Dienstag, 23. Juni 2020

Der Fokus ist so wichtig

Mein Herr hat im Moment viel zu tun, kein Wunder, da sich durch Corona so einiges aufgestaut hatte.

Er ist viel unterwegs und hinterlässt mir dann süße Zettel, mal mit Plan, mal ohne und ich freue mich immer so sehr über seine warmen Worte und lese sie nochmal und nochmal und nochmal :)


Wenn man nicht aufpasst, hinterlassen die Ketten nicht nur Spuren im Kopf



Wenn er früh raus muss, löst er die Ketten ganz leise und vorsichtig, damit ich weiter schlafen kann. Einerseits freut mich seine Fürsorge, andererseits fehlt es mir, zum Abschied, vor ihm gekniet zu haben, aber das ist nicht meine Entscheidung und so versuche ich mich auf die Freude seiner Sorgsamkeit zu konzentrieren.

Manchmal nimmt er mich mit, manchmal nicht und dann versuche ich alles besonders schön für seine Ankunft zu machen, so dass er gestreßt und müde nach Hause kommen kann und nichts machen muß, außer sich aufs Sofa werfen und zu erzählen, was ihm auf dem Herzen liegt. Ich frage dann, ob er etwas kaltes Trinken möchte, oder lieber einen Kaffee, oder ob er bereits Hunger hat und versorge ihn dann.
Das ist mir sehr wichtig.
Wenn ich nicht genau weiß wann er ankommen wird, habe ich immer das Fenster offen und lausche nebenher, ob sein Auto vorfährt und wenn irgendwas mit Motor angekommen ist und die Türen zuschlägt, flitze ich kurz nachsehen, um entweder enttäuscht meiner Arbeit nachzugehen, oder mich schnell in den Flur zu knien und ungeduldig zu warten.
An seinen Schritten kann man oft schon hören, wie es ihm geht. Sind sie eher schleppend und stampfend, dann hat er keine so gute Laune, oder sanfter, schneller, dann war sein Tag gut. So oder so, schließt er seine Türe auf, freut er sich den Kater und mich zu sehen und streichelt uns ausgiebig.

Manchmal darf ich seine Schuhe ausziehen, meistens jedoch macht er es automatisch selber, während er schon los sprudelt, was ihm so passiert ist.

Gerade während Zeiten, in denen er viel unterwegs sein muss, mache ich viel im Hintergrund, um ihn zu entlasten und seinen Tag schöner zu gestalten.
Ich finde, im Bett devot zu sein ist einfach, allerdings unterscheid sich eine gute Sklavin doch eher davon (aus meiner Sicht), wie sie im Alltag funktioniert. Ob sie ihren Herrn da unterstützt und seine Bedürfnisse, möglichst unauffällig befriedigt.

So gesehen ist den ganzen Tag mein Kopf damit beschäftigt, zu schauen, was ich für meinen Herrn tun kann, was erledigt werden muss und was er brauchen könnte.

Wenn er, mein Kopf, damit nicht beschäftigt ist, weil alles getan wurde, versuche ich mich zu bilden, denn auch das ist meinem Herrn sehr wichtig.
Ich lerne französisch, weil er mich gerne damit anspricht. Oder ich bilde mich anderweitig weiter und freue mich immer, wenn er meine breit gefächerte Neugierde anspricht.

Allgemein halte ich mich lieber im Hintergrund und ziehe dort meine Fäden, so dass es jedem möglichst gut geht und alles hat was er braucht und noch ein wenig mehr.

Mein Herr dankt es mir auch, indem er z.B. einen Wellness Friseurtermin für mich machte. Dann bekomme ich eine Kur für die Haare, Haarwäsche mit Kopfmassage und einen frischen Schnitt, bzw. werden nur die Spitzen geschnitten, weil er wieder lange Haare an mir sehen möchte.

Als wir uns kennen gelernt hatte, hatte ich lange Haare und einen Undercut mit einrasiertem Mandala. Wenn ich nicht wollte, dass es jemand sieht, ließ ich die Haare einfach darüber fallen, wenn doch, dann steckte ich sie mir hoch :)

Ich fand es damals wunderschön!
Mein Herr leider nicht. Er sagte, ich solle es herauswachsen lassen.

Kurz darauf fragte ich, ob ich mal wieder (das mache ich alle Jubeljahre) meine Haare kurz tragen soll, also Schulterlänge und ein wenig weniger und er wollte es und war dann auch begeistert. Ich bin immer etwas hin und her gerissen. Beides hat Vor- und Nachteile.
Morgen jedenfalls soll ich nur die Spitzen schneiden lassen, denn er möchte sie wieder lang sehen :)




Am Wochenende passierte in meinem Kopf etwas recht faszinierendes.
Wir hatten ordentlich Spaß im Bett und mein Herr ließ mich extra vorher zwei mal kommen, damit ich ordentlich durchblutet bin, wie er sagt und schlug mich dann mal mit der Hand, mal mit Mr. Slapper (der ein Paddel ist) zwischen die Beine, die ich weit gespreizt haben musste.
Ich werde nicht angekettet oder fixiert, wenn ich geschlagen werde, ich halte so möglichst still und befolge seine Anweisungen und diesmal schlug er sogar härter zu, so dass ich über den Tag verteilt noch etwas davon hatte und es tat natürlich schrecklich weh und nein, nach wie vor ist es einfach nur Schmerz für mich, kein bisschen Lust, kein Bisschen Erregung, im Gegenteil, ich werde dann ungeil und trocken und hasse es. Also er schlug wie gesagt zu und ich musste meine Beine weit, sehr weit, so weit es geht, spreizen und hielt still.
Ich meine wirklich, ich zuckte nicht einmal!
Ich hielt sie offen, so offen wie meine kleine Seele für meinen Herrn ist und hielt einfach still, obwohl es nur fürchterlich weh tat und ich gerne geflüchtet wäre, aber statt dessen blieb ich da und konzentrierte mich alleine darauf, meine Beine genau so gespreizt zu behalten, egal was passiert.

Mein Herr lobte mich ausgiebig dafür, dabei und danach und ich war in dem Moment nicht einmal stolz, weil ich mir dachte: "Das ist doch genau meine Aufgabe. Dieser Moment zeigt doch am aller deutlichsten, dass ich diene so sehr ich nur kann."

Was war passiert?

Ich hatte mich dieses mal nicht auf den Gedanken eingelassen, dass ich es hasse und so gerne gerade etwas anderes machen würde.
Ich hatte nicht nachgedacht, wie schlimm ich es eigentlich finde und wie weh es tut.

Statt dessen hatte ich mich lediglich darauf konzentriert, dass ich mich genau an seine Anweisungen halte und dass ich möglichst perfekt für ihn und seine Lust bin.

Ich hatte all die Male zuvor den falschen Fokus und es war mir nicht einmal bewusst.

Ich meine, ich wurde davor auch schon geschlagen, auch schon mal zwischen die Beine (ja, nur von einem und dem wäre ich fast ins Gesicht gesprungen dafür, statt dessen riss ich mich zusammen und er sagte schlug weiter und meinte: "Geiler Blick! Man sieht Dir an, dass Du gerade etwas anderes tun wollen würdest, aber statt dessen bleibst Du still und schaust mich so an."), aber dann betraf es eher den Hintern und Rücken, minimal vielleicht auch die Brüste, aber zwischen die Beine...

Der größte Unterschied, natürlich außer dem Schmerz selber, ist wie ich finde, dass man sich automatisch versuchen will zu schützen.

Mag ja Gewohnheit sein, dass ich beim Popo oder so kaum das Bedürfnis habe, aber bei meiner intimsten und empfindlichsten Stelle, da ist dieser permanente Impuls der mir sagt, ich solle schnell irgendwas machen, nur damit da nichts dran kommt.

Das beginnt doch eh schon, wenn man die Beine spreizen muss, oder?
Es ist ein riesiger Unterschied, ob ich meinen Hintern herausstrecken soll, oder die Beine weit spreizen. Geht es nur mir so?

Arsch präsentieren, super easy, kein Thema.
Beine weit spreizen, oha, ich will mich schützen.

Aber gut, ich hatte also diesen Fokuswandel und vielleicht schlug mein Herr deshalb härter zu und ließ sich mehr Zeit und so im Nachhinein betrachtet bin ich ja auch stolz auf mich, aber nicht allzu sehr, eher bin ich stolz auf die Veränderung, weil es wie ein Zahnrad ist, dass nun eingerastet ist und sich richtig anfühlt. Nun denke ich mir, wenn er es wieder tun wird, wird es nicht nur einfacher sein, sondern sich besser anfühlen im Kopf, weil ich den korrekten Fokus habe und das freut mich und macht mich stolz :)

Naja, nicht missverstehen, DAS freut mich, nicht dass ich mich darauf freue!
Darauf freuen hmm werde ich wohl nie. Eher auf die Lust, die ich meinem Herrn damit bereite, aber sonst... also hmm brauchen tue ich das wirklich nicht, aber ich mache es gerne für ihn und nun mit noch etwas mehr Hingabe und komplett ohne Widerwillen :)



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