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Totalausfall

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 Seit Freitag bin ich leider ein Totalausfall und ich musste sogar in die Notaufnahme, was mich daran denken lässt, dass man immer seinen Schlüssel fürs Halsband dabei haben sollte, weil es jederzeit zu einem spontanen CT oder MRT oder sonstiges kommen kann und manchmal ist es Ärzten auch egal, ob das Halsband an einer Stelle ist, die komplett unbedenklich ist und für die Untersuchung/en keine Rolle spielt. Ich hatte das wirklich schon, als mein Hals für die Lymphknoten am Hals abgetastet wurde, dass gefragt wurde, ob ich es ablegen kann und ich darum bat es doch anbehalten zu können, was auch respektiert wurde, jedoch ist das kein Muss. Andererseits habe ich zum Beispiel bei meiner jährlichen Untersuchung immer die Erlaubnis, dass ich es anbehalten kann, obwohl es da wirklich Probleme machen könnte, aber mein Arzt, der Beste der Welt, findet das Patientenwohl extrem wichtig  und versucht, sich nicht daran zu stören. Ich würde ihm sehr gerne sagen, was es mir bedeutet, dass ic...

Dankbarkeit

 Ich bin Monsieur sehr dankbar. In den letzten Monaten hatte ich ihm oft geschrieben, dass ich den Monsieur vermisse, den ich damals kennen und lieben lernte und dass er heute so anders ist. Monsieur war mit der Situation auch unzufrieden und ich hatte erfolglos versucht, ihm zu helfen. Mittlerweile hat er eine 180 Grad Wende vollbracht und ist wieder der fürsorgliche, angenehme und liebenswerte Mensch, den ich so vermisst habe. Er umsorgt mich, ist für mich da und schaut, dass es mir gut geht, was ich zuvor eher einseitig von meiner Position heraus empfunden hatte. Es sind die Kleinigkeiten, die so gut tun, zum Beispiel, als es mir Freitag nicht gut ging und er meinte, dass wir morgen zu Boesner (Kunstbedarfladen mit allem was man sich nur vorstellen kann!) fahren können und das taten wir dann auch. AM Eingang schnappte ich mir ein kleines Körbchen, denn eigentlich brauchte ich nur eine Farbe und zog los.  Monsieur zieht es eher zu den Büchern und so streunern wir alleine her...

Weltschmerz

 Ist es nicht toll, dass die deutsche Sprache für alles ein Wort hat? Weltschmerz ist, was mich im Moment plagt und gefühlt Monsieur auch. Es passiert so vieles da draußen und nur das Wenigste davon ist positiv, umso wichtiger ist, dass man es sich daheim schön macht. Mir fällt immer mehr auf, wie sehr ich runter fahre, entspanne, Ruhe suche und wieder ein eigenständiger (nicht im Machtgefälle betrachtet) Mensch werde. So sehr, wie mich die letzten Jahre schlauchten und beanspruchten, so dass nahezu permanent Notstand in mir herrschte, so sehr genieße ich es nun, einfach Ruhe zu haben.  Jahre, in denen ich als Mutter zusätzlich für meine Gesundheit und mehr kämpfen musste und all das was zuvor passiert war, man funktioniert nur noch, ist im Überlebensmodus und selbst in den kleinen Pausen hat man keine Gelegenheit um wieder runterzufahren. Jetzt ist sie aber da, die Zeit, in der ich endlich Frieden und Ruhe finden kann. Und ja, das wird noch einige Zeit beanspruchen, immerhin ...

Schlafzimmer

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  Monsieur hat die Mango-Monde (Lampe links im Bild, rechts nicht im Bild) nun durch einen Sonnenuntergang-Spiegel ergänzt und ich finde, dass es ganz wundervoll aussieht! Auch im Bild ist unsere Katze und natürlich Christian Grey Bear, natürlich stilsicher mit Anzug und Gerte. Monsieur macht sich das Schlafzimmer schön und darüber hinaus auch den restlichen Bereich, soweit er es veränderungswürdig findet. Lustig ist sein Stil, lieber schwarz und weiß (sogar die Katze passt in sein Schema), gerne auch Grautöne und mein Zimmer ist der totale Kontrast, alles möglichst passend, jedoch bunt und fröhlich. Wobei Monsieur sich sehr gerne in meinem Zimmer aufhält und betont, dass er sehr mag, was ich daraus gemacht habe.  "Mein Zimmer" müsste man in Anführungszeichen schreiben, da es sich nicht um meinen Besitz handelt, sondern das Zimmer ist, das Monsieur mir zugesteht. Genau so drückte er es aus. Jedenfalls finde ich es wunderbar, dass er nun von den eintönigen Nichtfarben etwas a...

Besser machen

 Um kurz auf meinen letzten Eintrag zurückzukommen: Zwar konnte ich meinen kleinen Vorfall nicht ungeschehen machen, allerdings habe ich mir vorgenommen, das nächste Mal anders zu reagieren und ebenso wichtig, weil ich nichts rückgängig machen kann, habe ich mir in den nächsten Tagen noch mehr Mühe gegeben eine gute Sklavin zu sein.  Monsieur möchte in der Realität ab und an eine Ansprache, findet es allerdings zu umständlich und sperrig, wenn man bei jeder kleinen Antwort, ein Monsieur dran hängen muss. Da bin ich voll bei ihm, denn früher hatte ich bei meinem Ex-Herrn die permanente Regel, bei ja und nein und anderen kurzen Antworten immer „mein Herr“ dranzuhängen, was zur Folge hatte, dass es echt bescheuert klingt, wenn man mehrfach hintereinander antworten muss und mich dazu brachte, statt dessen meine Antwort künstlich zu verlängern, damit ich mir nicht ganz so grenzdebil vorkam. Leider ist das Gespräch dann nicht mehr in einem natürlichen Fluss und ich konzentrierte mic...

Missgeschick und Gedankenkarusell

 Gestern ist mir da was passiert... Keine Glanzleistung... Ja, gestern war Valentinstag und nein, der ist nicht so "Fifty Shades of Grey" mäßig unter dem Motto: "Heute bekommst Du 50 Hiebe mit den 50 Dornenrosen, die ich Dir schenke!" Wenn man TPE lebt und der Herr sich immer seine 50 Hiebe, mit was auch immer, holen kann, ist das relativ uninteressant, zumal Monsieur weiß, dass ich Tischleichen Schnittblumen nicht mag. Ich schaue Pflanzen ungerne beim Sterben zu, also lieber eine Topfpflanze, die ein paar Tage länger lebt, jedenfalls bei mir und meinem braunen Daumen. Nein, wir halten es eher traditionell, indem wir ein Geschenk vom Herzen besorgen, uns Gedanken zum Anderen machen und ich koche ihm zum Beispiel etwas Besonderes.  Dementsprechend müde und k.o. lag ich im Bett, hatte die Gute-Nacht-Kette am Halsband angeschlossen und war gedanklich bereits am Abschalten. Wir schlafen in Löffelchenstellung und Monsieur liegt ganz nah an mir dran, seinen Kopf neben me...

Kein guter Tag, oder doch?

 Gestern konnte Monsieur einem wirklich leid tun. Er musste früh aus dem Bett, dann in unbequeme Kleidung schlüpfen und zu mehreren Terminen, einen sehr unangenehmen unter anderem. Dann war seine Laune dementsprechend nachmittags und er wollte sich mit den goldenen Brücken belohnen, also durfte er im Auto warten und ich besorgte sein Wunschessen. Gerade als ich an den Pommes herum mümmelte, sah ich zu Monsieur rüber und war wirklich überrascht, als ich das Dilemma erkannte. Seine Soße war ihm aus der Hand gerutscht, beim Versuch sie irgendwie abzufangen, hatte er seine Pommespackung durchs Auto geschleudert und saß nun da, mit den Händen und seinem Pulli voller Soße und um uns herum lagen die Pommes verteilt. Wir bekamen einen Instant-Lachflash! Ich bin froh, dass wir immer Servietten in Mengen und Desinfektionsmittel, im Auto haben und so konnte er sich grob reinigen und ging dann rein, um sich die Hände zu waschen. Auf dem Weg wurde er von einem Mitarbeiter angesprochen, wir müss...