Dienstag, 9. August 2022

Alltagstrott

 Wir haben nun etwa vier Wochen damit verbracht, unser Leben zu entrümpeln und waren äußerst erfolgreich, wie ich finde und Monsieur versicherte es mir täglich auf seine Art. 

Das klingt so, als hätten wir ein Messi Wohnung gehabt, dabei kam tatsächlich kaum was weg, aber jeder weiß doch, wie toll es sich anfühlt, wenn man Frühjahrsputz macht und einfach mal schaut, was man wirklich noch braucht. Weg kam das alte Sofa, rum Beistelltisch, der Sitzsack mit Hocker, ein paar Plüschies und wie haben ganz viel umstrukturiert. Das brachte viel.

Mit neuen Augen, auf alte Dinge schauen. 

Was das aber auf Dauer bringt, wird die Zeit zeigen. 

Dann dachte ich, wenn ich damit fertig bin, werde ich Pause haben, Zeit für mich!

Pustekuchen!

Einen Tag lang fand ich immer noch was und noch was und noch was und dann wollte immer noch jemand was von mir und noch hier jemand und da noch was. 

Keine Pause. 

Wieder von morgens bis abends machen und tun und rennen und mal 30min auf dem Sofa sitzen, oder morgens mal 30min liegen bleiben, das war mein Luxus, oder wie jetzt, etwas länger schon wach sein, aber eben nicht aufstehen. 

Es gibt da diese Geschichte mit dem Professor an der Uni, der Steine in ein großes Glas füllt und seine Studenten fragt, ob das Glas voll ist und die Studenten immer: „Jaaaa!“ und dann füllt er noch kleinere Steine rein und dann Sand und zu letzt, mal ist es Wasser, mal ein Feierabend Bier. In der buddhistischen Variante ist es natürlich Wasser und er sagt dazu, man muss sich seine kostbarsten Steine als erstes ins Glas legen, denn sonst passen sie nicht mehr hinein. 

Immer steht das Glas für den Tag und ich habe es gerade nicht ordentlich erzählt, denn das haben wirklich so tausende Menschen vor mir getan! Mit Worten und Videos, gebt einfach irgendwo Glas, Steine, Professor ein, das müsste schon reichen. Es gibt unterschiedliche Details, die Aussage ist immer gleich. Du kannst noch was in den Tag quetschen, aber die, für dich, wichtigen Dinge, solltest du direkt rein stecken, sonst findest du keinen Platz dafür. 

Sklavinnen neigen dazu die Verantwortung ihrem Herrn zu geben. Ist das richtig? Keine Ahnung. Ich mag nicht urteilen, ich würde sagen es ist individuell. Er bestimmt, also hat er ja automatisch die Verantwortung. 

In meinem Fall habe ich sie selber, denn es reguliert keiner. Zwar hat es dann gestern Abend selbst Monsieur mal gereicht, als es eigentlich schon viel zu spät war, jedoch sagte er dann: „Dann bist du halt morgen Mann für keinen zu erreichen.“ und das ist so ja auch nicht möglich, zumal das daher gesagt war und heute wieder kein Thema war, bzw. Es ist ja früh morgens, er ist los zur Arbeit, ich weiß nicht wie der Tag sich entwickelt, aber nun erst mal kein Thema war, in dem Zettel, den er mir schrieb. 

Wie auch immer, da er bisher nicht regulierend einwirkt, ist es meine eigene Verantwortung und ich bin da nicht gut drin. 

Eigentlich müsste ich Grenzen ziehen und mehr auf mich achten und auch mal nein sagen, leider bekomme ich das allerdings nicht und denke mir statt dessen: „Ach, reiß dich halt zusammen und mach das noch eben.“ und dann machte ich das gestern mehrfach und irgendwann war ich einfach nur noch sauer. Ich dachte mir davor, dass eine Mal noch und immer gab es dann noch das eine Mal und noch ein Mal und es nahm kein Ende. 

Aber dann Monsieur, wie ich früher einen Herrn benutzt hätte, zum Regulieren, mag ich auch nicht. Das ist zwar schön einfach und in gewisser Form würde ich  nach wie vor sagen, dass das zur Pflege einer Sklavin gehört, dass man auf sie achtet und sich um sie kümmert, Monsieur hingegen ist kein Pflichterfüller und ich stelle mich auf meine Beine und werde nun eben lernen mich um mich zu kümmern und die Aufgaben zu meistern, die mir das Leben stellt und sie auch als Aufgaben zu erkennen. 

Gestrige Aufgabe des Lebens also: lerne Grenzen zu setzen, damit es dir gut geht und Andere dich nicht zu sehr vereinnahmen und achte mehr auf dich, denn es achtet kein Anderer darauf

Lektion gelernt und nun heißt es üben…


Nachtrag:

Das liest sich falsch. Monsieur kümmert sich um andere Bedürfnisse in unserem Leben. Die zwischenmenschlichen hat er nicht im Fokus, wenn es um meine Bildung, um Dinge die mir Freude bereiten oder oder Ärger machen gehen, um anderes Wohlbefinden, darum kümmert er sich rührend und ausdauernd.

Keiner kann seinen Fokus auf allem haben, immer fällt irgendwo etwas herunter, natürlich muss ich dann lernen mich um diese Dinge selber zu kümmern.


Sonntag, 7. August 2022

Schmetterling

 Dir einen fahren in den Ferien in den Urlaub, wir zu Ikea 😂

So könnte man das kurz beschreiben und finanziell war unser Ferienprojekt auch gar nicht so viel kleiner!

Vorab, danke für die lieben Nachrichten und tut mir, dass ich nicht zum Beantworten kam, nun erkläre ich auch gleich warum das so ist.

Mein Anstoß löste einen Tsunami aus und irgendwie fühle ich mich ja schon irgendwie, nach wie vor, wie so ein kleiner Schmetterling. 

Zwar weiß ich noch nicht genau wo meine Reise hin geht, aber ich gehe Schritt für Schritt und schaue was das Leben für mich bereit hält, denn es kann nur besser werden.

Wir haben möbeltechnisch in der Wohnung nicht viel verändert, eigentlich nur ein neues Sofa gekauft (meine Güte sind bequeme und zugleich schöne Sofas teuer!) und dann passten die Vorhänge nicht mehr und und und, man kennt das vermutlich und das Sofa ist größer, als das alte, also müssen neue Beistelltische her usw.

Jedoch waren auch das nur kleinere Veränderungen. Wir haben viele Dinge aussortiert und umsortiert, vor allem umstrukturiert. Monsieur ist sehr gut darin. Weit waren recht häufig bei Obi und haben stapelbare, durchsichtige Kisten gekauft, die aus einem System stammen, dass dadurch besticht, dass alles zusammen  kleinere Kisten für rein, abteiler, Schalen usw., alles sehr praktisch und eben, dass sie durchsichtig sind, so dass  man reinsehen kann ich man nicht, wie bei Ben stylischen und schönen, die wir vorher in unserer Kammer hatten, immer erst nachsehen musst.

Aber das sind alles Puzzleteile.

Wir haben unser Leben entrümpelt, neu strukturiert und schöner gemacht, in jedem Raum und Bereich.

Im Alltag sammeln sich schlechte Angewohnheiten an, man merkt es nicht.

Kleines Beispiel: im Bad haben wir wir zwei Anlagen schön auf der Badewanne stehen gehabt, in die  man immer so sein Duschgel, Shampoo, Zeug reinstellt. Sie haben Löcher unten drin, damit das Wasser abfließen kann, aber darunter sammelt sich immer Schnodderrotze und man muss regelmäßig daran denken es sauber zu machen. Wenn man mal zu spät dran ist, stinkt es und ist ekelhaft und schwerer wegzubekommen und weil die Dinger drauf stehen, sieht  man es nicht *würg

Ich hätte viel früher mal daran denken sollen, einfach diese tollen Saugnapfablageeckschalendinger von Ikea zu kaufen. Das schwebt nun in der Ecke über der Wanne und man wischt einfach mal drüber und fertig!

Seelenhygiene.

Man muss auch immer schauen, was man in sich anlagert.

In meinem Fall, muss ich darauf achten, wie ich mit mir umgehen lasse.

Ich neige dazu, mir zu viel gefallen zu lassen.

Dann kommt von Monsieur, dass ich aber auch gemein zu ihm bin. Stimmt. Wenn er mich nicht gut behandelt, neige ich dazu, unzufrieden zu sein und das meinen Partner spüren zu lassen. Dann kann man sagen, es ist menschlich und verständlich, aber so möchte ich nicht sein. Nur weil ich schlecht behandelt werde, muss ich es nicht auch zurück geben. Ich muss dem Anderen meinen Honig uns Maul schmieren, jedoch kostet Freundlichkeit nichts, höchstens Mühe 😊

Jedenfalls habe ich alles mögliche umgeräumt und umstrukturiert und rausgeschmissen und dünn gemacht!

Leider blieb der Alltag ja noch ebenso anstrengend, also 3x am Tag mit dem Hund raus und weil gefühlt alle im Urlaub waren, habe ich noch eine Katze zeitaufwändig betreut und der Haushalt musste ja trotzdem gemacht werden, also Wäsche waschen, aufhängen usw., dann auch noch die Hitze und ich hatte kaum eine Pause oder ruhige Minute.

Morgens aufstehen, Morgentoilette, Hund, frühstücken, Wohnung, Haushalt, was auch immer, Hund, Essen Haushalt, Wohnung oder so, abends Hund, bettfein machen schlafen und von vorne. Dazwischen einkaufen bei Ikea, Katze versorgen und soziale Kontakte, was halt so ansteht. Da war keine Zeit für nichts und keine Zeit zum nachdenken.

Heute ist aber der große Tag!

Ein paar Sachen kommen ins Auto, die fahren wir morgen zum Oxfam Laden, dann Staub wische ich nochmal alles, sauge und wische den Boden, dann müsste ich fertig sein und dann kann mich nichts mehr von meinem Buch und einem Eistee fern halten!!!!


Und was  danach kommt?

Das zeigt mir das Leben und vielleicht Monsieur…



Samstag, 23. Juli 2022

Perpetuum mobile

 Es hat sich vieles in meinem Leben verändert.

Meine Schwester ist gestorben.

Ich habe ihren Hund geerbt.

Ich wollte keinen Hund.

Ein Hund passt nicht in mein Leben.

Nun habe ich einen Hund in meinem Leben.

Vieles mussten wir umgestalten.

Ein Stück Kindheit bricht weg, wenn die große Schwester stirbt.

Man wird ein Stück erwachsener.

Ein Stück Komfort kommt zurück, wenn ein Mensch stirbt, der einem das Leben schwer machte.

Es fühlt sich etwas an, wie eine Raupe, die nun als Schmetterling den Kokon verlässt. 


Eigentlich bin ich eine Tiefstaplerin. 

Ich mache nicht wenige Rechtschreibfehler.

Ich benutze Fremdwörter nicht immer richtig.

Sprache benutze ich allgemein sehr kreativ.

Für meine Kommabenutzung habe ich auch ganz eigene Regeln. 

Wenn jemand denkt, dass ich dumm bin, dann lasse ich ihn in dem Glauben, weil es mir vollkommen egal ist, denn Intelligenz ist eine Form von Eitelkeit und meine Vermutung ist ohnehin, dass Menschen die meinen für intelligent gehalten werden zu müssen, ihre ganz persönlichen Probleme haben.

Die Dinge, auf die ich Wert lege, haben mit Charakter zu tun, mit Loyalität, Ehrlichkeit und Stärke. Dafür braucht man weder Grammatik, noch einen hohen IQ. Herz und Verstand genügen mir vollkommen.

In den letzten Wochen bin ich weit von meinem Weg abgekommen.

Ich komme auch weiterhin immer weiter weg davon und dadurch zurück zu mir, zu meinem ursprünglichem Ich und meine innere Sklavin, das was ich dafür hielt, ist wie ein Scheinriese. 

Je weiter ich von ihr weg war, umso mehr sehnte ich mich nach mir, umso wichtiger kam sie mir vor und jetzt, wo ich sie theoretisch haben könnte (darauf gehe ich später mehr ein), merke ich, sie war nie meine innere Sklavin, sie war keine Sklavin, sie war etwas anderes.

Ich muss dafür aber weiter ausholen.

Ich bin eine Tiefstaplerin.

Gerne stelle ich, was ich tue und bin, als wesentlich kleiner dar, als ich bin. Dieses klein machen, ist so ein weibliches Ding, Erziehungssache, hat ganz verschiedene Hintergründe, ist ganz typisch für Frauen allgemein, für Sklavinnen im Besonderen. Warum eigentlich? Warum darf man eigentlich nicht stolz sein? Aber das geht nun weit vom Thema weg.

Ich wurde als drittes Kind geboren und meine große Schwester war 8 Jahre älter als ich. Sie hatte einen schweren Unfall, als ich noch ganz klein war und saß fortan im Rollstuhl. Das ist schlimm, keine Frage, aber ab dann hieß es, dass ich für sie da sein muss und ihre Füße ersetze. Wenn sie etwas brauchte, hatte ich es zu holen, denn immer in den Rollstuhl rein, um es sich selber zu holen, ist ja schon arg mühsam, also kann das ja die kleine Bianca machen.

Kein großes Ding... wenn man sich damit keinen Tyrannen heranziehen würde.

Meine Schwester nutzte es gnadenlos aus. Sie rief mich wegen jeder Kleinigkeit. "Bianca, komm mal!" und dann wollte sie mir was im Fernseher zeigen, oder ihr war langweilig, oder oder oder, jedenfalls war so gut wie nie etwas wirklich wichtiges. Wenn ich dann entnervt nicht sofort lief und sie immer lauter und hysterischer schrie und mein Vater schauen ging, versteckte sie z.B. ihre Wasserflasche und behauptete dreist, dass sie furchtbaren Durst hätte und ich ihr nichts zu Trinken bringen würde.

Küchenpsychologen würden an dieser Stelle nun lauthals los diagnostizieren, dass ich deshalb zu DS fand und Sklavin wurde. Nein, tut mir leid. So einfach ist es nicht :)

Ehrlich gesagt spielte ich auch schon in einem ähnlichem Alter, an Kindergeburtstagen oder zu anderen Gelegenheiten, am Liebsten "armer schwarzer Kater". Dabei geht es darum, dass Kinder einen Kreis bilden. Ein Kind ist der arme schwarze Kater und muss in der Mitter, auf allen Vieren miauend ein Kind aussuchen. Das Kind soll nun drei mal, ohne zu lachen!, "armer schwarzer Kater" sagen. Schafft es dass, versucht es der Kater beim nächsten Kind usw. 

Also meine Veranlagung allgemein war schon immer da, das wurde mir auch in meinen ersten Beziehungen sehr deutlich, in denen ich immer etwas vermisste und nicht wusste, was ich genau suchte und dann, in einer leider zu brutalen Form fand ich es und merkte langsam, wohin die Reise geht, ohne Worte dafür zu kennen.

Es ist schwer in Worte zu fassen, was in den letzten Wochen in mir passiert ist.

Ich wurde immer klein gehalten. Dieses "nicht gut genug" Gefühl.

Monsieur ist da anders. Er sagt immer "Gönn es Dir." oder "Warum nicht? Ja es kostet mehr, aber es ist ja auch besser."

Dadurch und durch viele andere kleine Dinge, entstand ein stetiges langsames Umdenken.

Meine Mutter starb früh, auch an Krebs, weil er bei uns vererbt wird. Eine Familie ohne Mutter ist keine Familie, so ist meine Erfahrung.

Man hat immer eine Wahl im Leben. Selbst wenn es schlimme Nachrichten gibt, hat man die Wahl, wie man damit umgehen kann. 

Meine Schwester ging nicht zur Vorsorge, das war ihre Wahl. Ich ging und gehe zur Vorsorge, das war meine Wahl. Zwar hatte ich einige OPs und bin körperlich nicht mehr so fit wie andere in meinem Alter, aber ich lebe, sie nicht. Ich bin älter als meine Mutter geworden und mit etwas Glück werde ich älter als sie.

Ich tue alles dafür

Ich habe immer versucht die richtigen Entscheidungen zu treffen, auch wenn sie nicht leicht waren.

Sicher habe ich nicht immer das Richtige getan, aber ich habe immer mit dem Gedanken, das Richtige zu tun, entschieden.

Als ich zu Monsieur kam, sah ich mich als alleinerziehende Mutti, chronisch krank, aber so fit, dass ich 5x die Woche ins Fitnessstudio gehen kann, TPE Sklavin durch, wissbegierig und permanent untervögelt.

Und wenn mich jemand gefragt hatte, was ich im Leben geleistet habe, dann wäre mir nichts eingefallen. Einfach nichts.

Bei Gesprächen ließ er nebenbei einfließen, wie toll er es fand, dass ich trotz meines psychisch so kaputten Mannes, meine Kinder so gut erzogen habe und das, obwohl ich ständig im Krankenhaus war. Vorher sah ich das nicht so. Zwar hatte ich die zwingende Notwendigkeit erkannt, klar, aber die Leistung dahinter nicht, nur den Druck es zu schaffen.

Oder meine Krankheit. Mal sah ich sie als Fluch, mal als Horrortrip, immer recht negativ, aber er erkannte darin meine Stärke, die ich unter beweis stellen konnte und eine Chance. Nun bin ich stolz darauf, was ich trotz meiner Krankheit schaffe.

Er sagte nie etwas zu meinem Bildungsgrad, sondern betonte immer, wie toll er es findet, wie ich mich nebenher weiter gebildet habe, es noch tue und was ich alles geschafft habe, was ich alles weiß und dass ich nicht aufhöre.

Er hat immer wieder diese vielen Seiten an mir aufgezeigt, die vorher keinen interessiert haben.

Meine Partner, oder auch andere Männer die ich kennengelernt hatte, haben sich für mein Aussehen interessiert, für meine devote Seite, aber das wars.

Mein Wesen kaum.

Meine Krankheit wurde entweder ignoriert, oder schlimmer, mein Ex-Ehedom nutzte sie gerne, um sich als Opfer zu inszenieren, wie arm er dran ist, mit so einer kranken Frau...

Mich mal intellektuell fördern? Nein, das ist kein Thema gewesen.

Monsieur war da immer vollkommen anders.

Ich hatte irgendwann erwähnt, dass ich in jungen Jahren gerne gemalt und gezeichnet hatte, dann aber aufhörte und später meine Sachen meinem Kind geschenkt hatte. Er fragte, was ich dafür brauche. Mittlerweile habe ich eine gigantische Bibliothek und meine Kunstecke ist perfekt! Wirklich, mir fehlt es an nichts und das nur, weil ich mal sagte, wie gerne ich es früher machte und dachte, ich kann es eh nicht.

Aber er glaubt an mich und fördert mich.

Im Buchladen nehme ich mir ein paar Bücher, setze mich in eine Ecke, schaue sie mir genauer an, während er herumstöbert. Meistens vertiefe ich mich in eins und wenn er fertig ist, fragt er mich, welche ich möchte. Er schaut dann nicht, ob es zu teuer ist, sondern was für eins es ist. Er interessiert sich für das Thema und sagt etwas dazu, wobei ich besonders gerne höre, dass er es auch gerne lesen würde, weil das bedeutet, dass wir darüber reden werden :)

Damit meine ich nicht, dass ihm Geld egal ist, so ist es nicht. Wir sparen dafür an anderen Dingen. Jeder hat Zeug, wo er lieber spart und Zeug, was ihm wichtig ist und daher das Geld lockerer sitzt. Es geht darum, dass er weiß, ich würde ein teures Buch immer direkt zurücklegen und sagen, es ist mir zu teuer, ich nehme das, was weniger kostet, auch wenn ich das Andere lieber haben würde, aber er ist die Stimme die dann sagt: "Nein, gönn es Dir, Du bist es wert!"

Ich wuchs mit Stimmen auf, die mir sagten, dass ich es nicht wert bin.

Ich hatte kein eigenes Zimmer.

Ich sollte für meine Schwester da sein. Ich durfte keine eigene Zeit haben, sondern sollte für sie verfügbar sein. Sie hatte kaum eigene Freunde und wenn ich zu meinen gehen wollte, bekamen wir Streit. Immer wieder Streit. Ich wuchs mit dem Gedanken auf, ich bin es nicht wert. Egal was.

Als ich also den Anruf bekam, dass sie Krebs hat, war es keine so große Überraschung, weil sie nicht zur Vorsorge ging, aber es stellte einiges um, denn nun hatte ihr Leben ein Verfallsdatum. Kein genaues, aber eins, was bedeutete, dass wir ihren Hund aufnehmen würden.

Das war ein sehr blöder Zeitpunkt dafür.

Monsieur und ich hatten eine Dauerkrise. Im Prinzip seit wir zusammengezogen sind.

Monsieur ist ein super Monk, der alles umstellen musste und nicht wollte und ich, die Hippie Queen, die das bunte Chaos mag, sich schon zusammen gerissen hat, es ihm recht machen wollte, aber nicht wusste wie.

Wir saßen nur noch in unseren Ecken und waren seelisch komplett auseinander.

In Krisen halten wir zusammen und funktionieren. Das klappt gut, aber mehr auch nicht. Wir funktionieren.

Meine Schwester stirbt, ich habe ihren Hund, der nicht in mein Leben passt, ich mag die Verantwortung nicht, der Hund macht meine Position streitig, Monsieur ist noch unzufriedener, dadurch bin ich noch unzufriedener, außerdem stirbt meine Schwester, meine Migräne wird immer häufiger und schlimmer, ich komme einfach überhaupt nicht mehr klar! 

So sah es in etwa aus, als der Anruf kam, dass sie plötzlich und viel zu früh gestorben ist.

Nicht mal am Krebs im eigentlichen Sinne. Sie ist erstickt. Nur indirekt am Krebs so gesehen.

Und das war wirklich plötzlich, denn eigentlich hätte sie noch ein paar Wochen oder Monate gehabt und das hat mich dann umgehauen.

Aber manchmal braucht man genau das.

So einen Baseballschlägerschlag voll in die Fresse!

Dann liegst du auf dem Boden, blutend, leidend, alles tut weh, voller Hass und Wut!

Aber das Leben interessiert es nicht.

An dem Punkt war ich schon einige Male.

Du denkst echt, du kannst einfach nicht mehr, du bekommst keine Luft, du hältst das jetzt einfach nicht mehr aus, aber das Leben interessiert es nicht und es geht einfach weiter. 

Was hast du denn dann für eine Wahl?

Keine!

Du machst weiter...

Aber das Wie! ist entscheidend. 

Wie machst du weiter?!?

Das hat sich geändert.

Warum denke ich so klein von mir?

Warum staple ich mich immer so tief?

Ich bin ein toller Mensch.

Ich helfe nahezu jeden Tag Menschen.

Ich bin immer für Andere da.

Ich habe anderen Leuten durch ihre schlimmsten Tage geholfen.

Ich habe Andere aufgebaut, als sie nicht weiter wussten.

Es gibt gerade jetzt einen Menschen in meinem Leben der sagt: "Ich muss nur Deine Stimme hören, und es geht mir schon besser!"

Ich habe an Menschen geglaubt, als sie es selber nicht konnten.

Ich habe an mich geglaubt, als es kein Anderer tat.

Ich bin nicht gestorben, als es mehrmals knapp war.

Ich war für meine Kinder da, ich selbst für mich alleine zu schwach war.

Ich gehe jedes Jahr zu Vorsorge, obwohl ich so furchtbar Angst habe.

Ich stehe jeden Morgen auf, egal wie es mir geht und was ich zu erwarten habe.

Ich habe die Hölle erlebt und lebe noch und kann positiv in die Welt schauen.

Ich hatte ein furchtbares Leben und bin mit einer der positivsten Menschen, die ich kenne!

Ich kann lieben, lieben, lieben, egal wie oft ich verletzt wurde und werde.

Ich habe den Hund meiner Schwester aufgenommen, der krank ist und mir das Herz brechen wird, der meinem verstorbenem Hund so ähnlich sieht und mich täglich an sie erinnert und mir dadurch weh tut, weh tut, weh tut.

Ich bin einer der stärksten Menschen die ich kenne und ich kann so verdammt stolz auf mich sein, dass eine Verdienstmedaille erst noch erfunden werden müsste!

Und durch diese neue Einstellung, die unter anderem von Monsieur erschaffen wurde, habe ich mit ihm ein Gespräch geführt, was vielleicht längst fällig war, aber sicher noch nicht früher reif gewesene wäre.

Im Prinzip lebten wir nur noch wie in einer WG.

Wir aßen zusammen und schauten mal eine Serie, oder einen Film. Wir führten nette Gespräche und gingen uns viel aus dem Weg, ansonsten stritten wir viel. Mehr war nicht übrig geblieben.

Meine innere Sklavin war eingeschrumpelt und nicht mehr vorhanden.

Ich setzte mich mit ihm hin und erklärte meine Sicht, unter anderem das Gefühl, dass ich aufgegeben wurde, bereits vor langer Zeit. Dass man sich keine Mühe mehr mit mir als Mensch gibt. Details sind hier unwichtig, er bekam sie zu hören.

Auch erklärte ich, worin aus meiner Sicht unsere Probleme entstanden sind, eben das Thema Monk&Hippieseele und wie man das miteinander leben kann. Er sagte, dass das gar nicht geht und an dem Punkt kann man nur antworten, dass man dann keine Beziehung führen kann. Wenn das Gegenüber meint, etwas geht gar nicht, ist es nicht das Thema, dass man diskutiert, sondern die innere Einstellung. Geht gar nicht ist eine Blockade.

Gut, wenn es gar nicht geht, braucht man nicht weiter reden, dann trennt man sich eben.

Vielleicht war das ein Weckruf?

Danach verlief unser Gespräch anders und seit dem krempeln wir unser Leben um und ändern viele Dinge. Innerlich, äußerlich, allgemein, im Detail.

Monsieur mag es nicht, wenn wir persönliche Details preisgeben, daher lasse ich es an der Stelle offen.

Das ist auch der Grund, warum ich erst einmal alle Blogeinträge offline  nahm und sie nach und nach, oder auch nicht, wieder online stelle, je nach Beurteilung.

Vieles aus unserem Leben fliegt raus, manches wird ersetzt, anderes hinterlässt eine Lücke, aber keine als Platzhalter, sondern eine schöne freie Fläche, damit das Auge darüber schweifen und entspannen kann.

Meine Scheinriesensklavin ist noch so ein Ding.

Meine innere Sklavin ist ein Teil von mir, aber ein anderer, als den den ich bisher sah. Meine innere Sklavin ist ein verspieltes Wesen, eher ein kleiner Kobolt und kein Paragraphenreiter, der darauf achtet, ob auch alles genau eingehalten wird. Das entstand eher, als mein Ex-Ehedom mich zunehmend verletzte durch Missachtung und man lediglich daran messen konnte, ob man noch Aufmerksamkeit bekommen würde.

Meine innere Sklavin, auch das hat mir Monsieur nach und nach gezeigt, braucht Liebe und Wärme, Zuneigung und Nähe. Nicht durch Regeln und Gehorsam, sondern als Grundvoraussetzung und darauf baut man dann auf! Als Grundgerüst und erst dann kann man doch, durch das dadurch gewonnene Vertrauen, Regeln und Gehorsam einsetzen. Soweit sind wir im Moment nicht, weil wir beide noch keine Wohlfühlphase haben, sondern noch im Aufbau sind und zueinander finden müssen. Uns selber finden müssen und zueinander finden müssen.

Ich muss vor allem auch zu meiner Stärke finden und sie nicht verleugnen. Wenn ich stark bin, kann ich meinen Herrn auch besser unterstützen. Wie kann eine starke Sklavin, ihrem Herrn, unterstützen und helfen? Das ist grenzenlos, wenn er sie ebenso fordert und stützt. Ein Perpetuum mobile.



Donnerstag, 19. September 2019

Halt geben und Halt bekommen

Heute Morgen musste mein Herr früh raus und, es freute mich ehrlich gesagt, er schmiss mich auch aus den Federn, weil ihm ein gemeinsames Frühstück wichtiger war, als das ich noch etwas schlafe :)

Sonst macht er es lieber umgekehrt, aber mir ist so wichtig, dass er sich nimmt was er will, deshalb freut es mich, auch wenn ich wie eine unfähige Leiche am Tisch saß *lach

Dann legte ich mich noch etwas hin und stand nochmal auf, erledigte dies und das und traf ihn in der Stadt, wo wir uns einen Peanutbutter Milchshake genehmigten.

Eigentlich um etwas zu lesen setzte ich mich noch in ein Cafe, aber irgendwie schrieb ich dann mit einem Freund und einem befreundeten Herrn, so dass ich genau genommen nicht wirklich in mein Buch schauen konnte. Dann fuhr ich noch kurz einkaufen und danach Heim, um zu kochen.

Während dessen telefonierte ich mit dem befreundeten Herrn :)

Gestern Abend im Chat sprach mich ein Dom an und erklärte mir, man ist nur eine Sklavin, wenn man gebrochen wurde und der Herr einen quasi neu zusammensetzt. Es zählt nicht, dass man für seinen Herrn alles tut, weil das dann der eigene Wille wäre und der müsse weg. So in etwa? War sehr verwirrend und nicht wirklich sinnstiftend in meinen Augen.

Wenn ich alles für meinen Herrn tue und versuche auf jedes Wort zu hören, dann bin ich keine Sklavin? Weil es mein Wille ist? Weil ich selbstständig denke?

Umgekehrt fände ich es eher schwierig, wenn man ein ja sagendes Dummchen an seiner Seite hat, die nicht selbstständig denkt und von sich aus etwas tut, sondern quasi auf Befehle wartet, weil man nur dann dient?

Wenn mein Herr mir sagt, ich solle dies und das tun und ich tue es, denke mit und übertreffe seine Anforderung noch, dann finde ich es viel wertvoller, als genau an dem Punkt zu stoppen, an dem seine Anweisung endet. Positive Überraschung ist doch auch für einen Herrn toll, nahm ich bisher an :)

Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und erkläre ab und an meinem Herrn, was man besser machen könnte. Also ich meine Dinge im Alltag, zum Beispiel sage ich dann: "Wir könnten ja, wenn wir da und da hin fahren, noch dort vorbei schauen, weil es auf dem Weg liegt." Was er dann daraus macht, ob er den Vorschlag annimmt, oder ablehnt, das ist wieder die Entscheidung meines Herrn, also nehme ich ihm den Willen nicht, aber vielleicht hatte er es ja nicht auf den Schirm und ist dankbar erinnert zu werden und so bin ich eben, ich bevormunde ihn nicht, sondern schaue wie man Dinge effektiver machen kann. Schade wenn manche dann so stur dominant sind und die Fähigkeiten und Vorzüge einer Sklavin unterdrücken wollen, indem sie nur einen Roboter als wirkliche Sklavin sehen.

Aber was ist schon eine wirkliche Sklavin? Hat da nicht jeder seine eigene Vorstellung von?  Wo ist die Jury die entscheidet, wer eine Sklavin ist?
Aber manche haben einen so schmalen Tellerrand, als dass sie nicht einmal erkennen können, wie sinnvoll eventuell andere handeln, sondern nur eine Schablone im Kopf haben und was da nicht durch passt, ist wertlos und gehört verändert.

Egal! Nicht mein Problem :)

Nach dem Essen legte mein Herr sich etwas hin und er mag es nicht, wenn er wach wird und ich  nicht da bin. Normalerweise schleiche ich mich trotzdem weg, wenn ich nicht selber müde genug bin und was machte er heute? Er schlief ein, hielt mich aber im tiefen Schlaf trotzdem am Arm fest!





Das veranlasste mich zu der Überschrift, denn wieder einmal wurde mir bewusst, nicht nur die Sklavin braucht Halt durch ihren Herrn, sondern der Herr ist ebenso abhängig von seiner Sklavin. Ohne einander sind es lediglich eine devote Frau und ein dominanter Mann. Nur durch das Einräumen der jeweiligen Stellung des anderen, wird man zu einem Herrn bzw einer Sklavin.

Es gibt immer wieder Frauen die schimpfen, kein Mann wäre ihnen dominant genug. Was erwarten sie? Wenn ich nicht dominiert werden möchte, kann mein Gegenüber machen was er möchte, ich fühle mich nicht dominiert, weil alles im eigenen Kopf stattfindet.

Ich muss mich also aktiv meinem Herrn unterwerfen, sonst wird das nichts.
Wenn etwas verlangt ist mein innerer Drang dem nachzukommen, weil ich ihn liebe, weil er mein Herr ist, weil meine Demut und Hingabe unerbittlich ist und ich mir nichts anderes vorstellen kann.

Gerade am Anfang einer neuen DS Beziehung gibt es so einen Punkt, wenn der Herr immer menschlicher wird, der schwierig wird, da man es akzeptieren muss. Jeder ist nicht perfekt, jeder hat seine Fehler und Macken und diese muss man akzeptieren können und ihn dennoch als seinen Herrn ansehen können. Eher fände ich es seltsam, wenn mein Gegenüber permanent durchgehend seine dominante Seite heraus hängen lassen muss, so unangebracht wie ein heraus hängender Schwanz. Das ist vielleicht mal nett, aber auch die menschliche Seite ist wichtig, wenn man als Sklavin merken kann: "Oh, jetzt kann ich meinem Herrn wirklich helfen und beistehen und ihn unterstützen!" auch eine Stütze sein, nicht nur er für mich, sondern umgekehrt ebenso und das tut gut, finde ich.

Nur anfangs ist es schwierig, das zu akzeptieren, für mich jedenfalls. Man hat so eine Art Überdom und dann bröckelt das Bild und er wird menschlicher, normaler und trotzdem die Stellung beibehalten, auch wenn er mal nicht der Überdom ist.
Jemand schrieb mir mal, ich könnte es nicht, ich würde mich immer trennen, sobald dieser Punkt erreicht ist und ehrlich, ich dachte lange darüber nach, weil genau das mir Angst machte. Welche Konsequenz würde es bedeuten? Eine reine Spielbeziehung, bei der man sich nur trifft, wenn man auf geistiger Höhe voll da ist und emotional gut da steht? Würde dann nicht etwas fehlen?

Ich habe fast zwei Jahre gebraucht um sagen zu können: "Ja, er kann machen was er will, er kann sein  wie er will, er ist mein Herr, weil nicht seine aktuelle Stimmung bestimmt ob er mein Herr ist oder nicht, sondern das Gesamtbild!" Zwei Jahre. Wow, wenn ich das lese kommt es mir schon lange vor, aber wenn ich zurück blicke, dann noch viel länger!

Ich meine, man lernt sich kennen und denkt der andere ist perfekt! Sieht keine Haken, keine Macken, nichts! Und dann kommen nach und nach hier und da Dinge ans Licht und man streitet mal und man weint mal und man hat mal eine schlimme Phase und lernt sich immer intensiver und besser kennen, natürlich ist dann dieses erste Bild nicht mehr das selbe. Und durch meine lange, kaputte Ehe habe ich auch noch viel Misstrauen in die Beziehung gebracht und einen riesigen Fluchtinstinkt, umso stolzer bin ich gerade, es trotzdem an diesen Punkt geschafft zu haben und endlich, das zweite mal in meinem Leben, die Abhängigkeit genießen zu können und zu wissen: "Ja, er ist nicht perfekt, so wie ich nicht perfekt bin, aber ich liebe ihn, weil er so ist wie er ist und er ist gut so wie er ist und ich möchte ihn nicht anders haben, weil ich ihn so kennen und lieben gelernt habe."

Und da lag ich, seinen festen Griff um meinen Arm, hing meinen Gedanken nach und den Gesprächen die ich hatte und ein wenig in meiner Vergangenheit stöbernd und habe mich dann doch weggeschlichen, als er sich bewegt hatte, um das hier zu schreiben, damit er ein wenig teilhaben kann und in meinen Kopf schauen kann und nun schleiche ich zurück zu ihm :)


Dienstag, 17. September 2019

Alltag




Das sind übrigens die neuen Manschetten. Sehr schlicht, bequem, alltagstauglich. Zwei für die Beinchen, zwei an die Ärmchen. Vergangene Nacht noch die Kette ans Bein, fertig.

Heute Morgen mussten wir recht früh aus den Federn, wobei ich dennoch darauf achtete, dass mein Herr mich kniend hinterlässt, wenn er die Wohnungstüre schließt.

Dann räumte ich ein wenig auf, machte mir leckeren Tee, setzte mich in meine Ecke und strickte an seinem Schal und schaute Dr. House.

Zwischendurch kam er kurz zurück und wir aßen ein Fleischkäsebrötchen zusammen, sehr lecker! Leider musste er dann schon wieder los und ich war kurz beim Arzt und danach ging ich in meine Ecke, lümmelte mich in meinen Sessel und fragte via Skype, ob ich bitte aufs Sofa dürfe, ein wenig lümmeln, weil ich sehr müde bin.

Leider las er es erst später und so schlief ich sehr unbequem im Sessel ein und wachte verspannt, mit Kopfschmerzen wieder auf.

Ich machte noch hier und da was in der Wohnung und gerade als ich so vor mich schredderte, kam er zurück, was praktisch war, weil ich vor dem Schredderteil gekniet habe :)

Er packte mich ein und wir fuhren etwas essen und shoppen.
Heute war ich total verschmust und brauchte ganz viele Streicheleinheiten, die ich auch bekam :)

Viel zu lange waren wir in dem blöden Shopping-Center, aber manchmal geht es nicht anders. Zurück Heim packten wir alles aus und ich schreibe nun diesen Eintrag und werde gleich mein Fake-Fell vor seine Füße legen und lesen, oder stricken, ich weiß noch nicht genau. Wenn ich Glück habe, bekomme ich ein Kissen, mit dem man bequemer auf dem Boden sitzen kann. Permanent knien funktioniert nicht, da ja die Beinchen einschlafen, aber selbst wenn man sitzt, tut irgendwann der Rücken weh, dafür gibt es Kissen :)

Oh und ich muss noch meine Liste aktualisieren, auf der steht, was ich den ganzen Tag gemacht habe. Die zeige ich ihm immer, bevor wir ins Bett gehen und ich vor ihm knie, er sitzt auf dem Bett und liest es sich durch und lobt mich :)
Dann besprechen wir noch den kommenden Tag, er gibt vor was erledigt werden muss und dann bekomme ich meine Manschetten an und darf ins Bett krabbeln :)

In dem Sinne, schlaft gut und träumt schön!




Montag, 16. September 2019

Gedanken einer Sklavin

Das erste was mein Herr morgens sehen soll, ist seine schlafende Sklavin in Ketten, die sich für ihn ausruht, damit sie bereit ist.

Das letzte was mein Herr sehen soll, bevor er zur Türe raus geht, ist seine treue Sklavin, die ihn verabschiedet, auf Knien, bereits voller Sehnsucht.

Das erste was mein Herr sehen soll, wenn er zurückkehrt, ist seine wartende Sklavin, auf Knien, die es nicht erwarten konnte, dass er heimkehrt.

Das letzte was mein Herr sehen soll, bevor er abends die Augen schließt, ist seine Sklavin in Ketten, die einen anstrengenden Tag hatte, weil sie auf ihren Herrn gewartet hat und für ihn da war, egal was er gebraucht hat. Die für ihn gekocht hat, seine Wäsche gewaschen, sein Haus bereitet, seine Einkäufe erledigt, seinen Staub gewischt, seinen Abwasch gemacht, seine Aufgaben erledigt hat. Die sich in seiner Abwesenheit bildet und alles für seine Rückkehr vorbereitet.
Die ihn auffängt, wenn er schlechte Laune hat, die ihn tröstet, wenn er traurig ist, die mit ihm lacht, wenn es ihm gut geht und ihm zu Füßen liegt, wenn nichts ist.

Das hat mein Herr verdient, weil er mein Herr ist.

Genau genommen muss er dafür nichts tun, denn er ist mein Herr.

Ich habe ihn mir ausgesucht und zu meinem Herrn gemacht. Er hat mich angenommen, mit all meinen Sorgen, Nöten und Problemen und dadurch steht ihm nicht weniger zu, als diese Sklavin zu haben.

Nicht weniger bekommt er jeden Tag und mehr kann er nicht bekommen, weil es alles ist, was ich habe und machen kann und ich gebe es gerne, ohne Kompromisse, ganz vom Herzen, voller Hingabe und Demut, denn er ist der eine, der es verdient.

Ich liebe Sie und verehre Sie, mit allem was dazu gehört, nicht nur wenn die Sonne scheint.




Stummer Diener



Das ist sein neues Schlagwerkzeug und gestern gab er es mir kurz zu spüren, auf den Hintern, was nicht weh tat und er lachte nur: "Es ist ja auch nicht für Deinen Arsch gedacht..."


Sonntag, 15. September 2019

Das Leben...

... meint es gut mit uns und wir sehen es nicht unbedingt immer.






Die Sonne scheint, es ist tolles Wetter :)
Später gehen wir spazieren, essen vielleicht ein Eis, lesen ein wenig, haben Ruhe, Entspannung :)


Mein Herr hat neue Manschetten gekauft, die sind bequemer als die bloße Kette um den Fuß zu haben.
Er macht an den Armen nun gerne eine kürzere Kette fest und die übliche an die Beinmanschette :)

Im Moment läuft alles routiniert, vielleicht zu routiniert, denn er fragt zum Beispiel nicht einmal mehr, ob ich zu viel Toilettenpapier benutzt habe, wobei ich ja so artig bin und mich trotzdem daran halte.
Auch hasse ich es alleine zu frühstücken, dennoch war er letztens früh los zur Arbeit und ich aß alleine, was ich früher nicht unbedingt gemacht habe.

Gute Erziehung?

Eher guter Wille meinerseits, denn seine Ansprüche artikuliert er irgendwie nach wie vor nicht, obwohl ich ihm mehrfach sagte, ich würde mich darüber freuen.

Letztens telefonierte ich mit einem befreundeten Herrn und dabei fiel uns auf, mein Herr sagt nicht: "Das Essen hat dann und dann auf dem Tisch zu stehen!" sondern es kommt von mir, ich sage: "Oh, dann kommst Du Heim? Gut, dann wird das Essen fertig sein."
Und das zieht sich quasi als roter Faden durch.

Ist das nun gut oder schlecht?

Es zeigt, dass ich versuche auf meinen Herrn zu achten, seine Bedürfnisse zu befriedigen und perfekt für ihn zu sein.
Keine Ansprüche haben, lässt mich danach streben genug zu tun, damit sie, die mir vollkommen unbekannten Ansprüche, erfüllt werden und dabei neige ich dazu, mich zu übernehmen, was nicht gut ist.

Klar habe ich gewisse Regeln, recht wenige, an die ich mich halte (festhalte), aber darüber hinaus?

Es ist irgendwie ein wenig stagniert, zu ruhig für meinen Geschmack, kein runter gedrückt werden, auf dem Boden liegen, sondern ein gemütliches herum gammeln und chillen, gefühlsmäßig jedenfalls. Körperlich bin ich viel am machen, damit er sich wohl fühlen kann.

Dann sagt er zwar zwischendurch, es sei zu viel, ich bräuchte mehr Ruhe, aber er gibt sie mir nicht, fordert sie nicht, zwingt mich nicht.

Es ist ein wenig öde, wenn man gibt, gibt, gibt, aber nichts verlangt wird, nichts gefordert. Man hat das Gefühl, es sei zum einen nie genug, zum anderen erreicht man nichts.

Es ist schön sich freiwillig hinzuknien (was ich weiter verfolge und aktiv von mir aus mache, da auch das irgendwie selten eingefordert wird), aber nochmal etwas anderes, wenn man die Aufforderung dazu bekommt und weiss, er möchte es, wie man es selber auch möchte.


Ich komme mir vor, wie ein Süchtling, der ab und zu  ein wenig Methadon bekommt.

Einseitige Leidenschaft an DS?

Mir fehlt es, mal wieder, gemeinsam auf die Kacke zu hauen und irgendwas verrücktes zu machen, etwas zu erleben, auszuleben.

Man zieht zusammen, um keine Brüche im DS mehr haben zu müssen und dann verschluckt einen der Alltag und man versumpft im Stino Leben :(

Außer den Manschetten kaufte er ein neues Schlagwerkzeug, irgendwann die Tage mache ich ein Bild davon, jedenfalls hat er sie nicht ein mal eingesetzt. Warum?

Ich darf bei ihm im Bett schlafen, unter anderem um seinen Schwanz an meinem warmen Arsch reiben zu können, aber wir wachen wie in einer normalen Partnerschaft auf, nur die Manschetten und Ketten trennen es noch. Wie so ein kleiner Rettungsanker der zeigen soll, dass eben doch noch etwas da ist?

Irgendwann war es noch etwas Besonderes, wenn ich kniete.

Ich verhungere wieder, dabei wollte ich einen schönen Tagebucheintrag schreiben.

Nun bin ich traurig und sehe nur was mir fehlt.

ich stricke mal an seinem Schal weiter und versuche schönere Gedanken zu finden...



Mittwoch, 11. September 2019

Bett = Luxus




Die Unterhaltung führte ich heute morgen mit meinem Herrn.
Er hatte mich wach gefickt und da ich nicht so schnell kam (ja, ich brauche ein wenig, bis ich wach bin...) half er noch ein wenig nach und erklärte, es sei Luxus dass ich diesen Orgasmus auf dem Bett haben darf.

Ehrlich?
Ja, ne, eher nicht, oder?
Ernsthaft?

Waren jedenfalls meine Gedanken, also sagte ich, dass ich es anders sehe.

Er: "Du wärst lieber auf dem Boden, hm? Dort wo Dein Platz ist? Aber ich habe es hier bequemer."
Ich: "Dann ist ist es eher Dein Luxus?
Er: "Nein, meine Bequemlichkeit."
Ich: "Mein Luxus ist es auch nicht, da ich es nicht als Luxus sehe."

Ich bin zb gerne in meinem Hundebett, nachts schlafe ich hingegen doch lieber im Menschenbett, da ich meinen Herrn gerne im Schlaf berühre und mich gerne ausstrecke, was im Hundebett schwierig ist. Bestimmen tut er es, keine Frage, aber eine Drohung wie: "Sonst schläfst Du heute Nacht im Hundebett!" kommt nicht so an, außer es würde heißen, dass ich in einem anderen Raum schlafen müsste.

Das Hundebett gibt mir meinen Platz, lässt ihn mich spüren, sein Menschenbett bedeutet seine Nähe und ein wenig mehr Bequemlichkeit, aber beides hat etwas, so dass ich keins negativer sehe, als das andere.

Ich mag es angebunden und gefesselt zu sein, liebe meine nächtliche Kette am Fuß, dass unsere gesamte Wohnung Befestigungsmöglichkeiten hat, egal wo ich mich gerade aufhalte, ob mit Leine, Kette, oder was auch immer, so dass man dann im Außen schon merkt, wie es einem fehlt irgendwo angebunden zu sein, frei zu sein, so dass man sich zurück sehnt und freut sie wieder spüren zu können :)

Überhaupt, ich liebe alles, was mir meinen Platz, Rang zeigt, daher der Wunsch nach Bodenhaltung usw.

Ich bin schon gespannt, wie mein Herr das weiter verfolgen wird und was er sich noch einfallen lässt :)



Montag, 9. September 2019

Liebe siegt





Wenn man sich liebt, wirklich liebt, die Seele des anderen sieht, kennt, spürt und liebt, kann einem dann etwas von außen anhaben?

Manchmal verliert man das vielleicht aus den Augen, oder übersieht es, spürt es nicht, hat es verloren, aber wenn man sich dann wieder besinnt auf den Menschen, auf das Innere des Menschen, wenn man sich erinnert, warum man das alles tut, für wen und das er wichtig ist, dann sollte man alles schaffen können.

Gerade am Anfang unserer Beziehung musste mein Herr mich dauernd einfangen, zurück bringen und festhalten, wirklich oft!

Sollte ich nun, da ich angekommen bin, nicht das selbe für ihn machen?

Dennoch habe ich da nach wie vor Schwierigkeiten mit. Gewisse Regungen kann ich nach wie vor nicht zeigen, ich muss mehr an mir arbeiten.

Einfach mal weniger die Beziehung als Gesamtes in Frage stellen und mehr nach Lösungen suchen, wäre ein Tipp den ich uns selber geben würde und vielen anderen.



Wie auch immer, gestern dachte ich so bei mir, wenn ich mich öfter einfach hin knie, einfach so, dann vermisst er es vielleicht irgendwann, oder entdeckt eine Seite daran, die ihm gefällt, bzw was auch immer sein Problem ist, vielleicht wird es dann besser.

Also legte ich mein Fake-Fell vors Sofa und kniete mich zu seinen Füßen und er kraulte meinen Nacken und Kopf und genoss es scheinbar. Dann kam unsere bestellte Pizza an, die aß ich auch dort und wir schauten einen Film.
Ich genoss es, meinen Kopf auf sein Bein zu legen und so zu kuscheln, er hoffentlich auch.
Ich spürte meinen Platz und es war vollkommen und ruhig und schön :)

Ein Traum ist es nach wie vor, in reiner Bodenhaltung leben zu müssen, aber das ginge ja schon nicht mehr, wenn man raus geht.
Irgendwie sind wir noch immer zu sehr damit beschäftigt, uns zusammenzuraufen, so dass weniger Energie für die Erziehung übrig bleibt, jedoch ist das eine Frage der Zeit und wird sicherlich besser werden.

Frühstück an meinem kleinen Tischchen, auf dem Boden kniend ist schon Standard und sehr schön :)
Auf dem Sofa bin ich kaum noch, sondern meist in meiner Ecke auf meinem Stuhl, der erlaubt ist. Beim Esstisch muss ich auch nicht fragen, aber ansonsten bin ich auf dem Boden. In seinem Arbeitszimmer habe ich einen kleinen "Tisch", der mein Schreibtisch ist und so niedrig, wie mein Frühstückstischchen, so dass ich kniend daran arbeiten kann, wobei das sogar seine Idee war und seine Umsetzung und ich bin sehr dankbar dafür!

Heute äußerte er sich auch, wie gut es ihm gefallen hat, wenn ich ihn kniend begrüßt habe. Das werde ich gerne öfter machen, denn es fühlt sich auch schön an.

Vielleicht habe ich einfach seine Freude an meinem Knien unterschätzt, oder übersehen, vielleicht bedeutet es ihm mehr, als ich mitbekomme.

*seufzt in Gedanken
Mehr Strenge, weniger Möbel, mehr knien, mehr Regeln, mehr Anforderungen und Förderungen, dass wärs! Mein Traum, mein persönliches Träumchen :)


*macht eine innere Notiz an sich selber:

 - mehr Energie auf das aneinander festhalten und erkennen was man an sich gegenseitig hat, weniger auf die Probleme

- mehr knien, es freut meinen Herrn und tut uns gut

- öfter hinterfragen und so erfahren, was wirklich in meinem Herrn vor geht

- sagen, dass man aneinander festhalten soll, statt zu mauern und zu sagen, man schmeiße alles hin

- auch mal schwach sein können/dürfen und es zeigen können/dürfen






Samstag, 7. September 2019

Knien ist Urlaub

Knien ist Balsam für die Seele.

Wenn ich knie, bin ich ganz ich und ganz pur und ganz vollkommen.

Wenn ich knie, verlangsamt sich meine Atmung, ich kann durchatmen, ich entspanne.

Wenn ich knie, sind meine Gedanken leiser, ich werde ruhiger, ich komme zur Ruhe.

Wenn ich knie, habe ich meinen Platz, zolle ich meinem Herrn Respekt, lebe meine Hingabe.

Wenn ich knie, denke ich klarer, fühle ich mich stiller, höre ich deutlicher.

Wenn ich knie, ist meine Welt in Ordnung, selbst wenn ich Streit mit meinem Herrn habe, oder im totalen Chaos bin, oder um mich herum ein Tornado wütet.

Wenn ich knie, dreht sich die Welt etwas langsamer, läuft alles in Zeitlupe, habe ich mehr Geduld.


Knien ist ein Schlüssel.
Knien öffnet mich.
Knien zeigt meine Seele.
Kniend bin ich.


Warum lässt mein Herr mich dann so selten knien?
Warum habe ich den Eindruck, es interessiert ihn nicht?
Warum denke ich, er mag es nicht einmal sonderlich?

Vorhin fragte ich ihn, immer wieder, warum er mich wenig knien lässt und ich bekam keine Antwort.
Er sagte, knien sei ihm sehr wohl wichtig.
Es sei ihm wichtig?
Warum lässt er mich dann selten knien? Es nutzt sich doch nicht ab, im Gegenteil!
Wenn einem etwas wichtig ist, dann fordert man es doch?
Er fordert es fast nie.

Mir ist knien wichtig, aber es ist wertlos, nutzlos, vollkommen unwichtig und egal, wenn der Herr es nicht wünscht, oder nicht fordert, dann ist es ein herum knien, wie man herum sitzt. Es ist nutzlos, bestandslos, leer.

Und wenn man seinem Herrn sagt, wie wichtig es einem ist und er lässt einen knien, dann fühlt es sich an, als wäre er ein Wunscherfüller und täte es lediglich, damit man mir etwas Gutes tut, aber das tut mir nicht gut, gar nicht gut und es macht das Knien wieder wertlos, nutzlos, leer.

Ich würde ihn gerne verstehen, gerne sehen was er sieht, gerne begreifen können, damit dieser gefühlte riesige Spalt zwischen uns kleiner wird, aber im Moment wächst er nur und wird immer größer, denn egal was ich sage, egal was ich mache, es ist falsch, es ist gemein und böse und es verletzt ihn.

Ich irre herum, ich traue mich schon nicht mehr irgendwas zu tun, irgendwas zu probieren, irgendwas aktiv zu machen, weil immer alles in einer Schimpftirade endet, immer nur im Streit mündet.

Tue ich nichts, führt es auch dazu.

Es fühlt sich an, als würde er mich langsam, Schritt für Schritt los werden wollen, als würde er langsam, Schritt für Schritt mich weg schieben, indem er mir zeigt, wie schlecht ich bin, obwohl ich diene, obwohl ich mich an Regeln halte, obwohl ich keine Widerworte gebe, obwohl ich brav bin.

Wenn man alles was man macht falsch macht und wenn man nichts macht, es auch falsch macht, was soll, was kann man dann noch machen?

So ratlos fühle ich mich, so ratlos bin ich und so hilflos, so unendlich haltlos, so leer.

Und nein, ich schreibe es nicht, damit irgendwer informiert wird, wie schlecht es mir geht, wie schlecht es uns geht, sondern damit es raus kann, weil ich real nur auf Widerworte stoße, weil ich real kein Gehör bekomme, sondern mich nur noch verteidigen muss, mich schützen muss, mich einigeln muss, damit diese Bombardierung überstanden werden kann und trotzdem fühle ich mich nur noch falsch, nicht angenommen, nicht wertgeschätzt, nicht geliebt.

Eigentlich wollte ich übers Knien schreiben, die Bedeutung, den Wert, aber wie kann man das, wenn gerade alles wertlos ist.



Montag, 2. September 2019

Verreist





Mein Herr ist verreist, kommt zwar morgen wieder, aber das kann sich schnell wie eine Ewigkeit anfühlen.

Weil er nicht im Bett schläft, gibt es keinen Grund, warum ich ins Bett darf, also wanderte mein Hundekörbchen ins Schlafzimmer für heute Nacht.
Ich mag mein Hundebettchen, es ist flauschig, bequem und gemütlich. Darin ist alles was ich brauche und es zeigt mir meinen Platz :)

Er hinterließ mir eine Liste mit Aufgaben und ist mit dem Handy ansprechbar und wir werden telefonieren, was mich sehr freut, aber kein Ersatz ist.

Dafür wird morgen das Wiedersehen umso schöner und intensiver!

Auch habe ich ihm heimlich zwei Briefe in seine Tasche gesteckt und ich bin schon gespannt, ob sie ihm gefallen :)

Langsam geht der Sommer, der Herbst kommt und alles wird ein wenig ruhiger, endlich.

Die Kette nachts an meinem Bein ist normal geworden, die Leine am Halsband nicht immer, aber das ist auch nur eine Frage der Zeit.

Eigentlich bin ich gerade recht zufrieden und glücklich.

Abends auf meinem Fake Fell den Tag von heute besprechen und den von morgen, dabei schreiben was ich zu erledigen habe, dann ins Bett gelassen werden, aber nur auf allen Vieren, vorher vielleicht noch eine Wartung. Dann eine oder mehrere Ketten ans Bein, oder die Arme, oder den Hals, ein Hörbuch an und aneinander gekuschelt einschlafen.

Von meinem Herrn geweckt werden, muffelig sein, da es morgens ist, vielleicht benutzt werden, vielleicht direkt aufstehen müssen. Sein Frühstück vorbereiten, sich frisch machen und das Tageswerk angehen.

Eine schöne Routine :)

Einfach mal wieder durchatmen können und den Alltag genießen, weil es Alltag ist.

Den Tag bis zu seiner Rückkehr überstehen und sich freuen über seine Heimkehr und dass man es geschafft hat.

Vielleicht gehe ich später in den Garten. Zwar scheint die Sonne, aber es ist angenehm kühl und ich muss noch lesen :)

Wenn man sich vermisst, spürt man wieder, was man aneinander hat, was auch sehr wichtig ist :)


So und nun mache ich mir was zu Essen und dann fertig für den schönen, großen Garten :)
Euch auch noch einen schönen Tag!



Sonntag, 1. September 2019

Haustierchen




Honey-Bunny ist ein Insider-Nick, denn eigentlich hieß ich in den Chats Haustierchen, was es besser trifft, da es sich nicht auf eine Spezies festlegt, sondern frei wählbar ist, was zu einem Hybriden wie mir besser passt.

Eigentlich begann es damit, dass mein Herr an einem Tag definierte:

Wenn Du im Alltagstrott bist, den Haushalt machst, Deine alltäglichen Dinge, dann bist Du Honey-Bunny und bekommst alles hin und machst es super! Aber manchmal bist Du mein Fick-Bunny und kannst es nicht, solltest es also sein lassen und das tun, wofür Du da bist und was Deine Bestimmung ist, Deine Beine breit machen, denn Fick-Bunnies können den Haushalt nicht machen, oder andere kompliziertere Aufgaben, die über Sex hinaus gehen...


Er trennte das auch wirklich, im Alltag nannte er mich dann Honey-Bunny und im Bett Fick-Bunny.

Als ich dann meine Accounts gelöscht hatte, war mein alter Nick (Haustierchen) erst einmal gesperrt, also nannte ich mich Honey-Bunny, aber sobald ich mich umbennen konnte, wechselte ich wieder zu Haustierchen, denn das bin ich, ein Tierchen, das gerne Streicheleinheiten bekommt, die Hand ihres Herrn auf dem Kopf genießt, wenn sie streichelt oder straft und in die Haare greift und mein Gesicht auf den Boden drückt.

Meine Orgasmen bekomme ich wie ein Tierchen auf dem Boden, ich darf nicht ungefragt auf Möbel und mein Essen bekomme ich, soweit es geht, auch auf dem Boden bzw meinem kleinen Tischchen.

Wenn mein Herr nicht im Bett ist, gibt es keinen Grund, warum ich im Bett sein sollte, sein darf, dann kommt nur mein Hundebett in Frage und wie ein Schoßtierchen, werde ich gestreichelt, belohnt, gestraft, gezüchtigt und erzogen.

Bin ich dadurch ein Pet?

Nein, denn ich benehme mich nicht wie ein Tier. Ich gebe keine Tierlaute von mir, ich mache keine tierischen Bewegungen, ich ahme kein Tier nach, aber mein Herr behandelt mich wie eins und ich fühle mich ähnlich unterlegen wie ein Tier, äußerst wohl.

Auch gehen meine Bedürfnisse nicht mit denen eines Pets überein. Dressur und dergleichen sprechen mich nicht an, lediglich die Ranghöhe und Betrachtungsweise.

Wenn man mich als Pet anspricht, ärgerte es mich anfangs, da ich müde war, es immer und immer wieder zu erklären, allerdings ist es mir mittlerweile egal, denn wer mich kennt, weiß, dass ich keines bin :)