Dienstag, 15. September 2020

Throwback Tuesday (5)

 Letzte Woche ist er ausgefallen, wegen einem Trauerfall, dieses mal gibts ihn aber wieder.





Ich war damals sehr einsam, saß viel alleine zuhause und mein Ehe-Dom hatte seine Totalausfälle, in denen er sich gar nicht gemeldet hat.

In einer dieser Phasen entstand das Bild.

Sein Hemd nannte ich es, weil es sein Hemd ist und er zu sagen pflegte: "Du siehst in meinen Hemden immer besser aus, als ich."

Ich wußte, dass er auf Korsagen stand und andere Reizwäsche und somit bestellte ich zig Korsetts, samt Strapshalter und ich trug sie teilweise kein einziges mal.

Es war egal, wie ihm alles egal war und das Bild strahlt vielleicht nicht die Einsamkeit aus, die ich empfand.


Eine Dame schrieb mich mal an und bat mich, ob sie es für ihre Geschichte verwenden dürfe, es würde perfekt dazu passen. Natürlich erlaubte ich es und freute mich darüber, dass es eine schöne Bedeutung bekam.

Das Bild selber gefällt mir nach wie vor sehr gut, weil ich die Verletzlichkeit darin erkenne, die ich empfand. Weil ich die Einsamkeit sehe und das jetzige Glück empfinde, weil mein neuer Herr an meiner Seite ist, wenn ich ihn brauche und er sich immer meldet und ich immer weiß wo er ist und nie um ihn bangen muss, mich nie fragen muss, was er gerade treibt, oder wann er sich das nächste mal melden wird.

Wenn man weiß, dass die Sklavin hörig ist und sich plötzlich nicht mehr meldet, nicht mehr ans Telefon geht, keine Mail beantwortet, alles vollkommen ignoriert, dann sollte man auch wissen, auf wie vielen Ebenen es sie kaputt macht, welche Langzeitschäden entstehen und was für einen psychischen Terror es in Wirklichkeit bedeutet.

Ich bin froh, dass Monsieur mit den Folgen so gut umgehen kann und ich hoffentlich nach und nach, in ganz kleinen Tippelschrittchen heilen kann.




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