Posts

Das Fenster zum Hof

Bild
 Schau mal!!!!! Was da bei uns schon an der Tür hin heute!!! Der Slapper und die Leine fürs Auto!!! Monsieur hat das Spaghetti-Bolognese-Paradoxon ausgelöst :/ Mein Ex-Herr hatte eins meiner großen Probleme anhand von Spaghetti Bolognese erklärt. Das klang in etwa so: „Wenn du gerne Spaghetti Bolognese isst und ich zufällig gerade auch darauf Lust habe und sie koche, dann heißt es noch lange nicht, dass ich es gekocht habe, weil Du es gerne isst, sondern in erster Linie, dass ich darauf Lust hatte. Wenn Du es gerne isst, ist das Dein Glück.“ Das eigentliche Problem von mir ist, nach wie vor, dass ich etwas im BDSM Bereich erwähne und wenn mein Herr das umsetzt, fühlt es sich für mich an, als würde er es für mich tun und ist somit ein Wunscherfüller und dadurch habe ich keine Freude mehr daran und verliere auch ein wenig den Respekt ehrlich gesagt.  Ich weiß, das ist mein Problem und ich muss daran arbeiten.  So, zurück zum Spaghetti-Bolognese-Paradoxon. Ich habe hier erwä...

Spielen am Tisch

Bild
 Noch immer keine Leine zurück im Auto, was zeigt, dass es mir wichtiger ist, als Monsieur und von daher von mir akzeptiert werden muss.  Heute haben wir gespielt und dann fällt mir immer auf, wie selten ich wirklich am Tisch sitze. Es ist  dann ein seltsames Gefühl, weil die Perspektive „nicht stimmt“ und das freut mich.  Als Ausgleich bekam ich die dicken Ledermanschetten um meine Knöchel mit Vorhängeschloss. Ich schaue später, ob ich ein altes Bild davon finde und weil die Schlösser recht tief hängen, klappern sie nicht nur einfach herum, sondern klatschen immer etwas auf den Boden, bei jedem Schritt, also gehe ich lieber auf Zehenspitzen.  Immerhin ein Foto vom Arm gefunden… Gestern hatten wir einen tolles Ausflug gemacht, heute waren wir dementsprechend müde und träge, daher brachte ich Monsieur Kaffee ans Bett und wir verweilten dort noch,  ein bisschen lesend.  Ich weiß häufig nicht, ob ich mich einfach so gut Sklavin integriert habe und daher k...

Eigenlob stinkt

Bild
 Passiv-aggressiv? Kann ich! Wir waren gestern bei Ikea und dort ist im Moment so ein Stand, bei dem man sich Glas und Keramik gravieren lassen kann. Monsieur fragte mich, ob ich das gerne machen möchte. In der Theorie hätte ich sehr gerne so eine Tasse bekommen, in der Praxis war mir jedoch der Mensch, der das anfertigte, recht unangenehm und ich hätte ihn nicht gerne gesagt, dass da haustierchen drauf stehen soll. Beim Frühstück ärgerte ich mich etwas. Es hätte mir egal sein müssen und Monsieur bot mir an, dass wir ja nochmal hin können. Ich bin kreativ und habe alles mögliche an Farben verfügbar und kam auf die Idee, dass es noch toller ist, wenn man regelmäßig neu bestimmen kann, was auf einer Tasse steht! Also Tasse geschnappt, Acrylmarker herausgewurschtelt und „Monsieurs bestes haustierchen“ darauf geschrieben. Als Erinnerung. Für uns beide. Das ist, glaube ich, nicht spülmaschinentauglich, dafür kann man es dann aber auch wieder neu beschriften! Seine Reaktion auf meinen le...

Freier Wille

Bild
 Ich  weiß, dass das aus dem Mund einer Sklavin befremdlich wirkt, habe jedoch einen guten Grund dafür.  Irgendwie habe ich aus den Augen verloren, für was ich ursprünglich diese Webseite eingerichtet hatte. 2004, glaube ich, ging sie nicht als Blog online, denn dergleichen gab es so noch nicht, sondern viel schlichter und ordinärer einfach als Tagebuch! Mein Tagebuch! Mein persönliches Tagebuch als Sklavin.  Über die Jahre, nach drei festen Herren, hat sich so viel verändert, dann kann man schon mal den Ursprung aus den Augen verlieren.  Ich war heute mal wieder Nordic walken, weil ich so schön letztes Jahr abgenommen hatte und nun wieder etwas mehr auf den Rippen trage. Nicht missverstehen, bei Fetlife sehe ich so viele wunderschöne rundliche Frauen, einfach eine großartige Vielfalt, aber ich möchte mich wohlfühlen und das tue ich im Moment nicht mehr.  Jedenfalls dachte ich darüber nach, was ich zum Frühstück machen soll und dass es Monsieur meistens ega...

Wo Hingabe keinen Raum mehr findet

  Da trudelte mir eben eine Frage aus einem Forum in mein Postfach, bei der sich bereits beim Lesen ein Ziehen in meiner Magengrube breit machte. Übersetzt lautete sie in etwa: „Verehrt ihr euren Dom wirklich jeden einzelnen Tag, selbst wenn ihr euch nicht danach fühlt?“ Erst dieses Ziehen in der Magengrube. Dann die Erinnerung an Bedürfnisse und Sehnsüchte, die schon so lange brachliegen, ohne dass auch nur die kleinste Besserung in Sicht wäre. Und schließlich diese ungeheure Traurigkeit, weil man tief in sich weiß, dass es sich wohl nie mehr ändern wird. Meine eigentliche Antwort wäre wohl: „Natürlich! Gerade dann, wenn man nicht möchte, ist es umso wichtiger. Umso intensiver. Umso erfüllender. Gerade dann zeigen sich Demut, Hingabe und das, was eine Sklavin ausmacht. Gerade dann!“ Vorgetragen von meiner kleinen, inneren, jubelnden Sklavin. Und dann folgt die Erkenntnis, wie meine Realität inzwischen aussieht. Dass es für mich undenkbar geworden ist, Monsieur jemals wieder so zu ...

inside the cage – outside the box

Bild
    Das könnte man wohl mein neues Mantra nennen: Inside the cage — outside the box. Was ich damit ausdrücken möchte? In mir lebt meine kleine Sklavin. Kein abgetrennter Teil, sondern ein Stück meines Wesens, manchmal nur verborgen, nie verschwunden. Im Alltag kann man damit nicht immer offen umgehen, und genau das beschäftigt mich momentan mehr denn je. In meinen Gedanken bin ich eine Sklavin, die sich erst in einem Käfig, in Gefangenschaft, wirklich geborgen fühlt, und gleichzeitig denke ich frei, jenseits jeder Norm, außerhalb aller vorgegebenen Linien. Inside the cage — outside the box. Ich bin ein sehr direkter Mensch. Die Wahrheit platzt oft schon aus mir heraus, bevor ich überhaupt darüber nachdenken kann, ob das gerade klug war. Ich ertrage keine Mauern im Denken, keine geistigen Zäune, und genau darin liegt eines meiner größten Probleme. Meine Familie weiß, wie ich lebe. Einige Freunde ebenfalls. Aber eben nicht alle. Also beiße ich mir oft auf die Zunge, halte mich z...

Neues Kapitel

Bild
Wer am Ende ist, kann von vorne anfangen, denn das Ende ist der Anfang von der anderen Seite.  -Karl Valentin- Wie ich bereits befürchtet hatte, nahm mein Traumjob schnell meine gesamte Zeit, Aufmerksamkeit und Energie in Anspruch. Morgens bereitete ich mein Frühstück und das Essen für die spätere Pause vor, fuhr zur Arbeit und kam abends erschöpft und mit Muskelkater nach Hause. Meist war ich hungrig, hatte keinerlei Lust mehr zu kochen und wollte eigentlich nur noch ins Bett fallen. Monsieur war darüber nur mäßig begeistert, auch wenn es ihn gleichzeitig freute zu sehen, wie viel Spaß mir die Arbeit machte und dass ich endlich genau das tat, was ich liebte. Leider entging das auch meiner Vizechefin nicht, deren narzisstische Art und mangelnde fachliche Eignung ebenso auffällig waren wie ihre unterschwellige Verbitterung. Für sie war der Job offensichtlich nie Berufung, sondern lediglich Mittel zum Zweck. Mein Chef erkannte schnell, dass ich ein gutes Gespür für Kunden hatte, leic...