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Weisheit Besonnenheit Mut Gerechtigkeit

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Herrschaft ist vor allem Herrschaft über sich selbst. Nur wer sich selbst beherrscht, wer Macht über sich selbst hat, kann überhaupt Macht über andere haben. Nun ist niemand frei von Schwächen; gerade Wut oder Angst können dazu führen, dass man die Herrschaft über sich selbst verliert – man handelt oder reagiert unbeherrscht. Niemand kann sich davon freisprechen, solche Momente zu erfahren. Nicht der Mangel an Schwächen macht Stärke aus, sondern der Umgang mit ihnen. Erst dort zeigt sich die Herrschaft über sich selbst, im Umgang mit den eigenen Schwächen. Die alten Stoiker haben viel über diese Selbstbeherrschung nachgedacht – auch und gerade darüber, was im eigenen Machtbereich liegt. In der Erkenntnis über die eigenen Grenzen liegt das eigentliche Freiheitspotenzial. Was kann ich beeinflussen, was liegt nicht im Bereich meiner Einflussnahme? Die Aufklärung über die Beherrschung der eigenen Affekte und ihre Einordnung – darin liegt die Leistung der antiken Stoa. Und sie gibt uns Tuge...

Utopisches Wunschleben

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Ich finde es ziemlich schwer, ein Leben zu beschreiben, das unabhängig von der realistischen Umsetzung ist, und verbiete mir normalerweise solche Gedanken, da es eher unglücklich machen kann. Jedoch gibt es immer mehr Thesen, dass man es zum Visualisieren braucht, damit es überhaupt real werden kann. Dafür darf es schön surreal sein, solange man es sich wirklich wünscht und so leben möchte. Da ich, seit ich 19 bin, meine innere Sklavin entdeckt habe und sie als meinen Kern ansehe, baut sich natürlich alles um sie herum auf. Meine Kinder sind aus dem Haus, wir haben regelmäßigen Kontakt, und auch das finde ich schön. Ich liebe sie, habe sie gerne um mich herum. Nun aber wieder Zeit für mich alleine zu haben, ist wahrer Luxus, wie jedes Elternteil wohl weiß. Es beruhigt mich, dass sie mir alles erzählen können und ich ihnen jederzeit bei allem helfe, sie jedoch dennoch selbstständig und stolz in die Welt hinausreisen. Meine innere Sklavin ist ein Teil von mir, den ich nicht abgrenze, son...

Frohe Weihnachten, frohes neues Jahr

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Nachträglich frohe Weihnachten! Ich hoffe, ihr habt die Festtage bisher gut überstanden und rutscht satt, zufrieden und halbwegs entspannt ins neue Jahr hinein. Ich vermute, dass dieser Text heute etwas länger wird oder vielleicht sogar ein Zweiteiler. Das weiß ich selbst noch nicht. Deshalb vorab ein paar kurze Infos für die lesefaulen Menschen unter euch: Nein, wenn hier zwischendurch nichts mehr steht, bedeutet das nicht, dass wir uns getrennt haben. Und nein, es heißt auch nicht zwangsläufig, dass nichts mehr läuft. Es bedeutet schlicht, dass ich keine Lust, keine Muse, keine Zeit oder keine Laune hatte, einen Eintrag zu verfassen. Unsere Feiertage sind, wie bei vielen anderen auch, mit Familientreffen und diversen Verpflichtungen verbunden. Dazu kommt der ganz normale Vorweihnachtsstress. Und vieles hängt schlicht von Monsieur ab. Ach, nur am Rande, weil wir es so schön finden und ich nicht weiß, ob das allgemein bekannt ist: Wir fahren gern kurz vor Weihnachten oder sogar direkt ...

Leere Seiten

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 Wir haben unser grünes Buch, seitenweise Vorsätze, Ideen, Wünsche, Bedürfnisse und dennoch fehlt es wieder an der Verwirklichung. Als hätte Monsieur ein Spielzeug, dass ihm dann doch wieder langweilig wird, bis ein anderes Kind kommt und sagt, dass es gerne damit spielen möchte, dann erwacht das Interesse kurz, um erneut einzunicken. Mit dem Buch begann unsere Zukunft, dachten wir, dachte ich. Das war im Juli/August und nach und nach verlor sich mehr, als würde man einzelne Buchstaben heraus zupfen, ganze Wörter, ganze Sätze und den Sinn, die Bedeutung direkt mit. Was bleibt, ist eine hohle Hülle von zwei Ritualen am Tag, die aufs Minimum reduziert sind, auf mein dreizeiliges Mantra und manchmal ein lobendes Wort. Nichts mehr von der Planung des Tages, oder Abschluss des Tages, nichts vom Rest. Keine Zeit, Mühe oder Aufmerksamkeit. Schnell, schnell, damit es weitergeht, weil man damit nichts mehr anfangen kann und es nur noch ein Nachklang ist, wie ein schöner Kaffee, der in der T...

Durch Windrosen tanzen

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 Im Moment gibt es sehr viel Alltag, recht wenig Zeit für Schönigkeiten und eine Korrektur vorab, denn die Stahlgerte   vom letzten Eintrag , war bereits die Neue.  Das hier ist die Alte: Nachdem das Regelwerk fertig war, dachten wir uns, dass es nun super laufen wird… ok, das kleine Skeptik-Monster in meinem Ohr raunte auch da bereits, dass der Alltag wieder die Macht an sich reißen würde. Teilweise ist es auch so. Neue Routinen in den Alltag zu integrieren ist schwierig. Wir arbeiten daran. Wir erinnern uns gegenseitig, manchmal. Nicht oft genug, vermute ich. Das Morgen- und Abendritual sitzt, Details davon nicht unbedingt.  Keine Möbel, außer mit Erlaubnis funktioniert meistens gut.   Monsieur mit Anrede ansprechen, auch oft. Positiv denken :) Es ist tolles Herbstwetter, Buchwetter, Teewetter, Flauschedeckenwetter! Ok, auch Erkältungswetter, jedoch habe ich meine Grippeimpfung schon intus und hoffe, dass sie ihre Arbeit macht. Monsieur hat stressige Tage, die...

Er hat es schon wieder getan

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 Das ist, glaube ich, unsere erste Stahlgerte von etwa 2019? Oder so in der Art. Damals schlug er sie mehrfach auf meinem Hintern kaputt, bis sie aus dem Sortiment genommen wurde. Leider habe ich davon keine Bilder, weil die auf Monsieurs Handy sind. Vielleicht stiftet er ja mal eins :) Jedenfalls meinte Monsieur heute morgen, dass es mal wieder an der Zeit sei, mir den Hintern zu striemen. Ehrlich, ich hatte es so rein gar nicht vermisst! Aber gut, seine Wünsche sind mein Befehl. Haustierchen-Position natürlich, also Arsch hoch, Kopf runter und den Rest möglichst flach hinlegen. So heraus gereckt tut es, finde ich, besonders weh. Kennst Du das, wenn Du Dir blöd aufs Zahnfleisch beißt, oder Dir die Nasenscheidenwand zwickst, oder sowas in der Art, bei dem Dir dann die Tränen in die Augen schießen, auch wenn es nicht unbedingt so weh tut? Klar tat es weh, aber kein Grund für Pipi in den Augen, aber heute schon, keine Ahnung warum. Dann war es praktisch, dass mein Kopf unten ist, auf...

In der Unvollkommenheit gemeinsam

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 Unsere Rituale funktionieren wunderbar morgens und abends, da können wir wirklich stolz aufeinander sein :) Und als ich heute in der Bahn saß, ach nein, Moment, ich beginne von vorne. Heute fuhr ich in die Stadt, um zu shoppen. Kommt selten vor, weil ich es wirklich nicht mag und obwohl mir mittlerweile Größe S passt, fand ich nur selten etwas. Also, ich fuhr dennoch in die Stadt, denn es kommen nun die kühlen Tage und ich brauchte neue Strumpfhosen und anderes Zeugs, jedenfalls war ich wirklich brav und sah mich zusätzlich um, weil mich Monsieur öfter erinnert, dass ich dringend neue Klamotten brauche. Ich bin keine typische Frau, die gerne verschiedene Kombis anprobiert, x Schuhe hat, passendes Make-Up und immer eine perfekt dazugehörende Handtasche. Mein Einkaufsverhalten ist eher männlich: „Oh, das sitzt gut, ist bequem, ich kaufe das direkt mal in mehreren Farben, notfalls eben das gleiche Stück 2-4 mal und bin dann endlich durch!“ Meine Nachbarn müssen glauben, dass ich imme...