Mittwoch, 16. Juni 2021

Im Walde sieht man sie

 




Wir waren im Wald spazieren, bei der Gelegenheit konnten wir ein Haustierchen in freier Wildbahn entdecken :)

Da gestern das Deutschland Spiel war, konnte man ungestört im Wald sonst was entblößen, ohne Gefahr zu laufen, jemanden zu begegnen. Leider war Monsieur zu sehr von alltäglichen Dingen abgelenkt. 

Ursprünglich sagte er, ich solle kein Höschen unterm Kleid tragen, eine meiner leichtesten Übungen, da ich weit über zehn Jahre komplett ohne lebte, und malte in den schönsten Farben aus, was wir beim Spaziergang so alles machen könnten!

Mein Arsch war noch leicht bunt von den zwei davorigen Tagen, in denen er mit der Stahlgerte und der Short Bull bearbeitet wurde und ich hatte soooo Lust darauf!

Naja, dann kam es Monsieur nicht mehr wie ein fantasievoller und spannender Spaziergang vor, sondern wie eine Pflichtübung. Warum? Gute Frage. 

Der Sinneswandel kam, als er nach längerer Zeit an der PlayStation von mir gefragt wurde, ob wir nicht noch spazieren gehen wollten.

Ich bin eher der Mensch, der gerne überlegt, wie man Dinge ermöglich, er eher, warum sie gerade nicht machbar sind.

Schwierig, wenn man als Herr nicht so gerne Möglichkeiten sucht.

Es scheint ohnehin egal zu sein, wie ich etwas ansprechen möchte, es kommt komplett falsch an, egal wie umsichtig ich es formuliere und wenn man dann bemerkt, dass er lieber in einer virtuellen Welt versumpft, als sich mit einem zu beschäftigen, was soll man dazu noch sagen?

Und schwupp gerät man in alte Fahrtrillen zurück und fühlt sich wieder einsam, alleingelassen und baut seine Mauern auf...



Dienstag, 8. Juni 2021

Haushaltsglück

 



Die Kunst ist es doch, eine Beziehung heiß zu halten und sie nicht abkühlen zu lassen, trotz Alltag :)

Mir persönlich gefallen die kleinen süßen Details im Alltagstrott sehr, wie wenn Monsieur aus Spaß ein wenig meinen Arsch striemt und zum Abschluss ein Küsschen auf die eine, manchmal auch beide Backen setzt :)

Ein kleiner Liebesstempel auf meiner glühenden Haut. 


Oder wenn Monsieur sagt, ich solle ihm sagen beim Baden, wann ich meine Haare waschen würde, das möchte er dann gerne übernehmen :)


Kleine Zettelchen, die man dem Anderen zusteckt, mit niedlichen Botschaften.


Kommendes Wochenende können wir, wenn das Wetter es gut mit uns meint, endlich wieder an den See fahren! Da freue ich mich drauf und meine Impfung ist dann auch fast zwei Wochen her, so dass ich nahezu komplett geschützt bin und Monsieur keine Einwände mehr hat!

Die Woche begann recht anstrengend, mit vielen Terminen, weniger Zeit füreinander, umso mehr genießt man die gemeinsamen Stunden.

Monsieur schreibt mir dann süße Tagespläne, gut strukturiert, die auch variabel sind, so dass man sie anpassen kann, wenn etwas verrutscht oder dazwischen kommt. 

Im Moment gibt es kaum etwas zu berichten, weil wenig passiert.


Ich wache morgens auf, oder werde geweckt, wenn Monsieur früh raus musste, hat er still und leise die Schlösser geöffnet und wenn er noch da ist, macht er es, wenn ich frage, ob ich aufstehen darf.

Je nachdem frage ich ihn, wann er sein Frühstück möchte und ob es groß oder klein sein soll, dann begebe ich mich ins Bad und mache mich startklar. Muss ich nicht raus, ziehe ich artig meinen Hoodie an und lege mit dem los, was Monsieur angesagt hat.

Mein Essen nehme ich nun dauerhaft auf dem Boden, an meinem kleinen Tisch, neben dem normalen Tisch für Menschen ein und wenn ich aufs Sofa möchte, habe ich zu fragen, ebenso für andere Sitzmöbel. Vergesse ich es mal, ja das passiert im Eifer der Bequemlichkeit, muss ich aufstehen, Hände in den Nacken legen, Beine spreizen, mein Blick senkt sich automatisch und ich frage ordentlich.

Monsieur ist sehr großzügig und gnädig und sagt meistens ja. Manchmal holt er wortlos das Fake-Fell und legt es vors Sofa, mehr braucht es nicht und ich weiß Bescheid.

Wenn er zurück kommt, warte ich bereits auf Knien an der Türe und seine streichelnde Hand auf meinem Kopf ist wohltuender, als jede Umarmung, wobei die gibt es anschließend und fällt sehr innig aus, ein aneinander fest halten und genießen.

Monsieur spricht mich eigentlich ausschließlich als Haustierchen, Tierchen und gemeines rotes Ding an, was mir, bis auf Letzteres, ausnehmend gut gefällt :) Dadurch fühle ich mich wohl und gesehen :)

Abends knie ich mich zu seinen Füßen, vors Bett und wir gehen kurz den vergangenen und kommenden Tag durch, Monsieur sagt, was ihm gut gefallen hat und erlaubt mir dann ins Bett zu gehen und fixiert mich mit der Kette. Wir schlafen aneinander gekuschelt ein, jedoch hat er meistens die Kette fest in der Hand, wie ich mein Kuscheltier :)

Manchmal gibt es morgens, oder abends noch ein paar Hiebe mit der Stahlgerte, oder einfach mal so, weil Monsieur Lust dazu hat. Nach wie vor mag ich keine Schmerzen, aber durch seinen Spaß, fühle ich mich als Sklavin, die ihrem Herrn zu Diensten ist und ein schöneres Gefühl gibt es nicht :)


Dieser durchgehend gleiche Ablauf tut mir gut und schafft Sicherheit und Ruhe, so dass man seine Energie vollkommen in die Bedürfnisbefriedigung des Herrn stecken kann, denn das ist meine Bestimmung.

Monsieur merkt wohl auch, wie gut es mir tut und geht mehr darauf ein, oder es gefällt ihm, ich weiß es nicht, da ich nicht nachgefragt habe, jedenfalls fühle ich mich sehr wohl und dadurch das nun meine Grundbedürfnisse gestillt werden, tauchen hier und da neue auf, aber das ist eine andere Geschichte :)

Ich bin müde und morgen wird es auch wieder anstrengend, also gute Nacht und süße Träume!



Freitag, 4. Juni 2021

Überstanden

 



Gestern ging es mir wirklich gaaaanz schlecht, das volle Programm, als ob ich eine schlimme Erkältung, oder mittelmäßige Grippe hätte.

Monsieur hat mich wunderbar umsorgt, meine miese Stimmung geduldig ertragen und immer wieder versucht mich aufzubauen und mich zu unterstützen.

Unter anderem wollten wir abends Tron 2 schauen und ich merkte, dass ich gar nichts mehr mitbekomme und bat unterwürfig darum, bitte direkt ins Bett zu dürfen, obwohl der Geschirrspüler fertig war und ausgeräumt werden musste.

Er sagte, es sei kein Problem und ich weiß nicht einmal mehr, was ich als Hörbuch angemacht hatte, noch sonst irgendwas.

Heute morgen war es überstanden! Mir geht es nicht blendend, aber doch recht gut :)

Monsieur hatte ein paar Video Konferenzen und als ich aufgestanden war, schaute ich kurz rein. Mein Kniekissen ist nahe am Schreibtisch, aber so, dass man mich nicht sehen kann und so kniete ich mich artig hin und wollte einfach nur zeigen, dass ich wach bin, dass es mir gut geht und ein wenig Ruhe tanken. Monsieur griff mir in die Haare und kraulte mich kurz.

Dann ging ich mich duschen und rasieren, hörte, ob er gerade aktiv ist, oder eine kleine Pause hat und schlich mich abermals rein, um meine Rasur kontrollieren zu lassen :)

Bei der Gelegenheit erfragte ich, ob ich ihm einen Snack zubereiten darf und wann der in etwa fertig sein sollte.

Das funktionierte wunderbar und ich bekam einen sehr zufriedenen und gut gelaunten Herrn, was mich umso stolzer macht :)

Die Gelegenheit, bevor ich mich anzog, nochmal hüpfend und mit den Titten wackelnd, zu präsentieren, ließ ich mir nicht entgehen, immerhin sorgte es für einen Lacher auf beiden Seiten.

Als er fertig war, fuhren wir Bücher shoppen und das tat sehr gut, auch wenn ich die meiste Zeit auf einem Stuhl saß und mir den Stapel, den ich zusammen gesucht hatte, genauer betrachtete, also so ganz fit bin ich dann doch noch nicht, aber das wird morgen sicher so sein :)

Zuhause angekommen überlegte ich hin und her, was ich gerne als Nachtisch essen würde. Monsieur ist ja so ein kleines Schleckermäulchen, ich mag hingegen Süßes eher weniger und hatte plötzlich Heißhunger auf Sushi!

Also flitzte ich zu Rewe (ja, ja, ich mag nun nicht über die Sushi Qualität von Rewe diskutieren und zur Not frißt der Teufel Fliegen...) und auf dem Rückweg fühlte es sich an, als würde die Erde mich umarmen, indem sie einen sachten Regenguß über mir verteilte, aber wirklich nur ganz angenehm wenig, so dass ich nicht durchnässt war, sondern herrlich abgekühlt und erfrischt!

Es sind die kleinen Dinge, die das Leben so kostbar machen!

Dann präsentierte ich Monsieur meine Beute, also was ich eingekauft hatte und mampfte danach gemütlich mein Sushi :)

Das Leben kann so schön sein!

Ich bin Monsieur sehr dankbar für alles und besonders für die letzten Tage!




Mittwoch, 2. Juni 2021

Impffeiertag

 Heute stand die zweite Impfung an und morgen ist auch noch ein Feiertag, so dass ich vorgesorgt habe und gestern bereits eingekauft habe, für die nächsten Tage.

Monsieur war sehr, sehr gut zu mir und fuhr mich, das erste mal seit ewig, in ein Einkaufscenter, wo wir dann ein wenig shoppen waren und das tat so gut!

Zwischen uns läuft es gut wie seit langem nicht mehr!

Meinen Platz spüre ich fast immer und wenn nicht, sage ich es meinem Herrn und er zeigt ihn mir wieder, oder ich gehe auf das Kniekissen, was schon ein wenig bringt und Monsieur weiß, was das bedeutet und hilft noch ein wenig nach.

Die ganze Stimmung zuhause hat sich verbessert und ich brauche keine Schutzmauern mehr.

Da in den vergangenen Tagen mehrfach Handwerker in der Wohnung waren, kam es einige male zu seltsamen Situationen.

Zwar haben wir die Schlafzimmertüre zu gehabt, weil sich die Katze dort versteckte, dennoch gibt es noch andere Indizien in der Wohnung, die zeigen, dass wir ein wenig anders leben. Ich denke aber, dass nichts zu auffällig war.

Ich kniete also beim Frühstück, wie gewohnt, bei meinem kleinen Tisch, der neben dem normalen Esstisch steht und Monsieur starrte mir aufs Dekolleté, was mich sehr irritierte, denn sonst achtet er da nicht wirklich drauf. Auf mein Nachfragen hin sagte er: "Mir wurde gerade bewusst, dass die Handwerker, dir voll in den Ausschnitt gaffen können."

Monsieur hatte mir die Kleider selber ausgesucht und gekauft, dann so eine Bemerkung, obwohl ich die Kleider schon länger trage?

Interessant, dass er erst jetzt darauf kam...

Ich frage mich, ob es ihm unangenehm war, oder was er dabei empfunden hat.

Nur am Rande, die Handwerker schauten mir ins Gesicht, ausschließlich ins Gesicht, hoch anständig und soooo groß war der Ausschnitt nun auch wieder nicht, lediglich der Blickwinkel meines Herrn, der war sehr günstig :)

Das sind meine Alltagskleider, sieht man auch öfter auf den Fotos. Sie haben fast alle den selben Schnitt, andere Farben und sind praktisch. Man kommt an alle Stellen schnell ran und dennoch sehen sie anständig aus :) Hat Monsieur gut ausgesucht!


Also heute war es soweit und ich hatte diesmal weniger Panik, da ich bis kurz vor der Impfung ein Switch Spiel gezockt hatte, was meine gesamte Aufmerksamkeit erforderte.

Beim Arzt kam ich auch direkt dran und er betonte sogar, dass er sich freut, dass ich mich auch zum zweiten Termin getraut habe :)

Der Pieks war auch schnell erledigt, diesmal tat jedoch das Reinspritzen weh. Beim letzten Mal, kleiner Pieks, fertig und dieses Mal, kleiner Pieks, dann aber längeres Aua.

Monsieur empfing mich wie eine Superheldin und lobte mich und war so richtig glücklich!

Da ich mich sonst nie und nimmer freiwillig stechen lasse, hatte er befürchtet, dass er mich nicht dazu bekommen würde, mich impfen zu lassen und mein Risiko bei einer Erkrankung einen schweren Verlauf zu haben, ist leider nicht gering, umso größere Sorgen hatte er sich die letzten Monate gemacht und umso erleichterter war er nun.

Zuhause verwies er mich aufs Sofa, obwohl es mir gut ging und wir mampften ein leckeres Eis zusammen :)

Dann musste er auch schon los zu einem Termin und ich habe erst einmal die frohe Kunde verbreitet :)


Natürlich kniend gegessen, wie es sich gehört


Zurück, schaute Monsieur direkt nach mir und bestellte zur Feier des Tages, ein Steak für mich und wir schauten zusammen den alten Tron Film an, wobei ich das Ende verschlafen habe.

Ich bin schrecklich müde, kann auch an meiner Migräne liegen, ist aber egal, denn sonst geht es mir gut :)

Monsieur umsorgt mich so wundervoll und lässt mich als kleine Heldin erscheinen, dann kann man sich nur toll fühlen und das Steak war soooo lecker!

Ich bin richtig glücklich, weil gerade alles so schön ineinander greift und Monsieur seinen Platz eingenommen hat und sich sehr wohl fühlt, ich dadurch auch meinen habe und mich ebenso gut fühle. Nun geimpft, winkt eine gewisse Freiheit und ich habe im Kopf bereits eine Liste, was ich alles machen möchte :)

Ganz oben stehen Museen, Café Besuche und mal wieder zum Friseur gehen!





Montag, 31. Mai 2021

Aufgabe: Neues Halsband beschreiben

 Monsieur ist heute sehr lange unterwegs und mußte in der Frühe direkt starten, so dass er mir meinen Tag bereitet hat, in Form eines Tagesplans.

Er findet sich wundervoll in seiner Position des Herrn ein, besser denn je und wird von Moment zu Moment sicherer und experimentierfreudiger, was mich unendlich freut, weil ich arge Sorge hatte, dass zu viel verschüttet ging.

So hat er mir vorgestern morgen, aus Lust, die Schenkel und mein Zuckerdöschen, mit einer Neunschwänzigen bearbeitet und gestern mit der Stahlgerte den Hintern und die Oberschenkel, damit ich, wenn ich das Frühstück vorbereite, einen schöneren Anblick biete :)

Oui et non, Monsieur, kommen mir problemlos über die Lippen und ein Ja und Nein lässt mich eher stocken.

Siezen im Chat, ist unumgänglich, weil ich ihn mit Respekt nur so überschütten möchte :)

Als ich vorgestern lustig gelaunt war, beim Abendritual, und ihn an den Füßen kitzelte und er deshalb das Ritual eher kurz hielt, war ich es, die um Verzeihung bat und das Ritual ordentlich, mit dem richtigen Spirit, wiederholen wollte. Monsieur war dann auch so gnädig, denn er wußte, dass ich sonst schlecht schlafen würde.

Wir gewöhnen uns langsam an einen neuen Standard, so dass ein Gefühl dafür entsteht, wenn etwas weggelassen wird. Zwar rutscht man ab und an in Automatismen, wie zum Beispiel sich einfach aufs Sofa zu setzen, aber dann fällt es Monsieur auf, ich muss nochmal aufstehen und ordentlich darum bitte. Gerne verlangt er dann, dass ich meine Beine spreize, die Hände hinter den Kopf nehme, mein Blick senkt sich von alleine ab, ich schaue auf den Boden, um ihm noch mehr Demut zu zeigen, und er greift mir in den Schritt, bevor er es mir erlaubt, oder eben nicht.

Meinen Platz, das Kniekissen im Büro, nehme ich auch selbstverständlicher ein, wenn ich auf ihn warte, etwas Ruhe suche, oder wie heute, wenn ich meinen Tagesplan lese. Der liegt dort und wenn ich schauen möchte, was als nächstes kommt, oder einfach nochmal seine Komplimente und lieben Worte lesen möchte, dann kehre ich zum Kniekissen zurück, das mir wie ein Akku, meinen Platz schenkt, auch wenn Monsieur nicht verfügbar ist, weil er es so vollgeladen hat, mit Erinnerungen!


Eine Aufgabe von meinem heutigen Plan betrifft das neue Halsband!



Monsieur schenkte mir dieses Halsband von Penumbra, weil ich mich habe so tapfer impfen lassen, trotz Nadelphobie. Meine persönliche Belohnung und dafür bin ich ihm, unabhängig von dem was nun folgen wird, dankbar!


Ich hatte schonmal beschrieben, dass ich arge Probleme damit hatte und möchte nicht nochmal alles hoch holen müssen. Man kann es schlicht hier nachlesen. Es war einfach zu einem ungünstigen Zeitpunkt angekommen, als wir kein Machtgefälle hatten, ansonsten habe heraus gefunden, warum es vielleicht, unter anderem, so unbequem und eng war.

Leider wurde die Schnalle falsch herum angebracht, ein Bild dazu weiter unten.

Das Halsband ist genau auf Monsieurs Geschmack abgestimmt. Zwar hat er mich auch gefragt, was ich von diesem und jenem Muster halte, was von der einen oder anderen Farbe, aber entschieden hat er dann nach seinem Gusto.

Die Ornamente erinnern an einen Schmetterling und sind wunderschön filigran. Monsieur mochte den Grünton, denn er würde gut zu meinen Haaren passen, sagte er.

So insgesamt ist es ein wunderschönes Halsband! Handarbeit und einzigartig, also was ist mein Problem gewesen?

Bevor wir es bestellten, sagte ich bereits, dass ich nicht weiß für welchen Zeitpunkt wir es benutzen mögen.

Im Alltag trage ich ein wundervolles, sehr kostbares Talena mit Ring. Immer. Das Bild entstand durch einen Zufall und ist aus dem Leben gegriffen.





Für das neue Halsband, was so oder so lediglich für einzelne Stunden benutzt werden sollte, ist da kein Platz, denn anders als Hundehalsbänder, kann es nicht darüber sitzen. Die Spitze müsste idealerweise auf die Kuhle, unterhalb vom Hals, zeigen.

Mein normales Halsband abnehmen, das hatte ich schon einmal in Ruhe durch diskutiert, ist so ein Ding...

So fein und filigran wie das Halsband aussieht, habe ich direkt im Kopf, dass es eher eine Zierde ist, nicht zur Benutzung geeignet, also ein Show Halsband, an das man zwar eine Leine befestigen kann, aber die müsste dann auch schon so zart sein, irgendwie passt das nicht zu mir, in meinem Kopf.

Ich lebe DS aktiv aus, nicht zur Show. Es interessiert mich nicht, wie es nach außen hin erscheint, es muss für uns funktionieren, aber der Ring ist so winzelig und dann zieht man ausversehen mal dran und er ist ab?

Ich mag mehr Show als Zweck einfach nicht so gerne.

Ich bin mir auch nicht sicher, ob es mir steht, weil es so schmal ist und ich eher hmm nicht so schmal gebaut bin. Dann komme ich mir so hmm fett vor :(


Also zusammen gefasst, ich schaue es mir an und denke, ich müsste mein geliebtes Halsband ablegen dafür und genau so würde es sich anfühlen. Ich müsste meine reale Sklavin ablegen, um dieses Show erhaschende schöne Stück anzulegen, dem dafür die Seele fehlt? Das man schön anschauen kann, aber mehr auch nicht? Der Funktion beraubt, der Option beraubt?

Dafür etwas, was mir sehr wichtig ablegen?

So wie sich das Einhorn, mit dem künstlichen Horn, damit die normalen Menschen es als solches erkennen können, fühlte als es das künstliche Horn tragen musste, so fühle ich mich mit diesem Halsband.

Show, nichts dahinter, aber dafür das wahre, funktionale Halsband ablegen?

Ich weiß, dass Monsieur es mag und gerne an mir sehen würde, aber ich fühle mich so unwohl damit und würde mich reduziert und nicht vollständig fühlen, als müsste ich damit auch etwas sein, was ich nicht bin.

Natürlich kommt es immer darauf an, was Monsieur möchte und ich würde mich außerordentlich freuen, wenn er seine Sicht hierzu ebenso aufschreiben könnte, damit wir beide beisammen haben und ich in den Genuß komme, seine Gedanken hören zu dürfen.


Wahrscheinlich müssen wir es ohnehin nochmal einschicken, da wir es uns noch nicht ordentlich angesehen hatten und nun entdecken musste, dass der Verschluß falsch herum angebracht wurde. Handarbeit eben :) 

Aber das sollte sicher kein Problem sein :)





Wobei, als ich gerade, als ich die URL des Shops heraus gesucht hatte auch wieder die Arm- und Beinbänder sah und unbewusst dachte: "Damit hätte ich kein Problem, seltsam..." Nein, nicht seltsam, wenn man mitempfinden kann, wie sich ein permanentes Halsband anfühlt...




Samstag, 29. Mai 2021

Versöhnung


 


Ich finde es immer schwierig, über Streit und Versöhnungen zu schreiben, weil andere das als Schwäche sehen.

Klar, ich schreibe hier für Monsieur und nur für ihn und es freut mich sehr, wenn andere es lesen, sich darin wiederfinden und sich bestätigt fühlen, oder auch nur erkennen, dass man mit seinen Problemen nicht alleine ist, aber in erster Linie, ist das hier immer, für Monsieur.

Wenn ich also über Streit und vor allem das Versöhnen schreibe, geht das an ihn, dennoch lesen es auch andere und dann bekomme ich hier und da das Gefühl vermittelt, man würde ja nur darauf warten, dass wir uns trennen.

Aber das muss mir egal sein, denn ich sehe darin, also im Streiten, keine Schwäche, ganz im Gegenteil!

Streiten ist eine Art Stärke, denn es zeigt, dass einem was aneinander liegt, sonst wäre man sich egal. Man kann mal aussprechen, was man sich sonst vielleicht nicht traut. Hinterher geht es einem, im Idealfall, besser. Wenn man streiten kann, zeigt es, dass man keine Angst haben muss, den anderen zu verlieren. Man kann tiefe Emotionen zeigen. Seine Seele bereinigen. So viele Dinge und noch mehr!

So, nun aber zum Thema.

Wir hatten uns in den letzten Wochen und Monaten eine sehr ungesunde Streitkultur angeeignet, in der es immer mehr darum ging, den anderen zu verletzten und wenn man dann seine Schutzmauern hoch aufgeschichtet hat, fällt es immer schwerer empathisch zu reagieren. 

Aus diesem Teufelskreis kommt man nicht einfach so heraus, das hatten wir oft genug versucht und es ist wie beim Schlittschuh fahren, man rutscht mit der Kufe wieder in alte Rillen und bemerkt es anfangs vielleicht nicht einmal unbedingt.

Es ging nicht anders, ich konnte nicht mehr, mein Faß lief bereits über...

Wenn man sich einfach nicht gut tut, dann sollte man es nicht ewig weiter versuchen und unglücklich miteinander leben. Lieber getrennt und Freunde, als einsam miteinander.

Auf die Bitte, Monsieur solle mir das Halsband abnehmen, antwortete er lediglich: "Du bist eine erwachsene Frau, dann handle auch so."

Für mich hieß es, er hat das Sklavinnen-Bündnis aufgeknüpft, ich habe den Status einer normalen Frau und die würde das Halsband selber abnehmen, also nahm ich es ab.

Wir gingen uns die nächsten Tage aus dem Weg. Monsieur war viel weg, ich nutzte die Zeit um organisatorisches Zeug zu klären und in Erfahrung zu bringen.

Der Umgang, die wenigen Moment, die wir uns sahen, war sehr distanziert und kühl. Monsieur kann das richtig gut, man merkt ihm nichts an und ich würde ihm dann am liebsten.... aber lassen wir das. 

Durch mein Leben, was ich bisher bestreiten musste, habe ich immer das Bedürfnis stark sein zu müssen, sonst hätte ich meine Krankheit, meinen Mann und andere Dinge nicht überlebt. Augen zu und durch, ist mein Motto, egal was es kostet. Du kannst leiden, du kannst weinen, aber aufgeben ist nicht!

Und wann ist dann Platz für schwache Momente?

Wann kann man dann mal los lassen?

Wann ist der Zeitpunkt, an dem man entspannen, vertrauen und weich sein kann?


Wenn man so sehr am Stark-Sein klammern muss, vergißt man, wie man wieder loslassen kann.

Man kennt nichts anderes.


Ich weiß, in dem Modus schaffe ich alles, wirklich alles, aber um welchen Preis?

Und in den letzten Jahren gab es kaum Moment, wo ich meine Stärke hätte aufgeben können, weil immer wieder etwas vorgefallen ist und gerade in den letzten Wochen wieder, prasselt wieder und wieder eine Nachricht nach der anderen auf einen nieder.

Aber ist es nicht viel gesünder zu sagen, dass man eine Mischung braucht?

In dem Moment stark sein muss, gegenüber von gewissen Menschen und/oder Situationen, ansonsten aber schwach sein darf? Wäre das nicht die ideale Lösung?

Aber in der Realität sind Mischungen so viel schwieriger hinzubekommen, als eine Sache komplett und total zu machen.

Also lag ich so im Bett morgens, hatte bereits Wohnungen angeschrieben usw, als ich merkte, wie mir das alles schlicht zu viel wird.

Wie ich wieder einmal vor der Frage stehe: "Halte ich jetzt einfach daran fest und mache stoisch weiter, egal was mir meine Gefühle sagen, egal was es mich kostet, oder lasse ich Schwäche zu, öffne mich, auch mit der Gefahr im Kopf, dass es mich mit wegschwemmt und komplett zerstört?"

Und ich fühlte einfach nur, wie ich genau vor dieser Gabelung stand: entweder ich bleibe stark und mache weiter, oder ich lasse endlich meine Schwäche zu und kann heilen.

Das war ein sehr schwieriger Moment und sehr schmerzhaft.

Aber man kann ihn nicht ungeschehen machen und ignorieren kann man ihn auch nicht, also muß eine Entscheidung her und das überforderte mich dermaßen!

Ich lag vollkommen innerlich zerrissen da und konnte kaum das Handy erkennen, als ich Monsieur schrieb, dass ich Hilfe brauche.

Und er fragte, mit seiner ekelhaft distanzierten, kalten Art, wie er mir helfen kann.

Ich wußte, er hat eine Video Konferenz, kann also nicht rüber kommen und nur deshalb hatte ich ihn angeschrieben, denn hätte er einfach rein kommen können, wäre es zu viel gewesen und ich hätte mich instinktiv entschieden weiter stark zu sein.

Aber so, lag ich da, konnte mit ihm auf garantiertem Abstand kommunizieren und ehrlich sein, offen und ehrlich, ohne Schutzmauern.

Und er nutzte es nicht aus.

Er war zwar distanziert und kalt, aber das war in dem Moment nicht einmal schlecht. Es nervte mich, dass ich so leide und es ihm scheinbar gut ging, aber darin sah ich einen Vorteil, weil er einen klaren Kopf hatte und meiner voller Schmerz war.

Auf die Frage, wie er mir helfen könne, wußte ich keine Antwort, weil ich nicht wußte, was mir helfen kann.

Wenn man keine Antwort weiß, kann man aber beschreiben, was in einem los ist und das tat ich.

Ich schrieb, wovor ich Angst habe, ich schrieb, was mir weh tut, ich schrieb, dass ich nicht mehr stark sein kann und möchte. 

Und umso mehr ich mich öffnete und der Schmerz aus mir heraus floss, umso mehr füllte er mich mit seinen Worten, die nach und nach wärmer wurden und mir zeigten, da sind schöne Gefühle in ihm, die für mich sind, auch wenn ich sie schon länger nicht mehr fühlen durfte, aber sie sind noch da.

Wir schrieben länger, seine Konferenzen waren vorbei, was ich nicht wußte, aber dann kam er rein, zu einem Zeitpunkt, wo ich es verkraften konnte. Legte sich zu mir ins Bett, einen Arm hinter meinem Kopf durch und streichelte mir unverfänglich den Kopf, während er erzählte, was er in den letzten Tagen für Missstände entdeckt hatte und woraus zum Teil, aus seiner Sicht, unsere Probleme gewachsen sind.

Es gibt Dinge, die kann man mit seiner Sklavin nicht machen, weil sie das Machtverhältnis zerstören.

Streiten ist eine Sache, eine andere ist schon zu diskutieren und wenn es nur über die Politik, oder andere banale Dinge geht. Beides erzeugt und erfordert Augenhöhe, die der Sklavin nicht zustehen. Das fühlt sich dann für mich nicht richtig an, ich kann an dieser Stelle nicht für ihn sprechen, und erzeugt nachhaltig andere Probleme.

Ich möchte nun nicht weiter ins Detail gehen, weil es hier nichts zu suchen hat und Monsieur weiß, was wir alles festgestellt haben, aber der springende Punkt ist, er fand ganz viele Ansätze, die im Alltag ein Ungleichgewicht verursachen, was nachhaltig die Herr-Sklavin-Ebene stört.

Wir redeten wirklich sehr lange und das erste mal seit langer Zeit, ohne Mauern, mit kühlem Kopf, mit Erkenntnissen und konkreten Vorstellungen, was man ändern muss.

Und während Monsieur so redete, zog er langsam die Bettdecke weg und streichelte meinen Hintern und als er merkte, dass ich bereit bin, läutete er mit der Gerte den neuen Lebensabschnitt ein, denn nichts anderes ist es, ein neuer Abschnitt in unserem Leben.

Auf dem Bild, wurde mir mehrfach gesagt, erkennt man kaum etwas.

Vielleicht hat nicht jeder einen erfahrenen Blick, daher erkläre ich es kurz.

Das Bild wurde nicht direkt nach dem Spanking gemacht, sondern mit viel zeitlichem Abstand und einer Dusche dazwischen, also ist die Rötung bereits weg. Man sieht keine richtigen Striemen, die verschwinden bei mir auch schnell wieder, aber man kann in der Tiefe die Flecken erkennen, die über die nächsten Tage heraufgeblüht sind und mittlerweile, nach sechs Tagen, langsam weg gehen. Schade, wenn man nur einen weißen Arsch sieht, aber so ist das oft im Leben, wenn man nicht genau hin schaut, übersieht man viele schöne Dinge :)


Wir haben unseren Umgang miteinander umgestellt.

Zwar erwische ich mich noch immer sehr sehr oft, wie ich denke: "Ich möchte das und das jetzt nicht machen, aber ich muss...", weil das meine Gewohnheit ist, nur ertappe ich mich auch immer öfter dabei und sage mir dann sehr bewußt, dass ich nicht muss! Dass ich auch mal etwas liegen lassen kann und dass ich auch mal sagen kann, dass ich nicht möchte. Dabei meine ich rein gar nichts, was sich auf den DS-Bereich bezieht, sondern öder Alltag, der mich aber schon so oft alle Kraft kostet, weil ich mehr machen möchte, um Monsieur zu beeindrucken, aber in Wahrheit ärgert es ihn, weil er sieht, wie ich mich kaputt mache. Er findet es schöner, wenn ich mal etwas Ruhe bekomme, als dass ich alles erledige und er ein schlechtes Gefühl hat. Daran muss ich mich gewöhnen und daran arbeite ich.

Das muss ich aber, damit ich schwach sein kann. Zwar konnte ich vorher schon immer für kleine Momente schwach sein, wenn Monsieur es aktiv forderte, indem ich mich hin knien muss, oder angekettet bin, aber das findet genau genommen im Kopf statt und ich muss jederzeit schwach sein können für ihn, sozusagen als Dauerzustand im Kopf. 

Für ihn permanent verfügbar sein, ist mir eine Leichtigkeit, aber schwach? Harte Lernaufgabe!

Monsieur behandelt mich auch ganz anders. Er sagt mehr Haustierchen/Tierchen zu mir, was nicht nur meinen Platz deutlich macht, sondern auch meine Geisteshaltung in Erinnerung ruft. Haustiere sind nicht für alles zwanghaft zuständig, ganz im Gegenteil, sie sind eher Deko und liegen unnütze herum. Nein, das ist kein Ziel von mir, aber ein wenig mehr abschauen kann ich doch noch.

Beispielsweise hatte er kürzlich einige Video Konferenzen hintereinander und ich schlich mich rein und kniete mich artig auf das Kniekissten, nackt, genau wie auf dem Bild oben. Er genoss den Anblick sehr und kraulte mich kurz. Als ich dann später nochmal rein blickte, eigentlich nur um mir eine Streicheleinheit zu holen, wies er mit dem Finger auf den Boden neben sich. Ich kniete mich auf alle Viere hin und bekam lange den Kopf und den Rücken gekrault, so wie er es bei einem Haustier auch gemacht hätte. Voll konzentriert auf seine Konferenz, gedankenverloren mein streichelnd, so fühlt sich meine Bestimmung an. Eine Bereicherung für sein Leben, in wirklich allen Bereichen.

Ich brachte ihm Kaffe, Wasser, Gebäck, machte für seine längere Pause einen leichten Snack fertig, hörte mir an was er zu erzählen hatte, stellte anregende Fragen dazu und umsorgte ihn so. Das i Tüpfelchen waren dann eben die Nackteinlagen, die uns unsere Plätze präsent machten und ein wundervolles Gefühl schenkten.

Ja und nein, wird nun nach und nach, eher automatisch, auf non und oui Monsieur umgestellt und es fühlt sich richtig an. 

Was man schlecht beschreiben kann ist, wie sich unser Umgangston geändert hat, denn das hat er sehr! Aber es sind so kleine Nuancen, die man kaum bemerkt, die man nicht greifen kann, weil sie ein Gefühl sind.

Und durch solche Anstöße, gerät wie bei einer Lawine, immer mehr ins Rutschen und der Umgang macht auch im Alltag, die nicht vorhandene Augenhöhe, viel präsenter. 

Wenn wir dann doch mal in eine Diskussion geraten, die ausufert, bemerkt es der eine oder andere und spricht es an. Dann die Kurve zu bekommen ist nicht einfach, aber auch eine Übungssache. Das sind eben die Fahrrillen, beim Schlittschuhlaufen und die zu bemerken, ist eine Kunst und wir werden von Tag zu Tag besser und dadurch werden die Rillen von Tag zu Tag weniger.

Und umso mehr wir uns daran gewöhnen, umso natürlicher und selbstverständlicher wird es.





Da wir uns die letzten Monate und Wochen zur reinen Hölle gemacht haben, beachten wir auch mehr, dass wir schöne Momente bewußt einbauen, wie z.B. als Monsieur arbeiten mußte und ich ein wenig herum stromern durfte.

Dabei entdeckte ich unter anderem eine französische Konditorei, die fantastische Torten hatte! Der Rand war bei jeder anders und wunderschön, aber der Geschmack erst!

Jedes Stückchen fühlte sich im Mund wie eine Geschmackswolke an, die explodiert!

Monsieur und ich teilen gerne die Stücke, so dass jeder etwas davon hat und man darüber reden kann. 

Dazu hatte ich noch eine Rösterei gefunden und so feierten wir einen weiteren Tag, unseres schönen Lebens, denn genau das machen wir daraus, ein schönes Leben, das zwar widrige Einflüsse von außen bekommt, das viele Schrammen und Rillen aus der Vergangenheit hat, aber im Moment schön gestaltet werden kann.

Ich schäme mich nicht dafür, dass wir uns getrennt haben, denn eine Trennung ist keine Schande, es ist eher eine Schande, wenn man unglücklich zusammen bleibt und nichts ändert.

Wenn den Japanern etwas zu Bruch geht, flicken sie es mit Gold und daraus haben sie eine so große Kunst gemacht, dass hinterher das Stück mehr wert ist, als vorher und genau so sehe ich das mit Beziehungen. Nicht der Bruch macht es kaputt, sondern das wieder neu und besser zusammen fügen, das macht es so wertvoll!

Unsere Beziehung ist nun unendlich viel kostbarer und darauf bin ich stolz!




Mittwoch, 26. Mai 2021

Freitag, 14. Mai 2021

Von Routine und Frauenrechten

 Im Moment entwickelt sich langsam so etwas wie Routine und das tut sehr gut, in dieser chaotischen Zeit, in der man kaum weiß, was für eine Hiobsbotschaft am nächsten Tag wohl kommen wird.

Abends unser Ritual vorm Bett, ich knie mich vor meinem Herrn hin, er findet immer ein paar nette Worte, wie ich seinen Tag bereichern konnte, was schön war und ähnliche Schmeicheleien. Mein Kopf auf dem Boden schaltet überflüssige Gedanken aus und Ruhe kehrt ein. 

Entweder erlaubt er mir dann ins Bett zu krabbeln, oder er nimmt noch eine Wartung vor und lässt mich danach ins Bett, gerne um mich dann zu benutzen.


Am Esszimmertisch steht nun dauerhaft ein kleines Tischchen für mich, so dass ich standesgemäß auf dem Boden essen kann, flexibel, ohne groß etwas verändern zu müssen, so wie es mein Herr mag, denn es ist schon auch mal gemütlicher, wenn man gemeinsam am Tisch sitzt. Er entscheidet immer aufs Neue.

Nachdem wir das Schlafzimmer umgeräumt haben, machten wir direkt mit anderen Teilen der Wohnung weiter, so dass auch Monsieurs Büro ein wenig umgestaltet wurde. Sein Lesesessel steht natürlich weiter am Fenster, wo auch, dahinter hatte er mal einen Ring angebracht, für die Zeit die ich im Lesesessel verweilen darf, oder mich dahinter auf dem Kniekissen einzufinden habe. Das Kniekissen ist nun allerdings gewandert und befindet sich quasi am Raumende gegenüber vom Sessel, so dass Monsieur mich etwas näher am Schreibtisch hat. Auf Ringe wollte er auch hier nicht verzichten und brachte gleich zwei Stück an.

Auf die Frage, wie wohl Außenstehende solche Details finden, komme ich nicht mehr, seit das Hundebett dort offen herum stand, wir keinen Hund haben und es Monsieur nicht störte.

Über den Tag verteilt bestätigen wir gegenseitig unsere Plätze, indem wir unsere Anreden benutzen, Sklavin, Herr, Monsieur, Haustierchen usw. 

"Je voudrais aller aux toilettes, Monsieur." geht mir sehr leicht von den Lippen, es ist für mich mittlerweile, als würde ich auf Deutsch fragen, wenn ich allerdings überlege, was wohl: "Ich hätte gerne ein Glas Wasser, mein Herr." heißen mag, komme ich nicht so schnell drauf. Ich muss mehr üben, um Monsieur eine Freude zu machen und mit ihm fließender reden zu können. Wenn er ganze Absätze los schießt, komme ich gar nicht mehr mit. Ich habe es lieber, wenn wir schreiben, dann kann ich es langsam übersetzen und Wörter, die mir nicht bekannt sind, durch das Abgleichen im Kopf von ähnlichen anderen Wörter, oder durch den Sinn des Satzes, drauf kommen, was natürlich im Gespräch nicht funktioniert.

Die wichtigsten Vokabeln und Sätze beherrsche ich allerdings, also Befehle und Gegenstände, um Gnade betteln und Antworten geben.

Die Leine im Auto ist nun auf meiner Sitzseite, da dort mehr Platz ist und Monsieur so nicht mehr dran denken muss, sondern mich bestrafen könnte, wenn ich vergesse, was praktisch nicht vorkommt, da sie in meine Routine beim Einsteigen integriert ist. Anschnallen und Leine heraus nehmen, sind sozusagen ein Handgriff.


Monsieur lässt mich gerne etwas länger schlafen, da er weiß, dass ich derzeit sehr schlecht schlafe und immer auch ein wenig mehr davon benötige, als er. Wenn er mich dann weckt, bin ich nicht nur ein Morgenmuffel, sondern eher ein Morgenmonster.

Ich brauche bestimmt 15 Minuten oder mehr, bevor ich überhaupt ansprechbar bin und davor gibt es nur abwehrende Reaktionen und Gebrummel.

Natürlich könnte er das unterbinden, indem er mir meinen Platz weist, aber bisher verzichtet er darauf, steht auf und schaut nach mir, wenn ich bereit bin. Das ist eine sehr große Rücksichtnahme seinerseits und ich bin mir nicht sicher, ob das der richtige Weg ist, da es mir nicht hilft mich zu bessern und morgens zugewandter zu sein.

Es beschämt mich als Sklavin natürlich sehr, dass ich morgens nicht ab der ersten Minute, die mein Herr wach ist, für ihn zur Verfügung stehe und ich mag nicht, wenn ich so abweisend bin, aber ich bekomme es nicht besser hin, egal welche Vorsätze ich mir gemacht habe und wie ich gerne reagieren würde.

Also heißt es hinterher sich zu entschuldigen und sich wieder vorzunehmen, es am nächsten Morgen besser zu machen. Ich arbeite daran!


Vor ein paar Tagen passierte etwas sehr unwahrscheinliches! Ich begegnete einer Dame, die meinte, sie freue sich immer, wenn sie Gleichgesinnte trifft. Wir standen in einem Treppenhaus, ich hatte an einer breiteren Stelle gewartet, so dass man sich gut aus dem Weg gehen kann und es darauf bezogen, dass ich sehr auf Abstand in Zeiten von Corona achte, dennoch schaute ich wohl etwas verwirrt, so dass sie dran setzte: "Ich meine das Halsband, ich trage unter meinem Schal auch eins." Wow! Ich meine, man wünscht sich ja schon öfter, dass man nette Gleichgesinnte trifft, aber ich rechne nicht damit und dementsprechend unsouverän habe ich reagiert. Ich strahlte direkt los, sagte, dass man ja leider nur wenige Andere trifft und eigentlich praktisch nie angesprochen wird und ich mich umso mehr freue, wenn es dann doch mal passiert!

Leider hatte sie keine Zeit und war gleich wieder verschwunden, aber vielleicht sieht man sich ja mal wieder, es würde mich jedenfalls sehr freuen.

Ich hatte schon einmal jemanden getroffen, auch eine Frau, jedoch dominant und wir unterhielten uns kurz darüber. Gefühlt trennten uns leider Welten, weil für mich DS mein roter Faden durchs Leben ist, meinem Herrn zu dienen mein Lebensinhalt bedeutet und ich davon alles abhängig mache. Sie hingegen klang eher wie eine "50 shades of grey" Spielerin, also ab und zu, wenn man Lust hat, mit Absprachen und einem Zeitrahmen.

Natürlich muss es das auch geben! Ich verurteile es überhaupt nicht! Ich sehe da auch keine zwei-Klassen-Gesellschaft, in der TPEler und 24/7 Anhänger toller sind, als Subs und Doms, die eine Spielbeziehung führen, die es lockerer sehen.

Aber bei Unterhaltungen merkt man dann leider schnell, dass dieses "jeder kann wie er möchte" Denken von mir, nicht unbedingt auch bei meinem Gegenüber vorhanden ist. Manchmal heißt es dann, man bräuchte eine Therapie, oder all seine Rechte abgeben und alles vom Herrn bestimmen lassen, sei vollkommen krank.

Traurig eigentlich, in einer Zeit, in der fast jeder von sich behauptet, gefälligst so leben zu wollen, wie er es möchte. In der Geschlechter egal sind und die Sexualität auch. In der man alles selber bestimmen und definieren darf, aber dann immer wieder an Grenzen stößt. "Alles ist erlaubt und muss erlaubt sein, aber!!!" 

Alles und ein Aber gehen nicht zusammen. Entweder Alles, oder ein Aber. 

Alice Schwarzer, die für die Rechte der Frauen eintritt sagte mir, ich sollte schleunigst damit aufhören. Aber ist es nicht auch ein Frauenrecht zu sagen, ich möchte mich meinem Mann unterwerfen? Wenn ich frei entscheiden darf, darf man mir doch nicht sagen, womit ich aufhören soll. Dann wäre ich ja wieder nicht frei in meiner Entscheidung.

Leider geschieht aber genau das im Moment in vielen Lebensbereichen.

Alles und jeder darf wie er möchte! Aber nur in dem Rahmen, den die Gesellschaft vor gibt.

Das Bevormunden betrifft nun andere Bereiche als früher, aber ist nach wie vor präsent.

Aber das hat hier keinen Platz und wird nun nur noch komplizierter, also höre ich an der Stelle lieber auf und lasse jedem seine eigene Meinung haben, denn Vielfalt ist schön, auch in Bereichen, die ich vielleicht nicht verstehe oder nicht einsehen möchte, dennoch darf jeder wie er möchte, ganz ohne Gedankengrenzen, jedenfalls sehe ich das so :)



Freitag, 7. Mai 2021

Gefühl gemalt

 




Da ich im Moment so schlecht ausdrücken kann, wie ich mich fühle, finde ich andere Wege.

So fühlt es sich für mich an, wenn ich mich als Sklavin wahrgenommen fühle.

Die schützende Hand meines Herrn über mir, der alles negative abhält und mir Trost, Zuversicht und Freude schenkt. Jederzeit, allumfassend über mir. 


Donnerstag, 6. Mai 2021

Päckchen kam an

 Gestern kam ein Päckchen an, darin das neue Halsband, was ich zur Impfung geschenkt bekam, wie geplant genau zwischen den Impfterminen :)





Im Moment ist unser Leben sehr stürmisch. Von außen bekommen wir eine Sturmböe nach der anderen ab, werden hin und her geworfen und wissen nicht, wo uns der Kopf steht.

Wir sind voll damit beschäftigt unseren Alltag auf die Reihe zu bekommen, während immer wieder ein neuer Windstoß uns in die eine, oder andere Richtung wirft.

An DS ist dabei wenig zu denken, wenn man vollauf schon damit beschäftigt ist, sich nicht selbe zu verlieren.

Nun kam das Halsband an und ich hätte mich freuen sollen, statt dessen ist es wie ein Relikt für etwas, was gar nicht mehr vorhanden ist.


Wir haben das Schlafzimmer toll umgeräumt und durch das Wegfallen von zwei Kommoden und Umplatzierung des Bettes, so dass auf der Seite meines Herrn ordentlich Raum entstanden ist, haben wir mehr Möglichkeiten, die wir aber gar nicht umgesetzt haben, weil so viel passiert.

Wir haben das Büchlein für ein neues Mantra gekauft, es ist noch verschweißt.

Wir haben immer wieder festgestellt, dass uns vieles fehlt und wir uns dringend das Leben schöner machen müssen, dass wir vieles von früher vermissen und regenerieren müssen und statt dessen erwischte uns ein Schlag nach dem anderen.


Also bat ich meinen Herrn darum, dass ich es erst zu sehen bekomme, wenn gewisse Umstände neu etabliert sind, damit das neue Halsband keine Requisite wird. 

Er verstand meine Bedenken und den restlichen Tag war es auch kein Thema mehr, da wieder einmal alles von außen beherrscht und herum gewirbelt wurde, aber abends dann.

Wir hatten eine Diskussion über DS, wir wollen das Selbe, wir sind uns einig, aber irgendwo muss man ja anfangen. Jedenfalls versuchen wir unser Abend-Ritual zu reanimieren und ich ließ mich auf meine Knie nieder, zu seinen Füßen, er drückte meinen Kopf sachte auf den Boden und packte das Halsband aus.

Ich war nicht bereit.

Ich liebe Halsbänder, aber ich weiß auch, wenn die Stimmung nicht stimmt, werden schöne Momente verdorben und bleiben verfärbt im Kopf haften.

Das war meine Sorge.

Er wußte, dass ich es nicht sehen, geschweige denn tragen möchte.

Es war ihm egal, oder eher gesagt, seine Neugierde war größer, oder seine Vorfreude, ich weiß es nicht.

Er hielt es mir unter die Nase, ich sah es mir kaum an, registrierte lediglich den recht kleinen, zierlichen Ring und mochte es noch weniger.

Ich, die Halsbänder als Fetisch hat, die Halsbänder wirklich wichtig findet und ohne nicht leben kann, habe das erste mal eine Abneigung gegen ein Halsband?

Meine Nerven sind durch die letzten Tage und Wochen extrem strapaziert. Ich bin nur noch ein Häufchen, dass sich mühsam zusammen hält und gefühlt regelmäßig hier und da ein Stückchen von sich selbst verliert. Und nun bröckelt eine garantierte Freudenquelle langsam weg...

Ich schloss schnell meine Augen und hoffte einfach, dass Monsieur es wieder weglegen würde, für einen Zeitpunkt, an dem einfach gewisse Dinge ineinander greifen, sich gut anfühlen und Stabilität versprechen.

Statt dessen legt er es mir an.

Kalt, steif.

Zieht es zu, einen kurzen Moment kann ich nicht atmen, weil er die Schnalle enger zieht, um das Loch zu treffen, dann lockert es sich minimal, bleibt aber sehr eng, sehr starr und unangenehm um meinen Hals liegen.

Monsieur hebt meinen Kopf, ich kann nur weg schauen, versuche die Gefühle zu ignorieren, geschweige denn, dass ich irgendwas an der Situation auch nur erträglich finde.

In meinem Kopf rattert es, dass ich so keine fünf Minuten aushalten kann, dass ich es mir gerne vom Hals reißen möchte und nach wie vor dieses eigene Unverständnis, da ich Halsbänder doch so sehr liebe!

Ich weiß nicht ein oder aus, ich erstarre und in meinem Kopf ist ein lautes Wirrwarr.

Es sollte eine Belohnung sein.

Ich hatte es mir selber gewünscht.

Ich hatte mich gefreut.

Monsieur findet es schön, sagt irgendwas in der Richtung dazu, etwas wie, es passt zu meinen Augen, oder Haaren, oder zu was? Ich höre nicht zu, weil in mir so ein Chaos herrscht und dauernd der Gedanke, wie ich es schnell wieder runter bekommen soll.

Monsieur gibt mir die Erlaubnis ins Bett zu gehen, aber wie soll ich das, mit dieser Enge am Hals, mit dieser kalten Starre, die so unangenehm auf meiner Haut brennt, mich einengt und nicht atmen lässt?

Ich verbleibe auf meinen Knien, denke, denke, denke.

Irgendwann nehme ich seine Hand, lege sie auf den Verschluss und hoffe, dass er es abnimmt und mich ins Bett gehen lässt.

Versteht er es nicht, oder will er es nicht öffnen?

Er steckt Finger dazwischen, er fingert am Verschluss herum, es bleibt dran und ich möchte so dringend einfach das Teil herunter reißen, ich möchte aber auch brav sein und vor allem möchte ich mich verstehen!

Ich verharre weiter, denke, denke, denke, bekomme keinen klaren Gedanken zu fassen und weiß nicht weiter. 

Nochmals lege ich seine Hand auf den Verschluss, hoffe dass er meine Not versteht, sieht, wahrnimmt, erahnt, Hauptsache er nimmt es mir endlich ab!

Nach einer gefühlten Ewigkeit öffnet er es, widerwillig, ich merke es genau, und legt es beiseite.

Nun sollte ich erleichtert sein und ein Teil in mir ist es, aber ein ganz großer anderer verabscheut mich für meinen Ungehorsam und geißelt mich selber.

Noch ein Teil versucht nach wie vor zu begreifen, was das sollte, woher die Abneigung stammte, warum ich überhaupt so gefühlt habe.

Ich lege meinen Kopf auf sein Knie, geschlossene Augen, betrachte das Chaos und Monsieur, der mir erklärt, dass er ungemein wütend auf mich ist und mir nicht böse sein kann.

Ich verstehe mich selber nicht, wie soll ich ihm was erklären können?

Ich versuche von außen zu betrachten, was in mir vor geht, versuche Monsieurs Worten zu folgen, versuche nicht zu weinen, versuche den schrecklichen Alltag nicht über mich einbrechen zu lassen, versuche mich zusammen zu halten, versuche mich nicht zu verlieren, versuche zu atmen.

Wir sind beide auf mich wütend.

Und ich bin unendlich traurig.

Monsieur streichelt mich lange, obwohl es schon sehr spät ist, wir beide sehr müde sind, es wieder keine sechs Stunden Schlaf geben wird, wir wieder übermüdet aufwachen werden.

Irgendwann steht er auf, er gab mir kein Zeichen, dass ich hoch darf, statt dessen drückt er meinen Kopf auf den Boden, steht über mir, redet lieb mit mir, erzählt mir, dass er eigentlich froh sein kann, dass er ein Wesen hat, dass auf dem Boden Ruhe finden kann und das stimmt. Mein Kopf ist auf dem Boden und meine Gedanken liegen ebenso still da, voll auf Monsieur konzentriert und schweigend. 

Er holt einen Vibrator, macht eine schnelle Wartung, die trotzdem zärtlich ist und mich nur noch mehr ins Chaos wirft. 

Ich war vorher vollkommen durcheinander und hatte Gefühle, die wilder waren als ein Orkan, dann ein kurzer Moment der Ruhe, mit dem Gesicht auf dem Boden, wie das Auge des Sturms und dann die Wartung...

Ich gab es auf.

Gab meine Gedanken auf.

Ließ einfach los.

Hatte einen Orgasmus.

Durfte ins Bett.

Verkroch mich notdürftig unter der Decke.

Versuchte nicht zu schluchzen oder zu weinen.

Versuchte den Schlaf zu begrüßen, weil er mich vom Chaos erlösen konnte.


Sonntag, 25. April 2021

Nach der Impfung ist vor der Impfung

 

Bei Rewe gesehen...


Ich habe die Impfung recht gut, mit den üblichen Nebenwirkungen, überstanden :)

Vor der zweiten Dosis habe ich aber ebenso wieder Angst :(

Aber das ist ja noch ne Zeit lang hin!

Monsieur holte mich ab und umsorgte mich vorbildlich! Ich durfte im Bett lümmeln, wurde mit Getränken versorgt und ganz viele Kuscheleinheiten.

So im Bett liegend, redeten wir über eine Belohnung für mich und da wir ein paar Tage zuvor real ein neues Halsband oder eine Leine suchten und nicht fündig wurden, bat ich um eins, als Belohnung und mein Herr machte sich auf in die Tiefen des Internets und bäm! Da war es!

Ein wunderschönes Halsband, bei dem man sich alles selber zusammen stellen kann. Größe, Material, Farbe, Muster, Ringgröße.

Leider dauert die Lieferung dementsprechend lang, jedoch empfinde ich auch das als eine schöne Koexistenz, denn die Lieferung wird zwischen beiden Impfungen sein. Also eine Vor-Nach-Belohnung :) Perfekt!

Ansonsten lag ich allgemein viel herum, wegen den Nebenwirkungen und wegen meinem Zeh.


Dass das Bett nun wieder niedrig ist, ist wundervoll!

Abends gibt es unser Ritual vorm Bett und wenn nachts etwas herunter fällt, dann muss man den Verlust nicht mehr bis zum nächsten Morgen abschreiben, sondern kann es sich einfach wieder holen!

Das Hundebett steht nun auch wieder vor dem Bett, auf der Seite meines Herrn, wo es hin gehört!

Monsieur hat im Moment großen Gefallen daran gefunden, mir die Manschetten anzulegen und diese dran zu lassen, ab und an mich mit Ketten einzuschränken und auch die Kleiderregel findet mehr Beachtung.

Als wir im Rewe waren, fand ich ein wunderhübsches kleines Büchlein, was mich diesmal nicht nur an unsere schon vorhandenen Bücher erinnerte, sondern zusätzlich an die, des DS Paares aus Frankreich, was Monsieur so gerne anschaut und mit mir teilt. 

Sie haben auch einige Bücher im Laufe der Zeit gefüllt, allerdings in einem anderen Stil, eher wie Tagebücher füreinander. Eine wundervolle Idee.

Ich bat Monsieur das Buch zu kaufen, wenn er sich vorstellen kann, dass ich wieder ein Mantra bekommen werde.

Mein Mantra liebte ich.

Monsieur fühlte sich irgendwann sehr unwohl damit, weil es nicht dem entsprach, wie wir wirklich lebten, sondern eher, wie wir gerne miteinander umgehen würden und er hatte zunehmend ein schlechtes Gewissen, so dass ich es einschlafen ließ.

Ansonsten hatte ich es täglich mind. einmal für ihn niedergeschrieben. 

Da Monsieur Füller und Tinte liebt, war es immer ein schöner Moment, wenn ich dafür einen Füller und eine Tinte ausgesucht hatte und mir beim Schreiben mal mehr, mal weniger, aber meistens mehr, Mühe gab.

Oh und Monsieur hat sich angewöhnt mich ins Büro zu rufen und mit einer Handbewegung angewiesen, dass ich mich vor ihm kniend niederlassen soll. Dann lege ich meinen Kopf, je nachdem wie er es möchte, auf sein Knie oder den Boden und kann entspannen, Ruhe tanken, meine Seele baumeln lassen. Das ist sehr wichtig und ein jedes mal wieder mein Highlight. 

So und nun freue ich mich wieder total auf das Halsband!

Montag, 19. April 2021

Veränderungen

 Manchmal verändert man sich innerlich, manchmal äußerlich, manchmal um einen herum.

Irgendwie ist diesmal alles betroffen :)

Wir waren ja schon länger sehr unzufrieden mit unserem Schlafzimmer. Wir hatten unser Bett auf Kommoden gestellt und so darunter einen Haustierchen Käfig/Höhle geschaffen. Wir berichteten mehrfach darüber. 




Jedenfalls waren wir auch schnell unzufrieden damit, weil es recht unbequem war hoch und runter zu kommen, Monsieur das Hundebett in der Höhle zu weit entfernt fand und er Sorge hatte, dass etwas über mir zusammen krachen könnte und noch einiges mehr, also hatten wir weiter hin und her überlegt, was wir machen könnten.

Ursprünglich stand das Bett wunderbar vorm Fenster, eine Aussicht wie Heidi in den Alpen sie hatte vor der Nase und alles war gut, doch leider wurden Bäume gefällt und so hatten wir schnell Spanner bemerkt und immer wieder wurde rein gegafft, so dass wir uns unwohl fühlten und die Aussicht war auch hmm naja!

Das ging jedenfalls nicht mehr und so haben wir heute die Gunst der Stunde gepackt und versuchten eine andere Möglichkeit.

Monsieur, der mir gerne Französisch, in Wort und Sprache, näher bringt, suchte bei fetlife ein wenig herum, um mir etwas zu Lesen zu geben. So entdeckte er ein französisches Pärchen, was wunderbare Texte schreibt und noch besser, sogar Videos macht! Ganz fasziniert schaute er sich einige an und entdeckte so alte Gewohnheiten wieder, die irgendwie unter den Tisch gefallen sind.

Was ihm fehlte ist unter anderem unser Ritual. Damals fand es im Schlafzimmer statt, aber nachdem wir es umgestaltet hatten und er nicht mehr sagen konnte: "Krabbel ins Bett...", nach dem Ritual und irgendwie auch kein Platz mehr dafür war, verschwand es. Wenn einem dann bewusst wird, dass es einem fehlt, arbeitet man daran, es zurückzubekommen. 

Es war allerdings mehr als das. Auch das Hundebett kann so wieder neben dem Bett stehen, so dass Monsieur nur rüber greifen muss, um mich zu spüren, oder an den Haaren ins Bett zu ziehen, um mich zu benutzen.

Also standen wir heute auf und Monsieur musste noch etwas arbeiten, in der Zeit durfte ich baden, wobei ich mir das falsche Buch gegriffen hatte und eigentlich nur mal kurz was im Internet schauen wollte und dann kommt es wie es immer kommt, wenn man mal nur kurz ins Internet schaut, man versumpft, allerdings hatte ich etwas in Erfahrung gebracht, was meinem Herrn nützlich war. Also war es wirklich keine verschwendete Zeit.

Mein Handy klingelte und ich bekam einen Termin für morgen, zur Impfung.

Wer unseren Blog aufmerksam verfolgt, oder mich kennt, weiß dass ich eine Nadelphobie habe. Keine einfache Angst, sondern wirklich eine Phobie. Eine Therapie half da auch nichts.

Einerseits freue ich mich, weil es viele andere Ängste, die sich auf Corona beziehen, reduziert, andererseits habe ich totale Panik vor der Impfung und der Nadel und dann kommen noch die Sorgen über Nebenwirkungen hinzu.

Wow!

Das beschäftigte mich durch den Tag.

Danach frühstückten wir in Ruhe, ich nahm ein Schmerzmittel wegen meinem Zeh und es ging los, wir räumten um.

Wobei, eigentlich war es eher so, dass Monsieur fast alles alleine gemacht hat und er verlangte, dass ich mich schone und nur ganz selten durfte ich helfen.

Als Sklavin ist das schwer erträglich. Zwar hatte ich den Frühstücktstisch schön gedeckt und alles so gestaltet, wie Monsieur es mag, dennoch kam mir alles zu wenig vor, weil er hart gearbeitet hat.  Dann fühle ich mich sehr unwohl, frage immer wieder, ob ich etwas machen könne, darf, bitte bitte.

Nun ist fast alles erledigt und sieht, wie ich finde, toll aus!

Es ist genug Raum für das Hundebett und für das Ritual. Genug Raum für Corner-Time und alleine schon die Möglichkeit zu haben, warum auch immer, mich im Hundebett warten zu lassen, war den Aufwand wert, wobei Monsieur noch ganz andere Pläne damit hat, wie zum Beispiel die Wartung auf dem Boden, die so auch nur schwierig und unbequem für ihn möglich war.

Ich freue mich schon sehr :)

Ok, nachdem ich die Impfung hinter mir habe, denn im Moment obliegt die Angst davor und beherrscht alles in meinem Kopf.


Donnerstag, 15. April 2021

Kleine Katastrophen

 In den letzten Wochen war es arg turbulent bei uns. Es gab einen Todesfall, Krankheiten und Verletzungen, viel Chaos und nie den rechten Moment.

Ich mag gar nicht davon anfangen, weil es mich nur runter ziehen würde und dem Leser nichts bringt, also lassen wir es einfach darauf beruhen.


Monsieur ist nach wie vor von meinem Ärschle enttäuscht. Er schlägt mit der Stahlgerte darauf herum und man sieht nicht viel, wobei die Stahlgerte tiefe Blessuren erschafft, die man eher einen oder zwei Tage später sieht und natürlich gebe ich mir nicht die Blöße und lasse allzu sehr durchblicken, wie verdammt es wirklich weh tut und gebe mich da sehr stolz und unantastbar. Manchmal nimmt es mein Herr als Herausforderung, manchmal zum Anlass zu scherzen, manchmal ignoriert er es.

Dieses mal war ich schlechter in Form, da mein Zeh gebrochen ist, ich auf dem Kniekissen kniete, Füßchen hinten vom Kissen runter, die Zehen können dann den Boden berühren. 

Normalerweise tippel ich, zum Ausgleich, auf dem Boden herum und kann mich dadurch dem Schmerz ein Stück entziehen, aber diesmal liegt ein Teil der Konzentration ja nicht mit dem einen Zeh herumzutippeln. Sehr schwierig, wenn man die Aufmerksamkeit teilen muss. Dann droht eines von Beidem nicht zu gelingen und das nagte auch noch an meinen Nerven und die sind im Moment sehr ausgefranst und fasrig, so dass ich meine Fassade nur schlecht aufrecht erhalten kann, was Monsieur natürlich freute, da er so ungeblümter sehen konnte, wie es um mich steht.

Da man, wie gesagt, durch die Stahlgerte nicht so arg viel sieht, nimmt er noch eine normale zur Hilfe hinzu und hat so beides kombiniert. Spuren für sofort und für in ein paar Tagen und freut sich darüber. 

Ich teile seine Freude, denn seine Freude bedeutet meine Freude und ich empfinde sie mit, aber der Schmerz, den teilen wir uns nicht und so leidet nur einer von uns. Lieber ich, als er und es bedeutet ja, dass er Freude empfinden kann und dann aber wieder dieser Frust, weil man den Schmerz irgendwie ertragbar machen möchte, sich aber auf mehrere Dinge konzentrieren muss.

Eigentlich liebe ich solche Herausforderungen und nehme sie gerne als Anlass, um Stolz zu empfinden, oder andere schöne Gefühle.





Aber im Moment bin ich so sehr dünnhäutig.

Nicht nur die letzten Wochen und was über uns hereinbrach ist Schuld daran, es sind auch gewisse Dauer-Situationen die mit Corona zusammen hängen.

Wir nahmen uns, anders als Andere, nicht kleine Auszeiten von dem Szenario, indem wir verreisten, oder während der kurzen Momente, in denen es Lockerungen gab, diese ausnutzten, sondern haben seit weit über einem Jahr quasi Dauer-Lockdown. 

Wir gehen einkaufen, wenn es nötig ist und fahren mal mit dem Auto oder dem Rad in die Natur um spazieren zu gehen und etwas anderes zu sehen, aber man vermisst so so viel!

Wir waren über ein Jahr in keinem Schwimmbad, keiner Sauna, keinem Badesee. Ich kann an einer Hand abzählen, wie oft wir in einem anderen Laden, als einem Lebensmittelgeschäft waren. Cafés und Restaurants blieben komplett unbesucht von uns und es nagt so sehr an meiner Seele.

Jetzt, mit dem kaputten Fuß, wo ich nicht einmal mehr richtig gehen kann, ist alles nur noch viel schlimmer, weil das mini kleine Bisschen, was wir noch machten, auch ins Wasser fällt.

Dazu das trübe, kalte, nasse Wetter...

Monsieur war heute weg, sonst fahre ich gerne mit, gehe wo auch immer er hin muss spazieren, in ein Bistro, was auch immer, aber ich kann weder gehen, noch irgendwo rein sitzen und es ist zu kalt, also musste ich zuhause bleiben.

Danach war er zwar zuhause, allerdings hatte er mehrere Video-Konferezen hintereinander, ohne Pause. Er ist also durch die Türe rein, in sein Büro und es ging für ihn nahtlos weiter. Da er allerdings schon eine Weile unterwegs war, hatte ich ihm einen Salat vorbereitet und mit seiner Lieblingslimo auf den Tisch gestellt, so dass er nebenbei etwas essen konnte. Anschließend brachte ich ihm einen Kaffee und ein paar Zimtschnecken (die kleinen, die man sonst nur bei Ikea bekommt und ganz selten mal woanders) und verschwand schnell wieder.

Nach einiger Zeit wurde mir alles ein wenig zu viel und so schlich ich mich leise, still und heimlich ins Büro, krabbelte unterhalb vom Schreibtisch-Niveau zu ihm und legte meinen Kopf auf sein Bein, schloß die Augen und entspannte etwas.

Das genügt schon.

Meinen Herrn haben, Augen zu, knien.

Das ist alles.

Mehr braucht es nicht.

Er kraulte mich etwas, legte seine Hand auf meinen Kopf, meinen Rücken, machte weiter, als wäre ich nicht da und ich konnte durchatmen.

Einfach nicht denken.

Das tat sehr gut.

Leider gab es kurz darauf eine kleine Pause, Monsieur wollte noch einen Kaffee machen in der Zeit, scheuchte mich auf, knuddelte mich dennoch nebenbei viel und erklärte, ich könne doch im Sessel, der im Büro steht, ein wenig ausruhen, lesen, mein Bein hochlegen.

Es ist nicht dasselbe, aber beides hilft gegen die Trostlosigkeit und gefühlte Einsamkeit.

Für die Gefühle, die er mir dadurch ermöglicht, für seine Fürsorge und seine Anwesenheit, auch wenn er eigentlich keine Zeit hat, für seine Geduld und Bereitschaft, bin ich ihm unendlich dankbar und froh, dass ich ihn habe und er so ist, wie er ist.





Sonntag, 21. Februar 2021

Mischief managed: Wie Haustierchen beinahe mal ein paar Mandalas verschwinden ließ ...

 Mandalas und mehr

Mandalas sind im Hinduismus und im Buddhismus figurale geometrische Schaubilder, die komplexe religiöse Zusammenhänge visualisieren sollen. Die meisten Mandalas sind kreisförmig und um ein Zentrum herum organisiert. Im Mandala zeigt sich ein ganzer Mikrokosmos. Hinduistische Tempel sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut; sie spiegeln gewissermaßen die Struktur des Mandalas wieder und sind so Orte, dann denen die Welt der Menschen und die Welt der Götter sich treffen. Die Schwundstufe des Mandalas i.e.S. ist das Ausmalbild, das man zum Beispiel Kindern an die Hand gibt, damit sie es ordentlich ausmalen. Die religiöse Konnotation ist natürlich in dieser Schwundstufe nahezu völlig verschwunden.


Für die Erziehung einer Sklavin sind solche Mandalas, gemeint sind jetzt die Ausmalbilder, in mehrerlei Hinsicht von Wert: Sie können zur Konzentrationsschulung, aber auch im Rahmen von eher "zerebralen" Strafen genutzt werden. Sie sind leicht verfügbar und auf einfache Weise bereitzustellen. Das sorgfältige Ausmalen von Mandalas erfordert Genauigkeit und Konzentration, es fokussiert die Sklavin und gibt ihr eine überschaubare Aufgabe. Zugleich ist es aber auch eine Tätigkeit, die "Status" signalisiert; Mandalas zum Ausmalen erhalten Kindergarten- und Grundschulkinder, für die Sklavin kann also die Übertragung dieser Aufgabe eine Demütigung sein. Zugleich dient das Ausmalen keinem bestimmten Zweck jenseits der Tätigkeit; im tibetischen Buddhismus wird das Mandala sogar nach Vollendung sogleich verwischt und vernichtet, das ist integraler Teil der Übung. Entsprechend kann die Sklavin auch angewiesen werden, es nach erfolgter Arbeit zu zerreißen. Natürlich ist auch das umgekehrte Vorgehen denkbar: dass das gelungene Produkt nach Fertigstellung eine passende Würdigung erfährt. Welchen Weg man einschlägt, hängt vom Ziel ab: Konzentrationsschulung, Demütigung oder Bestrafung.



Ich bin immer wieder ganz fasziniert davon, wie mein Herr sich für ihn fremde Themen begeistern kann und sie mit mir teilt.

Anbei fand er heraus, dass es einen großen Tempel in Hamm gibt, den wir, wenn Corona nicht mehr wütet und man sorglos reisen kann, gerne besuchen möchte, gepaart mit einer Übernachtung im Hotel und etwas Entspannung :)


Ich liebe ihn für sein Multi-Interesse, Ideenreichtum und Flexibilität!


Dennoch möchte ich es sehr gerne zerreißen, nur eben vorher, damit ich es nicht machen muss, denn das ist eine wirkliche Qual! Dieses stupide Ausmalen und dennoch aufpassen, dass man nicht drüber malt und diesen Spagat zwischen öder Langeweile, dennoch aufmerksam sein, das ist wohl meine Achillesferse!

Umso ärgerlicher, dass mein Herr sie gefunden hat und nutzen möchte.

Ganz ehrlich! 10 Hiebe mit etwas Brutalem, sind mir unendlich viel lieber! Da hält man still und hat es hinter sich, kann stolz sein, hat eine Erinnerung und immer wenn man sich setzt, denkt man daran zurück. Wunderbar!

Aber Ausmalbilder?!? 

Das kann man keinem erzählen und schlimmer noch, es glaubt einem keiner, wie letztens, als ich gefragt wurde, wie ich bestraft werde und man mir nicht glauben wollte, dass ich Jazz hören, oder (Monsieur, schauen Sie bitte mal eben weg?) „Herr der Ringe“ schauen muss. (Wovon noch einiges offen ist, leider.)


Meuterei


Weil Mandalas so vielfältig eingesetzt werden können, habe ich letztes Jahr einen Kalender mit Ausmal-Mandalas gekauft; 53 Mandalas zu unserer Verfügung. Nun muss man wissen: Haustierchen ist dem Buddhismus sehr zugetan und kann sich an den religiösen Mandalas kaum satt sehen, aber das Ausmalen von Mandalas ist ihr zutiefst zuwider. (Dahinter erkennt man schnell ein Erziehungsdesiderat.) Und so war die Anschaffung des Kalenders für sie kein freudiges Ereignis. Zumal ich ihr scherzhaft eröffnete, sie müsse fortan jede Woche eins ausmalen.


Dann kam Corona, und der Kalender geriet, wie so vieles, in Vergessenheit. Beim Frühjahrsputz stopfte Haustierchen ihn dann kurzerhand ins Altpapier, aus dem ich ihn dann rettete, um die Mandalas, sehr zu Haustierchens Missfallen, auszuschneiden – für die spätere Nutzung. Die geretteten Mandalas ruhten auf meinem Schreibtisch, bis sie – mischief managed! – sich auf mysteriöse Weise wieder im Altpapier einfanden. Haustierchen, mit diesem Umstand konfrontiert, lächelte ihr zuckersüßes Lächeln, das mir sogleich verriet, auf welchem Weg dies geschehen war. Die zum zweiten Mal geretteten Mandalas fanden wieder ihren Weg auf meinen Schreibtisch, aber den "Diebstahl" konnte ich nun auch nicht ungeahndet lassen. Also griff ich mir aufs Geratewohl ein Mandala heraus und trug ihr auf, es bis zum Abend auszumalen.



Jaaaaa! Erst hatte ich versucht Monsieur im Laden davon zu überzeugen, dass der Kalender doch viel zu teuer und zu hässlich ist.

Dann habe ich auf ihn eingeredet, dass er unmöglich an der Wand hängen soll, immerhin verschandelt er das Allgemeinbild und was sollen nur die Nachbarn denken!?!

Funktionierte alles nicht so, also machte ich mir die Zeit zu nutze und ließ Gras über die Sache wachsen und beförderte ihn in den Müll und weil ich immerzu von einem schlechten Gewissen geplagt werde, muss ich es etwas auffällig machen, damit ich hinterher, falls es ja doch mal klappt, sagen kann: „Ich habe es doch sooo auffällig gemacht, na da kann ich nun wirklich nichts mehr für!“ Ok, wahrscheinlich würde es dafür auch eine Strafe geben, aber dieser mini kleine Prozentsatz, dass er nie wieder daran denkt, der genügt mir ja schon :)

Naja, wenn ich ganz ganz ehrlich bin, ich glaube, ich hätte ihm in letzter Sekunde doch noch einen Tipp gegeben, oder darauf hingewiesen, dass es mehr blöde Mandalas im Internet zum Runterladen gibt, als die Welt verkraftet. 


Miteinander


Haustierchen fühlte sich nun ungerecht behandelt und beschwerte sich via Messenger (als ich gerade am Schreibtisch saß): "Ich mag das nicht. Es fühlt sich nicht richtig an." Als ich sie fragte, warum es sich nicht richtig anfühlt, wies sie mich daraufhin, dass D/s bei uns nur auf häufig verlöschender Sparflamme kocht und vor diesem Hintergrund eine Strafe nichts zur Beziehung beiträgt. Zudem hatte sie, wie sie betonte, die Mandalas so auffällig platziert, dass sie mir gar nicht entgehen konnten und fügte an: "Ich hatte sie nicht zerrissen, ich hatte sie nicht unten rein gestopft, wo man sie nicht sieht." – Das erinnerte mich an eine Szene aus dem Film "Secretary", die Haustierchen sehr am Herzen liegt, und führte zu einem gewinnbringenden Austausch, der unsere Beziehung auszeichnet: Es gibt nicht nur den Service erster Stufe ("Dienen"), es gibt auch den Service zweiter Stufe, der es dem Herrn ermöglicht, mit seiner Sklavin zu interagieren, weil er Erziehungs- und Entwicklungspotential offenlegt. So ist jede Intervention des Haustierchen-Kobolds, wie ich diese Seite gerne nenne, immer auch ein Gesprächsangebot, ein Weg ins gemeinsame Miteinander.


Mal Butter bei die Fische. Wenn man wenig DS hat und dann das Gefühl bekommt, es würde lediglich negativ ausgelebt werden, um bestraft zu werden, ohne die schönen Glücksmomente als Belohnung zu haben, dann ist das falsch. So darf es nicht sein.

Klar baue ich hier und da mal kleine Piekser in den Alltag ein, um überhaupt ein wenig was zu bekommen, wobei die sehr unauffällig sind, so dass Monsieur sie eigentlich meistens übersieht, aber nichts davon ist böswillig oder gemein.

DS hat, wie alles im Leben, ein Harmoniebedürfnis, eine Waage aus positiven und negativen Gefühlen. 

Das Eine, kann nicht ohne das Andere existieren. 

Das Eine, kann man nicht ohne das Andere fühlen.

Es muss beides vorhanden sein, damit es sich richtig und gut anfühlt und da kamen wir in ein Ungleichgewicht und Monsieur möchte immer, dass ich meine Bedürfnisse ausspreche. Das war so eins. Ungerechtigkeit. Da bin ich ganz empfindlich.

Umso schöner, wie er reagiert hat und was daraus entstanden ist.

Das ist sehr wertvoll!

Dienstag, 16. Februar 2021

Frühlingsspaziergang

 Die letzten Tage waren sehr angenehm.

Monsieur ist wieder im Bau-Modus und sammelt Erkenntnisse, Ideen und setzt um.

Heute zum Beispiel musste er beruflich weg fahren, packte mich ein und im Auto verbreitete er gute Laune mit flotter Musik. Angekommen durfte ich ein wenig shoppen und nach seinem Termin gingen wir im herrlichen Sonnenschein spazieren!




Die Leine störte, glaube ich, keinen. Ein Jogger kam direkt drei mal an uns vorbei und sein Grinsen war von Mal zu Mal größer.

Als mein Herr mich mit der Leine ganz nah zu sich heran zog um mich zu küssen, das war mein persönliches Highlight des Tages, dabei blüht mein Herz auf und ich fühle mich vollkommen wohl!

Knien wäre natürlich die Kirsche, auf dem Sahnehäubchen, auf der Schokosoße, auf dem Milch-Shake gewesen, jedoch blickte mein Herr kurz auf dem Boden und entschied sich dagegen, da es nass und matschig war.

Danach aßen wir Burger im Auto, hörten dabei Hörbuch und es war einfach schön!

Am Valentinstag hatte Monsieur mir einen sehr langen Text geschenkt, unter anderem, und der half mir sehr weiter und verdeutlichte mir einige Dinge, zeigte seine Intelligenz durch die elegante und vielseitige Sprache und war so wortgewandt, dass ich mal wieder daran erinnert wurde, warum damals seine PNs aus den vielen die ich bekommen hatte, herausstachen und warum ich eigentlich nur mit ihm schreiben wollte.

Ich hatte ihm auch ein paar kleine Geschenke gemacht und ein tolles Frühstück, nicht nur mit den gewohnten Brötchen, Aufschnitt, Obst und Gemüse, sondern herzförmige Pfannenkuchen gab es auch, sowie Apfelherzchen, also alles passend und so ging es kulinarisch herzig weiter, mit Käseherzen und Kartoffelherzen. Ok, der Salat war dann wild gemixt und stand außerhalb vom Motto, bestach allerdings durch seinen Geschmack.

Meine Wartung auf dem Boden war standesgemäß und fühlte sich gerade dadurch viel besser an, als eine im Bett. Unvergleichbar. Mein Hirn macht dann Überschläge und wenn ich auf französisch betteln muss, damit der Vibrator entfernt wird, bekomme ich einfach nicht mehr hin und schreien zählt scheinbar nicht als betteln. Mein Herr hat aber ein Herz und lässt dann, wenn er genug davon hat, von mir ab und ich bin ein kleines wimmerndes Häufchen, dass nicht einmal mehr seinen Namen weiß, geschweige denn französisch kann. Dieses Häufchen knuddelt er dann, bis es sich ein wenig beruhigt hat und dann nimmt er sich, was er möchte und braucht und das Wimmern wandelt sich unter Schmerzen, während er seiner sadistischen Ader freien Lauf lässt.

Ich mag den Schmerz nicht, jedoch die Reaktion meines Herrn um so mehr. Der Genuss kommt dann durch seine Lust und vor allem, Werkzeug seiner Lust zu sein, mehr nicht. Nur ein Gegenstand, der benutzt wird, um ihm zu dienen, um seine Lust zu steigern, um seinen eigentlichen Zweck zu erfüllen. Das gibt mir Lebensenergie!

Die Sklavin zu sein, die sein Leben erleichtert, die ihm Lust bereitet, die seinen Alltag versüßt und ihm all seine Wünsche erfüllt, möglichst noch bevor er etwas sagen muss.

Es war ein schöner Tag, die letzten Tage waren schön, so kann es gerne weiter gehen :)

Oh, außer als mir gestern ein kleiner Fauxpas passierte.

Ich war gerade im Bad, abendliches bettfein machen, als mein Herr etwas von mir wollte. Zur späten Stunde war ich sehr müde, der Tag war anstrengend gewesen, ich wollte nur noch ins Bett und antwortete patzig. 

Eigentlich war ich stolz gewesen, meinen Herrn in letzter Zeit fast immer passend höflich und mit Anrede angesprochen zu haben, umso mehr ärgerte mich mein Ausrutscher, also ging ich umgehend zu ihm, kniete mich hin, Stirn auf den Boden und bat um Verzeihung. 

Mein Herr würdigte die Geste, nahm meine Entschuldigung an und ich wurde sogar ein wenig geflauscht.

Heute Abend darf ich "The Masked Singer" schauen und er freut sich mit mir. 

Er ist so großzügig!

Merci beaucoup, Monsieur! 


Sonntag, 14. Februar 2021

Happy Valentine´s day!





 Von meinem Herrn bekam ich unter anderem einen fantastischen Brief/Blogeintrag/Ansichten/Blickwinkel, für die ich sehr dankbar bin und die mich glücklich machen!

Merci beaucoup, Monsieur! 

Donnerstag, 11. Februar 2021

Alltagsprobleme, wie in jeder Beziehung

 Die letzten Tage flogen an mir vorbei.

Mein Herr musste viel arbeiten, aber positiv arbeiten, da er sehr kreativ war, viele Ideen hatte und somit viel umsetzen konnte.

Ich trete dann noch ein Stück weiter in den Hintergrund, ähnlich wie wenn ein Wissenschaftler sich in seinem Labor einbunkert und man ihm Essen vor die Türe stellt. So fühlt es sich für mich an.

Er kommt aus seinem Büro raus, aber redet dann ausschließlich von seinen Ideen und was er daraus macht, woher er sie hat und ähnliche Dinge. Er lobt mich unendlich dafür, dass ich ihm den Rücken frei halte und so gut für ihn sorge, ein kleiner Trost.

Zwischendrin durfte Zeiten in seinem Büro verbringen, auf dem Sessel, der dem Kater gehörte, eingemummelt in eine Decke, umgeben von Büchern, angekettet und wohlig brummelnd. Oder er kommt zu mir, schickt mich vom Sofa, die Stirn auf den Boden, Arsch hoch. Dann bin ich direkt wieder in mir, ganz ruhig, entspannt, Instant-Ruheinsel für die Seele. Immer viel zu schnell vorüber.

Ich genieße, dass es ihm gut geht unendlich und schlucke mein Gefühl, dass ich zu kurz komme, runter bis heute. Heute sagte ich etwas, weil ich nicht anders konnte. Ich sagte, ich fühle mich ihm im Moment nicht sehr nahe, weil er so intensiv sein eigenes Ding macht. Er fasste es leider anders auf, als ich angenommen hatte und so bereute ich es direkt wieder.

Eigentlich hatte ich gehofft, dass er versucht mich ein wenig einzubeziehen, weil wir im Moment kaum etwas zusammen machen, aber das ist immer so ein Problem, wenn man seine Wünsche nicht deutlich artikuliert, der andere kann es gut missverstehen. Mein Fehler.

Ich habe versucht ihn zu korrigieren und ausgedrückt, was ich mir wünschen würde.

Sagte ich schon mal, dass sein Wille mein Fetisch ist?

Dann wird selbst einen Wunsch auszusprechen bereits ein Dilemma. Ich versuche es objektiv zu sehen. Ein Wunsch muss nicht erfüllt werden. Was mein Herr aus meinen Wünschen macht, ist seine Sache. Dass er mir gerne Gutes tut, also gerne meinen Wünschen entspricht, ist auch seine Sache, egal wie schwer mir das fällt und wie falsch es sich anfühlt, es liegt alleine in seiner Hand.

Ich habe noch so viel zu lernen.

Naja, man kann sich auch freuen, dass man lernen kann und nicht stagniert. 

Sonntag, 7. Februar 2021

Problem einer Sklavin

 Kein Herr ist perfekt und macht immer alles richtig. 

Jeder Herr ist immer auch ein Mensch, mit menschlichen Schwächen.


Das stellt mich manchmal vor einer schwierige Aufgabe.

Ich sehe, dass mein Herr sich gedanklich in etwas hinein manövriert, oder dass er bei zu bedenkenden Dingen, etwas aus den Augen verliert, oder dass er ungerecht ist, unfair, was auch immer, jedenfalls dass er jemanden braucht, der ihm den Kopf gerade rückt (so nannte er es kürzlich selber), oder korrigiert. Gewünscht hat er sich regelmäßig, dass ich meine Meinung beitrage, aber das ergibt einen großen Konflikt in mir. Es kommt meinem Bild einer Sklavin nicht nahe, sondern drückt zu viel Selbstständigkeit aus, die mir, aus meiner Sicht, nicht zusteht. Aber meine Sicht interessiert nicht, sondern die meines Herrn, denn er bestimmt.


Selbst ein Gott ist fehlbar.

Aber wie stellt man das an?

Ich weiß nicht, wie es anderen geht, mir fällt es schwer! 

Klar sollte man dann seine Worte mit der Goldwaage heraus suchen und abwägen und überdenken, manchmal bleibt jedoch keine Zeit dafür, oder die Emotionen kochen über.

Schwierig!

Oft versuche ich es dann, indem ich es lustig formuliere, dadurch den Ernst und die Strenge heraus nehme und ein positives Gefühl verursachen möchte, manchmal geht es nicht oder ist es nicht angebracht.

Aber ich habe großes Glück!

Mein Herr ist kein Narzisst. Er ist auch kein Egomane, Macho oder eine andere Person, die damit nicht umgehen kann.

Er ist stark genug, um auch Kritik anhören und bedenken zu können.

Er ist gebildet genug, um Rat annehmen zu können. (Das klingt falsch, er ist sehr gebildet sogar!)

Er ist hört es sich an, lässt mich gewähren und kann hinterher sogar anerkennen, wenn ich etwas dazu beitragen konnte oder ihm helfen konnte.

Er hat keinen falschen Stolz, der ihm verbieten würde, gute Einwände anzunehmen.

Darüber bin ich sehr froh, aber nach wie vor mag ich es absolut nicht. Es ist manchmal nötig, das schon, aber ich halte es nicht für meinen Job.

Eigentlich ist das falsch, denn eine Sklavin kann auch Beraterin sein. Sie schreibt ja in dem Falle nicht vor, sondern macht Vorschläge und was der Herr daraus macht, ist seine Sache. Sie bestimmt also nicht einmal. Dennoch fühlt es sich für mich an, als würde ich zu sehr eingreifen.

Andererseits hatten wir in einem Chat mal eine Diskussion über ein ähnliches Thema, bei der zwei andere Doms darauf bestanden, dass sie stoisch ihr Ding machen. Leider war inbegriffen, dass sie es auch weiter machen, wenn es vollkommen bescheuert wäre. Konsequent bis in den letzten Winkel, leider ebenso unbedacht und unreif.

Einsehen, dass man Stärke, Größe, Mut und Selbstbewusstsein braucht, um eigene Fehler eingestehen zu können, war ihnen nicht vergönnt.

Manche sind eben auch in ihrem Denken so einsichtsresistent, dass sie lieber immer wieder gegen eine Wand laufen, anstatt sich sagen zu lassen, dass zwei Meter daneben eine Türe ist.

Jedenfalls bin ich immer ganz froh, wenn mein Herr einen Freund trifft und mit dem reden kann, der ihm dann den Kopf gerade rücken kann, so dass ich es nicht machen muss.

Wenn das nicht der Fall ist, bin ich leider oft sehr spät damit dran und das macht es nur schwieriger.

Also, eine Notiz an mich selber:

Es ist gut, wenn eine Sklavin auch beratend auftreten kann, aber dann auf den Ton, Körpersprache und Wortwahl achten, so dass es angemessen ist. Es macht einen Unterschied, ob man jemandem etwas vor die Füße kotzt, oder es als Geschenk überreicht, auch wenn der Inhalt der selbe ist :)