Mittwoch, 25. August 2021

Krank

 Leider hatte ich erst eine fiese Erkältung, dann wirklich schlimme Migräne und heute ist der erste Tag, an dem ich mich etwas wohler fühle und nur noch etwas viel geschlafen habe. 

Monsieur ließ mich derweil im Menschenbett nächtigen, damit ich mich gut erholen konnte und schnell wieder vollkommen verfügbar werden konnte. 

Passiert ist in dem Zeitraum natürlich wenig. Monsieur schont mich und knuddelt mich viel. 

Morgen machen wir einen kleinen Ausflug, gehen etwas essen und lassen es uns gut gehen ❤️

Ich glaube, heute ist es grenzwertig, für welches Bett er sich entscheiden wird, daher lege ich keine Prognose ab. 

Regeln wie zu fragen, ob ich auf die Toilette darf, bestanden nach wie vor, ebenso die nächtliche Kette, aber z.B. seine Anrede ist ihm weniger wichtig, ebenso andere Etikette, aber er muss selber wissen, was ihm in der Erziehung wichtig ist.


Mittwoch, 18. August 2021

Jubeltag

 Heute vor vier Jahren, schrieb mir Monsieur seine erste PN :)

Es ist so viel in diesen Jahren passiert!

Aber von vorne. 

Gestern Abend ging ich noch ein wenig ins Menschenbett, hörte einen Podcast und spielte was am Handy, bis ich merkte, dass ich deutlich zu müde bin und dann verkroch ich mich ins Hundebett, schlief dort ein, bis Monsieur mich unbeabsichtigt weckte, als er ins Bett kam und das Licht anmachte. Leider schreckte ich hoch, einen Herzkasper bekommend und war wirklich sehr wütend. Ich mag es nicht, wenn ich geweckt werde, indem ich mich fürchterlich erschrecke.

Nochmal auf die Toilette, bevor ich dann endgültig ins Hundebettchen stieg und wütend, meinem Herrn den Hintern zugewandt, dass er ja auch merkt, wie wütend ich bin, schlief ich wieder ein, diesmal sogar bis morgens!

Ursprünglich hatte Monsieur gesagt, es könne nicht sein, dass er morgens ohne mich aufsteht und sein Zeug alleine machen muss und sich dabei Mühe geben muss, damit ich nicht wach werde. Das sei ja eine verkehrte Welt!

Recht hat er!

Aber hält sich nicht dran.

So kraxelte er leise aus dem Bett, lief auf Zehenspitzen herum und war so leise, dass ich nicht wach wurde. 

Etwas später wurde ich auch wach und wir bekamen einen Streit, weil hm, das kann ich hier sehr schlecht ausführlich erklären. Es ging darum, wie Monsieur mich gestern einmal angepfiffen hat, ohne Grund, weil eine Arbeit ihn massiv genervt hatte und dass er heute ein wichtiges Telefonat nicht geführt hatte, bis ich ihn darauf angesprochen habe.

Ja, ja, nun könnte man an dieser Stelle sagen, die brave Sklavin schluckt alles, auch ihren Ärger runter, aber die Realität ist, dass die brave Sklavin auch mal gekränkt und verletzt sein kann und dann nicht schluckt, sondern spuckt.

In all den Jahren haben wir ein paar Dinge bis dato nicht geschafft zu ändern, so eingefahren sind gewisse Gewohnheiten, aber wir arbeiten daran und so war es auch heute wieder, dass Monsieur im Streit seine Monologe führte und ich eher ruhig, genervt nichts tat.

Später, als wir uns beruhigt hatten, hatte Monsieur den Frühstückstisch vorbereitet und Brötchen aufgebacken, ich hatte mich um den Haushalt gekümmert und wir frühstückten gemeinsam.

Anschließend ging jeder seinen Aufgaben nach und später fuhren wir zusammen etwas einkaufen und essen.

Monsieur wollte mir ein Steak gönnen, denn ich liebe Steaks! Aber ich liebe sie leider auch eher blutig und da ich kürzlich arge Blutungen hatte (nein, nicht meine Tage, die kann ich nicht mehr bekommen und bin somit immer frei verfügbar, was mich ja schon ein wenig stolz und vor allem froh macht!), wollte ich kein Steak, aber Monsieur gönnte mir dann eines meiner Lieblingsrestaurants. 


Wir waren im Vapiano und ließen es uns gut gehen. Die Nudeln dort sind immer lecker und ich mag sehr, dass man draußen sitzen kann und seine Ruhe hat.

Hinterher noch etwas Gebäck und einen Kaffee, ein wenig Zeit für ein paar Zeilen in einem Buch und es ging mir gut :)

Monsieur hatte es auch geschmeckt, aber man merkt ihm deutlich an, dass er sehr gerne woanders essen geht :)

Sein Geburtstag ist nicht mehr allzu fern und er liebt den Maulwurfkuchen, aber ich backe ihn nicht so gerne, weshalb ich bei Coppenrath und Wiese schaute und eine Bananensplit Torte fand, die eigentlich identisch ist. Ich fragte Monsieur, ob die auch in Ordnung ist und das kleine Leckermäulchen erklärte ausführlich, warum wir heute, zur Feier des Tages und weil ich auf meiner Liste, was ich im Sommer machen will, Bananensplit stehen habe, wir die heute uuuuunbedingt ausprobieren sollten und er ist der Herr, er entscheidet, er kaufte die Torte.

Ich mag sie noch immer nicht, aber er umso mehr :) Das freut mich!

Natürlich schenken wir uns immer eine kleine Kleinigkeit und Monsieur schenkte mir meinen Platz.



Er sagte, eines hängen wir zum Hundebettchen, eines ins Büro über mein Kniekissen.

Eine wundervolle Idee!

Monsieur hat sich Gedanken gemacht und eine schöne Auswahl getroffen!

Ich freue mich schon, wenn sie hängen, wohin sie gehören :)

Das ist einer meiner Plätze. Ich habe in der Wohnung verteilt Kissen auf dem Boden, so dass ich theoretisch keine Menschenmöbel benutzen muss, aber im Moment spielt das keine Rolle, ich darf, bis aufs Essen, jederzeit, an jeden Ort, auf jedes Möbel.

Nackthaltung ist auch kein Thema und bevor ich nun weiter abdrifte, höre ich lieber auf damit, da ich gerade schon in ein Fettnäpfchen getreten bin, als ich Monsieur fragte, wie unsere Beziehung wohl aussehen würde, wenn er die Hälfte der Zeit, die er PlayStation spielt, in unsere Beziehung investieren würde.

So Fragen sollte ich nicht stellen, es geht dann immer im selben Schema weiter... mein Fehler, nun muss ich es auch ausbaden. 



Dienstag, 17. August 2021

Trüber Tag

 Gestern vertrat mein Herr mich ja vortrefflich! 

Ich bat ihn darum, weil ich auch mal gerne gebauchpinselt werde, weil ich auch mal gerne höre, wie er seinen Tag empfindet und weil ich das dann auch öfter noch lesen und mich gut fühlen kann. 

Da, wie Monsieur schon schrieb, ich noch etwas fertig bekommen wollte, saß ich also auf dem Menschenbett, mit dem Tablet, schaute eine Serie und häkelte :)

Ganz ehrlich, es ist mal schön für sich zu sein, mit der bunten Lichterkette und einer guten Serienbegleitung :)

Als ich fertig war, ging es auch zügig ins Bett, da es schon spät war und wir früh aus den Federn waren und am nächsten Tag auch wieder müssten.

Monsieur verwies mich im Tagebucheintrag bereits ins Hundebett und dort fand ich mich auch direkt ein. 

Die Nacht war kurz und Monsieur weckte mich, nachdem er geduscht hatte, ganz lieb und zärtlich, indem er mich streichelte und leise sagte: "Haustierchen, Zeit aufzustehen. Du musst nicht mit mir frühstücken, ich weiß, das magst Du nicht so früh, aber Du wirst bei mir sein und mich unterhalten."

Ich bin ein Morgenmuffelmonster, ehrlich! Ich bin morgens unausstehlich!

Also was machte ich? Kletterte aus dem Hundebettchen und nach meiner Morgentoilette, riß ich mich zusammen und war ein artiges Haustierchen, oder Sklavin, oder was dazwischen.

Ich deckte den Tisch, machte die Kaffeemaschine fertig, wusch das Gemüse und drapierte es schön auf einem Teller, das volle Programm, wie üblich und auch ein Gedeck für mich stellte ich hin, denn ich esse morgens wirklich nicht so gerne was, aber weiß auch, wenn Monsieur weg ist, esse ich alleine erst recht kein Frühstück und da ich wirklich, trotz Morgenmuffeligkeit, brav sein wollte, deckte ich für mich mit ein und wartete bis Monsieur bereit war.

Während ich noch die Kaffeemaschine bediente, das ist so ein Vollautomat, der erst wenige Wochen alt ist, aber trotzdem für zwei Tassen seine Zeit braucht, schmierte Monsieur bereits seine Brote. Das ist sein Recht, natürlich.

Zu seinen Füßen, auf meinem kleinen Tisch essend, hörten wir einen Podcast unter unterhielten uns etwas. Ehrlich, als Morgenmuffel habe ich eine Medaille verdient! 

Monsieur deckte danach den Tisch ab, das war ihm wichtig und ich bin ihm sehr dankbar dafür und hinterher ging es dann auch schnell, bis ich an der Türe kniete, während er raus in die große weite Welt entschwand. 

Monsieur schaut immer mind. 3x, bevor er die Türe wirklich schließt und kommt oft noch einmal zurück, um mich nochmal zu küssen und zu kraulen. Das sind schöne Momente, an die man dann später, wenn man ihn vermisst, zurück denken kan.

Kaum war er raus, sprang ich auf und packte noch ein Geschenk ein, bastelte am anderen noch herum, ging dann duschen und machte mich selber fertig, denn auch ich hatte Termine.

Zwischendrin schrieben wir ein wenig, wirklich wenig, hin und her und Monsieur fuhr über eine Stunde, um mich abzuholen, weil er es nicht mag, wenn ich in der Bahn fahre. Er fuhr also eine Stunde hin, sammelte mich auf, fuhr eine Stunde wieder zurück. Das sind wirklich wichtige Gesten die zeigen, wie wichtig ich ihm bin und dafür bin ich wiederum sehr dankbar!

Daheim stellte ich mich an den Herd und zauberte uns ein Essen, Monsieur arbeitete noch etwas und hinterher wurde ich auf dem Sofa angekettet, das erste Mal heute ein wenig entspannen und die Beine hochlegen :)

Während ich etwas Fall Guys spielte (meistens nur die Tages Challenge), nickte Monsieur ein wenig weg, was ihm sicher gut tat.

Da Monsieur nun selber etwas PlayStation spielen wollte, verzog ich mich mit dem Tablet ins Menschenbett und genoß die Ruhe.

Ich bin müde, fühle mich etwas krank (Nase verstopft, mir ist warm, obwohl ich sonst recht kühl bin und ich bin so erschöpft!) und werde mich gleich wieder ein wenig ins Bett verkrümeln und so lange Monsieur noch nicht ins Bett geht, darf ich sicher im Menschenbett verweilen :)

Monsieur ist sehr großzügig, nachsichtig und fürsorglich.

Auf morgen freue ich mich sehr und hoffe, dass ihm gefällt, was ich vorbereitet habe :)

Vier Jahre ist es nun her, als er mich im SMC angeschrieben hatte und mit seiner ersten Nachricht bereits heraus stach und sich als jemand sehr besonderes outete.

Nicht auszudenken, wenn er mir nicht aufgefallen wäre!

Gute Nacht und ich hoffe, dass ich morgen wieder super fit bin!



Montag, 16. August 2021

Aus dem Alltag mit Haustierchen

Der Wecker klingelt – wie immer zu früh. Ich erwische ihn beim 2. Klingeln. Haustierchen schläft noch friedlich in ihrem kleinen Hundebettchen, angekettet wie üblich. Die Füßchen ruhen auf der braunen Kuscheldecke , die sie am Rand drapiert hat. Ich lasse sie noch etwas schlafen und erledige die Morgentoilette (Rasieren, Dusche etc.). Dann ist es Zeit, das Haustierchen zu wecken. 


Normalerweise bereitet sie dann in der ihr eigenen Sorgfalt den Frühstückstisch vor, aber heute ist dafür keine Zeit. Wir haben beide Termine; da ihrer etwas früher ist, fahre ich sie hin und nehme dann meinen Termin wahr. Im Auto ist das Haustierchen natürlich angeleint; wir nehmen heute dafür die jüngst erworbene Tauleine, sie liegt wirklich gut in der Hand, und es bereitet mir Freude, das Haustierchen an ihr zu führen.


Nach den Terminen treffen wir uns in der Stadt, kaufen ein frisch duftendes Brot und fahren nach Hause, um das versäumte Frühstück nachzuholen – spät, aber dafür entspannt. Haustierchen nimmt ihr Frühstück wie jeden Tag zu meinen Füßen. Demütig fragt sie nach Brotaufstrich und einer weiteren Scheibe Brot. Ihre Hingabe auch in den kleinen Dingen wärmt mein Herz.


Übermorgen jährt sich unser Kennenlerntag, und mein Geburtstag ist auch nicht mehr fern. Und so ist das Haustierchen sehr geschäftig, denn sie arbeitet gern an kleinen Überraschungen, von denen ich natürlich nichts wissen darf. Und so kommt es, dass sie zurückgezogen ihr Ding macht (auf die Überraschungen freue ich mich schon sehr). Wenn ich sie gleich wieder ins Hundebett bringe, ist ein weiterer Alltag vorbei, den ich aber mit einem wundervollen Wesen verbringen durfte.

Sonntag, 15. August 2021

Langeweile

 Gestern Abend kam es wirklich so, dass Monsieur mich ins Hundebett geschickt hat, was auch in Ordnung für mich war.

Wach wurde ich, durch ein Kleinkind, was wohl auf der Straße gestürzt war. jedenfalls schrie es ganz fürchterlich. 

Vermutlich bekommt Monsieur dann mit dass ich wach bin, weil ich mich bewege und die Kette klappert, woran ich zuvor noch gar nicht gedacht hatte und so dauerte es auch diesmal nicht lange, bis er im Türrahmen stand und mir einen guten Morgen wünschte, auf eine Art, die mir zeigte, dass er sich wirklich freut mich wach zu sehen. Solche Momente sind wertvoll.

Leider war heute einer dieser Tage, an denen mir bewußt wird, was mir alles fehlt. Ich lebe als Haustierchen und das ist auch gut und schön, aber manchmal fehlen mir einfach die Spitzen, die aufregenden Ausflüge, die einen flashen und deutlich zeigen, warum man überhaupt lebt! Klar, war es letztens in der Teestube schön und im Museum, aber das meine ich nicht. 

Gelernt habe ich, dass keinem geholfen ist, wenn man solche Gedanken und Sehnsüchte für sich behält, also habe ich es möglichst freundlich formuliert und Monsieur mitgeteilt. 

Erst einmal bin ich froh, dass wir keinen Streit bekommen haben und ich bin froh. dass er keine Hauruck-Aktion gerissen hat, die oft daneben geht, sondern sich wirklich Gedanken machte, mein Problem begriffen hat, in den Facetten, aus denen es zusammen gesetzt ist und mich beiseite nahm.

Zuhause kann ich schlecht entspannen, weil ich mich permanent abrufbereit fühle, damit meine ich ohne DS Hintergrund, sondern als Mensch und man sieht überall, was noch zu tun ist und was ich früher als mein zweites Zuhause bezeichnet habe, ist mittlerweile gefühlt mein Arbeitsplatz und ich habe keinen Tag frei.

Die Spitzen, so kleine aufregende Ausflüge, fehlen dennoch, aber Monsieur stellte uns vor seine DVD Wand und erklärte nochmal, wie viele Filme wir haben, was für welche und welches Potential das birgt, ebenso unsere ganzen Bücher und dass ich die Wohnung  nicht als Ort der Arbeit sehen soll, sondern Ort, an dem man seine Interessen ausleben kann, an dem man sammelt, was einen interessiert.

Ich versuchte es mir zu Herzen zu nehmen, aber praktisch war es wie jeder andere Tag, wir blieben zuhause, er arbeitete etwas, ich malte, bastelte, kochte, machte meinen Kram wie üblich, nichts hat sich verändert und innerlich gehe ich ein, vertrockne und verschrumpfe.

Morgen wird ein anstrengender Tag, ich habe früh einen Termin, Monsieur hat auch einige, so dass wir uns erst mittags wieder sehen und übermorgen haben wir beide noch mehr Termine, werden erst Nachmittags Zeit haben. Das schafft etwas Abwechslung und ich werde weniger zuhause sein, was mir schon hilft, aber meine Highlights sind im Moment kleine Funzeln.

Monsieur achtet ab und an auf seine Anrede, ein System dahinter habe ich nach wie vor nicht erkannt, aber das kann auch daran liegen, dass ich wirklich selten mir ja oder nein antworte, sondern meistens ausführlicher.

Ich frage artig, wenn ich auf die Toilette möchte und sonst?

Fällt mir heute nichts ein. 

Gefühlt nimmt DS weiterhin ab und ich fühle mich einfach nicht wohl und damit bricht auch nach und nach meine Stimmung in anderen Bereichen ein und es zieht mich runter. Ich mag das nicht.

Wo ich heute schlafen werde? Es ist mir egal. Ehrlich egal. Macht keinen Unterschied. Das Gleichgewicht ist einfach hinüber....



Samstag, 14. August 2021

Bissele Wellness

 Gestern Abend sinnierte Monsieur wieder lautstark vor sich, sich selber Antworten und Bedenken gebend, bezüglich des Hundebettes.

Wenn er nun schon wieder möchte, dass ich im Menschenbett schlafe, was würde denn sein Haustierchen darüber denken, aber er möchte ja gerne frei entscheiden können, dann müsse ihm ja egal sein, was sein Haustierchen darüber denkt, aber kann es ihm denn wirklich egal sein, was sein Haustierchen denkt? Und so ging es weiter, bis ich sagte, damit das kein Teufelskreis wird, müsse er doch so handeln, wie ihm die Lust steht und dann, wenn man es ordentlich verbalisiert, sollte es keinen Nachteil haben.

Verbalisieren ist alles :)

Monsieur stimmte mir zu und nach meiner Abendtoilette, als ich Anstalten machte ins Hundebettchen zu gehen, verwies er mich ins Menschenbett.

Ich fragte einmal grob: "Warum?" und versuchte nach seiner Antwort, dass er es eben so mag und nicht begründen müsse, nicht weiter darüber nachzudenken. 

Heute wurde ich wach, weil Monsieur quer durch den Flur brüllte: "Ja gut, lassen Sie es auf der Treppe liegen!"... der Postbote war gemeint und ich konnte nicht nochmal einschlafen und die Katze lag auch nicht als Entschuldigung auf mir, also rappelte ich mich gerade auf, als Monsieur reingestürmt kam und fragte, ob es normal sei, dass der Hamster so komische stöhnende Geräusche macht.

Der Hamster ist nun auch schon ein kleiner Opa und nein, eigentlich macht er keine Geräusche, außer es sitmmt was nicht. Also begann mein Tag mit einem panischem ausbuddeln des Hamsters und was sehe ich, als ich sein Mobiliar beiseite geschafft und sein Streu weggeschaufelt hatte? Den Hamster, wie er dick und breit auf dem Rücken liegt und gerade verdutzt wach wird, nicht ahnend, was gerade um ihn herum passiert ist und wie groß unsere Sorge um ihn war, denn scheinbar hatte er lediglich geträumt.

Die Gelegenheit nutzte ich, um sein Zuhause mal wieder zu reinigen und alles ein wenig frisch zu machen.

Danach säuberte ich alles um sein Zuhause herum, denn die Sägespäne fliegen bis sonst wohin!

Gefrühstückt wurde wie es Standard ist, Monsieur am Menschentisch, ich auf einem kleinen Tischchen, zu seinen Füßen und wir unterhielten uns wieder wunderbar dabei, wie verblüfft der Hamster ausgesehen hatte und wie lecker Blaubeeren mit Cheddar schmecken :)

Wenn es die Zeit erlaubt, entspanne ich mich nach dem Frühstück gerne ein wenig und heute ging es dafür unter anderem in die Badewanne, mit einem kleinen Wellness-Programm.

Samstags haben wir meistens wenig zu tun und so ging mein Programm auf dem Sofa weiter, bis wir noch ein paar Erledigungen machen fuhren und unterwegs etwas aßen.

Monsieur lässt, finde ich, ein wenig nach, denn heute gab es kaum Beachtung für die Anrede und auch andere kleine Details sind ein wenig untergegangen. Mir ist es wieder zu viel Schmusekurs und zu wenig Strenge, genieße ich doch erst nach einer harten Hand, die zarten Töne richtig.

Natürlich muss ich um Erlaubnis fragen, wenn ich auf die Toilette gehen möchte und die Leine war während der Autofahrt auch an meinem Halsband befestigt, aber sonst? 

Eben hatte ich mich ins Menschenbett zurückgezogen, um ein wenig zu lesen. Dort habe ich eine bunte Lichterkette, gedämpftes Licht und viele Kuscheltiere und Kissen, so dass es schön gemütlich ist und man entspannt lesen kann. Monsieur kam dazu und ich versuchte ihn, eher scherzhaft, zu verscheuchen, da ich noch ein wenig Ruhe tanken wollte und in mein Buch vertieft war. Natürlich hatte er begriffen, dass ich es nicht ernst meinte, dennoch empfand er garstige Vorfreude daran, dass ich heute Nacht wohl im Hundebett schlafen würde, so frech wie ich eben war.

War es ein Scherz?

Stellt er sich mit so einer Ansage ein Bein, denn er legt sich dann doch fest, auch wenn er es sich vielleicht noch anders überlegen möchte?

Oder entscheidet er sich dann einfach um? 

Oder bleibt er dabei?

Ich bin mal gespannt :)



Freitag, 13. August 2021

Würgehalsband, das endlich mal perfekt passt





Gestern Abend ging es wirklich zügig ins Bett und als ich schon im Hundebettchen lag, befahl Monsieur, ich solle aufstehen, knuddelte mich und schickte mich ins Menschenbett.

Das ist nun recht schwierig in meinem Kopf gewesen, denn einerseits bin ich natürlich sehr dankbar gewesen, aber dann ist da dieses kleine Monsterchen in meinem Kopf, dass sagt, dass Monsieur mich zu sehr verwöhnt, es sich nur leichter damit machen möchte, oder schlimmer noch, schlicht Mitleid mit mir hat. 

Aus der Vergangenheit gelernt habe ich, dass man alle solche Gedanken besser aussprechen soll, was ich sogleich auch tat und Monsieur stritt es natürlich ab und erläuterte, er hätte mich einfach gerne bei sich im Bett.

Schwierig, absolut schwierig für mich, unter anderem, weil ich meinen Platz den Tag über sehr vermisst hatte und er mir nun zusätzlich abgenommen wurde. Zwar werde ich im Menschenbett auch angekettet, jedoch ist es ein schwacher Trost.

Wäre ich im Hundebett geblieben hätte ich das Menschenbett vermisst.

Manchmal verfluche ich mein Denken.


Morgens war Monsieurs Bettseite leer. Ich hatte so tief geschlafen, dass ich nicht einmal bemerkt hatte, wie er aufgestanden war, aber sein Gespür, wann ich wach werde, ist recht gut, denn gerade als ich ein wenig durch die Nachrichten schaute auf dem Handy, kam er schon ins Schlafzimmer.

Gut gelaunt neckten wir uns ein wenig und wälzten wir uns durchs Bett, bis Monsieur mich aufforderte, mich auf den Bauch zu legen und mir ein wenig mit der Hundepeitsche und einem Slapper den Hintern bearbeitete, aber spielerisch, passend zu unserer Kabbelei.

Anschließend bat ich artig auf die Toilette zu dürfen und verrichtete meine Morgentoilette. Danach fragte ich Monsieur, ob er direkt frühstücken wolle, da hatte er schon den Tisch etwas gedeckt gehabt. Es ist Standard, dass ich den Kaffee für uns aufbrühe, während Monsieur bereits am Tisch sitzt, oder noch etwas erledigt, so dass er keinerlei Arbeit damit hat.

Während ich mich auf den Platz zu seinen Füßen begebe, wo mein kleines Tischchen steht, schmiert er schon sein erstes Brot und so beginnt der normale Teil des Tages, denn danach machen wir uns frisch und gehen einige Dinge erledigen, unter anderem durfte ich mir ein paar Bücher aussuchen und dann war es soweit, er hielt vor einem Zoofachhandel und wir gingen Leinen und Halsbänder ansehen!

Nicht missverstehen, natürlich gehen wir öfter auch ins Sex-Shops, aber mal unter uns, wenn es um Leinen geht, ist die Auswahl dort oft mäßig gut. Leinen gibt es höchstens drei Modelle, eine einfache schwarze Lederleine, eine einfache aus einer Kette bestehenden, oder beides kombiniert.

Halsbänder verschiedene aus Edelstahl, die mich nicht interessieren, weil sie nicht kombinierbar mit meinem Talena sind und dann auch wieder welche aus Leder, meist in schwarz oder rot, manchmal auch in lila oder pink, mit mehr oder weniger vielen Nieten.

Da ist man dann im Zoofachhandel besser aufgehoben und hat mehr Auswahl, vor allem wenn sie Hunter Produkte führen.

Monsieur interessierte sich heute für welche aus Baumwolle. Der Karabiner passt gut zum Titan meines Talenas und wir entdeckten ein Würgehalsband, was sich in einem wichtigen Detail von den üblichen Würgehalsbändern unterscheidet!

Wer welche schonmal anprobiert hat, müsste bemerkt haben, dass sie oft entweder nicht über den Kopf passen, oder wenn sie groß genug sind und über den Kopf passen, dann ist der Schutzring, der das Zusammenziehen verhindern soll, damit das Tier nicht stranguliert wird, an einer Stelle, wo der schmale Menschenhals nicht gewürgt wird.

Aber!! dieses hat einen verstellbaren Schutzring, so dass es groß genug ist und über mein Rübchen passt, aber dennoch zum leichten Würgen eingesetzt werden kann, perfekt!

Dann noch etwas für die Katze eingepackt und ab nachhause, wobei mir die Fahrten heute ungemein viel besser gefielen, da wir ja nun wieder eine Leine im Auto hatten! Es fühlt sich für mich einfach richtig an und so wie andere ihren Sicherheitsgurt brauchen, brauche ich zusätzlich eine Leine :)






Dort zog ich mich aus und legte mich, wie von Monsieur gewünscht, bäuchlings aufs Bett und mit viel Lust und Freude striemte er mir mit der Stahlgerte und dem Griff der neuen Leine, den Hintern. Hier und da setzte er einen Akzent mit der Hundepeitsche und keine Ahnung warum, heute jammerte ich viel, hatte ich mehr Schmerzen dabei als sonst, wurde allerdings auch mit einem wundervollen Orgasmus belohnt und durfte hinterher noch zu Diensten sein, was meinem Selbstwert einen ordentlichen Push verpasst hatte.

Während das Essen im Ofen garte, zeigten wir uns gegenseitig unsere gekauften Bücher und erzählten ein wenig über den Inhalt und was wir daran so mögen, dann aßen wir, während wir, man beachte das heutige Datum, "Freitag der 13." schauten. Ich bin ein großer Horrorfilm Fan, mag Splasher-Filme aber allgemein nicht so gerne, jedoch war ich von "Freitag der 13." wirklich massiv enttäuscht. Sehr langweilig und langatmig und zog sich wie Kaugummi, aber bemerkenswert war, dass es wirklich sehr wenig Musik gab! Während der Action Szenen gab es eine Mischung aus: "der weiße Hai" greift an und "Psycho", manchmal ein wenig "Shining" mit rein. 

Hinterher bettelte ich darum, ja nicht den zweiten Teil ebenso schauen zu müssen.

Zur Erklärung, ich hatte heute beim Frühstück gesagt, dass wir uuuuuunbedingt an einem Freitag den 13. aaaaalleeeee, ja unbedingt aaalleeeeee!!!! Teile schauen möchte, aber sowas von unbedingt!

Monsieur warnte mich da schon vor, dass sie sehr öde sind, aber unser Filmgeschmack klafft bei Horrorfilmen sehr weit auseinander, also nahm ich es natürlich nicht ernst...

Beim Schauen blaffte er mich an, als ich im ersten Drittel zum Handy griff, aus Langeweile, später übersah er es auffällig und sagte nichts weiter dazu und kaum lief der Abspann, sprang ich schon auf und Monsieur meinte: "Ich mache dann mal den 2. Teil rein!"

Erst kam mein Vorwand, ich müsse uuuunbedingt auf die Toilette und sagte artig meinen Satz und von dort aus, schrieb ich ihm, dass mich die unbändige Lust gepackt hat, baden zu wollen, aber natürlich verstand er meine Ausrede und gestattete es mir nicht, also verkrümelte ich mich ins Schlafzimmer, unter dem Vorwand, ich würde lüften wollen und das Fenster wegen der Katze bewachen. Nun hatte Monsieur Erbarmen und kommentierte, dass er selber doch auch nicht den zweiten Teil sehen wollte und es nicht ernst meinte.

Glück gehabt!

Ich bin schon gespannt, wo ich heute nächtigen werde und versuche meine Gedankenwelt ruhiger weiter drehen zu lassen, egal wie Monsieur sich entscheiden wird.




Donnerstag, 12. August 2021

Viel Fahrerei

 Gestern Abend ging es recht zügig ins Bett, allerdings diskutierte Monsieur erst noch mit sich selber und ja, er gibt sich selber die Antworten :)

Dann kam ihm nämlich der Wunsch in den Sinn, dass ich im Menschenbett schlafen könnte, zur Ausnahme versteht sich und dass ich ja eigentlich, so alles in allem, brav gewesen bin und dass er sich selber doch keine Grenzen setzen sollte, wenn er den Wunsch verspürt, dass er mich gerne neben sich im Bett hätte und so durfte ich ins Menschenbett und Monsieur kuschelte sich an mich, nahm mit festem Griff die Kette, die an meinem Halsband festgeschlossen ist und schlummerte ein.

Ein wenig eher wach, fummelte ich ein Weilchen am Handy herum und als ich merkte, dass Monsieur langsam munter wurde, bat ich darum aufstehen zu dürfen, auf die Toilette zu dürfen und dies gewährte er mir. 

Danach frühstückten wir schön in Ruhe, mit Brötchen und Pflücksalat vom Balkon und dann mussten wir auch schon bald los, denn heute stand viel Fahrerei an, da wir ein paar Termine hatten. Leider lag derweil die Leine auf Monsieurs Schreibtisch und so fragte ich fröhlich, ob wir denn nicht ohnehin eine neue gebrauchen könnten. Monsieur erklärte, wir sollten mal die schöne Lederleine ins Auto legen, zwar ist die aus Nylon für den Alltag unempfindlicher, aber eben auch nicht so schön. Mein Hinweis, dass die schöne Lederleine ja nun auch etwas steif ist, was sie nicht gerade hosentaschentauglich macht, bestätigte er, dennoch hielten wir an keinem Tierbedarfladen. Schade, denn ich liebe Leinen! Mir egal wie viele wir haben, man kann davon nicht genug bekommen :)

Andere Frauen haben x Handtaschen oder Schuhe, ich hingegen möchte viel lieber Leinen und Halsbänder, so hat jeder seinen Fetisch.

Leider fehlte mir dadurch furchtbar mein Platz und durch die Termine, gab es kaum eine Gelegenheit, ihn mir zu geben und im Moment befindet sich deshalb ein großes Loch in mir.

Genau genommen kann man immer eine Möglichkeit finden, wenn man sich ein wenig Mühe gibt, aber vielleicht kann Monsieur damit einfach besser umgehen, ich weiß es nicht.

Heute gibt es dadurch sehr wenig zu berichten, auch gab es unterwegs sehr wenige Gesten oder Anspielungen. Zwar wurde ich hier und da mal als Haustierchen angesprochen, viel mehr allerdings dann auch nicht und den Abend verbrachten wir zwar nebeneinander, aber nicht miteinander.

Das macht traurig.

Ich hoffe, dass es morgen wieder anders sein wird.



Mittwoch, 11. August 2021

Ruhetag

 Gestern Abend bat ich meinen Herrn, noch ein wenig in den Chat zu dürfen und er gestattete es mir. 

Nach ein paar netten Gesprächen, machte ich mich dann bettfein und, damit keine blöden Gedanken kommen konnten, huschte ich schnell ins Hundebett. 

Monsieur kam etwas später nach und flauschte mich nochmal ordentlich durch, bevor er selber auch ins Bett ging, nicht ohne die Kette an meinem Halsband zu befestigen.

Irgendetwas erschreckte mich fürchterlich mitten in der Nacht, aber eher aus einem Traum heraus, denn ich konnte mich nicht mehr erinnern was es gewesen sein konnte, jedoch hatte Monsieur es mitbekommen und mich sogleich von der Kette gelassen, schlief wieder ein und ich brauchte auch nur ein paar Momente, um wieder ins Traumland zu finden.

Diesmal wachte ich zuerst auf und schlich kurz ins Bad, machte mich frisch und bat natürlich Monsieur, auf die Toilette zu dürfen. Scheinbar wurde er doch wach, als ich auf Zehenspitzen hinausgegangen war, schade, ich wollte ihn keinesfalls wecken. So bekam ich umgehend die Erlaubnis und das fühlte sich gut an. Zwar wäre ich auch sonst gegangen, wenn er noch geschlafen hätte, da ich quasi die Anweisung habe, wenn er verhindert ist, einfach zu gehen, aber dann kommt ein schales Gefühl auf und ich mag das nicht so sehr.

Danach ging ich zur Apotheke, brachte Brötchen mit und bereitete uns ein schönes Frühstück vor, natürlich wieder so, dass er am Menschentisch aß und ich zu seinen Füßen, am Boden, auf meinem kleinen Tischchen. 

Weil es mir nach wie vor nicht gut geht, sagte mein Herr, dass wir heute lieber einen ruhigen Tag einlegen und kettete mich sogleich auf dem Sofa fest.

Monsieur verwöhnt mich im Moment sehr und erlaubte mir ein kleines Mittagsschläfchen im normalen Bett. Er sah mehrfach nach mir und knuddelte mich, legte sich zu mir, vergrub seine Nase in meinem Haar, was ich sehr vermisst hatte und ich genoß diesen raren Moment ausgiebig, versuchte ihn in mein Gedächtnis einzubrennen, für die Nacht, wenn ich wieder alleine im Hundebett liegen werde.

Was mir auch immer gut tut ist, dass er mein Essen lobt. Ich koche etwas vollkommen normales, aber Monsieur wird nicht müde mir zu sagen, wie gut es ihm schmeckt und seine Dankbarkeit bedeutet mir sehr viel. Was für den einen selbstverständlich ist, hebt Monsieur hervor und zeigt, dass es ihm viel bedeutet. Das ist sehr wertvoll.

Später wollten wir einen Film zusammen sehen, aber ich war unartig und ließ ihn zu lange warten und hatte keine Entschuldigung, die mein Verhalten gerechtfertigt hätte, also gab er mir zwei Minuten, um mich zu seinen Füßen, auf dem Boden kniend, einzufinden, was ich natürlich sogleich tat. Meine Stimmung war heute leider sehr gedrückt und ich trödelte einfach aus Frust herum, für den Monsieur nichts kann. Mein Gedanke war, dass er ohnehin noch etwas spielt und gar nicht bemerken würde, wenn ich etwas später komme, allerdings saß er tatsächlich wartend da und das macht mir ein sehr schlechtes Gewissen. Ich lasse ihn nicht gerne warten, das gehört sich nicht und tut mir auch jetzt noch immer sehr leid.

Er rügte mich ein wenig und dann starteten wir den Film. Monsieur schlief leider mehrfach ein, aber es war auch ein sehr blöder Film! Nun geht es wohl gleich ins Bett :)



Dienstag, 10. August 2021

Kleine Freuden

 Gestern Abend sprachen wir noch ein wenig über das Hundebett und ob Monsieur es wirklich mag, wenn ich darin schlafe.

Mein Problem ist, dass es so plötzlich war. Eine Nacht noch in seinen Armen einschlafen, gekuschelt und geliebt, in der nächsten Nacht vor seinem Bett, alleine.

Er sagte aber auch, und damit hat er Recht, dass es plötzlich sein muss, weil eine langsame Umstellung nichts bringt.

Mit meiner Beschwerde im Kopf, dass es sich wie ein Downgrade anfühlt, gab Monsieur sich sehr viel Mühe, als er mich ins Bett brachte. Ich wurde zugedeckt, mehrfach geknuddelt und gestreichelt, bekam liebe Worte zugesäuselt und er versuchte wirklich, mir ein gutes Gefühl zu vermitteln und zu zeigen, dass er mich ebenso liebt, wie wenn ich im Bett liegen darf.  Ich schlief sehr schnell ein, da wir am Morgen früh aus den Federn waren und es irgendwie nun schon wieder weit nach 2 Uhr nachts war.

Monsieur wacht fast immer vor mir auf, er braucht deutlich weniger Schlaf als ich und ließ mich noch im Traumland wandeln, obwohl er mir zwei Tage zuvor gesagt hatte, er würde mich fortan mit aus den Federn reißen. Man muss dazu sagen, dass ich in den letzte Nächten allgemein wenig geschlafen hatte und er sich um mein Wohlergehen bemüht.

Kaum hatte ich die Augen aufgeschlagen, sah ich schon, wie er durch den Türspalt schaute und sich freute, mich wach zu sehen, allerdings mußte ich die Nacht nicht wirklich alleine verbringen :)




So durfte ich noch ein wenig liegen bleiben und langsam munter werden.
Danach machte ich uns ein schönes Frühstück, was ich auf dem Boden einnahm, bei den Füßen meines Herrn und sich nach wie vor wie der richtige und einzige Platz zum Essen anfühlt.  
Monsieur hielt mir heute in unregelmäßigen Abständen seine Hand hin, so dass ich sie küssen durfte und es mir so, einen kleinen Schups, in Richtung meines Platzes verpasste, was mir gut tat und meinen Fokus direkt gerade rückt.

Mit der Bahn fuhren wir in die Stadt und Monsieur kaufte uns zwei Bücher.
Das klingt an dieser Stelle schrecklich falsch, nämlich als wäre es eine Ausnahme, dabei kaufen wir ehrlich gesagt ständig Bücher. Wir leben in einer Art Bibliothek und er überhäuft mich damit! Ich liebe es!
So saß ich also in der Buchhandlung und wühlte mich durch einen dicken Schmöker über Kommunikationsphilosophie, während Monsieur sich ruhig alle möglichen Titel beschaute und sich Zeit ließ.
Durch Corona hatten wir aufgehört in Buchhandlungen zu verweilen und waren eher gehetzt durchgejoggt. Ich weiß nicht genau warum, aber heute war es sehr entspannt und er steckte seine Nase mal, hier, mal da rein, kam zwischendrin zu mir, fragte ob mir das Buch gefällt und streichelte mich kurz.
Da er mich gut kennt, war ihm klar, dass ich nicht sagen würde, dass ich ein so teures Buch haben möchte, also erklärte er, es würde ihn auch interessieren und wir können es ja beide lesen, so halbiert sich der Preis quasi. Auf dem Weg zum Ausgang, fiel ihm dann doch noch ein anderes Buch auf, was kurzerhand auch mit durfte.
So ausgerüstet gingen wir in eine Teestube, aßen Kuchen, tranken leckeren Tee, plauderten ein wenig, lasen und schlemmten, mit allen Sinnen.
Leider hatte ich ein gesundheitliches Problem, so dass wir von da aus noch schnell zu einem Arzt mußten und danach, auf dem Heimweg, eilig Sushi einkauften. Monsieur mag Sushi, aber nicht so sehr wie ich und dennoch hielt er extra beim Supermarkt, so dass ich mir, nach einer schmerzhaften Untersuchung beim Arzt, etwas gönnen konnte! Das wärmte mein Herz und fühlte sich sehr schön an. Selten fordere ich etwas für mich ein, oder stelle meine Bedürfnisse in den Vordergrund, umso mehr freut es mich, wenn Monsieur auch bei mir die leisen Töne hört und mich zu etwas auffordert, was ich selber nicht eingefordert hätte.

Besonders behaglich fühle ich mich heute, weil Monsieur mich mehrfach, bewußt über den Tag verteilt, gekrault und gestreichelt hat und so seine Liebe zeigte. Mein persönliches Highlight war, als er in der Bahn eine Antwort mit Anrede einforderte, egal wie viele Leute um uns herum waren.

Es geht bald wieder ins Bett umgewöhnt habe ich mich natürlich noch nicht, so dass ich ehrlich gesagt, keine Vorfreude habe.
Allgemein gehe ich ungerne ins Bett.
Monsieur wird sich wieder viel Mühe geben, dennoch ist es irgendwie ein schales Gefühl, wobei ich zugeben muss, dass es gestern weniger schlimm war.
Ich lag dort und es war sogar ein kleines bisschen wie früher, als ich noch nicht das Downgrade Gefühl hatte, sondern dadurch nur meinen Platz deutlich spüren konnte. Bis dahin ist es noch ein längerer Weg, aber wenn Monsieur nun sagen würde: "Ach, wir vergessen das Hundebett, du schläfst einfach wieder im Menschenbett...", dann würde es sich auch falsch anfühlen.

Vielleicht brauche ich einfach noch etwas Zeit, bis ich mich wohler damit fühle, dann aber dadurch sehr deutlich meinen Platz fühlen kann.


Montag, 9. August 2021

Hundebettchen



Monsieur zog gestern (endlich) wieder die Zügel an. Zwar sind noch nicht alle Wogen geglättet, dennoch muss man bereit sein, daran zu arbeiten und das beginnt ja irgendwo und somit packte er gestern eine Kette aus und überraschte mich, indem er mich auf dem Sofa festgekettet hat, später auch in der Küche.

Da ich, wie so oft bereits beschrieben, Schwierigkeiten habe, die leisen Töne zu hören, versuche ich einfach mal, durch die Beschreibung meines Tages, ein wenig Revue passieren zu lassen und so festzuhalten, was ich sonst vielleicht aus den Augen verlieren würde.

Wir führen eigentlich täglich Gespräche (wie soll es auch anders in einer Beziehung sein) und darüber verliert man vielleicht auch mal den nötigen Abstand und geht zu schroff miteinander um. Dann ist jemand verletzt und reagiert auch patzig und so gibt ein Wort das nächste. Da wieder rauszukommen, indem man es erst einmal überhaupt bemerkt, ist die Schwierigkeit, aber das haben wir mal wieder geschafft.

Monsieur bemüht sich öfter Haustierchen zu mir zu sagen, mir damit meinen Platz zu zeigen und das gefällt mir äußerst gut. Es wärmt jedes einzelne Mal ein wenig mein Herz :) 

Auch achtet er mehr auf seine Anrede, wobei ich hier nur anfangs ein, zwei Erinnerungen brauchte, da ich es nicht mehr so auf dem Schirm hatte und es gut wieder umsetzen kann. Irgendwann geht es einem ja ins Blut über und man findet schnell wieder zurück. Da ich das bereits einige Jahre machen durfte, ist es nicht so schwierig und ohne die Frage, ob ich auf die Toilette darf, stehe ich nicht einmal dafür auf, weil es so selbstverständlich ist, erst zu fragen.

Abends erklärte Monsieur, dass ich nun wieder regelmäßig im Hundebett schlafen darf/muss. Ursprünglich stand ein vollkommen anderer Gedanke dahinter. Wir waren frisch zusammen, standen im Zoofachhandel, weil wir etwas für unsere Katzen brauchten und Monsieur betrachtete die Hundebetten und Kissen und sprach seine Idee an, aber nicht fürsorglich, sondern um durch meine Reaktion festzustellen, ob es mich demütigen würde und ja, das tat es wahrlich. Er versuchte mich sogar zu überreden, mal Probe zu liegen, gleich vor Ort!

"Leider" war das größte Format nicht vorrätig und so bestellte er es kurzerhand im Internet, aber ich stand mit tomatengleichen Kopf da und bekam eine Schnappatmung vor Panik.

Ich bin kein Pet, werde nie eins sein, denke ich und das überschritt diese Grenze deutlich, in meinen Augen, aber als das Bett dann da war, legte ich mich wie befohlen rein und merkte, dass es recht gemütlich ist und flauschig und niedlich und schön :)

Fortan mochte ich das Hundebettchen und Monsieur fühlte sich der Möglichkeit beraubt, mich damit zu demütigen, setzte aber anders um und sah nun auch die Optionen, die meine neu gewonnene Einstellung brauchte. 

Das Hundebett stand eine ganze Weile im Büro meines Herrn, so dass ich schlafen oder lümmeln konnte, während er arbeitete. An dessen Stelle befindet sich nun der Ohrenbackensessel, den er sehr gerne nutzt, um Pausen zu machen, oder auch mal ein wenig zu dösen.






Eine Zeit lang lag es dann neben dem Bett und wurde für die Corner-Time benutzt und auch mal fürs nächtliche schlafen, oder als Ort, zu dem ich geschickt werde, um Ruhe zu finden und/oder nachzudenken. 




Nachdem Monsieur allerdings unser normales Bett zu einem Fasthochbett umgebaut hatte, war kein Platz mehr für das Hundebett und es stand erst einmal ungenutzt darunter.


Meine Kuschelhöhle war tagsüber eine schöne Option, aber Monsieur mag mich in seiner Nähe haben und dies war ihm zu viel Abstand, weshalb ich nicht mehr dort nächtigte.

Nachdem es nun wieder abgebaut war, bekam es seinen alten Platz, neben der Bettseite meines Herrn, zurück, blieb jedoch noch länger ungenutzt und just gestern Abend verkündete er, dass ich nun wieder öfter im Hundebettchen schlafen darf. Wow!

Es ist für mich so ein Zwieding. Das Hundebett zeigt mir sehr deutlich meinen Platz, aber auch Distanz zu meinem Herrn, aber auch deutlich meine Position, aber verhindert Nähe, aber auch das kann gut sein, weil es eben deutlich meinen Stand zeigt.

Als wir zu Bett gingen, positionierten wir es so, dass Monsieur mit seiner Hand an mich ran reichte und die Kette an dem Ring auf seiner Bettseite befestigt war, so dass er gemütlich daran ziehen konnte.

Das Licht ging aus und er brummelte ein wenig herum, während er sich hin und her wälzte und ich hatte kein gutes Gefühl.

Ich weiß, dass er meine körperliche Nähe sehr genießt, gerne seine Nase nachts in meinen Haaren vergräbt, seine Hand auf meinem Genick weilen läßt, mit der angezogenen Kette in der Hand einschläft und ähnliche Dinge. Das ist so nicht möglich, wenn ich im Hundebett bin und schon, nach der ganzen Zeit, eine arge Veränderung. Während ich mir den Kopf zerbrach, ob Monsieur sich wirklich wohl fühlt, oder wie ich denke, eher unwohl. Ob es ihm gut damit geht, oder er es doch eher aus Pflichtgefühl durchzieht, hörte ich ihn auf einem schnarchen und fand so, ein wenig unglücklich, auch zur Ruhe.

Der Gedanke ließ mich allerdings nicht los, auch am nächsten Morgen noch nicht und so fragte ich vorsichtig nach und bekam die überraschende Antwort, dass es ihm gefallen hat. Direkt springt bei mir wieder einmal die Lüge!!! Sirene an, die behauptet besser zu wissen, was Monsieur so fühlt.

An der Stelle brauche ich ganz deutliche Verbalisierung, denn zwischen dem, was mir mein Gefühlt sagt und dem, was Monsieur sagt, liegen manchmal Welten. Das ist sehr schwierig für mich.

Sehr früh mussten wir los, zu einem Arzttermin und Erledigungen machen und danach hatten wir einen schönen Brunch zuhause, ich natürlich neben dem Menschentisch, auf meinem kleinen Tablett, auf Knien, wie wir es nun permanent haben.

Monsieur streichelte mich unterwegs öfter und zeigte mir viel Zuneigung, was ich auch ehrlich gesagt dringend nötig hatte. Das tat wirklich gut. 

Leider war die Leine nicht wieder im Auto, da es zwischenzeitlich in der Werkstatt gewesen war und wir noch nicht alles wieder eingepackt hatten. Die fehlte mir leider sehr. Eine Leine bringt mir ungemein viel Sicherheit und Halt, egal an welcher Stelle ich mich gerade befinde, selbst zuhause.

Ich vermute, die Kette vom Sofa, ist die, die vergangene Nacht auf seiner Bettseite angebracht war, denn Monsieur verzichtete darauf, mich heute wieder auf dem Sofa anzuketten, aber er unterbrach mein Tun, indem er mich aufgefordert hatte, mich zu seinen Füßen zu knien, die Stirn auf den Boden zu legen und mal durchzuatmen. Dabei komme ich immer direkt runter, erde mir wortwörtlich und entspanne ungemein!

Auch ermahnte Monsieur mich regelmäßig, wenn ich ein wenig über die Strenge schlug, mich im Ton vergriff (ich habe ein Schandmäulchen und fluche viel) und ihn zu sehr necken wollte. 

Vieles davon, habe ich nicht permanent auf dem Schirm, eher geht es schonmal im Alltag unter und einige Tage später, ist es zu sehr in Vergessenheit geraten, deshalb schreibe ich es gerade auf, als Erinnerung, als Stütze und dass wir nachlesen können, was gut lief, was weniger gut, was man überdenken sollte, oder nachträglich erläutern.

Monsieur bekommt so auch einen ganz guten Einblick, wie ich es empfinde und an was ich mich wie erinnere und kann so feststellen, ob es funktioniert, wie gewünscht und ggf. korrigieren :)



Sonntag, 8. August 2021

Kein Ponyhof

 Ich habe einen sehr hilfreichen und lieben Kommentar bekommen, dem ich einen Blogeintrag widmen möchte: 

Sklavin, dieses Problem und diese Diskussion kenne ich gut mit meiner kajira. Wir nennen es, wir müssen beide "an unserem Platz sein", sie als kajira, ich als Herr. Auf unterschiedliche Weise ist das für beide Seiten schwer. Manchmal bin ich so überlastet, dass die Obacht für mein mädchen zu kurz kommt, dann erwarte ich schon einige Zeit, dass sie mich stützt, indem sie alleine an ihrem Platz bleibt und dient. Umgekehrt gibt es Zeiten am dem es meiner kajira sehr schwer fällt an ihrem Platz zu bleiben, dann ist es meine Aufgabe sie an ihren Platz zu bringen.
Dies kann jede Seite nur eine begrenzte Zeit, weil du gut erkannt hast, dass es viel Kraft kostet beide Seiten zu "tragen".
Letztendlich geht aber nichts daran vorbei, dass ihr miteinander sprecht, nicht streitet. Eine sklavin sollte per Definition nicht mit ihrem Herrn streiten können. Bei einem Streit sind beide Seiten wahrscheinlich nicht an ihrem Platz. Versuche ganz aus der Position als sklavin deine Gefühle zu beschreiben und ansonsten sage ich meiner kajira immer"du darfst jederzeit um etwas bitten".

Herrschaftliche Grüße
Herr R


Lieber Herr R.,

ich freue mich immer, wenn es einen Response gibt und einen so produktiven noch dazu, bedeutet einen kleinen Schatz geschenkt zu bekommen, danke dafür!

Verbalisieren ist alles, in jeglicher und jeder Beziehung. Leider ist das manchmal nicht so einfach, wie ich es mir wünschen würde.

Zum Einen gibt es von meiner Seite her das Problem, dass ich 15 Jahre in einer sehr ungesunden Ehe festgesteckt habe, in der Gespräche gar nicht möglich waren, in der mir gar nicht zugehört wurde, ich meine wirklich gar nicht. Dann ging ich dazu über zu schreiben, in der Hoffnung, dass er es wenigstens lesen würde, aber auch das blieb aus. Zwar versuchte ich es in unregelmäßigen Abständen wieder, jedoch blieb es erfolglos und dann findet man sich damit ab ungehört zu bleiben, alleine gelassen mit den eigenen Worten und Gefühlen und es brennt sich in die Seele ein, so sehr, dass einem die Option: "Du kannst doch darum bitten?!?" überhaupt nicht mehr in den Sinn kommt.

Zum Anderen hatte ich nun wieder lange das Gefühl, dass ich DS technisch komplett alleine dastehe und Monsieur keinerlei Interesse hat, außer ab und an eine Anrede und die nächtliche Kette und die erfragten Toilettengänge, was für mich, zu wenig ist.

Gemeinsam tragen und aushelfen, wenn der Andere gerade nicht kann klingt logisch und wünschenswert, ist allerdings schwierig, wenn die Durststrecke immer länger wird. Ich biete mich ungerne an, mache es dennoch, aber stelle es auch schnell wieder ein, wenn es erfolglos bleibt, siehe oben.

Zwar versuche ich permanent als Sklavin zu denken, wenn diese hingegen kein Gehör findet, stellt sie sich auch schon mal schmollend in die Ecke und möchte einfach nicht mehr. Monsieur nennt hier gerne das Beispiel von Herr und Knecht, die einander gegenseitig die Plätze ermöglichen und mir fehlt dann eben der, der es mir ermöglicht. Vielleicht gebe ich hier zu schnell auf, oder bin nicht penetrant genug, aber aufzwingen und nerven möchte ich dann auch nicht.

Mir fehlte die Einladung, so gesehen. Das Gefühl gewollt und gebraucht zu werden, denn hingenommen, dass ich eben da bin, ist mir deutlich zu wenig. Ehrlich, ich bin gerne im Hintergrund aktiv und verschönere aus dem Nichts heraus das Leben meines Herrn, aber nicht wahrgenommen werden, ist mir auch zu wenig. 

Das mit dem Streiten kann ich so unterschreiben. Es sollte nicht möglich sein. Es ist auch recht einseitig, da ich mich überhaupt nicht streiten möchte. Ruhe und Frieden ist mir sehr wichtig, aber Monsieur hat dann sehr viel Energie in sich, die eben heraus muss. Man wird aus Verzweiflung laut. Es ist auch eine Not von seiner Seite.

Ich kann hier schlecht alle Komponenten beleuchten, weil vieles zu intim ist, oder auch andere Personen betrifft. Monsieur findet, dass er immer falsch dargestellt wird, ich schreibe ja aus meiner Sicht, aus meinen Empfindungen und bemühe mich, dass es möglichst objektiv ist, dennoch sieht er sich ins falsche Licht gestellt, was mir leid tut, aber ich auch nicht besser oder anders hinbekomme, denn, wie gesagt, es ist mein Empfinden, meine Sicht, die ich so objektiv wie nur möglich beschreibe.

Mein Eintrag war nicht dafür gedacht, ihn irgendwie schlecht darzustellen, sondern meine Gefühle, Bedürfnisse und Gedanken zu verbalisieren, wie ich es real nicht kann, da Ruhe dazu gehört, nicht unterbrochen werden, sich trauen können, nicht verurteilt werden, während man noch spricht. Dann fungiert diese Webseite als Ventil, ungestörtes, einfach zuhörendes Ventil.

Auch dokumentieren wir hier unseren Weg, dazu gehören leider auch die Stolpersteine und Fehlversuche.

Wir sind Menschen mit einer Vorgeschichte, mit einem Rucksack voller Erlebnisse, Erfahrungen und dementsprechend vielen Triggern. Monsieur hat lange alleine gelebt, und unser Erfahrungsstand im DS Bereich ist auch recht unterschiedlich. In jeder Beziehung ist es schwierig alle Bedürfnisse unter einen Hut zu bekommen und wenn man dann noch so unterschiedlich ist, wie wir, wird es zu harter Arbeit. Dann geht einem schonmal die Puste aus. 

An unserer Kommunikation arbeiten wir stetig. 


Sonntag, 1. August 2021

Verblühende Tulpen in einer Herzvase mit Stinkewasser darin, dass vor sich hin gärt

 


Das Bild habe ich vor etwa zehn Jahren gemacht, als ich mich genau so gefühlt habe. Welkende Blüten in einer Vase mit Herz, leeres Halsband, keiner der die Leine hält.

Ich lasse meinen Herrn in Ruhe, belästige ihn nicht mit Dingen, die mit DS zu tun haben, akzeptiere, wenn er fragt: "Wie heißt das richtig?" und eine Anrede erwartet und gebe sie ihm, frage artig, wenn ich auf die Toilette möchte, erwarte keine Kette nachts, auch wenn ich sie bekomme, mache über den Tag verteilt, was ich für angebracht und richtig halte, lasse es sein, wenn mein Herr möchte, dass ich etwas nicht tue.

Ein recht selbstbestimmtes Leben.

Wer mich gut kennt, weiß wie schwer mir das fällt, wie unendlich viel Kraft es mich kostet und ich sehe mich in einer ähnlichen Situation wie vor zehn Jahren.

Ich liebe meinen Herrn, aber es ist nicht das Leben was ich mir wünschte und vorstelle.

Als ich mit 19 entdeckt hatte, dass ich auf DS stehe und in welchem Maße, habe ich mir vorgenommen davon nicht abzulassen, weil ich nur so wirklich erfüllt und glücklich leben kann und dann?

Dann geriet ich an meinen ersten Dom, der mich heiratete und ja, da war anfangs viel DS, aber auch viel ging vollkommen schief, aber das war mir nicht so wichtig, weil ich weiß, dass man durch Erfahrung lernt und man erleben muss, um zu wissen, wie es ist, denn in der Fantasie stellt sich vieles vollkommen anders da, als wie es sich dann wirklich anfühlt.

Ich durfte keine eigene Entscheidung mehr treffen, ohnehin eine Last, die mir nie behagt, aber als ich dann mit Freunden unterwegs war, gestaltete es sich nicht so einfach, denn die waren eher genervt davon, obwohl sie auch aus der Szene kamen. Alle mit denen ich mich umgeben hatte, kamen entweder aus dem Bereich, oder waren eingeweiht. 

Kein eigenes Geld haben, kein eigenes Konto? Noch eine Last, die mir genommen wurde und die funktionierte eigentlich gut, da mein Ehe-Dom immer zuhause Geld versteckt hatte, für den Notfall.

Keine Unterwäsche? Nicht einmal Strumpfhosen, höchstens Strapse und Halterlose? Kein Problem, selbst im Winter geht das, mit Overknees. 

Schuhe müssen mind. 8cm oder mehr Absatz haben? Gewöhnungssache, aber selbst auf einem Spielplatz mit Sand war ich noch schneller als mein Ehe-Dom. 

Andere, eher mentale Regeln? Hatten wir nur kurze Zeit, aber auch nicht dauerhaft. Leider war er psychisch hmm, sagen wir mal, nicht sehr stabil. Daher auch irgendwann die Trennung.


Mein Ex-Herr hatte das hingegen voll drauf! Ich bin heute noch begeistert von seinem Regelwerk und dass er nichts übersah und es konsequent durchsetzte. Beine überschlagen im Auto auf der Autobahn? "Ok, dann halte ich an, wenn wir einen Unfall bauen, dein Problem..." und bremste langsam (sehr langsam) ab, so dass ich sie schnell wieder spreizte.

"Du hast nicht gefragt, ob Du eine Unterhose tragen darfst? Ok, kein Morgen-Müsli ist gestrichen, es gibt Matzen mit Obst und/oder Gemüse, dazu Tee, für die nächsten Tage."

Die Leine war kontinuierlich dabei egal wo und wann. Kölner Innenstadt? Egal, die Leine war dran, entweder normal vorne getragen, wenn Kinder auftauchten dezent hinter dem Rücken im Genick, um seine Hand gewickelt.

"Knie dich hin!" konnte jederzeit vorkommen, kein Ort war geschützt, kein Boden zu schmerzhaft. 

Leider funktionierten dann andere Dinge, von außen, weniger, also bat ich um die Trennung.


Und mein jetziger Herr legte so gar keinen Wert auf die Dinge, die mir mein Ex-Herr mühsam eingetrichtert hat. Jederzeit blasen und schlucken, egal wo, ohne Sauerei und mit sauber lecken? Kein Problem! Nun nicht mehr von Bedeutung, aber das ist etwas, was ich offen gesagt auch nicht wirklich vermisse, im Gegensatz zu anderen Dingen.

Man darf Menschen nicht vergleichen, jeder ist individuell und der Stil, in dem verschiedene Herren führen, unterscheidet sich natürlich nach deren Bedürfnissen. Ich bin da sehr flexibel. Solange ich dienen darf, meine Regeln und Rituale habe, die meinen Tag strukturieren, meinen Platz fühlen kann, so lange ist meine Welt in Ordnung. Wodurch das herbeigeführt wird, ist mir eher unwichtig. 

Eher ist es so, dass es irgendwie einen Mindestbeitrag von DS pro Tag geben sollte, damit ich mich wohlfühlen kann. Den habe ich nicht. Frage ich meinen Herrn, wie es ihm geht, ist die Antwort viel positiver, seit ich mich selber komplett zurück nehme, nichts mehr über DS sage, reagiere, wie er es sich vorstellt, wenn dann doch mal was kommt und ansonsten mich wie eine x-beliebige Frau verhalte.

Meine Nerven liegen dadurch blank, aber das ist immer noch besser, als der Streit den ich auslöse, wenn ich nur eine kleine Frage stelle, wie z.B.: "Wieso muss ich jetzt auf die Anrede achten und die letzten Tage war es egal?"

Also, keine Fragen stellen, keine Anforderungen, keine Bemerkungen, nichts, denn all das löst nur einen heftigen Streit aus, der sogar recht einseitig ist, weil ich keine Lust auf streiten habe und meistens nichts erwidere, außer wenn mir dann wirklich mal die Hutschnur reißt, aber das wird mir dann auch wieder vorgehalten. Sehr einseitig aus meiner Sicht.

So habe ich die letzten Wochen durchgehalten. Genommen was ich bekam, nichts hinterfragt, viel selbst beschäftigt und den Mund halten, immer den Mund halten. Anforderungen sind das größte Tabu. 

Immerhin habe ich dadurch meine Ruhe, wenig Streit und einen ganz umgänglichen Herrn, der fast schon zufrieden erscheint.

Tolles Leben... naja nicht für mich, aber ein ruhiges.

Dann denke ich an früher zurück. In meiner Eher fiel DS sehr früh weg und kam sporadisch hier und da alle paar Wochen, später Monate vor und das wars. So wollte ich nie leben. Ich habe mich in jungen Jahren für DS entschieden, mich entschieden als Sklavin zu leben und ich hatte mir das nicht aus Spaß vorgenommen, sondern mit dem Wissen, dass ich anders nicht glücklich sein kann.

In den Jahren sprach ich mit nicht wenigen BDSMlern, die aus Liebe geheiratet hatten, ohne dass der Partner / die Partnerin etwas mit BDSM am Hut hat und diese Personen gingen dann fremd ("Ich nehme ihr/ihm doch nichts weg, was er/sie nicht mag oder braucht!") und waren nicht sehr zufrieden im Leben. Keiner geht gerne fremd, denke ich, so wie keiner gerne lügt.

Mir sollte das nicht passieren. Jeden meiner Lebensgefährten/Partner/Herren, wie auch immer man sie nennen möchte, hatte ich auf einer BDSM Plattform kennengelernt und ohne umschweife klar gemacht, was ich brauche, um glücklich zu sein. Immer wieder wird gesagt, wie toll/geil/super das ist, aber auch hier ist es wie oben beschrieben, von der Fantasie, zur Realität, oft ein großer Sprung. Man stellt es sich anders vor, als es dann ist und schon gibt es Probleme.

Ich bin leider nicht so eine Sklavin, die sich immer wieder anbietet und aufdrängt, um den nötigen DS Beitrag zu erhalten. Dann könnte ich mir einen Stino schnappen und ihm dienen, dafür braucht es keinen Herrn. Ich brauche das Gefühl auch als Sklavin gesehen zu werden, meinen Platz zu bekommen und erzogen zu werden, zu der Sklavin hin, die mein Herr sich wünscht und vorstellt.

Halte ich mich im Moment nicht an eine Regel, passiert genau genommen gar nichts. Ich habe ja nicht einmal viele Regeln! Wir hatten ein Abendritual festgelegt. Wenn ich mich hinknie, macht es mein Herr, aber sonst? Keine Aufforderung, keine Nachfrage, nichts.

Dann entscheide ich, wenn es ein Abendritual gibt? Sorry, damit kann ich nicht umgehen.

Gefühlt ist alles meine Entscheidung.

Ich mag das überhaupt nicht, es streßt mich und kostet mich alle Kraft. Aber wer keine Kraft hat, rebelliert auch nicht...

Also denke ich an früher zurück, höre mein junges Ich, dass sich schwört, nicht mehr ohne DS leben zu wollen und möchte gerne antworten: "Dann such Dir Deine Herren noch sehr viel kritischer aus, als Du es schon tust!"

Ich liebe meinen Herrn, aber mir tut die Beziehung im Moment nicht gut und ich traue mich nicht etwas zu sagen, weil ich dann wieder mit einem Streit konfrontiert werde, der sehr unfair ist und mir sehr weh tut und so bin ich lieber ruhig, versuche mich zurückzunehmen und darf mir anhören, dass ich total unausgeglichen bin und zu schnell aus der Haut fahre, wegen Nichtigkeiten...




Freitag, 9. Juli 2021

Recht ruhig

 



Im Moment geht es bei uns recht ruhig zu. Wir machen nicht furchtbar viel miteinander.

Nachts werde ich weiterhin angekettet, meine Speisen nehme ich am kleinen Tischchen neben dem normalen meines Herrn ein, im Auto gibt es auch die Leine und Monsieur spricht mich viel mit Haustierchen an und benutzt seine Ansprache auch viel häufiger, so dass sie normaler für mich wird und es selbstverständlicher wird, dass ich ihn mit Monsieur anspreche, ich habe zu fragen, ob ich auf die Toilette darf und auch sonst sprechen wir vieles ab.

Mir persönlich ist das nach wie vor zu wenig "meinen Platz" haben, aber wenn ich mich dann frage, was ich gerne anders hätte, was man noch so alltägliches einbauen könnte, passen meine Antworten nicht zu Monsieur.

Beispiel Essen. Monsieur ist nicht so wählerisch und mag eigentlich fast alles, was ich koche und zubereite und wenn ich ihn frage, was er gerne möchte, ist er ein wenig einfallslos, was ich nicht negativ meine. Er lässt sich dann gerne aufzählen, was für Möglichkeiten wir haben, was so im Haus ist usw., allerdings wirklich dass er das Essen bestimmt, wäre utopisch, das ist nicht sein Ding und ähnlich ist es auch in anderen Bereichen.

TPE bedeutet ja nicht, dass der Herr zwanghaft alles bestimmen muss, sondern kann. Es ist eine Option, kein Zwang. Das musste ich mir nun lange vorhalten und einsehen.

Wenn ich einfach aufstehe und etwas machen möchte, fragt er schon meistens, was ich nun vorhabe, aber das passiert so nebenbei, dass ich es mir bewusst machen musste. So gesehen, wenn ich dann sage, was ich gerade vor habe, bestimmt er ja auch, indem er es zu lässt, oder eben nicht.

Die leisen Töne, die ich immer wieder anspreche, in denen ich schlecht bin sie zu hören, die machen viel im Alltag aus und bleiben doch schnell auch unbemerkt. 




Wir waren kürzlich im Museum und der Tag war komplett normal, ohne fühlbares Machtgefälle, selbst als ich mich für ein Foto was ich machen wollte, hingekniet hatte, was eigentlich nur ein Vorwand war um vor meinem Herrn knien zu können, blieb von ihm unbemerkt.

Positiv überrascht war ich dann, als wir am Ende der Ausstellung waren und Monsieur die Widmung mit "Monsieur und Haustierchen" unterschrieben hatte :)

Ja, vielleicht brauchen wir es unterschiedlich intensiv im Alltag, aber das ist dann eher mein Problem, womit ich klarkommen muss.

Beim Sex ist er da weniger zurückhaltend und so litt mein Allerheiligstes vor ein paar Tagen fürchterlich, als er gar nicht genug davon bekommen konnte, darauf zu schlagen. Wund und rot lag ich da und sehnte mich schon sehr nach einer Maso-Ader, die mir einfach fehlt. Wie schön wäre es, wenn ich Schmerzen genießen könnte?

Aber so ist es Dienen im wahrsten Sinne.

Man möchte weglaufen, man möchte einfach, dass er es nicht tut, aber statt dessen spreizt man seine Beine, erträgt den Schmerz möglichst stumm und konzentriert sich auf das ursprünglichste in einem, die innere Sklavin, die darin ihre Erfüllung findet, auch wenn sie die Aufgabe als solches hasst.

Früher hatte ich sehr gerne Sex, mittlerweile ist die Vorfreude der Anspannung gewichen, was er diesmal mit mir anstellen wird. 

Einmal hat er mich entlastet und nicht zwischen die Beine geschlagen, dafür bekam ich seine Faust tief in den Mund. Eigentlich ein gutes Training, den Würgereflex unter Kontrolle behalten und irgendwie an der Faust vorbei atmen. Dabei tritt erstaunliches vieles in den Hintergrund, man sich wirklich so auf seine Reflexunterdrückung konzentrieren, dass man eine Art Flow bekommt. Spannendes Thema!

Wenn Monsieur mich nun fragen würde, ob ich Lust auf Sex habe, würde ich eher nein sagen, wo früher ein lautes JAAAA!!! gekommen wäre.

Nicht missverstehen, ich habe es gut, andere Sklavinnen haben Regeln zum Orgasmus und dürfen nur selten kommen, ich hingegen habe bei jedem Mal mehrere Orgasmen, aber wenn ich nicht gerade lange keinen Sex hatte, schreckt mich der Schmerz doch sehr ab.

Hier würde mich Monsieurs Meinung sehr interessieren und vielleicht schreibt er mal seine Sicht dazu?



Dienstag, 6. Juli 2021

Es wird langsam

 



Man kann nicht unbedingt sagen, dass Monsieur schnell ist, aber was er auf jeden Fall ist, ist gründlich!

Langsam nimmt sein Plan Gestalt an.

Monsieur tüftelt schon länger an einem Tagesplan bzw. Konzept für einen strukturierten Plan herum, der sowohl kontinuierlich ist, also Stabilität und Sicherheit vermittelt, als auch flexibel, so dass er im Alltag durchführbar ist, egal was für Besonderheiten anstehen.

Das klingt vielleicht erst einmal einfach, ist es allerdings nur oberflächlich. Kaum kommt etwas unvorhergesehenes dazwischen, müsste er verändert werden, oder kann eben nicht eingehalten werden und Monsieur schafft es, genau dieses Problem zu umgehen, auf eine Art, die nebenbei noch unsere Bedürfnisse befriedigt, Sinn stiftet und nachhaltig ist, also fordert und fördert, ohne einzuengen, womit er sich nicht wohl fühlen würde.

Eines seiner Probleme dabei war immer, dass er sich nicht kontrolliert fühlen möchte und spontan sein möchte, ohne dass der Plan darunter leidet. 

Hier fällt mir spontan Edison ein, der sagte: »Ich bin nicht gescheitert. Ich kenne jetzt 1000 Wege, wie man keine Glühlampe baut. «

Ebenso ist es mit dem Tagesplan. Monsieur fummelte mal hier, mal da herum und bemerkte immer wieder, was nicht funktioniert und so kam er nach und nach auf den Weg, um einen funktionierenden Tagesplan zu erschaffen, der für uns perfekt wird und vieles beinhaltet, wie z.B. unser Ritual, was uns wichtig ist, ein Mantra für jeden, damit man sich wertschätzt und geschätzt fühlt und andere Dinge.

Immer wieder höre ich: "TPE ist doch so einfach! Der Herr gibt vor, die Sklavin folgt, fertig!"

Ich kann es nicht oft genug sagen: Nein, so einfach ist es leider nicht!

Im Idealfall ist es so, aber dann ist der Alltag nicht einberechnet. Jeder hat x verschiedene Launen und manchmal mehrere am Tag. Jeder hat individuelle Bedürfnisse. Jeder hat mal Schicksalsschläge und Hiobsbotschaften. Jeder hat mal einen miesen Tag, an dem alles schief geht. Dann braucht man eben etwas anderes, dann muss es menschlich sein, aber der andere möchte in dem Moment gerade den Halt spüren, den TPE geben kann und sollte und was, wenn einer dann nicht in der Lage ist? Wenn er eben keine Befehle geben kann, oder sie nicht gehorchen kann? Was dann?

Zu glauben, dass es so einfach wäre, ist wie an Märchen glauben. Man lässt einfach gaaaanz viel Realität weg.

Die wahre Kunst ist es doch, trotz all dem und trotz den Bedürfnissen, dem Alltag, den Widrigkeiten eine funktionierende TPE Beziehung am Laufen zu halten, so dass beide darin vollkommen aufgehen, glücklich und zufrieden sind und dass es dafür dann eben Übung, Versuche Misserfolge und erneute Anläufe braucht, ist nur logisch.

Als er mir vor einigen Tagen sein Konzept für die grobe Struktur des Plans zeigte, war ich wirklich überrascht, denn bisher und auch bei meinem Herrn zuvor, war es eher in 15min-2h Abschnitten unterteilt. Dann stand da: 

Von 16-17 Uhr lesen. (Nur als Beispiel)

Und was wenn genau zu dem Zeitpunkt eine Freundin anruft und Hilfe braucht?

Was wenn es an der Türe klingelt und die Nachbarin quatscht einem ne Scheibe Brot ans Ohr, weil sie Langeweile hat?

Oder irgendwas anderes?

Dann kann man natürlich sagen: "Nein, tut mir leid, ich muss jetzt lesen, ich habe keine Zeit!" oder man kann eine Ausrede/Lüge erfinden, aber macht man das wirklich? Denkt man sich nicht viel eher, man würde der Person gerne helfen / für sie da sein und erklärt es dem Herrn hinterher, der hoffentlich Verständnis hat, oder eine Strafe erteilt?

Und wenn das nun öfter passiert, weil das Leben leider ist, wie es ist und immer Unvorhergesehenes parat hat? Wie fühlt der Herr sich dann, der sich den Tagesplan Tag täglich ausdenken musste und x Dinge berücksichtigt hat?

Und damit das trotzdem funktioniert, ohne dass der Herr gefrustet ist, weil sein Tagesplan missachtet wurde und ohne dass die Sklavin ein schlechtes Gewissen hat, weil etwas dazwischen kam, damit alle befriedigt sind und zufrieden, dafür braucht es eben einen ausgeklügelten Plan, der stetig und flexibel ist, der Halt gibt und genug Freiheit lässt, ohne dass man sich frei fühlt.

Monsieur schafft dieses kleine Wunder, auch wenn es eben viel Zeit beansprucht und viele kleine Korrekturen braucht und die Geduld, mit der er das macht, die ist beeindruckend und dass er sich nicht abbringen lässt, auch wenn manchmal sein Frustfaktor hoch ist.

Merci beaucoup Monsieur, dass Sie sich dessen angenommen haben und durchhalten!



Samstag, 3. Juli 2021

Mal aufräumen

 Ich bekomme ja so einige Fragen gestellt, manche beantworte ich sehr ungerne, weil man sie missverstehen kann, wenn man zu wenig Einblick hat und ich überlege dann wirklich sehr lange hin und her, was ich schreiben soll, obwohl ich sie nicht das erste mal gestellt bekam.

Mit einer möchte ich nun gerne mal aufräumen, weil sie mir so massiv lästig ist!

Hast Du Kinder? Hast Du eine Ausbildung? Als was arbeitest Du?

Das hängt alles sehr zusammen und ist auch gleichzeitig massiv intim.







Wie ich an vielen anderen Stellen schon schrieb, fand ich mit 19 Jahren zu DS und kurz darauf lernte ich meinen Ehe-Dom kennen, der auch mein erster Dom war, der mich nunmal direkt heiraten wollte. Er war älter und wollte gerne Kinder, also bekamen wir auch Kinder. 

Da wir früh eine Familie gebildet haben, bin ich quasi auch früh wieder durch damit und nun lebt nur noch ein Kind bei uns, was aber auch schon fast erwachsen ist.

Mit der Pubertät hängen viele unserer Beziehungsprobleme zusammen, aber nicht alle. Darauf möchte ich nicht weiter eingehen, denn wer pubertierende Menschen kennt, weiß was es damit auf sich hat :)

Dadurch dass ich früh Mutter wurde, habe ich keine Lehre gemacht, mein Lebenskonzept allerdings war auch schon immer ein wenig anders :) Leider kam dann meine Krankheit dazwischen und damit viele OPs, Krankenhausaufenthalte und Komplikationen, was mittlerweile meine Lebensaufgabe ist. Zwar bin ich "austherapiert", jedoch habe ich Folgeschäden und bin nun chronisch krank. Mein Körper zeigt mir regelmäßig deutlich, dass ich aufpassen muss.

Zwischen Kindern und Krankheit hatte ich gearbeitet, immer mal wieder, soweit es ging.

Schäme ich mich dafür?

Ein wenig, aber aus anderen Gründen, als man vielleicht vermutet.

Ich schäme mich für das Bild, was andere im Kopf haben, wenn sie hören, dass ich im Moment nicht arbeite, dass ich keine Ausbildung habe usw.

Schon von früh an, war mir ein normaler Lebensweg nicht vorbestimmt, durch viele Schicksalsschläge und Steine, die mir in den Weg gelegt wurden, aber ich bin verdammt stolz auf mich, dass ich alles überlebt habe, gemeistert habe und psychisch stabil bin!

Ich wurde dadurch ein starker Mensch, mit Persönlichkeit, der weiß, dass ich alles schaffen kann, wenn ich will und dass mich nichts so leicht umbringen kann, auch im wortwörtlichen Sinn.

Kürzlich sprach ich mit einem lieben Menschen indirekt darüber. Ich erklärte, dass ich nicht mag, wie die Leute mich sehen, wenn sie erfahren, dass ich keine Ausbildung habe und dass ich dann eben nicht erklären möchte, wie krank ich war und was für Nachfolgen das hat. Sie antwortete: "Wenn Du ihnen sagst, dass Du keine Ausbildung hast, haben sie ein Bild von Dir im Kopf und wenn Du dann erklärst, dass du schwer krank warst und bist, haben sie auch eins. Es ändert nichts, dann würden sie eben denken, dass Du übertreibst, jammerst oder deine Krankheit als Ausrede nimmst."

Klar könnte ich lügen und immer sonst was erfinden, total fantasievoll Bilder ausmalen und mir einen Spaß daraus machen, aber leider bin ich sehr ehrlich und lüge nicht einmal aus solchen Gründen gerne.

Ich bin stolz auf mein Leben, ich bin stolz auf meine Kinder und was aus ihnen wurde und wird.

Total konsequent widme ich mich nun einige Jahre schon meiner inneren Sklavin und lebe TPE so intensiv, wie es mir mein Herr ermöglicht. Ich führe den Haushalt, nach seinen Ansprüchen, unterstütze ihn beruflich und privat. Ich bin jederzeit für ihn da und umgebe ihn, wie ein Haustierchen es nur kann. Ich habe ihn zu meiner Lebensaufgabe gemacht und suche darin meine Erfüllung.

Er möchte gerne, dass ich Französisch lerne, ich lerne Französisch.

Ihm ist wichtig, dass ich mich bilde, also lese ich und informiere mich, soweit ich kann.

Er findet es toll, dass ich ein kreativer Geist bin und freut sich jedes einzelne Mal, wenn ich etwas erschaffe, also mache ich mir Gedanken und übe, übe, übe, während ich mich um sein leibliches und geistiges Wohl sorge und kümmere.

Lästige Aufgaben nehme ich ihm umgehend ab und ein offenes Ohr, in jedem Lebensbereich, ist ihm jederzeit sicher.

Wie ein persönlicher Assistent, nur intimer :)

Dafür, dass er mir dieses Leben ermöglicht, bin ich ihm sehr dankbar und auch wenn ich sein vollkommenes Verständnis an anderen Stellen ein wenig anprangere, finde ich es hier wundervoll, denn ich vermute, dass es nicht viele Herren da draußen gibt, die auf eine so intensive Art TPE leben möchten, gerade auch, weil es viel Arbeit ist und ständige Aufmerksamkeit erfordert. 

Jede Beziehung ist auf ihre Art bereits arbeitsintensiv und kompliziert, umso wertvoller, wenn man sich so einer Aufgabe annimmt.


Ein einfaches Leben hatte ich nicht, aber ein interessantes hatte und habe ich und wenn ich aus dem Nähkästchen plaudere, dann ist es immer spannend und interessant, denn zu erzählen gibt es vieles und wenn ich zurück blicke, dann muss ich zwangsläufig lächeln, denn durch meine Einstellung einfach zu machen und hinterher nachzudenken, passierte viel aufregendes und wundervolles Zeug. Ich bereue nur sehr wenig und auf dem Sterbebett werde ich nur wenige Entscheidungen anders sehen.

Im Moment ist eine kleine Ruhepause in meinem Leben, aber es brodelt schon sehr in mir und ich muss dringend mal wieder meine Seele in Spaß ertränken, trunken vor Freude, einfach mal wieder machen!




Mittwoch, 16. Juni 2021

Im Walde sieht man sie

 




Wir waren im Wald spazieren, bei der Gelegenheit konnten wir ein Haustierchen in freier Wildbahn entdecken :)

Da gestern das Deutschland Spiel war, konnte man ungestört im Wald sonst was entblößen, ohne Gefahr zu laufen, jemanden zu begegnen. Leider war Monsieur zu sehr von alltäglichen Dingen abgelenkt. 

Ursprünglich sagte er, ich solle kein Höschen unterm Kleid tragen, eine meiner leichtesten Übungen, da ich weit über zehn Jahre komplett ohne lebte, und malte in den schönsten Farben aus, was wir beim Spaziergang so alles machen könnten!

Mein Arsch war noch leicht bunt von den zwei davorigen Tagen, in denen er mit der Stahlgerte und der Short Bull bearbeitet wurde und ich hatte soooo Lust darauf!

Naja, dann kam es Monsieur nicht mehr wie ein fantasievoller und spannender Spaziergang vor, sondern wie eine Pflichtübung. Warum? Gute Frage. 

Der Sinneswandel kam, als er nach längerer Zeit an der PlayStation von mir gefragt wurde, ob wir nicht noch spazieren gehen wollten.

Ich bin eher der Mensch, der gerne überlegt, wie man Dinge ermöglich, er eher, warum sie gerade nicht machbar sind.

Schwierig, wenn man als Herr nicht so gerne Möglichkeiten sucht.

Es scheint ohnehin egal zu sein, wie ich etwas ansprechen möchte, es kommt komplett falsch an, egal wie umsichtig ich es formuliere und wenn man dann bemerkt, dass er lieber in einer virtuellen Welt versumpft, als sich mit einem zu beschäftigen, was soll man dazu noch sagen?

Und schwupp gerät man in alte Fahrtrillen zurück und fühlt sich wieder einsam, alleingelassen und baut seine Mauern auf...



Dienstag, 8. Juni 2021

Haushaltsglück

 



Die Kunst ist es doch, eine Beziehung heiß zu halten und sie nicht abkühlen zu lassen, trotz Alltag :)

Mir persönlich gefallen die kleinen süßen Details im Alltagstrott sehr, wie wenn Monsieur aus Spaß ein wenig meinen Arsch striemt und zum Abschluss ein Küsschen auf die eine, manchmal auch beide Backen setzt :)

Ein kleiner Liebesstempel auf meiner glühenden Haut. 


Oder wenn Monsieur sagt, ich solle ihm sagen beim Baden, wann ich meine Haare waschen würde, das möchte er dann gerne übernehmen :)


Kleine Zettelchen, die man dem Anderen zusteckt, mit niedlichen Botschaften.


Kommendes Wochenende können wir, wenn das Wetter es gut mit uns meint, endlich wieder an den See fahren! Da freue ich mich drauf und meine Impfung ist dann auch fast zwei Wochen her, so dass ich nahezu komplett geschützt bin und Monsieur keine Einwände mehr hat!

Die Woche begann recht anstrengend, mit vielen Terminen, weniger Zeit füreinander, umso mehr genießt man die gemeinsamen Stunden.

Monsieur schreibt mir dann süße Tagespläne, gut strukturiert, die auch variabel sind, so dass man sie anpassen kann, wenn etwas verrutscht oder dazwischen kommt. 

Im Moment gibt es kaum etwas zu berichten, weil wenig passiert.


Ich wache morgens auf, oder werde geweckt, wenn Monsieur früh raus musste, hat er still und leise die Schlösser geöffnet und wenn er noch da ist, macht er es, wenn ich frage, ob ich aufstehen darf.

Je nachdem frage ich ihn, wann er sein Frühstück möchte und ob es groß oder klein sein soll, dann begebe ich mich ins Bad und mache mich startklar. Muss ich nicht raus, ziehe ich artig meinen Hoodie an und lege mit dem los, was Monsieur angesagt hat.

Mein Essen nehme ich nun dauerhaft auf dem Boden, an meinem kleinen Tisch, neben dem normalen Tisch für Menschen ein und wenn ich aufs Sofa möchte, habe ich zu fragen, ebenso für andere Sitzmöbel. Vergesse ich es mal, ja das passiert im Eifer der Bequemlichkeit, muss ich aufstehen, Hände in den Nacken legen, Beine spreizen, mein Blick senkt sich automatisch und ich frage ordentlich.

Monsieur ist sehr großzügig und gnädig und sagt meistens ja. Manchmal holt er wortlos das Fake-Fell und legt es vors Sofa, mehr braucht es nicht und ich weiß Bescheid.

Wenn er zurück kommt, warte ich bereits auf Knien an der Türe und seine streichelnde Hand auf meinem Kopf ist wohltuender, als jede Umarmung, wobei die gibt es anschließend und fällt sehr innig aus, ein aneinander fest halten und genießen.

Monsieur spricht mich eigentlich ausschließlich als Haustierchen, Tierchen und gemeines rotes Ding an, was mir, bis auf Letzteres, ausnehmend gut gefällt :) Dadurch fühle ich mich wohl und gesehen :)

Abends knie ich mich zu seinen Füßen, vors Bett und wir gehen kurz den vergangenen und kommenden Tag durch, Monsieur sagt, was ihm gut gefallen hat und erlaubt mir dann ins Bett zu gehen und fixiert mich mit der Kette. Wir schlafen aneinander gekuschelt ein, jedoch hat er meistens die Kette fest in der Hand, wie ich mein Kuscheltier :)

Manchmal gibt es morgens, oder abends noch ein paar Hiebe mit der Stahlgerte, oder einfach mal so, weil Monsieur Lust dazu hat. Nach wie vor mag ich keine Schmerzen, aber durch seinen Spaß, fühle ich mich als Sklavin, die ihrem Herrn zu Diensten ist und ein schöneres Gefühl gibt es nicht :)


Dieser durchgehend gleiche Ablauf tut mir gut und schafft Sicherheit und Ruhe, so dass man seine Energie vollkommen in die Bedürfnisbefriedigung des Herrn stecken kann, denn das ist meine Bestimmung.

Monsieur merkt wohl auch, wie gut es mir tut und geht mehr darauf ein, oder es gefällt ihm, ich weiß es nicht, da ich nicht nachgefragt habe, jedenfalls fühle ich mich sehr wohl und dadurch das nun meine Grundbedürfnisse gestillt werden, tauchen hier und da neue auf, aber das ist eine andere Geschichte :)

Ich bin müde und morgen wird es auch wieder anstrengend, also gute Nacht und süße Träume!



Freitag, 4. Juni 2021

Überstanden

 



Gestern ging es mir wirklich gaaaanz schlecht, das volle Programm, als ob ich eine schlimme Erkältung, oder mittelmäßige Grippe hätte.

Monsieur hat mich wunderbar umsorgt, meine miese Stimmung geduldig ertragen und immer wieder versucht mich aufzubauen und mich zu unterstützen.

Unter anderem wollten wir abends Tron 2 schauen und ich merkte, dass ich gar nichts mehr mitbekomme und bat unterwürfig darum, bitte direkt ins Bett zu dürfen, obwohl der Geschirrspüler fertig war und ausgeräumt werden musste.

Er sagte, es sei kein Problem und ich weiß nicht einmal mehr, was ich als Hörbuch angemacht hatte, noch sonst irgendwas.

Heute morgen war es überstanden! Mir geht es nicht blendend, aber doch recht gut :)

Monsieur hatte ein paar Video Konferenzen und als ich aufgestanden war, schaute ich kurz rein. Mein Kniekissen ist nahe am Schreibtisch, aber so, dass man mich nicht sehen kann und so kniete ich mich artig hin und wollte einfach nur zeigen, dass ich wach bin, dass es mir gut geht und ein wenig Ruhe tanken. Monsieur griff mir in die Haare und kraulte mich kurz.

Dann ging ich mich duschen und rasieren, hörte, ob er gerade aktiv ist, oder eine kleine Pause hat und schlich mich abermals rein, um meine Rasur kontrollieren zu lassen :)

Bei der Gelegenheit erfragte ich, ob ich ihm einen Snack zubereiten darf und wann der in etwa fertig sein sollte.

Das funktionierte wunderbar und ich bekam einen sehr zufriedenen und gut gelaunten Herrn, was mich umso stolzer macht :)

Die Gelegenheit, bevor ich mich anzog, nochmal hüpfend und mit den Titten wackelnd, zu präsentieren, ließ ich mir nicht entgehen, immerhin sorgte es für einen Lacher auf beiden Seiten.

Als er fertig war, fuhren wir Bücher shoppen und das tat sehr gut, auch wenn ich die meiste Zeit auf einem Stuhl saß und mir den Stapel, den ich zusammen gesucht hatte, genauer betrachtete, also so ganz fit bin ich dann doch noch nicht, aber das wird morgen sicher so sein :)

Zuhause angekommen überlegte ich hin und her, was ich gerne als Nachtisch essen würde. Monsieur ist ja so ein kleines Schleckermäulchen, ich mag hingegen Süßes eher weniger und hatte plötzlich Heißhunger auf Sushi!

Also flitzte ich zu Rewe (ja, ja, ich mag nun nicht über die Sushi Qualität von Rewe diskutieren und zur Not frißt der Teufel Fliegen...) und auf dem Rückweg fühlte es sich an, als würde die Erde mich umarmen, indem sie einen sachten Regenguß über mir verteilte, aber wirklich nur ganz angenehm wenig, so dass ich nicht durchnässt war, sondern herrlich abgekühlt und erfrischt!

Es sind die kleinen Dinge, die das Leben so kostbar machen!

Dann präsentierte ich Monsieur meine Beute, also was ich eingekauft hatte und mampfte danach gemütlich mein Sushi :)

Das Leben kann so schön sein!

Ich bin Monsieur sehr dankbar für alles und besonders für die letzten Tage!




Mittwoch, 2. Juni 2021

Impffeiertag

 Heute stand die zweite Impfung an und morgen ist auch noch ein Feiertag, so dass ich vorgesorgt habe und gestern bereits eingekauft habe, für die nächsten Tage.

Monsieur war sehr, sehr gut zu mir und fuhr mich, das erste mal seit ewig, in ein Einkaufscenter, wo wir dann ein wenig shoppen waren und das tat so gut!

Zwischen uns läuft es gut wie seit langem nicht mehr!

Meinen Platz spüre ich fast immer und wenn nicht, sage ich es meinem Herrn und er zeigt ihn mir wieder, oder ich gehe auf das Kniekissen, was schon ein wenig bringt und Monsieur weiß, was das bedeutet und hilft noch ein wenig nach.

Die ganze Stimmung zuhause hat sich verbessert und ich brauche keine Schutzmauern mehr.

Da in den vergangenen Tagen mehrfach Handwerker in der Wohnung waren, kam es einige male zu seltsamen Situationen.

Zwar haben wir die Schlafzimmertüre zu gehabt, weil sich die Katze dort versteckte, dennoch gibt es noch andere Indizien in der Wohnung, die zeigen, dass wir ein wenig anders leben. Ich denke aber, dass nichts zu auffällig war.

Ich kniete also beim Frühstück, wie gewohnt, bei meinem kleinen Tisch, der neben dem normalen Esstisch steht und Monsieur starrte mir aufs Dekolleté, was mich sehr irritierte, denn sonst achtet er da nicht wirklich drauf. Auf mein Nachfragen hin sagte er: "Mir wurde gerade bewusst, dass die Handwerker, dir voll in den Ausschnitt gaffen können."

Monsieur hatte mir die Kleider selber ausgesucht und gekauft, dann so eine Bemerkung, obwohl ich die Kleider schon länger trage?

Interessant, dass er erst jetzt darauf kam...

Ich frage mich, ob es ihm unangenehm war, oder was er dabei empfunden hat.

Nur am Rande, die Handwerker schauten mir ins Gesicht, ausschließlich ins Gesicht, hoch anständig und soooo groß war der Ausschnitt nun auch wieder nicht, lediglich der Blickwinkel meines Herrn, der war sehr günstig :)

Das sind meine Alltagskleider, sieht man auch öfter auf den Fotos. Sie haben fast alle den selben Schnitt, andere Farben und sind praktisch. Man kommt an alle Stellen schnell ran und dennoch sehen sie anständig aus :) Hat Monsieur gut ausgesucht!


Also heute war es soweit und ich hatte diesmal weniger Panik, da ich bis kurz vor der Impfung ein Switch Spiel gezockt hatte, was meine gesamte Aufmerksamkeit erforderte.

Beim Arzt kam ich auch direkt dran und er betonte sogar, dass er sich freut, dass ich mich auch zum zweiten Termin getraut habe :)

Der Pieks war auch schnell erledigt, diesmal tat jedoch das Reinspritzen weh. Beim letzten Mal, kleiner Pieks, fertig und dieses Mal, kleiner Pieks, dann aber längeres Aua.

Monsieur empfing mich wie eine Superheldin und lobte mich und war so richtig glücklich!

Da ich mich sonst nie und nimmer freiwillig stechen lasse, hatte er befürchtet, dass er mich nicht dazu bekommen würde, mich impfen zu lassen und mein Risiko bei einer Erkrankung einen schweren Verlauf zu haben, ist leider nicht gering, umso größere Sorgen hatte er sich die letzten Monate gemacht und umso erleichterter war er nun.

Zuhause verwies er mich aufs Sofa, obwohl es mir gut ging und wir mampften ein leckeres Eis zusammen :)

Dann musste er auch schon los zu einem Termin und ich habe erst einmal die frohe Kunde verbreitet :)


Natürlich kniend gegessen, wie es sich gehört


Zurück, schaute Monsieur direkt nach mir und bestellte zur Feier des Tages, ein Steak für mich und wir schauten zusammen den alten Tron Film an, wobei ich das Ende verschlafen habe.

Ich bin schrecklich müde, kann auch an meiner Migräne liegen, ist aber egal, denn sonst geht es mir gut :)

Monsieur umsorgt mich so wundervoll und lässt mich als kleine Heldin erscheinen, dann kann man sich nur toll fühlen und das Steak war soooo lecker!

Ich bin richtig glücklich, weil gerade alles so schön ineinander greift und Monsieur seinen Platz eingenommen hat und sich sehr wohl fühlt, ich dadurch auch meinen habe und mich ebenso gut fühle. Nun geimpft, winkt eine gewisse Freiheit und ich habe im Kopf bereits eine Liste, was ich alles machen möchte :)

Ganz oben stehen Museen, Café Besuche und mal wieder zum Friseur gehen!





Montag, 31. Mai 2021

Aufgabe: Neues Halsband beschreiben

 Monsieur ist heute sehr lange unterwegs und mußte in der Frühe direkt starten, so dass er mir meinen Tag bereitet hat, in Form eines Tagesplans.

Er findet sich wundervoll in seiner Position des Herrn ein, besser denn je und wird von Moment zu Moment sicherer und experimentierfreudiger, was mich unendlich freut, weil ich arge Sorge hatte, dass zu viel verschüttet ging.

So hat er mir vorgestern morgen, aus Lust, die Schenkel und mein Zuckerdöschen, mit einer Neunschwänzigen bearbeitet und gestern mit der Stahlgerte den Hintern und die Oberschenkel, damit ich, wenn ich das Frühstück vorbereite, einen schöneren Anblick biete :)

Oui et non, Monsieur, kommen mir problemlos über die Lippen und ein Ja und Nein lässt mich eher stocken.

Siezen im Chat, ist unumgänglich, weil ich ihn mit Respekt nur so überschütten möchte :)

Als ich vorgestern lustig gelaunt war, beim Abendritual, und ihn an den Füßen kitzelte und er deshalb das Ritual eher kurz hielt, war ich es, die um Verzeihung bat und das Ritual ordentlich, mit dem richtigen Spirit, wiederholen wollte. Monsieur war dann auch so gnädig, denn er wußte, dass ich sonst schlecht schlafen würde.

Wir gewöhnen uns langsam an einen neuen Standard, so dass ein Gefühl dafür entsteht, wenn etwas weggelassen wird. Zwar rutscht man ab und an in Automatismen, wie zum Beispiel sich einfach aufs Sofa zu setzen, aber dann fällt es Monsieur auf, ich muss nochmal aufstehen und ordentlich darum bitte. Gerne verlangt er dann, dass ich meine Beine spreize, die Hände hinter den Kopf nehme, mein Blick senkt sich von alleine ab, ich schaue auf den Boden, um ihm noch mehr Demut zu zeigen, und er greift mir in den Schritt, bevor er es mir erlaubt, oder eben nicht.

Meinen Platz, das Kniekissen im Büro, nehme ich auch selbstverständlicher ein, wenn ich auf ihn warte, etwas Ruhe suche, oder wie heute, wenn ich meinen Tagesplan lese. Der liegt dort und wenn ich schauen möchte, was als nächstes kommt, oder einfach nochmal seine Komplimente und lieben Worte lesen möchte, dann kehre ich zum Kniekissen zurück, das mir wie ein Akku, meinen Platz schenkt, auch wenn Monsieur nicht verfügbar ist, weil er es so vollgeladen hat, mit Erinnerungen!


Eine Aufgabe von meinem heutigen Plan betrifft das neue Halsband!



Monsieur schenkte mir dieses Halsband von Penumbra, weil ich mich habe so tapfer impfen lassen, trotz Nadelphobie. Meine persönliche Belohnung und dafür bin ich ihm, unabhängig von dem was nun folgen wird, dankbar!


Ich hatte schonmal beschrieben, dass ich arge Probleme damit hatte und möchte nicht nochmal alles hoch holen müssen. Man kann es schlicht hier nachlesen. Es war einfach zu einem ungünstigen Zeitpunkt angekommen, als wir kein Machtgefälle hatten, ansonsten habe heraus gefunden, warum es vielleicht, unter anderem, so unbequem und eng war.

Leider wurde die Schnalle falsch herum angebracht, ein Bild dazu weiter unten.

Das Halsband ist genau auf Monsieurs Geschmack abgestimmt. Zwar hat er mich auch gefragt, was ich von diesem und jenem Muster halte, was von der einen oder anderen Farbe, aber entschieden hat er dann nach seinem Gusto.

Die Ornamente erinnern an einen Schmetterling und sind wunderschön filigran. Monsieur mochte den Grünton, denn er würde gut zu meinen Haaren passen, sagte er.

So insgesamt ist es ein wunderschönes Halsband! Handarbeit und einzigartig, also was ist mein Problem gewesen?

Bevor wir es bestellten, sagte ich bereits, dass ich nicht weiß für welchen Zeitpunkt wir es benutzen mögen.

Im Alltag trage ich ein wundervolles, sehr kostbares Talena mit Ring. Immer. Das Bild entstand durch einen Zufall und ist aus dem Leben gegriffen.





Für das neue Halsband, was so oder so lediglich für einzelne Stunden benutzt werden sollte, ist da kein Platz, denn anders als Hundehalsbänder, kann es nicht darüber sitzen. Die Spitze müsste idealerweise auf die Kuhle, unterhalb vom Hals, zeigen.

Mein normales Halsband abnehmen, das hatte ich schon einmal in Ruhe durch diskutiert, ist so ein Ding...

So fein und filigran wie das Halsband aussieht, habe ich direkt im Kopf, dass es eher eine Zierde ist, nicht zur Benutzung geeignet, also ein Show Halsband, an das man zwar eine Leine befestigen kann, aber die müsste dann auch schon so zart sein, irgendwie passt das nicht zu mir, in meinem Kopf.

Ich lebe DS aktiv aus, nicht zur Show. Es interessiert mich nicht, wie es nach außen hin erscheint, es muss für uns funktionieren, aber der Ring ist so winzelig und dann zieht man ausversehen mal dran und er ist ab?

Ich mag mehr Show als Zweck einfach nicht so gerne.

Ich bin mir auch nicht sicher, ob es mir steht, weil es so schmal ist und ich eher hmm nicht so schmal gebaut bin. Dann komme ich mir so hmm fett vor :(


Also zusammen gefasst, ich schaue es mir an und denke, ich müsste mein geliebtes Halsband ablegen dafür und genau so würde es sich anfühlen. Ich müsste meine reale Sklavin ablegen, um dieses Show erhaschende schöne Stück anzulegen, dem dafür die Seele fehlt? Das man schön anschauen kann, aber mehr auch nicht? Der Funktion beraubt, der Option beraubt?

Dafür etwas, was mir sehr wichtig ablegen?

So wie sich das Einhorn, mit dem künstlichen Horn, damit die normalen Menschen es als solches erkennen können, fühlte als es das künstliche Horn tragen musste, so fühle ich mich mit diesem Halsband.

Show, nichts dahinter, aber dafür das wahre, funktionale Halsband ablegen?

Ich weiß, dass Monsieur es mag und gerne an mir sehen würde, aber ich fühle mich so unwohl damit und würde mich reduziert und nicht vollständig fühlen, als müsste ich damit auch etwas sein, was ich nicht bin.

Natürlich kommt es immer darauf an, was Monsieur möchte und ich würde mich außerordentlich freuen, wenn er seine Sicht hierzu ebenso aufschreiben könnte, damit wir beide beisammen haben und ich in den Genuß komme, seine Gedanken hören zu dürfen.


Wahrscheinlich müssen wir es ohnehin nochmal einschicken, da wir es uns noch nicht ordentlich angesehen hatten und nun entdecken musste, dass der Verschluß falsch herum angebracht wurde. Handarbeit eben :) 

Aber das sollte sicher kein Problem sein :)





Wobei, als ich gerade, als ich die URL des Shops heraus gesucht hatte auch wieder die Arm- und Beinbänder sah und unbewusst dachte: "Damit hätte ich kein Problem, seltsam..." Nein, nicht seltsam, wenn man mitempfinden kann, wie sich ein permanentes Halsband anfühlt...