Freitag, 9. Juli 2021

Recht ruhig

 



Im Moment geht es bei uns recht ruhig zu. Wir machen nicht furchtbar viel miteinander.

Nachts werde ich weiterhin angekettet, meine Speisen nehme ich am kleinen Tischchen neben dem normalen meines Herrn ein, im Auto gibt es auch die Leine und Monsieur spricht mich viel mit Haustierchen an und benutzt seine Ansprache auch viel häufiger, so dass sie normaler für mich wird und es selbstverständlicher wird, dass ich ihn mit Monsieur anspreche, ich habe zu fragen, ob ich auf die Toilette darf und auch sonst sprechen wir vieles ab.

Mir persönlich ist das nach wie vor zu wenig "meinen Platz" haben, aber wenn ich mich dann frage, was ich gerne anders hätte, was man noch so alltägliches einbauen könnte, passen meine Antworten nicht zu Monsieur.

Beispiel Essen. Monsieur ist nicht so wählerisch und mag eigentlich fast alles, was ich koche und zubereite und wenn ich ihn frage, was er gerne möchte, ist er ein wenig einfallslos, was ich nicht negativ meine. Er lässt sich dann gerne aufzählen, was für Möglichkeiten wir haben, was so im Haus ist usw., allerdings wirklich dass er das Essen bestimmt, wäre utopisch, das ist nicht sein Ding und ähnlich ist es auch in anderen Bereichen.

TPE bedeutet ja nicht, dass der Herr zwanghaft alles bestimmen muss, sondern kann. Es ist eine Option, kein Zwang. Das musste ich mir nun lange vorhalten und einsehen.

Wenn ich einfach aufstehe und etwas machen möchte, fragt er schon meistens, was ich nun vorhabe, aber das passiert so nebenbei, dass ich es mir bewusst machen musste. So gesehen, wenn ich dann sage, was ich gerade vor habe, bestimmt er ja auch, indem er es zu lässt, oder eben nicht.

Die leisen Töne, die ich immer wieder anspreche, in denen ich schlecht bin sie zu hören, die machen viel im Alltag aus und bleiben doch schnell auch unbemerkt. 




Wir waren kürzlich im Museum und der Tag war komplett normal, ohne fühlbares Machtgefälle, selbst als ich mich für ein Foto was ich machen wollte, hingekniet hatte, was eigentlich nur ein Vorwand war um vor meinem Herrn knien zu können, blieb von ihm unbemerkt.

Positiv überrascht war ich dann, als wir am Ende der Ausstellung waren und Monsieur die Widmung mit "Monsieur und Haustierchen" unterschrieben hatte :)

Ja, vielleicht brauchen wir es unterschiedlich intensiv im Alltag, aber das ist dann eher mein Problem, womit ich klarkommen muss.

Beim Sex ist er da weniger zurückhaltend und so litt mein Allerheiligstes vor ein paar Tagen fürchterlich, als er gar nicht genug davon bekommen konnte, darauf zu schlagen. Wund und rot lag ich da und sehnte mich schon sehr nach einer Maso-Ader, die mir einfach fehlt. Wie schön wäre es, wenn ich Schmerzen genießen könnte?

Aber so ist es Dienen im wahrsten Sinne.

Man möchte weglaufen, man möchte einfach, dass er es nicht tut, aber statt dessen spreizt man seine Beine, erträgt den Schmerz möglichst stumm und konzentriert sich auf das ursprünglichste in einem, die innere Sklavin, die darin ihre Erfüllung findet, auch wenn sie die Aufgabe als solches hasst.

Früher hatte ich sehr gerne Sex, mittlerweile ist die Vorfreude der Anspannung gewichen, was er diesmal mit mir anstellen wird. 

Einmal hat er mich entlastet und nicht zwischen die Beine geschlagen, dafür bekam ich seine Faust tief in den Mund. Eigentlich ein gutes Training, den Würgereflex unter Kontrolle behalten und irgendwie an der Faust vorbei atmen. Dabei tritt erstaunliches vieles in den Hintergrund, man sich wirklich so auf seine Reflexunterdrückung konzentrieren, dass man eine Art Flow bekommt. Spannendes Thema!

Wenn Monsieur mich nun fragen würde, ob ich Lust auf Sex habe, würde ich eher nein sagen, wo früher ein lautes JAAAA!!! gekommen wäre.

Nicht missverstehen, ich habe es gut, andere Sklavinnen haben Regeln zum Orgasmus und dürfen nur selten kommen, ich hingegen habe bei jedem Mal mehrere Orgasmen, aber wenn ich nicht gerade lange keinen Sex hatte, schreckt mich der Schmerz doch sehr ab.

Hier würde mich Monsieurs Meinung sehr interessieren und vielleicht schreibt er mal seine Sicht dazu?



Dienstag, 6. Juli 2021

Es wird langsam

 



Man kann nicht unbedingt sagen, dass Monsieur schnell ist, aber was er auf jeden Fall ist, ist gründlich!

Langsam nimmt sein Plan Gestalt an.

Monsieur tüftelt schon länger an einem Tagesplan bzw. Konzept für einen strukturierten Plan herum, der sowohl kontinuierlich ist, also Stabilität und Sicherheit vermittelt, als auch flexibel, so dass er im Alltag durchführbar ist, egal was für Besonderheiten anstehen.

Das klingt vielleicht erst einmal einfach, ist es allerdings nur oberflächlich. Kaum kommt etwas unvorhergesehenes dazwischen, müsste er verändert werden, oder kann eben nicht eingehalten werden und Monsieur schafft es, genau dieses Problem zu umgehen, auf eine Art, die nebenbei noch unsere Bedürfnisse befriedigt, Sinn stiftet und nachhaltig ist, also fordert und fördert, ohne einzuengen, womit er sich nicht wohl fühlen würde.

Eines seiner Probleme dabei war immer, dass er sich nicht kontrolliert fühlen möchte und spontan sein möchte, ohne dass der Plan darunter leidet. 

Hier fällt mir spontan Edison ein, der sagte: »Ich bin nicht gescheitert. Ich kenne jetzt 1000 Wege, wie man keine Glühlampe baut. «

Ebenso ist es mit dem Tagesplan. Monsieur fummelte mal hier, mal da herum und bemerkte immer wieder, was nicht funktioniert und so kam er nach und nach auf den Weg, um einen funktionierenden Tagesplan zu erschaffen, der für uns perfekt wird und vieles beinhaltet, wie z.B. unser Ritual, was uns wichtig ist, ein Mantra für jeden, damit man sich wertschätzt und geschätzt fühlt und andere Dinge.

Immer wieder höre ich: "TPE ist doch so einfach! Der Herr gibt vor, die Sklavin folgt, fertig!"

Ich kann es nicht oft genug sagen: Nein, so einfach ist es leider nicht!

Im Idealfall ist es so, aber dann ist der Alltag nicht einberechnet. Jeder hat x verschiedene Launen und manchmal mehrere am Tag. Jeder hat individuelle Bedürfnisse. Jeder hat mal Schicksalsschläge und Hiobsbotschaften. Jeder hat mal einen miesen Tag, an dem alles schief geht. Dann braucht man eben etwas anderes, dann muss es menschlich sein, aber der andere möchte in dem Moment gerade den Halt spüren, den TPE geben kann und sollte und was, wenn einer dann nicht in der Lage ist? Wenn er eben keine Befehle geben kann, oder sie nicht gehorchen kann? Was dann?

Zu glauben, dass es so einfach wäre, ist wie an Märchen glauben. Man lässt einfach gaaaanz viel Realität weg.

Die wahre Kunst ist es doch, trotz all dem und trotz den Bedürfnissen, dem Alltag, den Widrigkeiten eine funktionierende TPE Beziehung am Laufen zu halten, so dass beide darin vollkommen aufgehen, glücklich und zufrieden sind und dass es dafür dann eben Übung, Versuche Misserfolge und erneute Anläufe braucht, ist nur logisch.

Als er mir vor einigen Tagen sein Konzept für die grobe Struktur des Plans zeigte, war ich wirklich überrascht, denn bisher und auch bei meinem Herrn zuvor, war es eher in 15min-2h Abschnitten unterteilt. Dann stand da: 

Von 16-17 Uhr lesen. (Nur als Beispiel)

Und was wenn genau zu dem Zeitpunkt eine Freundin anruft und Hilfe braucht?

Was wenn es an der Türe klingelt und die Nachbarin quatscht einem ne Scheibe Brot ans Ohr, weil sie Langeweile hat?

Oder irgendwas anderes?

Dann kann man natürlich sagen: "Nein, tut mir leid, ich muss jetzt lesen, ich habe keine Zeit!" oder man kann eine Ausrede/Lüge erfinden, aber macht man das wirklich? Denkt man sich nicht viel eher, man würde der Person gerne helfen / für sie da sein und erklärt es dem Herrn hinterher, der hoffentlich Verständnis hat, oder eine Strafe erteilt?

Und wenn das nun öfter passiert, weil das Leben leider ist, wie es ist und immer Unvorhergesehenes parat hat? Wie fühlt der Herr sich dann, der sich den Tagesplan Tag täglich ausdenken musste und x Dinge berücksichtigt hat?

Und damit das trotzdem funktioniert, ohne dass der Herr gefrustet ist, weil sein Tagesplan missachtet wurde und ohne dass die Sklavin ein schlechtes Gewissen hat, weil etwas dazwischen kam, damit alle befriedigt sind und zufrieden, dafür braucht es eben einen ausgeklügelten Plan, der stetig und flexibel ist, der Halt gibt und genug Freiheit lässt, ohne dass man sich frei fühlt.

Monsieur schafft dieses kleine Wunder, auch wenn es eben viel Zeit beansprucht und viele kleine Korrekturen braucht und die Geduld, mit der er das macht, die ist beeindruckend und dass er sich nicht abbringen lässt, auch wenn manchmal sein Frustfaktor hoch ist.

Merci beaucoup Monsieur, dass Sie sich dessen angenommen haben und durchhalten!



Samstag, 3. Juli 2021

Mal aufräumen

 Ich bekomme ja so einige Fragen gestellt, manche beantworte ich sehr ungerne, weil man sie missverstehen kann, wenn man zu wenig Einblick hat und ich überlege dann wirklich sehr lange hin und her, was ich schreiben soll, obwohl ich sie nicht das erste mal gestellt bekam.

Mit einer möchte ich nun gerne mal aufräumen, weil sie mir so massiv lästig ist!

Hast Du Kinder? Hast Du eine Ausbildung? Als was arbeitest Du?

Das hängt alles sehr zusammen und ist auch gleichzeitig massiv intim.







Wie ich an vielen anderen Stellen schon schrieb, fand ich mit 19 Jahren zu DS und kurz darauf lernte ich meinen Ehe-Dom kennen, der auch mein erster Dom war, der mich nunmal direkt heiraten wollte. Er war älter und wollte gerne Kinder, also bekamen wir auch Kinder. 

Da wir früh eine Familie gebildet haben, bin ich quasi auch früh wieder durch damit und nun lebt nur noch ein Kind bei uns, was aber auch schon fast erwachsen ist.

Mit der Pubertät hängen viele unserer Beziehungsprobleme zusammen, aber nicht alle. Darauf möchte ich nicht weiter eingehen, denn wer pubertierende Menschen kennt, weiß was es damit auf sich hat :)

Dadurch dass ich früh Mutter wurde, habe ich keine Lehre gemacht, mein Lebenskonzept allerdings war auch schon immer ein wenig anders :) Leider kam dann meine Krankheit dazwischen und damit viele OPs, Krankenhausaufenthalte und Komplikationen, was mittlerweile meine Lebensaufgabe ist. Zwar bin ich "austherapiert", jedoch habe ich Folgeschäden und bin nun chronisch krank. Mein Körper zeigt mir regelmäßig deutlich, dass ich aufpassen muss.

Zwischen Kindern und Krankheit hatte ich gearbeitet, immer mal wieder, soweit es ging.

Schäme ich mich dafür?

Ein wenig, aber aus anderen Gründen, als man vielleicht vermutet.

Ich schäme mich für das Bild, was andere im Kopf haben, wenn sie hören, dass ich im Moment nicht arbeite, dass ich keine Ausbildung habe usw.

Schon von früh an, war mir ein normaler Lebensweg nicht vorbestimmt, durch viele Schicksalsschläge und Steine, die mir in den Weg gelegt wurden, aber ich bin verdammt stolz auf mich, dass ich alles überlebt habe, gemeistert habe und psychisch stabil bin!

Ich wurde dadurch ein starker Mensch, mit Persönlichkeit, der weiß, dass ich alles schaffen kann, wenn ich will und dass mich nichts so leicht umbringen kann, auch im wortwörtlichen Sinn.

Kürzlich sprach ich mit einem lieben Menschen indirekt darüber. Ich erklärte, dass ich nicht mag, wie die Leute mich sehen, wenn sie erfahren, dass ich keine Ausbildung habe und dass ich dann eben nicht erklären möchte, wie krank ich war und was für Nachfolgen das hat. Sie antwortete: "Wenn Du ihnen sagst, dass Du keine Ausbildung hast, haben sie ein Bild von Dir im Kopf und wenn Du dann erklärst, dass du schwer krank warst und bist, haben sie auch eins. Es ändert nichts, dann würden sie eben denken, dass Du übertreibst, jammerst oder deine Krankheit als Ausrede nimmst."

Klar könnte ich lügen und immer sonst was erfinden, total fantasievoll Bilder ausmalen und mir einen Spaß daraus machen, aber leider bin ich sehr ehrlich und lüge nicht einmal aus solchen Gründen gerne.

Ich bin stolz auf mein Leben, ich bin stolz auf meine Kinder und was aus ihnen wurde und wird.

Total konsequent widme ich mich nun einige Jahre schon meiner inneren Sklavin und lebe TPE so intensiv, wie es mir mein Herr ermöglicht. Ich führe den Haushalt, nach seinen Ansprüchen, unterstütze ihn beruflich und privat. Ich bin jederzeit für ihn da und umgebe ihn, wie ein Haustierchen es nur kann. Ich habe ihn zu meiner Lebensaufgabe gemacht und suche darin meine Erfüllung.

Er möchte gerne, dass ich Französisch lerne, ich lerne Französisch.

Ihm ist wichtig, dass ich mich bilde, also lese ich und informiere mich, soweit ich kann.

Er findet es toll, dass ich ein kreativer Geist bin und freut sich jedes einzelne Mal, wenn ich etwas erschaffe, also mache ich mir Gedanken und übe, übe, übe, während ich mich um sein leibliches und geistiges Wohl sorge und kümmere.

Lästige Aufgaben nehme ich ihm umgehend ab und ein offenes Ohr, in jedem Lebensbereich, ist ihm jederzeit sicher.

Wie ein persönlicher Assistent, nur intimer :)

Dafür, dass er mir dieses Leben ermöglicht, bin ich ihm sehr dankbar und auch wenn ich sein vollkommenes Verständnis an anderen Stellen ein wenig anprangere, finde ich es hier wundervoll, denn ich vermute, dass es nicht viele Herren da draußen gibt, die auf eine so intensive Art TPE leben möchten, gerade auch, weil es viel Arbeit ist und ständige Aufmerksamkeit erfordert. 

Jede Beziehung ist auf ihre Art bereits arbeitsintensiv und kompliziert, umso wertvoller, wenn man sich so einer Aufgabe annimmt.


Ein einfaches Leben hatte ich nicht, aber ein interessantes hatte und habe ich und wenn ich aus dem Nähkästchen plaudere, dann ist es immer spannend und interessant, denn zu erzählen gibt es vieles und wenn ich zurück blicke, dann muss ich zwangsläufig lächeln, denn durch meine Einstellung einfach zu machen und hinterher nachzudenken, passierte viel aufregendes und wundervolles Zeug. Ich bereue nur sehr wenig und auf dem Sterbebett werde ich nur wenige Entscheidungen anders sehen.

Im Moment ist eine kleine Ruhepause in meinem Leben, aber es brodelt schon sehr in mir und ich muss dringend mal wieder meine Seele in Spaß ertränken, trunken vor Freude, einfach mal wieder machen!




Mittwoch, 16. Juni 2021

Im Walde sieht man sie

 




Wir waren im Wald spazieren, bei der Gelegenheit konnten wir ein Haustierchen in freier Wildbahn entdecken :)

Da gestern das Deutschland Spiel war, konnte man ungestört im Wald sonst was entblößen, ohne Gefahr zu laufen, jemanden zu begegnen. Leider war Monsieur zu sehr von alltäglichen Dingen abgelenkt. 

Ursprünglich sagte er, ich solle kein Höschen unterm Kleid tragen, eine meiner leichtesten Übungen, da ich weit über zehn Jahre komplett ohne lebte, und malte in den schönsten Farben aus, was wir beim Spaziergang so alles machen könnten!

Mein Arsch war noch leicht bunt von den zwei davorigen Tagen, in denen er mit der Stahlgerte und der Short Bull bearbeitet wurde und ich hatte soooo Lust darauf!

Naja, dann kam es Monsieur nicht mehr wie ein fantasievoller und spannender Spaziergang vor, sondern wie eine Pflichtübung. Warum? Gute Frage. 

Der Sinneswandel kam, als er nach längerer Zeit an der PlayStation von mir gefragt wurde, ob wir nicht noch spazieren gehen wollten.

Ich bin eher der Mensch, der gerne überlegt, wie man Dinge ermöglich, er eher, warum sie gerade nicht machbar sind.

Schwierig, wenn man als Herr nicht so gerne Möglichkeiten sucht.

Es scheint ohnehin egal zu sein, wie ich etwas ansprechen möchte, es kommt komplett falsch an, egal wie umsichtig ich es formuliere und wenn man dann bemerkt, dass er lieber in einer virtuellen Welt versumpft, als sich mit einem zu beschäftigen, was soll man dazu noch sagen?

Und schwupp gerät man in alte Fahrtrillen zurück und fühlt sich wieder einsam, alleingelassen und baut seine Mauern auf...



Dienstag, 8. Juni 2021

Haushaltsglück

 



Die Kunst ist es doch, eine Beziehung heiß zu halten und sie nicht abkühlen zu lassen, trotz Alltag :)

Mir persönlich gefallen die kleinen süßen Details im Alltagstrott sehr, wie wenn Monsieur aus Spaß ein wenig meinen Arsch striemt und zum Abschluss ein Küsschen auf die eine, manchmal auch beide Backen setzt :)

Ein kleiner Liebesstempel auf meiner glühenden Haut. 


Oder wenn Monsieur sagt, ich solle ihm sagen beim Baden, wann ich meine Haare waschen würde, das möchte er dann gerne übernehmen :)


Kleine Zettelchen, die man dem Anderen zusteckt, mit niedlichen Botschaften.


Kommendes Wochenende können wir, wenn das Wetter es gut mit uns meint, endlich wieder an den See fahren! Da freue ich mich drauf und meine Impfung ist dann auch fast zwei Wochen her, so dass ich nahezu komplett geschützt bin und Monsieur keine Einwände mehr hat!

Die Woche begann recht anstrengend, mit vielen Terminen, weniger Zeit füreinander, umso mehr genießt man die gemeinsamen Stunden.

Monsieur schreibt mir dann süße Tagespläne, gut strukturiert, die auch variabel sind, so dass man sie anpassen kann, wenn etwas verrutscht oder dazwischen kommt. 

Im Moment gibt es kaum etwas zu berichten, weil wenig passiert.


Ich wache morgens auf, oder werde geweckt, wenn Monsieur früh raus musste, hat er still und leise die Schlösser geöffnet und wenn er noch da ist, macht er es, wenn ich frage, ob ich aufstehen darf.

Je nachdem frage ich ihn, wann er sein Frühstück möchte und ob es groß oder klein sein soll, dann begebe ich mich ins Bad und mache mich startklar. Muss ich nicht raus, ziehe ich artig meinen Hoodie an und lege mit dem los, was Monsieur angesagt hat.

Mein Essen nehme ich nun dauerhaft auf dem Boden, an meinem kleinen Tisch, neben dem normalen Tisch für Menschen ein und wenn ich aufs Sofa möchte, habe ich zu fragen, ebenso für andere Sitzmöbel. Vergesse ich es mal, ja das passiert im Eifer der Bequemlichkeit, muss ich aufstehen, Hände in den Nacken legen, Beine spreizen, mein Blick senkt sich automatisch und ich frage ordentlich.

Monsieur ist sehr großzügig und gnädig und sagt meistens ja. Manchmal holt er wortlos das Fake-Fell und legt es vors Sofa, mehr braucht es nicht und ich weiß Bescheid.

Wenn er zurück kommt, warte ich bereits auf Knien an der Türe und seine streichelnde Hand auf meinem Kopf ist wohltuender, als jede Umarmung, wobei die gibt es anschließend und fällt sehr innig aus, ein aneinander fest halten und genießen.

Monsieur spricht mich eigentlich ausschließlich als Haustierchen, Tierchen und gemeines rotes Ding an, was mir, bis auf Letzteres, ausnehmend gut gefällt :) Dadurch fühle ich mich wohl und gesehen :)

Abends knie ich mich zu seinen Füßen, vors Bett und wir gehen kurz den vergangenen und kommenden Tag durch, Monsieur sagt, was ihm gut gefallen hat und erlaubt mir dann ins Bett zu gehen und fixiert mich mit der Kette. Wir schlafen aneinander gekuschelt ein, jedoch hat er meistens die Kette fest in der Hand, wie ich mein Kuscheltier :)

Manchmal gibt es morgens, oder abends noch ein paar Hiebe mit der Stahlgerte, oder einfach mal so, weil Monsieur Lust dazu hat. Nach wie vor mag ich keine Schmerzen, aber durch seinen Spaß, fühle ich mich als Sklavin, die ihrem Herrn zu Diensten ist und ein schöneres Gefühl gibt es nicht :)


Dieser durchgehend gleiche Ablauf tut mir gut und schafft Sicherheit und Ruhe, so dass man seine Energie vollkommen in die Bedürfnisbefriedigung des Herrn stecken kann, denn das ist meine Bestimmung.

Monsieur merkt wohl auch, wie gut es mir tut und geht mehr darauf ein, oder es gefällt ihm, ich weiß es nicht, da ich nicht nachgefragt habe, jedenfalls fühle ich mich sehr wohl und dadurch das nun meine Grundbedürfnisse gestillt werden, tauchen hier und da neue auf, aber das ist eine andere Geschichte :)

Ich bin müde und morgen wird es auch wieder anstrengend, also gute Nacht und süße Träume!



Freitag, 4. Juni 2021

Überstanden

 



Gestern ging es mir wirklich gaaaanz schlecht, das volle Programm, als ob ich eine schlimme Erkältung, oder mittelmäßige Grippe hätte.

Monsieur hat mich wunderbar umsorgt, meine miese Stimmung geduldig ertragen und immer wieder versucht mich aufzubauen und mich zu unterstützen.

Unter anderem wollten wir abends Tron 2 schauen und ich merkte, dass ich gar nichts mehr mitbekomme und bat unterwürfig darum, bitte direkt ins Bett zu dürfen, obwohl der Geschirrspüler fertig war und ausgeräumt werden musste.

Er sagte, es sei kein Problem und ich weiß nicht einmal mehr, was ich als Hörbuch angemacht hatte, noch sonst irgendwas.

Heute morgen war es überstanden! Mir geht es nicht blendend, aber doch recht gut :)

Monsieur hatte ein paar Video Konferenzen und als ich aufgestanden war, schaute ich kurz rein. Mein Kniekissen ist nahe am Schreibtisch, aber so, dass man mich nicht sehen kann und so kniete ich mich artig hin und wollte einfach nur zeigen, dass ich wach bin, dass es mir gut geht und ein wenig Ruhe tanken. Monsieur griff mir in die Haare und kraulte mich kurz.

Dann ging ich mich duschen und rasieren, hörte, ob er gerade aktiv ist, oder eine kleine Pause hat und schlich mich abermals rein, um meine Rasur kontrollieren zu lassen :)

Bei der Gelegenheit erfragte ich, ob ich ihm einen Snack zubereiten darf und wann der in etwa fertig sein sollte.

Das funktionierte wunderbar und ich bekam einen sehr zufriedenen und gut gelaunten Herrn, was mich umso stolzer macht :)

Die Gelegenheit, bevor ich mich anzog, nochmal hüpfend und mit den Titten wackelnd, zu präsentieren, ließ ich mir nicht entgehen, immerhin sorgte es für einen Lacher auf beiden Seiten.

Als er fertig war, fuhren wir Bücher shoppen und das tat sehr gut, auch wenn ich die meiste Zeit auf einem Stuhl saß und mir den Stapel, den ich zusammen gesucht hatte, genauer betrachtete, also so ganz fit bin ich dann doch noch nicht, aber das wird morgen sicher so sein :)

Zuhause angekommen überlegte ich hin und her, was ich gerne als Nachtisch essen würde. Monsieur ist ja so ein kleines Schleckermäulchen, ich mag hingegen Süßes eher weniger und hatte plötzlich Heißhunger auf Sushi!

Also flitzte ich zu Rewe (ja, ja, ich mag nun nicht über die Sushi Qualität von Rewe diskutieren und zur Not frißt der Teufel Fliegen...) und auf dem Rückweg fühlte es sich an, als würde die Erde mich umarmen, indem sie einen sachten Regenguß über mir verteilte, aber wirklich nur ganz angenehm wenig, so dass ich nicht durchnässt war, sondern herrlich abgekühlt und erfrischt!

Es sind die kleinen Dinge, die das Leben so kostbar machen!

Dann präsentierte ich Monsieur meine Beute, also was ich eingekauft hatte und mampfte danach gemütlich mein Sushi :)

Das Leben kann so schön sein!

Ich bin Monsieur sehr dankbar für alles und besonders für die letzten Tage!




Mittwoch, 2. Juni 2021

Impffeiertag

 Heute stand die zweite Impfung an und morgen ist auch noch ein Feiertag, so dass ich vorgesorgt habe und gestern bereits eingekauft habe, für die nächsten Tage.

Monsieur war sehr, sehr gut zu mir und fuhr mich, das erste mal seit ewig, in ein Einkaufscenter, wo wir dann ein wenig shoppen waren und das tat so gut!

Zwischen uns läuft es gut wie seit langem nicht mehr!

Meinen Platz spüre ich fast immer und wenn nicht, sage ich es meinem Herrn und er zeigt ihn mir wieder, oder ich gehe auf das Kniekissen, was schon ein wenig bringt und Monsieur weiß, was das bedeutet und hilft noch ein wenig nach.

Die ganze Stimmung zuhause hat sich verbessert und ich brauche keine Schutzmauern mehr.

Da in den vergangenen Tagen mehrfach Handwerker in der Wohnung waren, kam es einige male zu seltsamen Situationen.

Zwar haben wir die Schlafzimmertüre zu gehabt, weil sich die Katze dort versteckte, dennoch gibt es noch andere Indizien in der Wohnung, die zeigen, dass wir ein wenig anders leben. Ich denke aber, dass nichts zu auffällig war.

Ich kniete also beim Frühstück, wie gewohnt, bei meinem kleinen Tisch, der neben dem normalen Esstisch steht und Monsieur starrte mir aufs Dekolleté, was mich sehr irritierte, denn sonst achtet er da nicht wirklich drauf. Auf mein Nachfragen hin sagte er: "Mir wurde gerade bewusst, dass die Handwerker, dir voll in den Ausschnitt gaffen können."

Monsieur hatte mir die Kleider selber ausgesucht und gekauft, dann so eine Bemerkung, obwohl ich die Kleider schon länger trage?

Interessant, dass er erst jetzt darauf kam...

Ich frage mich, ob es ihm unangenehm war, oder was er dabei empfunden hat.

Nur am Rande, die Handwerker schauten mir ins Gesicht, ausschließlich ins Gesicht, hoch anständig und soooo groß war der Ausschnitt nun auch wieder nicht, lediglich der Blickwinkel meines Herrn, der war sehr günstig :)

Das sind meine Alltagskleider, sieht man auch öfter auf den Fotos. Sie haben fast alle den selben Schnitt, andere Farben und sind praktisch. Man kommt an alle Stellen schnell ran und dennoch sehen sie anständig aus :) Hat Monsieur gut ausgesucht!


Also heute war es soweit und ich hatte diesmal weniger Panik, da ich bis kurz vor der Impfung ein Switch Spiel gezockt hatte, was meine gesamte Aufmerksamkeit erforderte.

Beim Arzt kam ich auch direkt dran und er betonte sogar, dass er sich freut, dass ich mich auch zum zweiten Termin getraut habe :)

Der Pieks war auch schnell erledigt, diesmal tat jedoch das Reinspritzen weh. Beim letzten Mal, kleiner Pieks, fertig und dieses Mal, kleiner Pieks, dann aber längeres Aua.

Monsieur empfing mich wie eine Superheldin und lobte mich und war so richtig glücklich!

Da ich mich sonst nie und nimmer freiwillig stechen lasse, hatte er befürchtet, dass er mich nicht dazu bekommen würde, mich impfen zu lassen und mein Risiko bei einer Erkrankung einen schweren Verlauf zu haben, ist leider nicht gering, umso größere Sorgen hatte er sich die letzten Monate gemacht und umso erleichterter war er nun.

Zuhause verwies er mich aufs Sofa, obwohl es mir gut ging und wir mampften ein leckeres Eis zusammen :)

Dann musste er auch schon los zu einem Termin und ich habe erst einmal die frohe Kunde verbreitet :)


Natürlich kniend gegessen, wie es sich gehört


Zurück, schaute Monsieur direkt nach mir und bestellte zur Feier des Tages, ein Steak für mich und wir schauten zusammen den alten Tron Film an, wobei ich das Ende verschlafen habe.

Ich bin schrecklich müde, kann auch an meiner Migräne liegen, ist aber egal, denn sonst geht es mir gut :)

Monsieur umsorgt mich so wundervoll und lässt mich als kleine Heldin erscheinen, dann kann man sich nur toll fühlen und das Steak war soooo lecker!

Ich bin richtig glücklich, weil gerade alles so schön ineinander greift und Monsieur seinen Platz eingenommen hat und sich sehr wohl fühlt, ich dadurch auch meinen habe und mich ebenso gut fühle. Nun geimpft, winkt eine gewisse Freiheit und ich habe im Kopf bereits eine Liste, was ich alles machen möchte :)

Ganz oben stehen Museen, Café Besuche und mal wieder zum Friseur gehen!





Montag, 31. Mai 2021

Aufgabe: Neues Halsband beschreiben

 Monsieur ist heute sehr lange unterwegs und mußte in der Frühe direkt starten, so dass er mir meinen Tag bereitet hat, in Form eines Tagesplans.

Er findet sich wundervoll in seiner Position des Herrn ein, besser denn je und wird von Moment zu Moment sicherer und experimentierfreudiger, was mich unendlich freut, weil ich arge Sorge hatte, dass zu viel verschüttet ging.

So hat er mir vorgestern morgen, aus Lust, die Schenkel und mein Zuckerdöschen, mit einer Neunschwänzigen bearbeitet und gestern mit der Stahlgerte den Hintern und die Oberschenkel, damit ich, wenn ich das Frühstück vorbereite, einen schöneren Anblick biete :)

Oui et non, Monsieur, kommen mir problemlos über die Lippen und ein Ja und Nein lässt mich eher stocken.

Siezen im Chat, ist unumgänglich, weil ich ihn mit Respekt nur so überschütten möchte :)

Als ich vorgestern lustig gelaunt war, beim Abendritual, und ihn an den Füßen kitzelte und er deshalb das Ritual eher kurz hielt, war ich es, die um Verzeihung bat und das Ritual ordentlich, mit dem richtigen Spirit, wiederholen wollte. Monsieur war dann auch so gnädig, denn er wußte, dass ich sonst schlecht schlafen würde.

Wir gewöhnen uns langsam an einen neuen Standard, so dass ein Gefühl dafür entsteht, wenn etwas weggelassen wird. Zwar rutscht man ab und an in Automatismen, wie zum Beispiel sich einfach aufs Sofa zu setzen, aber dann fällt es Monsieur auf, ich muss nochmal aufstehen und ordentlich darum bitte. Gerne verlangt er dann, dass ich meine Beine spreize, die Hände hinter den Kopf nehme, mein Blick senkt sich von alleine ab, ich schaue auf den Boden, um ihm noch mehr Demut zu zeigen, und er greift mir in den Schritt, bevor er es mir erlaubt, oder eben nicht.

Meinen Platz, das Kniekissen im Büro, nehme ich auch selbstverständlicher ein, wenn ich auf ihn warte, etwas Ruhe suche, oder wie heute, wenn ich meinen Tagesplan lese. Der liegt dort und wenn ich schauen möchte, was als nächstes kommt, oder einfach nochmal seine Komplimente und lieben Worte lesen möchte, dann kehre ich zum Kniekissen zurück, das mir wie ein Akku, meinen Platz schenkt, auch wenn Monsieur nicht verfügbar ist, weil er es so vollgeladen hat, mit Erinnerungen!


Eine Aufgabe von meinem heutigen Plan betrifft das neue Halsband!



Monsieur schenkte mir dieses Halsband von Penumbra, weil ich mich habe so tapfer impfen lassen, trotz Nadelphobie. Meine persönliche Belohnung und dafür bin ich ihm, unabhängig von dem was nun folgen wird, dankbar!


Ich hatte schonmal beschrieben, dass ich arge Probleme damit hatte und möchte nicht nochmal alles hoch holen müssen. Man kann es schlicht hier nachlesen. Es war einfach zu einem ungünstigen Zeitpunkt angekommen, als wir kein Machtgefälle hatten, ansonsten habe heraus gefunden, warum es vielleicht, unter anderem, so unbequem und eng war.

Leider wurde die Schnalle falsch herum angebracht, ein Bild dazu weiter unten.

Das Halsband ist genau auf Monsieurs Geschmack abgestimmt. Zwar hat er mich auch gefragt, was ich von diesem und jenem Muster halte, was von der einen oder anderen Farbe, aber entschieden hat er dann nach seinem Gusto.

Die Ornamente erinnern an einen Schmetterling und sind wunderschön filigran. Monsieur mochte den Grünton, denn er würde gut zu meinen Haaren passen, sagte er.

So insgesamt ist es ein wunderschönes Halsband! Handarbeit und einzigartig, also was ist mein Problem gewesen?

Bevor wir es bestellten, sagte ich bereits, dass ich nicht weiß für welchen Zeitpunkt wir es benutzen mögen.

Im Alltag trage ich ein wundervolles, sehr kostbares Talena mit Ring. Immer. Das Bild entstand durch einen Zufall und ist aus dem Leben gegriffen.





Für das neue Halsband, was so oder so lediglich für einzelne Stunden benutzt werden sollte, ist da kein Platz, denn anders als Hundehalsbänder, kann es nicht darüber sitzen. Die Spitze müsste idealerweise auf die Kuhle, unterhalb vom Hals, zeigen.

Mein normales Halsband abnehmen, das hatte ich schon einmal in Ruhe durch diskutiert, ist so ein Ding...

So fein und filigran wie das Halsband aussieht, habe ich direkt im Kopf, dass es eher eine Zierde ist, nicht zur Benutzung geeignet, also ein Show Halsband, an das man zwar eine Leine befestigen kann, aber die müsste dann auch schon so zart sein, irgendwie passt das nicht zu mir, in meinem Kopf.

Ich lebe DS aktiv aus, nicht zur Show. Es interessiert mich nicht, wie es nach außen hin erscheint, es muss für uns funktionieren, aber der Ring ist so winzelig und dann zieht man ausversehen mal dran und er ist ab?

Ich mag mehr Show als Zweck einfach nicht so gerne.

Ich bin mir auch nicht sicher, ob es mir steht, weil es so schmal ist und ich eher hmm nicht so schmal gebaut bin. Dann komme ich mir so hmm fett vor :(


Also zusammen gefasst, ich schaue es mir an und denke, ich müsste mein geliebtes Halsband ablegen dafür und genau so würde es sich anfühlen. Ich müsste meine reale Sklavin ablegen, um dieses Show erhaschende schöne Stück anzulegen, dem dafür die Seele fehlt? Das man schön anschauen kann, aber mehr auch nicht? Der Funktion beraubt, der Option beraubt?

Dafür etwas, was mir sehr wichtig ablegen?

So wie sich das Einhorn, mit dem künstlichen Horn, damit die normalen Menschen es als solches erkennen können, fühlte als es das künstliche Horn tragen musste, so fühle ich mich mit diesem Halsband.

Show, nichts dahinter, aber dafür das wahre, funktionale Halsband ablegen?

Ich weiß, dass Monsieur es mag und gerne an mir sehen würde, aber ich fühle mich so unwohl damit und würde mich reduziert und nicht vollständig fühlen, als müsste ich damit auch etwas sein, was ich nicht bin.

Natürlich kommt es immer darauf an, was Monsieur möchte und ich würde mich außerordentlich freuen, wenn er seine Sicht hierzu ebenso aufschreiben könnte, damit wir beide beisammen haben und ich in den Genuß komme, seine Gedanken hören zu dürfen.


Wahrscheinlich müssen wir es ohnehin nochmal einschicken, da wir es uns noch nicht ordentlich angesehen hatten und nun entdecken musste, dass der Verschluß falsch herum angebracht wurde. Handarbeit eben :) 

Aber das sollte sicher kein Problem sein :)





Wobei, als ich gerade, als ich die URL des Shops heraus gesucht hatte auch wieder die Arm- und Beinbänder sah und unbewusst dachte: "Damit hätte ich kein Problem, seltsam..." Nein, nicht seltsam, wenn man mitempfinden kann, wie sich ein permanentes Halsband anfühlt...




Samstag, 29. Mai 2021

Versöhnung


 


Ich finde es immer schwierig, über Streit und Versöhnungen zu schreiben, weil andere das als Schwäche sehen.

Klar, ich schreibe hier für Monsieur und nur für ihn und es freut mich sehr, wenn andere es lesen, sich darin wiederfinden und sich bestätigt fühlen, oder auch nur erkennen, dass man mit seinen Problemen nicht alleine ist, aber in erster Linie, ist das hier immer, für Monsieur.

Wenn ich also über Streit und vor allem das Versöhnen schreibe, geht das an ihn, dennoch lesen es auch andere und dann bekomme ich hier und da das Gefühl vermittelt, man würde ja nur darauf warten, dass wir uns trennen.

Aber das muss mir egal sein, denn ich sehe darin, also im Streiten, keine Schwäche, ganz im Gegenteil!

Streiten ist eine Art Stärke, denn es zeigt, dass einem was aneinander liegt, sonst wäre man sich egal. Man kann mal aussprechen, was man sich sonst vielleicht nicht traut. Hinterher geht es einem, im Idealfall, besser. Wenn man streiten kann, zeigt es, dass man keine Angst haben muss, den anderen zu verlieren. Man kann tiefe Emotionen zeigen. Seine Seele bereinigen. So viele Dinge und noch mehr!

So, nun aber zum Thema.

Wir hatten uns in den letzten Wochen und Monaten eine sehr ungesunde Streitkultur angeeignet, in der es immer mehr darum ging, den anderen zu verletzten und wenn man dann seine Schutzmauern hoch aufgeschichtet hat, fällt es immer schwerer empathisch zu reagieren. 

Aus diesem Teufelskreis kommt man nicht einfach so heraus, das hatten wir oft genug versucht und es ist wie beim Schlittschuh fahren, man rutscht mit der Kufe wieder in alte Rillen und bemerkt es anfangs vielleicht nicht einmal unbedingt.

Es ging nicht anders, ich konnte nicht mehr, mein Faß lief bereits über...

Wenn man sich einfach nicht gut tut, dann sollte man es nicht ewig weiter versuchen und unglücklich miteinander leben. Lieber getrennt und Freunde, als einsam miteinander.

Auf die Bitte, Monsieur solle mir das Halsband abnehmen, antwortete er lediglich: "Du bist eine erwachsene Frau, dann handle auch so."

Für mich hieß es, er hat das Sklavinnen-Bündnis aufgeknüpft, ich habe den Status einer normalen Frau und die würde das Halsband selber abnehmen, also nahm ich es ab.

Wir gingen uns die nächsten Tage aus dem Weg. Monsieur war viel weg, ich nutzte die Zeit um organisatorisches Zeug zu klären und in Erfahrung zu bringen.

Der Umgang, die wenigen Moment, die wir uns sahen, war sehr distanziert und kühl. Monsieur kann das richtig gut, man merkt ihm nichts an und ich würde ihm dann am liebsten.... aber lassen wir das. 

Durch mein Leben, was ich bisher bestreiten musste, habe ich immer das Bedürfnis stark sein zu müssen, sonst hätte ich meine Krankheit, meinen Mann und andere Dinge nicht überlebt. Augen zu und durch, ist mein Motto, egal was es kostet. Du kannst leiden, du kannst weinen, aber aufgeben ist nicht!

Und wann ist dann Platz für schwache Momente?

Wann kann man dann mal los lassen?

Wann ist der Zeitpunkt, an dem man entspannen, vertrauen und weich sein kann?


Wenn man so sehr am Stark-Sein klammern muss, vergißt man, wie man wieder loslassen kann.

Man kennt nichts anderes.


Ich weiß, in dem Modus schaffe ich alles, wirklich alles, aber um welchen Preis?

Und in den letzten Jahren gab es kaum Moment, wo ich meine Stärke hätte aufgeben können, weil immer wieder etwas vorgefallen ist und gerade in den letzten Wochen wieder, prasselt wieder und wieder eine Nachricht nach der anderen auf einen nieder.

Aber ist es nicht viel gesünder zu sagen, dass man eine Mischung braucht?

In dem Moment stark sein muss, gegenüber von gewissen Menschen und/oder Situationen, ansonsten aber schwach sein darf? Wäre das nicht die ideale Lösung?

Aber in der Realität sind Mischungen so viel schwieriger hinzubekommen, als eine Sache komplett und total zu machen.

Also lag ich so im Bett morgens, hatte bereits Wohnungen angeschrieben usw, als ich merkte, wie mir das alles schlicht zu viel wird.

Wie ich wieder einmal vor der Frage stehe: "Halte ich jetzt einfach daran fest und mache stoisch weiter, egal was mir meine Gefühle sagen, egal was es mich kostet, oder lasse ich Schwäche zu, öffne mich, auch mit der Gefahr im Kopf, dass es mich mit wegschwemmt und komplett zerstört?"

Und ich fühlte einfach nur, wie ich genau vor dieser Gabelung stand: entweder ich bleibe stark und mache weiter, oder ich lasse endlich meine Schwäche zu und kann heilen.

Das war ein sehr schwieriger Moment und sehr schmerzhaft.

Aber man kann ihn nicht ungeschehen machen und ignorieren kann man ihn auch nicht, also muß eine Entscheidung her und das überforderte mich dermaßen!

Ich lag vollkommen innerlich zerrissen da und konnte kaum das Handy erkennen, als ich Monsieur schrieb, dass ich Hilfe brauche.

Und er fragte, mit seiner ekelhaft distanzierten, kalten Art, wie er mir helfen kann.

Ich wußte, er hat eine Video Konferenz, kann also nicht rüber kommen und nur deshalb hatte ich ihn angeschrieben, denn hätte er einfach rein kommen können, wäre es zu viel gewesen und ich hätte mich instinktiv entschieden weiter stark zu sein.

Aber so, lag ich da, konnte mit ihm auf garantiertem Abstand kommunizieren und ehrlich sein, offen und ehrlich, ohne Schutzmauern.

Und er nutzte es nicht aus.

Er war zwar distanziert und kalt, aber das war in dem Moment nicht einmal schlecht. Es nervte mich, dass ich so leide und es ihm scheinbar gut ging, aber darin sah ich einen Vorteil, weil er einen klaren Kopf hatte und meiner voller Schmerz war.

Auf die Frage, wie er mir helfen könne, wußte ich keine Antwort, weil ich nicht wußte, was mir helfen kann.

Wenn man keine Antwort weiß, kann man aber beschreiben, was in einem los ist und das tat ich.

Ich schrieb, wovor ich Angst habe, ich schrieb, was mir weh tut, ich schrieb, dass ich nicht mehr stark sein kann und möchte. 

Und umso mehr ich mich öffnete und der Schmerz aus mir heraus floss, umso mehr füllte er mich mit seinen Worten, die nach und nach wärmer wurden und mir zeigten, da sind schöne Gefühle in ihm, die für mich sind, auch wenn ich sie schon länger nicht mehr fühlen durfte, aber sie sind noch da.

Wir schrieben länger, seine Konferenzen waren vorbei, was ich nicht wußte, aber dann kam er rein, zu einem Zeitpunkt, wo ich es verkraften konnte. Legte sich zu mir ins Bett, einen Arm hinter meinem Kopf durch und streichelte mir unverfänglich den Kopf, während er erzählte, was er in den letzten Tagen für Missstände entdeckt hatte und woraus zum Teil, aus seiner Sicht, unsere Probleme gewachsen sind.

Es gibt Dinge, die kann man mit seiner Sklavin nicht machen, weil sie das Machtverhältnis zerstören.

Streiten ist eine Sache, eine andere ist schon zu diskutieren und wenn es nur über die Politik, oder andere banale Dinge geht. Beides erzeugt und erfordert Augenhöhe, die der Sklavin nicht zustehen. Das fühlt sich dann für mich nicht richtig an, ich kann an dieser Stelle nicht für ihn sprechen, und erzeugt nachhaltig andere Probleme.

Ich möchte nun nicht weiter ins Detail gehen, weil es hier nichts zu suchen hat und Monsieur weiß, was wir alles festgestellt haben, aber der springende Punkt ist, er fand ganz viele Ansätze, die im Alltag ein Ungleichgewicht verursachen, was nachhaltig die Herr-Sklavin-Ebene stört.

Wir redeten wirklich sehr lange und das erste mal seit langer Zeit, ohne Mauern, mit kühlem Kopf, mit Erkenntnissen und konkreten Vorstellungen, was man ändern muss.

Und während Monsieur so redete, zog er langsam die Bettdecke weg und streichelte meinen Hintern und als er merkte, dass ich bereit bin, läutete er mit der Gerte den neuen Lebensabschnitt ein, denn nichts anderes ist es, ein neuer Abschnitt in unserem Leben.

Auf dem Bild, wurde mir mehrfach gesagt, erkennt man kaum etwas.

Vielleicht hat nicht jeder einen erfahrenen Blick, daher erkläre ich es kurz.

Das Bild wurde nicht direkt nach dem Spanking gemacht, sondern mit viel zeitlichem Abstand und einer Dusche dazwischen, also ist die Rötung bereits weg. Man sieht keine richtigen Striemen, die verschwinden bei mir auch schnell wieder, aber man kann in der Tiefe die Flecken erkennen, die über die nächsten Tage heraufgeblüht sind und mittlerweile, nach sechs Tagen, langsam weg gehen. Schade, wenn man nur einen weißen Arsch sieht, aber so ist das oft im Leben, wenn man nicht genau hin schaut, übersieht man viele schöne Dinge :)


Wir haben unseren Umgang miteinander umgestellt.

Zwar erwische ich mich noch immer sehr sehr oft, wie ich denke: "Ich möchte das und das jetzt nicht machen, aber ich muss...", weil das meine Gewohnheit ist, nur ertappe ich mich auch immer öfter dabei und sage mir dann sehr bewußt, dass ich nicht muss! Dass ich auch mal etwas liegen lassen kann und dass ich auch mal sagen kann, dass ich nicht möchte. Dabei meine ich rein gar nichts, was sich auf den DS-Bereich bezieht, sondern öder Alltag, der mich aber schon so oft alle Kraft kostet, weil ich mehr machen möchte, um Monsieur zu beeindrucken, aber in Wahrheit ärgert es ihn, weil er sieht, wie ich mich kaputt mache. Er findet es schöner, wenn ich mal etwas Ruhe bekomme, als dass ich alles erledige und er ein schlechtes Gefühl hat. Daran muss ich mich gewöhnen und daran arbeite ich.

Das muss ich aber, damit ich schwach sein kann. Zwar konnte ich vorher schon immer für kleine Momente schwach sein, wenn Monsieur es aktiv forderte, indem ich mich hin knien muss, oder angekettet bin, aber das findet genau genommen im Kopf statt und ich muss jederzeit schwach sein können für ihn, sozusagen als Dauerzustand im Kopf. 

Für ihn permanent verfügbar sein, ist mir eine Leichtigkeit, aber schwach? Harte Lernaufgabe!

Monsieur behandelt mich auch ganz anders. Er sagt mehr Haustierchen/Tierchen zu mir, was nicht nur meinen Platz deutlich macht, sondern auch meine Geisteshaltung in Erinnerung ruft. Haustiere sind nicht für alles zwanghaft zuständig, ganz im Gegenteil, sie sind eher Deko und liegen unnütze herum. Nein, das ist kein Ziel von mir, aber ein wenig mehr abschauen kann ich doch noch.

Beispielsweise hatte er kürzlich einige Video Konferenzen hintereinander und ich schlich mich rein und kniete mich artig auf das Kniekissten, nackt, genau wie auf dem Bild oben. Er genoss den Anblick sehr und kraulte mich kurz. Als ich dann später nochmal rein blickte, eigentlich nur um mir eine Streicheleinheit zu holen, wies er mit dem Finger auf den Boden neben sich. Ich kniete mich auf alle Viere hin und bekam lange den Kopf und den Rücken gekrault, so wie er es bei einem Haustier auch gemacht hätte. Voll konzentriert auf seine Konferenz, gedankenverloren mein streichelnd, so fühlt sich meine Bestimmung an. Eine Bereicherung für sein Leben, in wirklich allen Bereichen.

Ich brachte ihm Kaffe, Wasser, Gebäck, machte für seine längere Pause einen leichten Snack fertig, hörte mir an was er zu erzählen hatte, stellte anregende Fragen dazu und umsorgte ihn so. Das i Tüpfelchen waren dann eben die Nackteinlagen, die uns unsere Plätze präsent machten und ein wundervolles Gefühl schenkten.

Ja und nein, wird nun nach und nach, eher automatisch, auf non und oui Monsieur umgestellt und es fühlt sich richtig an. 

Was man schlecht beschreiben kann ist, wie sich unser Umgangston geändert hat, denn das hat er sehr! Aber es sind so kleine Nuancen, die man kaum bemerkt, die man nicht greifen kann, weil sie ein Gefühl sind.

Und durch solche Anstöße, gerät wie bei einer Lawine, immer mehr ins Rutschen und der Umgang macht auch im Alltag, die nicht vorhandene Augenhöhe, viel präsenter. 

Wenn wir dann doch mal in eine Diskussion geraten, die ausufert, bemerkt es der eine oder andere und spricht es an. Dann die Kurve zu bekommen ist nicht einfach, aber auch eine Übungssache. Das sind eben die Fahrrillen, beim Schlittschuhlaufen und die zu bemerken, ist eine Kunst und wir werden von Tag zu Tag besser und dadurch werden die Rillen von Tag zu Tag weniger.

Und umso mehr wir uns daran gewöhnen, umso natürlicher und selbstverständlicher wird es.





Da wir uns die letzten Monate und Wochen zur reinen Hölle gemacht haben, beachten wir auch mehr, dass wir schöne Momente bewußt einbauen, wie z.B. als Monsieur arbeiten mußte und ich ein wenig herum stromern durfte.

Dabei entdeckte ich unter anderem eine französische Konditorei, die fantastische Torten hatte! Der Rand war bei jeder anders und wunderschön, aber der Geschmack erst!

Jedes Stückchen fühlte sich im Mund wie eine Geschmackswolke an, die explodiert!

Monsieur und ich teilen gerne die Stücke, so dass jeder etwas davon hat und man darüber reden kann. 

Dazu hatte ich noch eine Rösterei gefunden und so feierten wir einen weiteren Tag, unseres schönen Lebens, denn genau das machen wir daraus, ein schönes Leben, das zwar widrige Einflüsse von außen bekommt, das viele Schrammen und Rillen aus der Vergangenheit hat, aber im Moment schön gestaltet werden kann.

Ich schäme mich nicht dafür, dass wir uns getrennt haben, denn eine Trennung ist keine Schande, es ist eher eine Schande, wenn man unglücklich zusammen bleibt und nichts ändert.

Wenn den Japanern etwas zu Bruch geht, flicken sie es mit Gold und daraus haben sie eine so große Kunst gemacht, dass hinterher das Stück mehr wert ist, als vorher und genau so sehe ich das mit Beziehungen. Nicht der Bruch macht es kaputt, sondern das wieder neu und besser zusammen fügen, das macht es so wertvoll!

Unsere Beziehung ist nun unendlich viel kostbarer und darauf bin ich stolz!




Mittwoch, 26. Mai 2021

Freitag, 14. Mai 2021

Von Routine und Frauenrechten

 Im Moment entwickelt sich langsam so etwas wie Routine und das tut sehr gut, in dieser chaotischen Zeit, in der man kaum weiß, was für eine Hiobsbotschaft am nächsten Tag wohl kommen wird.

Abends unser Ritual vorm Bett, ich knie mich vor meinem Herrn hin, er findet immer ein paar nette Worte, wie ich seinen Tag bereichern konnte, was schön war und ähnliche Schmeicheleien. Mein Kopf auf dem Boden schaltet überflüssige Gedanken aus und Ruhe kehrt ein. 

Entweder erlaubt er mir dann ins Bett zu krabbeln, oder er nimmt noch eine Wartung vor und lässt mich danach ins Bett, gerne um mich dann zu benutzen.


Am Esszimmertisch steht nun dauerhaft ein kleines Tischchen für mich, so dass ich standesgemäß auf dem Boden essen kann, flexibel, ohne groß etwas verändern zu müssen, so wie es mein Herr mag, denn es ist schon auch mal gemütlicher, wenn man gemeinsam am Tisch sitzt. Er entscheidet immer aufs Neue.

Nachdem wir das Schlafzimmer umgeräumt haben, machten wir direkt mit anderen Teilen der Wohnung weiter, so dass auch Monsieurs Büro ein wenig umgestaltet wurde. Sein Lesesessel steht natürlich weiter am Fenster, wo auch, dahinter hatte er mal einen Ring angebracht, für die Zeit die ich im Lesesessel verweilen darf, oder mich dahinter auf dem Kniekissen einzufinden habe. Das Kniekissen ist nun allerdings gewandert und befindet sich quasi am Raumende gegenüber vom Sessel, so dass Monsieur mich etwas näher am Schreibtisch hat. Auf Ringe wollte er auch hier nicht verzichten und brachte gleich zwei Stück an.

Auf die Frage, wie wohl Außenstehende solche Details finden, komme ich nicht mehr, seit das Hundebett dort offen herum stand, wir keinen Hund haben und es Monsieur nicht störte.

Über den Tag verteilt bestätigen wir gegenseitig unsere Plätze, indem wir unsere Anreden benutzen, Sklavin, Herr, Monsieur, Haustierchen usw. 

"Je voudrais aller aux toilettes, Monsieur." geht mir sehr leicht von den Lippen, es ist für mich mittlerweile, als würde ich auf Deutsch fragen, wenn ich allerdings überlege, was wohl: "Ich hätte gerne ein Glas Wasser, mein Herr." heißen mag, komme ich nicht so schnell drauf. Ich muss mehr üben, um Monsieur eine Freude zu machen und mit ihm fließender reden zu können. Wenn er ganze Absätze los schießt, komme ich gar nicht mehr mit. Ich habe es lieber, wenn wir schreiben, dann kann ich es langsam übersetzen und Wörter, die mir nicht bekannt sind, durch das Abgleichen im Kopf von ähnlichen anderen Wörter, oder durch den Sinn des Satzes, drauf kommen, was natürlich im Gespräch nicht funktioniert.

Die wichtigsten Vokabeln und Sätze beherrsche ich allerdings, also Befehle und Gegenstände, um Gnade betteln und Antworten geben.

Die Leine im Auto ist nun auf meiner Sitzseite, da dort mehr Platz ist und Monsieur so nicht mehr dran denken muss, sondern mich bestrafen könnte, wenn ich vergesse, was praktisch nicht vorkommt, da sie in meine Routine beim Einsteigen integriert ist. Anschnallen und Leine heraus nehmen, sind sozusagen ein Handgriff.


Monsieur lässt mich gerne etwas länger schlafen, da er weiß, dass ich derzeit sehr schlecht schlafe und immer auch ein wenig mehr davon benötige, als er. Wenn er mich dann weckt, bin ich nicht nur ein Morgenmuffel, sondern eher ein Morgenmonster.

Ich brauche bestimmt 15 Minuten oder mehr, bevor ich überhaupt ansprechbar bin und davor gibt es nur abwehrende Reaktionen und Gebrummel.

Natürlich könnte er das unterbinden, indem er mir meinen Platz weist, aber bisher verzichtet er darauf, steht auf und schaut nach mir, wenn ich bereit bin. Das ist eine sehr große Rücksichtnahme seinerseits und ich bin mir nicht sicher, ob das der richtige Weg ist, da es mir nicht hilft mich zu bessern und morgens zugewandter zu sein.

Es beschämt mich als Sklavin natürlich sehr, dass ich morgens nicht ab der ersten Minute, die mein Herr wach ist, für ihn zur Verfügung stehe und ich mag nicht, wenn ich so abweisend bin, aber ich bekomme es nicht besser hin, egal welche Vorsätze ich mir gemacht habe und wie ich gerne reagieren würde.

Also heißt es hinterher sich zu entschuldigen und sich wieder vorzunehmen, es am nächsten Morgen besser zu machen. Ich arbeite daran!


Vor ein paar Tagen passierte etwas sehr unwahrscheinliches! Ich begegnete einer Dame, die meinte, sie freue sich immer, wenn sie Gleichgesinnte trifft. Wir standen in einem Treppenhaus, ich hatte an einer breiteren Stelle gewartet, so dass man sich gut aus dem Weg gehen kann und es darauf bezogen, dass ich sehr auf Abstand in Zeiten von Corona achte, dennoch schaute ich wohl etwas verwirrt, so dass sie dran setzte: "Ich meine das Halsband, ich trage unter meinem Schal auch eins." Wow! Ich meine, man wünscht sich ja schon öfter, dass man nette Gleichgesinnte trifft, aber ich rechne nicht damit und dementsprechend unsouverän habe ich reagiert. Ich strahlte direkt los, sagte, dass man ja leider nur wenige Andere trifft und eigentlich praktisch nie angesprochen wird und ich mich umso mehr freue, wenn es dann doch mal passiert!

Leider hatte sie keine Zeit und war gleich wieder verschwunden, aber vielleicht sieht man sich ja mal wieder, es würde mich jedenfalls sehr freuen.

Ich hatte schon einmal jemanden getroffen, auch eine Frau, jedoch dominant und wir unterhielten uns kurz darüber. Gefühlt trennten uns leider Welten, weil für mich DS mein roter Faden durchs Leben ist, meinem Herrn zu dienen mein Lebensinhalt bedeutet und ich davon alles abhängig mache. Sie hingegen klang eher wie eine "50 shades of grey" Spielerin, also ab und zu, wenn man Lust hat, mit Absprachen und einem Zeitrahmen.

Natürlich muss es das auch geben! Ich verurteile es überhaupt nicht! Ich sehe da auch keine zwei-Klassen-Gesellschaft, in der TPEler und 24/7 Anhänger toller sind, als Subs und Doms, die eine Spielbeziehung führen, die es lockerer sehen.

Aber bei Unterhaltungen merkt man dann leider schnell, dass dieses "jeder kann wie er möchte" Denken von mir, nicht unbedingt auch bei meinem Gegenüber vorhanden ist. Manchmal heißt es dann, man bräuchte eine Therapie, oder all seine Rechte abgeben und alles vom Herrn bestimmen lassen, sei vollkommen krank.

Traurig eigentlich, in einer Zeit, in der fast jeder von sich behauptet, gefälligst so leben zu wollen, wie er es möchte. In der Geschlechter egal sind und die Sexualität auch. In der man alles selber bestimmen und definieren darf, aber dann immer wieder an Grenzen stößt. "Alles ist erlaubt und muss erlaubt sein, aber!!!" 

Alles und ein Aber gehen nicht zusammen. Entweder Alles, oder ein Aber. 

Alice Schwarzer, die für die Rechte der Frauen eintritt sagte mir, ich sollte schleunigst damit aufhören. Aber ist es nicht auch ein Frauenrecht zu sagen, ich möchte mich meinem Mann unterwerfen? Wenn ich frei entscheiden darf, darf man mir doch nicht sagen, womit ich aufhören soll. Dann wäre ich ja wieder nicht frei in meiner Entscheidung.

Leider geschieht aber genau das im Moment in vielen Lebensbereichen.

Alles und jeder darf wie er möchte! Aber nur in dem Rahmen, den die Gesellschaft vor gibt.

Das Bevormunden betrifft nun andere Bereiche als früher, aber ist nach wie vor präsent.

Aber das hat hier keinen Platz und wird nun nur noch komplizierter, also höre ich an der Stelle lieber auf und lasse jedem seine eigene Meinung haben, denn Vielfalt ist schön, auch in Bereichen, die ich vielleicht nicht verstehe oder nicht einsehen möchte, dennoch darf jeder wie er möchte, ganz ohne Gedankengrenzen, jedenfalls sehe ich das so :)