Sonntag, 15. September 2019

Das Leben...

... meint es gut mit uns und wir sehen es nicht unbedingt immer.






Die Sonne scheint, es ist tolles Wetter :)
Später gehen wir spazieren, essen vielleicht ein Eis, lesen ein wenig, haben Ruhe, Entspannung :)


Mein Herr hat neue Manschetten gekauft, die sind bequemer als die bloße Kette um den Fuß zu haben.
Er macht an den Armen nun gerne eine kürzere Kette fest und die übliche an die Beinmanschette :)

Im Moment läuft alles routiniert, vielleicht zu routiniert, denn er fragt zum Beispiel nicht einmal mehr, ob ich zu viel Toilettenpapier benutzt habe, wobei ich ja so artig bin und mich trotzdem daran halte.
Auch hasse ich es alleine zu frühstücken, dennoch war er letztens früh los zur Arbeit und ich aß alleine, was ich früher nicht unbedingt gemacht habe.

Gute Erziehung?

Eher guter Wille meinerseits, denn seine Ansprüche artikuliert er irgendwie nach wie vor nicht, obwohl ich ihm mehrfach sagte, ich würde mich darüber freuen.

Letztens telefonierte ich mit einem befreundeten Herrn und dabei fiel uns auf, mein Herr sagt nicht: "Das Essen hat dann und dann auf dem Tisch zu stehen!" sondern es kommt von mir, ich sage: "Oh, dann kommst Du Heim? Gut, dann wird das Essen fertig sein."
Und das zieht sich quasi als roter Faden durch.

Ist das nun gut oder schlecht?

Es zeigt, dass ich versuche auf meinen Herrn zu achten, seine Bedürfnisse zu befriedigen und perfekt für ihn zu sein.
Keine Ansprüche haben, lässt mich danach streben genug zu tun, damit sie, die mir vollkommen unbekannten Ansprüche, erfüllt werden und dabei neige ich dazu, mich zu übernehmen, was nicht gut ist.

Klar habe ich gewisse Regeln, recht wenige, an die ich mich halte (festhalte), aber darüber hinaus?

Es ist irgendwie ein wenig stagniert, zu ruhig für meinen Geschmack, kein runter gedrückt werden, auf dem Boden liegen, sondern ein gemütliches herum gammeln und chillen, gefühlsmäßig jedenfalls. Körperlich bin ich viel am machen, damit er sich wohl fühlen kann.

Dann sagt er zwar zwischendurch, es sei zu viel, ich bräuchte mehr Ruhe, aber er gibt sie mir nicht, fordert sie nicht, zwingt mich nicht.

Es ist ein wenig öde, wenn man gibt, gibt, gibt, aber nichts verlangt wird, nichts gefordert. Man hat das Gefühl, es sei zum einen nie genug, zum anderen erreicht man nichts.

Es ist schön sich freiwillig hinzuknien (was ich weiter verfolge und aktiv von mir aus mache, da auch das irgendwie selten eingefordert wird), aber nochmal etwas anderes, wenn man die Aufforderung dazu bekommt und weiss, er möchte es, wie man es selber auch möchte.


Ich komme mir vor, wie ein Süchtling, der ab und zu  ein wenig Methadon bekommt.

Einseitige Leidenschaft an DS?

Mir fehlt es, mal wieder, gemeinsam auf die Kacke zu hauen und irgendwas verrücktes zu machen, etwas zu erleben, auszuleben.

Man zieht zusammen, um keine Brüche im DS mehr haben zu müssen und dann verschluckt einen der Alltag und man versumpft im Stino Leben :(

Außer den Manschetten kaufte er ein neues Schlagwerkzeug, irgendwann die Tage mache ich ein Bild davon, jedenfalls hat er sie nicht ein mal eingesetzt. Warum?

Ich darf bei ihm im Bett schlafen, unter anderem um seinen Schwanz an meinem warmen Arsch reiben zu können, aber wir wachen wie in einer normalen Partnerschaft auf, nur die Manschetten und Ketten trennen es noch. Wie so ein kleiner Rettungsanker der zeigen soll, dass eben doch noch etwas da ist?

Irgendwann war es noch etwas Besonderes, wenn ich kniete.

Ich verhungere wieder, dabei wollte ich einen schönen Tagebucheintrag schreiben.

Nun bin ich traurig und sehe nur was mir fehlt.

ich stricke mal an seinem Schal weiter und versuche schönere Gedanken zu finden...



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