Montag, 11. Januar 2021

Genauer wünschen

 Mein Herr sagte, ich solle mich für den Spaziergang fertig machen und ich fragte hoffnungsvoll: "Spaziergang mit Leine?"

Die Antwort kam direkt:"Ja."

Fazit nach dem Spaziergang:

Mit Leine heißt nicht automatisch auch an der Leine und so blieb die Leine in der Tasche meines Herrn und kam nicht ans Halsband :(

Wieder etwas gelernt!

Sonntag, 10. Januar 2021

Die leisen Töne

 Ich habe bei meinem Herrn ein wenig herum gejammert, weil mir mein Selbstwert etwas abhanden gekommen ist und unter anderem schickte er mir folgendes Bild aus vergangenen Tagen:



Die leisen Töne, wie im vorherigen Beitrage lange und ausführlich beschrieben, liegen mir leider nicht wirklich und mein Herr weiß, dass ich mit meiner Haarfarbe sehr gerne experimentiere und schränkte mich darin nicht ein, sagte jedoch auch, dass er meine feuerroten Haare von früher am Liebsten mag. 

Ehrlich gesagt habe ich da weniger hin gehört und stand eigentlich total auf so beerige, leicht ins Pinke gehende Töne und war dennoch nicht, obwohl die Farbe als solches fantastisch aussah in meinen Augen, zufrieden damit.

Es funktioniert für mich einfach nicht, wenn ich im Hinterkopf habe, dass mein Herr mir zwar die Freiheit gewährt, dass ich sie tragen kann wie ich mag, aber sie nicht so aussehen, wie er sie wirklich gerne mag, also zurück zum Ursprung, wieder mehr in Richtung feuriges Rot gefärbt und meinen Herrn zufrieden gestimmt, wie er mir mehrfach, von sich aus, geäußert hat. Dann habe ich nicht unbedingt die Farbe, die ich super gerne mag, hingegen aber die Zufriedenheit meines Herrn und das wiederum macht mich sehr zufrieden und unbezahlbar ruhig und entspannt.

Das mit den leisen Tönen funktioniert erstaunlich gut! Zwar höre ich sie nicht unbedingt, aber nachfragen bringt Klarheit und bis vor wenigen Tagen hätte ich es unnötig gefunden zu fragen, hätte ich mir meine eigenen Gedanken gemacht und daraus die Schlüsse gezogen, auch weil ich angenommen habe, dass die Fragerei meinen Herrn nervt, dabei ist es das Gegenteil! Jede Frage die ich nicht stelle, nimmt ihm eine Entscheidung weg und ein Stückchen seiner Macht über mich.

Fragen nervt nicht, fragen gibt ihm Macht über mich.

Dringend im Kopf behalten.

Überhaupt mache ich mir dauernd zu viele eigene Gedanken und nehme meinem Herrn dadurch sicherlich einige Möglichkeiten, Entscheidungen und ganz viel Macht ab. Das tut mir sehr leid und ich bin dabei es zu ändern :)

Im Moment arbeitet er viel und hat wenig Zeit für mich, also bin ich ganz ruhig, gebe keinen Anlass für negative Gefühle und versuche ihm im Hintergrund Gutes zu tun, wie z.B. mit Getränken und dergleichen zu versorgen, ihm Dinge abzunehmen, um die er sich dann nicht auch noch kümmern muss und sende ab und an eine kleine Nachricht :)

Einen Schritt zurück treten und es von außen betrachten bringt oft Klarheit.

Ich freue mich auf die Tage, wenn mein Herr wieder etwas mehr Zeit für mich hat und sie in mich investiert :) Bis dahin tapse ich leise und still weiter, um ihn nicht zu stören.




Freitag, 8. Januar 2021

Zaunpfähle und Stecknadeln

 



Ich brauchte eine kleine Pause, aus vielen Gründen.

Weihnachten und Neujahr haben wir gut überstanden und sind nach wie vor gesund bzw Corona-frei.

Damit mein Herr etwas Platz, Zeit und Muse hat zu wachsen, kleine Schritte zu gehen, zu lernen und zu finden, habe ich mich arg zurück genommen in letzter Zeit und die Füße still gehalten, so gut es ging, wobei das nur bildlich gemeint ist, denn real bin ich viele Schritte gegangen.

Meine Migräne war zeitweise sehr häufig und schlimm und mein Neurologe erinnerte mich daran, dass auch Ausdauersport eine Verbesserung bewirken kann, unter anderem.

So begannen wir wieder mit Nordic Walking. Wieder, weil ich eigentlich schon sehr viel mehr Sport gemacht hatte, bevor Corona in unser Leben trat und die Fitness Studios schließen mussten. 

Von 3x die Woche Gerätetraining + Laufband und 2x die Woche Bodybalance,  zu 3x die Woche ins Fitness Studio, egal ob Geräte oder Bodybalance, hin zu gar nicht mehr gehen können.

Nun also nach einer Auszeit wieder Nordic Walken und das kontinuierlich jeden 2. Tag. Dann noch lange walking Spaziergänge im Wechsel.

Ganz ehrlich?

Ich fand es eigentlich schön, bin ich doch gerne in der Natur unterwegs und schlechtes Wetter ringt mir ein Lächeln ab, weil ich auch das genießen kann. Nur hmm meine Begleitungen waren hmm mäßig begeistert. Wir teilten es auf zwei Personen auf und ich hatte das Gefühl, dass ich wie eine ungewollter Hund spazieren geführt werde, ohne dass mein Weggefährte selber Spaß daran hat. Das ist nicht schön.

Naja, nun geht mein Herr nur noch mit mir und ich versuche seinen Frust dabei zu übersehen.

Gassi-Service bezieht sich ja immer auf Hunde und in einer Komödie die ich mal sah, wollte jemand ihren alten Vater dafür anmelden. Keine schlechte, die vermutlich nicht so gut ankommen würde, wie in einer Sitcom, leider. 


Wir reduzierten unsere DS Regeln und Angewohnheiten um Konsequenz zu finden und nehmen immer nur ein Element hinzu, bis es sich etabliert und eingespielt hat, so dass man sich nicht verzettelt und der Frustfaktor gigantisch steigt.

Nachts werde ich angekettet, meistens nur am Halsband, manchmal auch zusätzlich an einem, oder beiden Beinen.

Morgens und abends bekomme ich fünf Hiebe mit einer Gerte, von hart bis zart und zurück, mal im Wechsel, mal durcheinander, mal einheitlich, eben wie meinem Herrn der Sinn steht. Liebevoll nennen wir sie "die 5 Freunde".

Meine Frage, ob ich auf die Toilette darf, stelle ich freiwillig, mein Herr fordert sie nicht ein, umso mehr freut er sich, wenn er sie hört und daran erfreue ich mich wiederum :)


Ich war in der Zwischenzeit von vielen Dingen, Menschen, Situationen massiv enttäuscht und musste mit einigem erst einmal ins Reine kommen, unter anderem mein Bild von DS als solches musste ich überdenken, neu betrachten und neu zusammensetzen. Zwar habe ich immer ein Idealbild im Kopf, von dem mir viele sagen, dass es das so nicht geben kann, dass keiner immer an alle Regeln denken kann, nicht permanent der Herr sein kann und Konsequenz eher Tagesform abhängig ist und doch kenne ich persönlich mind. einen Herrn, der es kann und genau daraus seine Energie und sein Lebensglück zieht, ebenso wie ich. Es gibt also welche und so bin ich immer wieder auf der Suche und total gespannt, wenn ich neue DS Paare kennenlernen darf.

Leider werde ich sehr häufig enttäuscht, denn was öffentlich total authentisch und realistisch dargestellt wird, ist bei genauerer Betrachtung auch nur eine Illusion, Fantasiewelt und, böse gesagt, Lüge. 

Es wird dann beschrieben, welche Regeln man permanent hat, jeden Tag und die immer befolgt wird und wenn man dann Bilder betrachtet oder Texte aufmerksam liest stellst sich immer wieder heraus, kann gar nicht stimmen bzw sieht man eben auch, dass es so nicht permanent umgesetzt wird und man fragt sich leider, was davon dann überhaupt der Wahrheit entspricht und was die Wirklichkeit ist.

Halten sie die Illusion nach außen aufrecht, oder Leben sie ihre eigene Realität und blenden die Lücken aus? Belügen sie andere, oder sich selber direkt mit? Was hat man davon? Warum kann man nicht zu seinen Problemen und Fehlern stehen? Und wenn man es schon nicht kann, warum trägt man dann seine Lügen nach außen und präsentiert sie und schweigt nicht dazu?

Vielleicht vergleichbar mit Instagram, wo gefühlt alles nur geschummelt und gefälscht ist, damit andere staunend darauf schauen und ein wenig neidisch werden.

Ich möchte damit keinen persönlich angreifen! Ich würde es nur gerne verstehen!

Ich selber schreibe authentisch, über alles, die guten und die schlechten Seiten. Manchmal unschöne Dinge, manchmal die schönen, weil das Leben eben genau so ist! Nicht perfekt, nicht immer nur eine Seite und in der heutigen digitalen Welt geht es immer mehr verloren und eine künstliche, nach außen hin perfekte Welt wird simuliert, während im Inneren die Menschen mehr und mehr kaputt gehen, umso mehr bauen sie dann auch wieder eine Illusion nach außen auf und ich bin froh, dass ich anders bin und mit beiden Seiten lebe und und mir selber nichts vormache und innerlich ziemlich gesund bin und permanent daran arbeite, dass es so bleibt und noch besser werden kann.

Meinem Herrn gefällt auch nicht immer was er lesen muss, aber doch betont er, dass es wichtig ist beide Seiten zu sehen und dass die unschöne nicht minder wichtig ist, nur weil sie unangenehm ist.

Klar würde ich lieber schreiben, dass ich immer perfekt diene, alle Regeln einhalte und wenn ich mal eine übersehe, weil ich total im Streß war, mein Herr es umgehend bemerkt hat und ich eine Strafe bekam, er immer in seiner Rolle ist und akkurat perfekt reagiert und agiert, aber das Leben sieht nunmal anders aus und so hat jeder eigene Baustellen an denen er arbeiten muss und dann eckt man eben doch mal wieder aneinander an und spricht Dinge aus, die lieber ungesagt geblieben wären, die man aber nicht zurück nehmen kann und den anderen verletzt haben. So hält man sich dann mal an keine Regel, weil man wütend ist, bekommt dadurch sogar noch zusätzliche Schuldgefühle und hat es noch schwerer und dann ist der Herr vielleicht auch nicht super drauf, reagiert nicht so souverän, wie es besser gewesen wäre und zack entsteht ein handfester Streit. Ich verstehe, wenn man solche Situationen nicht in der Öffentlichkeit diskutieren möchte, was ich jedoch nicht begreife ist, warum man dann sagt, sowas würde einem nie passieren.

Keiner ist perfekt, erwartet doch auch niemand. Man kann darüber schweigen, aber lügen indem man es verleugnet? Muss man das?

Das ist nur ein Beispiel von vielen.

So wurde ich in meiner Sicht über andere DS Paare x-fach enttäuscht und stellte einiges in meinem Kopf in Frage.

Was eigentlich auch etwas Gutes hatte, denn es öffnete mir auch die Augen!

Die Probleme die wir haben, sind gar nicht so selten!

Nur wird wird darüber nicht gesprochen oder zum Thema gemacht.

Ich weiß, dass ich die perfekte Sklavin für meinen Herrn sein kann und ich weiß, dass eine Sklavin nur so gut wie ihr Herr sein kann, ebenso kann ein Herr nur ein guter Herr, mit einer guten Sklavin sein!

Mein Herr brauchte etwas Platz, Zeit und Ruhe, also versuchte ich sie ihm dies zu ermöglichen und kommentierte nichts mehr, zog mich zurück, fuhr mich auf ein Minimum herunter in allen Bereichen, machte vieles mit mir selber aus und legte den Fokus auf mein eigenes Leben, meine Bereiche an denen ich feilen muss.


Blieb die Leine im Auto weg, sagte ich nichts.

Blieb die Kette nachts weg, schwieg ich.

Bekam ich die Leine auf dem Sofa dran, freute ich mich still und machte es nicht zum Thema.

Ich zog an, was ich für richtig hielt, unabhängig von ihm und fragte nicht mehr, was ich essen, trinken oder machen darf und soll.

Ich versuchte einfach, dass er findet, was für ihn Sinn macht, dadurch den Spaß neu entdeckt und es selber wiederholt, wenn er möchte.

Nach wie vor ist sein Wille mein Fetisch, aber daraus entsteht unweigerlich das Problem, dass ich ihn nicht beeinflussen möchte und wenn ich es doch tue, es sich grauenhaft für mich anfühlt. Seinen Willen zu bekommen bedeutet auch, ihn zu spüren und da mein Herr sehr auf mein Wohlbefinden achtet und eben darauf hört was ich so von mir gebe und davon Entscheidungen abhängig macht, begann ich mehr auf die leisen Töne zu achten. Er befiehlt nicht, er spricht nicht in Großbuchstaben, wie ich es nenne, als Terry-Pratchett-Fan, sondern gibt mir Optionen.

Das ist offen gesagt so gar nicht meine Art, ich bin eher von der Leber frei weg auf die Zunge! Ich bin ein sehr direkter Mensch, ohne Blatt vor den Mund und wenn jemand durch die Blume zu mir spricht, verstehe ich nicht unbedingt, was er von mir möchte, umso mehr verlangt es mir ab, dann doch genau hinzuhören und im Leisen die Wünsche und den Willen meines Herrn herauszuhören.

Er sagt nicht: "Sklavin, Du hast Dich während meiner Video Konferenz neben mir auf dem Sessel einzufinden und ruhig zu sein!" 

Er sagt: "Ich würde mich freuen, wenn Du während meiner Video Konferenz auf dem Sessel bist."

Das gibt mir gefühlt viel Freiheit, die ich weder möchte, noch brauche, noch schätze und mein erster Instinkt ist es zu sagen, dass er mir nur Optionen zeigt und ich entscheiden kann, was ich wirklich machen möchte. Das bringt ihn in eine Zwickmühle, weil er ja weiß, dass ich seinen Willen möchte, er aber auch nicht sagen möchte, dass ich etwas tun soll, was ich von mir aus nicht möchte, obwohl das sein Recht ist. Diese Zwickmühlen muss ich vorher erkennen und vermeiden, indem ich auf jedes Wort genau achte, was er an mich richtet, weil er eben nicht Klartext sprechen möchte, sondern Möglichkeiten formuliert, die ich als Befehl interpretieren müsste, auch ohne die Klarheit und den strengen Ausdruck.

Für mich ist das sehr, sehr schwierig!

Ganz ehrlich gesagt, geht es mir massiv gegen den Strich, weil ich eben die Großbuchstaben, die klaren Worte und Befehle liebe und sagen würde, ich brauche sie!

Nun ist mein Herr allerdings anders und ich habe ihn mir ausgesucht und mich ihm geschenkt und TPE bedeutet eben auch, dass ich mir dann die Mühe mache und lerne, lerne, lerne, die leisen Töne zu hören, zu beachten und danach zu handeln.

Seine sehr höfliche Art gefiel mir früher über alle Maßen und ich genoss es einen Herrn zu haben, der sich gewählt ausdrückt, ohne dass es ihm selber bewußt ist, weil es zu ihm gehört und nicht aufgesetzt ist. 

Mir schwoll die Brust, wenn ihn jemand kennenlernte und mir zu raunte: "Oh, der drückt sich ja toll aus!" oder "Wow, sehr höflich und freundlich!"

Er strahlte durch seine Ausdrucksweise als geschliffener Diamant zwischen vielen grauen Kieselsteinen. Wie kann ich von so jemanden erwarten, dass er plumpe Befehle ausdrückt? Da muss ich umdenken und ich weiß jetzt schon, dass es viel Arbeit ist und ich oft an Grenzen stoßen werde, aber ich weiß auch, wofür ich mir diese Arbeit mache und dass es sich lohnt.

Umso mehr freue ich mich, wenn ihm dann und wann etwas flegelhaftes heraus rutscht und er plötzlich danach kichert, weil es ihn selber ebenso überraschte wie mich :)

Von winkenden Zaunpfählen umdenken zu fallenden Stecknadeln ist kein leichter Weg...



Sonntag, 13. Dezember 2020

Ritterschlag und Diskussionen

Mein Herr und ich sind große Hörbuch-Fans :)

Als wir uns kennenlernten, sprachen wir viel darüber, wer welches Hörbuch hat, mag, genießt. Er war total hin und weg, weil ich unter anderem auch John Sinclair liebe!

Zum Einschlafen läuft immer ein Hörbuch, Hörspiel oder Podcast, wobei mein Herr allgemein schnell einschlummert und ich noch ein wenig länger lauschen kann und darf.

Ein Klassiker ist natürlich "die Geschichte der O", und wir haben sie beide auf deutsch und französisch, als Hörbuch, Buch, Comic und Film. Häufig macht mein Herr die französische Variante im Bett an und da ich noch lange nicht so weit bin, alles, außer einigen Schlagwörter, alles zu verstehen, bat ich ihn mal wieder um die deutsche Version. Immerhin kann ich schon auf Französisch erkennen, an welcher Stelle man gerade sich gerade befindet :)

Also hörten wir es gestern, jedoch war mein Herr noch nicht sehr müde und streichelte, kraulte und flauschte mich intensiv währenddessen. Er unterbrach das Hörbuch und erläuterte, dass das Buch an dieser Stelle einen Bruch für ihn hat.







O soll bestraft werden. Sir Stephen möchte sie bis aufs Blut auspeitschen und sagt vorher: "Verzeih mir O..."

Offen gesagt, bisher hatte ich mir keine Gedanken um diese Stelle gemacht, mein Herr hingegen schon, denn er verstand nicht, warum Sir Stephen das sagt. 

Schön fand ich, dass es immer wieder Momente gibt, in denen ich die Dom-Sicht nicht verstehe und meinen Herrn frage und dieses Mal war es umgekehrt und ich konnte meine Dev-Sicht darauf vorbringen.

Wenn mein Herr mich schlägt, dann betont er zum Beispiel, wie schön mein roter Hintern ist oder wie gut ihm das Ergebnis gefällt. Er lobt mich für meine Hingabe, dafür, dass ich er mich nicht anketten muss, sondern meine mentalen Fesseln so fest sind, dass es keine realen benötigt und ich still halte. Er gibt sich immer viel Mühe auszudrücken, wie sehr er es schätzt, dass ich mich schlagen lasse, obwohl ich kein Deut maso bin und einfach nur unter den Schmerzen leide. Sein Stolz und seine Dankbarkeit sind mein einziger, aber vollkommen ausreichender Lohn.

Warum entschuldigt sich Sir Stephen bei O, aus meiner Sicht?

Weil es den Fokus vollkommen verändert!

Er sagt damit, ohne viele Worte, zwischen den Zeilen, dass er den Preis kennt, den Wert anerkennt und weiß, was er ihr antun wird. Er schickt vorab Mitgefühl für ihre Schmerzen los und in ihrem Kopf kann sich dadurch alles ändern.

Im Buch ist ziemlich klargestellt worden, dass sie auch nicht maso ist und den Schmerz nicht genießen kann. 

Wenn sie eine reale Person wäre, könnten sich Gedanken wie (ich übertreibe ein wenig): "Dieser Arsch, nun tut er mir schon wieder weh! Verdammter Mist, warum bin ich überhaupt Sklavin?" einschleichen, wenn es allzu sehr weh tut und die Demut etwas darunter zusammenschmilzt, aber wenn man vorab hört, dass gesehen und wertgeschätzt wird, was man gleich leisten wird, und dass man weiß, dass es kein Kinderspiel sein wird, dann erschafft es direkt eine andere Beziehungsebene und löst Wohlwollen aus. Man denkt sich vielleicht eher: "Ich tue es für ihn und er weiß das genau!" Das Geschenk wird als solches empfunden, von beiden Seiten.

Ich hatte mich selber ab und an dabei ertappt, wie ich unfreundliche Gedanken hegte, als mein Herr mich über Wochen bei jedem Mal Sex zwischen die Beine schlug und es mir einfach zu viel war, weil Sex, den ich wirklich gerne habe, plötzlich negativ abgestempelt war, so dass ich keine Lust mehr hatte, weil er nur noch mit Schmerz verknüpft wurde und die schönen Gefühle Unterwasser bekommen hatten. "Lieber keinen Sex als nochmal zwischen die Beine geschlagen werden!" ging mir nur noch durch den Kopf.

Als wir, in diesen Tagen damals, dann mal chatten waren und ich es bei einem passenden Thema öffentlich geschrieben hatte, dass ich eben lieber gerade keinen Sex habe, weil ich nicht mehr damit umgehen kann, immer dabei zwischen die Beine geschlagen zu werden, so dass Sex mir keinen Spaß macht, obwohl ich ein wenig nymphoman veranlagt bin, da kam mein Herr ins Grübeln.

Einerseits gefiel es ihm, andererseits bemerkte er auch meine Überforderung und es ist ihm zu einseitig zu sagen, dass er es genießt, wenn ich keinen Spaß am Sex habe. Er mag es mal so und mal so. Mal soll ich die notgeile, stöhnende und nimmersatte Fotze sein, dann auch gerne die fast zu enge Frigide, die eben keinen Spaß dabei empfindet und lieber ihre Ruhe möchte. Aber dauernd nur eine Seite davon, das ist nicht so nach seinem Geschmack und dann ließ er es ein paar mal aus und ich kam wieder besser klar, freute mich auf Sex und er konnte umso mehr genießen, wenn ich dann enttäuscht, unter seiner Hand, wimmerte und schluchzte vor Schmerzen.

Nun bin ich vom Thema abgekommen.

Der Satz, dass es Sir Stephen leid tut, dass er O nun hart schlagen wird, ist aus meiner Sicht eine wundervolle Art, den Fokus zu steuern. Man verändert eher unbewusst seinen Standpunkt und ist wohlwollend und gibt gerne.

Wir diskutierten noch etwas darüber, pausierten derweil das Hörbuch und konnten so selbst nach all der Zeit wieder etwas Neues über den Anderen erfahren :)

Dann lief es weiter und wir kamen auch ein wenig mehr in Fahrt, als mein Herr mich aus meinen Gedanken riss und fragte, wie ich Spuren wahrnehme.

Sie sind eine wundervolle Erinnerung in den nächsten Tagen, die einem sowohl zeigen, welchen Platz/Rolle man hat, als auch stolz machen, was man ertragen hat und überhaupt wert war, dass jemand sich die Zeit nahm, die Mühe gab und einen benutzt hat :)

Ich liebe Spuren!

Ich genieße es, wenn sie ein paar Tage schmerzen, weil sie einen jedes Mal zurück bringen, in den Moment, als sie entstanden sind und man sich noch etwas intensiver erinnern kann. Dann ist man automatisch mehr Sklavin und hat den Fokus darauf und blendet andere Dinge deutlicher aus, so dass man noch besser dienen kann.

Ich liebe den Blick, wenn mein Herr sie wahrnimmt und meine Hingabe und Demut dadurch sichtbar wird. Sie zeigen, was man sonst nur fühlen kann.

Ich zerfließe, wenn er mit seinen Fingerspitzen darüber fährt und nachspürt, auch in seiner Erinnerung zurück blickt, wie sie entstanden sind.

Spuren sind wie ein direkter Draht zum Status von Herr und Sklavin, wie ein Gummiband, das einen in die Situation zurückzieht und es sind sichtbar gewordene Gefühle. So wichtig!


Auch hier begannen wir vergangene Nacht darüber zu diskutieren, uns auszutauschen und ich bat meinen Herrn davon abzusehen, mich in dieser Nacht zu schlagen, als er mit der Gerte über meinen Hintern strich.

Er erklärte, dass er versteht, warum ich es nicht möchte, es jedoch eine Zwickmühle erschaffen würde. Wenn er sich an meiner Bitte orientieren würde, gäbe es für mich den üblichen fahlen Geschmack, dass ich bestimmt hätte. Wenn er es tun würde, wäre er konsequent, was ich sehr genieße, und ich könnte dienen.

Man sollte dazu sagen, dass ich nun eine Woche intensiv Migräne hatte und es der zweite Tag ohne Schmerzen war und wir gestern zwei Hiobs Botschaften bekommen hatten, die uns sehr hart getroffen hatten und wir innerlich sehr wund waren.

Dazu kam, dass wir morgens Sport gemacht hatten und danach duschen gingen und ich mich rasierte und meine Haut total rot, empfindlich und schmerzhaft war. Ich weiß nicht, ob es vom Sport kam, dem neuen Rasiergel (Warum bringen die Drogerien auch ständig neue Düfte raus, da kann ich nicht widerstehen!), oder die Klingen einfach oll waren, jedenfalls war das Ergebnis, dass auch noch abends meine Haut zwischen den Beinen ganz überempfindlich war.

Mein Herr gab mir sehr deutlich zu wissen, dass ihm bewusst ist, dass ich innerlich und äußerlich wund bin und legte die Gerte weg, streichelte mich etwas weiter und schlug mir dann beherzt zwischen die Beine.

War ich überfordert?

Vorher hätte ich gesagt ja, aber akut merkte ich, dass es mir mehr gibt, dass mein Herr meinen Schmerz genießen möchte und ich dienen kann und darf. Es tat in dieser Hinsicht gut, auch wenn ich nicht ganz wußte, wohin mit meinen Gefühlen.

Einerseits musste ich mich zusammen reißen meine Beine weiterhin gespreizt zu halten und mich machte diese Aufgabe dieses mal fertig und kostete mich sehr viel Anstrengung, andererseits machte es mich ungemein stolz und es tat so gut mich wieder als Sklavin fühlen zu dürfen.

Ok, wenn ich ehrlich bin, nach einigen Hieben wünschte ich mir schon intensiv, dass mein Herr mich noch benutzen würde, damit es ein Ende finden könnte. Was vorher bereits weh tat, glühte nun umso mehr und ich kann gar nicht abschätzen, wie lange mein Herr noch Gefallen daran findet. 

Mein Herr weiß natürlich wie Schwanz-affin ich bin und triezte mich intensiv damit, dass er mich ja nicht ficken müsse und ich keinen Schwanz zu spüren bekommen müsse. Wenn er in mir kommt, ist es jedes Mal wie ein Ritterschlag für mich und lässt mich innerlich strahlen, weil mein Herr mir zeigt, dass ich mich gut anfühle und er mich genießt. 

Wenn er mir das vorenthält, nimmt er mir sehr viel und ich fühle mich unwürdig und beraubt zugleich. 

Er lamentierte darüber, ob er überhaupt in mir kommen möchte, oder doch lieber etwas Besonderes daraus machen möchte, indem er es mir vorenthält und als Luxus definiert, hatte dann aber ein Nachsehen und schenkte mir seinen Ritterschlag :)

Mir macht es auch im Nachhinein Sorgen, wenn ich daran denke, er könnte es ernst meinen und reglementieren, wann und wie häufig ich seinen Schwanz zu spüren bekomme. 

Dennoch ist es natürlich seine Entscheidung, sein Wille und ich werde mich fügen.



Dienstag, 1. Dezember 2020

Stille, oder Stillstand

Es ist still geworden, hier und in mir und um mich herum.

Es heißt immer, keine Nachrichten sind gute Nachrichten, weil es keine schlechten Nachrichten sind.

Stimmt.


Erst war es ganz schrecklich laut, weil wir stritten und arge Probleme hatten und nicht aufeinander zugehen konnten und weil wir uns gar nicht mehr verstanden, so gar gar nicht mehr, so dass jedes Wort vom Anderen missverstanden wird und gar nichts mehr ankommt, von dem, was der Andere sagt und gar nichts mehr durch die Mauern durchdringen kann und einfach nur noch Streß herrscht, Missgunst, Misstrauen und Missverständnisse.

Was bleibt dann?

Zwei Möglichkeiten.

Man geht auseinander.

Oder, man geht aufeinander zu, denn verharren kann man nicht lange.

Ich will gehen. In meinem Kopf habe ich meine Köfferchen gepackt, der Kater muss ja auch nicht mehr mit, er ist bereits ohne uns gegangen und hat uns zurück gelassen, also habe ich weniger Gepäck und ich schaue schon Wohnungen an und gehe im Kopf durch, was meine nächsten Schritte sein müssen und wie unendlich schwer sie sind.

Mein Herr ist auch ein Geher, allerdings ein auf-mich-zu-Geher. Er lässt mich nicht gehen, er hält mich fest. Erst versucht er es immer durch Appelle an mich, an meine Vernunft, an meine Loyalität, aber dafür ist es an dem Punkt bereits zu spät. Dann, das hat er wegen mir erlernt, schlägt er eine andere Richtung ein.

Er weiß, dass ich ein Gewohnheitstier bin. Er weiß, dass ich immer dienen möchte, gehorchen möchte und das so tief in mir verankert ist, dass ich nicht lange dagegen ankämpfen kann, also wird er ganz lieb zu mir, bedrängt mich nicht, sondern umsorgt mich und lockt mich. Versucht vorsichtig eine Kette anzulegen und wenn mein Widerstand zu groß ist und auch sein "Du magst und brauchst sie doch auch, ohne fühlst Du Dich doch gar nicht wohl..." nichts bringt, dann lässt er mir einen Tag mehr Zeit, umsorgt mich noch mehr, kümmert sich um mich, so dass ich nach und nach meine Mauern abbauen kann und wieder hervor schauen kann.

Danach ist aber durch den Streß und Streit ganz viel Brachland in mir, ganz viel kahle Wüste und ganz ganz viel Nichts.

Dann bin ich leer und hohl und muss mich nach und nach, Stück für Stück wieder neu aufbauen.

Dann mache ich, was ich eben machen muss, wie z.B. den Haushalt, die Einkäufe, für unser leibliches Wohl sorgen, Adventssachen vorbereiten, was man eben so macht und nebenbei kleine Geschenke für die Nachbarskinder für Nikolaus basteln, Französisch üben, Keksrezepte suchen... Alltag

Aber der alltägliche Alltag ist eben nicht genug und man muss sich doch gegenseitig den Alltag schöner gestalten, dafür führt man doch eine Beziehung? Damit man miteinander mehr ist, als wenn man alleine ist. Damit man miteinander glücklicher ist und schöne Dinge machen kann, die man eben nicht alleine machen kann, damit man sich wohl fühlt und das Leben führen kann, was man sich wünscht.

In unserem Fall haben wir, bevor wir zusammen gezogen sind beschlossen, dass wir mit Ketten leben wollen, in jedem Raum! Daher haben wir in jedem Raum Ösen angebracht. Also kettet mein Herr mich nicht nur nachts an, sondern auch tagsüber, damit ich auch mal eine Pause mache (-n muss) und weil mein Herr Ketten an mir mag.

Nackthaltung war immer ein tolles Thema, ist im Alltag aber schwerlich umsetzbar, also hatten wir uns auf XXXL Hoodies verständigt, mit Kuschelsocken. Funktioniert eigentlich wunderbar. Heute hingegen habe ich eine offene Strickjacke an, geht auch gut :)

Die reine Bodenhaltung haben wir nicht beibehalten. Warum? Weil der Platz vor dem Sofa, wo mein Kissen immer lag, für die Füße gebraucht wird, von denen die auf dem Sofa sitzen und weil es optische Unordnung macht und weil es meinem Herrn zu unflexibel ist, wie er sagt und weil... tut mir leid, ich weiß es nicht, verstanden habe ich es nie so ganz, jedoch geht es um das was mein Herr möchte, daher ist das Thema vom Tisch und wird nur ab und zu benutzt.

Man füllt eben so seinen Alltag und dann sitzt man da und hat nichts zu schreiben, weil man sich so still innen drin fühlt und macht sich Gedanken, warum es einen nicht so erfüllt, wie es sollte und man denkt zurück an Momente, wo man Dinge erlebt hatte, die man immer erleben und fühlen wollte und fragt sich, ob es sich damals auch so schal anfühlte?

Viele Dinge kann man so oder so machen.

Die gleiche Aktion kann immer komplett unterschiedlich sein, je nachdem, in welchem Rahmen sie passiert!

Ein schönes Beispiel dafür ist Filmmusik! 

Die gleiche Szene einmal mit lustiger Hillbilly Musik, oder mit spitzen Horrortönen präsentiert, macht einen großen Unterschied.

Wenn mein Herr mir abends die Kette anlegt, dann entsteht mit unter genau das Problem.

Es ist Alltag, wir machen das jeden Abend und es geschieht eben.

Wenn er es verbalisiert, hat es (hier kann ich nur für mich sprechen) für mich einen vollkommen anderen Effekt. Dann weiß ich genau, er macht es, weil er nicht möchte, dass er aufwacht und ich sonst wo bin und ich nicht ungefragt aufstehen kann und ich sowieso darum bitten muss, wenn ich aufstehen möchte.

Klar, wenn er es nicht sagt, habe ich es irgendwo auch im Kopf, aber ganz stumm leise im Hintergrund und schnell mal übersehen. Wenn er es ausspricht, dann legt man den Fokus darauf, ruft es sich in den Kopf zurück und empfindet es anders.

Das Funktioniert mit allem.

Wenn er mir sagt, warum er dies und das tut/fordert/möchte, spricht es meine innere Sklavin an, die ansonsten in der Ecke sitzt und meint, dass sie gerade irrelevant, klein und nicht anwesend ist.

Das ist auch der Grund, warum ich nichts zu schreiben hatte.

Meine innere Sklavin sitzt dauernd in dieser kleinen schummrigen Ecke und fühlt sich übersehen, nicht wahrgenommen, sie ist halt da und macht, was sie machen muss/soll.

Ich lief den Tag über nur in meiner offenen Strickjacke zuhause herum und mein Herr sagt, dass er es mag, sagt, dass meine Brüste schön sind, betont sogar, dass sie immer schön sind, aber heute eben gut aussehen mit der Strickjacke zusammen. 

Das ist viel, er versucht an alles zu denken und ich höre es mir dankbar an und versuche alle anderen Dinge auch korrekt zu machen, damit er sich gut fühlt und Grund hat mich zu loben, so dass ich weiß, dass es richtig ist, was ich tue.

Also verabschiede ich ihn mit extra weit gespreizten Beinen, kniend an der Türe, den Kopf auf dem Boden, wie er es mag und ich auch. Er krault meinen Kopf und lobt mich und ich fühle mich gut dabei, dann ist er auch schon weg und ich bin auf mich alleine gestellt. Es gibt immer genug zu tun, so ist es nicht, aber es fühlt sich hohl an.

Ich mache, was ich zu tun habe und als mein Herr zurück kommt, knie ich wieder extra weit gespreizt und er freut sich wieder und dann...

Irgendwie fühlt sich die Zeit im Moment so träge und langsam an.

Nichts passiert, also auch nichts schlimmes, dafür bin ich dankbar, aber es ist so langweilig.

Nach und nach werden die Kleinigkeiten, die wir im Alltag eingebaut hatten, damit es uns gegenseitig besser geht, weniger.

Heute keine Ketten außerhalb vom Bett.

Morgen könnte ich dann vielleicht wieder das Knien beim Verabschieden sein lassen und mich selber berauben.

Aber wie viel Wert hat es, wenn man nur selber Wert darauf legt? Wenn es gefühlt dem Anderen egal ist?

Immer den Anderen erinnern bringt auch kein Gleichgewicht in die Sache.

Und dann, wenn alles wieder abgeflaut ist und DS-technisch nichts übrig blieb und man sagt, dass man sich so nicht wohl fühlt, dann sagt der Andere, dass es ihm ja nicht anders ergehen würde und man fragt sich, warum es dann überhaupt abflauen konnte.

Alles so schwierig.

Fühlt sich schrecklich nach Stillstand an.

Wie ein Kreislauf, ein ewiger Kreislauf. Streit, Versöhnung und DS, DS wird nach und nach weniger, dadurch wird der Streit wieder mehr, es eskaliert, man will weg, die Versöhnung folgt und es geht von vorne los.

Und dann muss man aus dem Kreislauf ausbrechen.

Aber in welche Richtung?

Nicht meine Entscheidung, das entscheidet mein Herr, jedoch Drehe ich mich nicht noch eine weitere Runde mit. 

Wir hatten so viele Pläne, bevor wir zusammen zogen.

So viel im Kopf, was wir umsetzen und leben wollten.

Und jetzt? Jetzt fühlt es sich nicht so an, wie gewünscht und man sehnt sich nach Emotionen, die früher da waren und nun verblasst sind.

Wenn man Dinge ausspricht, hebt man sie hervor und macht sie realer.

Ich genieße es sehr, wenn mein Herr die kleinen Dinge, die er macht, verbalisiert. Ich hingegen schweige und genieße, statt es ebenso zu tun.

Vielleicht sollte ich beginnen auch mehr zu verbalisieren. Auch zu sagen, was ich besonders mochte und schön fand.

Bisher hielt ich mich sehr damit zurück, weil ich seinen Willen als meinen Fetisch habe und ihn nicht beeinflussen möchte, aber wir müssen einen neuen Kreislauf erschaffen und vielleicht braucht mein Herr auch einen Antrieb, indem er merkt, was er tut, kommt an und wird gesehen.

Dazu muss ich mir mehr Gedanken machen, weil es mir eigentlich widerspricht, aber eine stumm genießende Sklavin ist ihm vielleicht nicht deutlich genug.

Die Stille braucht mehr Emotionen.



Mittwoch, 4. November 2020

Früher und heute, heute und früher

 





Früher dachte ich, der Herr ist das Wichtigste für eine Sklavin, sie verehrt ihn wie einen Gott! Im Gegenzug vergöttert ein Herr seine Sklavin, sie ist sein wichtigster Besitz!

Heute denke ich mir, dass man oft genug an seinen Anforderungen nicht wächst, sondern scheitert, weil vieles nicht mehr denkbar ist, was früher möglich war, weil man nicht wußte, dass die Zeit ein Ablaufdatum hat und umso näher man diesem kommt, umso größer wachsen Probleme, Zweifel und Ängste, die einen dann lähmen, still legen und verkümmern lassen. An dieser Stelle wäre ein Ausbruch, ein Durchbruch von Nöten, dann sind die Zweifel aber bereits so groß, dass einem die Kraft fehlt und früher? Früher machte man einfach, dachte nicht kaputt, tat blind und trat blind einfach nach vorne, nicht wissend was kommt und sicher, ab und an stolperte man, oder stürzte man, aber was wenn nicht? Was, wenn man weiter kam, weiter und weiter?

Und heute glaubt man nicht mehr daran, dass man blind in die Dunkelheit muss, weil es eh nichts bringen würde und so verharrt man an der immer gleichen Stelle, schlägt Wurzeln und verknöchert.

Aber was, wenn man ein wenig Mut zusammen klauben kann, wenn man etwas Energie sammeln und doch noch einen Schritt in die ungewisse Dunkelheit namens Zukunft wagen kann? Was kann schon schief gehen? Was kann schon schlimmes passieren? Höchstens, dass man erschrocken bemerkt: Es ging ja doch!



Sonntag, 1. November 2020

Halloween!

 Mir egal, ob viele in Deutschland denken, dass Halloween nicht nach Deutschland gehört, kann ja nicht jeder nackt in der Walpurgisnacht unterm Vollmond tanzen!


Eine gute Alternative ist dann eben Halloween, vor allem, wenn das Wetter kühl ist, es nieselt und regnet, dann ist eine einsame Waldlichtung im Adamskostüm nicht so einladend :)


Vor ein paar Jahren kam ich auf die glorreiche Idee mich als Werwolf im Schafspelz zu verkleiden.





Mittlerweile hat es Tradition und ich mag gar nichts anderes mehr machen!


Jedes mal ist es ein wenig anders, mal gruseliger, mal niedlicher, mal haariger, mal knuffiger. Dieses Jahr wurde ich gefragt, ob es ein Zombie-Werwolf ist, da das Foto im Auto aufgenommen wurde und die Lichtverhältnisse waren unterirdisch, aber egal, auch das teile ich gerne :)





Denn, regelkonform mit Corona, haben wir das Auto mit Kürbissen, leuchtenden Skeletten, Kürbisgirlanden und vieles mehr geschmückt, vollgestopft mit Snacks und Getränken und dann ging es ab ins Autokino!

Gezeigt wurden Halloween 2000 und dawn of the dead. Toll! Ich hatte riesigen Spaß und an der Leine stört sich dort auch keiner :)

Vorab habe ich meinen Herrn als Zombie schminken dürfen und das machte mich sehr stolz, aber mein kritischer Geist war mit dem Ergebnis nicht vollkommen zufrieden. Für das nächste Jahr muss ich mehr üben. Ihm gefiel es gut und darauf kommt es an, würde ich ja gerne denken.


Mein Herr hatte unabhängig von Halloween eine tolle Idee und gab mir eine Position vor, in der ich die Manschetten an- oder abgelegt bekomme, so kann ich ihn dann auch demütig daran erinnern, oder darauf aufmerksam machen.

Ich knie auf dem Boden, Stirn auf den Boden, Ärschle halb hoch, Beine weit gespreizt, Hände auf den Rücken, so dass er gut dran kommen kann und wenig Mühe hat. Unbewusst hatte ich bereits beim ersten Mal die Knöchel aufgestellt, so dass mein Herr ohne Behinderung auch die Manschetten dort herum legen kann, und prompt bekam ich ein Lob :)

Wenn er fertig ist, gibt er mir ein Küsschen auf meine Backe und dieser mini kleine Moment ist mein heimliches Highlight :)

So hat er, wenn er sie anlegt oder abnimmt, eine schöne Aussicht und kann ganz nebenbei noch kontrollieren, oder eine Wartung einleiten, oder einfach genießen, was er sieht :)


Und nun gehen wir noch eine kleine Runde spazieren, in der Dunkelheit und vielleicht sehe ich den Mond irgendwo aufblitzen. Im Autokino gestern stand er voll und grell am Himmel und das an Halloween, ich war soooo begeistert!




Donnerstag, 29. Oktober 2020

Öhrchen-Liebe

 



Ich war so überrascht und happy, als ich beim Einkaufen heute passende Öhrchen für meinen Schaf-Pulli fand und mußte sie natürlich direkt mitnehmen.

Unterwegs mit Pulli, Öhrchen und Leine, fühlte es sich niedlich an und gefiel mir richtig gut, jedoch mussten wir noch in einen anderen Laden und dafür legte ich sie ab.

Mein Herr fragte nach, warum ich sie nicht anbehalten möchte.

Es gibt Menschen, die stehen gerne im Mittelpunkt und genießen es. Ich gehöre definitiv nicht  dazu!


Vor ein paar Wochen waren wir in einem Drogeriemarkt und dann schwebte ein junges Ding rein, auf High Heels, die Hot-Pants ließ beide Backen frei, das Oberteil bedeckte nicht den kompletten Busen, geschminkt war sie wie eine Drag Queen und gestrahlt hat sie, wie ein Stadion, bei einem Love-Song!

Wow!

Also flitzte ich zu meinem Herrn und sagte, er muss uuuunbedingt diesen Arsch sehen!

Sie war höchstens Mitte 20 und gut gebaut. Alle gafften sie an und sie genoss es sichtlich, suhlte sich darin und sog es auf, wie ein Schwamm.

Mein Herr wollte nicht, es interessierte ihn nicht weiter, kein Interesse. So kenne und liebe ich ihn :)

Ich genieße es, dass er sich für vollkommen andere Sachen begeistert und nicht so ein Glotzer ist.

Also wuselten wir weiter durch den Laden und eher zufällig begegneten wir ihr abermals und mein Herr fand sie gar nicht so atemberaubend wie ich. Naja, die Reaktionen der Anderen war jedenfalls eindeutig und ich bin eher so die Person, die keine Beachtung möchte und lieber im Hintergrund verschwindet, also erklärte ich knapp, dass es mir unangenehm ist, die Ohren in der Öffentlichkeit zu tragen.

Mein Herr weiß genau was ich mag und somit bestach er mich mit einem Minion-Ü-Ei! 

Wie hätte ich da nein sagen können?

Ich habe mittlerweile eine Taktik entwickelt, wenn ich leider auffällig sein könnte, so dass es möglichst unauffällig rüber kommt.

Tue so, als sei es vollkommen normal! Sagte bereits der Tod in der Scheibenwelt. Wenn Du so tust, als sei alles normal, trauen die Anderen ihren Augen nicht und beachten es nicht weiter. Also Kopf hoch, Brust raus, normal schauen und keinem ins Gesicht blicken, weil alles andere wichtiger ist und schritt ich zielstrebig zu den Einkaufswagen und startete.

Es war hmm ok.

Natürlich bemerkte ich, dass manche grinsten und tuschelten, aber ich glaube nicht, dass sie mich für irre hielten. Hmm naja, vielleicht ein wenig, aber keiner alarmierte eine Anstalt. Die meisten Blicke sahen eher aus, als würden sie sich freuen und es niedlich finden, aber nicht zu abgedreht, jedenfalls rede ich mir das nun ein :)

Ganz ehrlich, unser aller Leben ist im Moment so trübsinnig, da kann ein wenig Lebensfreude doch nicht schaden und gute Laune auch nicht. Wenn alle sich wirklich so kleiden würden, wie sie gerne würden, die Welt wäre so viel bunter und schöner, vielfältiger und bestaunenswerter, die Menschen hätten gute Laune, weil sie sich besser fühlen würden und wären entspannter, aber statt dessen leben wir in künstlich erschaffenen Zwängen, ohne dass sich auch nur ein Bruchteil damit wohl fühlen würde.

Warum eigentlich?

In Japan glaube ich, oder einem anderen asiatischem Land, galten Pyjamas als Luxus, da nur reichere Leute sie sich leisten konnten und so gingen sie damit vor die Türe, um zu zeigen, dass sie sich diesen Luxus leisten können und nicht nur Klamotten für draußen haben, sondern wirklich und wahrhaftig einen Schlafanzug besitzen.

Das wurde nach und nach zur Mode, bis es überhand nahm und fast keiner mehr etwas anderes trug und sie dann verboten wurden, zumindest draußen. 

Ich mag diese Story so gerne und fände es viel schöner, wenn es ein weltweiter Trend geworden wäre!

Aber nein, wir leben verkniffen in einheitlichen Klamotten und lediglich der Schnitt und die Farbe dürfen ein wenig abweichen, ansonsten hagelt es Blicke, Aufmerksamkeit und schlimmeres.

So und ich lasse sie nun auf und fühle mich wohl damit und niedlich und knuffig und werde geflauscht!



Dienstag, 27. Oktober 2020

(K)ein Throwback-Tuesday

 Die Kategorie Throwback-Tuesday ist ein zweischneidiges Schwert, da man nie genau weiß, wohin die Zeitreise einen entführt.

Meine Vergangenheit ist leider nicht so rosarot, als dass ich immer bereit bin, dieses Risiko auf mich zu nehmen und somit findet es eher statt, wenn ich gute Laune habe und die habe ich derzeit leider nicht sooo dolle.

Nichtsdestotrotz habe ich gerade Lust zu schreiben :) 

Meinem Herrn ging es fürchterlich auf die Nerven, dass jedes Schloss einen einzelnen Schlüssel hat, so dass er bis zu sechs verschiedene heraussortieren musste. Zwar haben wir sie markiert (Jedes Schloss hat einen farbigen Nagellack-Punkt in einer eigenen Farbe und der dazugehörige Schlüssel ebenso, so dass man sie sofort erkennt), dennoch ist es eine enorme Fummelei und somit bestellte er gleichgeschlossene Schlösser, die alle mit einem Schlüssel aufgehen. Da sie ihm so gut gefallen, besorgt er vielleicht noch einen Satz :)





Und das ist mein Napf. Das kam so:

Wir waren in einem Tierbedarfladen, weil mein Hamster ein passendes Transportkistchen brauchte und ich streunerte direkt zu den Leinen und Halsbändern. Ich liiiiieeeebe Leinen und Halsbänder und könnte Stunden damit verbringen in Tierläden herumzustöbern, sie anzufassen und mir vorzustellen, wie sie sich um meinen Hals wohl anfühlen würden und wie es wohl aussehen könnte.

Mein Herr ging allerdings zu den Näpfen.

Mein Persönlicher Graus!

Näpfe sind furchtbar unpraktisch. Man beugt sich runter, muss sich einen Haps schnappen, ohne die Nase zu brechen und ohne, dass er allzu sehr verrutscht. Dann kann man sich kauend aufrechter hinsetzen und schlucken, muss sogleich sich wieder vorne über beugen, um den nächsten Happen zu bekommen, quetscht sich damit das Bäuchlein, was unangenehm ist und es geht von vorne los.

Ich mag es nicht, dementsprechend kritisch beobachtete ich meinen Herrn dabei, wie er die Näpfe studierte. Zwischendurch tappste ich zu den Leinen und Halsbändern, schnappte mir hier ein Tütchen voller getrockneter Möhrenstücken und eins mit Erdnüssen für den Hamster, legte noch eine neue Trinkschale dazu, da der Hamster ein Zwerg ist und der Rand der alten Schale zu hoch war und ging schauen, was mein Herr so trieb. 

Noch immer war er bei den Näpfen!

Als er mich bemerkte, legte er einen in mein Körbchen und sagte, dass ich den nun kaufen werde. Keine Diskussion!

Da steht er nun auf dem Schreibtisch meines Herrn. Gestern lagen Kekse drin (nein, ich habe keine davon bekommen) und heute lagen die Schlüssel drin, wobei ich für das Foto die Schlösser rein legte, weil ich sie sooo schön finde :)

Ein hübscher Napf! 

Am Besten gefällt mir, dass er auf dem Schreibtisch meines Herrn steht und ich ihn nicht benutzen muss :)

Und weil ich sooo viel Näpfe geschrieben hab, ist mir doch ein Throwback-Tuesday Bild dazu eingefallen :)





Nein, ich stehe nicht auf Pet Play, ich habe es mal versucht, so wie ich alles mal versucht habe :) 

Meine Versuchs-Liste ist wirklich lang, da ich denke, man weiß ja nie, was einem so gefallen könnte, also macht man es mal und so gehörte auch Pet Play auf meine Liste, aber neee, passt nicht.






Ich verhalte mich nicht gerne wie ein Tier, zwar werde ich gerne so behandelt, bin gerne das Schoßhündchen meines Herrn, aber mich wie ein Hund benehmen? Nein danke und wie eine Katze auch nicht, oder ein Schaf, oder ein Koala. Höchstens wie ein Quokka, aber das ist eine andere Geschichte! 

Sonntag, 25. Oktober 2020

Schwieriger Alltag

Ich finde es in der momentanen Zeit recht schwer keine Trübsal zu blasen.

Das Dauerthema Corona wird wieder schlimmer und damit wächst auch unsere Angst täglich ein Stück mehr und die Einschränkungen werden auf Dauer spürbarer, wie zum Beispiel, wenn man geliebte Menschen im Krankenhaus besuchen möchte und nur einer hinein darf. 

Na gut dass es Handys gibt, so dass man ja doch ein wenig "dabei" sein kann, aber es ist natürlich unvergleichbar und somit saß ich nun regelmäßig im Auto und wartete auf meinen Herrn.

Ehrlich gesagt hatte ich große Freude! Vorab packte ich mir ein Körbchen mit etwas zu trinken, Büchern, Zeichenutensilien und Strickzeug. So kam es, dass ich total überrascht war, wenn mein Herr zurück kam und die Zeit bereits um war.

Wenn ich nicht angebunden war (was lediglich einmal vorgekommen ist), bin ich mit meiner Kamera herum gestreunert und machte wundervolle Herbstbilder, aber nachdem er mich eingesammelt hatte, wurde ich konsequent angeleint.



Aber keine Sorge, ich hätte den Knoten auch so gelöst bekommen. Es geht ja eher um die mentalen Ketten.



Was mir mehr ausmacht ist, dass man nicht so einfach in ein Café gehen kann, weil man Angst vor einer Ansteckung haben muss, also bleiben wir so gut es geht immer zuhause, oder gehen spazieren, an möglichst unbesuchten Orten, wie zum Beispiel in Wäldern.

Früher fuhr ich sehr gerne zum Flughafen, holte mir einen Starbucks Getränk und stellte mich auf die Aussichtsplattform und sah den den gigantischen Metalldosen dabei zu, wie sie sich aller Widrigkeiten zu trotz in die Luft begaben und obwohl ich weiß, warum Flugzeuge fliegen können, faszinierte es mich jedes einzelne Mal, dass es wieder aufstieg, mit den X Tonnen Gewicht!

Es ware Selbstmord, wenn ich heute ähnliches versuchen würde und so bezirzt mein Herr mich, indem wir öfter einen Ausflug zum Wald machen und dort bis zur Autobahnbrücke wandern, um uns dann darauf zu stellen und den Autos nachzusehen. Es ist zwar kein Vergleich, aber der Versuch etwas Normalität zu erleben, etwas anderes zu sehen und wenn dann ein Auto oder ein LKW hupt, die Fahrer winken und ein Peace mit Handzeichen hoch halten, dann sind auch das Glücksgefühle, Freude und ein großer Spaß :)

Beim letzten Mal packte er plötzlich die Leine aus und legte sie mir an. Meine Gefühle sind dann ein großes Wirr Warr. Einerseits bin ich stolz und könnte platzen, möchte mich zu seinen Füßen knien und ihm zeigen, wie gut es mir gefällt, dann spielt jedoch noch die Sorge mit, dass es uns Probleme machen könnte oder negative Reaktionen hervor ruft, denn Fußgänger, Spaziergänger mit Hunden tummeln sich dort nicht wenige.

Der Stolz und die Freude überwiegen allerdings schnell und so strahle ich und ärgere mich, sobald sie wieder abgenommen wird.

Klar begegnet man dann auch mal jemanden. Ob mein Herr die Leine dran lässt, ist für mich nicht vorhersehbar. Ich persönlich denke, dass im Wald eine Frau mit Leine nichts sooo tragisches für Erwachsene ist. Wenn es stört, kann man sie schnell ignorieren, da sie sehr unauffällig ist und dass alles freiwillig stattfindet sieht man ja alleine schon daran, dass wir uns leise und normal unterhalten.

Lustigerweise bekommt man im einsamen Wald eher eine Reaktion, als in einer Großstadt, in einem Menschenpulk. Wobei, bis auf Blicke und ab und an mal eine Frage wie: "Macht ihr was? Kann ich mitmachen?" kam bisher nicht vor, bis auf einmal, als eine Frau die Polizei informiert hatte, weil sie annahm, dass ich entführt wurde. 

Keine Problem, im Gegenteil, ich fand das sehr wichtig und gut! 

Unangenehme Reaktionen jedenfalls blieben bisher aus, eher ist es ein verhohlenes Interesse, oder desinteressiertes Wegblicken.

Ansonsten ist unser Alltag träge und langweilig. Die Tage gleichen sich sehr.

Mein Herr mag mich derzeit nicht wirklich mitnehmen, wegen den steigenden Zahlen und zuhause läuft alles recht routiniert.

Ich trage permanent zuhause die vier Manschetten und wenn wir doch mal einkaufen gehen, nimmt er alle ab, damit sie gereinigt werden können, oder nimmt lediglich die an den Knöcheln ab.

Praktisch ist für ihn, dass er so nachts einfach meine Hände zusammenbinden kann und wahlweise auch am Halsband befestigen kann, natürlich zu der normalen Kette dazu, die am Halsband ist.

Die Nackthaltung ist wieder übergegangen in eine halbe, wie im letzten Winter. Dann darf ich einen XXXL Hoodie tragen und dicke Socken.

Die Bodenhaltung schleift sehr übel herum und wird kaum wahrgenommen.

Aber irgendwie ist derzeit alles gefühlt nur so halblebbig und larifari. Sehr unbefriedigend und zu gleich fehlt der Antrieb es zu ändern.

Gestern kam mir der Gedanke, dass wir uns vielleicht zu viel auf Einmal vornehmen und langsamer Regeln/Rituale einführen sollten. Nicht x in einem Wusch, sondern eine neue Regel und sobald sie gut funktioniert und ins Blut übergegangen ist, erst die nächste. So verhuddeln wir uns dauernd und vergessen hier und da eine, sind dann demotiviert und schmeißen eher andere auch noch über den Haufen. Das ist aber, wie alles andere, die Entscheidung meines Herrn und so trug ich ihm meine Gedanke vor. 

Ich habe mir nun jedenfalls vorgenommen, wenn mein Herr mich nicht mitnimmt zu einem Termin, ihn darum zu bitten, in der Zeit einen Spaziergang oder eine kleine Fahrradrunde drehen zu dürfen, so dass ich auch etwas raus komme, ohne mit Menschen zusammentreffen zu müssen.

Dann schmeckt der Tee auch umso besser, wenn man nachhause zurück kehr!



Donnerstag, 8. Oktober 2020

Alltag kann fesselnd sein

 Im Moment läuft es wirklich gut, vielleicht kommt daher mein Bedürfnis mich nicht mitteilen zu müsssen, denn ich bin eine Frustschreiberin. Dann schreibe ich, was ich nicht aussprechen kann.

Wenn es mir gut geht hingegen, dann verweile ich in diesem zufriedenem Gefühl und bin gerne auch für mich :)


Ich weiß gar nicht wodurch es genau zustande kam.

Irgendwie hatten wir durch den Kater eine sehr schwere Zeit und ich hatte meine Gefühle und Befürnisse komplett zurück genommen, um in der Trauer für meinen Herrn vollkommen da sein zu können und nach ein paar Wochen konnte ich auch nicht mehr, wollte ich auch nicht mehr und sprach klar aus, dass es so nicht funktioniert für mich.

Es fühlte sich an, als würde unsere ganze kleine Welt auf meinen Schultern lasten. Schrecklich!

Dann näherten wir uns etwas an, neutral eher, wieder auf Zehenspitzen schleichend und versuchten uns gegenseitig zu unterstützen, aber eher kühl, wie Freunde die sich mögen, aber nicht mehr sind und in der Phase konnte ich ein wenig Kraft tanken, was jedoch nicht genug war.

Wer meinen Blog verfolgt weiß, wie wichtig mir DS und TPE ist. Wie sehr ich eine vorgegebene Tagesstruktur von meinem Herrn brauche und wie viel Kraft und Mühe es mich kostet, wenn ich ohne auskommen muss.

Dementsprechend ausgebrannt war ich und brachte auch das dann klar zum Ausdruck, verglich mich mit einer Kerze, die von beiden Seiten abgebrannt wird.

Irgendwas hat das in meinem Herrn angestoßen und wir hatten in der folgenden Nacht unglaublich guten Sex, der längst überfällig war. Drei Orgasmen später, nachdem ich nur noch Tierlaute von mir geben konnte und wieder zurück zur Sprache finden mußte, war auch meine Angst und meine Sorgen zurück, dass es am nächsten Morgen wieder weg sein könnte und das formulierte ich auch.

Wahrscheinlich ist es einfach ungemein wichtig, dass man in seiner Beziehung immer wieder Ängste anspricht, so dass der Andere weiß, warum man wie handelt und was in einem vorgeht und warum man vielleicht auch mal überreagiert oder besser noch, vorher mit diesen Wissen solche Situationen vermeiden kann.

Jedenfalls kam es so, dass wir zu unseren alten Regeln zurück gefunden haben. Ich trage also permanent die Ledermanschetten um die Knöchel und an den Handgelenken, mit den dicken Schlössern, weil mein Herr mag, wie sie klappern und mich behindern.

Nachts gibt es wieder kontinuierlich die Kette ans Halsband und manchmal zusätzlich an einen oder beiden Füßen. Keine Möbel, außer mit einer Erlaubnis meines Herrn, dafür muss ich entweder neben dem Möbelstück warten, bis er es mir gestattet und bedanke mich dann artig dafür, oder ich bitte höflich mit Anrede darum.

Im Büro hat mein Herr einen neuen Ring angebracht, so dass ich auf dem Kniekissen, oder dem Lesesessel auch angekettet Zeit verbringen kann, was mich zusätzlich davon abhält einfach aufzuspringen und Arbeiten zu verrichten, obwohl es meinem Herrn lieber wäre, wenn ich eine Pause machen würde.




 Die Nackthaltung ist auch wieder ein Thema, wobei Socken ausgenommen sind, neben der Wohnungstüre ein Hoodie hängt, falls der Postbote oder sonst wer klingelt und ich ansonsten darum bitten muss, etwas anziehen zu dürfen. Mein Herr ist sehr gnädig und sagt fast immer ja, was mich ein wenig missmutig stimmt, da ich ja eher auf Strenge stehe und er hm recht weich ist und immer möchte, dass es mir gut geht und nach wie vor haben wir verschiedene Vorstellungen von dem was mir gut tut :)

Es fühlt sich gut und natürlich an wieder Regeln und Verbote zu haben und ich genieße diese Freiheit, denn nichts anderes ist es für mich, die Freiheit seinen Willen abzugeben, die Freiheit bitten zu dürfen, die Freiheit nicht tun zu dürfen, die Freiheit untergeben zu sein, die Freiheit sich als Besitz fühlen zu dürfen und diese Freiheit spüre ich umso mehr, umso mehr mir verboten und weggenommen wird. 

Wir haben auch den Standard-Tee und das Standard-Duschgel angepasst. Nur zur Erklärung, ich habe eine Vorgabe als Standard, wenn ich brav bin und frage, bekomme ich auch etwas anderes, ansonsten darf ich das benutzen, ohne fragen zu müssen und als Strafe kann es gut und gerne mal passieren, dass ich Tee, Duschgel oder sonstwas bekomme, was ich nicht mag, mir nicht schmeckt usw.

Beides wurde herbstlicher und ich bin meinem Herrn sehr dankbar, dass ich etwas Neues bekommen habe :)

Nächste Woche geht es zur Kontrolle kurz ins Krankenhaus, was uns immer vor eine kleine Hürde stellt.

Heute holte ich die Einweisung ab und dachte, ich muss nur kurz den Zettel einsammeln, weil ich gestern schon angerufen hatte, also trug ich die Manschetten unter meiner Kleidung.  Bei dem Pulli sieht man nichts, weil die Ärmel ja auch recht weit sind, bei meiner Strumpfhose hingegen gab es verdächtige Ausbeulungen, also huschte ich schnell in Schlappen rüber und rief wie geplant an, dass ich vor der Türe stehe, wie x andere auch. Normalerweise wird einem dann kurz das Abzuholende heraus gereicht und fertig, aber am Tel. wurde mir gesagt, der Arzt möchte noch kurz mit mir reden und so stand ich da in hellrosa Crocs und darüber die knorkelige Strumpfhose, die sehr deutlich zeigte, dass was darunter ist. Ok, ich hatte die Idee zu behaupten, es seien Gewichte bla blubber, aber es fragte keiner und schon nach 30min durfte ich in meinem "schicken" Outfit rein und ich setzte mich innerlich bibbernd hin und hoffte sehr, dass nichts auffallen würde, oder die Schlösser an den Handgelenken klappern würden.

Ich musste nur ein paar Fragen beantworten und war schon dabei eilig Richtung Türe zu tapsen, als er mich noch nach einer Grippeschutzimpfung fragte und es schoß direkt panisch aus mir heraus: "NEIN!"

Dafür hätte ich ja meinen Pulli ablegen müssen...

Außerdem habe ich eine schreckliche Nadelphobie...

Eine kleine Diskussion entstand, weil ich zur Risikogruppe gehöre und es dieses Jahr besonders wichtig ist und mein Arzt macht sich rührend viele Sorgen um mich, wofür ich ihm sehr dankbar bin, er ist ein guter Mensch!

Dann rannte ich fast schon mit meinen Unterlagen heim und war sehr froh, dass nichts angesprochen oder bemerkt wurde :)

Mein Herr ist nun öfter alleine unterwegs, weil die Corona Zahlen stetig steigen und er sich wieder viele Sorgen um mich macht und nicht möchte, dass ich unterwegs bin. Wir gehen dann eher abseits in der Natur spazieren und ich lebe recht zurückgezogen, aber mit vielen leckeren Teesorten, Flauschesocken und XXXL Hoodies :)

Das Krankenhaus macht mir hingegen arge Probleme.

Klar nehme ich mir wieder ein Kuscheltier mit (was immer bei den Untersuchungen und OPs dabei ist) und ein Kuschelkissen, aber ich vermisse dann meine Ringe und Ösen, an denen ich festgebunden schlafe, meine Ketten und die Manschetten, meinen Status und ganz ehrlich, es nervt mich immer wieder, wenn ich mit Stinos Umgang habe, die mich als normale emanzipierte Frau sehen und gar nicht mitbekommen, wie anders ich ticke und wie unangenehm mir daher gewisse Situationen, Fragen und Gespräche sind.

Aber da hilft nichts, da muss man durch und versuchen, es so angenehm wie möglich zu gestalten und immerhin habe ich es nun schon so hinbekommen, dass ich nur eine Nacht weg bin :)

Danach hat sich mein Herr vielleicht etwas schönes für uns einfallen lassen, so dass wir ein wenig standesgemäß feiern können :)




Dienstag, 6. Oktober 2020

Throwback Tuesday (6)

 Es ist im Moment etwas ruhiger im Blog und diese Kategorie habe ich auch ein wenig schweifen lassen, aber nun muss ich mich ein wenig aufraffen und mal wieder etwas schreiben, wenn auch nicht viel.






Warum gerade das hier?

Eigentlich ist es ein Dankeschön :)


Mein Ex-Ehedom stand total auf Dessous und Heels. Ich musste zeitweise permanent Strapse tragen. Schuhe mussten mind. 8cm Absatz haben und noch einiges anderes.

Das Dankeschön geht an meinen jetzigen Herrn und Besitzer, weil er all das uninteressant findet, weil ihm innere Werte und meine Erziehung wichtiger sind. 

Selbst wenn ich mir Etwas schickes anziehen würde, hätte er mehr Freude daran, wenn ich ein wenig Französisch (in Schrift und Sprache) lernen würde.

Durch ihn fühle ich mich nicht wie eine Barbie, die man in Klamotten quetschen kann und dann Freude an ihrem Aussehen hat, ohne dass der Mensch von Interesse wäre, am Besten, indem man auch noch einen Knebel verordnet, so dass man gar keinen Mucks mehr von sich geben kann.

Klar, für den Moment, einen gewissen Zeitraum, kann das Spaß bringen, aber wenn es überhand nimmt und man das Gefühl hat, es ist eigentlich egal wer in der Kleidung steckt...

Ich bin froh, dass er meine natürliche Art mag, die eher auf Nackthaltung steht, als auf Dessous und High Heels. 

Ich bin froh, dass er bei neu gekauften Schuhen auf die Farbe achtet, die mein buntes Wesen spiegelt, und nicht die Absatzhöhe.

Ich bin froh, dass er mich als Mensch liebt, schätzt und unterstützt und ich mir keine Gedanken machen muss, ob er andere Frauen interessanter findet, oder fremdgehen würde, weil ich weiß, dass er auf so kurzweilige Dinge keinen Wert legt und mit mir zufrieden ist.

Für all das und noch so viel mehr bin ich dankbar!

Ich genieße den Gedanken, dass er mich nackt vor sich kniend anziehender findet, als jede andere Frau, egal was sie trägt und wie heiß sie darin aussehen mag, einfach weil er den Mensch mit im Blick hat und das ist unbezahlbar und macht mich unendlich stolz.

Merci beaucoup, Monsieur!



Sonntag, 20. September 2020

Neuerschaffung aus der Asche






Es fühlt sich an, als wären die unsere Beziehung bis auf die Grundmauern niedergebrannt.
Als müsste man nun, quasi von vorne beginnen und am Stark befindet sich lediglich eine Freundschaft, ein sich leiden können und gut miteinander klar kommen, wenn man vorsichtig miteinander umgeht.

Sobald man nicht aufpasst, etwas zu hartes sagt, einem etwas heraus rutscht, gibt es eine Kettenreaktion und die Wut und alle anderen Emotionen kochen über.

Da ist einfach so viel aufgestaut...

Unser Bindeglied fällt weg, was auch bedeutet, dass unser kleiner Welt-Schönermacher weggefallen ist, was auch beutetet, dass wir mit allem hadern und dauernd sagen, auf was wir keine Lust haben und nie sagen, auf was wir Lust haben, weil wir keine Lust mehr haben.

Ich möchte mich verkriechen in sinnlose Tätigkeiten, die den Kopf so weit beanspruchen, als dass ich genug abgelenkt bin.

So funktioniert es allerdings nicht und das hat mein Herr erkannt und einfach mal begonnen langsam wieder das Beziehungshaus aufzubauen.

Dann gehen mir Gedanken durch den Kopf wie "Phönix aus der Asche" und "Kali- man muss zerstören um neue Dinge erschaffen zu können" und ganz viel wie "Ich habe einfach Angst, dass es wieder ein Rohrkrepierer ist, dass es wieder endet, bevor es beginnt, dass es endet, wenn ich beginne mich zu entspannen und wohlzufühlen!"

Also ganz viele Ängste und Sorgen und ganz wenig Entgegenkommen von meiner Seite.

Andererseits war es ganz interessant zu merken, dass ich gehorche, noch bevor ich darüber nachdenke. 
Wenn mein Herr sagte, ich solle das und das machen, dann machte ich es und erst dabei bemerkte ich, dass ich doch eigentlich zu sehr Angst davor hatte es zu tun und mich eigentlich weigern wollte und zeitgleich merkte ich, wie gut es tut zu folgen, wie wohl ich mich damit fühle und entschied mich, wenn sich etwas gut anfühlt, dann sollte man es auch machen und erst einmal nicht daran denken, was sein könnte wenn...

So kam es ganz langsam Stein für Stein zurück.

Ich traute mich dann zum Beispiel meinem Herrn zu schreiben, als er unterwegs war, dass ich mich verloren und alleine fühle (so ohne meinen kleinen Schatten) und haltlos, so haltlos.
Er reagierte vorbildlich, begann mich abzulenken mit der Frage, warum ich Möbel benutzen darf, warum ich gerade auf dem Stuhl sitzen darf, warum es mir etwas ausmacht, wenn ich Möbel benutze und als er dann keine Zeit mehr hatte, wieder arbeiten mußte, da ließ er mich nicht einfach zurück, sondern gab mir die Aufgabe über meinen Schreibtisch, ein Möbelstück das ich liebe und es dennoch ungerne benutze, zu schreiben.

Er nahm dann später was ich geschrieben hatte und sponn eine Regel daraus.

Möbel benutzen ja, aber nur wenn ich gefragt habe und eine Erlaubnis bekam, also immer vorher fragen, natürlich mit Anrede.

Eine kleine Regel, ein kleiner Halt, eine kleine Sicherheit.

Anfangs fällt es ihm leichter auf die Einhaltung zu achten, später mir, wir ergänzen uns da gut.

Ja und Nein Antworten nun bitte auch mit Anrede versehen, so ging es weiter, wobei da jeder mal merkt wenn es fehlt und ganz oft keiner, vermute ich.

Wir haben unseren Kopf noch immer voller Trauer und Lücken und fehlenden Anblicken, die einem aufstoßen, wenn man in der Wohnung herum schaut.

Man liegt abends im Bett, merkt dass noch wer fehlt und schon fällt einem auf, dass man nicht mehr warten muss und liegt da alleine, nebeneinander und fühlt die Leere neben einem, deshalb greife ich nun rüber und ziehe den Arm meines Herrn zu mir rüber und er rückt nach und kuschelt sich an mich. Vereint in der Einsamkeit.

Wir haben ja nur einander, könnte man sagen, aber das klingt so abschätzig, so negativ, wenn einander haben ist doch sehr viel.

Wir haben unsere gemeinsamen Erinnerungen an den Kater und vor allem haben wir uns, denn nicht jeder kann sagen, dass er in diesem Bereich seinen Partner findet und seine Bedürfnisse ausleben kann.
Also so gesehen müssen wir das uns wieder neu entdecken, denn es ging verloren, bei all dem Streit und den vielen Problemen.

Ich sitze dann zum Beispiel da (nachdem ich gefragt hatte ob ich darf) und frage mich, warum mein Herr diese Regel fordert. Unterstelle ihm direkt, dass er es für mich getan hat, nicht für sich.

Das ist meine Macke, eine davon, immer anzunehmen, dass mein Herr (egal welcher) es für mich tut, damit ich Ruhe gebe und mich gesehen fühle, nicht weil er es sich wünscht, es ihm auch Spaß macht, oder er es gar selber braucht!

Wir nennen es das Spaghetti Bolognese Problem, weil mein Ex-Herr es anhand von Spaghetti Bolognese beschrieben hatte:
"Ich mag Spaghetti Bolognese und deshalb koche ich sie mir und Du bekommst sie auch zu Essen, dann kannst Du natürlich denken, dass ich es für Dich gekocht habe, aber die Wahrheit ist, dass ich Spaghetti Bolognese gerne esse und wenn Du es auch gerne isst, dann ist das Dein Glück, ein guter Zufall, mehr aber auch nicht."

Mein Ex-Ehedom, mit dem ich 15 Jahre zusammen war, war eben anders und daher stammt diese Macke, wobei ich da nicht weiter drauf eingehen möchte.

Also habe ich mir angewöhnt zu fragen, warum er es fordert/wünscht/möchte.
Natürlich könnte er seine Antwort auf mich abstimmen, damit ich keinen Verdacht schöpfe, aber das wäre eine fiese Unterstellung und umso wortreicher er seine Sicht beschreibt und erklärt, warum er so handelt, umso mehr Vertrauen kann ich fassen und umso besser kann ich mir das nächste mal die Frage selber beantworten, bzw. im Keim ersticken und mir selber sagen, dass er es für sich tut, weil...

Ein anderer Stein wurde verbaut, indem er eine Ecke im Büro mit dem Kissen versah und eine Öse mit Kette ins Regal bohrte, dazu ein paar Schlagwerkzeuge legte und ein Glöckchen, mit dem er mich rufen kann. (Was bin ich froh, dass er das Elektroschock-Halsband nicht mehr im Kopf hatte)

So erschaffen wir ein neues Beziehungsgebäude, nur hoffentlich stabiler, ohne unseren kleinen Helfer und Vereiner, aus eigener Kraft und doch irgendwie mit dem Gedanken: "Wir haben ja nur noch uns", aber auch mit diesem: "Wow, wir haben uns!"

Das frühere Gefühl, alles miteinander bewältigen zu können, alles miteinander schaffen zu können, wir gegen den Rest der Welt, das könnte so langsam zurück kommen, aber das liegt noch in der Zukunft und derzeit kämpfen wir mit anderen Steinen, die uns das Leben in den Weg legt, über die wir stolpern und versuchen an ihnen zu wachsen.