Samstag, 21. Dezember 2019

Elektroschockhalsband






Gestern Abend fragte ich meinen Herrn, ob wir heute das Elektroschockhalsband mal wieder mitnehmen sollen und er freute sich über die Erinnerung.

Auch habe ich die Bildersuche bei BDSMler nachgeholt und mit anderen Suchworten sogar schöne Bilder ausfindig machen können, so dass wir beide Freude hatten und ich ein wenig mehr in die Ästhetikansprüche meines Herrn schnüffeln konnte :)


Als es dann ins Bett ging, bekam ich das Elektroschockhalsband um und ehrlich, das Teil war aus und ich hatte totale Panik. Irrational, aber dennoch leider vorhanden. Umso interessanter fand ich es dann zu sehen, dass mein Schlaf (wird durch meinen Tracker aufgezeichnet) besser war, als sonst. Ich hatte keine Probleme beim Einschlafen und fühlte mich seltsam wohl.

Schlaf trunken spürte ich es natürlich direkt wieder beim Aufawachen und es fühlte sich toll an, so unter Kontrolle zu sein und eingeschränkt, da jedes falsche Wort Konsequenzen haben könnte. Ich genoss es sehr und konnte meinen Platz spüren. Ich war dankbar, dass mein Herr es tat und selber auch Gefallen daran hatte. Er sagte vorhin noch zu mir, ich habe schlafend süß ausgesehen und mein Herz schlug schneller :)

Weil ich gestern ganz brav war und fleißig, weil ich ihn ans Elektrohalsband erinnert hatte, die Bilder gesucht hatte und andere Arbeit abgenommen hatte, bekam ich heute einen Leckerlie-Tag!

Ich durfte mir schöne Sachen aussuchen, wir gingen Essen, machten es uns gemütlich und nebenher kam mein Herr auf die Idee, die Ledermanschetten mal eine Zeit lang nicht mehr abzunehmen, sondern sie einfach dran zu lassen und höchstens, für etwas Pflege, kurze Unterbrechungen zuzulassen. Ich bin schon sehr gespannt, wie das sein würde!

Auf dem Boden durfte ich dann eine Folge meiner Serie schauen und bekam ein süßes Stückchen samt Kaffee!

Das Halsband habe ich wieder an und da ich nichts böses mache, ja, ich bin damit schlagartig brav, wird es vorerst noch locker angezogen und ich gewöhne mich daran, werde nach ein wenig Zeit sogar entspannter und vergesse es ein wenig. Man überlegt sich dann schon genau, was man sagt, was man tut, um ja nichts zu riskieren und das Privileg, dass es noch nicht ernst ist, zu genießen.

Ich bin schon sehr gespannt, wie es weiter geht. Mit Schal kann man selbst das dicke Elektrohalsband gut verdecken. Man muss es nicht immer ausziehen :)

Schreiben mit den Manschetten gestaltet sich schwierig, sie schrabbeln über den Laptop und man erreicht die Tasten schlechter, umso erleichterter bin ich, dass ich die kleine Kette dazwischen gerade nicht dran haben muss.

Wobei, ich liebe Einschränkungen sehr, sie zeigen, dass man kein freier Mensch ist, dass der Wille einem nicht gehört, dass jemand anderes über einen bestimmt. Sei es bei körperlichen, bei Gewohnheiten, bei der Nahrung, bei der Wortwahl, vollkommen egal und zeitgleich ist es eine Herausforderung daran zu denken, sich daran zu halten und es permanent akut im Kopf zu haben. Geil, oder? Finde ich jedenfalls.

Durch Einschränkung empfinde ich Freiheit, meinen Platz, gehe auf und genieße es, atme und bin glücklich. Paradox? Finde ich nicht. In dem Sinne, jeder wie er mag :)






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