Freitag, 29. Mai 2020

Wert-Schätzung und Wertschätzung






Mein Haustierchen, das gerne in verschiedenen Foren/Chats unserer wunderbaren Subkultur chattet, bekommt dort regelmäßig das Angebot, sich "abwerben" zu lassen, d. h. weiterzuziehen zu einem anderen Herrn, der selbstredend über Qualitäten verfügt, die ihn maßgeblich attraktiver machen. Besonders "ausgefuchste" Exemplare der "hostile takeover"-Dominanz machen dann auch den – mitunter, fürchte ich, ernst gemeinten – Vorschlag, eine Art Ablösesumme zu zahlen; die Sklavin wird taxiert und ein Preis in den Raum gestellt. Sie erfährt Wert-Schätzung so wie eine Ware oder Dienstleistung, ihr wird ein monterärer Wert beigemessen.

Zu diesem Denken der Wert-Schätzung hat der Philosoph Immanuel Kant alles Nötige gesagt: "Im Reiche der Zwecke hat alles entweder einen Preis, oder eine Würde. Was einen Preis hat, an dessen Stelle kann auch etwas anderes als Äquivalent gesetzt werden; was dagegen über allen Preis erhaben ist, mithin kein Äquivalent verstattet, das hat eine Würde." Wer in dieser Weise wert-schätzt, nimmt der Sklavin ihre Würde, sie wird ein (beliebiger) Gegenstand, der jederzeit ausgetauscht werden kann gegen einen anderen Gegenstand.

Diese Art der Wert-Schätzung hat keine Sklavin verdient; Ihre Hingabe verdient echte Wertschätzung, die ihr ihre Würde nicht nimmt, sondern im Gegenteil anerkennt, dass ihr Dienen, ihre Unterwerfung, ihre Hingabe eine besondere Form von Würde ausdrücken. Und das bedeutet: Sie in ihrer Einzigartigkeit annehmen, in ihren (ganz individuellen) Bedürfnissen, Sorgen und Wünschen. Das heißt nicht, dass ich sie nicht auch je nach Situation als "Schlampe" oder "Fickfleisch" tituliere, aber sie ist dabei immer MEINE Schlampe und MEIN Fickfleisch, und ich will auf sie achtgeben und sie in ihrer Unterwerfung achten, denn nicht weniger hat sie verdient.

Diese echte Wertschätzung besteht zunächst in erhöhter Aufmerksamkeit (nein, ich sage nicht, dass mir das immer gelingt, aber das ist eigentlich die Zielmarke). Ja, TPE heißt, dass ich bestimme und verfüge – in allen Bereichen und ohne Widerspruch (was nicht heißt, dass nicht auch einmal die Gegenargumente geäußert werden), aber das entbindet mich nicht von der Verantwortung. Im Gegenteil: Wer bestimmt, muss auch die Konsequenzen und Auswirkungen im Blick haben. Deshalb war es mir früh ein Anliegen, Haustierchen dazu zu ermuntern, ihre Bedürfnisse zu äußern. Und ich bin sehr froh und auch stolz auf sie, dass sie dies gehorsam befolgte (so etwas fällt ihr deutlich schwerer als den Arsch für Schläge hinzuhalten).

Echte Wertschätzung bedeutet aber auch: Immer wieder das verbalisieren, was sie – ohne selbst viel Aufheben darum zu machen – für mich täglich tut. Meine Sklavin ist eine echte Service-Sklavin, die ihr Selbstverständnis unter anderem daraus zieht, dass sie mir wirklich zu Diensten ist, mir das Leben erleichert, den Haushalt organisiert. Das tut sie teilweise so geräuschlos, dass man es fast für selbstverständlich halten könnte. Aber das ist es nicht! Gehorsam mag bei einer Sklavin conditio sine qua non sein, aber die Achtsamkeit und die Umsicht, mit der sie ihre Aufgaben erledigt, sind keine Selbstverständlichkeiten. Wenn ich eine Videokonferenz habe, steht wie von Zauberhand ein frischer Tee auf meinem Schreibtisch und ein kleiner Teller mit Keksen. Das ist Service, über den ich mich immer wieder freue.

Service kann aber auch andere Formen annehmen: Sexuell zu Diensten sein, jederzeit bereit genommen zu werden; als Nicht-Masochistin meine sadistischen Impulse zu ertragen, wenn ich etwa ihre Fotze mit der Peitsche oder dem Slapper traktiere; sich selbst kontinuierlich fortbilden und für Vielerlei interessieren; mir die Schönheit der Welt auch in kleinen Dingen zeigen; immer und immer wieder für mich da sein (in der Not oder wenn ich einfach mal ihre Ansprache brauche) – und manchmal auch: mir den Kopf gerade rücken (ja, auch das!).

All diese Facetten ergeben erst das Gesamtbild der hingebungsvollen Sklavin, die "über jeden Preis erhaben ist, mithin kein Äquivalent verstattet", die sich mir in allem schenkt und gerade darin ihre Würde bewahrt.



Dienstag, 26. Mai 2020

Sonnenschein...

... macht gute Laune!


Gestern war mein Herr arbeiten und ich durfte 2h seiner meiner kostbaren Zeit verbringen, wie ich wollte. Er hat mich mitgenommen und dann durfte ich los.

Es tat mal wieder sehr gut einfach raus zu kommen und ein wenig zu laufen! Nicht wie bei den Spaziergängen im Grünen, sondern städtisch und wuselig, wobei er mich nicht in der Innenstadt gewollt hätte, sondern schön außerhalb, wo wenig Menschen unterwegs sind, da er sehr auf meine Gesundheit und Sicherheit achtet.

Also lief ich los und weiter und weiter, weil da irgendwie kein schönes Café war oder Sonstiges. Nach einer Stunde wurden meine Füße lahm, aber ich hatte so viel unterwegs entdeckt und Bilder davon meinem Herrn geschickt, weil er sich immer darüber freut, meinen Blick auf Dinge zu erfahren. Leider war ich da gerade wirklich im dörflichen Nirgendwo und lief weiter und weiter und kam dann wieder in einem belebteren Stadtteil an. Nach etwa 1h und 45min Fußmarsch kaufte ich mir ein Milchreistörtchen mit Baiserhäubchen und einen Tee, einen schlichten schwarzen, denn für Kaffee oder "Luxustee" (leckerer aromatisierter z.B.) hätte ich fragen müssen. So bestückt setzte ich mich auf eine Bank im Schatten unter einen Baum und futterte fröhlich mit einem Hörbuch auf den Ohren. Danach ging ich schnell zurück und holte für meinen Herrn noch so ein Törtchen, dann ging ich ein Stück weiter zu einer Kirche, die Bänke davor hatte und direkt daneben einen leeren großen Parkplatz, so dass er mich in Ruhe einsammeln konnte.

Anschließend fuhren wir zu Ikea, wobei er meinen Einkauf mehrfach lobte, ebenso dass ich auf mich geachtet hatte und nur einen schwarzen Tee genommen hatte. Ein wenig Stolz ergriff mich, aber noch mehr, als mein Herr erzählte, wie erstaunt er war, als er entdeckt hatte, wie weit ich gekommen war und erst angenommen hatte, ich sei mit dem Bus gefahren. 

Ich war gesundheitlich in letzter Zeit nicht gut aufgestellt und konnte kaum Yoga machen und habe ein wenig Fett angesetzt und versuche langsam wieder aktiver zu werden, so dass ich dachte, wenn ich lange laufe, baut es ja auch Muskeln auf und mein Herr liebte meinen sportlichen Körper (wobei er mich im Moment genauso mag), also gebe ich mir Mühe, damit er wieder in Top-Form kommt.

Nach unserer großen Tour fuhren wir Heim und mein Herr schlief unmittelbar ein, er war ganz müde, der Arme. In dieser Zeit machte ich allerhand im Haushalt, verbaute die gekauften Ikea Schätze und freute mich schon die ganze Zeit auf seine Reaktion.

Als er wach wurde und alles fertig war, schaute er sich alles an und war begeistert! Dafür hatte es sich gelohnt!

Er kochte eine Kleinigkeit für uns und ich war soooo müde vom Tag, dass ich noch duschen ging und dann ganz müde, nach einem Mini-Ritual, ins Bett fiel und sofort einschlief. Mein Herr befestigte noch die Ketten, aber da war ich schon nicht mehr ganz wach.

Als ich dann extrem früh morgens wach wurde und mit schlechtem Gewissen meinen Herrn weckte, weil ich auf die Toilette musste, bedankte er sich dafür, dass ich ihn geweckt hatte und ich war baff erstaunt. Er hatte sich wirklich bedankt dafür und mir wurde ganz warm ums Herz und mein schlechtes Gewissen war wie weggeblasen.
Er ist gesegnet, denn er schläft immer direkt wieder ein, was ich nicht unbedingt schaffe, so fällt es mir immer ein Stückchen leichter beim nächsten Mal wieder zu fragen.

Heute holte ich ihn von der Arbeit ab und wir fuhren picknicken in den Wald. Dabei hörten wir unser Hörbuch weiter, alberten herum und hatten Spaß. 
Der Slapper ist nun, nebst der Leine, dauerhaft im Auto.





Wir haben bei McHurt einen neuen für zuhause bestellt, aber in rot, wie schon einige andere Spielsachen, so dass es nicht zu nüchtern schwarz zugeht :)

Mein Herr freut sich, wenn ich freiwillig kein Höschen trage und nutzt es häufiger, indem er mir einfach unterwegs den Rock hochschlägt und mir zwischen die Beine greift, oder meine Schenkel weiter gespreizt haben möchte, damit er den Slapper einsetzen kann, oder er korrigiert damit mein Verhalten, wie er gerade Lust hat.

Von einem netten BDSMler User bekam ich eine ganz liebe Nachricht, wegen unserem Nackthaltung Problem. Er schlug ein einfaches Wickelkleid bzw. ein Kleid vor, dass vorne komplett geknöpft ist. Tolle Idee! Ich bemühte mich eine schöne Antwort zu formulieren und zum Ausdruck zu bringen, wie gut ich seine Idee fand. Ein dickes Dankeschön auch nochmal an dieser Stelle! Mein Herr war ebenso angetan und sagte, er überdenkt es genauer.

Gut an dieser Stelle ist, dass ich nähen kann und zur Not selber, genau nach unseren Bedürfnissen, etwas aus Stoff zaubern kann :)
Ich bin schon total gespannt auf den Vorschlag meines Herrn und wie wir ihn umsetzen werden.


Oh und dann ist mir noch ein Missgeschickt passiert, ein schlimmes :(

Ich war ganz unachtsam und hatte vergessen unsere Thermobecher auszuwaschen und gerade als ich es nach einigen Tagen nachholen wollte, flog von dem einen der Deckel im hohen Bogen weg und meinem Herrn um die Ohren! Ihm hätte sonst was passieren können, aber zum Glück wurde nur ein kleiner Kaktus geköpft bzw aus dem Topf gehauen. Es ist eigentlich seltsam, da der Topf mit einem Magneten auf der Dunstabzugshaube klebt und wirklich lediglich der Kaktus selber herausgedroschen wurde. 
Ich war sehr froh, dass mein Herr nichts abbekommen hat!
Da Reste von Kaffee mit Milch in den Bechern waren, im einen weniger (der nicht explodierte) im anderen mehr, half auch mehrmaliges spülen nichts, der Geruch blieb im Plastik und so habe ich ganz höflich und formvoll darum gebeten, ob wir bitte neue bestellen können, die auch noch gerade im Angebot waren, welch Glück und Zufall!




Mein Herr ermahnte mich, dass sowas nicht nochmal vorkommen darf und ich solle ordentlicher und achtsamer sein. Diese Rüge befeuerten meine eigenen Schuldgefühle und ich werde auf die neuen Becher achten, wie auf keine zuvor!  Sie werden immer sofort sauber gemacht, egal wie müde ich sein werde und wenn ich mir, wie das letzte Mal, nicht sicher bin ob sie sauber sind, werde ich mich in Zukunft immer davon überzeugen und nicht annehmen, sie seien schon sauber!
Es tut mir leid, dass mein Herr wegen meiner Unachtsamkeit Geld ausgeben musste, egal ob sie günstiger waren, oder teuer sind. Das darf mir einfach nicht passieren!

Mein Herr ist mir nicht mehr böse, mein schlechtes Gewissen aber bleibt :(




Sonntag, 24. Mai 2020

Bewusst sein







Mein letzter Eintrag war zensiert und zusammen gestaucht.
Ich wollte meinen Herrn nicht schlecht darstellen, auch wenn er sagte, ich könne es veröffentlichen. Also strich ich ganz viel heraus, zeigte es ihm, er sagte wieder, es sei ok, aber man sah es ihm an. Also strich ich alles, bis auf das über den Kaktus und ergänzte es durch meine aktuelle Gefühlswelt.


Er hat es gebraucht.
Er hatte den harten Realitätseintrag gebraucht, denn manchmal braucht man einen Schlag mit einem Kantholz ins Gesicht, damit einem Dinge wieder bewusst werden, man wieder erkennt und wahrnehmen kann.

Es ist schon komisch, manche Dinge gehen so sehr im Schlamm des Alltags, der Dauerbeschallung unter, als dass sie einem gar nicht mehr bewusst sind.

Wenn ich zum Beispiel im Chat bin, mich unterhalte über DS, dann werden mir auch ganz viele Dinge wieder bewusst, die ich gar nicht mehr auf den Schirm hatte, weil sie selbstverständlich wurden. Dann höre ich mir an, wie andere es leben und umsetzen und denke mir: "Oh ja, so hast Du es ja auch!" oder eben manchmal: "Schade, die hat viel mehr als ich." und regelmäßiger: "Ach, eigentlich habe ich viel mehr als ich dachte, anderen geht es nicht so gut."

Eben dachte ich über ein Gespräch mit meiner Schwester nach.
Ich las gerade ein französisches Buch, meinem Herrn ist es wichtig, dass ich französisch lerne und meine Schwester wollte gerne mal französisch lernen, aber verlor es wieder aus den Augen. Ich hatte eine Zeit lang keinen Kontakt mit ihr, habe ihr dann von meinem Herrn ein wenig erzählt, unter anderem welche Fremdsprachen er kann und dann stieg dieses Gefühl von Stolz in mir auf. Ich habe einen sehr gebildeten Herrn, er ist eine Zierde im Umgang und der Sprache. Er kann sehr viel und schindet immer Eindruck durch sein gewähltes Auftreten.
Im Alltag denkt man nicht daran, man lebt mit diesem Menschen zusammen und sieht eben auch die anderen Seiten, die, die sonst keiner zu sehen bekommt, auch die weniger schönen und verliert dann den Blick für seine geschliffene Art.

Dann sitze ich also da, habe diesen Gedankengang und mir wird bewusst wie sehr ich früher genau das genoss. Merke, dass es einem nicht mehr in den Sinn kommt und es wird verschüttet unter einer Lawine von Alltagsdreck.

Mein Herr hat so ein "bewusst werden" gebraucht, in Bezug auf unsere Beziehung.
Sein Kopf war so verstopft vom Alltagsgeröll, dass da kein Platz mehr für andere wichtige Dinge war.
Ich mag es nicht, wenn ich ihm so direkt und brutal begegnen muss, auch wenn es richtig und wichtig war. Es ist nicht meine Art und ich fühle mich selbst im Nachhinein sehr unwohl damit, auch wenn er sagt, es sei gut gewesen und es mir zeigt, indem er wieder mehr in den Griff bekommt und es ihm besser geht. Das ist keine Aufgabe für eine Sklavin, denke ich mir, aber darf eine Sklavin ihre Aufgaben aussuchen?
Er hat es gebraucht, warum bekomme ich mein schlechtes Gewissen nicht los?


DS technisch haben wir also wieder Fahrt aufgenommen, wieder das Regelwerk in den Fokus gerückt, wieder neue Gedanken gewälzt über die Umsetzung von Nackthaltung. Würde man alleine leben, wäre es kein Problem, muss man allerdings Rücksicht nehmen, wird es unweigerlich schwierig. Die Toleranz der zu Berücksichtigenden möchte man ja auch nicht ausnutzen.
Ein einfaches Alltagskleidchen? Total schlicht und ohne Schnörkel?
Nichts darunter, so dass die Brustwarzen optisch hervorstechen können, kein Höschen, so dass man immer den Rock hochschlagen kann? Oder ist das bereits zu viel Stoff?

Ich habe für draußen schon schlichte Kleider, mit tiefem Dekolleté, die optisch was her machen und nicht anzüglich sind, dennoch reizen können, so wie er es mag, eben mit Stil. Für zuhause dann noch schlichter, vielleicht ein dünnerer Stoff?

Er überlegte, ob man alle Kleidung wegschließt und nur wenn ich raus darf, hängt er eines hin, ansonsten eben nichts, aber das geht nicht immer, nur zeitweise, wegen den zu Berücksichtigenden. Also ein Kompromiss mit einem einfachen Alltagshängerchen?

Im Moment trage ich meine "Uniform" bestehend aus XXXL Hoodie und Wollsocken, nichts drunter, so dass der Ansatz vom Arsch hervor blitzt. Beim Frühstück auf dem Balkon war es ganz prickelnd, denn man hätte durch den Blick von unten hinauf zu uns, direkt unter meinen Hoodie sehen können. Ich versuchte nicht darauf zu achten, ob es wirklich jemand tat, weiß es also nicht.

Kompromisse sind auch nicht so meins, aber eher, weil ich weiß, dass sich so dann der Alltag einen Zugang verschafft und alles wieder vergiftet. Wenn man ein wenig einknickt und etwas gestattet, besteht immer auch die Gefahr, dass es immer weiter einknickt, dann reißt und dann vollkommen verschwindet.

Nackthaltung.
Kettenhaltung.
Waren bei uns von Anfang an wichtige Begriffe und Ziele.
Wir sind weit abgedriftet und kommen nun erst langsam wieder auf Kurs.

Mein Herr bestimmt gerade wieder viel mehr, setzt sich an den "andauernden Tagesplan", also einen täglichen, der dann nur kleine Variationen enthält, aber viel Routine.

Heute ist ein Urlaubstag, ich darf nicht viel machen, muss mich mal entspannen und ruhiger werden. Klingt schön? Ist für mich derzeit allerdings schwierig.
Ich durfte den Tisch nicht abräumen, es kostet mich viel zuzusehen wie er es tut, ist eine Qual, alles andere als Ruhe.
Nun sitze ich auf dem Balkon und lese, bis mir der Gedanke über das Bewusstsein und bewusst sein ereilte und den musste ich los werden, weil er sonst wie ein Brummkreisel seine Runden in meinem Kopf gezogen hätte.

Ich bin aber artig, gehe nun wieder auf den Balkon und lese weiter, so lange mein Herr es wünscht und das Wetter es erlaubt :)



Freitag, 22. Mai 2020

Kaktusse




So wie dieser Kaktus aussieht, fühle ich mich im Moment.

Er sitzt da umgeben von vielen schönen anderen Kakteen und versucht sein Bestes ein guter Kaktus zu sein.


Er hat große und gefährlich aussehende Stacheln, die aber genug Platz für Lücken lassen und wenn man sie genauer betrachtet, sieht man dass sie gar nicht so spitz sind, sondern nur schlimme Folgen haben können, wenn man sehr unvorsichtig ist und sich mit großem Druck mehrere gleichzeitig rein rammt. Da muss schon einiges passieren, um sich daran zu verletzen.

Schaut man ihn einfach nur oberflächlich an, ist er nicht so hübsch wie die anderen, sieht gefährlich und verletzend aus.

Der Kaktus braucht eigentlich recht wenig. Etwas Wasser ab und an und ein bisschen Licht.
Ich brauche eigentlich auch nicht viel, aber ich bekomme keine Aufmerksamkeit.



Ich bin da und versuche einfach eine gute Sklavin zu sein.
Ich habe keinen Tagesplan, kaum Regeln, das Ritual ist auf zwei Minuten ausharren zusammen geschrumpft.

Ich versuche eine gute Sklavin zu sein, gebe mir alle Mühe, lasse mich nicht entmutigen und obwohl mir Steine, Felsen und Geröll in den Weg gelegt wird, versuche ich eine gute Sklavin zu sein. Obwohl ich kaum etwas an die Hand bekomme, versuche ich eine gute Sklavin zu sein.

Ich gebe mir alle Mühe, permanent, versuche genügsam und artig zu sein, mir kein Honiggesäusel von anderen anzuhören und eine gute Sklavin zu sein, auch ohne Rückmeldung und ohne gute Behandlung.

Ich versuche eine gute Sklavin zu sein und ich finde, im Rahmen der Umstände, bin ich eine gute Sklavin.

Nicht gefordert, gefördert oder ausgelastet, aber ich versuche eine gute Sklavin zu sein, denn das ist was ich kann und wer ich bin, sonst nichts.

Und wenn das nicht gewollt oder gesehen wird, bin ich es trotzdem, denn man hört nicht auf zu existieren, nur weil man nicht wahrgenommen wird.

Mein Leben besteht daraus, eine gute Sklavin sein zu wollen.

Auch wenn mein Herr seinen Platz nicht einnehmen will, oder kann, macht das aus mir keine schlechte Sklavin, wenn ich mich bemühe, trotzdem eine gute Sklavin zu sein.

Und ich bemühe mich!

Ich kämpfe dafür eine gute Sklavin zu sein, für meinen Herrn, soweit ich es kann, soweit ich weiß, was er möchte, bis zur Selbstverleugnung, nur um eine gute Sklavin zu sein.







Donnerstag, 14. Mai 2020

Gute alte Zeiten



Das waren noch Zeiten *seufzt

Meine Haare waren lang und wild, wie meine Seele, wie ich.
Wir gingen drei oder vier mal die Woche zum Sport und es tat gut.
Wir lebten nicht zusammen, konnten uns dadurch aber vermissen.
Wir sahen uns nicht täglich, umso größer war die Vorfreude.
Unsere gemeinsame Zeit war bemessen, dadurch schätzten wir sie umso mehr.
Unsere Körper waren uns gegenseitig unbekannt, die Erkundungen waren umso spannender.


Ich sehe mir dieses alte Bild an und erinnere mich an die Gefühle von damals.

Ich fuhr zu meinem Herrn, voller Vorfreude, voller Lust, voller Spannung, was uns heute wohl erwarten würde. In der Zeit in der ich in der Bahn saß, konnte ich mich seelisch vorbereiten, schrieb manchmal ein wenig versautes Zeug mit ihm und hatte Ruhe.

Wir kannten uns noch nicht gut, alles war frisch und jung, so viel zu entdecken, so viele Vorstellungen, wie alles werden könnte.

Tja, der fiese graue Alltag schlägt härter zu, als jede Puffmutter!

Es war unser großes Ziel zusammen zu leben, permanent TPE ausleben können, ohne Grenzen, ohne Frist und nun? Wir leben es weniger denn je.

Es ist so traurig.

Mein Herr war heute fast den ganzen Tag unterwegs und hinterließ mir einen gut gefüllten Tagesplan, dem ich wegen äußerer Umstände nicht ordentlich nachkommen konnte. Trotzdem fühlt es sich wie meine Schuld an und diesmal ist sie nicht so groß, schwer, belastend wie sonst, was mir Sorgen macht.
Stumpfe ich ab?
Wird es mir auch zunehmend egaler, weil ich mich fühle, als sei ich die einzige, die noch festhält und erhalten möchte?

Mein Herr kam heim, ich erwartete ihn auf Knien wie es sich gehört. Etwas Routine wenigstens.
Dann schlief er erschöpft auf dem Sofa ein, ich machte meine Arbeit fertig und kochte für uns. Er wachte auf, das Essen war bereits fast fertig und er freute sich, wie ich hoffe, so wie ich damals, als ich vollkommen k.o. geschlafen hatte, wach wurde als es gerade klingelte, weil er Essen bestellt hatte, über das ich mich dann ausgehungert hergemacht hatte.

Abends fahren wir nochmal los, ich bekomme meinen Lieblings-Milchshake und eine kleine Tour zum Bücherschrank.
Zurück schreibe ich in mein reales Tagebuch, in mein virtuelles und gleich wird es ins Bett gehen.

Früher rieb er sich an mir, konnte von meinem Arsch nicht genug bekommen, presste sich hart gegen mich, selbst wenn wir dann nur schliefen. Heute bekomme ich seine Hand auf die Schulter, aufs Halsband oder dergleichen und dann dreht er sich weg.

Alles fühlt sich eingeschlafen an und so wundert es mich nicht, als er mich heute hungrig umarmte und immer wieder sagte, er habe mich lieb. Nein, nicht er liebe mich, er sagte, er habe mich lieb und erklärte anschließend das xte mal, dass ein "hab Dich lieb" bei ihm das selbe sei. Schön, für mich dennoch nicht und wieder so ein schales Gefühl, von denen es im Moment so viele gibt.

Außerhalb von DS blühe ich auf, fand meine Kreativität wieder, fand mein innere Stärke wieder, fühle mich mit mir selber wohler und ein Stück zufriedener.

Innerhalb von DS ist alles eingeschlafen, abgestanden und eingestaubt, liegt ungenutzt brach und vergammelt.


Ich kenne das schon, dass man sich immer mehr ohne DS wohl fühlt, es einem dennoch gut geht, weil man sein Augenmerk auf andere Dinge legt und DS verscharrt und ignoriert, damit diese negativen Gefühle einfach mal weg sind. Wo führte es hin? Ich fand die innere Stärke mich aus meiner langen und kaputten Ehe zu retten.

Wo führt es diesmal hin?
Ich mag mir keine Antwort geben.

Klar gibt es ein Leben außerhalb von DS und das ist wichtig, aber man muss sich nicht entscheiden, wenn beide daran arbeiten, daran mitwirken und es gemeinsam gestalten. Wenn aber einer der zwei Parteien seinen Fokus zu sehr auf das Außerhalb von DS hat, hat der andere schon keine Chance mehr und hat die Wahl innerhalb von DS zu versauern und zu versumpfen, oder sich auch mehr auf das Außerhalb von DS zu konzentrieren. Dann ist die Frage, wie groß ist die Sehnsucht nach DS, wie stark die Bedürfnisse und meine Antwort kenne ich und ja, ich bin so sehr Sklavin, dass die immer vor geht und notfalls alles hinter sich lässt, denn ohne bin ich nicht ich, denn ohne fehlt ein großer Teil von mir und so kann sich keiner wohl fühlen.
Ich leide dann.
Ich kann mein Leiden ignorieren, aber das bedeutet nicht, dass es weg ist.



Montag, 11. Mai 2020

Dominanz

Dominanz bedeutet für jeden etwas anderes.

Einmal sagte eine Dom über meinen Ex-Herrn: "Der ist gar nicht dominant, ich habe versucht mich virtuell von ihm dominieren zu lassen, er konnte es nicht!"

Naja, dass sie damit eher ihre eigene Intelligenz in Frage stellt, war ihr vielleicht nicht unbedingt bewusst, anders kann ich es mir nicht erklären.

Wenn ich nicht dominiert werden möchte, kann man mich nicht dominieren, so einfach ist das.

Dominanz lässt man zu, man gewährt sie, ermöglicht sie. Folgen kann man nur freiwillig und wenn man von einem virtuellen Erlebnis redet, ist es doch noch viel offensichtlicher. Wie kann ich jemanden nur durch Worte zu etwas bringen? Durch seinen eigenen Willen. Wenn der nicht möchte, hat man keine Chance.

Dazu kommt noch, dass für jeden andere Dinge dominant sind, jeder legt es an seinen persönlichen Vorlieben und Facetten fest. Was der eine mega dominant findet, ist für den anderen total lächerlich.

Hat man soweit erst einmal gedacht, geht es weiter mit einer gewissen Grenze an Dominanz.

Wie viel Dominanz braucht eine Sklavin?

Theoretisch ja keine. Eine Sklavin folgt, Punkt. Wofür dann noch Dominanz?

Diese Überlegung kam mir gestern.

Ich legte mich aufs Bett und weiß eigentlich, dass ich nicht ungefragt aufs Bett darf. Eigentlich müsste mein Herr mich dann, wenn er es bemerkt runter scheuchen. Eigentlich hat er da mittlerweile keine Lust mehr drauf und legt sich einfach daneben.

Ist er dadurch weniger dominant?
Ich finde ja!

Er sagt nein!
Warum sagt er nein?
Weil es ihn nervt und er nicht von den Regeln dominiert werden möchte und es ihm so keinen Spaß macht.

Nun geht es in zwei Richtungen. Regeln die keinen Spaß machen sollten keine Existenz in einer Beziehung haben, denke ich jedenfalls, und worin soll ich seine Dominanz spüren, wenn er erwartet, dass ich alles brav erledige und nichts falsch mache?
Wenn ich mich an alle Regeln halte, alles ordentlich verrichte, nichts vergesse, zu seiner vollkommenen Zufriedenheit, woran merke ich dann überhaupt, dass ich dominiert werde?

Normalerweise mache ich dann, wenn ich zu wenig DS bekomme, weil ich eigentlich wirklich sehr brav bin, etwas wovon ich weiß, ich darf es nicht, um meinen Platz gezeigt zu bekommen.
Das kann man einfach vermeiden, indem man mir anderweitig meinen Platz zeigt, so dass ich es nicht nötig habe. Wenn es nunmal soweit kam und ich ihn nicht mehr spüre, nicht anders gezeigt bekam, dann mache ich sowas eben und was passiert bei meinem Herrn? Er hat da keinen Bock drauf, macht nichts, zeigt ihn mir nicht, ist höchstens genervt, oder bemerkt es nicht, jedenfalls kommt keine Reaktion.

Welche Chance habe ich dann?

Bin ich brav, läuft alles normal, wie bei jeder Beziehung. Ich halte mich an die Vorgaben und es wird hingenommen oder ich bekomme ein "Das hast Du schön gemacht." was mir rein gar nichts gibt.

Wenn ich nicht brav bin, kommt auch keine Reaktion.

Dann kommt die Frage in mir auf: "Woran merke ich, dass ich einen Herrn habe und keinen stino Mann?"

Wo ist also die Grenze die eine Sklavin bei der Dominanz braucht? Denn sonst könnte sie ja jeden Kerl, ob dominant oder nicht, nehmen und sich einreden, wenn sie brav ist, ist sie eine tolle Sklavin.

Dominanz lässt man selber zu als Sklavin, keiner kann mich dominieren, wenn ich nicht will. Ich komme also meinem Herrn gestern entgegen, will brav sein, lege mich nicht ins Bett (obwohl er eh nicht reagieren würde), sondern in mein Hundebett, in das ich immer darf und schreibe da mein reales nur für mich bestimmtes Tagebuch und lese was. Er kommt vorbei, schaut nach mir, findet es schön, wie bequem und gemütlich ich es habe und geht wieder.

Schaler Nachgeschmack bleibt.

Wo spüre ich seine Dominanz?

Wie weit muss ich meine Grenze herabsetzen, damit ich irgendwas davon spüren kann?

Wenn ich meine Regeln befolge und es passiert nichts und ich befolge sie nicht und wieder passiert nichts, wie sinnvoll ist es dann Regeln zu haben?

Ich stecke mal wieder in einer Sinnkrise fest.

Wenn ich brav bin, habe ich wenigstens kein schlechtes Gewissen, auch wenn es sich anfühlt, als würde ich mich selber dominieren...



Samstag, 9. Mai 2020

Gefühle zulassen können

Ich freue mich ja immer riesig, wenn mir jemand schreibt, also auch wenn es Kritik ist, freue ich mich.

Dann lese ich es, mache mir Gedanken dazu, nehme es manchmal direkt an, manchmal erkläre und erläutere ich, warum etwas wie ist, aus meiner Sicht, jedoch bin ich immer dankbar und finde es schön, wenn sich jemand die Mühe macht und mir seine Meinung mitteilt :)


So bekam ich auf meinen letzten Eintrag einen interessanten Blickwinkel geschenkt. Ich könnte das nächste mal meine Gefühle mehr beschreiben.

Vorher hätte ich gedacht, das habe ich. Hm, nach der PN frage ich mich, ob ich es wirklich habe?


Vorab, ich schreibe meine Einträge von der Seele weg runter. Ich lese sie normalerweise kein zweites Mal, weshalb vermutlich auch Fehler drin sind, aber ich mag es nicht, meine eigenen Texte zu lesen, also muss ich innerlich Revue passieren lassen und mich fragen, ob ich wenige Gefühle beschrieb oder es eher eine Aufzählung war?

Darüber kam ich zu dem Gedanken, dass ich vielleicht allgemein meine Gefühle zu wenig belichte und betrachte.

Es gab eine Zeit in meinem Leben, da konnte ich sie mir auch nicht erlauben und musste sie weg sperren und nun frage ich mich, ob davon zu viel übrig geblieben ist?

Ich empfinde meinen Herrn regelmäßig als nicht wenig emotional und er mich als gefühlskalt, bisher dachte ich mir, die Mitte sei die beste Option, nun komme ich hingegen ins wanken.

Also eine Baustelle, die man genauer betrachten muss und daran arbeiten sollte :)




Die letzten Tage hatte ich keine Lust zu schreiben. Manchmal ist das einfach so und dann schreibe ich auch nicht, außer mein Herr verlangt es. Tut er bisher nicht, ist glaube ich auch gut so, denn gezwungene Einträge sind vielleicht nicht die Besten.

Das Corona Chaos normalisiert sich etwas und dadurch sortiert sich unser Alltag wieder um, zeitgleich wächst damit auch die Sorge, dass man sich doch anstecken könnte, weil die Menschen unvorsichtiger werden.

Mein Herr achtet sehr auf mich und geht lieber selber einkaufen, ohne mich, findet es dann aber auch wieder umständlich, weil er es nicht gewohnt ist und lässt mich dann doch lieber selber einkaufen bzw steckt in einer Zwickmühle fest, wie er sich entscheiden soll.

Seit der Maskenpflicht hat er es da etwas einfacher und ich übernehme es ja gerne, packe zuverlässig Leckereien für ihn ein und versuche ihn zu verwöhnen :)

Auch ist weniger Zeit übrig um die geplanten Strukturen umzusetzen, so kam er in seinem Regelwerk nicht sehr viel weiter und vernachlässigt es etwas, wobei ich nun nicht meckern möchte, denn er hat mein Verständnis! Arbeit geht vor, kein Thema, wünschen darf ich mir hoffentlich dennoch, dass es auch mal wieder ein wenig anders wird, denn der Anfang war wirklich gut und es fühlte sich toll an, als er die Zügel mehr in die Hand nahm, als sonst.

Andererseits verliert man auch schnell aus den Augen was man bereits hat und sollte die Kleinigkeiten betrachten können :)

So bestimmt er mittlerweile komplett über meinen Tee, was ich genieße, denn er trinkt dadurch gerne die ein oder andere Tasse mit und ich bekomme ihn vielleicht doch noch konvertiert zum Tee Trinker!

Auch bekam ich endlich ein anderes Duschgel zugesprochen, nachdem ich darum gebeten habe. Nicht mehr "warming happy hugs", sondern "iced strawberry dream", also sommerlicher, leichter :)

Überhaupt bin ich von alleine dazu übergegangen mehr zu erfragen, was ihn erfreut und wenn ich es mal nicht tue, fordert er es ein, was mich erfreut und lächeln lässt :)


Immer verlangte ich nach mehr und schaute nur auf das was ich nicht habe, an einem gewissen Punkt versuchte ich umzudenken und es zu ändern, denn man kann nicht glücklich oder zufrieden sein, wenn man nur etwas hinterher rennt, was man gerne hätte und dabei übersieht, was man hat.

Wenn man nur Forderungen an den Kopf gehauen bekommt und Defizite zu hören bekommt, hat man keine Lust etwas zu ändern, es raubt nur Energie, so ähnlich sagte es auch mein Herr regelmäßig, also schwenkte ich um und versuchte zufrieden zu sein, mit dem was ich habe, wie ein Verhungernder, der sich über ein Stück Brot freut. Das Stück Brot habe ich dann :) Wenn mir mein Stück Brot wieder weggenommen wird, versuche ich nicht zu schimpfen, sondern es hinzunehmen, höchstens zu sagen, dass ich es gerne hatte und gerne wieder bekommen würde, wenn es irgendwann geht und passt.

Gelingt mir vielleicht nicht so gut, muss ich gestehen, aber ich arbeite dran!
Es ist halt für beide eine enorme Umstellung in vielen Bereichen. Für ihn, weil wir zusammen zogen, er viele Abstriche machen muss und keinen Rückzugsort mehr hat, für mich, weil ich weniger DS habe und mich wieder fest auf jemanden einlassen muss, obwohl es mir stellenweise Angst macht.
So hat jeder sein Päckchen zu tragen und noch einige andere und wenn man dann mal wieder unter der Last der Päckchen zusammen bricht, bekommt der andere es ordentlich zu spüren, was aber komplett falsch ist! Man sollte dem anderen helfen beim Tragen, hat aber keine Lust darauf, wenn man erst einmal zusammen gefaltet und angeschissen wird. Dann muss der Päckchenbesitzer entweder zurückrudern und ruhiger werden und um Hilfe bitten, oder der Mitträger muss genug Empathie und Ruhe haben, um dennoch zu helfen und nicht eingeschnappt und sauer zu sein. Ganz schlimm ist es, wenn beide zu schwere Päckchen haben und man gar nicht mehr nach kommt, dem anderen zu helfen oder nur noch so angegriffen ist, als dass man keine Lust mehr hat, dem anderen irgendwas abzunehmen.

Da sind wir wieder beim Thema Gefühle zulassen können.

Es ist so viel einfacher Schutzmauern hochzufahren, als verletzlich zu bleiben und offen.

Wir haben beide viele Baustellen und dadurch immer wieder schwache Momente, bei denen der andere eine Kackdusche abbekommt.

Ich versuche mich dann auszudrücken, zu sagen, dass ich mich unfair behandelt fühle, zu sagen, dass es mich verletzt und das auch noch mit Worten, die nicht gemein sind, was eine riesen Aufgabe für mich bedeutet, da ich von klein auf gelernt hatte, man muss den anderen zurück schlagen! Dann eben nicht so zu reagieren, sondern dem anderen zu zeigen, dass man nicht gut behandelt wird, warum das so ist, so dass der andere es auch erkennen kann, fällt mir noch immer schwer, wird aber immer ein wenig leichter.

Aber auch wenn man selber explodiert ist, zum anderen zu gehen, ihm zu zeigen, dass es einem leid tut, wenn man es vielleicht nicht sagen kann, ist ein schwerer Weg, der beiden jedoch gut tut und weiter bringt und somit fördert, dass man einen anderen Umgang miteinander zurück erobern kann.

Wenn man bei so einer explosiven Mischung noch DS dazu packt, wird es unendlich viel schwerer, oder leichter, je nachdem, wie man es umsetzt.

Ich wurde mal gefragt, was das schwerste überhaupt war, was ich je machen musste und ich dachte nach und dachte nach und kam nur auf Dinge, die mir leicht fielen. Vielleicht etwas Überwindung brauchten, aber leicht fielen.

Wenn ich geschlagen oder gepeitscht werde, bin ich nicht angebunden, war es nie, weil ich still halte und es ertrage. Ich zucke, ich jammere, vielleicht fluche ich auch mal, aber ich halte meinen Hintern oder sonst was hin, auch wenn es wirklich fies weh tut und nochmal zur Erinnerung, ich bin nicht maso! Schmerz ist Schmerz und tut scheiße weh!

Ich bekam in den Mund gespuckt, öfter, nahezu regelmäßig. War schlimm, ekelhaft, mir wird schlecht, wenn ich nur daran denke! Dennoch ertrug ich es, ging also irgendwie.

Schlucken war für mich eine zeitlang sehr hart, aus medizinischen Gründen und auch da bekam ich Hilfestellung und schaffte es nach und nach perfekt zu schlucken, obwohl ich mich anfangs fast übergeben hätte.

So könnte ich noch lange weiter machen, alles ist nicht sooo schlimm gewesen, kostet nur etwas Überwindung, außer eine Sache.

Eine einzige Sache, die ich wirklich als sehr, sehr, sehr schwer empfinde, immer und immer wieder!

Wenn ich Streit mit meinem Herrn habe, verletzt und sauer bin, ihn gerne auf den Mond schießen möchte oder nie wieder sehen (für den Moment), dann dennoch um Erlaubnis bitten, dennoch knien, dennoch dienen, dennoch gehorchen.

DAS ist schwer!
DAS ist hart!
DAS ist sehr schwierig!

Ich bekomme es hin, mal mehr, mal weniger gut. Ich kniete schon so wütend vor ihm, dass mir die Tränen kamen und ich aufgesprungen bin, weil ich es nicht mehr ertrug, aber davor kniete ich vor ihm, bis ich es nicht mehr ertrug.

Ich frage trotzdem um Erlaubnis, wenn es nicht mehr anders geht, vielleicht dann auch nur schriftlich, weil ich es nicht über die Lippen bringen würde, denn etwas ohne Erlaubnis zu tun, wo ich eine bräuchte, fühlt sich noch schlimmer an und dann auch noch dauerhaft schlimm, so lange bis ich seine Absolution bekomme. Nicht schön! Einfach nicht schön!

Und darüber kam ich auf die Lösung für mich, für mich in meinem Kopf.

Ich bin seine Sklavin, egal wie ich mich fühle, darf ich mich ihm nicht entziehen.

Ich habe ein Mecker-Buch, da schreibe ich rein, damit ich ihm nichts an den Kopf haue und man es trotzdem nicht mehr im eigenen Kopf hat.

Ich bin seine Sklavin und auch wenn ich ihn zu dem Zeitpunkt nicht mag, ist er mein Herr und hat seine Rechte, daran muss ich mich halten und was macht ihn denn kampfloser, harmloser, emotional wärmer, als eine dienende Sklavin? Eine wütende, außer sich saure, aber dienende Sklavin beschwichtigt alleine schon durch ihre Demut.
Also versuche ich möglichst diesen Weg zu gehen. Sklavin sein, in jedem Moment, erst recht den nicht einfachen, erst recht denen, wo man es nicht erwarten würde, um zu entwaffnen und um dann anders aufeinander zugehen zu können, denn meistens wird unser Streit durch schwere Päckchen ausgelöst, die der eine oder andere nicht mehr alleine tragen kann.

Nun schreibe ich schon wieder eine halbe Ewigkeit und heute irgendwie so hmm naja, nicht sehr positiv, aber ich finde unsere Zeit gerade auch sehr schwierig. Er muss in den Vollzeit-Beruf zurück finden und ich fühle mich total zurück versetzt, wobei ich nicht wegen seiner Arbeit so empfinde, sondern weil er keinen Kopf mehr für andere Dinge hat, jedenfalls ist es dadurch gerade schwierig, aber mit schwierig kennen wir uns gut aus, das ist unser Spezialgebiet und wenn gar nichts mehr geht, muss man sich hinsetzen und ein Buch lesen, in eine andere Welt flüchten und abschalten, danach ist die reale Welt wieder leichter ertragbar, man fand vielleicht einen anderen Zugang und kann die Sache anders anpacken :)


Wir sind halt keine Teenager mehr, wir haben schon gelebt, unser Gepäck angehäuft, gesammelt und müssen nun sortieren, was weiter mit auf die Reise darf, was über Bord muss, haben Abschiedsschmerz und Wehmut, fühlen Erleichterung, wenn etwas sehr Blei schweres wegfällt und überwunden ist. Unser Liebeskummer besteht nicht mehr aus: "Er findet aber das T-Shirt von der Inge aus der Nachbarklasse viel hübscher als meins!", sondern der Schmerz konnte tiefe Wurzeln wachsen lassen und sich richtig eingraben und auswuchern und einen Rattenschwanz bilden, der in ganz andere Bereiche ausgeufert ist, von denen man womöglich nicht einmal etwas ahnt.

Wie wertvoll ist dann ein Mensch, der es auf sich nimmt, daran zu arbeiten, um einen zu kämpfen und nicht aufzugeben?

Und wie wertvoll ist dann eine Beziehung, in der es beide tun?

Wie reich bin ich mit meinem Herrn beschenkt?
Und wie reich er mit mir?


In dem Sinne, bleibt gesund :)





Sonntag, 3. Mai 2020

Mein heutiger Tag

Ich wache auf, die Kette um mein Bein stört mich und ich schaue auf mein Handy, was das Leben heute so für mich bereit hält.

Gestern bedankte sich eine Sklavin bei mir und wählte den Titel Sir. Ich hatte unter anderem geantwortet, dass ich selbst eine Sklavin sei und erhielt heute eine PN, in der sie mich Cunt nennt. Ich zeige es meinem Herrn, der meint, ich solle ihr sagen, man müsste ihr bessere Manieren beibringen, mache mir allerdings, obwohl ich es eintippe, andere Gedanken dazu.
Was, wenn es in ihrerer Welt nur Sir/Lady und Dick/Cunt gibt? War es böse gemeint, ich denke eben nicht und male mir etwas aus, was für einen Blickwinkel sie wohl hat, derweil streichelt mein Herr mit seinen Fingerspitzen meine Labien.

Der Sex war seltsam. Er fickte mich nicht, wollte das Gleitmittel testen, weil es wärmen soll und kühlen und prickeln. Wie geht das? Es brennt etwas, vielleicht fühlt man ja Wärme, Kühle und Prickeln zeitgleich immer als brennen?

Mein Orgasmus war eher klein, mein Herr ist enttäuscht darüber, aber ich kann nicht abschalten.

Er erzählt etwas über das Elektrohalsband, ich solle es heute den ganzen Tag tragen und er will sein Arbeitszimmer umgestalten, das Kniekissen präsenter, damit ich häufiger meinen bleichen Sklavinnenarsch präsentieren kann, ein Haken soll daneben sein, eine Gerte da ran kommen, man brauche immer greifbar eine Gerte, wenn man eine Sklavin hat, auch wenn sie brav ist, sagt er.

Nachdem ich ihn ein wenig verwöhnen durfte, und er sich auf mir ergoss, bitte ich meinen Herrn aufstehen zu dürfen. Mittlerweile tut mir mein Rücken und Bein weh. Im Moment ist die Kette am Hals nachts lang, damit ich ordentlich meine Nase putzen kann und die am Bein kurz. Es ist stellenweise sehr unbequem, aber meinen Herrn freut es: "So soll es doch auch sein, Sklavin, unbequem, dass ist der Zweck der Ketten."

Ich putze mir noch die Zähne vorher, sehe ihn unter dem Wasser stehend im kleinen Kosmetikspiegel. Einen kleinen Ausschnitt von ihm nur. Entweder sein bestes Stück, oder seine Kehrseite, reduziert auf diese beiden Stellen. Er dreht sich, dann sehe ich die eine Seite, dreht sich, die andere Seite, ein Kreis, ein Stück meines Herrn, ein kleiner Teil von ihm.

Soll ich ihn ans Elektroschockhalsband erinnern ? Ich hasse das Teil, würde mich also anbieten. Mein Herr lobt mich, wenn ich mich anbiete. Ich weiß noch nicht, wie ich mich entscheiden soll und denke über das Frühstück nach. Einfache Brötchen, Aufschnitt, Käse, Gurke, Tomaten, Salat usw, oder doch lieber ein Rühreie mit Gemüse, Speck und Käse?

Während ich dusche und mich rasiere mache ich mir Gedanken welches Buch wichtiger ist. Das über Respekt, denn wir haben ganz unterschiedliche Ansichten von Respekt und es ist ein wichtiges Thema, oder das über Gefühle zulassen können, denn da habe ich ein Defizit, mein Schutzwall ist hoch, oder jenes was von allgemeinen Ängsten handelt, denn Gefühle zulassen können hat auch viel mit Ängsten zu tun?

Ich möchte wieder weiter französisch lernen. Eine Grammatikregel ging mir so auf den Keks, dass ich alles hingeschmissen hatte und mein Herr schwieg dazu, leider, bestärkte mich kaum weiter zu machen, es doch zu versuchen. Da hätte ich mir mehr gewünscht, immerhin ist es sein Anliegen.


Meine Zeit im Bad ist heute lang, da ich die Spülung ordentlich einwirken lasse. Das Bett muß frisch bezogen werden, wir hatten es etwas eingesaut und mein Herr übernimmt diese Aufgabe, mir tatkräftiger Unterstützung.




Ich hasse es Betten zu beziehen, er weiß darum und lässt mich gewähren. Manchmal helfe ich freiwillig mit, manchmal mache ich es trotzdem. Dass ich etwas nicht mag, bedeutet ja nicht, dass ich es nicht mache.

Ich trockne mich ab, frage ob ich wie gestern einen Hoodie anziehen soll. Ja soll ich.

Dass ich mit dem Elektroschockhalsband warten würde, weil meine Haare zu nass sind (ja, ich hatte mich entschieden zu fragen, weil mir diese Entscheidung nicht zusteht, so wie alle anderen auch nicht) und er lobt mich, dass ich so mitdenke.

Zum Frühstück würde ich ja Brötchen usw bevorzugen, da sie weg müssen, aber wenn er lieber ein Rührei möchte? Nein, ich habe Recht,  und ja, ich könnte ja wie vorgeschlagen morgen lieber Rührei machen.

Welches Buch ich lesen sollte? Er macht sich Gedanken.

Ob ich heute einen anderen Tee darf? Nein, aber ich darf etwas Sirup rein machen und mir entfleucht ein kleines freudiges: "Oh!"







Ich bin achtsam, denke daran, dass ich Minime sauber machen soll und ihn und den Lush ans Ladekabel hängen muss. Mein Herr möchte später spazieren gehen, vielleicht mit dem Lush in mir. Auch trage ich, ohne dass er es sagte, regelmäßig täglich die Kugeln. Er hat bereits eine Verbesserung bemerkt und mich freut es, dass ich wieder etwas mehr für ihn tun konnte. Dienen ist vielschichtig, gerade die kleinen Dinge, die dem anderen nicht unbedingt auffallen, machen den Unterschied aus, finde ich. Unter anderem auch, dass ich mich schön für ihn anfühle, eng und mit einem Ticken extra Massage.
Unser Spielzeug staubt ein, da wir eigentlich immer die selben wenigen Stücke benutzen. Man schafft sich tolles Zeug an und doch nimmt man dann wieder das altbewährte. Die neuen Sachen sind nicht schlecht, im Gegenteil, aber wir sind wohl beides Gewohnheitstiere.







Wir frühstücken, ich darf am Tisch essen. Wir hören ein Hörbuch und rede nur wenig. Plötzlich fällt mir auf, dass es kein Morgenritual gab, also spreche ich es vorsichtig an und er bestätigt unser Versäumnis. Kein Streit darüber, es ist ein beidseitiger Verlust.

Nach dem Essen, wir räumten den Tisch gemeinsam ab, kniete ich mich vor ihm nieder, ein müder Versuch das Ritual zu ersetzen. Er sagt, ich habe nun ein wenig Lümmelzeit, danach gibt es Französisch für mich. Ich hatte ihm erklärt, was für ein Durcheinander in meinem Kopf herrscht, weil so viele Dinge offen sind und er hat sich wirklich Gedanken gemacht.

Mein Blick fällt auf die Tasche, die ich gestern Abend hervorgekramt hatte und vergessen hatte, wieder zu verstauen. Bei einem Gespräch wollte er gerne wissen, wie so ein Stomabeutel eigentlich funktioniert und hatte einen von damals behalten, führe es also vor, erkläre kleinschrittig und sachlich, schaue danach zu ihm auf und sehe Tränen in seinen Augen. Er hat so viel Mitgefühl, ein Fluch und Segen.

In der einen Lümmelzeit schrieb ich einen Teil vom Eintrag, in der nächste den anderen und was noch passieren wird, kommt dann halt morgen oder so.

Nach der Lümmelzeit lernte ich mit einer feinen Tasse Tee etwas Französisch und hinterher wollte ich endlich ein paar Latten vom Lattenrost sichern, denn mein Herr hatte Sorge, dass sie sich lösen könnten und mich verletzten.
Irgendwie nahm das eine Eigendynamik und er reichte mir noch Bücher hinein und ich machte die Lichterkette fest.





Ja, es wurde eine Kuschelhöhle, aber!!!!

Mir ist vollkommen egal, was andere darüber denken, denn nur die Meinung meines Herrn zählt.

Warum muss im BDSM Bereich alles gemein, unbequem, schwarz und rot sein?

Was ist so falsch, wenn es mal bunt, hübsch, flauschig ist?

Das werde ich nie verstehen.

Wenn mein Herr möchte, dass ich es unbequem habe, dann kann er z.B. das Hundebrett rausnehmen.
Wenn mein Herr möchte, dass ich kein Licht habe, die Stromquelle für die Lichterkette ist außerhalb, er muss nur den Stecker ziehen.
Mein Herr würde mir nie Bücher wegnehmen, das ist eh keine Option.





Es ist ein Käfig, sobald wir uns für eine "Türe" entschieden haben, die fehlt wirklich noch und so lange, kann er mit Ketten arbeiten.

Wer definiert wie ein Käfig zu sein hat?
Türe zu und man ist gefangen, bzw.  kurze Kette dran.

Er freute sich jedenfalls darüber und findet sie auch schön :)

Mehrmals erinnerte ich ihn auch wieder ans Elektroschockhalsband, nicht weil ich es tragen möchte, sondern weil er sich ärgert, wenn es ihm zu spät einfällt und weil ich versuche eine gute Sklavin zu sein.


Mich ärgern manche Kommentare. Eigentlich sollten sie mir egal sein, aber meistens zeigt es, wie klein der Ausschnitt hier ist und wie wenig mein Gegenüber weiß.

Ich hatte schon verdammt viele Regeln in meinem Leben, immerhin bin ich jetzt etwa 19 Jahre dabei.


  • Ich hatte viele Jahre die klassische Kleiderordnung der O.
  • Ich hatte kein eigenes Geld.
  • Ich durfte keine Entscheidung mehr treffen und wenn mein Dom nicht da war, musste irgendwer eine treffe, was meinen Bekanntenkreis massiv genervt hat.
  • Ich musste mind. 8cm Absatz tragen, zeitweise permanent.
  • Ich musste permanent meine Beine spreizen.
  • Ich musste permanent den Blick gesenkt halten.
  • Ich musste meinen Herrn ausschließlich "mein Herr" nennen.
  • Ich wurde weit über zwei Wochen lang täglich mehrfach (mind. 5x) bis fast zum Höhepunkt gebracht und durfte nicht kommen. 
  • Ich musste permanent Kugeln tragen.
  • Ich fuhr nackt mit Bondage im Auto und musste von da aus LKW Fahrer heiß machen.
  • Ich fuhr durch Städte, blank und wurde gefingert.
  • Ich hatte Sex an allen erdenklichen Stellen und wir waren nicht immer alleine dabei.
  • Ich kann blasen, schlucken und einen sauberen Schwanz zurück lassen, ohne Probleme.
  • Ich wurde schon grün und blau geschlagen und der letzte Striemen brauchte zwei Monate, bis er weg war.
  • Ich fuhr in der U Bahn durch Köln und gab den Blick zwischen meine Beine frei.
  • Ich kniete jederzeit, egal wo, egal wie viele Leute da waren, vor meinem Herrn.
  • Ich war an weiß der Donnergrummel wie vielen Orten angeleint unterwegs.



Ich habe so viele Sachen erleben dürfen, sie fallen mir gar nicht mehr alle ein und was soll ich sagen? Man lernt, alles kann mal nett sein, aber wenn man es permanent hat, ist alles auch irgendwann lästig.

Für mich ist DS keine Session, keine begrenzte Zeit und dann ist alles wieder normal, es ist mein Leben, permanent, ohne Pause.

Warum also, muss ich unseren Käfig ungemütlich gestalten und muss alles immer streng und extrem sein?

Es gibt Dinge, die man permanent im Alltag integriert hat, z.B. Ansprache meines Herrn, um Erlaubnis bitten, Freiheitseinschränkungen und vieles mehr, aber dieses stereotypische Gehabe von wegen, alles muß hart, gemein, streng und fies sein, das kann man nicht leben, denn auch ein Herr möchte mal verwöhnen, gönnen und Gutes tun, wie sonst soll er sanktionieren und es wieder wegnehmen können?

Ich mag unser Leben wie es ist und nicht, wie andere es gerne leben würden, die es noch nie taten und nur in ihrer Fantasie ausmalen.

Reden kann jeder, handeln ist die Kunst.

So und nun koche ich uns was feines und dann geht es spazieren!

Bleibt gesund!








Freitag, 1. Mai 2020

Alter Profiltext

Damit er nicht verloren geht, weil ich mir immer mit jedem Mühe gebe und lieb gewinne und nicht möchte, dass er einfach in Luft aufgelöst wird :)






Manchmal muss man innerlich sterben, um neu geboren zu werden, damit man dann eine Vision hat, die es sich umzusetzen lohnt, weil sie den gemeinsamen Weg darstellt, der beide vereinen wird, auf eine Art, die beide so vollständig miteinander verwirkt, als dass es nicht mehr zwei Persönlichkeiten sind.
Diese Vision vor Augen folge ich meinem Herrn, wobei manche Kulturen das Wort Herr auch mit Gott gleichsetzen und wie sollte es auch anders gedeutet werden, wenn man TPE lebt und ihm alle Rechte schenkte, ihm alles überreichte was man hat, was man ist und was einen ausmacht.

Er ist mein Herr und ich bin seinem Wohlwollen ausgeliefert, vertrauend darauf, dass er seine Macht nicht ausnutzt, sondern weise benutzt.

Da ich ihm gehöre, vollkommen und in allen Bereichen und mein Herr über mich bestimmt, sollten gewisse Dinge selbstverständlich für andere sein, die Umgang mit mir hegen möchten.

Zu einer Sklavin in Besitz kann man guten Kontakt haben, aber dann ist Respekt ihrem Herrn gegenüber nötig und man hält etwas Abstand, um sie nicht in Schwierigkeiten zu bringen und vor allem, man sollte wissen, wie wertvoll es ist, wenn ihr Herr es ihr überhaupt gestattet.

Ich bin Eigentum meines Herrn, bedeutet, ihm gehört alles und ich haue nicht ab, nur weil er nicht perfekt ist, oder mir nicht immer gibt, was ich möchte, oder sogar brauche, denn auch das ist sein Recht, denn ich habe mich ihm geschenkt. Geschenke gibt man nicht unter Bedinnungen, an die man sich halten muss, sonst nimmt man jemanden das Geschenk wieder weg. Ich bleibe bei ihm, so lange er es möchte und davon unabhängig ist sein Verhalten. Kein, ich betone, KEIN Mensch der Welt kann das ändern. Ich bin eine Sklavin, keine Sub, ich gehe nicht einfach, wenn es mal schlecht läuft, statt dessen versuche ich mich zu verbessern, an der Beziehung zu arbeiten und kämpfe dafür, so lange mein Herr das möchte, denn genau so verstehe ich TPE. Ich gab meine Rechte an ihn ab, was er damit macht, ist seine Sache und so lange er sie haben möchte, kann er damit machen was er möchte.

Respektiert man ihn nicht, kommt es schon mal vor, dass er mir den Kontakt zu demjenigen untersagt, wobei derjenige hiermit gewarnt genug sein sollte :)




Ton in Ton



Ursprünglich fand ich es irre komisch, wie gut der Slapper ins Auto passt, wobei das Auto nach dem Slapper angeschafft wurde :)

Aber, dann habe ich bemerkt, wie schmutzig das Auto ist und nun fürchte ich, dass mein Herr es zum Anlass nimmt und sagt: "Ich glaube, wir machen das Foto nochmal neu, nachdem wir das Auto ordentlich geputzt haben!" oder dergleichen.


Mister Slapper kommt nun scheinbar regelmäßig mit, denn mein Herr meint, er ist für die Verhaltenskorrektur dabei.
Hmm...
Naja....
*seufzt

Er passt ja in die Hosentasche, ist nun nicht sooo ein Aufwand, aber hmm ich muss es ja nicht mögen.

Mister Slapper und ich stehen auf Kriegsfuß, so siehts aus.

Ich möchte da auch kein Blatt vor den Mund nehmen.

Ich kann ihn nicht ausstehen und so wie er mich dauernd misshandelt, er mich ja offensichtlich auch nicht.

Die Beziehung zwischen Mister Slapper und meinem Herrn hingegen ist blendend!

Mein Herr ist derzeit ohnehin hmm naja, reizbar reizend!

Wir gehen oft so spät ins Bett, dass ich zu nichts zu gebrauchen bin und dauerübermüdet bin, während er sich nachmittags hinlegt und pennt, was ich nicht kann und dann wundert er sich, dass ich entweder heimlich früher ins Bett gehe, oder keine Nerven für ein Ritual habe und nur noch am herum titschen bin und dann bin ich zusätzlich unzufrieden mit mir und dauernd erkältet und die Masken nerven mich, wenn wir einkaufen gehen und nicht in ein Cafe zu können nervt und nicht einfach irgendwohin mit einem Buch und einem Tee im Thermosbecher gehen zu können nervt und die Leute, die keinen Abstand halten nerven und die Sonne nervt und der Regen nervt und aaaaaaaalles neeeeervt!!!!

Ok ok ok, ich weiß was nun mind. ein Leser denkt: "Was für eine Zicke!"
Jups, ich bin im Zickenmodus und genervt von mir, aber lieber schreibe ich es hier auf, als dass ich alle anderen um mich herum nerve :)

Nein, eigentlich habe ich es gut, weiß ich ja.

Mein Herr versucht alle Regeln einzuhalten, nein Moment, das ist ja mein Part, ich meine natürlich, er versucht alle Regeln zu beachten, nein auch falsch. Er schaut darauf, dass ich mich an alle Regeln halte und dass die Rituale eingehalten werden und verhaute mir letztens wieder den Hintern und korrigiert mich in meiner Wortwahl und erinnert mich an seine Anrede und denkt an vieles, während ich gefühlt von Tag zu Tag herum taumle und irgendwie versuche den Tag zu überstehen.

Dann ist es also mal wieder dringend an der Zeit den Fokus zu korrigieren :)

Mir geht es gut:


  • Mein Herr geht mit mir spazieren, so oft er kann (mit Leine).
  • Er gibt mir mein Lieblingsessen, obwohl er es selber nicht so mag, um mir eine Freude zu machen.
  • Er hat mir im Haushalt geholfen, ja macht er öfter, aber diesmal durfte ich nichts machen und musste mich ausruhen.
  • Er lässt mich schlafen, wenn er mich im Bett vorfindet, obwohl ich mich ungefragt hinein geschlichen habe.
  • Er versucht zu beachten, dass ich nicht so ticke wie der Durchschnitt und lieber verzichte, als etwas zu bekommen.
  • Er unterstützt mich bei meinen Hobbys und Herzensangelegenheiten.
  • Er ist geduldig mit mir.
  • Er fragt regelmäßig nach, ob es mir gut geht, wenn ich Kontakt zu schwierigen Personen habe, damit ich mich nicht übernehme.
  • Er schaut, dass ich auf mich achte.



Also, ich habe durchaus nicht wenige Gründe um dankbar zu sein :)

Nur bin ich vielleicht Momentan nicht unbedingt in der Verfassung, um es richtig zu würdigen, aber nichts was eine ordentliche Mütze voll Schlaf richten würde :)

Vielleicht sollte ich ihn fragen, ob das schmutzige Auto gerne von mir geputzt werden möchte :)

Mir macht es wenig aus, ihm könnte es Freude bereiten und ich könnte so ein wenig was zurück geben :)