Donnerstag, 29. Oktober 2020

Öhrchen-Liebe

 



Ich war so überrascht und happy, als ich beim Einkaufen heute passende Öhrchen für meinen Schaf-Pulli fand und mußte sie natürlich direkt mitnehmen.

Unterwegs mit Pulli, Öhrchen und Leine, fühlte es sich niedlich an und gefiel mir richtig gut, jedoch mussten wir noch in einen anderen Laden und dafür legte ich sie ab.

Mein Herr fragte nach, warum ich sie nicht anbehalten möchte.

Es gibt Menschen, die stehen gerne im Mittelpunkt und genießen es. Ich gehöre definitiv nicht  dazu!


Vor ein paar Wochen waren wir in einem Drogeriemarkt und dann schwebte ein junges Ding rein, auf High Heels, die Hot-Pants ließ beide Backen frei, das Oberteil bedeckte nicht den kompletten Busen, geschminkt war sie wie eine Drag Queen und gestrahlt hat sie, wie ein Stadion, bei einem Love-Song!

Wow!

Also flitzte ich zu meinem Herrn und sagte, er muss uuuunbedingt diesen Arsch sehen!

Sie war höchstens Mitte 20 und gut gebaut. Alle gafften sie an und sie genoss es sichtlich, suhlte sich darin und sog es auf, wie ein Schwamm.

Mein Herr wollte nicht, es interessierte ihn nicht weiter, kein Interesse. So kenne und liebe ich ihn :)

Ich genieße es, dass er sich für vollkommen andere Sachen begeistert und nicht so ein Glotzer ist.

Also wuselten wir weiter durch den Laden und eher zufällig begegneten wir ihr abermals und mein Herr fand sie gar nicht so atemberaubend wie ich. Naja, die Reaktionen der Anderen war jedenfalls eindeutig und ich bin eher so die Person, die keine Beachtung möchte und lieber im Hintergrund verschwindet, also erklärte ich knapp, dass es mir unangenehm ist, die Ohren in der Öffentlichkeit zu tragen.

Mein Herr weiß genau was ich mag und somit bestach er mich mit einem Minion-Ü-Ei! 

Wie hätte ich da nein sagen können?

Ich habe mittlerweile eine Taktik entwickelt, wenn ich leider auffällig sein könnte, so dass es möglichst unauffällig rüber kommt.

Tue so, als sei es vollkommen normal! Sagte bereits der Tod in der Scheibenwelt. Wenn Du so tust, als sei alles normal, trauen die Anderen ihren Augen nicht und beachten es nicht weiter. Also Kopf hoch, Brust raus, normal schauen und keinem ins Gesicht blicken, weil alles andere wichtiger ist und schritt ich zielstrebig zu den Einkaufswagen und startete.

Es war hmm ok.

Natürlich bemerkte ich, dass manche grinsten und tuschelten, aber ich glaube nicht, dass sie mich für irre hielten. Hmm naja, vielleicht ein wenig, aber keiner alarmierte eine Anstalt. Die meisten Blicke sahen eher aus, als würden sie sich freuen und es niedlich finden, aber nicht zu abgedreht, jedenfalls rede ich mir das nun ein :)

Ganz ehrlich, unser aller Leben ist im Moment so trübsinnig, da kann ein wenig Lebensfreude doch nicht schaden und gute Laune auch nicht. Wenn alle sich wirklich so kleiden würden, wie sie gerne würden, die Welt wäre so viel bunter und schöner, vielfältiger und bestaunenswerter, die Menschen hätten gute Laune, weil sie sich besser fühlen würden und wären entspannter, aber statt dessen leben wir in künstlich erschaffenen Zwängen, ohne dass sich auch nur ein Bruchteil damit wohl fühlen würde.

Warum eigentlich?

In Japan glaube ich, oder einem anderen asiatischem Land, galten Pyjamas als Luxus, da nur reichere Leute sie sich leisten konnten und so gingen sie damit vor die Türe, um zu zeigen, dass sie sich diesen Luxus leisten können und nicht nur Klamotten für draußen haben, sondern wirklich und wahrhaftig einen Schlafanzug besitzen.

Das wurde nach und nach zur Mode, bis es überhand nahm und fast keiner mehr etwas anderes trug und sie dann verboten wurden, zumindest draußen. 

Ich mag diese Story so gerne und fände es viel schöner, wenn es ein weltweiter Trend geworden wäre!

Aber nein, wir leben verkniffen in einheitlichen Klamotten und lediglich der Schnitt und die Farbe dürfen ein wenig abweichen, ansonsten hagelt es Blicke, Aufmerksamkeit und schlimmeres.

So und ich lasse sie nun auf und fühle mich wohl damit und niedlich und knuffig und werde geflauscht!



Dienstag, 27. Oktober 2020

(K)ein Throwback-Tuesday

 Die Kategorie Throwback-Tuesday ist ein zweischneidiges Schwert, da man nie genau weiß, wohin die Zeitreise einen entführt.

Meine Vergangenheit ist leider nicht so rosarot, als dass ich immer bereit bin, dieses Risiko auf mich zu nehmen und somit findet es eher statt, wenn ich gute Laune habe und die habe ich derzeit leider nicht sooo dolle.

Nichtsdestotrotz habe ich gerade Lust zu schreiben :) 

Meinem Herrn ging es fürchterlich auf die Nerven, dass jedes Schloss einen einzelnen Schlüssel hat, so dass er bis zu sechs verschiedene heraussortieren musste. Zwar haben wir sie markiert (Jedes Schloss hat einen farbigen Nagellack-Punkt in einer eigenen Farbe und der dazugehörige Schlüssel ebenso, so dass man sie sofort erkennt), dennoch ist es eine enorme Fummelei und somit bestellte er gleichgeschlossene Schlösser, die alle mit einem Schlüssel aufgehen. Da sie ihm so gut gefallen, besorgt er vielleicht noch einen Satz :)





Und das ist mein Napf. Das kam so:

Wir waren in einem Tierbedarfladen, weil mein Hamster ein passendes Transportkistchen brauchte und ich streunerte direkt zu den Leinen und Halsbändern. Ich liiiiieeeebe Leinen und Halsbänder und könnte Stunden damit verbringen in Tierläden herumzustöbern, sie anzufassen und mir vorzustellen, wie sie sich um meinen Hals wohl anfühlen würden und wie es wohl aussehen könnte.

Mein Herr ging allerdings zu den Näpfen.

Mein Persönlicher Graus!

Näpfe sind furchtbar unpraktisch. Man beugt sich runter, muss sich einen Haps schnappen, ohne die Nase zu brechen und ohne, dass er allzu sehr verrutscht. Dann kann man sich kauend aufrechter hinsetzen und schlucken, muss sogleich sich wieder vorne über beugen, um den nächsten Happen zu bekommen, quetscht sich damit das Bäuchlein, was unangenehm ist und es geht von vorne los.

Ich mag es nicht, dementsprechend kritisch beobachtete ich meinen Herrn dabei, wie er die Näpfe studierte. Zwischendurch tappste ich zu den Leinen und Halsbändern, schnappte mir hier ein Tütchen voller getrockneter Möhrenstücken und eins mit Erdnüssen für den Hamster, legte noch eine neue Trinkschale dazu, da der Hamster ein Zwerg ist und der Rand der alten Schale zu hoch war und ging schauen, was mein Herr so trieb. 

Noch immer war er bei den Näpfen!

Als er mich bemerkte, legte er einen in mein Körbchen und sagte, dass ich den nun kaufen werde. Keine Diskussion!

Da steht er nun auf dem Schreibtisch meines Herrn. Gestern lagen Kekse drin (nein, ich habe keine davon bekommen) und heute lagen die Schlüssel drin, wobei ich für das Foto die Schlösser rein legte, weil ich sie sooo schön finde :)

Ein hübscher Napf! 

Am Besten gefällt mir, dass er auf dem Schreibtisch meines Herrn steht und ich ihn nicht benutzen muss :)

Und weil ich sooo viel Näpfe geschrieben hab, ist mir doch ein Throwback-Tuesday Bild dazu eingefallen :)





Nein, ich stehe nicht auf Pet Play, ich habe es mal versucht, so wie ich alles mal versucht habe :) 

Meine Versuchs-Liste ist wirklich lang, da ich denke, man weiß ja nie, was einem so gefallen könnte, also macht man es mal und so gehörte auch Pet Play auf meine Liste, aber neee, passt nicht.






Ich verhalte mich nicht gerne wie ein Tier, zwar werde ich gerne so behandelt, bin gerne das Schoßhündchen meines Herrn, aber mich wie ein Hund benehmen? Nein danke und wie eine Katze auch nicht, oder ein Schaf, oder ein Koala. Höchstens wie ein Quokka, aber das ist eine andere Geschichte! 

Sonntag, 25. Oktober 2020

Schwieriger Alltag

Ich finde es in der momentanen Zeit recht schwer keine Trübsal zu blasen.

Das Dauerthema Corona wird wieder schlimmer und damit wächst auch unsere Angst täglich ein Stück mehr und die Einschränkungen werden auf Dauer spürbarer, wie zum Beispiel, wenn man geliebte Menschen im Krankenhaus besuchen möchte und nur einer hinein darf. 

Na gut dass es Handys gibt, so dass man ja doch ein wenig "dabei" sein kann, aber es ist natürlich unvergleichbar und somit saß ich nun regelmäßig im Auto und wartete auf meinen Herrn.

Ehrlich gesagt hatte ich große Freude! Vorab packte ich mir ein Körbchen mit etwas zu trinken, Büchern, Zeichenutensilien und Strickzeug. So kam es, dass ich total überrascht war, wenn mein Herr zurück kam und die Zeit bereits um war.

Wenn ich nicht angebunden war (was lediglich einmal vorgekommen ist), bin ich mit meiner Kamera herum gestreunert und machte wundervolle Herbstbilder, aber nachdem er mich eingesammelt hatte, wurde ich konsequent angeleint.



Aber keine Sorge, ich hätte den Knoten auch so gelöst bekommen. Es geht ja eher um die mentalen Ketten.



Was mir mehr ausmacht ist, dass man nicht so einfach in ein Café gehen kann, weil man Angst vor einer Ansteckung haben muss, also bleiben wir so gut es geht immer zuhause, oder gehen spazieren, an möglichst unbesuchten Orten, wie zum Beispiel in Wäldern.

Früher fuhr ich sehr gerne zum Flughafen, holte mir einen Starbucks Getränk und stellte mich auf die Aussichtsplattform und sah den den gigantischen Metalldosen dabei zu, wie sie sich aller Widrigkeiten zu trotz in die Luft begaben und obwohl ich weiß, warum Flugzeuge fliegen können, faszinierte es mich jedes einzelne Mal, dass es wieder aufstieg, mit den X Tonnen Gewicht!

Es ware Selbstmord, wenn ich heute ähnliches versuchen würde und so bezirzt mein Herr mich, indem wir öfter einen Ausflug zum Wald machen und dort bis zur Autobahnbrücke wandern, um uns dann darauf zu stellen und den Autos nachzusehen. Es ist zwar kein Vergleich, aber der Versuch etwas Normalität zu erleben, etwas anderes zu sehen und wenn dann ein Auto oder ein LKW hupt, die Fahrer winken und ein Peace mit Handzeichen hoch halten, dann sind auch das Glücksgefühle, Freude und ein großer Spaß :)

Beim letzten Mal packte er plötzlich die Leine aus und legte sie mir an. Meine Gefühle sind dann ein großes Wirr Warr. Einerseits bin ich stolz und könnte platzen, möchte mich zu seinen Füßen knien und ihm zeigen, wie gut es mir gefällt, dann spielt jedoch noch die Sorge mit, dass es uns Probleme machen könnte oder negative Reaktionen hervor ruft, denn Fußgänger, Spaziergänger mit Hunden tummeln sich dort nicht wenige.

Der Stolz und die Freude überwiegen allerdings schnell und so strahle ich und ärgere mich, sobald sie wieder abgenommen wird.

Klar begegnet man dann auch mal jemanden. Ob mein Herr die Leine dran lässt, ist für mich nicht vorhersehbar. Ich persönlich denke, dass im Wald eine Frau mit Leine nichts sooo tragisches für Erwachsene ist. Wenn es stört, kann man sie schnell ignorieren, da sie sehr unauffällig ist und dass alles freiwillig stattfindet sieht man ja alleine schon daran, dass wir uns leise und normal unterhalten.

Lustigerweise bekommt man im einsamen Wald eher eine Reaktion, als in einer Großstadt, in einem Menschenpulk. Wobei, bis auf Blicke und ab und an mal eine Frage wie: "Macht ihr was? Kann ich mitmachen?" kam bisher nicht vor, bis auf einmal, als eine Frau die Polizei informiert hatte, weil sie annahm, dass ich entführt wurde. 

Keine Problem, im Gegenteil, ich fand das sehr wichtig und gut! 

Unangenehme Reaktionen jedenfalls blieben bisher aus, eher ist es ein verhohlenes Interesse, oder desinteressiertes Wegblicken.

Ansonsten ist unser Alltag träge und langweilig. Die Tage gleichen sich sehr.

Mein Herr mag mich derzeit nicht wirklich mitnehmen, wegen den steigenden Zahlen und zuhause läuft alles recht routiniert.

Ich trage permanent zuhause die vier Manschetten und wenn wir doch mal einkaufen gehen, nimmt er alle ab, damit sie gereinigt werden können, oder nimmt lediglich die an den Knöcheln ab.

Praktisch ist für ihn, dass er so nachts einfach meine Hände zusammenbinden kann und wahlweise auch am Halsband befestigen kann, natürlich zu der normalen Kette dazu, die am Halsband ist.

Die Nackthaltung ist wieder übergegangen in eine halbe, wie im letzten Winter. Dann darf ich einen XXXL Hoodie tragen und dicke Socken.

Die Bodenhaltung schleift sehr übel herum und wird kaum wahrgenommen.

Aber irgendwie ist derzeit alles gefühlt nur so halblebbig und larifari. Sehr unbefriedigend und zu gleich fehlt der Antrieb es zu ändern.

Gestern kam mir der Gedanke, dass wir uns vielleicht zu viel auf Einmal vornehmen und langsamer Regeln/Rituale einführen sollten. Nicht x in einem Wusch, sondern eine neue Regel und sobald sie gut funktioniert und ins Blut übergegangen ist, erst die nächste. So verhuddeln wir uns dauernd und vergessen hier und da eine, sind dann demotiviert und schmeißen eher andere auch noch über den Haufen. Das ist aber, wie alles andere, die Entscheidung meines Herrn und so trug ich ihm meine Gedanke vor. 

Ich habe mir nun jedenfalls vorgenommen, wenn mein Herr mich nicht mitnimmt zu einem Termin, ihn darum zu bitten, in der Zeit einen Spaziergang oder eine kleine Fahrradrunde drehen zu dürfen, so dass ich auch etwas raus komme, ohne mit Menschen zusammentreffen zu müssen.

Dann schmeckt der Tee auch umso besser, wenn man nachhause zurück kehr!



Donnerstag, 8. Oktober 2020

Alltag kann fesselnd sein

 Im Moment läuft es wirklich gut, vielleicht kommt daher mein Bedürfnis mich nicht mitteilen zu müsssen, denn ich bin eine Frustschreiberin. Dann schreibe ich, was ich nicht aussprechen kann.

Wenn es mir gut geht hingegen, dann verweile ich in diesem zufriedenem Gefühl und bin gerne auch für mich :)


Ich weiß gar nicht wodurch es genau zustande kam.

Irgendwie hatten wir durch den Kater eine sehr schwere Zeit und ich hatte meine Gefühle und Befürnisse komplett zurück genommen, um in der Trauer für meinen Herrn vollkommen da sein zu können und nach ein paar Wochen konnte ich auch nicht mehr, wollte ich auch nicht mehr und sprach klar aus, dass es so nicht funktioniert für mich.

Es fühlte sich an, als würde unsere ganze kleine Welt auf meinen Schultern lasten. Schrecklich!

Dann näherten wir uns etwas an, neutral eher, wieder auf Zehenspitzen schleichend und versuchten uns gegenseitig zu unterstützen, aber eher kühl, wie Freunde die sich mögen, aber nicht mehr sind und in der Phase konnte ich ein wenig Kraft tanken, was jedoch nicht genug war.

Wer meinen Blog verfolgt weiß, wie wichtig mir DS und TPE ist. Wie sehr ich eine vorgegebene Tagesstruktur von meinem Herrn brauche und wie viel Kraft und Mühe es mich kostet, wenn ich ohne auskommen muss.

Dementsprechend ausgebrannt war ich und brachte auch das dann klar zum Ausdruck, verglich mich mit einer Kerze, die von beiden Seiten abgebrannt wird.

Irgendwas hat das in meinem Herrn angestoßen und wir hatten in der folgenden Nacht unglaublich guten Sex, der längst überfällig war. Drei Orgasmen später, nachdem ich nur noch Tierlaute von mir geben konnte und wieder zurück zur Sprache finden mußte, war auch meine Angst und meine Sorgen zurück, dass es am nächsten Morgen wieder weg sein könnte und das formulierte ich auch.

Wahrscheinlich ist es einfach ungemein wichtig, dass man in seiner Beziehung immer wieder Ängste anspricht, so dass der Andere weiß, warum man wie handelt und was in einem vorgeht und warum man vielleicht auch mal überreagiert oder besser noch, vorher mit diesen Wissen solche Situationen vermeiden kann.

Jedenfalls kam es so, dass wir zu unseren alten Regeln zurück gefunden haben. Ich trage also permanent die Ledermanschetten um die Knöchel und an den Handgelenken, mit den dicken Schlössern, weil mein Herr mag, wie sie klappern und mich behindern.

Nachts gibt es wieder kontinuierlich die Kette ans Halsband und manchmal zusätzlich an einen oder beiden Füßen. Keine Möbel, außer mit einer Erlaubnis meines Herrn, dafür muss ich entweder neben dem Möbelstück warten, bis er es mir gestattet und bedanke mich dann artig dafür, oder ich bitte höflich mit Anrede darum.

Im Büro hat mein Herr einen neuen Ring angebracht, so dass ich auf dem Kniekissen, oder dem Lesesessel auch angekettet Zeit verbringen kann, was mich zusätzlich davon abhält einfach aufzuspringen und Arbeiten zu verrichten, obwohl es meinem Herrn lieber wäre, wenn ich eine Pause machen würde.




 Die Nackthaltung ist auch wieder ein Thema, wobei Socken ausgenommen sind, neben der Wohnungstüre ein Hoodie hängt, falls der Postbote oder sonst wer klingelt und ich ansonsten darum bitten muss, etwas anziehen zu dürfen. Mein Herr ist sehr gnädig und sagt fast immer ja, was mich ein wenig missmutig stimmt, da ich ja eher auf Strenge stehe und er hm recht weich ist und immer möchte, dass es mir gut geht und nach wie vor haben wir verschiedene Vorstellungen von dem was mir gut tut :)

Es fühlt sich gut und natürlich an wieder Regeln und Verbote zu haben und ich genieße diese Freiheit, denn nichts anderes ist es für mich, die Freiheit seinen Willen abzugeben, die Freiheit bitten zu dürfen, die Freiheit nicht tun zu dürfen, die Freiheit untergeben zu sein, die Freiheit sich als Besitz fühlen zu dürfen und diese Freiheit spüre ich umso mehr, umso mehr mir verboten und weggenommen wird. 

Wir haben auch den Standard-Tee und das Standard-Duschgel angepasst. Nur zur Erklärung, ich habe eine Vorgabe als Standard, wenn ich brav bin und frage, bekomme ich auch etwas anderes, ansonsten darf ich das benutzen, ohne fragen zu müssen und als Strafe kann es gut und gerne mal passieren, dass ich Tee, Duschgel oder sonstwas bekomme, was ich nicht mag, mir nicht schmeckt usw.

Beides wurde herbstlicher und ich bin meinem Herrn sehr dankbar, dass ich etwas Neues bekommen habe :)

Nächste Woche geht es zur Kontrolle kurz ins Krankenhaus, was uns immer vor eine kleine Hürde stellt.

Heute holte ich die Einweisung ab und dachte, ich muss nur kurz den Zettel einsammeln, weil ich gestern schon angerufen hatte, also trug ich die Manschetten unter meiner Kleidung.  Bei dem Pulli sieht man nichts, weil die Ärmel ja auch recht weit sind, bei meiner Strumpfhose hingegen gab es verdächtige Ausbeulungen, also huschte ich schnell in Schlappen rüber und rief wie geplant an, dass ich vor der Türe stehe, wie x andere auch. Normalerweise wird einem dann kurz das Abzuholende heraus gereicht und fertig, aber am Tel. wurde mir gesagt, der Arzt möchte noch kurz mit mir reden und so stand ich da in hellrosa Crocs und darüber die knorkelige Strumpfhose, die sehr deutlich zeigte, dass was darunter ist. Ok, ich hatte die Idee zu behaupten, es seien Gewichte bla blubber, aber es fragte keiner und schon nach 30min durfte ich in meinem "schicken" Outfit rein und ich setzte mich innerlich bibbernd hin und hoffte sehr, dass nichts auffallen würde, oder die Schlösser an den Handgelenken klappern würden.

Ich musste nur ein paar Fragen beantworten und war schon dabei eilig Richtung Türe zu tapsen, als er mich noch nach einer Grippeschutzimpfung fragte und es schoß direkt panisch aus mir heraus: "NEIN!"

Dafür hätte ich ja meinen Pulli ablegen müssen...

Außerdem habe ich eine schreckliche Nadelphobie...

Eine kleine Diskussion entstand, weil ich zur Risikogruppe gehöre und es dieses Jahr besonders wichtig ist und mein Arzt macht sich rührend viele Sorgen um mich, wofür ich ihm sehr dankbar bin, er ist ein guter Mensch!

Dann rannte ich fast schon mit meinen Unterlagen heim und war sehr froh, dass nichts angesprochen oder bemerkt wurde :)

Mein Herr ist nun öfter alleine unterwegs, weil die Corona Zahlen stetig steigen und er sich wieder viele Sorgen um mich macht und nicht möchte, dass ich unterwegs bin. Wir gehen dann eher abseits in der Natur spazieren und ich lebe recht zurückgezogen, aber mit vielen leckeren Teesorten, Flauschesocken und XXXL Hoodies :)

Das Krankenhaus macht mir hingegen arge Probleme.

Klar nehme ich mir wieder ein Kuscheltier mit (was immer bei den Untersuchungen und OPs dabei ist) und ein Kuschelkissen, aber ich vermisse dann meine Ringe und Ösen, an denen ich festgebunden schlafe, meine Ketten und die Manschetten, meinen Status und ganz ehrlich, es nervt mich immer wieder, wenn ich mit Stinos Umgang habe, die mich als normale emanzipierte Frau sehen und gar nicht mitbekommen, wie anders ich ticke und wie unangenehm mir daher gewisse Situationen, Fragen und Gespräche sind.

Aber da hilft nichts, da muss man durch und versuchen, es so angenehm wie möglich zu gestalten und immerhin habe ich es nun schon so hinbekommen, dass ich nur eine Nacht weg bin :)

Danach hat sich mein Herr vielleicht etwas schönes für uns einfallen lassen, so dass wir ein wenig standesgemäß feiern können :)




Dienstag, 6. Oktober 2020

Throwback Tuesday (6)

 Es ist im Moment etwas ruhiger im Blog und diese Kategorie habe ich auch ein wenig schweifen lassen, aber nun muss ich mich ein wenig aufraffen und mal wieder etwas schreiben, wenn auch nicht viel.






Warum gerade das hier?

Eigentlich ist es ein Dankeschön :)


Mein Ex-Ehedom stand total auf Dessous und Heels. Ich musste zeitweise permanent Strapse tragen. Schuhe mussten mind. 8cm Absatz haben und noch einiges anderes.

Das Dankeschön geht an meinen jetzigen Herrn und Besitzer, weil er all das uninteressant findet, weil ihm innere Werte und meine Erziehung wichtiger sind. 

Selbst wenn ich mir Etwas schickes anziehen würde, hätte er mehr Freude daran, wenn ich ein wenig Französisch (in Schrift und Sprache) lernen würde.

Durch ihn fühle ich mich nicht wie eine Barbie, die man in Klamotten quetschen kann und dann Freude an ihrem Aussehen hat, ohne dass der Mensch von Interesse wäre, am Besten, indem man auch noch einen Knebel verordnet, so dass man gar keinen Mucks mehr von sich geben kann.

Klar, für den Moment, einen gewissen Zeitraum, kann das Spaß bringen, aber wenn es überhand nimmt und man das Gefühl hat, es ist eigentlich egal wer in der Kleidung steckt...

Ich bin froh, dass er meine natürliche Art mag, die eher auf Nackthaltung steht, als auf Dessous und High Heels. 

Ich bin froh, dass er bei neu gekauften Schuhen auf die Farbe achtet, die mein buntes Wesen spiegelt, und nicht die Absatzhöhe.

Ich bin froh, dass er mich als Mensch liebt, schätzt und unterstützt und ich mir keine Gedanken machen muss, ob er andere Frauen interessanter findet, oder fremdgehen würde, weil ich weiß, dass er auf so kurzweilige Dinge keinen Wert legt und mit mir zufrieden ist.

Für all das und noch so viel mehr bin ich dankbar!

Ich genieße den Gedanken, dass er mich nackt vor sich kniend anziehender findet, als jede andere Frau, egal was sie trägt und wie heiß sie darin aussehen mag, einfach weil er den Mensch mit im Blick hat und das ist unbezahlbar und macht mich unendlich stolz.

Merci beaucoup, Monsieur!