Freitag, 19. Juni 2020

Natur genießen




Gestern und heute waren wir spazieren.
Einfach mal die Seele baumeln lassen, die Natur genießen und frische Luft tanken.

Ich finde, wenn man im Wald ist, das ganze Grün um einen herum hat, dann entspannt man und erholt sich automatisch. Ein schönes Gefühl.

Mein Herr weiß wie ich empfinde und geht deshalb gerne mit mir raus, fährt mich mal zum einen Wanderweg, mal zum anderen Wald und freut sich, wenn ich kleine Käfer "rette" oder winzige Frösche finde.

Treffen wir Hunde, fragt er z.B. was für eine Rasse es war und freut sich, wenn ich ihm eine ausführliche Antwort geben kann.

Gestern waren wir im Wald unterwegs, teilweise auch mit der Leine am Halsband und ich durfte auf der Autobahnbrücke verweilen, den Autos winken und das Wetter genießen.
Das klingt vielleicht einfältig, jedoch sind die einfachen Dinge oft die Besten und wer mal selber auf so einer Brücke stand und erlebt, wie es sich anfühlt, wenn Fremde winken, Lichthupe geben oder LKWs hupen, der weiß was ich meine, denn es macht nunmal Spaß :)

Heute hingegen waren wir auf "meiner" Wiese. Die besuche ich nunmehr fast 3,5 Jahre und dort passieren oft kuriose Dinge.

Man muss wissen, dort sind (wußte ich vorher gar nicht!) immer ein paar Nudisten im Gebüsch und unter den Bäumen, die sich sonnen und ihre Ruhe wollen.

Wenn man ins Unterholz geht, weiter weg von den Nackedeis und vom Pfad, dann dauert es trotzdem nicht lang, bis einer hinterher kommt.

Wenn man auf dem Parkplatz vor der Wiese herum steht, dann scharwenzelt schon mal einer ums Auto herum, was eigentlich seltsam ist, denn es sind wirklich Nudisten, keine Swinger dort und die, die nackt sind, sind nicht die, die einen verfolgen oder das Auto beobachten.

Passiert ist bisher nichts, unwohl wurde mir hingegen ein paar Mal, z.B. als wir von drei Leuten aus zwei verschiedenen Richtungen verfolgt wurden, aber dann huscht man schnell zum Auto und ist weg.

Heute gingen wir also wieder spazieren und mein Herr führte mich an der Leine, ich artig einen Schritt hinter ihm und wir plauderten, als uns weiter weg ein Mann auffiel, der immer wieder in unsere Richtung schaute.
Ok, verstehe ich ja auch, wenn man wen mit Leine sieht, aber dann drehte er um und kam uns entgegen, lief glotzend an uns vorbei, auch noch hmm gerade so verständlich.

Wir liefen ein U und bei der Rückrunde hat er uns den Weg abgeschnitten und stand am Wegrand und gaffte uns an und lief ein Stück hinter uns her, aber ließ dann immer mehr Abstand.





Offen gesagt verstehe ich das dann weniger. Wenn ich jemanden interessant finde, dann schaue ich, in Ordnung, aber das immer wieder schauen, dann hinterher laufen muss nicht sein, denke ich.

Einmal sprach uns jemand an, ob er mitmachen darf und mein Herr sagte: "Es gibt nichts zum Mitmachen." und der andere murmelte was wie ok und ging weiter.
Fand ich auch nicht schlimm, nur wenn man Leuten den Weg abschneidet und dann verfolgt, sollte man doch von sich aus wissen, dass dies unangenehm wirken kann.

Naja, mir macht es weniger aus, ich bin immer nur froh, wenn nichts passiert und versuche derweil die Natur zu genießen und zu entspannen :)

An der Leine geführt werden ist ja immer etwas sehr schönes, wie ich finde :)

Ich bin meinem Herrn sehr dankbar für diese Ausflüge und dass er so an mich denkt und aufmerksam ist und weiß, wann ich es wieder nötig habe.
Merci beaucoup, Monsieur!



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