Mittwoch, 1. Januar 2020

Ich bin Besitz

Es kam mal wieder vor, dass ein Dom meinte, nur weil ich gerne und freundlich mit ihm schrieb, sich irgendwelche Rechte einräumen zu können und übergriffig zu werden.

Ihm schrieb ich eine laaaaange PN, in der ich auseinander nahm, warum, wieso, weshalb das einfach utopisch ist, nicht möglich und vor allem nicht angebracht ist. Der Text ist mir meines Erachtens recht gut gelungen, so dass ich ihn gerne veröffentlichen möchte und um direkt auch anderen Doms diesen Zahn zu ziehen, bevor es zu schmerzhaft wird.



Zu einer Sklavin in Besitz kann man guten Kontakt haben, aber dann ist Respekt ihrem Herrn gegenüber nötig und man hält etwas Abstand, um sie nicht in Schwierigkeiten zu bringen und vor allem, man sollte wissen, wie wertvoll es ist, wenn ihr Herr es ihr überhaupt gestattet. 

Es gibt da draußen sehr viele Sklavinnen, die in Besitz sind und deren Herren es ihnen verbieten zu chatten. Jeden Tag im SMC verstehe ich besser, warum das der Fall ist und verstehe meinen Herrn weniger, warum er es mir überhaupt gestattet. Ganz ehrlich, ich hatte wesentlich früher gedacht, dass er die Reißleine zieht, weil Du dermaßen respektlos warst und sein Eigentum nicht geachtet hattest, aber er mochte Dich, ließ Dir viel durchgehen und so hast Du es ihm gedankt?

Ich bin Eigentum meines Herrn, bedeutet, ihm gehört alles und ich haue nicht ab, nur weil er nicht perfekt ist, oder mir nicht immer gibt, was ich möchte, oder sogar brauche, denn auch das ist sein Recht, denn ich habe mich ihm geschenkt. Geschenke gibt man nicht unter Bedinnungen, an die man sich halten muss, sonst nimmt man jemanden das Geschenk wieder weg. Ich bleibe bei ihm, so lange er es möchte und davon unabhängig ist sein Verhalten. Kein, ich betone, KEIN Mensch der Welt kann das ändern. Ich bin eine Sklavin, keine Sub, ich gehe nicht einfach, wenn es mal schlecht läuft, statt dessen versuche ich mich zu verbessern, an der Beziehung zu arbeiten und kämpfe dafür, so lange mein Herr das möchte, denn genau so verstehe ich TPE. Ich gab meine Rechte an ihn ab, was er damit macht, ist seine Sache und so lange er sie haben möchte, kann er damit machen was er möchte.

So gesehen hattest Du nie eine Chance auf mehr, als eine Chatfreundschaft und das hatte ich Dir angekündigt und mehrfach wiederholt. 

Ich wollte Deine Gefühle nie anfeuern, im Gegenteil. Ich weiß, ich bin nicht verfügbar, werde es wahrscheinlich nie wieder sein.


Man sollte also bedenken, der Herr einer Sklavin ermöglicht ihr und anderen etwas, indem er ihr überhaupt erlaubt mit anderen zu kommunizieren. Nicht selten sagte mir ein anderer Dom, seine Sklavin dürfte es nicht. Warum sieht man dieses Geschenk nicht? Oder schlimmer noch, es gibt Sklavinnen die nicht so loyal sind, oder nicht so stur, die man dann zu etwas überredet bekommt, was sie gar nicht möchten, warum tut man ihr das an? Warum schützt man sie nicht und hält ein paar Grundregeln ein?

Gestern im Chat machte mich jemand dumm an und ein anderer schrieb nur: "Lass sie in Ruhe, sie ist in Besitz." Fertig! Ein einfacher Satz, mit einer enormen Wirkung und in der Tiefe viele unausgesprochene Regeln.

Nochmal ganz klar und deutlich!

Darf eine Sklavin von ihrem Herrn aus mit anderen kommunizieren, sollte man dieses Geschenk als solches erkennen und

  •  gut damit umgehen
  •  es respektieren 
  •  und sie nicht in Schwierigkeiten bringen
  •  ihren Herrn nicht respektlos behandeln
  •  Anstand beweisen und damit selber auch besser dastehen


Das wäre doch mal ein toller Grundsatz fürs neue Jahr:

Die Zeit einer Sklavin gehört ihrem Herrn! Verschenkt er Zeit von ihr, sollte man dankbar sein! Es ist keine Selbstverständlichkeit!



Keine Kommentare:

Kommentar posten