Freier Wille
Ich weiß, dass das aus dem Mund einer Sklavin befremdlich wirkt, habe jedoch einen guten Grund dafür.
Irgendwie habe ich aus den Augen verloren, für was ich ursprünglich diese Webseite eingerichtet hatte. 2004, glaube ich, ging sie nicht als Blog online, denn dergleichen gab es so noch nicht, sondern viel schlichter und ordinärer einfach als Tagebuch! Mein Tagebuch!
Mein persönliches Tagebuch als Sklavin.
Über die Jahre, nach drei festen Herren, hat sich so viel verändert, dann kann man schon mal den Ursprung aus den Augen verlieren.
Ich war heute mal wieder Nordic walken, weil ich so schön letztes Jahr abgenommen hatte und nun wieder etwas mehr auf den Rippen trage. Nicht missverstehen, bei Fetlife sehe ich so viele wunderschöne rundliche Frauen, einfach eine großartige Vielfalt, aber ich möchte mich wohlfühlen und das tue ich im Moment nicht mehr.
Jedenfalls dachte ich darüber nach, was ich zum Frühstück machen soll und dass es Monsieur meistens egal ist und ich somit festlege, was es geben wird. Finde ich sehr nervig, möchte ich so nicht, bringt aber nichts, wenn ich mich darüber aufrege, also dachte ich weiter und kam auf das Thema Freiheit und damit auch auf freier Wille. Den habe ich. Den hat, genau genommen, jeder, denn zu dienen und sich zu unterwerfen ist mehrfach täglich auch eine freie Entscheidung. Man entscheidet sich täglich mehrfach für seinen Herrn.
Dabei fiel mir auf, dass ich es ungemein viel schöner finde, wenn man mir sagt, was ich tun soll, was ich essen, kochen und trinken soll, wenn das aber nicht der Fall ist, dann kann ich ja wirklich frei entscheiden und bisher dachte ich dann eher, dass ich es so mache, wie ich vermute, dass es Monsieur möchte und sicher ist das für eine Sklavin die beste Option, aber hey, wer bringt denn wie viel in die TPE Beziehung ein? Er kann sich sehr gerne mehr Mühe geben, das reden wir auch gerne wieder über optimale Sklavin.
Also überlegte ich, was ich machen möchte und stellte mir vor, wie ich mir alles schön hinstelle und dann fiel mir ein altes Bild von meinem Tischchen auf dem Boden ein, als ich es mir letzten Sommer? schön gemacht hatte und dachte, dass ich wieder ein Foto als Erinnerung machen kann und dabei dachte ich nach, dass ich das doch auf meinen Blog/in mein Tagebuch stellen kann und wenn es das xte davon ist, vollkommen egal, denn das hier ist mein Tagebuch!!!
Ich habe für mein alltägliches Leben ein reales Tagebuch, in das ich Schnipsel aus dem Alltag einklebe, Polaroïds ausdrucke und rein klatsche und vieles mehr.
Das hier ist mein Tagebuch über mein Leben als Sklavin und wenn ich gerade keinen Herrn habe, der präsent ist, bin ich dadurch nicht weniger Sklavin und kann trotzdem meinen alltäglichen Kram hier verewigen, weil es mein Platz, mein Raum ist!
Also kommt hier nun frischer und doch alter Wind rein. Zurück zum Ursprung!
Muss mir gefallen und mir gut tun.
Falls hier gerade viele Fehler drin sind, ich schreibe das aus dem Auto mit dem Handy. Mein Handy korrigiert oft übereifrig und wild. Auch das hat, irgendwie seinen freien Willen 😂
Ach und Monsieur hat die Leine aus dem Auto entfernt. Die hängt nun unnütze im Schrank, bei den anderen verstaubten Leinen.
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