Sonntag, 22. Januar 2023

Gefühle einer Sklavin

 



Ich wollte immer zeichnen und malen lernen, um meinen Blick auf die Welt anderen zugänglich zu machen und ich habe zusätzlich begriffen, dass man auch Gefühle zeigen kann.

Zwar birgt es immer ein Risiko, weil man seine Seele offen darlegt und sich verletzlich macht, jedoch gibt es auch die kleine Chance, dass man andere Menschen berührt und das ist es mir wert.

Zeigen möchte ich, was ich empfinde, wenn ich für meinen Herrn knien darf, wenn ich mit ihm, mit unserer kleinen Welt, im Reinen bin und alles perfekt ist. 

Samstag, 14. Januar 2023

Entweder oder…

 Vorgestern Abend gab es freudig den Arsch versohlt, jedenfalls war es für Monsieur freudig, für mich eher schmerzhaft. Nach meiner Beschwerde, dass es immer die eine Backe trifft, gab es dieses Mal mehr als fünf auf beide Seiten. Wie viele hier habe ich nicht mitzählen können, weil Monsieur damit beschäftigt war seinen Schwanz an mir zu reiben und zu erzählen, dass ich den eben nicht bekommen werde. Sehr gemein!

Mit glühendem Hintern, musste ich dann in seinen tröstenden Armen, in den Schlaf finden. 

Gestern gab es morgens und abends je fünf auf die Oberschenkel, beide Male so, dass ich dachte, man müsste sie ewig sehen! Tatsächlich waren sie wenige Stunden später bereits verblasst und verschwunden. 

Mein Schuhproblem habe ich auch gelöst! Eigentlich bestelle ich keine im Internet, denn was ich dir sehe und was dann im Karton bei mir ankommt, hat oft nicht viel miteinander zu tun, daher hatte ich es aufgegeben, jedoch stöberte ich ein wenig herum und entschloss mich dann doch nochmal einen Versuch zu starten. Gestern kamen sie an und ich bin begeistert!

Ich bin recht naturverbunden und wenn es möglich wäre, würde ich immerzu barfuß gehen, daher bevorzuge ich leichte und flexible Schuhe. Bestellt hatte ich Stiefeletten aus Mischleder und beim Auspacken dachte ich  erst, dass sie zu klein sind, dann passten sie jedoch perfekt und besser noch, waren total leicht und die Sohle ist ein Traum! Der perfekte Schuh!

Sie wiegen kaum etwas und sehen auch noch schön aus und natürlich ist es auch und vor allem wichtig, dass sie Monsieur auch gefallen, was er bestätigte. 

Meine Sorge, dass das Leder recht empfindlich sein könnte, teilt er allerdings und was war seine Lösung? Wie gesagt, bei Schuhen bin ich recht mäkelig und wir gehen sehr ungerne einkaufen… er bestellte direkt ein zweites Paar! Also ist was Thema hoffentlich für die nächsten Jahre durch! Und ich bin so glücklich, zufrieden und sehr dankbar dafür!

Kommende Woche wird nochmal etwas stressig, dann sollte es etwas ruhiger werden, wobei Monsieur sich dann wohl wieder vor seine Playstation verkriecht. 

Eigentlich hatte er gesagt, er schreibt einen Blogeintrag zum Thema Regeln, was seine eigene Idee war und ich war und bin schon sehr gespannt, jedoch ist heute der erste Tag an dem wirklich nichts ansteht, außer dass er einen Friseurtermin hatte, in der Zeit machte ich Yoga und hinterher brunchten wir gemütlich. Danach schauten wir eine Serie zusammen und nun ist die Playstation wieder an. Ich hatte gehofft, dass nach den stressigen Tagen, in denen sie komplett aus blieb und er Zeit und Aufmerksamkeit für mich hatte, es etwas verändert hätte, aber jetzt stelle ich alles wieder in Zweifel und sehe ein Ablaufdatum. 


Donnerstag, 12. Januar 2023

Regeln sind...

 


Eigentlich ist das ein Nachtrag zum Tagebucheintrag eben, denn als ich den abschließenden Satz schrieb: 

"Ist das TPE?

Ja, weil ich nicht zu bestimmen habe, wie viel DS es gibt, auch wenn es kein DS gibt oder nur wenig, egal wie frustrierend es ist."

fiel mir auf, dass ich im Prinzip derzeit keine Regeln habe, die ich befolgen muss. Da sind Standardregeln, die ich im Kopf habe, die der Respekt und die Loyalität vorgibt und die man eben hat, andere die aus der Gewohnheit heraus entstanden sind und die man beibehalten hat, aber nichts, was Monsieur im Moment kontrollieren muss und bei dem Gedanken ist mir aufgefallen, dass ich so sehr darauf bedacht bin ihm alles abzunehmen, keine Umstände zu machen, ja keine Arbeit zu verursachen, dass Regeln eben auch eine Verpflichtung vom Herrn der Sklavin gegenüber sind, denn er muss ja auf die Einhaltung der Regeln achten. 

Monsieur drückte es mal so aus: "Du benutzt die Regeln, um mich zu kontrollieren!"

Gemeint war die Situation, in der ich angesprochen hatte, dass er Regeln nicht kontrolliert und ich sie nach und nach nicht mehr beachte, weil ich meine, dass sie ihm dann nicht wichtig sind und wenn sie ihm nicht wichtig sind, warum muss ich mich daran halten? Sie machen für mich doch nur Sinn, wenn ihm etwas daran liegt?!?

Daraus entstand eine Diskussion (kann man mit seiner Sklavin diskutieren?) darüber, für was Regeln überhaupt nütze sind.

Ende vom Lied, nach und nach schliefen die Regeln wieder ein und ich beließ es dabei, um keinen Streit zu provozieren und keine Arbeit zu machen.

Eben dann der Gedanke wieder.

Noch dazu der Gedanke: Ist TPE ohne Regeln möglich?

Wie sinnvoll ist das ganze?

Und im gleichen Zug direkt: Wenn ich das nun alles anspreche, mache ich dann kaputt, was gerade neu am entstehen ist?

Sollte ich also lieber ruhig sein und genießen was ich habe?

Ich bin aber kein seichtes Gewässer, ich bin ein reißender, tosender Fluss mit Wasserfällen!

Ich kann nicht leise und still, tut mir leid und meine Gedanken sind im Moment auch laut, die müssen auch raus und verschweigen bringt nichts, das ändert nichts, dann weiß der Andere nicht, was in einem vorgeht, das wäre unfair, dann reagiert man vielleicht total seltsam und keiner versteht warum man so ist. Also lieber offen sagen, oder schreiben was los ist, auch wenn es vielleicht weh tut.



Sparflamme

 Gestern passierte recht wenig, man merkt deutlich, wie ausgebrannte Monsieur im Moment ist.

Ich hielt mich an seinen Zettel, verhielt mich brav und bekam zur Belohnung, als ich einige Bilder weitergeleitet hatte, die mir bei BDSMlr gefallen hatten, die Erlaubnis, beim Einkaufen mir etwas Leckeres auszusuchen. 

Sklavin sein bedeutet nicht immer, dass man benutzt wird, viel öfter ist es eben einfach, dass man füreinander da ist und Monsieur braucht gerade einen Menschen, der ihm den Rücken stärkt und das versuche ich.

Abends im Bett gab es fünf mit dem dünnen Stock auf den Hintern und das wars dann auch schon. Total unspektakulärer Tag.

Morgens konnte Monsieur endlich ein wenig länger schlafen und prompt gab es auch dann wieder fünf Hiebe und weil ich meckerte, dass es immer die gleiche Backe trifft, wechselte er die Seite und ich mag es kaum erwähnen, er schlug freudig grinsend härter zu. 

Ist mir das eine Lehre? Nein... ich bin da ziemlich resistent.

Habe ich dann  noch immer eine große Klappe? 

Ehrlich gesagt, sie wird nur größer.

Kann man mir so Grenzen zeigen?

Nein, bisher nicht, egal wie groß der Schaden hinterher ist.

Aber das ist eine andere Geschichte.

Heute Abend darf und soll ich wieder einen Hoodie tragen, auch wenn ich keine Spuren mehr habe.

Ansonsten, nichts erwähnenswertes. 

Ist das TPE?

Ja, weil ich nicht zu bestimmen habe, wie viel DS es gibt, auch wenn es kein DS gibt oder nur wenig, egal wie frustrierend es ist.



Mittwoch, 11. Januar 2023

Schnöder Alltag

 Gestern war ein wirklich ruhiger Tag, was nicht schlecht klingen soll!

Monsieur ist im Moment wirklich durch, man merkt es ihm an. Früh aufstehen, wenig schlaf, spät ins Bett, dazwischen, mit etwas Glück ein kleiner Power-Nap und ich kann ihm wenig abnehmen, sondern höchstens emotional beistehen und mit kleinen Freuden den Tag versüßen.

Gestern hinterließ er mir, nach längerer Zeit, das erste Mal wieder eine Nachricht mit Anweisungen, was ich zu frühstücken habe und außer dem Haushalt machen soll, plus ein paar liebe Worte. Das freute mich sehr, zumal ich nicht damit gerechnet hatte!

Als er dann zurück war, fertig und müde, hatte ich die Wohnung geputzt und mein Magen knurrte, jedoch wollte Monsieur sich gerade ein wenig hinlegen, also überlegte ich, was ich mir für eine Kleinigkeit machen könnte, zur Überbrückung, bis er wieder fit ist, da hatte er uns schon eine Pizza bestellt. Er ist immer sehr umsichtig. Wenn er denkt, dass ich zu viel mache, versucht er, auf seine Art, mir Arbeit abzunehmen. Also mümmelten wir faul auf dem Sofa Pizza und schauten seine Serie weiter.

Ich ging mit dem Hund raus, traf dabei wieder nette Leute, denn mit einem Hund bekommt man automatisch einen neuen Freundeskreis dazu und Monsieur hatte noch viel im Büro zu tun, wobei er mich diesmal im Wohnzimmer ließ. Ich habe es auf seine Müdigkeit geschoben und nichts hineininterpretiert, statt dessen darum gebeten in die Badewanne zu dürfen.

Kleiner Luxustag also, Pizza, Badewanne... Ruhe :)

Abends im Bett gab es fünf Hiebe mit dem dünnen Stock auf den noch immer geschundenen Hintern, was wirklich zwiebelte, muss ich gestehen und mein Herumgejammere wurde erhört, denn es gab zwar keine Gnade, dafür aber Kuscheleinheite, so wie ich es mag.

Heute morgen war Monsieur und ich hatte mir abends vorher schon gesagt, dass er sicher keine Zeit für einen Zettel haben würde, ich also einfach nochmal den vom Vortag lesen werden, aber tadadadaaaa! Es lag ein neuer Brief auf seinem Kopfkissen für mich parat! 

Liebe Worte, Anweisungen zum Frühstück und was ich außer dem Haushalt zu tun habe, wann er zurück sein wird in etwa, mehr brauche ich ohnehin nicht und es gibt ein schönes Gefühl, für das ich wirklich dankbar bin.

Er tut mir leid, dass er so viel Stress im Moment hat, aber bald gibt es auch wieder ruhigere Tage, dann bekommt er hoffentlich eine Mütze mehr Schlaf und mal sehen, wie er die Zeit dann nutzen möchte.

Dienstag, 10. Januar 2023

Neuer Hoodie

 Die Nacht war kurz und Monsieur ließ mich schlafen. Ich wurde kurz wach, als er aufstand und das Schloss der Kette löste, dann döste ich wieder ein und schrak auf, als er sich verabschiedete und merkte nicht, wie ich wieder einnickte, bis der Wecker klingelte. 

Dann das Bett mit den Flecken (siehe Eintrag von gestern) und meine Gedanken dazu, danach noch schnell den Müll zusammengepackt, damit ich ihn mit dem Hund runterbringen kann und an der Türe stand nun auch schon Monsieur, der von der Arbeit zurück war, weil er nur wenige Termine hatte und von zuhause den Rest erledigen konnte. Wir gingen gemeinsam mit dem Hund raus und holten uns noch Brötchen und  danach gab es für alle ein feines Frühstück und bevor es zurück an die Arbeit ging, mussten wir noch in die Stadt, etwas besorgen. 

Eigentlich gehen wir nur noch in die Stadt, wenn es unvermeidbar ist und nun war es mal wieder so weit. Hinterher fühlten wir uns durchaus bestätigt, warum wir es so handhaben. Jedenfalls standen ein paar Erledigungen an und Monsieur hat mir einen neuen XXXL Hoodie gekauft, denn nachts hatte er auch erwähnt, dass er wieder mehr auf die Nackthaltung achten möchte, alleine schon, um sein Werk, die Striemen die er wirklich öfter anbringen muss, so seine Worte, sehen zu können. Ich bin ja mal gespannt...

Unterwegs spürte ich dann zunehmend unangenehm, wie meine Strumpfhose über meinen Hintern kratzte. Eigentlich hatte ich morgens nichts bemerkt. Zwar fühlte er sich unter meinen Fingern rau und uneben an, aber beim Sitzen gab es keinerlei Probleme. Umso später der Tag, umso mehr machte sich dann doch bemerkbar, dass unter der Haut was brodelte und die Reibung war wirklich nicht sonderlich förderlich. 

Monsieur freute sich über meinen kleinen Bericht und sparte nicht mit Streicheleinheiten, um den Effekt zu verstärken. 

Eigentlich hätte ich noch ein paar normale Schuhe gebraucht. Das Problem war, dass wir schon vollkommen durch waren und ich Schuhe shoppen hasse und es für einen Anlass sein sollte. Was ich mag, durfte nicht mit und was hätte mit dürfen, mochte ich nicht. Zusätzlich gibt es da so ein Ding.

Ich lernte meinen ersten Dom und Mann kurz nach meinem 20. Geburtstag kennen und er sagte damals, dass ich meine Unterwäsche und alle Hosen zu zerschnibbeln habe und meine Schuhe, die nicht mind. 8cm Absatz haben, wegschmeißen soll, was ich auch wirklich tat. 

Man sollte an der Stelle wissen, dass ich ausschließlich Jeanshosen trug, T-Shirts und Turnschuhe. Kein Scherz. 

Das war also plötzlich alles weg und wurde ersetzt durch Kleider, Röcke, Strapse, Overknees, Heels in verschiedenen Varianten, keine Unterhosen mehr, BHs durfte ich noch haben. 

Also lernte ich mit 8cm und mehr zu gehen. Ich werde nie vergessen wie ich in einem italienischem Schuhgeschäft 12cm Pfennigabsatz trug und damit herumstolperte und der Besitzer mich ansah, als würde ich das nie lernen und tatsächlich konnte ich später mit ebensolchen Schuhen über den Spielplatz rennen und war so schnell wie andere mit flachen Schuhen. 

Aber was ich eigentlich sagen wollte, ich hatte nie den Zwischenschritt.

Flach geht, 8cm und mehr geht.

Dazwischen?

Geht nicht.

Ich kann zb nicht mit 4cm Absatz gehen, dann eiere ich herum und da ich die letzten Jahre nur flache Schuhe trug, würden mir für den Anlass hohe Absätze schnell schmerzende Füße bescheren und dann waren wir schon länger unterwegs und es nervte mich und Monsieur hasst shoppen allgemein, dementsprechend war seine Laune, so dass ich vorschlug diese Entscheidung zu vertagen, denn Schuhe kann man wirklich überall schnell besorgen und ich muss diese Woche noch zum Neurologen, also kann ich an dem Tag nochmal, mit frischer Laune, schauen gehen. Monsieur war zufrieden und wie ich annehme, sehr glücklich mit dem Vorschlag.

Auf dem Weg zum Auto bemerkte er auch noch seinen grummelnden Magen und ich brachte die süßen Teilchen ins Gedächtnis zurück, die wir mit den Brötchen morgens zusammen gekauft hatten, somit war sein Tag gerettet und meiner, mit dem Gedanken, dass es wieder mehr Anlass geben wird, um Hoodies zu tragen!

Abends, bevor Monsieur nochmal an den Schreibtisch musste, ließ er mich zu seinen Füßen auf den rauen Sisalteppich (elendiges Drecksteil, dass sofortige Laufmaschen produziert, Schürfwunden entstehen lässt und selbst beim bloßen dastehen, die Füße schmerzen lässt) knien, Arsch in die Höhe, wie er es mag und gab mir eine kleine Statuserinnerung, wie ich es mag. Merci Monsieur! 

Danach erledigten wir beide noch ein paar Kleinigkeiten und als ich, früher als er, fertig war, wurde ich ins Büro zitiert, wie den Abend zuvor ebenfalls und durfte im Ohrenbackensessel ein wenig chatten. Natürlich ließ er es sich nicht nehmen, dabei ab und zu über meine Schulter zu linsen, was ich so treibe.

Es macht mich traurig, wenn andere Doms fragen, ob ich heimlich im Chat sei. Nein, egal wie es in unserer Beziehung steht, ich mache nichts heimlich und das ist auch kein DS oder TPE Ding, ich hintergehe keine Menschen. Das nennt man Respekt, Loyalität und es verbirgt sich auch noch hinter vielen anderen Namen. Ich möchte nicht hintergangen werden und handhabe es ebenso.

Als Monsieur auch fertig war und alles für den nächsten Tag vorbereitet hatte, gingen wir noch mit dem Hund raus und im Bett gab es fünf Hiebe mit dem dünnen Stock auf die Vorderseite der Oberschenkel. Eine Erinnerung. Ich sei dann leichter zu handhaben. Auch ich kann mich dann besser erinnern. Es braucht ohnehin keinen Grund.

Neuerdings zapple ich ein wenig dabei, was mich selber verwundert hat und als ich mich seitlich umdrehte, konnte ich schlecht einschlafen, weil die Striemen brannten, aber sein Arm um mich herum war tröstlich und ich schlief dann doch noch ein.

Heute morgen zierten dann immerhin feine Linien meinen Schenkel!

Und ja, sitzen ist heute nicht ganz so schön. Eine interessante Mischung aus blauen Fleck-Gefühl und Reibekuchen.



Montag, 9. Januar 2023

Bettzeug waschen

 Heute morgen wollte ich das Bett machen. Monsieur ist es wichtig, dass das Bett schön gemacht ist und ich weiß wie er es mag, wie akkurat und ordentlich. Ich mag es eher zerwühlt, dann hat man weniger Respekt davor abends reinzukriechen und es sieht gemütlicher und einladender aus, er hingegen empfindet es als Hochgenuss das schön mühevoll gemachte Bett abends zu zerstören, also wollte ich mich dran machen und dann sah ich es auch schon, ein paar verteilte Blutflecken und da sind wir uns einig, die finden wir beide ekelig.

Bettzeug abziehen, schnell in die Maschine, danach in den Trockner, so dass heute Abend alles frisch und sauber ist und während ich das mache, denke ich über unsere Unterschiede und Gleichheiten nach.

Ich hasse Bettenbeziehen, wirklich, ich hasse es! Ihm macht es nichts aus, er denkt dann daran, wie er sich später in das schöne frische Bett legt und freut sich drauf, also macht er es recht gerne und dafür bin ich ihm dankbar, aber das ist nicht worüber ich nachdenke, sondern wie die Flecken dorthin kamen.

Es sind kleine Flecken von meinem Hintern.

Eigentlich ist es ein wenig lustig.

Ich bin nicht maso, ja ja das erwähne ich oft, weil Schmerz für mich Schmerz ist und aua macht. Stolz bin ich hinterher, absolut stolz und Striemen sind eine tolle Erinnerung im Alltag, aber in dem Moment, wenn Monsieur mit der Gerte, dem Stock, einer Peitsche auf meinem Po herum haut, dann ist da einfach nur der Schmerz. Mal brennend, mal reißend, mal zwirbelnd, aber eben einfach Schmerz und wenn man mich hinterher fragen würde, wie mein Hintern aussehen würde, nachdem er sich ausgetobt hat, würde ich nicht sagen können, ob er arg verstriemt ist, oder man am nächsten Tag überhaupt noch etwas sieht, wobei das bei mir so eine Sache ist, denn Spuren bleiben schwer und verschwinden schnell wieder.

Wir hatten lange kein DS mehr, nur ab und zu Sex mit ein wenig Haue und deshalb war ich auch lange nicht mehr bei BDSMlr schauen, jedoch tat ich es nun doch mal wieder und beschwerte mich dann.  Da sehe ich diese ganzen Bilder von Frauen, die sonst was, sonst wo, sonst wie tief reingesteckt bekommen und in schillendernden Farben erglühen, die in sonst welchen Positionen gekettet sind und sonst was erleben dürfen und ich kann das so gut nachempfinden, weil ich so einiges davon schon selber erleben durfte und dementsprechend fehlt es mir wieder, also schreibe ich ihm das und er kommt rüber und meint, ich soll ihm das doch mal zeigen und durchblättert so meinen Account und sieht in den ersten Beiträgen gar nichts in der Richtung und lacht.

Was ich meinte war weiter unten und da ich breit gefächerte Accounts abonniert habe, ist eben nicht immer im oberen Bereich Hardcorezeug, aber sich darüber lustig machen?

Später machte ich mir die Mühe und habe ihm dann zufällig angezeigtes Zeug geschickt und dann verstand er schon eher was ich meinte.

Als wir uns kennenlernten hatte ich die Sorge, dass dieser intellektuelle Mensch, mit der spitzen Sprache zu soft für mich sein könnte. Dann lernte ich ihn näher kennen und machte mir Gedanken, dass er zu distanziert ist und zu unterkühlt, denn ich brauche beides. Absolute Härte, aber eben auch Wärme und Nähe. Er hatte mir die Webseite von Greyhound gezeigt und ursprünglich hatte sie einen Raum, einen Knopf im Ohr, über den sie Anweisungen bekam und das dann alleine ausführen musste. Ich fand ihr Leben sehr spannend, mir persönlich fehlte die körperliche Nähe! Zwar finde ich es reizvoll zu sagen, dass ich eine gewisse Zeit alleine  in "meinem Bereich" eingesperrt bin, aber so permanent alleine, das wäre nichts für mich.  Jedenfalls  anhand solcher Beispiele hatte ich gemerkt, dass wir schon auch in die selbe Richtung gehen und wo er ursprünglich sagte, er könne nicht so oft zu mir kommen und dann doch täglich vorbei kam, oder fragte ob ich zu ihm kommen möchte, merkte ich, dass auch er die Nähe braucht, so wie ich.

Da ich nicht so die Profil-Leserin bin, oder es wirklich nicht in seinem stand, da streiten wir uns bis heute drüber, wußte ich nicht, wie gerne er auf intime Stellen herum knüppelt (wer weiß, ob wir sonst zusammen wären), jedenfalls hat mir das schnell gezeigt, dass er doch sehr hart sein kann. Ihm gefiel der Gedanke, dass ich nicht angekettet sein muss, sondern rein durch Willenskraft die Beine spreize, egal mit was er mich schlägt und ich weiß bis heute nicht, wie ich reagieren würde, wenn ich dabei gefesselt wäre.

Wie auch immer, über diese Dinge dachte ich beim Bettenabziehen nach und dass er mich gestern mit dem dünnen Stock schlug, damit es nicht so laut ist und ich wirklich dachte, es gäbe keine Spuren die bleiben würden und dass er übertrieb, als er meinte, wir sollten da was drauf machen, weil mein Hintern wund wäre. Der Schmerz ist Schmerz und der Unterschied gar nicht so groß, ob er so aussieht wie von gestern, oder viel weniger Spuren hat, was mich sehr wundert. Mag vielleicht an den Hormonen liegen. Oder daran, dass ich auch seine Reaktionen beachte und mich nicht immer im Blickfeld habe, sondern seine Lust und die genieße. 

Ursprünglich, als wir die ersten Nachrichten schrieben, faszinierte mich seine Sprache, seine Wortwahl. Aussehen reizt mich wenig, Intelligenz umso mehr. Wenn dann jemand meine Gedanken ficken kann, dann ist es um mich geschehen. 

Lust entsteht zuallererst im Kopf, der Körper zieht nach.

Nach Nächten wie der letzten weiß ich wieder, warum wir zusammen gekommen sind, nach den letzten Monaten nicht, wie wir zusammen bleiben konnten.

Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber auch sie ist nicht unsterblich. 


Donnerstag, 15. Dezember 2022

Einen Monat her

 Schon wieder einen Monat her?

Wow!

Es ist echt schon wieder einen Monat her?

Die Vorweihnachtszeit ist aber auch stressig! Außer man besorgt die Geschenke schon nach und nach ab August, wie ich es immer mache und hat große und erwachsene Kinder, die gerne kochen, dann hat sich das auch erledigt und man muss lediglich das weihnachtliche Essen besorgen und nicht zubereiten.

Meine Vorweihnachtszeit ist also so entspannt, oder eben stressig, wie die normale Zeit auch.

Warum dann keine Blogeinträge?

Weil es nichts zu berichten gibt.

Was könnte ich schreiben?

Morgens stehe ich auf, Monsieur löst meine Kette, wenn sie angebracht wurde, dann begehe ich meine Morgentoilette, um mit dem Hund rauszugehen, kredenze den Tieren ihr Frühstück, danach mir, bzw. uns, je nach Wochentag, danach folgt der Haushalt, oder was so ansteht und erledigt werden muss, später geht es wieder mit dem Hund raus, die sind nämlich wie kleine Kinder und wollen gerne Nachmittags ihre Freunde treffen, herum tollen und Spaß haben!

Mittagessen gibt es recht spät, weil vorher keiner zuhause ist und eigentlich eher zur Abendessenzeit ansteht. Gemütlicher Abend auf dem Sofa, manchmal bei einem gemeinsamen Film, oder einer Folge von irgendeiner Serie, wobei der neue Fernseher mir arge Probleme macht. Ich wußte nicht, dass die neuen LED Teile bei empfindlichen Augen so schwierig sind, aber auch kein Thema, weil ich meistens eh auf dem Tablet schaue und Monsieur vor dem Fernseher spielt.

Später eine Nachtrunde mit dem Hund, manchmal geht Monsieur alleine, manchmal gemeinsam und schon gehts wieder ins Bett und dann von vorne.

Ausflüge? Fehlanzeige.

Highlights? Fällt mir gerade nichts ein. 

Was war in den letzten Wochen und Monaten mal wirklich toll? Ich habe wieder begonnen zu nähen... sagte ich schon wie viele Hobbys ich habe?

Oh, doch, ich bekam Disney Dreamlight Valley geschenkt! Tolles Spiel, macht wirklich Spaß und wenn man mit Animal Crossing durch ist, es steht ja auch kein Update an, dann ist das eine große Fundgrube an Möglichkeiten und mit den ganzen Animationen aus der Kindheit zu spielen ist so niedlich und hey, mal ehrlich, wer wollte nicht schon immer mal eine Prinzessin oder ein Prinz sein?!?

Nun langweilt sich wahrscheinlich schon jeder beim lesen... tut mir leid und deshalb schreibe ich eben im Moment keine Einträge.

Och, ich könnte noch ein paar Buchempfehlungen raushauen. Interesse?

Ich höre gerade "Ich und die anderen" von Matt Ruff und finde die Idee toll zu sagen, weil ein Mensch mit multiplen Persönlichkeiten ein virtuelles Haus im Kopf gebaut hat, kann er gut virtuelle Realitäten erbauen, zu einem Zeitpunkt, als das noch nicht so ein großes und bekanntes Thema war, wie es heute ist. Ich bin noch nicht arg weit, aber es macht bisher Spaß :)

"Das Buch der Freude" von Desmond Tutu und dem Dalai Lama kann ich sehr empfehlen, aber das muss einen interessieren, vielleicht nicht unbedingt für jeden was.

Von Emmanuel Carrère "Yoga", bei dem es auch um Mediation und Psyche geht, was recht düster ist und tief und leise und wie eine brausige Welle. Einfach mal eine Leseprobe runterladen, oder im Buchladen reinlesen, ich hatte mich daran festgebissen und es nicht weglegen mögen, Monsieur hat es mir dann gekauft. Toll! Auch weil lauter weitere super Bücher erwähnt werden und wer sich ein wenig für das Thema interessiert, hat die dann womöglich schon und wenn man in einer Bibliothek lebt, wie wir, erinnert sich dann und denkt "Ach! Das muss ich ja noch lesen!!!"

"Gut gegen Nordwind" würde ich jetzt gerade nochmal gerne neu entdecken. Nein, der Film ist nicht so gut, das Hörbuch funktioniert nicht, es muss das Buch sein und das ist toll. Perfekt für die Zeit und das Wetter.

Aber wir sind ja hier auf einem BDSM Blog, also holt euch gefälligst die "Geschichte der O", ich fasse es nicht, dass kaum noch wer sie wirklich gelesen hat! Zu meiner Zeit damals, wurde mir gesagt: "Lies das nicht! Du wirst verschreckt und wendest Dich ab, das ist so brutal!"

Und? Ich habe es verschlungen, Nächte durchgelesen und es nicht nur ein, oder zweimal gelesen! Über 30x oder öfter und gehört? Ich kann es nicht mehr zählen und nein, die Verfilmung interessiert mich nicht.

Oh und die Bücher vom Grimme sind toll. In den Schlagzeilen gab es früher auch tolle Buchempfehlungen. Da hatte ich mir hier und da mal eins von gekauft. Hmm eins fand ich besonders toll, es war das Tagebuch einer Sub, ein echtes, die keinen festen Herrn hatte, eher eine offene Beziehung. Total spannend, weil sie recht aktiv unterwegs war.

Muss ich gleich mal schauen, ich schrieb in meinem alten Tagebuch davon, also muss es irgendwo erwähnt sein.

BDSM Romane allgemein finde ich meistens doof. Entweder liest es sich wie ein Porno, oder wie ein Hausfrauenporno. Hausfrauenpornos, die einen BDSM Touch haben, die lese ich lieber, die können meistens besser schreiben, was ja schon seltsam genug ist. "50 Shades of Grey" als Beispiel, da war nicht alles sinnvoll und  vieles wirklich bescheuert und aus Sicht einer Sklavin, die dies und das real erlebt hat, kann man es nicht nachvollziehen, aber wenn man darüber hinweg sehen kann...

Vieles sollte man als Märchen lesen, dann macht es eben doch Spaß.

Ich krame mal eben die Festplatte raus, mit dem alten Zeug drauf und schaue nach dem Buch der Sub, ich glaube sie nannte sich Sub und nicht Sklavin. Da machen viele einen Unterschied, ich ebenso. Ich bin da noch von der alten Schule. Für mich ist eine Sub eine Frau, die es eben lieber Teilzeit auslebt, ab und zu, wie sie mag und möchte, vielleicht auch switcht. Eine Sklavin hingegen kann nicht anders, sie ist dazu geboren worden und lebt dementsprechend permanent so, es ist immerzu in ihrem Kopf 24/7. 

Ja, nun widersprechen mir sicher einige, aber jeder darf seine eigene Meinung haben, ist genug für alle da, die Welt ist groß genug und Platz für Gedanken ist unermesslicher vorhanden, also braucht man sich nicht zu streiten.

Nun schaue ich aber wirklich nach dem Buch, eine Sekunde bitte...


Dauerte nun doch ne Stunde, man verzettelt sich ja ungemein! Gefunden habe ich es trotzdem nicht...

Ärgerlich, zumal es mir nun ewig im Kopf herum geistern wird.  Oft, wenn ich Bücher in Bücherschränke stecken möchte, hält mich Monsieur zurück und verwahrt sie noch eine Weile und ich dachte, ich hätte es bei ihm gesehen, aber eben  musste ich bemerken, dass er wieder umsortiert hat, zumal seine Bücher teilweise in zweiter Reihe stehen, also keine Chance und im Moment erreiche ich ihn nicht. Falls ich es heraus bekomme, reiche ich es nach, falls nicht, lasse ich es heimlich unterm Tisch fallen und spreche es nie wieder an!!!!

Beim Suchen fand ich allerdings alte Bilder und sogar eine Sprachdatei von Monsieur, als er mir einen Text vorlas, was für ihn Besitz bedeutete. Lange her, damals nannte er mich noch "seine Fledermaus". Sehr lange her... zählt alles nicht mehr. Sehr schade. Alles verloren gegangen und verschüttet. Sehr schade, sehr traurig.

Warum Fledermaus? Kann er selber mal erklären, falls er sich überhaupt mal zu Wort melden möchte, aber da er behauptet, dass ich ihn immer falsch darstelle...

Ach, egal.

Genug gelangweilt für heute. 

Bis irgendwann im Januar oder so...

Ach und noch ein Bild oben drauf, natürlich ohne Themenzusammenhang, wie der gesamte Beitrag so ist:




Sonntag, 13. November 2022

Ungleichgewicht

 Im Moment ist alles aus den Fugen geraten. 

Eigentlich begann es schon vor Monaten, wenn nicht Jahren. 

Der Tod meiner Schwester hat es lediglich beschleunigt. 

Jetzt ist es so schlimm, dass ich nichts in mir behalten kann. 

Sinngemäß, nicht wörtlich. 

Ich lese ein paar Seiten und möchte zeichnen, habe aber zu wenig Energie um kreativ zu sein. 

DS ist quasi nicht existent in meinem Leben und doch sollte es mein Mittelpunkt sein. 

Nimmt man bei einer Waage den Standfuß weg, was passiert?


Monsieur ist gut zu mir, ich hatte ihm gezeigt, dass der Dalai-Lama eine Veranstaltung teilt, bei der seine Doku mit Desmond Tutu gezeigt wird, unter anderem, und er hat mir den Film direkt ausgeliehen. So ist er. Er besorgt mir umgehend, was ich brauche, außer wenn es um DS geht. Das macht es ja so schwierig. 

Gefühlt liegt alles in mir in Trümmern da und ich laufe und sucre und versuche zu reparieren und dabei zertrample ich diese Scherben in immer kleinere Splitter. 

Alleine schaffe ich das sicher nicht mehr und Monsieur weiß wie es mir geht, aber ob er es begreift? Ich denke schon, jedoch ist er sehr mit sich und seinen Problemen beschäftigt, wie schon immer und da bleibt wenig Zeit und Energie für mich. Dann falle ich hinten runter…

Sonntag, 2. Oktober 2022

Verantwortung

 Für manche ist man eine Perle im Dreck, über die man sich freut, sie gefunden zu haben, für andere der Dreck unterm Fingernagel, den man dringend loswerden muss, der nur stört und lästig ist…

Was ich wohl für Monsieur bin, muss ich nicht sagen, also tue ich mir das nicht mehr an und werde mich in Zukunft selber gut behandeln und der erste Schritt ist Selbstfürsorge. Heilen. Sich um mich kümmern und mir gut tun. Mich nicht mehr so behandeln lassen. 

Raus aus der Angst und Sorge. 

Wieder atmen und leben. 

Verantwortung für mich selber übernehmen. 

Mir nicht anhören müssen, wie schlimm ich bin, obwohl ich jeden Tag alles gebe und leiste, damit er arbeiten gehen, danach PlayStation spielen kann und nicht mehr als das machen muss. 

Mir reicht das nicht. 

Für mich fehlt da was. 

Aber ich kann nur in meinem Leben etwas ändern. 

Montag, 29. August 2022

Zwischen Türen stehen

 Es fühlt sich an, als würden wir mitten in der Türe stehen, nicht wissen, ob wir wirklich rein gehen wollen, oder nicht. Doch lieber draußen bleiben? 

Ich habe mich Monsieur geschenkt. Nicht jedes Geschenk wird pfleglich behandelt und nicht jedes Geschenk mag man gleichermaßen.


Unsere schlechten Verhaltensmuster setzen sich fort und wir finden nicht zueinander. 


Vielleicht ist zu viel, zwischen uns, kaputt gegangen. 

Vielleicht haben wir aus den Augen verloren, was wir aneinander haben, jedoch vor so langer Zeit, dass wir es nicht wiederfinden können. 

Vielleicht sind wir auch einfach zu unterschiedlich in unseren Bedürfnissen. 

Jeder möchte geliebt werden, um seinetwillen. 

Jeder möchte seine Bedürfnisse befriedigt wissen. 

Jeder möchte sich geborgen und wohl fühlen.


Und das fehlt. 


Und so stehen wir in der Türe, durch einen Raum getrennt und wissen nicht, ob wir nochmal rein gehen sollen, oder…

Sonntag, 28. August 2022

Ich bin

 Ich bin dieser eine Mensch, der erst bei sich nach Fehlern sucht. 

Ich bin dieser eine Mensch, der da ist und hilft, egal wie es mir selber geht. 

Ich bin dieser eine Mensch, der das Wohl anderer, über mein eigenes stellt. 

Und ich bin dieser eine Mensch, der bisher dachte, ich habe einen Menschen an meiner Seite verdient, der das versteht, beachtet, berücksichtigt, damit umgeht und mich beschützt. 

Dann habe ich versucht es selbst hinzubekommen. 

Dann sagte Monsieur, dass ich dazu doch gar nicht in der Lage bin. 

Im Moment ist es nicht so wichtig, weil alle aus dem Urlaub zurück sind und kein Bedarf besteht, jedoch ist es nur eine Frage der Zeit. 

Ohnehin ist es nur ein Symptom. 

Ich bin nicht gut darin auf mich zu achten, weil ich jeden und alles wichtiger nehme und meine Bedürfnisse zurück nehmen. Eigentlich habe ich das immer für eine schöne Eigenschaft gehalten, wenn ein regulierender Herr im Hintergrund ist, der für mich sorgt und das gerne tut. Anders kann ich nicht funktionieren. 

Derzeit habe ich Monsieur, der viele Ansprüche äußert, dann dazu sagt, dass er nicht möchte, dass ich mich kaputt arbeite. Wie das klappen soll, lässt er offen. 

Er stellt also lauter lose Enden in den Raum und mich damit alleine und beschwert sich dann, egal wie ich versuche es zu lösen. 

Das ist mühsam, frustrierend und ich möchte nur noch aufgeben. 

Mir fehlt die tägliche Freude komplett.

Ich habe, gefühlt, mein Leben aufgegeben. Es wird für die Bedürfnisse für mein Kind geopfert und Monsieur und den Hund. Fertig. Da ist nichts mehr übrig. 

Und der Dank?

Kaum spürbar, außer vom Hund, der zeigt es täglich deutlich. Immerhin. Obwohl er mir am deutlichsten meinen Platz genommen hat, der ohnehin nicht spürbar war. 

Das geht nicht mehr gut. 

So unzufrieden mag keiner sein. 

So mache ich mir nur Gedanken, was ich ändern kann und muss, damit es besser wird und zwei Faktoren kann ich nicht ändern. Kind und Hund.

Sonntag, 21. August 2022

Einfach mal atmen

 Ich hatte mehr schwere Tage im Leben, als leichte, sagt mir mein Gefühl, für Realität würde eher sagen, es waren mehr durchschnittliche. 

Durch die schweren Tage lernt man ungemein viel und genau in so einer Phase lernte ich vor vielen Jahren, wie wichtig die Atmung ist. Mittlerweile entstand ein regelrechter (esoterischer) Hype darum, leider, jedoch ist da wirklich was dran. Wenn man länger aus, als ein atmet, entspannt man, achtet man allgemein auf seine Atmung für ein paar Momente, kommt man bereits zur Ruhe, so einfach kann es sein. Es kostet nichts, nicht mehr, als den Zeitpunkt zu erwischen, in dem man bemerken kann, dass man gestresst ist und genau das ist oft das eigentliche Problem!

Vor lauter Stress nicht mehr bemerken können, wie sehr man gestresst ist und keine Pause machen können. 

Nach wie vor finde ich, wie wohl fast alle, die Zeiten so schwierig!

Krieg, Inflation, gefühlt ist sich jeder der nächste und jeder ach soooooo wichtig und zeigt im Internet wie toll und glamourös sein Leben ist und hinter den Fassaden bröckelt es vor sich hin und hinter der Stirn sind Tränen und Missgunst verborgen, weil sie vor lauter zur Schau stellen, nicht mehr genug Zeit finden, um ihre Zeit wirklich sinnvoll zu genießen, aber ich schweife komplett ab, tut mir leid und das war nun wirklich sehr verallgemeinert, keine feine Art, pardon!

Das beschreibt aber ein anderes Problem, womit man sich das Leben schwer macht ;)

Zu sehr auf das Leben Anderer  achten und dadurch, nicht nur sein eigenes aus den Augen verlieren, sondern  auch noch garstige Gedanken haben. 

Alles nicht toll und doch ist die Lösung in jedem Fall die selbe. 

Einfach wieder auf sich selber besinnen. Auf sich selber konzentriert. Auf sich selber hören. Auf sich alleine und was die eigene innere Stimme sagt, unabhängig vom Außen. 

Ich habe viel zu lange versucht es allen recht zu machen und ja, auch ich las und lese überall, dass man das eh nicht kann usw. und dachte dann, dass ne ich das ja nicht machen, aber ich kann auch nicht immer objektiv auf mich schauen. 

Wie ich schon vor ein paar wenigen Wochen schrieb, ist hier alles im Umbruch und wenn das vielleicht auch nicht jeder versteht, mich selber inklusive, ist das auch in Ordnung. Nicht alles in Leben muss verstanden werden. 

Was auf alle Fälle immer funktioniert ist:

Weiter gehen, atmen, einen Schritt nach dem anderen, es kommt ohnehin wie es kommen soll und es genügt, wenn ich einen Schritt nach dem anderen mache und arme. 

Und in Situationen wo ich wirklich nicht vor oder zurück wusste, wo ich nicht einmal mehr wusste, ob ich den nächsten Tag erleben würde, nein nicht weil ich psychisch labil bin, sondern im Krankenhaus lag und Komplikationen hatte, kann ich genau mit diesem Gedanken durch die Stunden. 

Und wenn ich durch die schlimmsten Stunden dankt kam, werde ich dich wirklich jede Situation damit kommen und das hilft mir, auch wenn es im Moment eigentlich keinen Anlass gibt, weil im Moment nichts schlimmes passiert, außer dass Weltgeschehen, das ist wirklich grauenhaft!

Jedenfalls muss ich kürzer treten, denn die Pflichten haben wieder überhand genommen und für die schönen Dinge ist kaum Zeit übrig geblieben und das geht nicht. 

Wir haben nur ein Leben und das kann nicht nur auf Arbeit bestehen. 

Freitag schrieb ich Monsieur noch, was für tolle Dinge wir am Wochenende machen können und was haben wir nun letztlich wirklich gemacht, kaum etwas. 

Im Blog geht es im Moment kaum um DS, geschweige denn um TPE, das ist mir vollkommen bewusst. 

Zu TPE und DS fehlen zwei. 

Monsieur ist ein liebevoller Partner, der mich umsorgt und verwöhnt und sich wirklich bemüht. 

Unser Machtgefälle ist nicht vollkommen weg, ich mache es nur nicht gerne zum Thema, weil es ein zartes Pflänzchen ist. 

Wir haben feste Gewohnheiten. Nach wie vor esse ich am Boden mit meinem kleinen Tisch, bekomme die Kette mit Schloss ans Halsband, muss immer fragen, ob ich auf die Toilette darf und ab und zu fordert Monsieur etwas mehr, wie gestern Abend beim Spaziergang, als ich ein Hundehalsband tragen musste. 

Vielleicht wird es mehr, vielleicht nicht, im Moment versuche ich meinen Alltag so zu strukturieren, dass ich ihn bewältigen kann, ohne dass der Alltag mich aufrisst und ich unglücklich bin, so dass ich genug Zeit für die schönen Dinge finde und ausgeglichen bin, denn mein Glück auf DS und TPE zu bauen, das brachte leider auch nichts und meine Abhängigkeit von meinem Herrn bringt auch nur Unzufriedenheit, also selbst ist die Frau.

Früher dachte ich immer, wenn meine Kinder groß und aus dem Haus sind, werde ich Vollzeitsklavin sein und mein Herr wird mein ganzes Leben bestimmen und mich benutzen und einsetzen, wie es ihm beliebt und ich meine nicht nur sexuell, sondern auch beruflich und privat, wie seine persönliche allumfassende Wohlfühlperson, die sich um alles kümmert und für alles sorgt, so dass er den Kopf für die wichtigen Dinge frei hat und nun?

Mein jüngstes Kind ist 17 und nein, ich bin nicht uralt, ich werde dieses Jahr 41, ich hatte lediglich früh begonnen, zum früh fertig zu sein und vor allem, ich war jung als meine Kinder jung waren und ich war noch fit, als sie jung waren und wir hatten so viel Spaß zusammen. Wir hatten gemeinsam Blödsinn im Kopf und ich war mir für nichts zu schade und ja, ich Wasser die Mutti mit 12cm Pfennigabsatz auf dem Spielplatz, die schneller durch den Sand, oder über die Holzbrücke rennen konnte, als andere Mütter mit flachen Schuhen!

Und nun sind sie fast alle auf dem Haus und flügge und brauchen mich nicht mehr und Monsieur braucht mich auch nicht und mein Alltag ist so vollgemüllt mit Pflichten von außen und Arbeit, dass ich gefühlt ersticke.  

Aber ich ändere gerade. 

Ich tue was nötig ist und möglich ist und ich atme und ich bin in mir und ich schaue was das Leben für mich bereit hält und es kommt doch ohnehin immer ganz anders, als man denkt und schmeißt alle Pläne um, also sortiere ich eben um und buddle mich unter dem ganzen Alltagsmüll wieder hervor!


Sorry für die Rechtschreibfehler, ich habe das auf dem Handy getippt und bin müde und zu faul es nochmal zu lesen und freut euch doch einfach drüber, wenn ihr einen findet, dass ihr viel schlauer seid als ich!