tollen Film, der von einer Frau handelte, die in vielen Problemen steckte und sich dazu entschied, dass sie einen Trail wandert, bis sie wieder sie selbst ist. Wer genaueres wissen möchte, der Film heißt "der große Trip" und ich kenne den Film bereits, habe ihn angeschaltet, weil er mir bei Disney angezeigt wurde und ein Wohlfühlfilm ist. Sie wandert und entdeckt nach und nach ihre Bedürfnisse, ihre innere Stimme und folgt sich selber. Das brachte mich darauf, dass das Wetter schön war und ich überlegte, was ich jetzt wirklich gerne machen würde. So wirklich wirklich gerne!

Also schrieb ich Monsieur: 

Ich will an den See.

Ich will Wasser an meinen Füßen.

Ich will Natur.

Ich will Natur und nackt sein.


Was antwortete Monsieur?

Üblicherweise schiebt er es gerne vor sich hin und mag die weite Fahrt nicht so gerne und hat eh keine Lust, aber es kam: "Pack Deine Sachen zusammen, was Du so brauchst, wir fahren."

Und wenige Momente später stand er mit seinem Rucksack vor mir, steckte gerade ein Handtuch rein und meinte ernst: "Bist Du schon fertig?"

Nein!

Ich schmierte mich schnell mit Sonnencreme ein, stopfte alles in meinen Rucksack und strahlte über alle vier Backen!

Wir waren ein paar Minuten unterwegs, als Monsieur bemerkte, dass ich keine Sonnenbrille dabei habe. Ich bin recht lichtempfindlich und er weiß, ich würde es später bereuen, aber nie sagen, dass wir nochmal umkehren sollten, also machte er es von sich aus und schickte mich nochmal hoch.

Angekommen mussten wir uns entscheiden, in welchen Bereich wir wollten.

Ich persönlich fand es am Besten im abgeschiedenen FKK Bereich, dort entstand auch damals dieses Foto:




Aber weil Monsieur angezogen bleibt, also wenigstens eine Badehose trägt, wurden wir von einem alten Mann blöd angeschaut. Ich nackt, Monsieur Badehose, das passte ihm nicht und deshalb verstand ich, dass Monsieur gerne woanders hin wollte und den allgemeinen Strand ansteuerte.

Wir setzten uns in den gemischten Bereich, also nackte, angezogene und Menschen in Klamotten. Keiner stört sich an irgendwas.

In der Nähe saßen zwei Männer und hörten Musik, wobei das eine gute Auswahl war, zwischen 80iger und 90iger, alles Querbeet. 

Monsieur fragte noch, ob ich ins Wasser möchte, aber ich traute mich nicht mich auszuziehen.

Mein Hintern hat kaum Spuren, das wäre kein Problem gewesen und überall waren Nackedeis, jedoch bin ich wirklich schenant und traute mich nicht. Hätte Monsieur darauf bestanden, wäre ich natürlich unverzüglich seinem Wunsch nachgekommen, so jedoch latschte ich ein wenig durchs Wasser, freute mich über den Sand zwischen meinen Zehen und setzte mich zu ihm.

Er steckte sich Ohrstöpsel rein, legte sich hin und döste, während ich das Wetter und das Wasser genoss, ein wenig las, die Leute beobachtete wie sie schwammen und spielten, wie Hunde herum sprangen und alle Spaß hatten. Mein Hintern meldete sich nach kurzer Zeit, denn man sah zwar kaum Spuren, aber auf dem harten Untergrund war es eine Tortur. Jede Minute machte er sich bemerkbar, egal wie ich mich zu platzieren versuchte und auch das freute mich irgendwie, weil es die Konsequenzen zeigt, weil es mir meinen Platz weist, weil ich dadurch fühlen kann, was ich bin.

Es war einfach eine schöne Zeit und ich genoss sie sehr und erst recht den Umstand, dass Monsieur meinen Wunsch umgehend verfüllt hat. Damit hatte ich nicht gerechnet.

Auf einer Picknickdecke kann man wunderbar vor seinem Herrn knien und keiner findet etwas dabei. Ein schöner Umstand, den ich gerne ausnutzte. 

Als es dann dunkel, wurde packten wir unsere Sachen zusammen und fuhren zurück. Monsieur erkundigte sich, ob ich gerne noch einen Milchshake möchte und hielt bei den goldenen Brücken für ein Abendbrot, wobei ich mal eben einen halben Liter Eistee im Auto über die Armatur verteilte. Wie konnte das passieren? Ich weiß es nicht. Müdigkeit vielleicht, denn obwohl Monsieur mir morgens sagte, ich könne noch etwas liegen bleiben statt aufzustehen, stand ich lieber auf, ging unter die Dusche und rasierte mich, was ja toll war, weil ich so herrlich blank hätte schwimmen gehen können... theoretisch, wenn ich nicht so schüchtern wäre. Jedenfalls war ich nicht wirklich ausgeschlafen, also konnte es daran liegen, oder weil ich einfach ungeschickt war. 

Glücklicher Zufall, wir hatten ja Handtücher dabei und der Eistee klebte nicht, so dass alles schnell wieder abgewischt war. Ich weiß ja nicht wie andere ticken, jedoch mache ich mich dann verrückt, auch wenn alles beseitigt ist und ich entschuldigte mich mehrfach und es war und ist mir so peinlich und unangenehm, aber Monsieur ist ein Gentleman und beruhigte mich, sagte dass alles in Ordnung ist und nutzte die Chance mich mit Lappen und Eimer, als wir zuhause angekommen waren, auszurüsten, so dass ich nochmal alles abwischen konnte und ich war natürlich wieder übereifrig und machte noch das halbe Auto sauber, damit er wenigstens etwas entschädigt ist und zufrieden mit mir.

Monsieur ist ein guter Herr. Er lobt mich wirklich oft und für Kleinigkeiten auch bereits und ich genieße es so sehr und brauche es wirklich und bin ihm sehr dankbar. Wie ein Schwamm sauge ich jedes liebe Wort auf und es tut einfach gut und nein, ich kann nicht genug davon bekommen und würde alles dafür tun.

Der Tag war toll, trotz meines Missgeschicks und ich denke, dass Monsieur auch etwas Spaß hatte und es ihm gut tat. 

Vielleicht traue ich mich ja, beim nächsten Mal wieder mich auszuziehen. 

Donnerstag, 9. Mai 2024

Obwohl er mich liebt...

Ich hatte Monsieur einen Zettel geschrieben, auf dem einige Fragen stehen, die nicht mal eben so zu beantworten sind und deshalb schrieb ich es ihm und sagte es nicht schlicht, denn Monsieur hatte einen sehr stressigen Wochenanfang und ich wollte ihn nicht zusätzlich mit Gedankenaufgaben nerven, also eben der Zettel, dann kann er es ja machen wann er möchte, dachte ich mir.

Es ist ohnehin nicht so ungewöhnlich, dass ich ihm etwas schreibe, denn wir haben die süße Angewohnheit, dass wenn er morgens sehr früh raus muss und mich lieber schlafen lässt, ich ihm abends bereits ein Briefchen schrieb und ihn zu seinem Frühstücksgedeck lege, so dass er eine kleine Aufmunterung hat.

Diese Briefe versuche ich möglichst positiv zu gestalten, damit er gut in den Tag startet und eine schöne Perspektive hat, jedoch baute ich ein, dass der Zettel mit den Fragen ja sonst wohin gewandert ist und bereits aus den Augen, aus dem Sinn. 

Gestern morgen wurde ich dann wach, weil mich ein großer Ruck an den Knöcheln innerhalb von einer Nanosekunde mittig aufs Bett platzierte und ich nicht einmal nach Luft schnappen konnte, schon hielt mir Monsieur eine Standpauke mit dem Stock in der Hand.

Auf meinem Hintern herum trommelnd fragte er mich, ob sich das so gehört und dass der Zettel nicht weg sei, sondern auf seinem Schreibtisch liegen würde, was ich hätte sehen können, aber es ist auch gut zu wissen, dass ich nicht herum spioniere, also könnte er kaum böse sein, dass ich es nicht bemerkt hätte, dennoch gehören sich solche Zeilen nicht an den Herrn gerichtet und dazu fragte er x Male, ob ich das verstanden hätte, wobei er noch zusätzlich erwähnte, dass er sich sehr wohl bereits Gedanken machte und diese als Notizen mit auf dem Zettel stehen würden, was ich theoretisch hätte sehen können.

Auf seine Frage hin, ob ich wüsste wo der Zettel liegt, unterstrich er weiterhin mit Hieben meine Antwort und ließ es sich nicht nehmen, die exakt gleiche Frage noch mehrfach zu stellen.

Danach verließ er sichtlich vergnügt das Schlafzimmer und ich blieb vollkommen perplex zurück, mit glühendem Popo und den Kopf voller Gedanken.

Monsieur frühstückte dann, wie ich hören konnte, in Ruhe und kam etwas später nochmal vorbei, um die Temperatur seines Werks zu kontrollieren und sich zu verabschieden.

Ich lag noch ein Weilchen so da und war ärgerlich über mich selber, dass ich ihm unterstellt hatte, er würde sich nicht darum kümmern, aber auch glücklich, weil er mir auf diese wundervolle Art vermittelt hatte, dass sich das nicht gehört und es exakt die Art von zwischenmenschlicher Kommunikation ist, die ich so liebe!

Über meine Gedanken bin ich dann tatsächlich nochmal eingedöst und als ich später mit dem Hund unterwegs war, kam ein Anruf von Monsieur, denn er meldet sich wirklich oft und befragt mich, wie es mir geht, was mein Hintern so mache und wie ich mich fühle. Schön, oder?

Ich ziehe ihn gerne auf und sage, dass er wie ein Mädchen schlägt, man überhaupt nichts sieht und es ja gar nicht so weh tat (und lasse dabei weg, wenn ich Pipi in den Augen hatte und er lässt weg, dass ich lautstark jammerte) und gaaaar nicht schlimm war. Dieses Mal jedoch war es anders, denn mein Hintern ist zwar wie eine Zaubertafel und nach Minuten oder Stunden bereits wieder käseblank wie üblich, heute hingegen tat die Oberfläche weh, also wenn meine Strumpfhose darauf herum rieb. Ich sollte noch erwähnen, dass ich nun ein paar Tage hintereinander fast täglich versohlt wurde und sich dann natürlich die Haut schlechter erholt.

Monsieur freute es und mich dadurch auch.

Das andere Mal wirbelte er mit dem Stock auf meinem Po herum, weil eine Sklavin ja wohl kaum ungezeichnet einkaufen gehen kann und ich im Laden noch spüren soll, wer ich bin und wo mein Platz ist, was jedoch weniger gut funktionierte, weil im Laden nichts mehr wehtat. 

Heute morgen, ich weiß nicht was in ihn gefahren ist, wollte er mit dem Slapper meine Zuckerdose (ja, kicher ruhig, dafür schrieb ich es :) verhauen, also schmiss ich ihn wagemutig bei der nächsten Gelegenheit vom Bett und unterstellte, dass Monsieur sich lieber in mir versenken möchte und zu faul ist, ihn wiederzuholen. 

Hm, falsch gedacht, denn er stand auf und ging zum Brett, suchte dann einen billigen Stock aus, wie er sagte und bearbeitete damit meinen Hintern, während er  mich fragte, ob es sich gehört, den Slapper vom Tisch, jaaa er sagte Tisch!!! zu werfen, wobei ich einen Lachanfall bekam und nicht antworten konnte, und Monsieur fragte nochmal und ich meinte nur: "Ich denke noch über den Tisch nach! Welcher Tisch das wohl ist!" und Monsieur ebenso lachen musste, aber nein, dabei hielt er nicht inne und in kurzer Zeit glühte mein Hintern und ich heulte vor Schmerz, vor lauter Lachen und es war einfach schön und scheiße, denn schön, weil es so ein inniger toller Moment war, scheiße weil es so weh tat und ich bekam mich gar nicht mehr ein, denn Monsieur machte weiter und verfiel mehrfach wieder auf den Tisch, statt das Bett und ich weiß nicht, ob er Ruhe rein bringen wollte, Ernsthaftigkeit, oder selber keine Luft mehr bekam, jedenfalls ging er abermals zum Brett, dabei fiel ihm auf, dass das nicht einmal der billigste Stock war und der, den er nun nahm, der wäre wirklich der billigste und er holte aus und traf so gut, dass das Stockende meinen Oberschenkel traf und Himmel tat das weh!!! Also brüllte ich einmal auf, die Nachbarn waren zum Glück schon wach und Monsieur freute sich, weil man sehr deutliche Spuren sehen konnte, also sprach er von Symmetrie und was ich davon halten würde, wobei ich erwiderte, dass Symmetrie vollkommen überbewertet ist und nein, nein, das müsste absolut nicht sein, denn wenn man es einfach dabei belassen würde, so einseitig, dann wäre das Kunst! Jawoll, ein Kunstwerk wäre das!

Monsieur, ich weiß nicht was in ihn gefahren ist, befand dass sein innerer Monk sehr wohl für Symmetrie sei und zack, hatte ich den Stock auf der anderen Backe kleben, auch wieder so, dass das Ende auf dem Oberschenkel landete und das war ein Schmerz, ich kanns nicht in Worte fassen, außer das ich nochmal laut: "Autsch!" gebrüllt hatte, wobei ich mir später noch Ausreden überlegte, falls die Nachbarn fragen würden und in dem Moment, als ich autsch schrie und der Schmerz kam, da gab es kaum Gedanken, da war einfach nur glühendes Brennen und Monsieur hat die Angewohnheit darüber zu streicheln, was nun ein: "Nimm die Hand da weg, oder Du fliegst gegen die Wand!!!" auslöste und natürlich schäme ich mich im nächsten Moment dafür, aber dieses mal kam ich erst nicht dazu, weil ich gerade weiter schimpfen wollte, er solle doch seine Hand da nicht drauflegen und dann registrierte ich seine Hand woanders, also war der Schmerz so groß, dass ich nicht einmal spürte, dass sie weg ist und ja, auch so flächig groß wie seine Hand. 

Dann jammerte ich leise vor mich hin und dass ich ihn hasse sagte ich auch und Monsieur nahm das zum Anlass sich nun doch in mich zu versenken und ließ mich nicht kommen, was ich auch schön fand, weil er mich sonst immer 1-4x kommen lässt, bevor er überhaupt an sich denkt und dann fragte er hinterher, ob ich ihn wirklich in dem Moment hasse.

Das ist mal eine gute Frage, denn jaaaa, ich hasse ihn in dem Moment, aber nein, nicht ihn als Person, sondern der Schmerz ist so groß, dass ich das alles hasse und auch den Verursacher, aber auch liebe, nur eben etwas später, weil er genau das macht, was er möchte, obwohl ich es hasse.

Das hat nun einen anderen Hintergrund, denn ich wuchs so auf, dass ich jeden um den Finger wickeln konnte, alles immer bekam und jeden Typen hätte haben können. Das ist jedoch schnell langweilig und man wünscht sich das exakte Gegenteil, also genau den Typen, der einfach macht, der nicht fragt, der seinen Willen auslebt ohne Rücksicht.

Wenn man das steigert, dann kommt man zu dem Gedanken, dass jemand der einem sogar solche Schmerzen zufügen kann, obwohl bzw. weil er mich liebt, das ist noch stärker! 

Früher stand auch in meinem Profil, dass der Wille meines Herrn mein Fetisch ist. 

Ich stehe da einfach drauf, wenn er rücksichtslos (im gesundheitlich grünen Bereich) mit mir macht, was er möchte. 

Auch im Alltag.

Keine Fragen, sondern macht.

Sagt, dass ich mich anziehen soll, wir fahren wohin. Nicht mehr, nicht weniger. Keine Infos, weil das egal ist, weil er bestimmt hat.

Das liebe ich.

Übrigens, die zwei Striemen sind auch jetzt noch sichtbar, was Monsieur dazu veranlasst hat laut zu denken: "Nun weiß ich ja, womit ich dich doch dauerhaft zeichnen kann. Gut zu wissen!" und mich damit zum Grummeln brachte.

Klar hasse ich es, den Schmerz zu spüren und zu ertragen, aber ich genieße, was es mit Monsieur macht und noch mehr, dass er es mit mir machen kann, obwohl er mich liebt, weil er mich liebt. 

Dienstag, 7. Mai 2024

Stetiger Wandel

 Es ist alles im Fluss, könnte man sagen.

Ein stetiger und konstanter Wandel.

Schritt für Schritt zum Ideal.

Photodarium 07.05.24



Monsieur hat ein paar Regeln festgelegt und das funktioniert wunderbar. Hinzu kommt noch ein flexibler Tagesplan mit Fächern, die man quasi in Gleitzeit verwendet, weil das Leben oft hier und da ein wenig verschiebt und er dadurch nicht permanent angepasst werden muss und ich dennoch weiß, was ich gerade zu tun habe.

Monsieur hat mich auch immer wieder daran erinnert, dass ich meine Bedürfnisse äußern soll und was er dann mit diesem Wissen macht, welche Entscheidungen er trifft, oder eben nicht, geht mich danach nichts mehr an. Damit kann ich ganz gut umgehen und noch wichtiger, meine kleine innere Stimme wird lauter und meldet sich tatsächlich, wenn ich ein Bedürfnis habe. Nicht immer, jedoch öfter und dadurch kann ich es ansprechen und lege kein Fehlverhalten an den Tag, wenn es mir zu harmonisch/öde wird.

Nach wie vor fällt es mir schwer, dass ich keine Konflikte mehr habe, kaum noch Streß und alles so glatt und weich ist, was nicht heißen soll, dass Monsieur seine sadistische Ader verloren hat, ganz im Gegenteil! In den letzten paar Tagen hatte ich mind. 3x Pipi in den Augen, weil der Stock so zwiebelte.

Es fühlt sich halt einfach seltsam an, wenn keine Konflikte im Raum sind, von keiner Seite, weder innen noch außen und man dadurch viel Gehirnkapazität frei hat und sich keine Sorgen machen muss. Dann sucht mein Hirn gerne intensiver und macht aus einer Mücke einen Elefanten, aber nun habe ich Auswege und kann es einfach ansprechen und Monsieur lenkt mich dann schon ab :)

Monsieur ist sicher nicht so streng, wie ich es mir wünschen würde, jedoch kann er mich da besser einschätzen und überfordert mich nicht, was ich auch sehr gut finde. Es greift mich innerlich sehr an, wenn ich seinen Forderungen nicht nahezu perfekt folgen kann und dieser Unmut bleibt dadurch weg und Monsieur freut sich über jeden Schritt, den ich zusätzlich mache, wenn ich zum Beispiel mitdenke und vorausschauend in seinem Sinne, handle. 

Da manche Regeln und Gewohnheiten bereits so in meinem Alltag involviert sind, bemerke ich sie weniger und daran arbeite ich, genau das nicht zu übersehen und auch wertzuschätzen. 

Ich fühle mich, sogar wenn Monsieur den ganzen Tag weg ist, sehr gut aufgehoben.

Er meldet sich dann dazwischen, so oft er kann und schaut, ob es mir gut geht oder es an etwas fehlt.

Mein Tagesplan gibt mir dann Struktur und dennoch kann ich ihn entspannt verfolgen und die Regeln, die ich habe, liefern dann den Rest an Sicherheit, so dass ich wirklich immer weiß, was ich gerade zu tun habe und wie ich mich zu verhalten habe.

Es ist noch lange nicht genug, denken wir beide, aber wir bauen eine gesunde Basis auf und Stein für Stein wächst daraus ein solides Grundgerüst usw. Das braucht Zeit und ich bin zu ungeduldig, weiß das aber und kann damit umgehen, ansonsten kann ich es Monsieur sagen und er kann reagieren.

Auch in anderen Bereichen wird meine innere Stimme mit Bedürfnissen lauter und ich mache weniger, nur weil andere es von mir erwarten oder gerne hätten. Monsieur bestärkt mich immer darin, dass ich dieser und jener Person nichts schuldig bin und es vollkommen in Ordnung ist, wenn ich dann anders als von ihnen erwartet reagiere und er es sich auch so wünscht. 

Er bestimmt schon einiges in meinem Leben, aber kann es genug sein? Ich denke nicht, da gibt es immer noch mehr, noch intensiver!

Ich bin gespannt, wo die Reise noch so hinführt :)

Samstag, 20. April 2024

Plaketten und Regelkarten

 Monsieur hatte nicht nur die Zahlenplaketten angeschafft, sondern auch wunderhübsche Karten, um darauf unsere Regeln niederzuschreiben. 

Habe ich mal erwähnt, wie sehr ich seine Schrift liebe?

Jedenfalls ergab sich aus einem Gespräch heraus, dass es praktisch sein könnte, wenn sich auch eine Öse an den Regelkarten befindet und Monsieur ist Ästhetik wichtig, also suchte er passende heraus und das Ergebnis ist wirklich toll! Gefällt uns sehr gut :)

Man kann damit tolle Dinge machen, jedoch hatte ich an eine Sache nicht gedacht und sie kam an einem der folgenden Tage.

Monsieur und ich haben ein unterschiedliches Verständnis von Streit. Ich meine damit etwas wie eine ausgeartete Diskussion, in der man bereits wütend ist, vielleicht sogar eine übergriffige Sprache benutzt, zu laut ist und das Miteinander abhandengekommen ist. Monsieur hat eher ein Bild wie eine gute Diskussion und meinte damit, wenn ich Redebedarf habe, auch mal Kritik äußern möchte und hat die Karte: Umgang mit Streit genannt. Unterhalb der Überschrift folgt dann ein kurzer Text, der beschreibt, wie ich mich zu verhalten habe, wenn ich ein solches Gespräch suche. Ich soll den Gesprächsbedarf also ankündigen und er nimmt diesen Wunsch innerhalb der nächsten 24h wahr. Dabei habe ich dann eine bestimmte Position einzunehmen, damit ich auch während eines solchen Gesprächs bzw. gerade währenddessen meinen Platz spüren kann und er ganz klar ist.

Die Karte endet mit: Du bist wertvoll und wirst gehört.

Perfekt!

Jedoch ist das eine Verhaltensumstellung und ich denke nicht unbedingt daran, wenn es denn mal soweit ist und ich hatte die Karte einmalig lesen dürfen und dann kam sie in die kleine Box für alle Regelkarten. Die Überschrift hatte ich noch im Kopf: "Umgang mit Streit", aber den Rest nicht wirklich und als ich dann ein paar Tage später Redebedarf hatte, kam mir nicht in den Sinn diesen anzukündigen, sondern schrieb es Monsieur nachts, bei Skype, als er schlief, um es nicht zu vergessen.

Am nächsten Morgen schmiss mich Monsieur unsanft aus dem Schlaf. Er machte einfach das Licht an und befestigte die Plakette mit 1 darauf samt Streitkarte an meinem Halsband und erklärte mir dabei, dass ich hätte wissen müssen, dass ich den Gesprächsbedarf anders anzukündigen habe, er jetzt aber wirklich keine Zeit habe weiter darauf einzugehen und ich beides, Plakette und die ganze Karte, bis zu unserem Gespräch tragen müsste. Es sei ja auch eine gute Erinnerung für ihn. Und schon war er wieder weg und ich saß vollkommen verdattert da und musste das erst einmal im Kopf sortieren und begreifen.


Tolle Wurst! Dafür war die Öse also auch gut geeignet!

Wenn ich nur zuhause bleiben müsste, wäre das ja nicht so schlimm, aber nein, ich musste natürlich raus und hatte immer Sorge, dass man sie sehen könnte, auch wenn mein Pulli hochgeschlossen war. Ich klapperte damit herum wie ein Hund! Also griff ich mir ständig panisch in die Richtung, um mich zu vergewissern, dass sie weiterhin unsichtbar blieb.

Wir kamen später drauf, dass wir eben ein unterschiedliches Verständnis für das Wort "Streit" haben und änderten die Karte nun auf: Redebedarf 

Das System finde ich fantastisch, alleine schon, weil das Halsband so an Sinn gewinnt und mir dadurch auch wieder mehr mein Platz gezeigt wird. 

Ich finde es sooooo wichtig meinen Platz zu spüren, denn das gibt mir Sicherheit und Halt. Dann kann ich gefestigt in die Welt hinausgehen und bin selbstbewusster.

Auch bin ich dankbar dafür, dass Monsieur sich Gedanken macht und so gute Ideen hat. Mal sehen, was für Karten noch hinzu kommen, denn bisher sind es nur eine Hand voll. 

Mittwoch, 10. April 2024

DIE perfekte Sklavin

 Ich wurde kürzlich gefragt, ob wir nicht doch mal wieder zum Stammtisch kommen möchten. 

Früher ging ich regelmäßig alleine hin und fand es ganz toll dort, jedoch ist das nun auch bereits mehr als 15 Jahre her und die Menschen haben sich verändert, jedenfalls die virtuellen Leute, die ich im Chat und auf Webseiten so erlebe und wie ich finde, nicht zum Besseren, wobei ich das gerade pauschalisiere, es jedoch immer wundervolle Ausnahmen der Regel gibt.

Ich mag die Kleingärtnermentalität nicht.

Früher traf man sich auf Partys oder Stammtischen und quatschte wild herum, egal welche Neigung man hat, egal welchen Beruf oder welches Alter.

Jedem war klar, dass wir Menschen sind und uns als Menschen gegenübertreten und eine gemeinsame Leidenschaft haben.

Heute gibt es DAS perfekte Bild einer Sklavin. DIE perfekte Sklavin.

Was mich ehrlich gesagt traurig macht, denn jeder hat eine andere Vorstellung davon im Kopf und meint, dass seine die richtige ist und wenn dann mehrere mit demselben Bild im Kopf aufeinandertreffen, fühlen sie sich erst richtig im Recht und überschlagen sich darin festzulegen, wie DIE perfekte Sklavin zu sein hat.

In einer Zeit, in der alle nach Toleranz und Akzeptanz (Vorsicht! Da gibt es einen Unterschied.) schreien, sind viele nicht fähig, genau das anderen Menschen gegenüber zu zeigen, geschweige denn zu empfinden, weil sie ja das einzig wahre Bild im Kopf haben.

Früher gab es das so nicht, oder es ist mir nicht so begegnet und ich hatte viele Kontakte und Gespräche.

Einzig Demut und Gehorsam ist ausschlaggebend für eine Sklavin, würde ich sagen, wobei natürlich verschiedene Meinungen immer ihre Berechtigung haben, nur eben nicht für alle gilt.

Die Ansprüche, vor allem anderer Sklavinnen, sind manchmal gigantisch hoch und ich vermute dann immer, dass frische Sklavinnen, oder eben nicht so ausgeprägte Sklavinnen, oder Sklavinnen mit Vorgeschichte, dann ihre Probleme damit haben und sich unzulänglich fühlen, oder als Versagerin. 

Das macht mich traurig.

Statt zu ermutigen, dass jede Sklavin eben andere Talente und Prägungen hat, andere Dinge mag oder Tabus hat, wird fürchterlich viel vorausgesetzt. 

Woran ich mich dann noch mehr störe ist, dass jede Sklavin einen anderen Herrn hat und dieser Herr bestimmt. Nicht was andere Herren oder andere Sklavinnen als DIE perfekte Sklavin festlegen, sondern ausschließlich was ihr Herr als perfekte Sklavin definiert, sollte das Maß der Dinge sein. 

Beispiel ist die berühmte Kleiderregel.

Oft werde ich danach gefragt, oft wurde ich danach gefragt und bei nahezu jedem DS Herrn ist das ein Thema.

Ich hatte drei Herren im Leben und da zeigt es sich ganz deutlich.

Mein Ex-Ehedom war ganz klassisch drauf. Im Schritt immer frei und offen zugänglich, Absätze 8cm und mehr, nie weniger, keine Hosen, auch nicht im Winter. Wer öfter Overknees trägt weiß, wie sehr sie rutschen und wie oft man daran herumfummeln muss!

Ich lernte ihn kennen, da war ich gerade mal ein paar Tage 20 Jahre alt und noch total unbeleckt. Ich musste für ihn meine Kleidung zerschneiden und wegwerfen, was nicht in sein Schema passte. Wir schauten es zusammen durch und weg damit.

Davor war ich immer in Jeans, T-Shirt, Turnschuhe unterwegs, da ich quasi unter Männern aufgewachsen bin und in meiner Familie jeder nur Jeans, T-Shirt und Turnschuhe trug. Meine Mutter verstarb ja früh, daher fiel diese weibliche Linie in meinem Leben schnell weg.

Das war ein harter Umstieg, aber so wollte ich es ja.

Ich betone immer sehr gerne, dass man sich als Sklavin den Herrn aussucht und das die letzte freie Entscheidung ist, daher sollte man ihn sich gut aussuchen und darauf achten, dass die Ansprüche erfüllbar sind und zu einem passen, denn sonst macht man sich unglücklich. Kein Mensch kann permanent gegen seine Natur gehen und Dinge machen, die ihn widerstreben und/oder anekeln oder dergleichen. 

Damit meine ich keinesfalls, dass das nie vorkommen sollte! Im Gegenteil! Ich liebe das Thema Grenzüberschreitung, Grenzverschiebung usw. 

Was ich anspreche ist eher das Thema, wenn Dein Herr Dir total gerne Ohrfeigen gibt und Du findest es absolut schmerzhaft in der Tiefe Deiner Seele, oder es löst Trigger aus, dann kann das anfangs toll und spannend wirken, wenn Du Dich jedoch nicht daran gewöhnen kannst und es für immer fürchterlich finden würdest, hast Du ein großes Problem. Das belastet dann auch andere Bereiche Deiner Beziehung.

Theoretisch kann man sich an alles gewöhnen, praktisch gibt es jedoch immer Dinge, die einem nie liegen werden. Man sollte im Idealfall so selbst reflektiert sein, um es unterscheiden zu können.

Aber das muss wohl auch jeder selber mal erfahren haben. In der Theorie sieht ohnehin alles anders aus, als es sich dann praktisch wirklich anfühlt. 

Mein nächster Herr war da lockerer und erlaubte Hosen, wenn ich darum bat und er es für angebracht hielt, wobei ich mittlerweile nur noch Kleider und Röcke trug und Hosen lediglich für Sport, oder an kalten Tagen Unterhosen und Strumpfhosen trage. Bevor ich das Haus verließ, hatte ich ihm ein Bild zu schicken, auf dem ich komplett zu sehen bin, also alles was ich anhabe. Die Schuhe waren ihm egal.

Mein Ex-Ehedom hielt Strapse, Spitzenunterwäsche und die klassischen Dessous für absolut heiß und wünschenswert, der Ex-Herr fand es überflüssig, wobei ich das angenehm fand, denn nach all den Jahren mochte ich lieber von innen betrachtet werden, statt meiner Äußerlichkeit.

Ihm war es dann aber wieder wichtig, dass ich meine Beine immer leicht gespreizt hielt und sie nicht übereinander legte. 

Es ist entspannend, wenn der eigene Herr nicht so viel Wert auf die Kleidung seiner Sklavin legt und bequem auch noch. Früher hielt ich es für wichtig und ich war trotz 12cm Absatz auf dem Spielplatz am Rennen und rutschte auch und machte jeden Mist mit, jedoch wäre es sicherlich schöner gewesen, wenn ich flache Schuhe getragen hätte und es einfacher wäre sich zu bewegen. 

Ein Traum von meinem Ex-Ehedom war es, dass ich meine Fersen nicht mehr auf den Boden bekommen würde. Ich bin sehr gerne barfuß unterwegs und eher eine Hippie-Seele, die den Boden spüren möchte, aber respektierte seine Wünsche natürlich.

Als ich das nächste Mal solo war, schrieb ich direkt im Profiltext, dass ich keine Barbiepuppe bin und ich hatte bereits im Kopf, was mir wichtig ist, was ich bereit bin zu leisten und was nicht.

Wenn ich vollkommen hinter dem stehe, was mein Herr verlangt, kann ich umso besser dienen, als wenn ich mich immer überwinden muss, gegen meine Natur gehe und in Wahrheit das und das ablehne.

Ich hatte und habe also im Kopf, was mir bei einem Herrn wichtig ist und was für eine Sklavin ich bin. Ich weiß was ich kann und was ich nicht mag und wo man meine Grenzen verschieben kann und was mir den Alltag zu mühsam macht.

Mich schrieb zum Beispiel ein Dom an und meinte: "Natürlich müsstest Du Dich jeden Tag nach meinen Vorstellungen und Wünschen schminken!"

Warum ist das natürlich? Nur weil es sein Bild einer perfekten Sklavin ist, ist es natürlich so?

Ich halte lieber Abstand von Herren, die etwas als selbstverständlich und natürlich betrachten und nicht einmal ahnen, dass es eben auch andere Sichtweisen, Ansprüche und Forderungen gibt, es also nicht natürlich ist, sondern seine eigene Vorstellung.

Ich kann mich schminken, mache es gerne mal, um Monsieur zu beglücken, auch wenn er darauf wenig Wert legt und eher dahinter meine Bemühung sieht, ihm zu gefallen und Freude zu machen. 

Ob ich mich jeden Tag schminken kann, wenn der Alltag total streßig und chaotisch ist, wüßte ich nicht, mich schreckte jedoch das Bild ab, dass es sich um einen Dom handelt, der nicht selbstreflektiert ist und zu viel voraussetzt, ohne es zu kommunizieren, nur weil er es eben so sieht und meint, dass alle anderen es ebenso sehen. (Nein, ich habe es nicht an diesem einen Satz alleine festgemacht, ich wurde dadurch lediglich hellhörig.)

Monsieur war wieder eine ganz andere Sache, denn er legt keinen Wert auf meine Kleidung. Also den Kleidungsstil vielleicht, aber nicht, ob ich nun Hosen oder Unterhosen trage. Ich denke, ihm ist es auch egal, wenn ich mit meiner Sporthose raus gehe, Leggings anziehe oder sonst was.

Wir hatten beide schon immer im Kopf, dass eine Sklavin nackt zu sein hat. Keine Dessous, keine Kleider, höchstens Manschetten und Bänder, geschmückt mit ein paar Ketten.

Wenn es zu kalt war, durfte ich Wollsocken und einen XXXL Hoodie tragen. Mehr braucht es nicht.

Das war nun ein Beispiel anhand von Kleidung und jeder Herr war und ist anders.

Jeder Herr hat ein eigenes Bild seiner Sklavin.

Es gibt DIE perfekte Sklavin nicht.

Jede Sklavin hat eigene Talente und Vorzüge und Dinge, die sie mag und verabscheut.

Dadurch ist jede Sklavin ebenso eine Sklavin wie eine andere, solange sie bemüht ist zu gehorchen und im besten Fall demütig zu reagieren.

Dieses: "Eine Sklavin hat so und so zu sein. Eine Sklavin hat so und so zu reagieren." hat seine Berechtigung, seiner eigenen Sklavin gegenüber und sonst keiner, außer man hat die Erlaubnis, über sie zu bestimmen.

Dieses Vorschreiben, was andere wie zu tun haben, ist so ein Ego-Ding, denn eigentlich heißt es, dann weiß ich ja besser, was jeder wie tun soll und nur meine Sicht ist die richtige.

Wenn ich gefragt werde, welche Kleidung ich tragen muss, oder was für eine Kleiderregel ich habe, kommt immer Enttäuschung auf, weil sie eben nicht der der O entsprechen, sondern den Ansprüchen meines Herrn und der legt mehr Wert auf andere Dinge, wie zum Beispiel Bildung und Gehorsam. 

Es ist ihm wichtiger, wie ich mich ausdrücke und auftrete, als was ich am Leib trage.

Und ich liebe diese Vorstellung einer Sklavin.

Es wäre fantastisch, wenn mehr Herren auf die Netiquette achten würden, die eigene und die ihrer Sklavin und weniger sich in die Erziehungsformen anderer einzumischen. 

Jeder kann sein BDSM leben, wie er möchte, da gibt es doch kein richtig und falsch. 

Jeder hat seine Bilder im Kopf und es wäre fantastisch, wenn man diese schlicht beschreiben würde, statt sie anderen aufdrücken zu wollen. Erkennen, dass es die eigenen Bedürfnisse und Vorzüge sind und sie nicht gleichbedeutend mit anderen sind. Dass jeder andere Farben, andere Geschmäcker, andere Jahreszeiten mag und eben auch andere Dinge im BDSM Bereich und es dennoch immer z.B. eine Sklavin ist, auch wenn sie nicht dieselben Verhaltensregeln hat wie Du.

Jede Sklavin gibt ihr Bestes und versucht DIE beste Sklavin ihres Herrn zu sein, nach seinen Ansprüchen und Bedürfnissen und das macht sie aus und das ist ihr Wert, vollkommen egal, wie andere es ausleben und was sie darüber sagen. Solange Du Dich bemühst es Deinem Herrn recht zu machen, bist Du eine perfekte Sklavin und wenn Du ab und an ausrutscht oder Dir einen Fehltritt erlaubst, auch dann bist Du es noch, denn Bemühen ist nicht gleichbedeutend wie perfekt sein, sondern zeigt Deinen Willen dahin zu kommen und Dein Herr arbeitet vermutlich gerne mit Dir daran, denn das ist doch ein wichtiger Teil eurer Beziehung.

Jede Sklavin ist gleich viel wert, egal wie sie sich anstellt. 

Donnerstag, 4. April 2024

Relevanz

 Ich bin wieder fit und Monsieur genießt es. 

Mit den Kaffeegutscheinen habe ich gestern für Chaos gesorgt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich die einzige Sklavin bin, die manchmal so ein Durcheinander stiftet, aber Monsieur hat perfekt reagiert.

Eigentlich waren es ja zwei Gutscheine und ich hatte einen bekommen, weil ich an einem Sonntag keinen Kaffee trinken konnte, aus gesundheitlichen Gründen und Monsieur weiß wie wichtig er mir ist, also gab es eben besagten Gutschein für einen Kaffee.

Der andere lag bei ihm auf dem Schreibtisch und ich lief mehrfach daran vorbei, bis ich nicht widerstehen konnte und ihn neben meinen verdienten Gutschein platzierte, in meinem Zimmer!

Ja, ich habe ihn geklaut...

Monsieur bemerkte es und kommentierte es vorläufig nicht weiter.

Gestern stand beim Frühstück an, dass ich meinen üblichen Tee trinken sollte, aber ich hatte partout keine Lust auf Tee! Nun hätte ich einfach lieb fragen können, oder ich hätte meinen berechtigten Gutschein benutzen können, wobei ich den eigentlich aufbewahre für einen Moment, wenn ich Monsieur nicht erreichen kann und sooo gerne einen Kaffee trinken würde. Was habe ich also gemacht? Den unverdienten Gutschein Monsieur gegeben :(

Er ist immer so gütig und findet eine Ausrede, warum das schon wieder in Ordnung geht, jedoch tut das meiner Erziehung nicht gut und es fühlt sich für mich auch nicht richtig an und darauf wies ich dann hin, denn später würde es ihn wieder in den Arsch beißen. Monsieur gestand sich ein, dass er zu weich ist und mir gerne etwas gönnt, aber ja, es hilft mir nicht weiter, also sagte er, entweder Tee, oder der unverdiente Gutschein wird gültig, weil ich dazu einen Pocket-Coffee runterwürgen muss. Ich beschrieb ja kürzlich, wie ekelhaft die Teile sind, also wurde der Kaffee, mit einem mal, sehr unattraktiv.

Monsieur verschwand in seinem Büro und ich fühlte mich maximal unwohl.

Ein unverdienter Gutschein ist nichts wert.

Den verdienten mochte ich nicht hergeben.

Tee wollte ich wirklich keinen.

Großes Durcheinander in mir.

Also war ich soweit gar nichts zu trinken, aber ich schrieb Monsieur (um ihn nicht zu stören und weil es leichter fällt zu schreiben, wenn man sich schlecht fühlt) meine Gefühle und mein Problem und dass ich es hasse, wenn ich solches Chaos verursache.

Es fühlt sich für mich wie ein Irrgarten im Kopf an und jede Abzweigung ist falsch.

Hinterher sehe ich ja eher, was ich hätte anders machen müssen, wie gesagt, einfach lieb darum bitten, aber das bringt in der Situation nichts mehr, das Kind ist bereits in den Brunnen gefallen.

Monsieur beruhigte mich, sagte, dass es kein Chaos gibt, dass es doch ganz einfach ist. Ein Gutschein ist nur etwas wert, wenn er ihn validiert und sonst ist es nur ein hübsches Bild. Er kann mir immer einen zuweisen, oder eben nicht, das liegt immer in seiner Hand und wenn er mir einen Kaffee gönnen möchte, weil er mir gerne etwas Gutes tun möchte, dann ist das auch Grund genug und er möchte mir jetzt einen Kaffee erlauben, ohne sich rechtfertigen zu müssen und das Thema sei durch. Während dieser Ansprache durfte ich zwischen seinen Beinen knien und meinen Platz fühlen, was mich ungemein beruhigte und alles wieder gerade rückte.

Wie ich immer gerne predige, knien ist die Lösung für alles :) Ok, ok, es gehörte natürlich seine Zurechtweisung dazu, die aber viel weniger Wirkung ohne meine Position gehabt hätte.

Ich weiß dass er nicht so reagieren möchte, wie ich es mir vorstelle, also zum Beispiel beim ersten Blick auf den geklauten Gutschein, sondern souverän bzw. gar nicht. Es ist nicht sein Ding, auf jede Aktion eine Reaktion zu liefern. Provokationen laufen deshalb vollkommen ins Leere. Oft war und manchmal ist das sehr frustrierend für mich, andererseits lerne ich dadurch andere Wege zu finden, die seinem Wesen näher kommen. Einfach lieb bitten, am Besten auf Französisch in diesem Fall, oder wenn ich merke, dass ich provozieren möchte, statt dessen mein Bedürfnis verbalisieren und ihm die Chance geben, etwas dagegen zu tun. 

Bedürfnisse erkennen finde ich nach wie vor sehr schwierig. So viele Jahre habe ich sie komplett ignorieren müssen und verlernt, sie zu empfinden. Monsieur hilft mir dabei und belohnt mich auch immer, wenn ich mich richtig verhalte. Nicht nur durch Worte, sondern vor allem durch körperliche Nähe. Wenn ich brav bin, er sich wohl fühlt, weil ich mich gut verhalte und ihm mitteilen kann, was gerade in mir vorgeht, dann kommt er sehr oft vorbei und umarmt mich, streichelt mich, liebkost mich.

Wenn ich leise in sein Büro komme und mich neben ihn knie, betont er, wie sehr es ihn freut, dass ich vorbei komme und wie gerne er mich da hat.

Ja, das klingt nun wirklich recht soft, andererseits hat er mir kürzlich so seine Hand in den Rachen geschoben, dass mein Zäpfchen was abbekommen hat. Also werden beide Seiten angesprochen, nicht nur die zärtliche :)

Ich bin noch weit davon entfernt nicht zu provozieren, weil es ein Automatismus ist, leider.

Somit habe ich ihn mehrfach verärgert, weil ich ihn kitzelte. Klingt doof, ist aber so. Er ist fürchterlich kitzelig und mag es nicht...

Da wir hier keine wirklichen Strafen haben, nein andersherum.

Monsieur schlägt mich wann er will, wie er will, wie ihm gerade die Lust steht und deshalb finde ich Schmerz als Strafe vollkommen unpassend, denn es macht für mich, da ich nicht maso bin, keinen Unterschied, ob er mich schlägt, weil er es genießt, oder weil es eine Strafe ist.

Monsieur sagt gerne, er braucht dafür keine Ausreden und Begründungen, wie zum Beispiel eine Strafe, er kann mich einfach so schlagen.

Manche Herren verstehen sein Denken nicht, wir hingegen verstehen nicht, warum man sagen muss, dass die Sklavin dies und das nicht richtig machte und deshalb x mit der Gerte bekommt. 

Hinter jedem Fehltritt einer Sklavin, die ja eigentlich gehorchen und alles richtig machen möchte, steht also eine Begründung, ein Bedürfnis. Warum strafen, wenn man dadurch nur dieses Fehlverhalten mit Aufmerksamkeit und einer Reaktion belohnt? Es war schwierig für mich, das immer einzusehen. Zwar war es schon immer so, dass ich nicht verstand, warum Sadisten durch Züchtigungen bestrafen, wenn sie dann beim Sex z.B. ebenso zuschlagen, es also keinen Unterschied gibt und nun kommt mir nicht mit: "Dann nehme ich für die Züchtigung immer nur das eine Schlagwerkzeug und gestalte es eben anders, als wenn ich sie aus Lust heraus schlage." denn für mich macht das überhaupt keinen Unterschied. Schmerz ist Schmerz, ob als Strafe oder Lust, egal! Das hält mich also nicht davon ab, etwas zu tun, denn ich werde ja ohnehin geschlagen, ob als Strafe oder Lust.

Aber wenn es auf einmal heißt: "Sklavin, warum hast Du das getan? Du möchtest dienen und mir gefallen, warum verärgerst Du mich dann?", tja, dann fühlt man sich ertappt, bekommt ein schlechtes Gewissen, hinterfragt das eigene Verhalten und warum man es getan hat. Jedenfalls ticke ich so und aus diesem Grund heraus hat Monsieur nun kleine Zahlen auf Plaketten angeschafft!


Ich bin keine Brat, also provoziere ständig oder dergleichen! Aber mir wird es schon mal schnell langweilig und Monsieur ist eher der ruhige Typ, weshalb ich ihn ja auch liebe, also muss man beachten, ich will gehorchen, brav sein und für ihn die perfekte Sklavin sein. Wenn ich das nicht bin, weil ich einen kurzen Moment übermütig bin, dann ist das schon mal in Ordnung, denn er nennt mich gerne seinen kleinen Kobold, jedoch sollte es keine Überhand nehmen und ich soll erinnert werden, dass es eben nicht in Ordnung war.

Für jedes Mal bekam ich heute eine Plakette. Also 1+2, weil ich ihn zweimal kitzelte...

Nun kann ich, durch gutes Verhalten, die Dinger wieder weg bekommen. Ich klimpere herum wie ein Hund, mit seiner Hundemarke und das Tassoplakette... und ich mag nicht, dass die jemand sieht, weil ich keine Fragen beantworten möchte, wobei das Monsieur freuen würde, sagte er bereits.

Sie sollen mich daran erinnern, dass ich mich besser verhalten sollte und beschämen mich. Ein Aushängeschild für mein ungutes Verhalten :(

Einfacher wäre es, sie durch Hiebe abzuleisten, jedoch mag Monsieur nicht einfach und Einsicht erlange ich dadurch auch nicht, also trage ich sie und werde durch jedes Klimpern wieder erinnert...




Montag, 25. März 2024

Totalausfall

 Seit Freitag bin ich leider ein Totalausfall und ich musste sogar in die Notaufnahme, was mich daran denken lässt, dass man immer seinen Schlüssel fürs Halsband dabei haben sollte, weil es jederzeit zu einem spontanen CT oder MRT oder sonstiges kommen kann und manchmal ist es Ärzten auch egal, ob das Halsband an einer Stelle ist, die komplett unbedenklich ist und für die Untersuchung/en keine Rolle spielt.

Ich hatte das wirklich schon, als mein Hals für die Lymphknoten am Hals abgetastet wurde, dass gefragt wurde, ob ich es ablegen kann und ich darum bat es doch anbehalten zu können, was auch respektiert wurde, jedoch ist das kein Muss.

Andererseits habe ich zum Beispiel bei meiner jährlichen Untersuchung immer die Erlaubnis, dass ich es anbehalten kann, obwohl es da wirklich Probleme machen könnte, aber mein Arzt, der Beste der Welt, findet das Patientenwohl extrem wichtig  und versucht, sich nicht daran zu stören.

Ich würde ihm sehr gerne sagen, was es mir bedeutet, dass ich es anlassen darf, jedoch ist das leider keine Option. Ich hoffe, er ahnt es. Nicht den Hintergrund vom Halsband, sondern meine Dankbarkeit.

So, aber nochmal drei Schritte zurück, schaut doch, dass ihr für den Notfall einen dabei habt und wenn es um die Kontrolle geht, dann werdet doch kreativ, zum Beispiel mit Siegelwachs, oder je nachdem woher ihr es habt, hat zum Beispiel Asxmar einen Ersatzschlüssel in einem Plexiglasröhrchen! Praktisch, oder? Dann wisst ihr, wenn jemand dran war und die Grenze ist natürlich höher, als wenn der Schlüssel blank ist.

Monsieur vertraut mir und ich denke selber nicht, dass ich es missbrauchen würde, also habe ich einen in meinem Geldbeutel. 

Bis ich gesund bin, wird es noch ein paar Tage dauern und da ich Sonntag, an meinem Kaffee-Tag, keinen trinken konnte, sagte Monsieur, dass ich mir einen Gutschein gestalten darf.

Einer ist keiner und ich denke, dass ich mir nochmal einen verdienen kann in dem Zeitraum, also machte ich erst einmal zwei Stück und ich denke, dass noch ein paar folgen werden.




Jetzt gerade sehe ich, dass der Zuckerwürfel auch noch ein Gesicht braucht! 

Da ich ohnehin gerade nicht viel machen kann, bin ich mal weg und schenke ihm ein Lächeln :)

P.S. Ja, ich habe extra Gut-Schein geschrieben, als Wortspiel!

Montag, 18. März 2024

Dankbarkeit

 Ich bin Monsieur sehr dankbar.

In den letzten Monaten hatte ich ihm oft geschrieben, dass ich den Monsieur vermisse, den ich damals kennen und lieben lernte und dass er heute so anders ist.

Monsieur war mit der Situation auch unzufrieden und ich hatte erfolglos versucht, ihm zu helfen.

Mittlerweile hat er eine 180 Grad Wende vollbracht und ist wieder der fürsorgliche, angenehme und liebenswerte Mensch, den ich so vermisst habe. Er umsorgt mich, ist für mich da und schaut, dass es mir gut geht, was ich zuvor eher einseitig von meiner Position heraus empfunden hatte.

Es sind die Kleinigkeiten, die so gut tun, zum Beispiel, als es mir Freitag nicht gut ging und er meinte, dass wir morgen zu Boesner (Kunstbedarfladen mit allem was man sich nur vorstellen kann!) fahren können und das taten wir dann auch. AM Eingang schnappte ich mir ein kleines Körbchen, denn eigentlich brauchte ich nur eine Farbe und zog los. 

Monsieur zieht es eher zu den Büchern und so streunern wir alleine herum und zeigen uns später unsere Schätze.

Ich steckte mir die Farbe ins Körbchen und noch andere Kleinigkeiten, hatte mich erinnert, dass einige meiner Tinten schlecht gewesen waren und suchte mir eine neue aus, fand ein tolles Skizzenbuch, solchen Kram eben und dann fand ich ihn in der Buchabteilung und stellte mein Körbchen zu seinem und schaute mich auch dort um.

Monsieur befand meinen Einkauf als sehr bescheiden und ich durfte alles behalten :)

Sonntag wollte ich zum Brötchenholen los und fragte, was er sich wünscht. Seine Antwort war für den Moment perfekt. Ich solle ihm etwas Nettes aussuchen und kann gerne Kuchen mitbringen, wenn noch guter vorhanden ist.

Ich taperte hin und oh Glück, oh Wunder, noch alle Brötchensorten, die wir mögen, waren da und ich bekam sogar meinen Lieblingskuchen und den, der Monsieur am besten schmeckt. Das ist Lebensfreude pur!

Aber viel wichtiger sind mir die kleinen Gesten und Momente, wenn er einfach zu mir kommt und sagt, er müsse mich mal drücken, was nun mehrfach am Tag geschieht, oder wenn er sich an den Tisch setzt und alles für ein Zvieri (Zwischenmahlzeit) ausbreitet, ich mich wortlos an meinen kleinen Tisch auf dem Boden setze und ihm meinen Zeller reiche und er fürsorglich für uns beide Eine Stulle macht, ohne ein Wort, einfach so und sie zu mir runter reicht.

Oder als ich einfach zu ihm ins Büro kam, mich hin kniete und meinen Kopf an sein Bein lehnte und er dann sagt, wie sehr es ihn freut, wenn ich vorbei komme und ihn "besuche".

Das ist Balsam für die Seele und genau was ich im Moment dringend brauche und aufsauge wie ein trockener Schwamm und voller Dankbarkeit antworte und reagiere.  Diese wohlwollende Achtsamkeit, die meine Bedürfnisse sieht und wahrnimmt, die ich selber nicht formulieren kann, aber dadurch dazu lerne.

Es entstehen dann auch endlich Situationen, mit denen wir beide besser umgehen können, wie gestern, als ich noch einen Film zu Ende sehen wollte und Monsieur lieber ins Bett gehen wollte.

Normalerweise hätte ich nichts gesagt, den Film geschaut und wäre im Wohnzimmer hängen geblieben, weil ich ihn nicht hätte wecken mögen und eventuell hätte ich dann sogar dort geschlafen, auch wenn er sagt, ich soll ihn wecken und ins Bett kommen.

Dieses Mal äußerte ich mein Problem und er reagierte nicht genervt, sondern meinte, dass er sich dann eben einen Wecker stellt und ich so oder so ins Bett kommen kann, weil er wach sein wird.

Als der Film zu Ende war, haderte ich bereits mit mir und wußte nicht so recht, was ich nun machen sollte, als ich auch schon seinen Wecker hörte und beruhigt ins Bett gehen konnte und wir beide zufrieden waren, denn es ist ihm zunehmend wichtig, dass die Kette nachts auch wirklich abgeschlossen wird.

Sogar unser Abendritual haben wir wieder eingeführt, in dem ich vor ihm knien darf und warte, bis ich ins Bett darf. Monsieur lobt mich dabei immer für den Tag und was ich Gutes gemacht habe und für mich als Selbstverständlichkeit untergeht. Diese positive Bestärkung ist unendlich wertvoll, da ich meine eigene Leistung immer übersehe, oder als selbstverständlich betrachte.

Im Moment konzentriert er sich eher auf solche Dinge und erschafft ein warmes, wohliges Umfeld, in dem ich endlich Ruhe finde, meine Mauern abbauen kann und anschmiegsam und weich werden kann, was für eine gute Sklavin dringend nötig ist. Er erschafft nach und nach Vertrauen und bekommt so auch eine Sklavin, wie er sie sich wünscht.

Mit der Fahrt zu Boesner zum Beispiel hat er nicht nur mir einen Wunsch erfüllt, denn ich liebe es dort zu sein! All die Möglichkeiten! Wundervoll! Sondern unterstützt auch meine Fähigkeiten aktiv, indem er mir Möglichkeiten erschafft und an mich glaubt.

Natürlich übernimmt er dadurch auch die Führung, denn er bestimmt, wohin wir gehen, was wir machen, was ich esse, was ich lese, womit ich mich beschäftige usw. Es ist im Moment einfach perfekt für mich und ich fühle mich so wohl wie ewig nicht!

Meine Dankbarkeit versuche ich durch mein Verhalten auszudrücken und brav zu sein, vorausschauend zu denken und ihm möglichst viel abzunehmen, so dass er sich mindestens so wohl fühlen kann, wie ich es tue. Dennoch ist das nicht genug und ich bin in Gedanken immer auch dabei, dass ich überlege, was ich noch tun kann.


Freitag, 8. März 2024

Weltschmerz

 Ist es nicht toll, dass die deutsche Sprache für alles ein Wort hat?

Weltschmerz ist, was mich im Moment plagt und gefühlt Monsieur auch. Es passiert so vieles da draußen und nur das Wenigste davon ist positiv, umso wichtiger ist, dass man es sich daheim schön macht.

Mir fällt immer mehr auf, wie sehr ich runter fahre, entspanne, Ruhe suche und wieder ein eigenständiger (nicht im Machtgefälle betrachtet) Mensch werde.

So sehr, wie mich die letzten Jahre schlauchten und beanspruchten, so dass nahezu permanent Notstand in mir herrschte, so sehr genieße ich es nun, einfach Ruhe zu haben. 

Jahre, in denen ich als Mutter zusätzlich für meine Gesundheit und mehr kämpfen musste und all das was zuvor passiert war, man funktioniert nur noch, ist im Überlebensmodus und selbst in den kleinen Pausen hat man keine Gelegenheit um wieder runterzufahren.

Jetzt ist sie aber da, die Zeit, in der ich endlich Frieden und Ruhe finden kann. Und ja, das wird noch einige Zeit beanspruchen, immerhin stand ich fast mein gesamtes Leben unter Druck und musste kleine und große Katastrophen und Schicksalsschläge hinnehmen, so dass man nicht einmal die Chance hat etwas zu verarbeiten.

Das wirklich Schöne ist, dass auch Monsieur runterfährt und wir wieder einen Einklang finden, der uns, seit wir zusammen gezogen sind, gefehlt hat. 

Heute gingen wir zum Beispiel mit dem Hund spazieren, saßen auf einer Bank in der Sonne und Monsieur las etwas und ich schaute dem Hund zu, sah mir die Bäume an, freute mich über die vielen Blüten überall und er fragte, ob ich nichts zum Lesen dabei hätte?

Natürlich habe ich auf dem Handy die Kindle App und kann überall lesen, zusätzlich hatte ich das Tablet dabei. Monsieur hat mir extra eine neue Hülle bestellt, weil ich es mit der guten Lederhülle nicht mitnehmen wollte, dann dachte ich mir, dass die Öffnungen nun alle frei liegen, wenn es in meiner Tasche ist und vollkrümeln können, also bat ich noch um eine zusätzliche Tasche und bekam auch diese, also hatte ich es heute voller Stolz eingepackt, denn damit kann ich lesen und zeichnen, je nachdem wonach mir die Lust steht.

Jedenfalls antwortete ich, dass ich natürlich lesen könnte, jedoch nicht möchte, da ich einfach mal da sitze und nichts mache.

Ich hatte verlernt nichts zu tun und habe in den letzten Monaten entdeckt, wie gut es tut, einfach mal dazusitzen und Löcher in die Luft zu starren, ok in Wahrheit schaue ich meine Umgebung an und genieße die Stille.

Durch mein eigenes Zimmer bemerkte ich, dass es wirklich schön ist, wenn man in einem ruhigen Raum lümmeln und lesen kann.

Zum Verständnis, ich habe praktisch noch nie alleine gelebt. Immer waren Menschen um mich herum, immer laut, Lärm und jemand will was von einem und wenn es nur ein Gespräch ist.

Einfach mal für mich sein, herrlich!

Also saß ich so da und hatte das Bedürfnis zu erklären, was ich da mache und dass es eigentlich eine Art von Regeneration ist. 

Monsieur kennt mich, kennt meine Lebensgeschichte und hörte sich das an, verstand mich und, das fand ich total spannend, las erst noch etwas weiter, legte es dann auch weg und schaute auch einfach die Natur an.

Wir wachsen im Moment mehr zusammen. Monsieur lernt mit mir Französisch, wobei das falsch klingt, denn er kann es bereits. Ich meine, er hilft mir nun aktiv. Zuvor habe ich lediglich über Duolingo alleine geübt und nun unterstützt er mich aktiv. Dafür bin ich ihm dankbar und dafür, dass er mir Zeit lässt, dass er mir, gefühlt, beim zu mir zurück finden zuschaut und mich unterstützt, wenn er es für angebracht hält.

Er geht nun öfter morgens mit dem Hund raus und sagt, ich soll noch was liegen bleiben. Fantastisch! Im Bett bleiben, noch was lesen können! Dadurch machen mir die restlichen Tage weniger aus, wenn ich morgens gehen darf. Ich mag es einfach nicht, wenn ich morgens aufstehe, mich fertig mache, mit dem Hund raus, Tiere füttern, dann ist es schon fast mittags. Es nimmt so viel Zeit in Anspruch, aber wenn es nicht jeden Tag ist, gehe ich entspannter an die Sache ran und es macht mir nichts aus.

Wir haben gemerkt, dass ein fester Tagesplan einfach nicht funktioniert, weil so viel von den Tieren schon festgelegt ist und dann natürlich immer etwas dazwischen kommen kann, wie zum Beispiel, dass man jemanden auf der Hunderunde trifft und sich verquatscht.

Monsieur schreibt mir oft morgens einen Brief, in dem steht dann was ich erledigen soll. Vom Haushalt schreibt er nichts, weil er weiß, dass ich da eher zu viel mache, also schreibt er, dass ich in dem und dem Buch lesen soll, dass ich eine Zeichenübung machen soll, dass ich mich in die Sonne setzen soll oder dergleichen, denn das kommt bei mir oft zu kurz, oder eher kam, denn, vielleicht durch seine Einwände auch, mittlerweile achte ich mehr darauf!

Ich fühle mich von Tag zu Tag wohler, auch weil es mehr DS gibt. Lange nicht genug, jedoch Schritt für Schritt. Monsieur weiß auch, dass es mir wichtig ist, dass man langsam geht, bevor man versucht zu rennen und hinfällt. Das Letzte was ich im Moment gebrauchen kann ist Druck, den mache ich mir selber schon und versuche davon wegzukommen. Statt: "Das muss ich durchziehen, damit es erledigt ist!" übe ich mich in: "Ich mache jetzt diese Sache und dann kann ich mich hinsetzen und in Ruhe ein wenig lesen und wenn die Sonne scheint, dann mache ich es umgekehrt!" 

Genug erledigt bekomme ich in jedem Fall und falls nicht, dann ist Monsieur der Erste, der sagt, dass das doch ok ist und ich nicht so streng mit mir sein soll.

Ja, nicht so streng mit mir sein ist so ein Ding. Wenn Monsieur sagte, ich soll die Küche nicht machen, weil ich schon viel gemacht habe und er sie machen möchte, aber erst etwas später, weil er vorher noch zu tun hat, dann habe ich es trotzdem gemacht, damit es erledigt ist, damit er es nicht machen muss, damit es nicht rumsteht. Aber ich habe mich über sein Wort hinweggesetzt, er hat keine Wirksamkeit daraus ziehen können, ich habe zu viel gemacht und keiner ist glücklich. 

Das bekomme ich nun auch in den Griff. Zwar frage ich noch mehrmals, ob ich es wirklich nicht machen soll, aber er sagt, nein, ich soll es stehen lassen und dann lasse ich es stehen und fühle mich nicht gut, aber doch auch gut, weil ich mich an Monsieurs Worte halte. 

Das hatte sogar zur Folge, dass ich eine Belohnung bekam und Monsieur sagte, ich bekomme einen Orgasmus, also hatte ich extra die Geschichte der O angemacht, auf Französisch, wie er es mag und mich gefreut. Keine Ahnung wie ihn das so beflügeln konnte, jedenfalls holte er nach meinem Orgasmus den Stock und verpasste mir ein paar Hiebe. Er meinte, dass man so eine Sklavin in Besitz erkennen würde, anhand ihrer Striemen. Entweder werde ich immer weicher, oder er schlägt härter zu und da man teilweise noch am nächsten Tag leicht was sieht (bei mir ist das eine große Ausnahme), denke ich, dass er härter schlägt. 

Oder ich bekam einen besonderen Tee morgens hingestellt und nicht eine meiner üblichen durchgetakteten Teesorten. Also ein kleines Highlight, wodurch er auch zeigen kann, warum ich Tee trinke und wer entscheidet welchen Tee es gibt.

Zum Weltfrauentag mag ich lediglich einen Gedanken äußern:

Emanzipation bedeutet, dass Frauen so leben können, wie sie es wünschen und wenn eine Frau in vollkommener Abhängigkeit von ihrem Herrn leben möchte, dann ist das auch eine Form von Emanzipation, da es eine bewusste Entscheidung ist.

Diese Diskussion kann man zwar nicht mit Alice Schwarzer führen, ja das habe ich versucht, da sie abwinkt und nur ihre Form von Emanzipation akzeptiert, jedoch ist das, meiner Meinung nach falsch, denn jegliche Lebensart sollte erlaubt sein, so lange die Frau es sich wünscht. 

So lange das nicht in allen Köpfen verankert ist, haben wir noch viel zu lernen. 

Keiner sollte sich verleugnen müssen, nur um in das Bild anderer Menschen zu passen und andere Menschen sollten jeden so akzeptieren, wie er oder sie ist. 

Ob es sich dabei um Fetische, Gesinnungen aller Art, sexuelle Orientierung oder das gewünschte Geschlecht handelt, das sollte egal sein. Jeder möchte so akzeptiert werden, wie er/sie eben ist und das sollten wir doch ermöglichen können, so lange es keinem schadet und niemanden verletzt. 

Es könnte so einfach sein, jedoch ist selbst in unseren eigenen Reihen die Toleranz keine Grundvorraussetzung und so denken manche, dass nur ihr gelebter BDSM genau so der einzig richtige ist, nur ihre Sicht, die einzig wahre und es werden sogar nach wie vor andere Lebensarten beschimpft und nicht akzeptiert.

Ich bin sehr froh, dass ich mich real nicht mit solchen Menschen auseinandersetzen muss und virtuell einfach ignorieren kann.

Jeder wie er mag, so lange es keinen verletzt, keinem schadet und alle einverstanden sind, denn wir sind nicht auf der Welt, um andere zu beurteilen und über sie zu richten.


Sonntag, 3. März 2024

Schlafzimmer

 



Monsieur hat die Mango-Monde (Lampe links im Bild, rechts nicht im Bild) nun durch einen Sonnenuntergang-Spiegel ergänzt und ich finde, dass es ganz wundervoll aussieht!

Auch im Bild ist unsere Katze und natürlich Christian Grey Bear, natürlich stilsicher mit Anzug und Gerte.

Monsieur macht sich das Schlafzimmer schön und darüber hinaus auch den restlichen Bereich, soweit er es veränderungswürdig findet.

Lustig ist sein Stil, lieber schwarz und weiß (sogar die Katze passt in sein Schema), gerne auch Grautöne und mein Zimmer ist der totale Kontrast, alles möglichst passend, jedoch bunt und fröhlich. Wobei Monsieur sich sehr gerne in meinem Zimmer aufhält und betont, dass er sehr mag, was ich daraus gemacht habe. 

"Mein Zimmer" müsste man in Anführungszeichen schreiben, da es sich nicht um meinen Besitz handelt, sondern das Zimmer ist, das Monsieur mir zugesteht. Genau so drückte er es aus.

Jedenfalls finde ich es wunderbar, dass er nun von den eintönigen Nichtfarben etwas abweicht und Akzente setzt, eben durch die Monde, den Spiegel und das passende Buch, auch in Gelb, siehe Spiegel, bei dem es sich um eine Ausgabe der Histoire d'O handelt. 

Es geht ihm im Moment gut. Er hat wieder neue kreative Ideen entwickelt, zum Beispiel als ich einen Kaffee zum Frühstück trank und vorher nicht fragen konnte, ob ich ihn haben dürfe. Als er zuhause war, habe ich ihm die Situation erklärt und mir war klar, dass ich ihn dann eigentlich nicht hätte trinken dürfen, aber Monsieur hat in der Vergangenheit immer Verständnis geäußert und dann war das Thema durch. Dieses Mal jedoch nicht! Statt dessen sagte er, er überlege sich was und kam kurz darauf auf mich zu und erklärte, dass seine Lösung für diese Situation in Zukunft Pocket Coffee lauten würde. 

Wer das Zeug nicht kennt, es ist herbe Schokolade, die als solches schon schwer genießbar ist und im Kern befindet sich flüssige Kaffeeplörre, die schmeckt, als wäre sie frisch aus dem Abfallsieb einer Krankenhaus Kaffeemaschine gewonnen worden, samt sandiger Ablagerung auf dem Boden. Widerlich! 

Monsieur besorgte also besagte Abscheulichkeit und würgte genoss mit mir eine dieser deliziösen Pralinen, um sicherzugehen, wie wohlschmeckend sie sind. Ja, wir bekamen beide fast einen Brechanfall, wobei Monsieur direkt darauf grinste und seine Idee für recht wirksam befand. 

Ehrlich, ich hatte vorher angekündigt, die Dinger können mir nichts, ich werde sie einfach aus Prinzip genießen, damit ich in Zukunft weiter Kaffee trinken kann! Doch diese Idee und Kampfansage hielt nur so lange, bis ich reingebissen hatte...

Dienstag muss Monsieur früh raus und ist sehr lange unterwegs, daher besorgen wir ihm vorher ein Sandwich von Rewe und ich bekomme dann auch immer eins, zum Frühstück, um mir die Zeit schöner zu machen, denn ich genieße es immer sehr, wenn ich mal nicht etwas vorbereiten muss, sondern es schlicht fertig ist und die Verpackung einfach im Müll landet, also komplett keine Arbeit macht. Dann fiel mir, ich bin so froh!!!, direkt ein, dass ich besser jetzt schon nach einem Kaffee fragen sollte und Monsieur erlaubte es mir auch. Also ja, er ist weiterhin wohlwollend und nachgiebig, in einem etwas engeren Rahmen :)

Ich weiß nie wie ich es finden soll. Ich tue mich sehr schwer damit, viel erlaubt zu bekommen. Dann versuche ich seine Perspektive zu sehen. Er liebt mich, er möchte, dass es mir gut geht, also gestattet er viel. Zu viel, wenn es nach mir geht, jedoch bin ich nicht der Maßstab, sondern er. Aber Gefühle sind da, egal wie rational ich dagegen argumentiere, es bringt nichts. Mir ist es zu laff, zu locker, zu viel Freiraum, zu viel Entscheidungsgewalt, zu viel... 

Ich möchte nicht meckern, ich freue mich ja über den zusätzlichen Kaffee, jedoch ist es mir zu bequem. Dadurch frage ich mich oft, ob es immer so sein wird. Ob Monsieur ein Herr ist, der gerne bestimmt, aber auch gerne Freiheiten gönnt, die mir dann schon zu weit gehen. 

Im Moment erfreue ich mich einfach daran, dass er sich immer wohler fühlt und sich langsam wieder ausbreitet. Er hat auch schon ein neues Spielzeug bestellt. Für die Stahlgerte einen neuen Aufsatz. Der Stahlstab ist dicker und unflexibler und nach dem ersten Test findet er die alte Version besser. Schön ist ja, dass er sich nicht entscheiden muss, er hat  beide da und kann nach Belieben wählen.

Mal sehen, was für schöne Ideen ihm noch kommen werden, ich bin gespannt!



Mittwoch, 21. Februar 2024

Besser machen

 Um kurz auf meinen letzten Eintrag zurückzukommen:

Zwar konnte ich meinen kleinen Vorfall nicht ungeschehen machen, allerdings habe ich mir vorgenommen, das nächste Mal anders zu reagieren und ebenso wichtig, weil ich nichts rückgängig machen kann, habe ich mir in den nächsten Tagen noch mehr Mühe gegeben eine gute Sklavin zu sein. 

Monsieur möchte in der Realität ab und an eine Ansprache, findet es allerdings zu umständlich und sperrig, wenn man bei jeder kleinen Antwort, ein Monsieur dran hängen muss. Da bin ich voll bei ihm, denn früher hatte ich bei meinem Ex-Herrn die permanente Regel, bei ja und nein und anderen kurzen Antworten immer „mein Herr“ dranzuhängen, was zur Folge hatte, dass es echt bescheuert klingt, wenn man mehrfach hintereinander antworten muss und mich dazu brachte, statt dessen meine Antwort künstlich zu verlängern, damit ich mir nicht ganz so grenzdebil vorkam. Leider ist das Gespräch dann nicht mehr in einem natürlichen Fluss und ich konzentrierte mich mehr darauf, als auf den eigentlichen Inhalt. 

Anfangs hatte ich deshalb meine Probleme mit Monsieur, denn er hatte keine Regeln zum Thema Ansprache und hier und da meinte er: „Wie heißt das richtig?“ was dann zu einer Phrase wurde und nicht massiv nervte. 

Wann sollte ich es sagen, wann nicht? Es war vollkommen willkürlich aus meiner Sicht und frustrierte mich so massiv, dass ich ihn ebenso damit nerven wollte und auch regelmäßig fragte: „Wie heißt das richtig?!?“

Nicht Auge um Auge, sondern eher „weißt du wie es sich anfühlt?“

Daher bekamen wir überhaupt keinen Fluss und keine Konsequenz da rein und es war, für mich, nur noch mit Frust behaftet, bis wir nun mal wieder darüber sprachen und er sagte, dass er es für zu umständlich hält, immer Monsieur bei kurzen Antworten dranzuhängen und ich schaute ihn an, der Frust stand schon bereit, denn dann müsste ich jedesmal aufs Neue entscheiden, ob ich es nun wohl dranhängen muss, oder nicht?

Aber statt dass wir darüber stritten, wählte er einen schönen Vergleich: „Das ist wie würzen! Du kochst gut und würzt gut, ohne dass du Rezepte brauchst. Benutze es, wie du es beim Würzen machst und ja, mir ist klar, dass du anfangs noch Hilfe beim Regulieren brauchst, da helfe ich dir gerne.“

Fortan würzte ich eben und das funktioniert gut in meinem Kopf, weil man Gespür dafür bekommt und sonst eine Erinnerung. 

Durch die positive Reaktion angespornt, begann ich nun auch anderweitig zu würzen und begrüßte Monsieur z.B. wieder kniend an der Türe und Ähnliches. 

Leider ist Knien nach wie vor etwas hmm sagen wir es mal so, es interessiert ihn nicht wirklich. Er fordert es nicht ein, was es für mich dann schnell wertlos macht, obwohl ich es liebe zu knien, dann an meinem Platz, tief in mir drinnen bin und meine kleine Welt im vollkommenen Einklang ist. 

Jedenfalls war ich gestern mega super brav und fragte vorsichtig, ob ich eine Belohnung dafür bekomme. 

Nichts Materielles, weil ich das nicht meinte und genug Zeug habe, auch wenn Monsieur eine prall gefüllte Haustierchen-Belohnungskiste hat. 

Gut, er fand auch, dass ich brav genug für eine Belohnung war und versprach mir einen kleinen Orgasmus. 

Jubel!

Etwas später im Bett, ich war frisch rasiert und bereit, bekam ich meine Belohnung, in Form eines Vibrators zwischen meinen Beinen, allerdings hörte ich so gespannt zu bei seinen Erzählungen und was er sich für Gedanken gemacht hatte, dass ich recht spät erst kam und von der frischen Rasur noch empfindlich, war meine Haut schon recht strapaziert. 

Ich habe helle Haut, die sehr empfindlich ist und obwohl ich mich seit meinem 18. Lebensjahr alle paar Tage rasiere, wurde das nie besser. 

Jedenfalls ließ er mich dann ein wenig verschnaufen und als ich bereits dachte, dass Monsieur einschlafen würde, legte er ihn wieder an.

Manchmal kann ich gut mehrfach kommen, manchmal nicht und dieses Mal war es ein eher nicht gut. 

Monsieur gab sich alle Mühe, jedoch hatte ich wirklich große Probleme, bis mir die O eingefallen ist. 

Zum Verständnis, im Hintergrund lief die Geschichte der O auf französisch und ich fragte mich, an welcher Stelle wir gerade sind und dabei fiel mir eine meiner Lieblingsstellen ein. 

O in Roissy, gefesselt an der Wand, morgendliche Auspeitschung. 

Wie es wohl ist, wenn man morgens erst einmal ein paar Striemen bekommt, als Erinnerung, um gut durch den Tag zu kommen?

Schlaftrunken an der Wand stehen, die Sonne auf der nackten Haut und zu wissen, egal was ist, egal was kommt, immer gibt es erst einmal einige harte Hiebe. 

Nicht diese leichten, die zeitig verblassen, sondern solche, bei denen man Sorge tragen muss, dass man sich fast einnässt, weil man vor lauter Schmerz anspannt. 

Wie das wohl aussehen würde, auf unserem Bett, mit den Mango-Monden (Lampen) links und rechts, symmetrisch die Sklavin in der Mitte?

Die kuschelige Wärme des Bettes, auch von der Haut noch ausgestrahlt, zum Kontrast der kalten harten Wand, an die man sich zu Klammern versucht. Ohne Schutz und das Wissen, dass es morgen nicht anders sein würde. 

Nein, ich bin weiterhin nicht maso. Dabei geht es nicht um den Schmerz als Lust, sondern was er mit einem anstellt!

Das ist enorm!

In dem Moment. 

Im Verlauf des Tages. 

Im Blick auf den nächsten Morgen. 

Fantastisch. 

Allerdings lediglich, wenn man hart und konsequent genug ist, denn sonst ist zu viel Willkür darin und dann ist es lediglich der Moment und vielleicht ein paar Stunden mehr. 

Ich denke, dass extrem viel von Konsequenzen abhängig ist. 

Man muss sich darauf verlassen können. Das Wissen haben, dass es keine Ausnahme gibt. 

Dieses Gefühl der Konsequenz, der Härte, der Unerbittlichkeit, egal was ist, das macht mich an. 

Wie ich schon oft schrieb, konnte ich schon immer gut „um den Finger wickeln“, was mich total abturnt und genau das Gegenteil finde ich daher anziehend. 

Wenn ich mit den Wimpern klimpern kann wie ich möchte, aber das Programm ist vorgegeben und ich kann nichts daran ändern. 

Keine Machtübertragung, selbst im kleinsten Detail nicht. 

Deshalb sehe ich einer Ausnahme von der Regeln eher mit Trauer entgegen, auch wenn ich manchmal erleichtert bin, ist es eine Niederlage. Der Herr war nicht stark genug, nicht konsequent genug. Schlimm…

Selbst in den kleinsten Details. 

Beispiel: ich bekomme eigentlich nur an Sonntagen Kaffee und sonst Tee. Monsieur hat sechs Sorten schwarzen Tee so angeordnet, dass ich ihn der Reihe nach trinken kann, von Montag bis Samstag. 

Gestern fragte ich freundlich auf französisch, ob ich bitte einen Kaffee trinken dürfe. Ja…

Heute fragte ich nochmal auf deutsch, sogar ohne Anrede. Ja.

Ich mag es, wenn wir gemeinsam frühstücken auch Kaffee zu trinken, allerdings ist der Genuss ambivalent. 

Ich weiß, er gönnt es mir, will nur das Beste für mich, aber man merkt schnell, dass er keine Kinder hat, denn sonst weiß man schnell, dass das Beste nicht immer der Genuss, sondern oft der Verzicht ist, wenn es um Erziehung geht. 

Gestern war ich auch dankbar und heute… Ich habe nicht einmal ordentlich gefragt. 

Wobei Monsieur auch gedanklich nicht voll bei mir war, aber das ist eher sein Problem, nicht meins. Oder doch, auch meins. 

TPE im Alltag ist viel Arbeit, bis es eine Routine gibt. 

Routine auch für den Herrn, damit er nicht mehr über jeden Schritt nachdenken muss, aber bis dahin, eben viel Arbeit und ja, ich bin eine brave Sklavin, allerdings suche ich regelmäßig Grenzen, wenn ich keinen gefestigten Platz habe, um sie aufgezeigt zu bekommen und meinen Platz zu spüren. 

Umso weniger ich meinen Platz habe, umso mehr suche ich. 

Donnerstag, 15. Februar 2024

Missgeschick und Gedankenkarusell

 Gestern ist mir da was passiert...

Keine Glanzleistung...


Ja, gestern war Valentinstag und nein, der ist nicht so "Fifty Shades of Grey" mäßig unter dem Motto: "Heute bekommst Du 50 Hiebe mit den 50 Dornenrosen, die ich Dir schenke!"

Wenn man TPE lebt und der Herr sich immer seine 50 Hiebe, mit was auch immer, holen kann, ist das relativ uninteressant, zumal Monsieur weiß, dass ich Tischleichen Schnittblumen nicht mag. Ich schaue Pflanzen ungerne beim Sterben zu, also lieber eine Topfpflanze, die ein paar Tage länger lebt, jedenfalls bei mir und meinem braunen Daumen.

Nein, wir halten es eher traditionell, indem wir ein Geschenk vom Herzen besorgen, uns Gedanken zum Anderen machen und ich koche ihm zum Beispiel etwas Besonderes. 

Dementsprechend müde und k.o. lag ich im Bett, hatte die Gute-Nacht-Kette am Halsband angeschlossen und war gedanklich bereits am Abschalten.

Wir schlafen in Löffelchenstellung und Monsieur liegt ganz nah an mir dran, seinen Kopf neben meinem, genau wie ich es mag (außer im Sommer) und diese Nacht konnte es mir nicht nah genug sein.

Ich heile innerlich noch immer und kann mehr Nähe zulassen, brauche sie sogar. Früher kuschelte ich eher ungerne, aber das war bei Monsieur schon immer anders. Bitte nah, bitte näher, noch immer  nicht genug.

So lagen wir da, als er mich umdrehte und mich vorsichtig langsam nahm. 

Vom Essen hatte ich etwas nicht gut vertragen, ein wenig Bauchgrummeln bekommen und deshalb war er eher behutsam mit mir.

Hmm, meine erste Glanzleistung war, dass ich mir einen Kommentar zum Blümchensex erlaubte.

Ich und Blümchensex funktioniert nicht. Kann ich nicht. Empfinde ich null bei. Lässt mich kalt.

Wenn Monsieur das möchte, ist es auch vollkommen in Ordnung, ich wollte mich nur mitteilen und tat es eher ungeschickt. 

Ich hatte früher auch keine Orgasmen, bis ich den ersten Typen im Bett hatte, der mich nahm. Nicht diese zarte Nummer, sondern mich benutzte und das war ein Gamechanger! 

Ich hatte damals keine Ahnung von BDSM, meiner devoten Neigung, das kam alles erst 3 Jahre später. Der Sex mit ihm war unglaublich und überall! Nachts auf dem Spielplatz, in einer Nische, in einem Haus, in der Sonne auf einem Feld, auf einem Hausdach im Sternenlicht.

Ich hatte nicht mit vielen Männern Sex, hatte also nicht so die Erfahrung und mein erstes Mal war davon geprägt, dass ich einen Orgasmus vortäuschte, damit derjenige aufhörte und ich weg konnte, weil ich es so schlimm fand. Im Petting war er ja gut, aber dann? Naja, es blieb bei dem einen Mal und auch der nächste war nicht viel besser, so dass ich Sex eher als Pflicht fand, bis er in mein Leben trat und das vollkommen umkrempelte. Ich konnte nicht genug bekommen!

Eigentlich hätte er, in der Theorie, ein super Herr werden können, wenn er BDSM für sich entdeckt hätte und nicht zu psychopathisch gewesen wäre. Ich weiß nicht, ob er es hätte umlenken können, allerdings war er ein absoluter Kontrollfreak und ließ mich nicht einmal auf die Toilette alleine, hatte immer ein Auge auf mich. 

Er war recht eifersüchtig, was ich mit meinen jungen Jahren noch toll fand, weil es bedeutete, dass er mich ja wirklich liebt!

Seine erste Ohrfeige war auch nur leicht und eben aus Eifersucht, wie in Filmen und für mich kein Warnsignal.

Viele Subs geraten erstmal an Frauenschläger, sagte mir mal ein Sexualtherapeut im Chat, manche auch öfter als einmal.

Ich hatte mit ihm einige der tollsten Erlebnisse meines Lebens und viele der schlimmsten.

Bei der Ohrfeige blieb es natürlich nicht und die Kontrolle wurde dann zum Nachteil, als ich abhauen wollte. 

Wenn man misshandelt wird und immer wieder gesagt bekommt, dass man umgebracht wird, wenn man jemandem etwas erzählt oder fliehen möchte, wenn man immer wieder hört, er findet einen schon, dann glaubt man das irgendwann. 

Ok, das Messer in seiner Hand verlieh dem ganzen Nachdruck. 

Nur um das Thema abzuschließen, er landete wegen anderer Vergehen im Knast und schrieb mir dann Briefe mit Blut, statt Tinte, kein Scherz. 

Meine Familie und Freunde hatten rausbekommen was, er gemacht hatte und als er in Freiheit war, verbrachte er nur wenig Zeit in Ruhe, weil er überall angesprochen wurde, dass er mir nicht mehr zu nahe kommen darf. Einmal pinkelte er sich sogar in die Hose und dann zog er lieber weit weg und starb etwa 10 Jahre später.

Verstanden hatte ich ihn nie so ganz. Ich durfte quasi keinen anderen ansehen, aber als sein Freund bei uns übernachtete und ich seine Hände auf mir spürte, bekam ich erst Panik, dann waren jedoch vier Hände auf mir... nein, die Panik war nicht weg, sie war verändert. Nicht mehr von dem eifersüchtigen Typen beherrscht, sondern die Kontrollabgabe, die nötig gewesen wäre und die ich nicht leisten konnte. 

Es gab später eine ähnliche Situation. Wir hatten mit einem anderen Freund einen Ausflug mit dem Auto gemacht, sie gingen raus, ich saß noch drin, geöffnete Türe und er zog mich halb raus, in liegender Position und küsste mich, als ich von der anderen Seite die Hände seines Freundes spürte.

Nein, nichts für mich. Damals jedenfalls. Heute weiß ich es nicht, aber ich war 16. Himmel, ich war erst 16. 

Nun bin ich ganz weit vom Thema weg, also noch kurz, danach hatte ich eine total laaaaaaangweile Stino Beziehung, zu so einem schnöden beamtenmäßigen Mann, der auch nur wenig älter war und den ich im Internet kennengelernt hatte. Er war so ein Familienmensch und sehr lieb.

Ich zog zu ihm, verließ meine Heimat und war gefühlt frei.

Totales Kontrastprogramm, leider auch beim Sex.

Wir blieben etwas länger zusammen, aber ich merkte, dass es nicht funktionieren kann. Es war mir zu langweilig, zu schnöde und ich hatte ja nun gewusst, wie Sex sein kann.

Eigentlich war er eine liebevolle Verschnaufpause und ich hatte Jahre Schuldgefühle, bis mir ein Mensch mal sagte: "Deine Bedürfnisse hatten sich verändert, das kann passieren und ist kein Grund für Schuldgefühle."

Ich tingelte durchs Internet und traf dort auf jemanden, der in meinem Alter war, lustig drauf und mit dem ich viele tolle Gespräche hatte. Natürlich kam es auch zum Thema Sexualität und was wir uns wünschen und vorstellen, wobei ich selber so gut wie keine eigene Fantasie in dem Bereich habe, schon damals nicht und heute auch nicht.

Er inszenierte verschiedene Szenen und ich reagierte darauf und eines schönen Tages meinte, dass ich devot sei. 

Der Begriff sagte mir nichts, also machte ich mich schlau und merkte, dass da eine vollkommen neue Welt ist, die mein fehlendes Puzzleteil war. 

Wir hatten damals ja noch nicht so viele Webseiten und die Dating-Seiten hatten fast alle keinen Chat, das war eher neu und wir trafen uns eher im IRC. Dort lernte ich dann auch meinen zukünftigen Mann kennen. 

Ich bin nicht maso, wußte das auch direkt und so gut wie alle Chatter sagten, dass es DS nicht gibt, das was ich mir wünsche und vorstelle, das sei eben ein Leben in den 50igern, als Hausfrau. 

Tja, außer dieser eine Mann, der sich unter anderem viel im englischsprachigen Raum auffielt und dort war DS ein großes Thema.

So, aber nun wirklich zurück zu heute Nacht.

Blümchensex ist nichts für mich.

Wenn Monsieur das möchte, gerne, aber ich wollte ihm einen dezenten Hinweis geben und sagte irgendwas blödes kichernd wie: "Oh, heute gibts Blümchensex?"

Angespornt davon meinte er beim Aufstehen: "Ach, dem können wir schnell Abhilfe schaffen!"

Ich war müde, träge, hatte etwas Bauchweh und hätte mich freuen sollen, dass er so rücksichtsvoll war und mir Blümchensex anbot, aber nein, die riesige Klappe die ich habe, konnte ich sie ja nicht halten...

Er kam mit dem Holzpaddel zurück. Das ist eine gute Wahl, wenn man in Missionarsstellung fickt, weil man dann, währenddessen, auf die Schenkel, dazwischen und die Brüste hauen kann. 

Ich war nicht wirklich bereit dafür. Was eigentlich sonst nie ein Thema ist, aber in dem Moment tat es mehr weh als sonst. Mag sein, dass er härter schlug, kann auch sein, dass ich empfindlicher war, jedenfalls zappelte ich los und jammerte und er machte weiter, bis aus mir heraus platzte: "Langsam habe ich wirklich keine Laune mehr!"

Ich war total erschrocken über mich.

Er schlug mich nicht mehr und sinnierte über meinen Satz, total gelassen und Herr der Lage, während in mir ein Sturm voller Gedanken losbrach. 

Was hatte ich da gesagt? Das war nicht ok!

So viele Gefühle! Scham, Unzulänglichkeit, Verwirrung, Schmerz, gebrochener Stolz, schlechtes Gewissen... furchtbar viele Gedanken und Gefühle!

Monsieur schlug nicht mehr und versuchte mir souverän die Hand in den Mund zu schieben, während er weiter machte und ich biss ihn in den Finger.

Ja, das tat ich und ich schäme mich jetzt noch.

Es ist keine Entschuldigung, wenn ich sage, dass es aus meiner Verwirrtheit über mich selbst heraus passierte. Es gibt dafür keine Entschuldigung, jedenfalls nicht in meiner Gedankenwelt.

Monsieur bat mich freundlich den Mund zu öffnen und nahm mich weiter, dachte nach und sprach ruhig mit mir, dann holte er einen kleinen Vibrator und wollte es mir einfacher machen, ihn auflegen, während er mich benutzte und die Scham flammte wieder auf. Ich hatte mir sowas erlaubt und er will mir helfen? Statt mich zu bestrafen? Aber er zwang meine Beine auf und machte es einfach und es war gut, weil mein Körper dann die Kontrolle übernahm und meine Gedanken in den Hintergrund wanderten. Diesmal öffnete ich meinen Mund weit und versuchte, seine Hand, so gut es ging aufzunehmen und keine Zähne spüren zu lassen. Als er meinen Sabber in meine Haare wischte, wurde die Scham von Demut ersetzt und alles war wieder im Lot, so dass wir gleichzeitig Erleichterung fanden.

Aber das Danach...

Die Gedanken sind ja nicht weg.

Also entschuldigte ich mich mehrfach, erklärte, dass ich es nicht mag, wenn man so unkontrolliert auf meine Innenschenkel, zwischen die Beine und auf die Brüste schlägt, selbst wenn ich zapple. Dass ich dann nicht das Gefühl habe, er hat es im Griff, wenn es zu wahllos und schnell ist. Dass ich damit nicht gut umgehen kann und heute leider gar nicht.

Immer wieder auch, dass es mir leid tut, aber er reagierte perfekt und meinte nur, dass es doch gut ist, wenn ich es ausspreche und er Bescheid weiß. Dass es nicht schlimm war. Dass alles in Ordnung ist und immer wieder, dass es gut war.

Tja, leider finde und fand ich das nicht.

Weil ich mich erinnerte, dass es spät war und er wirklich früh raus musste, ging ich schnell ins Bad, machte mich frisch, extra ins kleine Bad, damit er ins Große kann und legte mich dann artig hin. Ich hatte es so eilig, dass ich sogar die Gute-Nacht- Kette vergessen hatte und mich halb erwürgte. 

Wir lagen dann wieder in Löffelchenstellung und für ihn war alles in Ordnung und ich wollte nicht, dass er noch ewig mit mir diskutieren muss, weil für mich nichts in Ordnung war, also wurden meine Augen zu feucht und überlegte noch fast bis zum Morgengrauen, wie es dazu kommen konnte, wie ich hätte reagieren müssen. Meine Scham, mein gebrochener Stolz, die fehlende Hingabe. Keine gute Sklavin gewesen zu sein. Nicht gedient, sondern widersprochen zu haben. 

Mein erster Gedanke heute morgen war natürlich wieder darauf bezogen.

Für Monsieur ist das Thema durch. Ich habe es ihm erklärt, es ist gut, dass er es weiß und fertig.

Während sich meine Gedanken weiterhin darum drehen und ich wieder heulen könnte.

Er hat perfekt reagiert, ich bin wirklich beeindruckt! Er schlug mich nicht mehr, suchte einen Weg, um es mir leichter zu machen und dennoch seinen Spaß zu haben und zu zeigen, dass er es nicht durchgehen lässt, während er erregt ist. Fantastisch.

Ich muss an mir arbeiten, er hat besseres verdient.


Mittwoch, 7. Februar 2024

Kein guter Tag, oder doch?

 Gestern konnte Monsieur einem wirklich leid tun.

Er musste früh aus dem Bett, dann in unbequeme Kleidung schlüpfen und zu mehreren Terminen, einen sehr unangenehmen unter anderem.

Dann war seine Laune dementsprechend nachmittags und er wollte sich mit den goldenen Brücken belohnen, also durfte er im Auto warten und ich besorgte sein Wunschessen.

Gerade als ich an den Pommes herum mümmelte, sah ich zu Monsieur rüber und war wirklich überrascht, als ich das Dilemma erkannte.

Seine Soße war ihm aus der Hand gerutscht, beim Versuch sie irgendwie abzufangen, hatte er seine Pommespackung durchs Auto geschleudert und saß nun da, mit den Händen und seinem Pulli voller Soße und um uns herum lagen die Pommes verteilt.

Wir bekamen einen Instant-Lachflash!

Ich bin froh, dass wir immer Servietten in Mengen und Desinfektionsmittel, im Auto haben und so konnte er sich grob reinigen und ging dann rein, um sich die Hände zu waschen. Auf dem Weg wurde er von einem Mitarbeiter angesprochen, wir müssen woanders parken, weil gleich ein LKW durch muss.

Also war das auch keine schöne Erfahrung.  

Den ganzen Heimweg lang bruddelte er herum, dass er nur noch das Auto und sich sauber machen möchte und dann seine Ruhe haben will.

Vollstes Verständnis von meiner Seite!

Während ich mit dem Hund ging, machte er alles schön reine und saß dann vor der Playstation.

Ein Weilchen schaute ich mir das an, machte mir jedoch auch Gedanken, was ihm gut tun könnte.

Unauffällig flitzte ich unter die Dusche, rasierte mich und schaltete die Mango-Mond-Lampen an, ließ Einaudi durch eine Box erschallen und legte mich unschuldig aufs Bett.

Keine Minute später kam Monsieur verwundert dazu, legte sich neben mich und sprudelte los, von seinem Tag, wie schön das Licht durch die Lampen ist, seit wann ich mich eigentlich rasiere (also wie es zur regelmäßigen Rasur kam, als Routine) und allerhand andere Themen. Unter anderem erklärte er mir auf liebevollem Französisch, so dass ich möglichst viel alleine verstehe, wie ein Haustierchen gehalten werden sollte und die Wörter, die mir unbekannt waren, übersetzte er direkt dabei, ohne dass ich nachfragen musste, so dass ich ebenso entspannt lauschend dalag und seine Streicheleinheiten genießen konnte. 

Dann erhob er sich, denn ein Haustierchen braucht verschiedene Formen der Zuwendung, so seine Worte, und holte den Hundeziemer und einen Vibrator. In Position, auf allen Vieren, ließ er mich schnell kommen, da er genau weiß, welche Knöpfe er drücken muss und danach gönnte er sich ein paar Hiebe mit der Peitsche. 

Ich frage mich, wie es kommt, dass er nun so aus sich raus kommt, jedenfalls habe ich sogar heute noch Spuren davon und das Sitzen tut weh. Aber schön weh, weil es eine Erinnerung an den schönen Abend ist und an seine Liebe zu mir und meine Hingabe und das Gesamtkonzept.

Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie froh ich bin, dass Monsieur sich mittlerweile mehr traut und sogar vorplant, von wegen: "Das können wir ja morgen nochmal machen!"

Ja, können wir. Jeden Tag, so oft wie Sie nur wünschen, Monsieur und das ist wundervoll!


Montag, 5. Februar 2024

Selbstportrait im Bad

 Monsieur war Bildung immer wichtig und mir ebenso.

Es ist nicht so, dass er mir neue Sachen aufdrängt, sondern schaut, für was ich mich interessiere und das dann liebevoll fördert. 

Als wir zusammenzogen hatte ich schon einige Bücher und er sehr viele, unter anderem, weil er beruflich viele Bücher liest und seine Interessen breit gefächert sind. Auch sein erstes Geschenk an mich war ein Buchpaket, wobei wir uns da noch nicht einmal gesehen hatten, sondern lediglich einige Tage gechattet. Er war ursprünglich in einer Buchhandlung, hatte zwei Bücher für sich und einen Tag im Park gekauft und die selben dann per Amazon an mich schicken lassen, damit wir synchron lesen können.

Das hat viel Eindruck bei mir hinterlassen, denn es waren auch keine einfachen Unterhaltungsromane, sondern ein Gedichtbüchlein und ein philosophisches Buch.

Mittlerweile habe ich, wenn man die Buchanzahl betrachtet, stark aufgeholt, und wir leben in einer Bibliothek, in der man auch wohnen kann :)

Zu jedem noch so kleinen Interesse, schenkte mir Monsieur Bücher, und ich liebe es! 

Dann entdeckte er, dass ich früher einmal versuchte zu zeichnen und fragte immer wieder, warum ich aufgehört habe. "Weil ich nicht gut war..." war eine Antwort, eine andere "Weil ich keine Zeit und Lust mehr hatte..." eine andere. Jedenfalls hatte ich meine Sachen verschenkt und nichts mehr in der Richtung gemacht, sondern mich wieder mehr auf das Thema Handarbeit konzentriert. 

Eigentlich kann ich alles. Stricken, häkeln, sticken, nähen. Und ja, alles selber beigebracht, wobei man mit dem Internet im Rücken, in der heutigen Zeit wirklich alles lernen kann! Früher aus Büchern heraus, heute per Videos :)

Monsieur ließ nicht locker und da ich zu der Zeit damals oft mit ihm mitfuhr, dachte ich mir, es wäre schön, wenn ich dann, was ich sehe, auch zeichnen könnte. Also schaffte ich mir einen Aquarellkasten an, ein paar Stifte und legte langsam los.

Das größte Hindernis, denke ich ist, dass man durch die Enttäuschungen hindurch am Ball bleiben muss. Wenn man etwas malt, oder zeichnet, es anfangs immer furchtbar aussieht und man dennoch dran bleibt und weiter übt.

Wobei ich gestehen muss, ich übe wirklich weder gerne, noch häufig. Meine Zeichnungen sind meistens der 1. oder 2. Versuch, dann mag ich nicht mehr.

Auch hat sich das Thema verändert. Eigentlich wollte ich meine Umgebung zeichnen können, dann trat der Hund in unser Leben und ich konnte nicht mehr mitfahren, also war das erst einmal durch und siehe da, ich fand etwas vollkommen anderes für mich!

Ursprünglich arbeitete ich mit Aquarellfarben und manchmal Tinte, aber als ich wirklich zeichnen lernte, verlagerte ich mich auf Bleistifte und ja, da gibt es große Unterschiede, nicht nur von der Stärke, sondern auch den Eigenschaften. 

Früher glänzten Bleistiftzeichnungen, nun gibt es matte Stifte und welche die man mit Wasser vermalen kann und selbstspitzende Druckbleistifte und und und! Alleine über Bleistifte habe ich schon mehrere Bücher, eines handelt vom Bleistift anspitzen!

Dann sind auch Radierer ein Thema. Welche, die keine kleinen Restchen hinterlassen, oder wie Knete sind und welche wie Druckbleistifte und elektrische! 

Also alles ein Riesending und so wandelbar. Egal was ich brauchte, Monsieur stellte es mir zur Verfügung, fuhr mich zu Läden und freute sich über jedes Bild, egal wie ekelig es aussah :)

Und nun kann ich das: 





Und nein, das ist noch nicht das Limit, sondern lediglich eine der wenigen Zeichnungen in der Qualität, also geht noch was, also ist es nur ein Zwischenschritt.

Vorlage war ein Bild, was ich für Monsieur mal im Bad machte, als ein befreundeter Sklave meinte, wenn Monsieur gerade auf Reisen ist und ich ihm eine Freude machen möchte, könnte ich ihm doch ein Nacktbild schicken. 

Das Bild selber habe ich nie veröffentlicht, weil wir es zu intim fanden, zu persönlich. So abgemildert geht es aber, denke ich.

Bin ich zufrieden? Nein! Da geht noch so viel mehr!

Bin ich glücklich, dass ich den größten Fan an meiner Seite habe, der mich mit allem unterstützt? Ja!

Wenn man so einen Menschen an seiner Seite hat, ist es leichter durchzuhalten, und wenn ich denke, dass etwas einfach nur scheiße aussieht, findet er noch immer etwas Schönes darin.

Leider kann man ihn dann schlecht fragen, ob ein Bild wirklich gut ist, weil er immer voreingenommen ist und selten objektiv, aber genau das lässt mich ja dran bleiben und weiter machen und an guten Tagen denken, dass ich noch so viel besser werden kann und dann beweise ich es uns und zeichne ein noch besseres Bild :)

Ein Herr zu sein, ich meine keinen Zwischendurch-Dom, sondern ein 24/7 und/oder TPE Herr zu sein, das ist viel mehr als nur: "Sklavin, leg Dich hin und spreize die Beine!".  Es geht um den individuellen Alltag, um das Miteinander und dass alle Bedürfnisse angesprochen werden, auch die ohne DS-Bezug. Es geht darum, dass man in allen Bereichen gefördert wird, auch der Herr, nicht nur die Sklavin, sondern beide. 

Wenn ich mir vorstelle, ich müsste einfach nur den Haushalt machen und mich benutzen lassen und das wars, dann würde ich eingehen und stagnieren. Eine Sklavin ist das Aushängeschild ihres Herrn. Ihr Betragen ist ein Abbild seiner Erziehung und das meine ich auch im intellektuellen Sinne, denn eine gebildete Sklavin macht mehr her. Das Gesamtbild muss stimmen, denke ich. 

Wenn sie hübsch ist, eine gute Figur hat, tolle Kleidung und was weiß ich, aber den Mund öffnet und man denkt, vor einem steht ein Gossenkind, was bringt das?

Monsieur sagte dazu mal:

„Ich will dich wachsen sehen und zugleich dich in den Staub drücken. Und je mehr du wächst, umso mehr Freude bereitet es dann, den Fuß in deinen Nacken zu setzen und dich niederzudrücken, um dich dann aufzuheben und mit dir den Sternenhimmel zu betrachten.“


„Aber mit so einem Haustierchen kann man auch ganz andere Dinge anstellen: Sie zwingen, Flauschesocken zu tragen, damit sie nicht friert, sie in eine braune Kuscheldecke einwickeln und ihr ein schönes Getränk bereiten. Mit ihr alte Miss-Marple-Filme schauen, während sie ihr Köpfchen in den Schoß bettet. Gemeinsam durch den Bücherflohmarkt flanieren und sich daran erfreuen, wenn der Andere eine Trouvaille gemacht hat. Und das Beste: ich muss mich gar nicht entscheiden zwischen der kleinen Schlampe, die unter der Gerte stöhnt, und dem kleinen Sonnenschein, der mir die Welt unter immer wieder anderen Facetten zeigt. Ich habe das Komplettpaket.“

Ist das nicht wundervoll? Ich bin so stolz auf ihn und seine Wortgewalt!

Ich versuche also auf vielen Ebenen eine Zierde meines Herrn zu sein, auf die er, zu Recht, ebenso stolz sein kann!

So, nun muss ich mich allerdings sputen, weil ich noch zum Stoffgeschäft muss, um etwas an Monsieurs Karnevalskostüm zu verbessern :)