Mittwoch, 24. Juli 2019

Steiniger atemloser Weg




Ganz flach atmen, obwohl man keuchen möchte.
Gezwungen langsam zu atmen, obwohl man hecheln möchte.
Damit man ja keinen Staub einatmen, damit man ja nicht auch noch husten muss, wenn man auf den Boden geworfen wurde und das Gesicht in den Dreck gedrückt bekommt.
Wenn man spürt, wie die kleinen Steinchen, hoffentlich nur Steinchen und keine Scherben, einen ins Gesicht pieken, schmerzhaft, aber wohltuend. Wenn man die Hände hinter dem Rücken hat, um sich nicht schützen zu können. Wenn man im Nacken eine Hand oder besser noch, einen Fuß hat.

Die Augen geschlossen haltend, damit man es auskosten kann und einen nichts ablenkt und damit man keinen Schmutz ins Auge bekommt.

Knirschen hören, weil er sein Gewicht verlagert, wartet und überlegt wie es wohl weiter geht.

Wenn ich mein Gewicht verlagere, seine Sorge dass ich aufstehen möchte und das Gewicht in meinem Nacken nimmt zu, die Steinchen bohren fieser ins Gesicht und ein Stöhnen kann ich mir nicht verkneifen.

Sein Mund neben meinem Ohr, sein wütendes Atmen. Er kann atmen, schnell und hektisch, ich nur flach und vorsichtig. "Mußte das wieder sein? Geht es gar nicht anders? Wir können das nicht immer machen!"

Ja mußte es! Ja mußte es dringend, denn dieses gezwungene flache Atmen ist eine Essenz, ein Elixier, ist pures Leben!

Warum kann man es nicht immer machen? Warum???
DAS ist die Frage.

Ok es war damals nicht fair ihn bis aufs Blut zu reizen, damit er so ausrastet, mich ins Auto schupst, mit mir zum Wald fährt, mich da raus zerrt, an der Leine ein Stück in den Wald rein schleift, mir dort die Beine weg tritt, so dass ich hart auf dem Boden lande, schmerzende Knie, wissend dass es ihm egal ist.

Aber dann, drückte er das erste mal mein Gesicht auf den Boden, Hände hinter dem Rücken, da ich kein Recht habe mich zu schützen und seine harten, fiesen Worte im Ohr.

Es brannte sich ein, machte süchtig, weil es genau das war, was ich brauchte, nein brauche.

Jedesmal hinterher aufgeholfen bekommen, geherzt und umarmt werden, geküsst und im Kopf nur haben:"Wars das jetzt schon? Mehr nicht? Länger nicht?"

"Wir können das nicht immer machen!" Nein? Warum nicht? Warum nicht?!?

Immer und immer wieder, warum nicht?

Weil es nichts bringt, sagte er. Doch es bringt was, in mir. Es stillte meinen nagenden Hunger.

Mein Ex war es, der das tat und heute sagt er, als erinnere er sich nicht an jedes Detail wie ich: "Doch klar kann man das!"

Klar.... logisch... nur damals nicht?

Gemeint war, es bringt nichts das ich ihn so reize, dass er zu Boden schmeißt und sowas macht.

Aber warum muss man jemanden reizen, bis er es macht? Warum ist es nicht einfach normal? Warum habe ich darauf Lust und brauche es um zu atmen, andere aber nicht?


Der Umzug ist geschafft. Gestern war der erste Tag, an dem ich nichts machte, außer regenerieren, weil ich wirklich so geschuftet habe, dass mein Körper sehr gelitten hat, ich auch noch Migräne bekam und eine Tablette nehmen mußte und ich bin undankbar, böse und gemein.

Warum?

Mein Herr spielte fast nur PS4 und eigentlich wollte ich im Chat ein wenig quatschen und wieder raus, aber weil er eh nur spielte, blieb ich lange drin, was nie gut ist und dann bloppten Sehnsüchte und Bedürfnisse auf.

Es ist als Sklavin nicht gut zu chatten, wenn man Sehnsüchte hat und unbefriedigt chattet, denn feine empfindliche andere Seelen können es spüren und dann?
Dann fühlen sie sich angesprochen und bekommen auch Sehnsüchte und die Bedeutung ihrer Bedürfnisse wächst und Chaos entsteht.

Ich war dann viel zu lange drin und alles prodelte hoch, was mir fehlt und dann hörte mein Herr auf zu spielen und ich war für ihn nicht mehr ansprechbar oder greifbar, theoretisch. Praktisch ist er immer so zaghaft und freundlich und denkt sich dann zb: "Oh, sie hat so hart gearbeitet die letzten Tage, ich gönne es ihr."
Aber damit beginnen große Probleme, denn ich will es nicht "gegönnt" bekommen, denn ich will nicht die softe Tour und dann kommt mir immer und immer wieder eine Szene wie oben beschrieben in den Kopf und das Gefühl was man dabei hat, dieses unbeschreibliche Gefühl! Und man nimmt seinen Herrn weniger ernst und provoziert, damit er härter wird, aber er war dann einfach sauer gestern und ich reagierte nicht wie er es wollte und er nicht wie ich es wollte und so schliefen wir einsam nebeneinander ein.

Sind wir wirklich so verschieden und brauche ich so viel Härte die man mir nicht geben kann?

Gestern schrieb ich mit einer alten Seele und kotzte mich darüber aus. Über meine Ängste nie bekommen zu können, was ich brauche, weil ich im Normalfall brav bin und alles tue und mir Mühe gebe und kein Herr es bisher dann irgendwie hin bekommt, trotzdem hart zu sein. Statt dessen sind sie dann immer sehr lieb, wollen mir auch gutes tun und sind nett und verwöhnen mich und genau das mag ich ja wieder nicht. Dann provoziere ich, aber nicht weil ich nicht gehorchen möchte oder es nicht kann, sondern weil meine Seele schreit, meine Bedürfnisse explodieren und ich hoffe, wenn mein Herr so richtig sauer wird, dann ist da wenigstens wieder Wut und damit verbunden, etwas Härte und Unerbittlichkeit.

Bei meinem Ex funktionierte es meistens, zwar dann mit dem Satz: "Wir können das nicht immer machen!" aber wenigstens konnte ich dann mal kurz atmen und ein wenig auftanken.

Mein jetziger Herr zieht sich vielleicht zurück, oder glüht wütend vor sich hin, beide bekommen jedoch nicht was sie brauchen und man wird einsam.

Durch den Umzug bei dem es kein DS gab, auch nicht nachts, weil wir nach über 12h arbeiten einfach nur müde ins Bett gefallen sind, hat sich ein riesen Vakuum gebildet und ein wenig nachts angekettet sein, oder ein Orgasmus richtet es nicht mehr und wütend machen brachte auch nichts und jetzt?

Leiden beide, unglücklich.


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