Dienstag, 31. Dezember 2019

Silvester

Ich habe Silvester auf den Knien, vor meinem Herrn verbracht, mit Manschetten und Leine :)

Davor haben wir gut gegessen und er hat mir ein neues Halsband bestellt, mit Plakette, auf der mein Name und meine Registrierungsnummer stehen *stolz wie Bolle ist

Ich kannte das von früher, aber die deutsche Version wurde irgendwann eingestampft und mein Herr erklärte mich, es gibt eben auch eine internationale und dort bekam ich vorhin meine Nummer!



Leider ist das nur ein Bild, also hier noch für die Faulen, ein Link zu meiner Registrierung und zur eigentlichen Webseite, falls man Interesse hat und sich selber, oder seinen Sklaven bzw Sklavin registrieren möchte :)

Mein Herr hat mich damit sehr glücklich und stolz gemacht!

Vielleicht bin ich es ihm irgendwann wert, auch ein Tattoo zu bekommen, entweder mit Nummer, Nummer und seinen Initialen, oder was immer er möchte :)

Vorerst freue ich mich aber erst einmal über die Registrierung und das neue Halsband!



Sonntag, 29. Dezember 2019

Nicht-Tage

Zwischen den Tagen (Weihnachten bis Neujahr) ist ja irgendwie eine nicht vorhandene Zeit, in der nichts passiert, die irgendwie nicht existent sind und auch später in der Erinnerung wie ein Filmriss, nicht mehr abrufbar ist.

So gehts mir gerade.

Faul, bequem, gemütlich, müde, träge...

Naja, heute war mein Kopf ganz fix, habe hier und da was analysiert bekommen.
Mein Herr wünschte ein bestimmtes Verhalten, bekam es nicht, schimpfte mich sinnfrei an, statt mir zu erklären, wie er es gerne haben würde, oder sogar noch besser, dies wie bei einer Sklavin zu tun, z.B. indem man sie zur Seite nimmt, knien lässt und etwas sagt wie: "Sklavin, so habe ich mir das nicht vorgestellt! Besser wäre es gewesen, hättest Du so und so gehandelt/reagiert. Nun weißt Du es, beim nächsten mal wird es eine Strafe geben!" Aber das ist mein Wunschdenken, nicht seine Vorstellung. Wie man durch Gesagtbekommen, wie er es nicht möchte, darauf kommen soll, wie er es möchte, ist natürlich ungemein viel schwerer und wird nicht nur länger dauern, sondern auch noch einige Fehltritte verursachen. Super :(

Anderes Thema ist nach wie vor Freiheit. Ich mag Freiheit nicht, so gar gar gar nicht. Ich wachte auf, bekam die Kette vom Bein gelöst, damit ich auf die Toilette kann. Dort merkte ich schon, es ist mir unangenehm, ich mag es nicht, also schrieb ich meinem Herrn via Skype, dass es mir jetzt schon zu viel Freiheit ist und dass das weder eine Aufforderung, noch eine Erinnerung sein soll, sondern lediglich eine Erklärung ist, wo es bei mir schon beginnt, wo mein Unwohlsein den Anfang hat.

Tja und er änderte es nicht, Alltag nahm dann wieder seine Aufmerksamkeit in Anspruch und ein paar Stunden später ist er sauer mit mir, weil ich muffig bin, nein schlimmer, er nannte mich eine muffige Hausfrau!

Ja gut, wenn man seine Sklavin wie eine Hausfrau behandelt, sie also zur Hausfrau macht, dann darf man sich nicht wundern, wenn eine muffige Hausfrau daraus wird. Schrieb ich ihm auch und noch dazu, dass eine Sklavin nur so gut wie ihr Herr ist.

Auch als Sklavin braucht man sich nicht immer die Schuld an allem geben lassen und/oder für alles Vorwürfe machen lassen. Wenn mein Herr mich nicht erzieht, braucht er sich nicht über meine Gepflogenheiten beklagen, da eine Änderung in seinen Händen liegt und wenn er nichts ändert...

Eigentlich begann es bereits gestern Nacht, da wollte er PlayStation spielen und ich erklärte, genau genommen sind das die falschen Prioritäten. Wenn er PlayStation spielt und ich total genervt bin, weil es praktisch den ganzen Tag kaum oder gar kein DS, Machtgefälle oder sonst etwas gab, ist es doch nur eine logische Folge daraus. Hingegen hätte er vorher sich um seine Sklavin gekümmert, sie versorgt, könnte er in Ruhe PlayStation spielen.

Und dann kommen da zwei Emotionen hoch. Das Gefühl eine Last zu sein, also Arbeit zu sein und das Gefühl doch wieder/noch immer, alles selber in der Hand zu haben, als würde man sich selber erziehen, über einen Mittelsmann.



Vorhin ließ er mich knien, einfach so drückte er mich sanft auf den Boden, bis meine Stirn den Teppich berührte und das fühlte sich schön an. Ich knie so gerne! Ein wenig ließ er mich in der Position, stellte seinen Fuß auf mir ab, griff dann in mein Genick. Viel zu kurz war der Moment leider und schon wieder vorbei.

Mein Frustfaktor ist im Moment wieder ungemein hoch und vielleicht bin ich dann unfair, keine Ahnung. Mir ist alles wieder zu wenig, zu frei, zu flauschig... und ich habe das Gefühl nur noch zu meckern und mag mich so nicht, was einen Teufelskreis ergibt, da ich durch dieses Gefühl, ich mag mich nicht, noch weniger mag und noch frustrierter bin usw.

Ich höre jetzt lieber auf, bevor ich darin versumpfe und kümmere mich um mein Hobby.

Schönen Abend noch!


Ach ne, was vergessen...

Er hat ein neues Spielzeug angeschafft. Noch müffelt es extrem, daher hängt es unbenutzt herum und ich mag es nicht, so gar gar gar nicht. Aber ich verrate noch nicht, falls man es nicht sieht, was es ist, nur ein Bild bekommt ihr :)





Samstag, 28. Dezember 2019

Achterbahn

Es gibt gute und weniger gute Tage. Gestern war ein weniger guter Tag, aber die muss es auch geben, sonst könnten ja die guten Tage keine guten sein.

Immerhin waren wir gestern schön Bücher stöbern und seine Familie besuchen. Warum es weniger gut war, spielt eigentlich auch keine Rolle und ich mag nicht immer nochmal alles durchleben, indem ich es nochmal schreibe.

Unter anderem nervte es mich, dass ich dauernd gefragt wurde, ob ich auch etwas BDSM mäßiges unterm Baum hatte.
Nein hatte ich nicht! Danke für die Erinnerung!

Dann wollte ich gerne in den Fressnapf, war nur ein paar m von uns entfernt und er: "Warum willst Du da rein? Was willst Du da?" Mein Faß war schon echt voll...
Dann schlich ich mich weg, heimlich zum Fressnapf, jaaa heimlich!!! Und ich schaute so die Leinen und Halsbänder an. Tolle Auswahl an Lederzeug, total weich und schön und direkt der Gedanke: "Ja super, dann verstaubt das bei den anderen Leinen?" also wieder zurück. Natürlich wurde ich erwischt und bekam ebenso natürlich keine Strafe.

Vor über zwei Wochen hatten wir festgestellt, dass wir einen Wust aus alten Regeln die nicht funktionierten hatten und die neuen gar nicht mehr abgerufen wurden und wir aussortieren wollten, steht sogar in einem Eintrag, müsste schauen und was ist? Kein Schritt weiter, außer dass ich dauernd sagen kann: "Ich habe ja eh keine bestehenden Regeln!"


Heute musste ich dann ein paar Dinge in der Stadt erledigen und fuhr mit der Bahn. Mir kam alles so fremd vor. Die letzten Wochen fuhr ich im Auto meines Herrn mit, etwas abgeschottet, ruhig und alleine. In der Bahn kam ich mir fremdartig, wie ein Alien vor. Man kann ja auch nichts in einer öffentlichen Straßenbahn machen, was einem Sicherheit vermittelt und mein Herr machte zusätzlich keinen Finger krumm, also ertrug ich es möglichst stumm und unauffällig.

Alles nicht schön, nicht erbaulich.


Mein Faß ist übervoll und ich explodiere bald.

Gestern bekam ich schuldbewußt eine Kette ums Bein, um den Sessel, was sich dennoch nicht schön anfühlte, weil es eher aus einem Gespräch im Chat entstanden ist und nicht von ihm aus Eigeninitiative entstanden ist.

Gestern saß ich auch so im Auto und stellte mir die Frage: "Wenn ich meinen Herrn an alles erinnern muss, steure und lenke ich ihn dann, oder ist er einfach wirklich nur vergesslich?"
Darauf habe ich noch keine Antwort, schlimmer noch, ich mag nicht darüber nachdenken.

Die letzten 36h oder  noch länger, habe ich wieder das Gefühl alles alleine stemmen zu müssen, alleine klar kommen müssen. Klar, ich kann, aber ursprünglich schlug ich einen anderen Weg ein. Zwar wollte ich nie Sklavin sein, um Verantwortung abzugeben, aber wenn ich das Gefühl habe, dass DS technisch auch alles in meiner Hand liegt, dann fühle ich mich eben unwohl.

Vielleicht sieht mein Herr es aber auch so, dass ich mir besonders viel Freiheit verdient habe, durch gutes Benehmen? Keine Ahnung. Gefühlt darf ich wieder alles und alles selber bestimmen und ich finde es unerträglich.


Ich hoffe, es wird bald dauerhaft etwas anders...



Donnerstag, 26. Dezember 2019

Faulenzer Eintrag






Gestern Abend bzw Nacht gingen wir noch ein wenig chatten und mein Herr schlief dabei auf dem Sofa ein. Durch ein paar nette Gespräche, vertrödelte ich meine Zeit und es wurde spät. Ein anderer Herr im Chat erzählte mit liebevollen Worten, wie seine Sklavin ihn weckte, indem sie zart seine Finger ableckte. Mein Herr schreckt immer auf, wenn ich ihn wecke, also nahm ich es dankend als Idee und wollte es umsetzen.

Erst schickte ich ihm noch ein paar BDSMlr Bilder, dann kniete ich mich neben ihn und leckte vorsichtig über seinen Finger, dann über die Hand und es gab keine Reaktion, also nahm ich seine Haut zwischen die Zähne, übte ein wenig Druck aus, dennoch schlief er ruhig weiter, also schloss ich meinen Mund noch etwas mehr, hob seine Hand leicht an und ließ los. *plopp* fiel sie aufs Sofa zurück und seine Atmung wurde etwas schneller. Abermals nahm ich seine Haut vorsichtig zwischen die Zähne, hob seine Hand an, ließ sie fallen und diesmal brummelte mein Herr unverständliches Zeug, also rieb ich meinen Kopf an seiner Hand, seinem Arm, wie unser Kater es tut. Er drohte wieder in den Schlaf zu gleiten und jetzt nahm ich seine Haut schon etwas doller in den Mund, ließ sie fallen, wiederholte es und erntete Kopfkraulen und: "Oh wie lieb Du mich weckst und wie süß Du aussiehst..." Damit er ja nicht wieder einschlief, rieb ich meine Wange noch etwas an seiner Hand, seinem Arm und hatte Erfolg :)

Da ich mittlerweile auf die Toilette musste, wechselte er während dessen ins Schlafzimmer rüber und entdeckte die BDSMler Bilder. Als ich dann auch ins Schlafzimmer kam, mich auf das Fake-Fell kniete und wartete, nahm mein Herr die Manschetten und legte sie mir wieder an. Ein gutes Gefühl! Es gibt mir Halt und Sicherheit. Ok die Schlösser nerven, die Manschetten drücken ab und an, aber scheinbar brauche ich genau das.

Im Bett sprachen wir ein wenig über die Bilder und es dauerte nicht lange und mein Herr befriedigte sich an mir, ließ mich hinterher auch noch kommen, da er ein gütiger Herr ist.
Er küsste hinter meinen Nacken, meinen Rücken, streifte mit seinen Lippen über meinen Hintern, dies sind Berührungen die inniger sind, intimer, als alles andere. Erklären kann ich es nicht, aber sie münden direkt in mir, in meiner Seele, erwärmen mich von innen und sind pure Glücksgefühle. Er schlägt mich, er fickt mich, er stößt sonst was sonst wo rein, aber diese zärtlichen Küsse, dieses sachte streicheln ist es, was mich erschauern und beben lässt und so setzt er es auch ein. Nicht sehr oft, so nutzt es sich nicht ab und immer hinterher, wie eine Belohnung, wie ein Dankeschön und anders würde ich es nicht ertragen.


Blümchensex oder liebevoller Sex, zärtlicher Sex, hatten wir glaube ich noch nie. Es ist immer hart, immer mit Schmerz verbunden, immer ungemütlich, fordernd und demütigend, hinterher dann dieser Abschluss, dieses danken mit ein wenig Zartheit, Weichheit, das ist genau dass richtige und perfekt und der schönste Moment, der ohne die gegenteiligen zuvor nicht möglich wäre.



Der Tag heute ist vollkommen unspektakulär. Wir standen spät auf, frühstückten gut und reichhaltig, wuselten ein wenig durchs Internet, als ich mich heimlich ins Bett schlich. Ich bekam keine Strafe, statt dessen kuschelte sich mein Herr dazu, wir lasen noch etwas und schliefen ineinander gewickelt ein.

5h später weckte er mich vorsichtig, ich hatte einen schönen Traum hatte geträumt mehr als Tierchen behandelt zu werden, mehr auf dem Boden zu leben und so wurde ich auch aus dem Traum gerissen, indem er mich kraulte, streichelte, Tierchen nannte, mich flauschte und sagte, es sei nun wirklich Zeit aufzustehen. Er hatte regelmäßig nach mir geschaut, sich gekümmert und dementsprechend war auch mein Schlaf sehr erholsam.

In der Zeit, in der ich wach wurde, bestellte er Pizza für uns und fragte mich, was ich ja liebe, nicht nach dem was ich gerne hätte.

Nun satt schreibe ich diesen Eintrag und bin bereits wieder müde. Die vergangenen Nächte gingen wir nicht vor drei ins Bett, das ist nicht gut und ich habe Angst wieder Migräne zu bekommen und sollte dringend mehr darauf achten.

Jetzt bringe ich meinem Herrn noch etwas zu trinken und entspanne mich, bei was weiß ich noch nicht :)


Mittwoch, 25. Dezember 2019

Badewanne und Sitzsack


Dieses Foto schlägt quasi zwei Fliegen mit einer Klappe!

Regelmäßig werde ich gefragt, was ich zuhause so im allgemeinen tragen muss? Antwort: Einen XXL Hoodie, ein paar Socken, mehr nicht.

So, nun aber zum eigentlichen Tagebucheintrag.


Mag es daran liegen, dass wir um die Weihnachtszeit Verluste hatten und Trigger blieben, oder Schlafmangel, oder die allgemeine Weihnachtsmuffigkeit, jedenfalls waren mein Herr und ich heute sehr dünnhäutig und so dauerte es nicht lange und wir zofften uns leider.

Ich möchte da gar nicht weiter drauf eingehen, weil es unsinnig ist und mich nur wieder runterziehen würde, jedenfalls nahm er mir die Manschetten ab (siehe Bild ), das Elektrohalsband hatte er gar nicht erst wieder angezogen und ich hätte vorher nicht geglaubt, wie stark es mir etwas ausmachen würde.

Zwar mag ich die Teile nicht mehr wirklich, seit ich sie dauerhaft trug, da sie schon im Alltag behindern, jedoch rechnete ich nicht mit der Wirkung.

Es fühlte sich nicht an, als hätte er das permanente Halsband ausgezogen, aber spurlos ging es nicht an mir vorbei und so fuhr ich meine inneren Schotten hoch und ließ mich weder anfassen, noch mit mir reden. Er nahm mir mal wieder Halt, Sicherheit und ein Stück DS weg, so dass ich das Gefühl habe, es steht wieder eine Durststrecke vor der Türe.

Etwas später erklärte mein Herr, er hätte sie abgenommen, weil ich den Wunsch geäußert hatte mal wieder baden zu dürfen. Mag sein, aber gerade als wir streiten? Sollte keinen Zusammenhang geben? Ich lasse das mal offen stehen.

Also ging ich in die Badewanne mit einem Buch und viel Wut, noch mehr Verletztheit und ganz vielen inneren Mauern.

Mein Herr kommt immer ein paar mal vorbei, schaut nach mir und normalerweise genieße ich es, freue mich, sehe darin Zuwendung, heute nicht, heute sah ich nur meine gestörte Ruhe und damit nicht genug! Plötzlich packte der den Sitzsack samt Sitzsackschemel neben die Badewanne, machte es sich darauf gemütlich und las seinerseits auf dem Tablet. Ruhe bekam ich trotzdem muss ich ihm ja eingestehen...

Ich versuchte mich nach dem Bad mit PNs abzulenken, Haushalt, Essen machen, Serie schauen u.s.w. , was erstaunlich viel brachte, da ich gefühlt unendlich viel Übung darin habe, zum kotzen!

Zwischenzeitig drohte er, meine Ecke aufzulösen. Meine Ecke besteht aus einem Rollwagen in dem ich Zeug von mir aufbewahre, was ich so allgemein brauche, wie den Laptop, Bücher, Krimskrams, mein Sessel und eine Lampe und eine Lichterkette. Ich hatte mal eine andere Idee, da wollte ich den Sessel gerne abschaffen, weil ich gar gar gar keine Möbel mehr benutzten wollte, nur würde das auch Probleme bereiten!

Meine Ecke ist hinter dem Sofa. In meinem Sessel kann ich über das Sofa schauen und den Fernseher zb sehen, den Raum überblicken, was ohne Sessel wegfallen würde.

Aber das war eher ein geringeres Problem. Mehr störte mich, dass es von mir kommt! Was sind denn bitte meine Ideen wert, wenn sie nicht von meinem Herrn kommen, selbst wenn er sie unterstützt? Ich habe ja bereits so dauernd das Gefühl meine Erziehung in der eigenen Hand zu haben! Schrecklich! Vieles war meine Idee, wobei das auch nur ein falscher Eindruck von mir sein kann, keine Ahnung.

Ich hätte dann statt des Sessels gerne ein Blatt Kissen von Ikea gehabt, sähe auch schön aus, man kann darauf liegen und lümmeln. Mein Herr sagte mal, er würde gerne das Hundebettchen hin stellen, nur wäre es für Besucher hmm naaajaaa... also nahmen wir Abstand davon.

Am meisten scheute mich nach wie vor, dass es meine Idee war. Sobald ich im DS Bereich eine Idee habe und sie äußere und sie umgesetzt wird, ist es, als würde ich mich selber dominieren. Mein Fetisch ist der Wille meines Herrn! Klar kann man dann sagen, es ist ja der Wille meines Herrn, wenn es auf sein Wort hin umgesetzt wird, aber es war doch noch meine Idee! Er sagt auch, meine Ideen sind manchmal eben so gut, als dass er sie gerne umsetzt, dennoch ist es sein Wille. Damit habe ich nach wie vor so große Probleme, als dass ich viele Dinge nicht anspreche und für mich behalte, teilweise gute Lösungen für Probleme.

Keiner ist perfekt und ich habe noch viel an dem ich arbeiten muss, weiß ich selber. *seufzt

Naja, nun sitze ich in meiner Ecke, angezogen wie auf dem Bild, was unmittelbar vor dem Eintrag entstand und fühle mich unwohl, alleine gelassen, ungeliebt, nackt, ungesehen, unbeachtet und als Sklavin so gar nicht geschätzt, werde noch was Wäsche zusammenlegen und versuchen mich abzulenken.

Schönen Abend noch...





Dienstag, 24. Dezember 2019

Nachtrag




Heute hatte ich zwischenzeitlich eine kleine Krise.

Es mag ja geil klingen, wenn man sich vorstellt permanent breite Manschetten mit dicken, schweren Schlössern zu tragen und ein Elektroschockhalsband, wovor man riesig Angst hat, aber irgendwann belastet es einen schon etwas und so genoss ich die Zeit ohne E-Halsband, umso mehr und war erleichtert.

Die Schlösser nerven im Alltag schon, erinnern aber auch an meinen Status. Sie klappern herum und ihre spitzen Ecken tun nicht selten weh und durch das Gewicht, können sie schon mit ordentlich Wucht wohin schlagen.

Wenn man die Ärmel hochkrempelt, bringt es nicht so viel, da die Manschetten nicht hochkrempelbar sind, tiefer sitzen und nass werden, später klamm und man dauerhaft das Bedürfnis hat, sie hochzuschieben, weil das Unbewusstsein vergisst, dass es nicht geht und es eben stört.

Ich mag Dinge, die mir meinen Status zeigen, die mir den Alltag erschweren, meinem Herrn zeigen, dass ich ihm diene, es gar nicht einfach haben möchte, da ich mir gerne die Mühe für ihn gebe.

Oft habe ich Sorge, er weiß gar nicht, was ich alles für ihn tue, tun würde und es geht unter, bleibt ungesehen, unbemerkt. Gibt es für eine Sklavin etwas schlimmeres, als dass ihre Demut, Hingabe und Achtsamkeit übersehen wird?

Er mag die Manschetten an mir, sie gefallen ihm und so schweige ich, trage sie duldsam und versuche meinen Alltag zu meistern, ohne dass sie großartig auffallen, stören oder gar etwas kaputt deppern.

Natürlich sind auch die an den Beinen umbequem, sie sitzen zeitweise unter der Kleidung, liegen eng an, drücken und pieksen, sind störend und nervig, hingegen hoffe ich umso mehr, dass mein Herr es zu schätzen weiß, bemerkt, dass ich klaglos trage, ertrage für ihn und dieses Geschenkt sieht.

Ich würde alles für ihn tun, gerne auch im Stillen, so dass er nicht gestört wird, genießen kann und sich gut fühlt, denn ist es nicht das größte Glück einer Sklavin, wenn ihr Herr zufrieden ist? Zufrieden mit sich, mit ihr, mit dem Leben? Dafür arbeite ich, kämpfe ich, leide ich, damit er hoffentlich (irgendwann) der glücklichste Mensch ist.

Ich habe noch viel zu lernen, liege nicht selten daneben, da ich die Bedürfnisse von allgemeinen Herren im Kopf habe und Bedürfnisse, wie ich sie mir bei einem Herrn vorstelle, diese jedoch nicht zwangsläufig wirklich die Bedürfnisse meines Herrn sind. Er ist da recht schweigsam und so habe ich es umso schwerer zu ahnen, was er sich wirklich wünscht und vorstellt.

Nun habe ich begonnen öfter nachzufragen, zu hinterfragen, zu forschen und weniger nach Gutdünken zu handeln.

Ich hoffe es fruchtet und hat Erfolg und mein Herr wird zufriedener und glücklich.



Frohe Weihnachten...

... und ein sinnliches Fest, wünschen wir!



Weihnachten haben wir gut überstanden und zur Feier des Tages, bekam ich das Elektrohalsband für ein paar Stunden aus, jippiiiiieeee!!! Die Manschetten blieben an...

Wir haben immer unser Machtgefälle, so bekam ich meine Geschenke auf dem Fake-Fell, auf dem Boden und davor haben wir wie so viele andere Paare, ein schönes Fest gehabt, mit leckerem Essen und schmusiger Musik, mit Spielen und Spaß und schönen Gesprächen.

Ich wünsche jedem, dass er auch eine schöne Zeit hat, egal wo und wie und mit wem :)


Montag, 23. Dezember 2019

Demütigung





Gestern lief eigentlich alles super.

Ich hatte permanent die Manschetten um, hatte das Elektrohalsband an, hatte nichts zerdeppert, mich nicht selbst verstümmelt, mit den Schlössern oder dergleichen, es war alles bestens.

Mein Herr arbeitete noch etwas und ich schaute eine Serie, als er mir einen Text schickte und darin beschrieb eine Sklavin, unter anderem, dass sie, wenn ihr Herr den Kopf voller Alltag hat und er gerade keine Gedanken an DS verschwenden kann, wie sie auf ihn wartet, geduldig wartet, bis er wieder die Zügel in die Hand nimmt.

Das triggerte mich. Einerseits war es bei meinem Ex-Ehedom so, dass er immer auch solche Pausen hatte, bis es nur noch Pausen gab und kein DS mehr, andererseits gab es bei meinem jetzigen Herrn auch diese Pausen und sie waren für mich unerträglich lang, mehrere Tage lang, ich kann das einfach nicht, also war ich vorher total happy und plötzlich stinke sauer.

Ich, die wirklich sehr leidet, wenn ihr Herr den Kopf zu voll vom Alltag, Job und anderen Dingen hat, muss lesen, eine andere Sklavin wartet geduldig, bis ihr Herr wieder die Zügel in die Hand nimmt? Sollte das ein Scherz sein?

Dann sah ich nur noch schwarz und beschrieb meinem Herrn das Problem, dass ich mit dem Text hatte. Er ist nun auch nicht gerade der ruhige Typ und stieg voll ein und schon waren wir mitten im Zoff. Wenn ich es recht verstanden habe, ging es ihm um einen anderen Teil des Textes, indem sie erläuterte, wie ihr Herr es handhabt. Aber ich war so in Rage, da blieb offen gestanden nicht mehr viel von hängen und so ergab ein Wort das andere und ich zog mir rasend sauer die Manschetten aus, ok heimlich, indem ich mir den Schlüssel holte, ohne dass er es merkte und auch das Elektrohalsband. Als es meinem Herrn auffiel, war er noch wütender und im ersten Moment, besann sich dann aber irgendwie, keine Ahnung wie, es ist mir ein Rätsel, atmete mehrmals tief durch, wurde zärtlicher und gewann Kontrolle über uns. Er redete ruhig mit mir, einfühlsam, schaffte es, dass ich ins Bett gehe und dort versohlte er mir mit der Gerte den Arsch. Hätte ich es vorher gewusst, wäre ich nicht ins Schlafzimmer gegangen, aber so, war ich ja schon da grrrrrrrr....


Dann zog er mir die Manschetten wieder an, das Elektrohalsband auch, diesmal allerdings mit Schloss, so dass ich es nicht mehr selber ablegen kann und erklärte mir nach und nach, wir werden mehr Demütigungen in den Alltag einbauen müssen, um mich auf ein normales Maß zu bekommen, um mich in den Griff zu bekommen, denn so geht es nicht mehr.

Nun mag ich ja Demütigungen sehr gerne, ehrlich, aber es gibt ja solche und solche. Es gibt eine Kategorie, die einem gefällt, Spaß macht und genau genommen dadurch ja nicht wirklich demütigt, dann jedoch noch die wirklich demütigenden Dinge, die, die man verabscheut, nicht machen möchte, gerne mal verweigert und hasst, so richtig hasst!

Tja und da hatte mein Herr ganz zu Beginn unserer Beziehung eine Eingebung und voll ins Schwarze getroffen, leider. Sein Glück, mein Pech.

Es begann mit einem einfachen Gegenstand.
Man kann ihn überall sehen, überall kaufen, nichts besonderes.
Jede Drogerie hat sie in allen Farben und Formen.
Viele Supermärkte führen sie auch.
Manchmal wurde einer verloren, liegt besitzlos auf der Straße, jemand hebt ihn liebevoll auf und legt ihn z.B. auf eine Bank oder ein Fenstersims.
Gerade und vor allem Babies lieben sie!

Wir gingen los und er kaufte mir einen Schnuller. Nein, er nennt es zärtlich Bedürfnissauger.
Ich könnte kotzen!

Rot leuchtend, wie eine verstrahlte Tomate ging ich damit zur Kasse.
Es war furchtbar!

Als Strafe gab es dann: X Minuten den Schnuller in den Mund nehmen.
Besonders schlimm war die Drohung, in der Öffentlichkeit.

Nun kam er auf die ganz tolle Idee, ach Bedürfnissauger sind schlimm, ja, aber Babybrei als Standartessen, wie wäre das?
Ja wie wohl? Beschissen! Schrecklich! Grauenhaft!

Er sponn den Gedanken weiter: "Wie wäre es, wenn Du damit in der Öffentlichkeit gefüttert wirst?"
Unaussprechlich peinlich, demütigend, ich mag es mir nicht einmal vorstellen!

Und ratet mal, was wir heute gekauft haben?

Ich muss es nicht sagen...

Bisher sind alle Gläschen zu geblieben, ich hoffe, es bleibt so. Wobei ich mir selber die Sorten aussuchen durfte und da gibts ja flippige Kombinationen! Kürbis Risotto, klingt lecker oder? Wok Gemüse, Apfel mit Pflaume und irgendwas leckerem, Zwieback und ich habs vergessen, Blabla und sowieso, klang jedenfalls lecker.

Die Idee mit der Schnabeltasse hat er, ich bin sehr froh darüber, erst einmal wieder vergessen.

Ich werde jetzt nochmal in Ruhe heraus finden, was in dem Text sein Anliegen war, denn ich möchte meinen Herrn gerne verstehen und da wieder Ruhe eingekehrt ist und sich alle Wogen geglättet haben, sollte es möglich sein.



Sonntag, 22. Dezember 2019

Schwere Schlösser






Ich trage das Elektrohalsband und die Manschetten permanent seit gestern bzw vorgestern.

Ja, ich war sogar draußen damit. Ein Schal verbirgt das Halsband und Stulpen an den Beinen, die Manschetten und an den Armen, meine Ärmel.

Die schweren und großen Schlösser lassen alles etwas unförmig aussehen, jedoch ist es mir egal, da ich den Zwang und die Kontrolle sehr genieße, so dass das Drumherum in den Hintergrund tritt.

Trotz schwingender Schlösser an den Handgelenken, habe ich weder etwas zerdeppert, noch jemanden verletzt! Naja, manchmal war es schon ein wenig knapp...

Als ich gestern friedvoll in meiner Ecke saß, ein wenig chattete, piepste plötzlich der Laptop und ich hatte Sorge, er könne ein gravierendes Problem haben, also rief ich meinen Herrn, der hingegen lediglich lachte und erklärte, nicht der Laptop würde piepen und als ich begriff, dass es das E-Halsband war, bekam ich einen Herzklabaster vom Feinsten, mitsamt Schweißausbruch.

Ich wurde gefragt ob er es benutzt. Ja, aber verantwortungsvoll und weise. Er ärgert mich nicht damit, er nutzt es nicht aus, er arbeitet damit. Er piepst und weiß genau, es macht mir große Angst, also warum sollte er dann mehr machen, wenn es den gewünschten Effekt hat?

Außerdem bin ich allgemein brav. Zwar rutscht womöglich ab und an eine Frechheit über meine Lippen, aber heute z.B. genügte ein Fingerzeig auf den Boden und ich knie mich hin, ein wenig Druck auf meinen Kopf und ich lege meine Stirn auf meinen Boden. Muss man dann noch weiter strafen? Viel schlimmeres mache ich nicht.

Manche Doms kommen mir vor, als würden sie zu viele Pornos schauen und hätten ein etwas verschobenes Bild von BDSM. Klar hat mein Herr die macht, jedoch hat er es nicht nötig sie auszunutzen, denn das wäre Schwäche. Macht ist auch Verantwortung und Vertrauen.

Ich bin stolz auf meinen Herrn, unter anderem weil er nicht so plump ist, mein Vertrauen erkennt, indem ich etwas trage, wovor ich Angst habe und ihm überlasse, wie er damit umgeht und es nicht nötig hat, irgendwen/sich selber etwas zu beweisen und es sinnlos auszunutzen. Dankeschön Monsieur, es bestätigt mein Vertrauen, vergrößert es und verstärkt unsere Bindung.

Geschlafen hatte ich unter anderem mit einer Kette (nein, nicht das Ding vom Bild, sondern eine richtige Kette) die die Handgelenke verband. Als ich mich nachts umdrehte, meine Decke zurecht zubbeln wollte, haute ich sie mir voll in die Fresse ins Gesicht und schaute vermutlich massiv pikiert! Um meinen Herrn nicht zu wecken, verkniff ich mir alle Flüche, ärgerte mich über meine Unachtsamkeit und musste dann innerlich ebenso darüber lachen. Ich wünschte mir eine Erinnerung an meinen Status und war es nicht eine? Eine sehr kräftige sogar?

Heute Nacht werde ich hoffentlich mehr aufpassen :)




Samstag, 21. Dezember 2019

Elektroschockhalsband






Gestern Abend fragte ich meinen Herrn, ob wir heute das Elektroschockhalsband mal wieder mitnehmen sollen und er freute sich über die Erinnerung.

Auch habe ich die Bildersuche bei BDSMler nachgeholt und mit anderen Suchworten sogar schöne Bilder ausfindig machen können, so dass wir beide Freude hatten und ich ein wenig mehr in die Ästhetikansprüche meines Herrn schnüffeln konnte :)


Als es dann ins Bett ging, bekam ich das Elektroschockhalsband um und ehrlich, das Teil war aus und ich hatte totale Panik. Irrational, aber dennoch leider vorhanden. Umso interessanter fand ich es dann zu sehen, dass mein Schlaf (wird durch meinen Tracker aufgezeichnet) besser war, als sonst. Ich hatte keine Probleme beim Einschlafen und fühlte mich seltsam wohl.

Schlaf trunken spürte ich es natürlich direkt wieder beim Aufawachen und es fühlte sich toll an, so unter Kontrolle zu sein und eingeschränkt, da jedes falsche Wort Konsequenzen haben könnte. Ich genoss es sehr und konnte meinen Platz spüren. Ich war dankbar, dass mein Herr es tat und selber auch Gefallen daran hatte. Er sagte vorhin noch zu mir, ich habe schlafend süß ausgesehen und mein Herz schlug schneller :)

Weil ich gestern ganz brav war und fleißig, weil ich ihn ans Elektrohalsband erinnert hatte, die Bilder gesucht hatte und andere Arbeit abgenommen hatte, bekam ich heute einen Leckerlie-Tag!

Ich durfte mir schöne Sachen aussuchen, wir gingen Essen, machten es uns gemütlich und nebenher kam mein Herr auf die Idee, die Ledermanschetten mal eine Zeit lang nicht mehr abzunehmen, sondern sie einfach dran zu lassen und höchstens, für etwas Pflege, kurze Unterbrechungen zuzulassen. Ich bin schon sehr gespannt, wie das sein würde!

Auf dem Boden durfte ich dann eine Folge meiner Serie schauen und bekam ein süßes Stückchen samt Kaffee!

Das Halsband habe ich wieder an und da ich nichts böses mache, ja, ich bin damit schlagartig brav, wird es vorerst noch locker angezogen und ich gewöhne mich daran, werde nach ein wenig Zeit sogar entspannter und vergesse es ein wenig. Man überlegt sich dann schon genau, was man sagt, was man tut, um ja nichts zu riskieren und das Privileg, dass es noch nicht ernst ist, zu genießen.

Ich bin schon sehr gespannt, wie es weiter geht. Mit Schal kann man selbst das dicke Elektrohalsband gut verdecken. Man muss es nicht immer ausziehen :)

Schreiben mit den Manschetten gestaltet sich schwierig, sie schrabbeln über den Laptop und man erreicht die Tasten schlechter, umso erleichterter bin ich, dass ich die kleine Kette dazwischen gerade nicht dran haben muss.

Wobei, ich liebe Einschränkungen sehr, sie zeigen, dass man kein freier Mensch ist, dass der Wille einem nicht gehört, dass jemand anderes über einen bestimmt. Sei es bei körperlichen, bei Gewohnheiten, bei der Nahrung, bei der Wortwahl, vollkommen egal und zeitgleich ist es eine Herausforderung daran zu denken, sich daran zu halten und es permanent akut im Kopf zu haben. Geil, oder? Finde ich jedenfalls.

Durch Einschränkung empfinde ich Freiheit, meinen Platz, gehe auf und genieße es, atme und bin glücklich. Paradox? Finde ich nicht. In dem Sinne, jeder wie er mag :)






Donnerstag, 19. Dezember 2019

Smile every day

Vorgestern Abend legte mir mein Herr plötzlich die Leine an, ließ mich hinknien, wickelte die Leine um den Stuhl und machte mir ein Abendbrot, schnitt es mundgerechte Happen und schob mir ein Viereckchen nach dem anderen in den Mund. Eigentlich werde ich nicht gerne gefüttert, jedoch war es irgendwie trotzdem ein schönes Gefühl.

Er nimmt mehr und mehr seinen Platz ein und das genieße ich sehr.

Mein Frühstück war endlich mal wieder auf dem Boden, so wie ich es mag und brauche.






Bevor er dann die Wohnung verließ, bekam ich einen Tagesplan, der mir hmm nicht so ganz gefiel und als er weg war, arbeitete ich ein wenig an seinem Weihnachtsgeschenk, dann zog ich mich an, machte Yoga, arbeitete wieder am Geschenk, räumte in der Wohnung auf, wusch Wäsche und arbeitete dann ganz lange am Geschenk und wich vom Plan ab.

Unter anderem fiel seine Aufgabe unter den Tisch, dass ich bei BDSMler 20 Bilder raussuchen sollte, die ihm gefallen könnten, um seinen Geschmack besser kennenzulernen.

Ich habe dort zwar einen Account, seit Tumblr weggefallen ist, nur mal ganz ehrlich, ich mag die Seite  einfach nicht und den Inhalt auch nicht.
Da ich weder Lust hatte, noch wirklich Zeit, weil ich uuuunbedingt endlich mit dem Geschenk fertig werden wollte, was ich übrigens auch tat, machte ich es nicht und noch etwas anderes auch nicht.

Meni Herr kam abends Heim, ich kniete vor ihm und so glitten wir in unseren Abend.

Die Strafe bestand aus mehreren Sanktionen.
Als erstes hatte ich meine Visitenkarte zu ändern:

Visitenkarte im Chat:Ich muss lernen, dass die Wünsche meines Herrn immer vorgehen. Ich bin eine gelehrige Schülerin.



Nicht der Brüller, ganz im Gegenteil, aber ich habe es verdient.

Damit durfte ich eine Runde chatten und hatte nette Unterhaltungen. Langsam habe ich ein paar Leute gefunden, die ich mag, mit denen ich mich gerne unterhalte, die weder baggern, noch anderweitig bescheuert sind, sondern mir gut gefallen und die ich teilweise sehr mag :)


Dann ging es ins Bett und ich sollte doch noch meine Aufgabe nachholen und er drückte mir das Tablet in die Hand. Sagte ich schon, wie sehr ich BDSMler verabscheue?
Er zeigte mir ein paar Channels (sagt man das?) die er abonniert hat und ich schaute und wurde immer aggressiver. Das ganze System finde ich schon... Dann ist da auch irgendwie nur noch bloßer Pornoscheiß drin, nichts ästhetisches, kunstvolles, oder angenehmes fürs Auge. Bevor ich das Tablet noch gegen die Wand schmeißen konnte, gab ich es zurück und erklärte, ich würde lieber eine Strafe bekommen, als mir den Dreck weiter anzusehen.

Heute morgen hatte ich dann ganz vergessen, dass noch eine Sanktion offen war und wollte bereits aufstehen um Frühstück zu machen, als mein Herr mich erinnerte und sich die Hundepeitsche vom Haken nahm und sie schon auf meinen Arsch niederprasselte. Er wird immer besser mit dem Teil, was ja eigentlich gut ist, nur wird er dadurch auch mutiger und schlägt härter. 

Er erklärte mir während dessen, dass ich mich an den Plan zu halten habe, egal ob ich ihn für sinnvoll halte, oder etwas anderes machen möchte. Er ließ mich mehrmals aufsagen, dass ich hätte fragen sollen und eine Antwort abwarten, ansonsten weiter den Plan hätte folgen müssen.

Seine Strafe ging in ziemlich guten Sex über, nur leider bekam ich nicht seinen Schwanz, sondern einen Dildo. Wobei, dass klingt echt undankbar, also anders: Immerhin bekam ich einen Dildo! Für jemanden wie mich, der Schwanz-affin ist, der absolut abgeht, wenn er irgendwie minimal ins Spiel kommt, ist ein Dildo eine weitere Strafe und der Orgasmus war eher mäßig. Ja, ja, ich meckere auf hohem Niveau, aber eigentlich möchte ich nicht meckern und sehe es als beschreiben. Man muss ja nicht alles gut finden, was man beschreibt. 

Nachdem er mir noch einige Hiebe direkt auf meinen Intimbereich gab, ließ er seiner Lust freien Lauf und kam auch zum Höhepunkt. Eigentlich genieße ich es immer sehr, nur wenn da unten alles schmerzt, man selber schon gekommen war, dann ist es nicht immer so schön, so auch heute, aber wenn er einem dann "Das ist dienen!" ins Ohr stöhnt, hach, dann ist alles in Ordnung und die Welt dreht sich ein Stückchen schneller :)

Ich bin gerade sehr zufrieden.

Ehrlich gesagt stehe ich total auf Einschränkungen im Alltag und niedrigen Standards und als er heute morgen verkündete, ich bekäme vorerst nur noch immer die selbe Teesorte, brauche also nicht mehr fragen, dass war glaube ich heute mein kleines Highlight :)

Wobei, sein Orgasmus auch ein Highlight war, man kann ja mehrere an einem Tag haben.

Ein schöner Tag!

Sogar die Sonne scheint :)


Mittwoch, 18. Dezember 2019

Dienstag, 17. Dezember 2019

Abenteuer sind ganz nah

Es ist ein Auf und Ab.

Vorletzte Nacht super tollen Sex, morgens aber keinen Tagesplan.
Ich weiß was ich tun soll, weiß was ansteht, dennoch wirft es mich aus der Bahn.
Immerhin ein Zettel, der mich sehr freut, mit lieben Worten darauf.

Ich frühstücke nicht, sehe keinen Anlass, keine Berechtigung, wusel im Haushalt umher, arbeite an Deinem Geschenk, mache Wäsche, das Übliche eben. Koche passend, so dass Du Heim kommst und das Essen fertig auf den Tisch steht, dampfend und lecker.

Wir gehen einkaufen, öden uns mit Alltag zu und ersticken daran.
Abends ein wenig im Chat abhängen, Sehnsüchte wachsen, Bedürfnisse schreien quälend und als es dann ins Bett gehen soll, brüllen sie so laut in mir, dass ich nicht ins Bett möchte, weil alles in mir zu explodieren droht und so knie ich in der Küche und warte.

Du kommst, sammelst mich ein, machst mich wütend durch deine liebevolle Art, der ich nichts abgewinnen kann, wenn ich doch endlich das Gegenteil brauche. Klar könnte ich Dich richtig nerven und ärgern, bis auch Du wütend wirst, aber das ist doch keine Lösung! Also stampfe ich zornig Richtung Bett, schmeiße meine Klamotten ab, wie ich gerne andere Dinge abstreifen und wegschmeißen würde und lege mich hin.

Nun wirst Du doch noch sauer und wir streiten uns, was keinem nützt, außer dass man ein Gegeneinander erzeugt und keinen Schritt geht, weder aufeinander zu, noch sonst wohin.

Eigentlich redest Du die meiste Zeit, ich höre Dir zu, sage nichts, will nicht verletzen, will nicht jammern, will Dich nicht wütender machen, will nur meine Ruhe, die ich hingegen so oder so nicht bekomme.

Du besinnst Dich, bist immer der, der wieder auf mich zugeht, weil es ja einer sein muss und Du weißt, mein falscher Stolz würde es nie erlauben, eher würde ich zugrunde gehen.

Zu hast langsam gelernt über meine Lust, über meinen Körper in meinen Kopf zu gelangen, selbst wenn sich alles in mir sträubt, der kleine Verräter ist Dein Vertrauter und so lockst Du ihn mit einem köstlichem Orgasmus und viel Fingerspitzengefühl, bis auch meine Seele folgt.

Ich werde geradezu in Ketten eingewickelt, darf so schlafen, finde nun doch etwas Ruhe, aber zu welchem Preis?

Morgens höre ich, wie Du Deine Schuhe anziehst, wundere mich, dass ich verpasste wie Du die Schlösser gelöst hattest und tapse zu Dir, will Dich verabschieden, will nochmal umarmt werden, Deinen Geruch in der Nase haben, Deine Nähe im Herzen. Der Abschied ist schwer, wie er immer schwer ist, auch wenn wir uns gerade zerfleischen könnten und dennoch, unsere Verbundenheit zählt in jedem Moment, auch in größter Abneigung.

Du gehst, die Wohnung ist leer, der Kater kein Ersatz, auch wenn er sich solche Mühe gibt.
Ich lege mich noch etwas hin, finde keinen Schlaf, nur Bedürfnisse und Sehnsucht und andere Gedanken, die in meinem Kopf herum kreisen und mich träge machen.

Ich formuliere vorsichtig mein Problem, beschreibe wie ich mich fühle, wenn ich keinen Tagesplan bekomme, wie schwer mir alles fällt, obwohl ich weiß was ich erledigen kann und soll. Du hörst meinen Hilferuf und sagst mir, was ich machen soll, also bleibe ich bis zur abgesprochenen Zeit liegen, mit dem Kater neben mir, mein kleiner Schatten und puzzle am Tablet, während mein Kopf rast. Die Lust von letzter Nacht hallt in mir nach, entflammt, entfacht und kocht hoch bis zur Unerträglichkeit. Ich schreibe es Ihnen, mein Herr und hoffe einerseits die Erlaubnis zu bekommen und verabscheue es auf der anderen Seite noch viel mehr. Ich soll die Toys sauber machen und darf sie anschließend benutzen. Statt dessen sitze ich am Tisch und frühstücke. Wieso am Tisch? Wieso darf ich das überhaupt?
Ich frage ob ich darf, oder muss und weiß doch im selben Moment, dass sich die Frage nicht stellt, weil mein Körper die Antwort übernimmt und so schleiche ich reumütig ins Schlafzimmer und mache es mir selber, wenn man diese zwei Minuten die es braucht, überhaupt erwähnen möchte.
Hinterher ist wie vorher, es brachte nichts und so mache ich alles wieder sauber und erledige nach und nach meine Aufgaben. Das ungute Gefühl, dass es mit sich bringt, wenn ich mich selber anfasse vergeht nicht, lässt sich auch nicht mit anderen Tätigkeiten übertünchen und so fühle ich mich wie ein geprügelter Hund, schäme mich, schäme mich, schäme mich.

Ich mache noch etwas Wäsche, noch etwas in der Küche, arbeite an Ihrem Weihnachtsgeschenk und die Bedürfnisse und Sehnsüchte werden abermals lauter, bis ich den Mut fasse und sie niederschreibe, Ihnen schicke und gespannt auf eine Reaktion warte.







Ich bekomme eine neue Aufgabe, soll meine Ecke im Arbeitszimmer umgestalten und versuche es so gut ich kann, obwohl ich nicht genau weiß was gemeint ist. Hinterher mache ich weiter wie gehabt, langweile mich, ödet mich der Alltag an, gähnt mir erschöpft, frech ins Herz und so chatte ich ein wenig kurz mit einem alten Bekannten, tausche mich etwas aus und mache mich dann ans Mittagessen.

Mein Herr kommt Heim, passend steht das Essen auf den Tisch, er bemerkt es mit Stolz, lobt mich, wertschätzt mich, sagt mir liebe Worte und in Wahrheit will ich ganz anderes hören, nichts so freundliches, nichts so liebevolles, denn die Abgründe in mir haben laute Stimmen und machen sich bemerkbar.



Es ist so schwierig, jede Beziehung ist schwierig, unsere eben auch.

Anfangs haben Sie an mir festgehalten, haben Sie mich nicht gehen lassen, haben Sie an mich geglaubt und sind durch Stürme, ja Orkane gegangen, haben alles hingenommen und blieben da, egal was Ihnen entgegen stürmte.

Heute bin ich die, die bleibt, die an Sie glaubt, die glaubt dass Sie das können und Ihren Weg finden werden, da wir gemeinsame Ziele haben und ich mit beiden Beinen auf dem Boden knie und weiß wo ich bin, was ich hier mache und Sie vielleicht gerade ein wenig straucheln und wieder Halt finden müssen, um mir Halt zu vermitteln.

Das Leben ist nicht immer gut zu einem und gerade dann muss man doch füreinander da sein, muss man da bleiben und kaum jemand weiß dies so gut wie ich, die immer wieder weggestoßen hat, aus Angst ohnehin alleine dazustehen und um zu spüren, ob er da bleibt, oder einfach verschwindet. Aber Sie blieben da und nun bleibe ich da und ich warte, warte vielleicht nicht immer geduldig, aber ich warte, warte vielleicht nicht immer leise, aber ich warte und mit mir wartet die Hoffnung in Sie und ich weiß, meine Hoffnung wird sich bestätigen und Sie werden ihren Platz finden, einnehmen, genießen, behalten, thronen und regieren, so wie Sie es sich ausmalten, als wir uns kennen lernten, lernten, lernten, miteinander lernten, durcheinander lernten, aneinander lernten und immer weiter lernen werden, denn eine Beziehung ist auch immer eine Entdeckungsreise, ist auch immer ein Abenteuer und es muss auch bei den Abenteuern traurige, schwierige Momente geben, damit es dann wieder besser werden kann und ich warte auf Sie, wissend, dass es sich lohnt.

Je vous aime, Monsieur.


Pfui Gedanken in der Öffentlichkeit

Jetzt mal Butter bei die Fische, wer denkt im Alltag nicht auch dauernd an BDSM Möglichkeiten?

Im Sommer gibt es überall Wassernäpfe für Hunde, liebevoll "Hundetankstelle" genannt.
Bekomme ich da alleine Kopfkino?









Oder noch geiler, einige Läden haben Spinde im Vorraum stehen, eigentlich für Rucksäcke und andere Gepäckstücke, nur mal offen gestanden, würde ich da auch locker reinpassen und...

"Oh, ich habe meine Sklavin lieber im Käfig draußen gelassen, so wird der Einkauf nicht so teuer..."

Oder:

"Ach, ich finde die Sklavinnentrinkstellen sehr praktisch, ich hoffe es stört keinen, wenn sie später ins Gebüsch pinkelt..."


Kopfkino, wenn man aufmerksam durch die Welt schreitet :)

Auch haben manche Shops extra Ringe in die Hauswand angebracht, damit man dort seinen Hund anbinden kann. Nur seinen Hund?

Sowieso bin ich eine von denen, die jedem Hund sehnsüchtig hinterher schaut, weil er offen an der Leine spazieren geführt werden darf.

Jaaa, der aufmerksame Leser wird wissen, dass ich ab und an auch dieses Vergnügen haben darf, allerdings muss man dann immer Sorge haben, wer einen sieht, oder ob es nicht mal eine falsche Reaktion gibt, so wie damals, als die Polizei im Garten meines Ex-Herrn stand, weil eine besorgte Bürgerin sein Kennzeichen meldete und dachte, er hätte jemanden entführt.

Keine Frage, die Dame war mutig und ich finde es sogar richtig, dass man es meldet, wenn man sich nicht sicher ist.

Gut war auch, dass die Polizistin, die mich anrief und sich versichern wollte, dass ich nicht entführt wurde, es mit Humor nahm, exotisch und spannend fand, aber nicht böse war :)

Wie schön wäre eine Welt, in der jeder offen leben könnte, was er möchte und kein anderer Anstoß daran nimmt?

Oft werden Kinder vorgeschoben, die es verstörend finden könnten, aber in Wahrheit sehen die es meist lockerer, als die Erwachsenen.

Ich konnte ein Nackt-Foto-Shooting in der Innenstadt beobachten und die Reaktion von Kindern und die von Erwachsenen. Die Kinder fanden es uninteressant, fragten sich kurz, warum die Dame nichts an hat und fertig, jedoch die Erwachsenen waren empört, hatten kein Verständnis und machten sich um die Kinder Sorgen, die es selber gewohnt sind, dass sie auch mal nackt im Springbrunnen spielen dürfen.

Anderes Beispiel wäre, wenn z.B. mal CSD ist und Pets im Outfit unterwegs sind. Dann sind es die Kinder die es spannend finden, lustig, sich über die verspielten seltsamen Gefährten freuen und die Erwachsenen, die den sexuellen Hintergrund sehen, vielleicht auch mehr rein interpretieren als nötig und es ekelhaft oder anrüchig finden.

Klare sexuelle Handlungen sind ein anderes Thema, davon spreche ich nicht!

Ein Mensch der an der Leine geführt wird, ist für Erwachsene viel behafteter, als für Kinder, die sich wenig dabei denken und selber ja noch mit Zaumzeug im Kindergarten und der Grundschule Pferdchen spielen.

Kinder dürfen also nackig sein, an der Leine spielen oder mit Zaumzeug, dürfen sich über seltsame Menschtierwesen freuen, aber müssen dennoch dafür herhalten, dass man es wegen ihnen ja nicht in der Öffentlichkeit zeigen darf.

Früher war es das gleiche mit Homosexuellen. Undenkbar das ein gleichgeschlechtliches Paar auch nur Händchen hielt und heute?

Ebenso eine Entwicklung wünsche ich mir für Teile des BDSM Bereichs, die durchaus keinen sexuellen Bezug haben, lediglich eine Vorliebe/Neigung zeigen.

Im normalen Musikfernsehen schauen Teenager bereits perverseres, als das oben beschriebene und dagegen sagt keiner was und sind wir mal ehrlich, die schauen Hardcore Pornos auf dem Handy und fänden es wahrscheinlich öde, wenn jemand im Latexoutfit (sexuelle Merkmale bedeckt) in der Bahn sitzen würde.

Also sollten die Erwachsenen viel eher mal ehrlich zu sich selber sein und eingestehen, dass SIE das Problem haben und nicht die Kinder oder Heranwachsenden.

Aber wie soll man Toleranz und vor allem Akzeptanz von einer Gesellschaft erwarten, die weder Körperbehaarung toleriert, noch Socken in bestimmten Schuhen, noch andere Dinge, die sie genau genommen nichts angeht?

Man kann nichts mehr erwarten, sollte sich lösen von gesellschaftlichen Zwängen und sein eigenes Ding machen, denn wenn die anderen meckern und auf einen spucken wollen, dann finden sie eh einen Grund.

Macht euch frei, euer Ding, ihr habt nur ein Leben und das lebt ihr für euch, nicht für andere!




Montag, 16. Dezember 2019

Das letzte Einhorn


Einhörnchen im Bettchen


Ich liebe Einhörner und nicht erst seit es den riesigen Hype gab, nein, von klein auf schon. Der Hype ermöglicht es mir lediglich, dass ich besser an Einhörner ran komme.

Irgendwann fielen mir die Parallelen zum BDSM auf.
Es gibt viele Frauen, die ihre Sub-Seite lediglich im Bett bzw beim Sex ausleben möchten. Dann gibt es noch einige die meinen, sie seien eine Sklavin, aber sich als Wunschzettel-Sub entpuppen, also: "Ja Sklavin schon, aber!" und dann folgt eine Liste von Einschränkungen bzw Wünschen. Auch gibt es noch die wirklichen Sklavinnen, die ihren Herrn wirklich bestimmen lassen, freie Hand lassen, es wirklich leben wollen, ohne Grenzen, ohne Tabu-Listen, ohne Ausreden. Die nenne ich gerne Einhörner unter den Sklavinnen, weil sie einfach sehr selten sind und man sie noch seltener zu Gesicht bekommt.

Ja, das ist verallgemeinert geschrieben und zwischen den Kategorien gibt es noch unendlich viele Abstufungen, jedoch wollte ich es einfach halten, also Verzeihung, wenn ich wen auf den Slips getreten bin, das wollte ich nicht, musste ich allerdings in Kauf nehmen. Auch schreibe ich von Sklavinnen und lasse Sklaven aus, weil das nochmal eine andere Geschichte ist.

Die Geschichte vom letzten Einhorn eignet sich hervorragend, um sie mit wirklichen Sklavinnen zu vergleichen.

Meist gehen sie als Stute in den Massen unter und erkannt werden sie erst, wenn sie ein künstliches Horn aufgesetzt bekommen, da die Masse nicht mehr an richtige Sklavinnen glaubt. Dann müsste man die Wunschzettel-Subs als Stute mit künstlichem Horn sehen, die vorgibt etwas zu sein, was sie nicht ist.

 Ok, die Metapher mit dem roten Stier passt nun nicht in mein Konzept, aber was soll's, nichts ist perfekt :)


Hier und da findet man mal welche, aber z.B. im Chat ist so gut wie keine davon. Warum eigentlich? Auch kommt es mir so vor, als gäbe es innerhalb der BDSM Community noch eine parallele Gesellschaft, die sich abgrenzt und unsichtbar ist, weil sie mit den anderen weniger gemein hat und es ihnen vielleicht schlicht zu blöd ist, immer wieder erklärt zu bekommen, wie "richtiger" SM funktioniert, oder ähnliches.

Im Prinzip ist die jetzige BDSM Szene wie ein Kleingartenverein. Es gibt jede Menge Klugscheißer, die anderen erklären, wie BDSM zu sein hat und Meinungsfreiheit ist lediglich so lange erlaubt, wie die Meinung mit der der anderen überein stimmt: "Meinungsfreiheit ja gerne, aber nur wenn Du unserer Meinung bist."

Ironisch ist, dass sich zeitgleich überall alle beschweren über die anderen. Keiner sagt mal: "Oh, der Chat/Forum/was auch immer ist aber nett, ich mag die Menschen, der Umgang ist toll!" Eigentlich schimpfen alle über alle, wie beim Auto fahren. Immer sind die anderen die Idioten. Warum? Beim Auto fahren ist es einfach, weil scheinbar den anderen nicht die Fehler verziehen werden, die man selber vielleicht auch schon machte, weil es rücksichtslose, egoistische Fahrer gibt, die weder auf ihr eigenes Wohl, aber noch weniger auf das der anderen achtet und weil alle immer im Hektik und Eile sind.

Teile davon treffen sicher auf die Community zu, jedoch sicher nicht alle.
Ein Miteinander ist in unserer Gesellschaft immer schwieriger und immer häufiger hingegen ist es, dass sich andere in ihrer Meinung bestätigen wollen, indem sie sie anderen aufdrängen und ein Gegeneinander erzeugen.
Den anderen einfach mal sein lassen, ist komplett aus der Mode geraten und eine Randerscheinung geworden.

Wer mich nicht gerade beleidigt, oder obszön anschreibt, kann immer eine nette Antwort erwarten, ganz einfach, weil ich das alte Sprichwort im Kopf habe, man solle andere behandeln, wie man selber gerne behandelt werden möchte.

Wie schön wäre es in einer Welt zu leben, in der man zu seinen Schwächen stehen kann, nicht etwas darstellen muss, was man nicht ist, den anderen sein lassen kann, wie er ist, auch wenn er vollkommen anders tickt und jeder von jedem akzeptiert werden würde?

Aber nun bin ich ganz weit vom Thema abgekommen :)

Einhörner gibt es doch, unter uns, überall, man muss sie nur sehen wollen, auch ohne künstliches Horn, indem man noch glaubt und träumt und wirklich hinsieht, nicht nur die Oberfläche betrachtend, sondern tief rein schaut :)

Schöne Weihnachtszeit allen noch!

Sonntag, 15. Dezember 2019

Falsche Undankbarkeit

Ich mag mein Leben im Moment nicht sehr.

Abends gehe ich ins Bett, finde kaum Schlaf, wache mitten in der Nacht auf und sage, ich muss auf die Toilette, das mache ich auch, nachdem er die Ketten  gelöst hat und weil er eingeschlafen ist in der Zwischenzeit, finde ich nicht zurück ins Bett und putze, lese ganze Bücher, bleibe wach.

Mir fehlt mein  Platz so sehr.

Tagsüber hoffe ich, warte, flehe innerlich, es möge heute bitte bitte ein wenig DS geben.

Gestern hatten wir z.B. das Thema Undankbarkeit. Ich bin zu undankbar. Mag sein, aber wie soll ich für Dinge dankbar sein, die ich nicht mag, nicht möchte, nicht brauche?

Ich bin für Dinge dankbar die nichts kosten, außer etwas Zeit und Fantasie.

Wie soll ich dankbar dafür sein, dass er Essen einkauft, wenn ich es am Tisch, auf einem Stuhl sitzend, von einem Teller mit Besteck essen darf?

Wie soll ich dankbar sein, weil er ein teures Kissen für den Boden kauft, wenn ich es kaum benutze, weil ich immer aufs Sofa darf?

Wie soll ich dankbar sein, eine kleine gemütliche Ecke zu haben, wenn im Mittelpunkt ein Sessel steht und ich keine Möbel mag?

Wie soll ich dankbar sein, dass er mich dauernd streichelt und herzt, wenn ich in Wahrheit seine Füße küssen müssen soll?

Wie soll ich dankbar dafür sein, wenn er mich wie eine Prinzessin behandelt, ich aber weniger sein möchte als ein Aschenbrödel?

Wie soll ich für ein warmes, gemütliches Bad dankbar sein, wenn ich vorher nicht durch den Dreck geschliffen wurde?


Oder schlimmer noch, wie soll ich Respekt zeigen, wenn ich ihn ungestraft beleidigen kann?

Wie soll ich Respekt empfinden, wenn ich alles machen kann und straffrei ausgehe und nichts eingefordert wird?








Warum trage ich dieses Halsband?
Wofür steht es?
Was ist darin eingeschlossen?
Welche Bedeutung hat es?
Welches Versprechen liegt darin?


Wir sind gemeinsam essen und ich denke darüber nach, dass ich morgen Tortellini in Schinken-Erbsen-Sahnesoße mache und wie gut man das aus einem Napf essen könnte. Ich schaue zu dir rüber und bereue es, überhaupt so Gedanken zu haben.

Klar, wir essen nicht immer alleine, aber selbst wenn wir es tun...

Es ist so frustrierend.


Innerlich breche ich dauernd zusammen. Es fehlt mir so viel. Ich finde nicht einmal mehr Schlaf. Ich liege da, habe keinerlei Ruhe, nur Sehnsucht und Bedürfnisse.







Donnerstag, 12. Dezember 2019

Verschiedene Bedürfnisse







Man entwickelt sich in allen Bereichen des Lebens permanent weiter.

Man lernt neue Dinge, lernt neue Dinge kennen, entwickelt neue Gelüste, neue Genüsse.

Bei jedem meiner Herren, entwickelte ich mich anders.

Zum einen, weil ich mich meinem Herrn anpasse, zum anderen, weil sie jeweils andere Facetten in mir ansprechen und fördern.

Mein erster Dom und Ehemann (ja, als ich mit 19 Jahren merkte, dass ich auf DS stehe, suchte ich lediglich in der Szene nach Partnern) legte sehr viel Wert auf weibliche Kleidung, High Heels, Dessous, Strapse und Strümpfe, Schritt frei usw.
Des Weiteren förderte er meine Neigung zu 24/7 und TPE, Orgasmuskontrolle und trainierte mich auf Worte und natürlich, dass ich nur komme, wenn er es sagt, in dem Moment, in dem er es sagt.

Nach meiner lange ehe, hatte ich keine zwei Jahre einen weiteren Herrn, der es leider nach der verkorksten Vorgeschichte schwer mit mir hatte. Er legte auf andere Dinge Wert. Absolute Kontrolle, permanent. Ich durfte nichts ohne Erlaubnis, ohne zu fragen. Er bestimmte alles. Schritt frei ja, aber Wetter angepasst, also im Winter zb waren Strumpfhosen erlaubt. Beine nie überschlagen und ein paar andere Dinge. Alles musste ich mir verdienen. Standart Frühstück als Beispiel war Müsli, was ich absolut hasse. Wenn ich unartig war, gab es nur Matzen, mit etwas Glück Obst und/oder Gemüse dazu.
Ihn nur als "mein Herr" zu bezeichnen, egal wo und bei wem war anfangs sehr schwierig, schnell aber so in mein Fleisch und Blut übergegangen, als dass ich nicht mehr darauf achten musste und es mich nicht mehr interessierte, wer es hören könnte.

In beiden Beziehungen war ich lediglich eine Sklavin.


Mein jetziger Herr ist anders. Er ist einfühlsamer und weder ein Augenmensch, der sehr auf Kleidung achten würde, noch besonders auf Regeln fixiert. Er betüddelt mich viel, streichelt mich viel, knuddelt und umarmt mich viel, fasst mich ständig an, auch im Schlaf, egal wo.

Er lockte meine Pet Seite hervor und nein, nach wie vor, wie in den FAQs beschrieben bin ich kein Pet, sondern ein Hybrid, eine Mischung aus beidem, allerdings wird es mehr.

Ich finde es als Sklavin sehr schwierig, wenn man sich entwickelt und nicht weiß, wie der Herr dazu steht, wie er es findet, ob er etwas damit anfangen kann.
Da ist erst einmal dieses riesige Scham Gefühl. Ich schäme mich dann schrecklich und traue mich ja ohnehin kaum zu sagen, was ich mir vorstelle und wünsche.

Eigene Fantasien spreche ich nicht aus, zumal ich wenige habe und sie wirkungslos werden würden, wenn ich sie ansprechen würde, da mein Fetisch der Wille meines Herrn ist.

Was macht man dann?

Nehmen wir ein Beispiel.
Mein Ex-Ehedom nannte mich Maus, Madame, Schlampe und ähnliches. In meinem Leben sagte er vielleicht 6-7x meinen Vornamen und 3x davon nach unserer Trennung.

Mein Ex-Herr sagte ihn glaube ich kein einziges mal zu mir.

Mein jetziger Herr, seit ich seine bin ein mal? Glaube ich?
Ich bat ihn damals um einen Sklavennamen, da ich es nicht mag, mit meinem Vornamen angesprochen zu werden. Lustig ist auch, es tut so gut wie keiner! Selbst Freunde vermeiden es und so höre ich meinen Namen so selten, dass ich nicht einmal unbedingt darauf reagiere.

Jedenfalls entschied er sich für meinen Zweitnamen. Jeder der einen Zweitnamen hat weiß, dass die Eltern ihn gerne benutzen, wenn sie sauer sind. So ist er vorab negativ belegt. Außerdem reagiere ich nicht unbedingt darauf, wenn mich jemand so nennt und bei seinen Freunden könnte auch aufgefallen sein, dass ich immer stocke, wenn ich mich vorstelle mit meinem Zweitnamen, oder eben nicht höre, wenn sie mich ansprechen.

Schlimmer finde ich noch, er benutzt ihn null. Wenn er mit Freunden spricht, dann nennt er mich so. Wenn er mich vorstellt auch. Das wars dann aber.

Wie nennt er mich?

Alles mögliche! Ich könnte nichts spezielles auswählen.
Eine Zeit lang nannte er mich Honey Bunny, im Alltag quasi und wenn es sexy-time gab, dann Fickbunny und das funktionierte gut, verlief aber irgendwie im Sand.

Dann begann ich, um ihn zu ärgern, ihm kitschige Kosenamen zu geben, so in der Art wie Schatzi, Hasenpummel, Schuckelchen, Schätzelein usw. Er zog mit und ich hasse es, ehrlich, jedes-einzelne-Mal!

Dann zwischendurch bat ich ihn abermals um einen Sklavennamen, er blieb aber bei Bianca, obwohl ich die Problematik, siehe oben, nochmal auf den Tisch legte.

Derzeit sind wir also wieder bei bescheuerten Kosenamen und ich werde wahnsinnig!

Bitte ich nochmal darum? Nein. Dazu fehlt mir der Mut zum einen, zum anderen die Motivation und eben auch meine Scham ist zu groß geworden.

Ich habe Bedürfnisse, die mein Herr nicht teilt.

Schwierige Situation!

Ich meine, heute Nacht hatten wir tollen Sex, wirklich fantastisch und er nannte mich die ganze Zeit Fiepi, weil ich fiepte und winselte vor Schmerzen. Das machte mich zusätzlich an, neben den anderen Dingen, die er so sagte :)

Bleiben wir aber beim Thema Scham und verschiedene Bedürfnisse zwischen Herrn und Sklavin.

Ich habe ungemein wenige Regeln. Schrecklich! Und die wenigen die ich habe, werden nie dauerhaft durchgesetzt, noch schlimmer. Kein Halt, keine Stabilität, kein Grundgerüst, nichts.

Dann hatten wir das Thema keine Möbel wieder. Langsam hatte ich begriffen, ja er mag es wirklich, wenn ich vor dem Sofa auf dem Boden bin, da bekomme ich dann einen heftigen Migräneanfall und darf dauernd aufs Sofa. Was hat das Sofa mit Migräne zu tun? Davor kann man es sich ebenso bequem machen, mit den drei Milliarden Decken, die wir besitzen. Verstehe ich nicht, sage ich ihm auch, sagt er, er ist sein Wille, fertig.

Seinen Willen muss ich akzeptieren und folgen, auch ohne Einsicht.
Mein Grundgerüst ist abgerissen damit.

Dann wächst allerdings wieder die Sehnsucht nach Regeln, wirklichen Regeln, einzuhaltenden, wirklichen Regeln.

Dann rattert es in meinem Kopf und jedes Möbelstück ist ein Gegner.

Dann mag ich gar keine Möbel mehr und habe aber zeitgleich das grausame Gefühl, es ist unsinnig! Was bringt es, keine Möbel zu benutzen, wenn ich es nicht möchte? Dann ist das mein Wille, der interessiert mich aber nicht! Ich will seinen Willen!

Riesen Problem.

Dann geht also mein Köpfchen immer extremere Wege und gleichzeitig wird es immer unsinniger, weil mein Herr keinen Standpunkt dazu hat und schlimmer noch, wenn ich dann, trotz Scham, mal sage, was ich möchte/brauche/will, wenn er es dann macht/machen würde, dann würde ich wieder nur denken können, er macht es für mich und ihn interessiert es kein Stück! Also halte ich den Mund, sage nichts und warte und es passiert nichts, was mich dann bestätigt darin, dass es ihn in Wahrheit nicht interessiert.


Mein Herr wird dies hier lesen, mal sehen wie er reagiert. Meine Migräne ist noch immer da, es ist manchmal zum Heulen, aber was solls. Kopf hoch, ruhig atmen und weiter gehts :)



Dienstag, 10. Dezember 2019

Gemeinsam einsam

Manche meinen scheinbar, weil wir unter anderem hier kommunizieren, würden wir es real nicht (mehr) tun, was nicht stimmt, nur nutzen wir das hier als Tagebuch und manches was man redet, ist schnell verflogen, aber Buchstaben sind geduldig und man kann sie immer wieder lesen, analysieren, überdenken, neuen und anderen Sinn darin suchen.

Muss man nicht verstehen...

mir auch egal...




Als wir uns kennenlernten, konnten wir toll miteinander schreiben. Wir waren auf einer Wellenlänge und hatten die selben Dinge im Kopf, die selben Ziele, die selben Vorstellungen.

Was wurde daraus?

Schnell merkte ich, wir sprechen unterschiedliche Sprachen und ich las ein Kommunikationsbuch nach dem anderen, versuchte Dich zu erreichen, nicht immer missverstanden zu werden und dennoch unterstellten wir uns immer wieder Sachen, fühlten uns missverstanden und ganz schrecklich alleine.

In dieser Zeit fand ich einen wundervollen Text von Ruth Bebermeyer:

Ich fühle mich so verurteilt von deinen Worten,
Ich fühle mich so abgewertet und weggeschickt,
Bevor ich gehe, muss ich noch wissen,
Hast du das wirklich so gemeint?
Bevor ich meine Selbstverteidigung errichte,
Bevor ich aus Verletzung und Angst heraus spreche,
Bevor ich diese Mauer aus Worten baue,
Sage mir, habe ich richtig gehört?
Worte sind Fenster oder sie sind Mauern,
Sie verurteilen uns oder sprechen uns frei.
Wenn ich spreche und wenn ich zuhöre,
Licht der Liebe, scheine durch mich hindurch.
Es gibt Dinge, die ich sagen muss,
Dinge, die mir so viel bedeuten.
Wenn sie durch meine Worte nicht klar werden,
Hilfst du mir, mich freizusprechen?
Wenn es so schien, als würde ich dich niedermachen,
Wenn du den Eindruck hattest, du wärst mir egal,
Versuch’ doch bitte, durch meine Worte hindurch zu hören
Bis zu den Gefühlen, die wir gemeinsam haben.



Wir fanden es beide wichtig, gut und bedenkenswert, nahmen uns vor, mehr auf die tatsächlich gesagten Dinge zu achten und wendeten einige Tricks an, um besser eine gemeinsame Sprache zu finden und das ging unter anderem im Alltag unter. Man gibt sich weniger Mühe miteinander, hat mehr um die Ohren, hat weniger Verständnis, erwartet allerdings selber umso mehr.

So funktioniert das nicht.

Ich habe meinen Buddhismus sehr aus den Augen gelassen und meine Sprache ist, unter anderem durch meine Genervtheit, innere Unruhe und Unzufriedenheit, wieder verroht und nicht gewaltfrei.

Wir leben nebeneinander her und die Zeit, die wir miteinander verbringen, funktioniert lediglich, wenn wir reibungslose Themen haben, allerdings genügt es dann schon, wie gestern beim Ikea, wenn man einfach etwas hinterfragt, weil man es nicht versteht und schwupp, hat man einen Konflikt aus dem Nichts heraus erschaffen. Das Verständnis für den anderen fehlt.

Man versucht nicht mehr den anderen zu verstehen. Gibt es eine schlimmere, eine größere Mauer?

Ich bat darum, die eine hübsche Schale kaufen zu dürfen.
Ja wir haben ein paar Schalen zuhause, wir hätten sie nicht gebraucht.

Nur ist unsere Beziehung mittlerweile so kaputt, als dass wir uns auch immer weniger erzählen und immer wenn ich auf meine Bedürfnisse zu sprechen komme, bekommen wir Krach, also sagte ich nichts weiter dazu und verschwieg, wie ich letztens mein Abendbrot in meine Schüssel füllte und sie auf dem Boden, auf dem Fell, vorm Fernseher aß und mir dabei vorkam, wie mit einem Napf, oder dass ich mich fragte, ob man nicht auf dem Weihnachtsmarkt eine Schüssel mit "Napf" gravieren lassen könnte. Nein, ich sagte nichts, sagte nur, man kann Schüsseln immer gut gebrauchen.



Eben fand ich durch Zufall ein Bild wieder. Leider weiß ich nicht von wem es stammt und es ärgert mich, wenn ich etwas ohne Quellenangabe posten muß und ich würde mich freuen, wenn ich es irgendwann nachtragen kann.




So in etwa sah unser Ziel aus, jedenfalls ist es ein Überblick davon.

Und nun frisst uns der Alltag auf und wir sind gar nicht mehr bereit wirklich aufeinander zuzugehen. Wenn einer einen Schritt macht, dauert es nicht lange und man rennt zurück, hinter seine schützende Mauer und versteckt sich wieder. Mal der eine, mal der andere, beide verletzt und am Ende der Kräfte.

Wir sollten uns wirklich mal einen Termin setzen, dafür Zeit freischaufeln und ungestört hinsetzen und wieder alles runter fahren, neu entdecken und aufhören dem anderen Unterstellungen zu machen, sondern zuzuhören und vor allem hinter die Worte zu schauen und dem anderen verzeihen können.

Geht das nicht, geht nichts mehr.

Dann ist es weiterhin ein sich immer wiederholender Teufelskreis, aus dem ich aussteige.

Unterstellungen sind der Tod für jede Beziehung. Eine sehr unangenehme Angewohnheit, die man nicht von heute auf morgen verlernt, sondern abtrainieren muss und dafür ist guter Wille nötig.

Derzeit bekommt keiner seine Bedürfnisse befriedigt und ich fühle mich mit meinen komplett alleine gelassen und wenn etwas passiert, dann gefühlt nur, damit ich im Umgang wieder leichter handhabbar bin. Aber vielleicht fangen ja genau an der Stelle bereits die Unterstellungen wieder an.

Wir haben zu reden.


Sonntag, 1. Dezember 2019

Eintrag von meinem Herrn



Struktur, Konsequenz, Wertschätzung – oder der Mangel derselben.


Eine D/s-Beziehung, zumal TPE, lebt – neben dem emotionalen Grundgerüst, das jede Beziehung braucht – von drei Grundelementen: Struktur (ein übergreifendes Protokoll, das das Zusammenleben regelt – in Form von Regeln und Ritualen), Konsequenz (das fortwährende Überwachen und Einfordern des Protokolls, das Wachen über die Strukturen) und Wertschätzung (zum einen dadurch, das man die Wichtigkeit des Protokolls, die ja letztlich die Wichtigkeit der Beziehung ist, immer wieder herausstellt, indem man es überwacht und ggf. Abweichungen aufspürt und disziplinarisch ahndet, zum anderen dadurch, dass man die Einhaltung des Protokolls immer wieder positiv herausstreicht, lobt, zum Weitermachen ermuntert).

Fehlt eines dieser Elemente oder ist es vernachlässigt, gerät die Beziehung in Schieflage – und man fühlt sich nicht wohl. Von beiden Seiten; der Dom nicht, weil er seiner Verantwortung nicht gerecht wird, und die Sklavin nicht, weil sie in ihrer Demut und Unterwerfung nicht zur Geltung kommt.

Mangel an Struktur: man verliert die Rollenklarheit, gerade im Alltag droht beständig die Gefahr, dass der Dom von allerlei Einschränkungen abgelenkt, in Beschlag genommen wird und die Sklavin dann selbst für die Struktur sorgen muss (und sich vielleicht fragt, wofür sie überhaupt einen Dom hat).

 Struktur 




Mangel an Konsequenz: Das etablierte Protokoll wird nicht "gelebt", die Struktur deshalb als nicht sinnstiftend und im schlimmsten Fall als beliebig erfahren. Das ist auch auch schon der erste Schritt zum nächsten Mangel, dem an Wertschätzung, denn die Einforderung der etablierten Struktur ist vielleicht die wichtigste und vornehmste Aufgabe des Doms.

Mangel an Wertschätzung: das Erreichte wird nicht gewürdigt und scheint selbstverständlich zu sein. Was aber ist dann das Geschenk der Sklavin wert? Es wird verschwendet.

 Wertschätzung für eine Sklavin, die alles gibt 



In unserer Beziehung hat es alle diese Mängelerscheinungen gegeben; die Gründe sind vielfältig (und mit vollen Mülltüten ist das Phänomen nicht einmal im Ansatz beschrieben): der Alltag in all seinen Facetten fordert Tribute, und man kann vielleicht nicht immer Strukturen etablieren, die man gerne hätte. Aber, und da kann ich meiner Sklavin nur Recht geben: Wer nicht will, findet Ausreden, wer will, findet Wege.

Wenn es also Mängel in Struktur, Konsequenz oder Wertschätzung die Beziehung bedrohen, gilt es inne zu halten und sich an die Ziele zu erinnern und die eigene Person, die man in die Beziehung einbringt, genau zu betrachten. Und auch die Verantwortung, die man übernommen hat. Eine Beziehung wie die unsere ist eine große Verpflichtung auf beiden Seiten. Und wenn man aus den Augen verliert, warum man diese Verpflichtung auf sich nimmt, und im Alltagsnebel herumirrt, tut es Not, sich wieder das Schöne ins Gedächtnis zu rufen: die Intensität einer solchen Beziehung, die Möglichkeiten, die man auskosten kann, wenn man sich nicht ablenken lässt.

Zeit, wieder in den dunklen Keller zu steigen und da das Goldstück wiederzufinden, was dort eigentlich auf mich wartet.




Hörner abwerfen




Vielleicht ist es an der Zeit, die Hörner abzuwerfen, das Haustierchen in den Winterschlaf zu schicken und sich dem Ursprung zuzuwenden.


Sich auf das zu reduzieren, was die Grundessenz der Seele ist.
Den Geist wieder zu schulen und dem Buddhismus erneuert mehr Zeit und Energie zu zuzuwenden.
Dem Köper wieder seinen Wert schenken, durch Yoga und laufen durch die Natur.

Wenn man sich selber aus den Augen verloren hat, sich zu sehr auf den Partner konzentriert hat, kann es nur gut gehen, wenn der Partner diesen Teil übernimmt und für einen sorgt, jedoch tut er dies nicht, hat man nichts mehr, dann zerrinnt alles zwischen den Fingern und man steht mit leeren Händen da.


Ich verbringe meine Tage fast ausschließlich durch den Haushalt, die Grundbedürfnisse abdecken, indem man Essen heran schafft, zubereitet und verspeist, dazwischen ein wenig am Handy spielen und ein wenig lesen, ein wenig fernsehen.

Hobbies? Vernachlässigt. Vieles vorgenommen, nichts gemacht.
Wirklich lesen? Vernachlässigt. Ich meine, indem man ein Buch verschlingt und es nicht aus der Hand legen kann/mag.
Sport? Vernachlässigt. Mal, weil mein Körper nicht konnte, mal weil keine Energie vorhanden ist und so gehe ich nicht wie früher 5x die Woche, kein mal seit Monaten.
Schöne Dinge machen? Vernachlässigt. Lieber sitzt man sich zuhause den Hintern platt, weil man zum Aufstehen keine Kraft hat.


Ich bin nur noch ein Schatten, von dem, was ich war.

DS kann einen glücklich machen, natürlich! Allerdings müssen gewisse Dinge erfüllt werden und man braucht zwei dafür.

Und wir sind zwei, die mehr nebeneinander einsam leben, als gemeinsam.

Die meiste Zeit ist negativ geschwängert vom Alltag, den man schlecht geredet bekommt, bis man keine Kraft mehr hat, sich dagegen zu stemmen und man darunter begraben wird, bis man vor lauter Sorgen nichts anderes mehr sehen kann.

Wenn selbst die kleinsten Aufgaben zum Problem geschimpft werden, und wenn es nur ist, dass er den Müll runter bringen möchte, aber die Tüte etwas voll ist, dann möchte man gar nicht erst darüber nachdenken, was sein soll, wenn es mal ein wirkliches Problem gibt. Wenn bereits der Gang zur Mülltonne ein Auslöser zur Flucherei und fast Ausraster ist, was soll dann sein, wenn das Schicksal einem gewaltig in die Fresse haut?

Ich bin stark.
Ich habe vieles überstanden.
Ich habe alles überlebt.
Ich habe gelitten, geheult, geflucht, geschimpft, aber ich hatte große Gründe dafür, die andere in die Verzweiflung oder schlimmeres getrieben hätte und ein scheiß voller Müllbeutel entlockt mir nicht einmal ein Seufzer, oder sonst eine Gefühlsregung, weil man es erledigt und dann hat man es hinter sich, kein Grund seine Stimmung beeinträchtigen zu lassen, oder gar vermiesen zu lassen. Lieber mache ich mir laut Musik an und tanze durch mein Leben, aber ich erinnere mich nicht einmal, wann es das letzte mal war, als ich fröhlich, sorglos herum tanzen konnte.


Ich hatte nie ein einfaches, oder gar leichtes Leben, dennoch war ich die meiste Zeit irgendwie glücklich im Moment und zufrieden.
Wenn man aber mehrfach jeden Tag hören muss, wie schlimm und schrecklich die Welt ist, lebt man unter einem großen, schweren, schwarzen Schleier, der einen nicht mehr atmen, nicht mehr sehen und nicht mehr fühlen lässt und das ist nicht meine Welt, tut mir leid.

Manchen Menschen kann man es nicht recht machen.
Manche Menschen kann man nicht glücklich machen, weil sie es nicht wollen.
Manche Menschen leben gerne in ihrem Unglück.
Manche Menschen brauchen es, unglücklich zu sein, weil sie Glück nicht ertragen.
Ich bin nicht manche Menschen.
Ich brauche es glücklich zu sein, zufrieden im Moment, im Augenblick.
Ich brauche es, die Farben zu erkennen, die Dürfte zu erschnuppern und laute Musik zu hören, damit das Herz hüpft! Klar, nicht jede Farbe ist schön, nicht jeder Duft riecht gut und nicht jede Musik gefällt einem, aber wie viel Aufmerksamkeit ich den Misstönen des Alltags verleihe, ist noch immer meine Sache und in der Hinsicht bin ich mittlerweile machtlos, weil es mich überflutet, erdrückt und erstickt und ich unter einer riesen Haube lebe, nein vegetiere.

Zum Ursprung zurück.
Zum Mittelpunkt der Seele.
Zu dem, was einen ausmacht, wer man ist.
Dort sich selber finden und sein inneres Glück wieder entdecken und zurück gewinnen, damit das Leben wieder durch einen hindurch strömt und man ein erfülltes Leben führen kann.

Wenn nötig, dann auch indem man die Ohren an den Nagel hängt und die innere Sklavin weg sperrt, damit man nicht permanenten Sehnsüchten ausgesetzt ist und leiden muss.


 

Ich kann sehr selbstständig sein und alles hin bekommen, alles organisiert bekommen und erreichen.
Nur wer selbstständig sein kann, kann seine Selbstständigkeit überhaupt aufgeben und verschenken.

Aber wenn das Geschenk nicht angenommen, nicht gewürdigt, nicht gesehen, nicht beachtet wird, dann sollte man es ruhig zurück nehmen und wegstellen, wegsperren und schützen, damit es irgendwann vielleicht nochmal verschenkt werden kann, aber bis dahin, sollte man sich auf seine Mitte, seinen Kern konzentrieren und sich wieder finden.

Als Sklavin werde ich ohnehin nicht mehr wirklich angesprochen, außer ich fordere es aktiv ein.
Ab und zu beim Sex vielleicht. Auch ein Stino kann nachts mit einer Kette geruhsam schlafen, also fällt mir ehrlich gesagt kein Grund mehr ein, warum ich mich dem aussetzen sollte.

Gestern bereits dachte ich lange nach, was mein derzeitiges Leben und das eines Stino unterscheidet und mir fiel nicht viel ein. Ich darf nicht aufs Sofa, aber meine Ecke hat einen Sessel und vor dem Sofa ist mein Platz, der ist sehr bequem, also egal.

Sonst entscheide ich mittlerweile ohnehin alles alleine, außer welchen Tee ich morgens trinke, aber den Rest vom Tag, habe ich alle Freiheit, es würde keinen Unterschied machen.

Wenn meine Sklavin keiner haben möchte, kann ich sie ebenso gut einfach wieder, wie in meiner Ehe, wegschließen.

Damals war es auch so, dass ich meinen jetzigen ExEhedom im Chat kennen lernte und er wunder was schrieb, wie er sich ein Leben voller DS vorstellen würde. Er malte alles in kunterbunten Farben aus, voller Ideen, Regeln, Möglichkeiten und Erlebnissen. Die Realität sah allerdings so aus, dass er nichts davon umsetzen konnte, aber unendlich viele Gründe und Ausreden dafür fand.
Wir hatten früh kein DS mehr, kein BDSM mehr und ich kämpfte über ein Jahrzehnt dafür, es doch wieder mit ihm leben zu können, indem ich Spielzeug kaufte, Angebote machte, mich grundlos unterwarf und alles mögliche versuchte, was fruchtlos war, denn auch da gehören eben immer zwei dazu.

Als es gar nicht mehr anders ging, aus Gründen die ich hier nicht nennen kann, war ich gezwungen mich zu endgültig zu trennen, wobei es lediglich der letzte Schritt war, denn seelisch waren wir schon Jahre zuvor unsere eigenen Wege gegangen.

Ich möchte nicht mehr Jahre unglücklich leben und hatte damals bereits gelernt, man kann auch alleine sehr glücklich sein, obwohl man nebeneinander her lebt, wenn man sein eigenes Ding macht und sich nicht zu sehr vom gewollten Unglück des anderen beeinflussen lässt.

Aber das ist alles vergangen.
Im Moment möchte ich einfach gerne wieder ich sein können, ohne mich erdrücken zu lassen, von negativen Gefühlen anderer und zu mir zurück kehren.

Wenn dies bedeutet die Hörner an den Nagel zu hängen, dann ist das nunmal so.