Mittwoch, 11. März 2020

Tagesplan Tag

Mein Herr musste heute wieder elendig früh raus und er war so gütig, mich schlafen zu lassen, bis ich zur Verabschiedung in den Flur kommen sollte.

Mir ist es, ich glaube ich erwähne es häufig, sehr wichtig, dass er seine Sklavin als letztes sieht, wenn er die Wohnung verlässt. Meistens sehne ich mich bereits nach ihm, wenn er noch gar nicht zur Türe raus ist. Wenn er sich richtet, fertig macht, herum wuselt und bald gehen wird.


Danach durfte ich nochmal ins Bett schlüpfen und sollte eigentlich schlafen, jedoch bleibe ich immer wach, bis er gut angekommen ist und mir explizit sagt, ich solle nun wirklich schlafen. Wenn man ein Korinthenkacker ist, könnte man behaupten, ich halte mich nicht an seine Vorgabe, dabei hat es sich so eingespielt und er weiß es zu deuten :)

Ein kleines Weilchen schlief ich noch und dann startete auch ich in den Tag mit einem liebevoll von meinem Herrn zusammengestellten Tagesplan.


Darin untergebracht war unter anderem wieder Corner Time, wobei sie diesmal recht kurz war, dafür in einer exquisiten Position :)





Während ich so kniete, versuchte ich den Fokus wieder ordentlich auf meinen Herrn zu bringen und mich zu besinnen, warum ich das eigentlich mache und warum ich einen Tagesplan habe und ich mich nicht einfach durch den Tag wurschtle, wie andere.

Diesmal war ich darauf vorbereitet, dass der Paketbote kommen wird, anders als gestern, als ich ihm mit meinem normalen permanenten Halsband, plus dem dicken Lederhalsband öffnen musste, da mein Herr unter der Dusche stand und ich es nicht wage, es abzulegen.

Der normal übliche Paketbote beachtete mich gar nicht, worüber ich sehr froh war, jedoch kam er diesmal nicht alleine und sein etwas jüngerer Kollege konnte es nicht sein lassen, breit zu grinsen und mich anzustarren. Ich lächelte freundlich zurück und versuchte einfach nicht daran zu denken, was nun in seinem Kopf vor geht :) Er schaute ja nicht unfreundlich oder herablassend, sondern wirklich nett und erfreut.


Heute kochte ich für uns Hühnchensuppe, auch für den Kater, natürlich in getrennten Töpfen und es macht mir eine diebische Freude ihn zu beobachten, wie er sie frisst, also der Kater, nicht mein Herr!

Als mein Herr endlich zurück war, kniete ich an der Türe und empfing ihn mit einem offenem Ohr und warmer Suppe, die ihm vorzüglich geschmeckt hat, obwohl wir beide Suppe nicht so wirklich mögen, aber mit etwas Liebe und guten Zutaten, lässt sich viel machen :)
Zuvor rannte ich bei jedem Auto dass anhielt zum Fenster und schaute, ob er es ist, damit ich ja im Flur parat knie und er sich freut, so begrüßt zu werden :)


Heute ist wieder so ein Tag, voller Normalität und Hindernissen und so hoffe ich, dass wir gleich noch etwas schönes machen, denn ich bin noch nicht so gut darin, meinen Platz im Kopf zu halten, wenn ich ihn real gerade nicht habe.

Gefühlt interessiert er sich gerade für alles andere mehr, als für mich und sein Lob kommt in meinen Gedanken auch nicht an.

Es ist für beide schwierig, umso wohltuender ist die Zeit, in der es einfach gut läuft und funktioniert, nur dass wir dafür noch einige Dinge festigen und etablieren müssen und daran arbeiten wir bereits, aber es ist manchmal hart.

Ich versuche ihm eine Freunde zu machen, wo ich nur kann. Heute lernte ich etwas mehr französisch und während ich herum wuselte, habe ich histoire d´O gehört und nebenher mein Ohr geschult.

Auch informierte ich mich genau, welche Zutaten in die Suppe für den Kater gehören, welche giftig sind und welche besonders gesund und schmackhaft. Da er sie ein wenig fremd fand, habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich das ändern kann und da mein Herr gerne das Bett frisch wollte, habe ich so zwischendurch alles gewaschen, getrocknet und schnell wieder bezogen, so dass er nichts davon mitbekommt, aber alles zu seiner Zufriedenheit ist.

Ich hielt mich an den Plan und habe mir wirklich viele Gedanken gemacht, wie ich ihm was abnehmen kann und/oder sein Leben schöner gestalten kann, einfacher und angenehmer.

Dennoch hatte ich nicht das Gefühl, dass es angekommen ist.

Es muss wohl an mir liegen. Er hat mich ja gelobt, flach wie ich sagen würde, aber das ist mein Empfinden. Er hat mich mehrfach geknuddelt und gestreichelt und umarmt. Es gibt keinen Grund sich zu beschweren.

Ich sollte auf mich schauen, warum es dennoch nicht genug ist und nicht noch mehr von ihm erwarten.
Er war lange unterwegs, natürlich hat er erst einmal noch andere Dinge zu tun. Ich sollte ihm dankbar sein, dass er dennoch für mich da ist und sich Mühe mit mir gibt. Darauf lege ich nun meinen Fokus, voller Vertrauen, Demut und Hingabe. Das hat mein Herr verdient!






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