Montag, 1. Juli 2019

Chaotischer Alltag




Lange Zeit nichts geschrieben, viel ist passiert und derzeit leben wir im Chaos, Umzugschaos und es laugt so ungemein aus und gerade deshalb sind die kleinen Routinen wahre Sicherheitsinseln und somit sehr wichtig und es reißt mich schon total raus, wenn mein Herr mir nachts die Kette ab macht, mit der ich sonst schlafe, weil ich mich gegen Mücken wehren muss und wenn er mich dann morgens, anders als abgemacht einfach schlafen läßt und mir keinen Tagesplan da lässt, sondern einfach, weil er spät dran ist, los geht, zwar mit einem: "Ich liebe dich." aber dennoch einfach geht, dann hängt man in der Luft, der Fußboden wurde einem unter den Füßen weggerissen und man steht ratlos, traurig, verletzt und einsam da.

Die letzten Tage sind auch wie Ebbe und Flut, mal so mal so. Mal von: "Du darfst nicht auf ein Möbelstück, nein nicht einmal dein Fuß darf aufs Sofa!" ein paar Stunden später zu: "Klar darfst du aufs Sofa."

Mal ist eine Regel auf einmal vorhanden, dann existiert sie nicht mehr: "Hast du gefragt ob du etwas Süßes essen darfst?" -"Nein, musste ich bisher doch auch nicht?!?"

Es fühlt sich wie in einer Schwerelosigkeit an, kein Halt, keine Konstante. Wie meine Laune dadurch ist, muss ich wohl nicht schreiben.


Wobei die letzten paar Tage schon besser waren, alleine weil ich mehr Regeln bekommen hatte, die mehr als sonst auch beachtet wurden.


Es ist nicht einfach umzuziehen, vieles aufgeben zu müssen, neu strukturieren zu müssen und sich neue Regeln überlegen, die man dann auch noch beachten, also im Kopf behalten muss. Mein Herr hat es nicht einfach.

Gestern wurde ich mit der Gerte aus dem Bett "geprügelt", weil ich zu lange schlief, irgendwie gefiel mir das besser, als geschont und liegen gelassen zu werden, noch besser war vorgestern, als ich einfach gefickt wurde, während ich noch schlief. Man weiß erst gar nicht was gerade passiert, wehrt sich ein bisschen, wird dann klarer im Kopf und hat erst keine Lust und liegt muffig wie ein alter Fisch da, aber umso wacher man wird, umso mehr Lust bekommt man auch :)

Ich brauche dringend ein paar Routinen, sonst gehe ich unter und fühle mich permanent so verloren, dass mag ich nicht.

Wenn es nach mir ginge, wäre alles noch strenger, noch mehr Ketten usw, nahezu keine Freiheit, jedoch bedeutet das für den Herrn vermutlich viel Arbeit, Mühe und Aufmerksamkeit und ich verstehe, wenn er die nicht aufbringen kann und mein Hirn rotiert wie ich da durch komme und wie es weiter gehen soll, so dass alle sich wohl fühlen.

Ich glaube das ist die größte Problematik bei TPE. Alle Bedürfnisse, Wünsche, Vorstellungen und den Alltag unter einen Hut bekommen, so dass alle das Leben führen können, was sie sich wünschen, mit möglichst wenigen Abstrichen.

Ich möchte doch nur das alle um mich herum und ich selber glücklich bin.



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