Dienstag, 1. September 2020

Mini-Arm-Radius

In den letzten Tagen lief nicht sehr viel zwischen uns, um genau zu sein so gut wie gar nichts, selbst Berührungen waren selten.

Es ist keine leichte Zeit, weil wir dem Kater beim Sterben zusehen müssen und ihn beide als Verbindungsstück empfinden, wie ein gemeinsames Kind.
Dann schwingt auch die Sorge mit, was ist, wenn er seine Köfferchen gepackt hat und uns zurück lässt? Was wird sich ändern?
Wir zogen uns beide alleine in unsere Trauer zurück.

Wir standen beide vor dem Kater, schauten ihn an und erklärten ihm, dass er bitte noch lange durchhalten muss, als er versuchte sich zu übergeben und nichts heraus kam, dann zur Seite kippte und uns hilfesuchend anschaute.
So erwachte ich gegen 5 Uhr morgens aus einem Alptraum. Dieses grauenhafte Bild vorm inneren Auge, wo man es nicht löschen kann.

Normalerweise schläft der Kater bei uns im Bett, er war aber nicht da.
Er war nicht gekommen wie sonst.
Wahrscheinlich lag er einsam in seinem Körbchen im Wohnzimmer.
Ich mußte weinen, als ich mir vorstellte, wie er da alleine liegt und keiner von uns zu ihm kommt, so wie er immer zu uns kommt.

Ich weckte meinen Herrn, bat ihn auf die Toilette zu dürfen, schlich mich zum Kater und schaute nach.
Wie gedacht lag er im Wohnzimmer und ansonsten ging es ihm gut.

Nachdem ich auf der Toilette war, blieb ich bei ihm und schrieb meinem Herrn, dass ich nicht mehr ins Bett komme und erklärte ihm kurz, dass ich nicht möchte, dass der Kater alleine ist.
Er hatte Verständnis, bedankte sich und schlief noch etwas.

Ich glaube, dass der Kater irgendwann zu meinem Herrn ging, jedenfalls war er nicht mehr im Wohnzimmer und wie gesagt, lief in den letzten Tagen nichts zwischen uns und umso überraschter war ich, als mein Herr später mit dem Kniekissen ins Wohnzimmer kam und sagte, dass ich mich ausziehen soll.
Ein Stück Normalität. Ein Stück Gemeinsamkeit. Eine kleine wohltuende Insel und abschalten können vom Alltag, mal wieder den Kopf mit schönen Dingen füllen!

Perplex wie ich war, half er mir beim aus den Klamotten schlüpfen und erklärte mir während dessen, dass er es doch recht einfach mit mir hat, weil ich kein Vorspiel brauche oder dergleichen.

Dann kniete ich mich auch schon automatisch so aufs Kniekissen, wie er es mag. Stirn aufs Kissen, Arsch in die Höhe, Beine weit gespreizt. Verfügbar, offen und verletzlich.
Das verlerne ich nicht, das stelle ich nicht in Frage, das lässt kein Zögern zu. Wenn mein Herr mich auf dem Kniekissen haben möchte, dann folge ich stumm, positioniere mich und warte ab, was er von mir möchte.

Am Geräusch hörte ich, dass er den Vibrator geholt hatte und ein leises Stöhnen verriet wahrscheinlich, dass ich nicht abgeneigt war.

Wechselweise bekam ich den Vibrator zu spüren und Mr. Slapper, und ich glaube die Hand meines Herrn auch. Wenn ich auf meine empfindlichste Stelle geschlagen werde, kann ich schlecht unterscheiden was genau der Verursacher war, weil es einfach nur höllisch weh tut. An der Breite kann ich es erahnen, mehr allerdings nicht.

Seine Schläge waren heute direkt recht hart und unerbittlich, wobei er mich aufklärte, wie er es genießt wenn ich Schmerzen leide und da ich heute nicht so gut in Form war, entfleuchte mir ab und an sogar ein Autsch oder andere Schmerzlaute. Fiel es ihm auf? Ich weiß es nicht. Gefiel es ihm vielleicht sogar?

Die Position zu halten war harte Arbeit und ich zuckte mehr als üblich. Mein Herr kommentierte es nicht weiter, wofür ich dankbar bin. Meine eigene Schwäche empfand ich als Belastung, da ich sonst sehr kontrolliert bin und mich zusammenreiße.

Ich war gerade voll in Fahrt und kurz vor meinem Höhepunkt, da er mir länger den Vibrator gegönnt hatte und weil ich spürte, dass mein Herr bald so weit sein würde. Seine Lust treibt mich an und beschleunigt meine ungemein!

Er befand sich hinter mir, mit der einen Hand zwischen meinen Beinen, mit der verschaffte er sich selber Spaß (ich bin beeindruckt von seiner Motorik!), bis er plötzlich aufhörte und fluchte.

Was war passiert?

Mein Herr blutete an seinem guten Stück und da er unter Druck stand, floß es fröhlich in Mengen heraus. Total geschockt suchten wir die Ursache, wobei ich klar im Vorteil war, denn sein Winkel war recht ungünstig und wie ich mal erklärte, kann ich kein Blut sehen, also war es umso schwieriger.

Ein kleiner Kratzer, vielleicht von einem ungünstig abgebrochenem Fingernagel, war die Ursache. Wahnsinn, wie viel Sauerei das machen kann!

Mein Herr schimpfte und bruddelte vor sich hin. Natürlich war das Thema Sex erst einmal durch. Auch hatte ich Sorge, wenn er wieder steif werden würde, dass es erneut zu bluten beginnen könnte.
Mein Herr mußte sich noch von mir überzeugen lassen, dass es besser so ist und da die Zeit knapp wurde und er bald los müßte, resignierte er muffig und überlegte sich, wie es später weiter gehen könnte.


Mein Herr würde nur zwei Stunden weg bleiben, sagte er, und legte mir die Manschetten die eine 8 bilden, an.
Der Winkel der Arme und Hände ist recht ungemütlich und damit stellte er sicher, dass ich nicht zu viel herumwuseln und arbeiten würde. Er legte den Schlüssel griffbereit hin, markierte ihn vorher noch, so dass es nicht unbemerkt bleiben würde, wenn ich ihn nehmen würde.

Auf Knien verabschiedete ich ihn und räumte anschließend nur wenige Sachen weg, putzte ein wenig und legte mich dann zum Kater ins Wohnzimmer. Wir schauten einen Film, den ich eher dösend verpasste und dann schaltete ich noch eine Serie ein, während der ich komplett weg schlummerte.

Ganz ehrlich, ich mag die Manschetten nicht sehr. Alles wird mühsamer und man kann vieles nur noch mit einer Hand machen, weil die Hände sehr nah beisammen sind. Dazu kommt, dass der Winkel der Arme eingeschränkt ist und auch wenig zu lässt.
Am Schwierigsten war es mich zuzudecken. Man hat irgendwie keinen großen Radius und so bekam ich es kaum hin meine Rückseite zu bedecken.

Aber ganz ehrlich, macht nicht genau das den Reiz auch aus?
Dadurch spürte ich meine Position und den Willen meines Herrn.
Er wollte, dass ich eine Erinnerung habe.
Er wollte, dass ich Mühe habe.
Er wollte, dass ich mich ausruhe und nicht zu aktiv bin.
Aus der Perspektive genoss ich es sehr, fühlte mich wohlig und innerlich entspannt und ruhig.

Die Decke bekam ich dann doch noch gut platziert, indem ich aufstand, mich vorne herum etwas einwickelte und beim Hinlegen Schwung nahm und mit meinem Mini-Radius der Arme und dem Schwung, der Luft usw. es erreichte, dass sie sich flatternd über mich legte :)
Eine genaue Anleitung bekomme ich nicht hin, weil es irgendwie intuitiv abgelaufen ist, jedenfalls hat es funktionier!

Geweckt, vom Schlüssel meines Herr, sortierte ich mich.
Er hatte sich verspätet, was mir nicht weiter aufgefallen war :)

Noch den Kopf voller Gedanken, erzählte er mir, wie es zu seiner Verspätung kam und was er so erlebt hatte, schloß dabei die Manschetten auf und ließ mich den Frühstückstisch decken.

Ein Lob bekam ich nicht, war aber auch in Ordnung so, weil andere Gespräche im Raum standen und keiner daran dachte.

Wenn ich etwas genieße, wie z.B. die Gefühle, die die Manschetten auslösen, dann brauche ich kein Lob, weil es eine Leichtigkeit ist, weil ich es ja selber mochte und dann ist das schöne Gefühl bereits ein Lob.

Mir ist ein Lob wichtig, wenn etwas Überwindung gekostet hat, wenn ich über Grenzen gehen mußte, etwas erleiden mußte, oder es mühsam war. Also wenn es eben negative Gefühle auslöst, dann möchte ich gerne, dass meine Arbeit gesehen wird und wertgeschätzt wird, aber das war heute nicht der Fall.

Der Schmerz der Schläge zwischen meinen Beinen wurde belohnt mit der Lust meines Herrn.
Die Geduld mit den Manschetten, durch die warmen Gefühle und innere Entspannung.










Kommentare:

  1. Ich finde den Blog wunderbar, ehrlich und aufrichtig. Mein Glückwunsch!
    Ich habe eine kurze Frage: habt ihr inzwischen eure Regeln festgelegt? Und wenn ja, welche?
    Gerne kannst du mir auch an meine mailadresse antworten, wenn ihr (du) die nicht öffentlich antworten willst.

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  2. Meine Antwort wurde recht lang und ausführlich, daher machte ich einen Eintrag daraus :)
    Schau bitte mal hier: https://www.ds-extrem.de/2020/09/antwort-auf-eine-frage.html

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