Donnerstag, 4. Juli 2019

Gestatteter Ruheplatz




Edison sagte schon: "Ich habe nicht versagt. Ich habe nur 10000 Wege gefunden, die nicht funktionieren."


So in etwa fühle ich mich, wenn es um lebbares TPE geht.

Wir finden immer neue Wege wie es nicht gut funktioniert und nähern uns hoffentlich immer mehr dem lebbarem Ideal an.


Keine Möbel benutzen ist toll! Ausnahmen gestatten schwierig. Sagt mein Herr, wenn ich bereits auf dem Bett liege ohne gefragt zu haben: "Naja, Du hast viel geschafft heute und bist total erschöpft, bleib liegen.", denke ich mir vielleicht beim nächsten mal, wenn ich erschöpft bin, ich darf ja sicher aufs Bett und würde nicht verstehen, wenn ich dann ausgeschimpft werde.

Korrekt wäre: "Sofort vom Bett runter, dann höflich und respektvoll fragen und vielleicht, aber nur  vielleicht, darfst Du wieder auf das Bett!"

Aber wenn mein Herr selber erschöpft ist, immer so warmherzig und mir gut tun möchte, dann tappt er in so eine Falle und davon gibt es einige.

Falle tappen, korrigieren, weiter gehen und eine neue Falle finden, aber was, wenn er ungeduldig ist?

Alles manchmal schwierig und doof und wääääh!


Ich habe ohnehin das Gefühl, es viel härter zu mögen als er. Klar genieße ich seine Fürsorge, aber ich brauche ein gewisses Kontrastprogramm und fühle mich eher auf dem Boden gedrückt mit einem Fuß im Nacken wohl.

Obiges Beispiel, da wäre es mir noch lieber an den Haaren aus dem Bett gezogen zu werden, eine Strafe zu bekommen, Bettverbot (vielleicht sogar länger), rüde Worte und vor allem, das Sahnehäubchen, kein Verständnis zu haben für mein Tun. So wenig Verständnis, als dass man ihm die Fassungslosigkeit ansieht.

Aber wir sind hier nicht bei: "Wünsch Dir was", sondern bei: "So ist es."



Meine Nacht war viel zu kurz, ich fand sehr schwer aus dem Bett und dann direkt ficken und schlagen, mit der Erschöpfung und dem Umzug im Genick, da brach meine Laune weg und ich wollte schon 30min nach dem Aufwachen nur noch meine Ruhe.


Beim Frühstück (ich durfte am Tisch essen und es ärgerte mich so!) diskutierten wir dann ausgiebig wie es weiter gehen soll, weil wir beide merken, der Weg ist zu steinig, zu unbequem und mühsam. Wir diskutierten auf Augenhöhe wie andere es nennen würden und ja, es musste sein, aber ich fühle mich trotzdem so massiv unwohl in dieser Position und Situation.

Ich kenne jemanden, der streitet und diskutiert ausschließlich, wenn die Sklavin auf dem Boden kniet, Stirn auf dem Boden. Das fühlt sich so gut an.

Zu viel Freiheit, zu viel Macht, zu viel Mitspracherecht, zu viel Augenhöhe, zu viel Rücksicht. Ich bin da wie ein Gremlin nach Mitternacht mit dem Bauch voller Essen...


Dann gab es einen Brainstorm meines Herrn und ich schlief im Hundekörbchen ein, während er mir Dinge erklärte.

Wir einigten uns auf einen Tag voller Ruhe. Ich durfte eine Folge auf Netflix schauen, wurde dabei gekrault und das war sehr schön, dann reichte es aber auch schon wieder und ich machte Wäsche und kochte super leckeres Essen für uns.

Jetzt spielt er ein wenig und ich schreibe das hier und bin eigentlich so so müde.


Alle Regeln sind hmm irgendwie außer Kraft gesetzt, weil sie neu sortiert werden müssen, überdacht, betrachtet, neu einsortiert, mit neuen Beisätzen usw.

Ich versuche mich trotzdem gut zu benehmen, sage wohin ich gehe, wenn ich den Raum verlasse und frage mit Titel und allem, ob ich mich hier und da hinsetzen darf.  Vielleicht bekomme ich ja heute ein Leckerli oder so :)


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