Montag, 3. August 2020

Müder roter Faden






Ich schrieb den Eintrag gestern eigentlich vollkommen ungeplant, denn mein ursprünglicher Gedanke bezog sich darauf, dass ich meinem Herrn ein wenig Mut machen wollte und meine Dankbarkeit, für die Aktion beim Einkaufen z.B., zeigen wollte. Nun habe ich zu Beginn immer nur eine grobe Idee was ich schreiben möchte und wenn ich mich dann hinsetze und anfange, fließt es aus mir heraus und ich zeige es meinem Herrn, schaue selber meistens nicht drüber, überdenke es jedoch in meinem Kopf und bin mir dann nicht mehr unbedingt sicher.

Mein Herr liest es und gibt sein ok und wenn ich verunsichert frage, ob ich was ändern soll, ob es so geht, oder ich nicht doch lieber hier und da nochmal schrauben soll, antwortet er sehr deutlich, dass das meine Gefühle sind, die so ihre Berechtigung haben und deshalb auch so stehen bleiben sollen, wie ich sie in dem Moment empfunden habe.


Manchmal, wie gestern auch, schreibt er dann etwas dazu und ich lese es und feiere ihn innerlich für seine Antwort, erkenne auch, was ich damals in ihm sah, als wir uns kennengelernt hatten und bin stolz, dass wir noch zusammen sind, egal wie vehement ich mich zuvor noch trennen wollte.


Gestern wurde es dadurch spät und wir waren eher morgens, als nachts im Bett. Nachdem ich im Bad fertig war, hatte ich kniend auf seiner Bettseite, vor seinem Sessel gewartet.
Er kam, strich mir übers Haar, bedankte sich, dass ich gewartet hatte und schickte mich ins Bett. Dort band er meinen Fuß fest, was üblich ist und danach kam er wieder mit der Doppelmanschette. In meinem Kopf sitzt noch der alte Trigger, also frage ich warum er das machen wolle und schelte mich bereits selber für die Frage, aber verkneifen kann ich sie mir auch noch nicht, zu groß ist die Sorge, dass er es macht um mir einen Gefallen zu tun und nicht, weil er es möchte.

Seine Antwort war sehr speziell: "Weil ich denke, dass Du es brauchen kannst, heute Nacht... und weil ich es mag."
Darüber dachte ich noch länger nach, während er meine Handgelenke damit fesselte und anschließend mit der Kette vom Bett, die Manschette am Halsband fest schloß.

Weil ich es brauche...
Ich lag da, ließ den Gedanken, dass er es also doch für mich macht, direkt fallen, denn "brauchen" soll mein Bedürfnis befriedigen, mein immer hungriges Bedürfnis, meine Gier und nicht weniger wünschte ich mir doch auch.
Es fühlte sich wohlig und warm an, geborgen und heimelig. Ich genoß es in einem sehr großem Maße, so groß, dass ich es nicht ausdrücken konnte, mit meinem Dank an ihn.

Der Tag begann zu früh, war zu voll und sehr stressig, wodurch kaum Platz für den roten Faden war, selbst meine Gier schlummerte eher, umso überraschter war ich, als er auf dem Heimweg ansagte, was ich gleich tun würde zu erledigen habe. Ich hoffe, er sah mein inneres Strahlen :)
Schwelgend darüber, wie angenehm und entspannt er mich durch den Tag geführt hatte, fühlte ich mich rundum wohl, wie schon lange nicht mehr.

Nach getaner Arbeit lümmelte ich mich aufs Sofa und zusammen bestimmten wir, was ich schauen würde, dann ging er noch in sein Büro und ich war so erledigt vom Tag, es wäre vollkommen in Ordnung gewesen, nur kam er tatsächlich doch nochmal rüber, wieder mit der Doppelmanschette und legte sie mir an.

Es ist eine Sache eine Doku zu schauen, eine andere sie mit verbundenen Armen zu sehen und sich dabei in der Fürsorge und der Achtsamkeit seines Herrn zu suhlen und zu genießen :)
Abermals empfand ich meinen Dank als zu gering. Es tat einfach, vor allem nach diesem Tag, unglaublich gut.

Ich freue mich schon aufs Bett, nicht nur weil ich sehr müde bin :)




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