Sonntag, 10. März 2019

Heimfahrt

Ich sitze im Auto, mein Herr fährt mich Heim, es geht nicht anders, weil wir noch nicht komplett zusammen leben können.

Ich sitze da und alles in mir schreit, ohne das mein Mund einen Laut von sich gibt und in mir wütet ein Sturm, wütet ein Orkan und von außen sehe ich aus, wie die Ruhe in Person






Empörung in mir, die sich immer wiederholende Frage: "Wie kann er mich überhaupt alleine zuhause aussetzen? Wie kann er das überhaupt schaffen?"

Er fragt mich, ob alles in Ordnung sei. Klar ist alles in Ordnung, ich habe nur meinen Geldbeutel bei ihm vergessen, nicht wichtig, wir sehen uns ja in einigen Stunden bereits wieder.

Stunden? Ja, Stunden die sich wie Kaugummi dehnen, so dass sie wie Monate erscheinen.

Wir verabschieden uns und ich will schnell hoch, damit ich nicht einfach wieder einsteige und ihm um die Ohren haue, was wirklich in mir drin statt findet.

Oben angekommen funktioniere ich, wie eine automatische Puppe, aber ohne Herz, denn das ist zum Überleben ausgeschaltet.



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