Mittwoch, 12. August 2020

Heilsam

Ich bin eine brave Sklavin, bemühe mich um meinen Herrn und versuche seine Wünsche und Bedürfnisse zu erfüllen.
Schwierig ist es, wenn man zu wenige Hinweise und Anleitung von seinem Herrn bekommt und auf eigenen Füßen herum stapfen muss, auf der Suche nach dem rechten Pfad.
Wir hatten gerade wieder eine sehr schwierige Phase und empfanden es regelmäßig so, dass wir nichts gemeinsames haben. Beide verbarrikadiert hinter ihren Mauern, dem jeweils Anderen unterstellend, er möchte einem nur schaden.
An diesem Punkt geht es einfach nicht weiter und den Weg zurück, zu einem Miteinander. schlugen wir mehrfach ein und rannten nach wenigen Schritten bereits zurück, hinter die Mauern und so saß ich im Badezimmer, heulend, nicht vor oder zurück wissend, weil die Angst zu groß ist, dass man sich öffnet, nur um direkt wieder verletzt zu werden.
Ein sehr schwieriges Gefühl!
Man möchte brav und gehorsam sein, sich zu den Füßen des Herrn kniend seine Stirn auf den Boden legen, hat jedoch die Befürchtung, dass es wie eine Sternschnuppe direkt wieder erlischt und dann der harte Aufschlag folgt, also möchte man einfach hinter seinen Mauern bleiben.
Man mag sich dann vielleicht nicht selber, weil man nicht man selber sein kann, aber nimmt es lieber in Kauf, als verletzt zu werden. Genau so saß ich vorgestern Abend da und war verzweifelt.
Mein Herr schrieb mit mir bei Skype (manchmal ist schreiben so viel einfacher, als reden, vor allem, wenn man seine Tränen verbergen möchte) und erklärte, wie er sich fühlt. Interessant ist, dass wir uns sehr ähnlich fühlen und dem Anderen sogar die selben Dinge vorwerfen. Kann ja eigentlich kaum sein, oder?
Naja, genau betrachtet kann das sehr gut sein, denn man hat sich verschanzt, sitzt hinter der Mauer, spinkert manchmal darüber und schießt zurück. Treffen können wir beide sehr gut.
Ebenso saßen wir nun unter Schmerzen hinter diesen Mauern, dass zerstörte Ödland betrachtend und leidend.
Mein Herr kam auf mich zu, beschwichtigte, sagte (mal wieder) was wir ändern müssen, wie es weiter gehen kann, aber meine Angst blockierte mich. Dieses Gefühl von sich öffnen, was immer mühsamer wird, und im nächsten Moment wieder bombardiert zu werden.
Gemeinsam kann man unendlich viel einsamer sein, als alleinstehende Menschen.
Ich kam zögerlich raus, es war schon recht spät und wie gingen ins Bett. Mein Herr war umsichtig, vorsichtig und auch ich ging auf Zehenspitzen. Man kann jedoch nicht lange so konzentriert achtsam miteinander umgehen, denn sobald man entspannt, passt man weniger auf und es kann zu einem neuen Vorfall kommen. Wir sind mittlerweile so wund, kaputt, ausgelaugt...
Gestern zerfloß der Tag eher. Zu viel Hitze, zu wenige Nerven, wieder ein vorsichtiges Miteinander auf "tippy toes", was gut funktioniert hatte.
Kein roter DS Faden, aber auch kein Krieg.
Kleine Schrittchen...
Bis abends. Wieder Streit, ich kann gar nicht mehr sagen wodurch dieses mal, es war einfach so unnötig, dennoch weiterhin schwer verletzte Seelen auf beiden Seiten und dieses riesen Unvermögen, es dem Anderen irgendwie recht machen zu können. Wir diskutierten ewig eine Situation vom Vormittag aus und meistens habe ich bereits keine Energie mehr, immer alle aufzudröseln und meine Sicht durchblicken zu lassen und sage nichts mehr, aber dieses mal machte ich mir die Arbeit und ehrlich, es ist total erstaunlich wie unterschiedlich zwei Menschen kommunizieren können, die die selbe Muttersprache haben!
Jedenfalls verstand er meine Sicht und gab zu, dass ich kaum Manövrierspielraum hatte. Wenn ich es durchziehe und im Klein-Klein erkläre wie es zu einer Situation kam, warum ich wie reagiert habe, dann versteht er mich und kann mein Tun anders sehen, anders bewerten, aber der Weg dahin ist immer sehr lang und ich denke, umgekehrt ist es wohl nicht anders. Er macht etwas aus seinen Gründen, die mir nicht bekannt sind, ich bewerte es anders und schon hat er einen Stempel abbekommen, was ungerecht ist.
Man kann doch nicht immer jede Kleinigkeit begründen müssen. So oder so, wenn wir weiter machen wollen, müssen wir an unserer Kommunikation arbeiten, denn so hat es keine Zukunft.
Sehr schön fand ich dann, dass er weiter dachte. Eine tolle Eigenschaft von Monsieur, dass er, wenn er erst einmal aus seiner Wut heraus ist, objektiv sieht und weiter denkt und neue Wege erkennt und andere Gedankengänge beschreitet, die mir sehr gut gefallen!
So kam er dann auch auf die Idee, dass ein Teil unserer Probleme viel früher entstehen, nämlich bereits in der Rollenverteilung. Zwar bin ich für den Haushalt in all seiner Vielfalt zuständig, dennoch hat er das Bedürfnis immer wieder hier und da einzugreifen, was es dann nicht unbedingt besser macht und uns beide belastet. Unter anderem, weil es für ihn schlicht anstrengend ist und sein Fokus von anderen Dingen abbringt, und mir zeigt, dass er mir nicht vertraut und einfach machen läßt, so dass ich auch die Lorbeeren hinterher, nach erfolgreicher Erledigung und Bewältigung, ernten kann.
An der Stelle denken wir nun um, er versucht mir die Zeit und den Raum zu geben, um es zu erledigen und meinen Teil der Arbeit zu schaffen, während er seine Zeit mit wichtigeren Dingen verbringt, um hinterher auch etwas mehr Zeit für uns zu haben. Schöner Randeffekt ist, dass ich hinterher Rechenschaft ablegen darf und ggf. kann er dann Einwände und Korrekturen äußern.
Durch solche Dialoge und Erkenntnisse, lockt er mich hinter meiner Mauer hervor, so dass wir wieder ein paar Schrittchen aufeinander zugehen können.
Gestern habe ich unter anderem meinen alten Laptop aufgeräumt und ein Dokument von meinem Ex-Ehedom gefunden, von dem ich nichts mehr wußte. Weder wann es entstanden ist, noch in welcher Situation, noch ob ich es überhaupt mal gelesen hatte. Darin beschrieb er ein paar ähnliche Probleme und seine Lösung. Seltsam, weil ich davon nichts "abbekommen" habe, seine Lösung also nie angewandt wurde.
Jedenfalls war einer der Sätze, den Monsieur für wichtig hielt, dass Haustiere Schutzbefohlene sind und wieder dachte er weiter und weiter, kam dann auf den Gedanken, dass mir alles zu viel ist, ich viel zu selbstbestimmt lebe und wie ich wohl lieber leben würde, also mehr an der Kette, so dass ich mir nicht einmal meinen "Standort" aussuchen kann, sondern darum bitten muss, wenn ich woanders hin möchte, was auch das Problem löst, dass ich in den Augen meines Herrn zu viel mache und er das gerne mehr im Griff haben würde, denn wer angekettet ist, kann sich ja nur in dem Kettenradius bewegen.
So verbrachte ich die restliche Nacht auch im Wohnzimmer an der Kette und mußte ihm folgen, wenn er den Raum verließ.
Im Bett wurde ich nicht wie sonst an der langen Kette im Bett angeschlossen, sondern die, die noch an meinem Halsband war, kam auf die Ringöse auf der Bettseite meines Herrn und war sehr kurz.
Warum auch immer, mein Herr wollte mir noch etwas Gutes tun und mir einen Wartungs-Orgasmus schenken. Gibt es ein größeres Kompliment, als dass der Herr sich mitreißen lässt und einen doch fickt? Voller Stolz schlief ich dann ein, während seine Löwenmilch noch in mir war. Ein so schönes Gefühl!




Heute Vormittag dachte ich, was er mir in der vergangenen Nacht angekündigt hatte, würde wieder nur eine Sternschnuppe sein, jedoch packte er umgehend das Kniekissen ins Wohnzimmer und legte allerhand Schlagwerkzeug bereit, unter anderem die Hundepeitsche und die Stahlgerte, daneben noch ein paar Vibratoren und so schauten wir einen BDSM Porno aus den 70igern.
Vorher hatte ich noch angenommen, dass es ein absoluter Schundfilm sein würde, aber die tollen Autos von damals, wow! Ach ja, die Handlung war bisher auch nicht zu verachten, nur konnte ich ihn noch nicht zu Ende sehen, denn mein Herr ließ mich erst auf dem Sofa kommen, dann die Position auf dem Kniekissen einnehmen und das erste mal seit langer Zeit, zeichnete er voller Genuss meinen Hintern. Ich hielt artig still und wimmerte nur leise, obwohl es in der Position immer sehr viel schmerzhafter ist, als flach auf dem Sofa liegend.
Mit seinen Fingerspitzen erkundete mein Herr sein Werk erfreut und fickte mich ein wenig an, nur um mich abermals mit dem Vibrator kommen zu lassen. Eine kleine Verschnaufpause bekam ich, wegen der Hitze, und dann gab es noch ein paar Hiebe mit der Stahlgerte und dem Stock, bis er sich in mir ergoß.
Nur eine kleine Zeit kuscheln und schon bereitete ich unser Essen zu, denn das hatten wir ausgelassen bis dahin und ehrlich, mit so wackeligen Beinen war ich schon ewig nicht mehr unterwegs...



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