Sonntag, 10. Januar 2021

Die leisen Töne

 Ich habe bei meinem Herrn ein wenig herum gejammert, weil mir mein Selbstwert etwas abhanden gekommen ist und unter anderem schickte er mir folgendes Bild aus vergangenen Tagen:



Die leisen Töne, wie im vorherigen Beitrage lange und ausführlich beschrieben, liegen mir leider nicht wirklich und mein Herr weiß, dass ich mit meiner Haarfarbe sehr gerne experimentiere und schränkte mich darin nicht ein, sagte jedoch auch, dass er meine feuerroten Haare von früher am Liebsten mag. 

Ehrlich gesagt habe ich da weniger hin gehört und stand eigentlich total auf so beerige, leicht ins Pinke gehende Töne und war dennoch nicht, obwohl die Farbe als solches fantastisch aussah in meinen Augen, zufrieden damit.

Es funktioniert für mich einfach nicht, wenn ich im Hinterkopf habe, dass mein Herr mir zwar die Freiheit gewährt, dass ich sie tragen kann wie ich mag, aber sie nicht so aussehen, wie er sie wirklich gerne mag, also zurück zum Ursprung, wieder mehr in Richtung feuriges Rot gefärbt und meinen Herrn zufrieden gestimmt, wie er mir mehrfach, von sich aus, geäußert hat. Dann habe ich nicht unbedingt die Farbe, die ich super gerne mag, hingegen aber die Zufriedenheit meines Herrn und das wiederum macht mich sehr zufrieden und unbezahlbar ruhig und entspannt.

Das mit den leisen Tönen funktioniert erstaunlich gut! Zwar höre ich sie nicht unbedingt, aber nachfragen bringt Klarheit und bis vor wenigen Tagen hätte ich es unnötig gefunden zu fragen, hätte ich mir meine eigenen Gedanken gemacht und daraus die Schlüsse gezogen, auch weil ich angenommen habe, dass die Fragerei meinen Herrn nervt, dabei ist es das Gegenteil! Jede Frage die ich nicht stelle, nimmt ihm eine Entscheidung weg und ein Stückchen seiner Macht über mich.

Fragen nervt nicht, fragen gibt ihm Macht über mich.

Dringend im Kopf behalten.

Überhaupt mache ich mir dauernd zu viele eigene Gedanken und nehme meinem Herrn dadurch sicherlich einige Möglichkeiten, Entscheidungen und ganz viel Macht ab. Das tut mir sehr leid und ich bin dabei es zu ändern :)

Im Moment arbeitet er viel und hat wenig Zeit für mich, also bin ich ganz ruhig, gebe keinen Anlass für negative Gefühle und versuche ihm im Hintergrund Gutes zu tun, wie z.B. mit Getränken und dergleichen zu versorgen, ihm Dinge abzunehmen, um die er sich dann nicht auch noch kümmern muss und sende ab und an eine kleine Nachricht :)

Einen Schritt zurück treten und es von außen betrachten bringt oft Klarheit.

Ich freue mich auf die Tage, wenn mein Herr wieder etwas mehr Zeit für mich hat und sie in mich investiert :) Bis dahin tapse ich leise und still weiter, um ihn nicht zu stören.




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