Mittwoch, 25. September 2019

Züchtigung





Mein Herr schlägt mich häufig, züchtigt mich aber selten.


Er ist sadistisch und genießt meinen Schmerz mit allen Sinnen, jedoch straft er mich selten, da es ehrlich gesagt auch nicht so oft einen Anlass gibt.


Gestern war es hingegen mal wieder so weit.
Ich durfte/sollte mit meinem Freund, der auch ein Dom ist, telefonieren. Meinem Herrn ist wichtig, dass ich soziale Kontakte pflege. Mein Herr selber musste noch auswärts arbeiten und so ging ich telefonierend, spazierend heim und bemerkte beim Gespräch, was mir alles fehlt und empfand es so, dass alles was ich so als Sklavin mache, verpufft und nicht bemerkt wird. Dass mir alles wieder zu soft und weich und flauschig ist und nein, ich empfinde dann keine Dankbarkeit, sondern es stört mich. Ich bin eher so Fraktion Aschenputtel, nicht Prinzessin.

Also blieb ich kurz vor unserem Zuhause hängen, setzte mich auf ein Mäuerchen und telefonierte weiter, statt zuhause zu kochen und seine Rückkehr vorzubereiten.

Dann ging ich auch noch weiter und ignorierte seinen Anruf, wobei der Herr am Telefon vollstes Verständnis hat, wenn ich sage: "Oh, mein Herr ruft gerade an." er hätte sofort das Gespräch beendet, aber statt dessen sagte ich nichts und ignorierte den Anruf.

Als mein Herr dann zuhause meine Abwesenheit bemerkte, schaute er wo ich mich gerade herum treibe (was machte man früher ohne GPS?) und stand vor mir, sauer, mit ganz schrecklicher Laune.

Wir gingen heim und noch vor der Haustüre drückte er mich auf den Boden und schimpfte mich aus, was mir einfallen würde, warum ich das täte, was das solle.

Ich erklärte ihm auch, mir fehlt einfach zu viel! Ich habe kaum Struktur, kaum Halt, kaum Regeln, kaum irgendwas!
Dann gingen wir hoch und dort ließ er mich nicht in meine Ecke, sondern drückte mich abermals auf den Boden und diskutierte weiter mit mir und gab mir Recht, es sei wirklich zu bequem und er wird mir manches wieder wegnehmen.

Die Nacht verbrachte ich angekettet in meinem Hundebett und heute morgen bekam ich meine Strafe.

Bei Kleinigkeiten, wo ich extra nur ein wenig herumgestänkert habe, bekomme ich auch kleine lustige Strafen, wie zb einen Film schauen, den ich hasse, Musik hören, die ich nicht ausstehen kann und ähnliches.

Diesmal hatte ich es aber übertrieben und so bekam ich die Stahlgerte zu spüren.

Man merkt genau den Unterschied, ob man geschlagen wird aus Lust heraus, zum Lustgewinn, oder als Strafe. Es ist schwer in Worte zu fassen.

Wenn es ihm Lust bereitet, kann ich wenigstens etwas positives daraus ziehen und seine Lust steckt mich an, aber Strafe ist härter, ich werde nicht wirklich berührt dabei, obwohl es mir sehr wichtig ist, dass man mich berührt, Hautkontakt dabei hält und man merkt, es macht meinem Herrn auch nicht so recht Freude, auch wenn er es für notwendig hält.

Zusätzlich bekam ich einige Hiebe, weil ich mich heute morgen ungefragt aufs Sofa gelegt hatte und eingeschlafen bin. Alarmiert von meinem Schnarchen, kam er nachsehen und deckte mich sogar zu, was ich ihm als Schwäche auslegen wollte, wobei er mich korrigierte und erklärte, ich sei nunmal müde und brauche meinen Schlaf, später bekomme ich meine Strafe.

Die bestand eben aus mehr Hieben.

Ich bin nicht maso, egal wie oder warum er mich schlägt, es macht mir keinen Spaß, es tut einfach scheiße weh und wenn ich dann keinen Körperkontakt bekomme und seine miese Laune spüre, ist es wirklich viel schlimmer, aber es gibt einem auch eine Grenze, eine Konsequenz, die mich nährt, gut tut und wichtig ist.

Ich brauche Grenzen, ich brauche Struktur um Halt zu haben, um mich wohlfühlen zu können, somit bin ich ihm dankbar dafür und ehrlich gesagt, so hart schlug er auch nicht.

Es war ein wichtiger Moment, in dem ich meinen Platz zurück bekam und mir quasi verdeutlich wurde, wo ich stehe, was meine Aufgabe ist, wem ich gehöre und was in meinem Leben die höchste Priorität hat.



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