Donnerstag, 9. Januar 2020

Flauschesocken

Mein Herr schrieb letztens irgendwo: "Ich mag meine Sklavin am Liebsten in einem XXL Hoodie, mit langen Flauschesocken."







Da blühte mein Herz auf. Ich mag mich auch gerne im XXL Hoodie, mit Flauschesocken an den Füßen, ansonsten nackelig, greifbar, berührbar, verfügbar :)

Andere Sätze hingegen sind dann zweideutig und eine gute Sklavin würde wohl eher das Beste von ihrem Herrn denken und die positive Seite der zwei Blickwinkel wählen und da bin ich sehr schlecht drin, leider.

Beispiel von gestern. Ich stand auf, er löste meine Ketten. In der Nacht hatte ich eine zwischen den Händen, eine vom Bett zum Halsband, beide verbunden am Halsband. Nachts war ich unendlich oft aufgewacht vom Kettenklimpern und keine Ahnung, denn bewegen konnte ich mich genug. Also er löste sie, machte die Manschetten an den Händen ab, damit ich mich ordentlich waschen konnte usw, die an den Beinen ließ er dran.

Wir frühstückten, machten uns fertig und dabei beeilte ich mich, ja schnell meine Leggins und Stulpen über die Manschetten zu ziehen, damit er sie vergißt und nicht ab macht :)

Er musste arbeiten, ich Sachen erledigen und auf der Heimfahrt fragte ich (hätte ich mir verkneifen sollen, aber scheiß Neugierde...), ob er sie extra dran gelassen hatte, oder sie womöglich vergessen hatte? Er erklärte, er habe sie anfangs vergessen, beim Anziehen gesehen, aber gedacht, es ist einerlei.
Nun, an diesem Punkt, könnte ich denken: "Ach, " wow, selbst jetzt beim Schreiben fällt mir die positive Form kaum ein. "Ach, er mag sie und ließ sie deshalb dran." aber dann hätte er doch sowas gesagt und nicht eine Form von Egal gewählt? Einerlei, egal, unwichtig, uninteressant? Genau DAS hörte ich nämlich. Es ist ihm egal gewesen. Nichts positives wie: "finde ich schön" oder "mag ich an Dir sehen" oder "erinnert Dich an Deinen Status" oder  ach was weiß ich. Nein, es klang nach egal und das verletzte mich sehr. Dieses Gefühl, etwas das mir wichtig ist, ist ihm unwichtig. Keine schöne Emotion. Was einem selber wichtig ist, soll doch bitte irgendwie dem Partner auch wichtig sein, richtig? So etwas sagte er abgeschwächt mal zu mir. Dinge die ihm wichtig sind, sind mir nicht wichtig. Stimmt nicht, sie sind mir dadurch wichtig, dass sie ihm wichtig sind, nur haben sie dennoch nicht den selben Stellenwert, wie für ihn. Es ist wie wenn man ein Bild selber malt und stolz ist, oder es toll findet, beim Betrachten. Ihm gehört die Emotion, ich betrachte sie und es ist wie eine Kopie seiner Emotion, aber nicht die originale Emotion.

Ach egal, ich schweife ab!

Er korrigierte mich direkt und sagte, es sei ihm sehr wohl nicht unwichtig oder egal und ich hätte ihn missverstanden. Immer dieses Missverstehen! Hätte er, als es ihm zuhause aufgefallen war, etwas dazu gesagt, etwas schlichtes von mir aus, wie z.B.: "Ich lasse die Manschetten dran, weil...." dann hätte es doch den ganzen Tag über einen anderen Stellenwert gehabt.

Ich finde, ich verbalisiere viel. Ich habe über die Jahre gelernt, mir kann keiner in den Kopf schauen, also sage ich Dinge die mich bewegen, die mich berühren, oder die mir wichtig sind, sage wie es mir geht, was mir weh tut und wenn nicht direkt, dann doch wenigstens verzögert in einem Rahmen, den ich als angenehm empfinde.

Schwierig alles...
Ich wünsche mir bitte mehr Worte, mehr Gedanken, damit ich mir keine eigenen machen muss, die eben leider negativ geprägt sind, durch meine vorherigen Herren.

Man kann doch nur ein besseres Bild bekommen und auch positive Gedanken voraussetzen, wenn man sie eingepflanzt und gepflegt, gegossen und gehegt bekommt, denke ich, denn so ist noch ganz viel Gestrüpp in meinem Kopf, was die Überhand gewinnt und alles drum herum vergiftet. Da muss man halt was Arbeit investieren, ändern und immer wieder, wieder, wieder erklären und durch das Erklären passiert wunderbares! Es zerstört altes Gestrüpp, pflanzt schöne neue Blümchen, dann kommen Gedankenbinchen dazu, vermehren die Blümchen, lassen noch mehr erblühen, dann wird alles fruchtbar, gedeiht und auf einmal wachsen Bäumchen, die bekommen Blüten und danach Früchte usw. Es wird mehr und mehr und mehr, nur muss man halt man beginnen und wenn ich diesen Garten anpflanzen würde, dann würde es nichts bringen, weil da eben zu viel Gestrüpp ist und die Blümchen, Bäumchen und Früchte sollen ja meinen Herrn als "Schöpfer" haben, damit sie ihm zuträglich sind, helfen und nähren. Aber bisher sind kaum Samen gesät worden und wenn, dann wurde sich nicht darum gekümmert und das Gestrüpp hat ganze Arbeit geleistet.

Punkt

Pause


Lange Pause, sacken lassen, überdenken, beachten, im Kopf behalten und erst später bitte weiter lesen, mein Herr.




Gestern Abend machte ich Yoga, danach bereitete ich ein lukullisches Mahl zu, bestehend aus allerhand Kleinigkeiten, wie z.B. den Rest vom Kartoffelsalat in zwei kleinen Schalen, einen Teller mit Cherrytomaten, Minimozarellakügelchen, Zwiebelchen und Kräutern, leckeres Brot mit und ohne Frischkäse mit Fleur de Sel, Kakis, Trauben, ach da war noch mehr, jetzt auch egal, wir sind hier ja nicht bei Chefkoch. Dann huschte ich in die Dusche, rasierte mich, wusch mich, zog meinen Hoodie an und neue, jaaahaaa hab neue Flauschesocken gefunden und setzte mich auf mein Kniekissen. Neben uns auf dem Couchtisch stand das Essen, mein Herr auf dem Sofa. So schauten wir eine andere Doku über Insex.com. Offen gestanden, ich kenne mich mit so Seiten kaum aus. Ich kannte damals, als sie noch aktiv war, die Seite von SirX und ein paar Communities, aber für Pornos usw interessierte ich mich nie wirklich. Insex.com war mir also kein Begriff und im Nachhinein betrachtet, es hatte mir auch nicht gefehlt.

Die Doku war grauenhaft und kam mir persönlich eher vor, als ginge es um Vergewaltigungen. Nochmal wurde mir intensiver bewusst, ich mag DS, SM ist nicht so wirklich meins. Ich meine, ich bin ja auch nicht maso und Schmerz ist für mich Schmerz, nicht mehr, nicht weniger, einfach Aua und ich brauche es nicht. Wenn sich andere gerne quälen lassen, in Ordnung, deren Sache, jeder wie er mag! Wenn sich jemand gerne extrem quälen lässt, kein Thema, soll er bitte machen, so wie er Spaß hat, aber!!! dickes ABER!!!! wenn die Frauen so weit weggetreten sind, dass sie nichts mehr auf die Reihe bekommen, man ihnen anmerkt, sie können kein Safeword mehr sagen, obwohl sie es vielleicht wollen würden, da hört für mich der Spaß auf und da fängt für mich die Vergewaltigung an. Man merkte sehr deutlich, einige waren nicht mehr in der Lage, zu verzweifelt, zu sehr in der Situation, nicht mehr zu einem Wort fähig und immer wieder diese pure, schreiende Verzweiflung. Das nahm mich sehr mit! Bei der Kink.com Doku wurde darauf geachtet, dass genau diese Situation nicht eintritt, dass sie genug mit dem Kopf da sind, um selber zu begreifen, dass sie eine Wahl haben, eine Option auszusteigen, wenn es zu viel wird und bei Insex.com war es das glatte Gegenteil, es war nicht einmal erwünscht, dass sie dazu in der Lage sind. Ein Beispiel: Junge Frau wird gerade vorbereitet, er schlägt sie zwei mal ins Gesicht und sie bricht emotional komplett weg, weint und kann es nicht fassen. Sie hatte vorher angegeben, sie möchte nicht ins Gesicht geschlagen werden und er "hatte es vergessen" und erinnert sie dann daran, sie könne ja aufhören, aber nochmal gebucht wird sie nicht, Geld bekommt sie keins dafür usw. Eine harte Erpressung und man sieht ihr an, wie sie sich versucht zusammenzureißen, wie sie versucht irgendwie klar zu kommen und an der Stelle hätte jeder vernünftige Herr oder Dom abbrechen müssen, sie in den Arm nehmen müssen, sie aufbauen und stabilisieren müssen und was macht er? Erpresst sie weiter und macht dann auch weiter, als wäre nichts gewesen. EKELHAFT! Es gab in dem Film genug andere Beispiele, in denen Frauen teilweise auch gar nichts sagen konnte, kein Safeword sagen konnten, keine Zeigen geben konnten und zb geknebelt und gefesselt einfach nur schrieen, schrieen, als hätten sie Todesangst und nichts machen konnten und in interessierte es nicht. Es gab Frauen, die fanden es toll, ein super Erlebnis, eine extreme Sache an sich, aber so pur und intensiv! Die schwärmten dann. Aber eben auch andere, die sagten, sie wollten es eigentlich nicht, konnten aber nichts machen und ja, das Geld, darum ginge es ja auch und ja, sie waren ja auch selber schuld, denn sie sind ja hin gegangen und wollten es ja ursprünglich auch und bla, redeten sie es sich schön, wie ein Vergewaltigungsopfer, dass einen Minirock trug und sagt: "Ja, ich meine, ich war ja sehr aufreizend angezogen, klar kann dann mal sowas passieren, ich wollte es vielleicht auch selber!" Nein danke, ekelhaft, grauenhaft, schrecklich.

Mein Herr merkte, wie mich das ganze mitnimmt und knuddelte mich, streichelte mich, gab mir Wärme und hielt mich. Er fragte mehrfach, ob wir lieber aus machen sollen, aber ich erklärte, dann würde ich sie nie zu Ende schauen, denn nochmal würde ich diese DVD nicht ansehen mögen. Entweder jetzt fertig schauen oder weg damit für immer.

Danach gingen wir ins Bett. Im Schlafzimmer habe ich mich normalerweise auf mein Fake-Fell zu knien, dann legt er mir die Manschetten an usw, aber statt dessen nahm er mich in den Arm und ich ließ ihn nicht mehr los und er legte uns auf das Bett und hielt mich weiter und irgendwann ließ ich ihn dann los und er legte mir die Manschetten an, verband die Hände mit einer Kette, erschuf so einen geschlossenen Kreis. Ich bin nicht gut beim Erklären, darum versuche ich es ausführlich zu machen. Also geschlossener Kreis, weil Arm, Kette, Arm, Körper, einen Kreis ergeben von oben gesehen oder so.
Dann nahm er die Kette vom Bett, zog sie von unten nach oben durch den Kreis durch, ans Halsband dran mit einem Schloss. Dadurch sind die Hände fixiert irgendwie, keine Ahnung.
Danach kamen diesmal die Füße dran. Er verband die Manschetten miteinander und mit dem Bett. Wie genau, weiß ich nicht, da ich nicht nachgesehen habe, aber ich konnte sie nur zusammen anwinkeln, oder zusammen ausstrecken. Noch eine Bettdecke liebevoll um mich herum drapiert und ich war fertig für die Nacht.
Da lag ich also, Beine gut fixiert, die Hände neben meinem Kopf, die Kette vom Bett lag zum Teil in meiner Hand wie ein Kuscheltier und ich fühlte mich so wohl! Es fühlte sich so schön an! Dann kraulte mein Herr noch meinen Kopf und ich schlief recht schnell ein, ich glaube sogar vor ihm, aber wichtig war mir, mich diesmal zu bedanken dafür. Ein ehrliches, glückliches Danke :)

Heute morgen wachte ich sehr ausgeschlafen auf, hatte sogar durchschlafen können, was recht selten wurde und ich war direkt wieder glücklich und zufrieden und hach!

Dann besprachen wir kurz, was ansteht heute und als er ein Telefonat erwähnte, sagte ich halb im Scherz, wobei eher im Ernst: "Ach, dabei könnte ich ja nackig knien, Ihnen den Arsch ins Gesicht streckend, eine schöner Anblick sein!" Er nahm es wohl eher als Scherz hin, weniger Ernst als ich, aber mal abwarten was noch so passiert, wobei ich ein wenig geschlaucht bin vom Yoga, das Wetter mich herunter zieht ohne Ende und ich Waschtag habe. Keine Ahnung *seufzt

Man kann sich jeden Tag schön machen, mit etwas Mühe. Vielleicht backe ich uns was leckeres :)


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