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tödlicher Alltag

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Man muss sich im Alltag auch Mühe geben, damit er einen nicht einholt und auffrisst und nichts mehr von einem übrig bleibt, als eine muffige Hülle, die zwar ihre Arbeit verrichtet, jedoch nicht lebt. Deshalb versuche ich regelmäßig unseren Alltag schöner zu gestalten. Mal ist es etwas besonderes beim Frühstück, mal ein schöner Ausflug, mal eine besondere Geste in der Öffentlichkeit, mal ein kleines Geschenk, mal besonders liebe Worte. Man muss bewusst an die schönen Dinge des Lebens denken, damit man nicht unter geht. Wie der Alltag zuschlägt, wurde mir gestern mal wieder bewusst. Mein Herr hatte mir immer den selben Tee zum Frühstück verordnet und immer das selbe Duschgel und daran halte ich mich auch artig und deshalb fällt es nicht auf. Es bleibt unkommentiert, ungelobt, ungesehen, jedenfalls fühlt es sich so an und obwohl ich ganz brav bin, bekomme ich nicht noch ein paar Regeln hinzu und muss mit denen auskommen, die ich habe. Nicht schwer, easy, ein Kinderspiel. ...

Mein Platz, in meinem Kopf

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Mein Platz, zu den Füßen meines Herrn, ganz angekommen und für ihn vollkommen verfügbar. Diesen Platz im Kopf immer mit mir zu tragen, ist meine Aufgabe und bedarf noch einiger Übung. Mein Platz ist nach wie vor noch so fragil, als dass er oft wenige Momente, nachdem ich ihn körperlich verlassen habe, in meinem Kopf ebenso entschwunden ist. Wenn es nach mir ginge, aber es geht nicht nach mir und das habe ich zu akzeptieren und zu ertragen, deshalb brauche ich es nicht zu wiederholen, denn ich sagte und schrieb es bereits so oft. Heute waren wir ein wenig spazieren, Bücher stöbern und Tee trinken. Eigentlich wollte ich in Ruhe, einen schönen Moment nutzen und meine ungenutzte Sklavinnenseite ansprechen, jedoch kam ich nicht einmal weit, weil mir nichts neues dazu einfiel und mein Herr sagte sehr betont, ich solle mal nachsehen, ob seine Schuhe offen seien. Da ich nicht genau wußte, was er von mir wollte, senkte ich meinen Kopf unter den den Tisch und schaute sehr offe...

Leeres Halsband

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Genau so leer wie das Halsband ist, fühle ich mich auch. In den letzten Tagen war es ruhig. Morgenritual - Abendritual Dazwischen? Wenig. Alltag. Stinozeug. Gestern, ein kleiner Lichtblick: "Komm wir gehen spazieren, ich nehme die Leine mit." die dann in der Tasche blieb. Wieder alleine mit den Gedanken, dass ich mehr will als er, mehr brauche und mich alles im Moment so runter zieht. Wenn er dann etwas fordert, ist da direkter Widerwille in mir, weil wir uns auf der Beziehungsebene nicht verstehen. Wenn ich den Menschen nicht mag, wie soll ich ihm dienen? Ich darf nicht ich sein, weil er mich dann nicht mag. Witzle ich herum, mache Scherze, habe gute Laune, fühlt er sich angegriffen und wir streiten. Hat er gute Laune, reicht ein Wort, was ich anders meinte, bei ihm aber so ankam, hat er scheiß Laune und sagt, ich hätte sie ihm extra verhagelt. Was hätte ich davon? Und wenn die gute Laune echt war, wie kann ein falsches Wort sie zerstören? Dan...

Wie lockt man ein (eingeschnapptes) Tierchen?

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Ja, das ist manchmal nicht so einfach; da hat das kleine Wesen sich in eine Baumhöhle verkrochen und steckt nur gelegentlich misstrauisch die Schnauze heraus, um zu schnüffeln und zu sehen, woher der Wind weht… Langsam und bedächtig muss man vorgehen – etwas, das mir nicht immer leicht fällt, vor allen, wenn die Emotionen hochkochen. (Und bei einem Streit ist das nicht selten der Fall.) Aber anders gibt es kein Herankommen ans Tierchen, das sonst kratzt und beißt (wie ich schmerzvoll erfahren habe). Druck erzeugt Gegendruck, Raum geben eröffnet den Raum, in dem man dann handeln kann. Nicht einfach, wenn sich sorgt – achtet das Tierchen genug auf sich? – und gleichzeitig Wut verspürt (“Ich bin doch im Recht!”). Im Recht wähnt sich aber auch das Tierchen, so dass man so nicht weiterkommt. Also zurück auf Anfang und den Raum neu abstecken: das Tierchen sucht seine Baumhöhle immer dann auf, wenn es den gesteckten Rahmen nicht empfindet, wenn es seinen “Platz nicht sp...

Einsamer Tag

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Da mein Herr heute morgen extrem früh raus musste und sich bis abends nicht melden kann, habe ich einen wundervollen Tagesplan bekommen, der schon zu Anfang besticht, indem dort steht: "Da ich den ganzen Tag auf einer Geschäftsreise weilen werde, kann ich dir nur selten direkte Rückmeldung geben. Deshalb schon einmal hier: ich sehe, was du leistest, und deine Demut und dein Fleiß erfüllen mich mit Stolz.  Danke, dass du dich mir geschenkt hast." Das lässt mein Herz schneller schlagen und macht mich so stolz und froh! So kann man den Tag gut beginnen :) Mein Herr weckte mich zu einer gottlosen Stunde, das Morgenritual fiel aus und wurde ersetzt durch die Verabschiedung, wobei die Geste die selbe ist, denn ich knie dann auch vor ihm, Stirn auf dem Boden bzw seinem Fuß, wie er es möchte.  Das letzte was er sieht, wenn er raus geht, soll seine brave, kniende Sklavin sein :) Danach schlüpfte ich wieder ins Bettchen, stellte meinen Wecker etwas früher, als dem Moment, a...

Rituale

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Unser Morgenritual. Er sitzt auf der Bettkankte, ich knie so vor ihm, oder wenn er es wünscht, wende ich mich, so dass er einen freien Blick auf meinen Hintern hat, je nachdem. Es tut gut, denn so spüre ich direkt nach dem Aufstehen bereits meinen Platz. Er löst die Ketten, ich knie mich so vor ihm nieder, er schaut auf mich herunter, streift durch mein Haar, oder greift es fest. Manchmal schiebt er mir seinen Fuß unter den Kopf, manchmal seine Hand, erwartet dann einen Kuss und bekommt ihn umgehend. Immer redet er dabei mit mir, sagt, dass ihm gefällt was er sieht, bespricht wie der Tag gleich weiter gehen wird, oder erwähnt Vergehen, die noch abgestraft werden müssen. Ich genieße dabei die Ruhe, die in mich kehrt und entspanne. So könnte ich ewig knien. Meistens endet es allzu früh und der Alltag beginnt. Der Alltag ist wohl für jede Sklavin schwierig, denn man verliert zu schnell den Platz aus den Augen, also kann sich glücklich schätzen, wer dann Corner Time bekommt...

Verfluchtes Mantra

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Ich schreibe wieder täglich mein Mantra, gerne auch unterwegs, wenn ich alleine bin, da es Sicherheit und Halt schenkt und mich an meinen Platz erinnert. Eigentlich ist es eine egoistische Sache, denn mein Herr hat es nicht verlangt und ich schreibe es freiwillig, also mache ich es genau genommen für mich selber, siehe auch die Punkte oben, warum ich es gerne mache und diese egoistischen Gedanken sind es, die mir das Mantra verleiten und nicht mehr schön anfühlen lassen, zumal ich es abends meinem Herrn zeige, ihm zeigen möchte, dass ich an ihn dachte, das mir der Sinn des Mantras und vor allem der Inhalt sehr wichtig ist und er liest es und fühlt sich unzulänglich und freut sich nicht, es stimmt ihn zunehmend traurig, als läge ein Fluch auf dem Mantra :( Nun muss ich überdenken, wie ich damit umgehe und ob ich es nicht besser einfach ablegen sollte. Gestern waren wir ein wenig shoppen und Tee trinken und im Thalia saß mein Herr in einem Sessel, zeigte neben sich und ich ...